Rockys Apfelnudel-Party in der Afrikanischen Wüste
oder
Der Gute Krieger
(Neue Version. Ein paar Seiten länger. Rocky ist vor gut zwei Wochen verstorben.)
Rocky hatte gut drei Monate recht aufregende Abenteuer in Israel hinter sich. Seine Firma hatte endlich eingesehen, dass das „Arbeiten“ in diesem von Israel so sehr tyrannisiertem Palästina in der Zeit von Heute mehr als bloß sinnlos ist. Und man hat auch die Gutmenschen-Organisationen Europas endlich überzeugt, dass Geld, das man in die Infrastruktur von diesem so sehr von Israel malträtiertem Palästina steckt, mehr als bloß leichtfertig verschwendetes Geld ist. Dort „überlebt“ etwas Sinnvolles nicht einmal den nächsten Tag, selbst dann nicht, wenn es das Leben von diesen so vielen krebskranken Kindern Palästinas retten könnte, die nur deshalb krebskrank sind, weil die Israelische Armee so gerne mit dieser so saugeilen und so sehr strahlenden DU-Munition um sich und um alle Ecken schießt. Die Israeli sind zurzeit von einer eigenartigen und vom Rest der Welt kaum verstehbaren, jedoch schwer gutmenschlich ignorierten Mord- und Zerstörungswut gepackt.
(Wie immer in ihrer ganzen langen Leidensgeschichte für einen den Krieg-verstehenden dichten Dichter völlig klar begreifbar. Die Juden sind wohl das einzige Volk auf unserer Ganzen Mutter Erde, das irgendwie immer seit nun schon über SECHSTAUSEND Jahren verfolgt, versklavt, oder sonst irgendwie brutalst versucht wurde, ES auszurotten. Und trotzdem haben sie immer irgendwie als das VOLK der JUDEN überlebt. Verdammt! Ein Neuer Überlebenskampf ist angesagt. Und ich dichter Dichter verstehe DAS. Wäre ich ein Jude in Israel, ich würde für mein Israel kämpfen. Ich würde sogar „massenmorden“ für mein Land, welches auch immer!
Also vergessen WIR DAS, was ich da oben gesagt habe, wieder. Ich beschreibe als Dichter eine Kriegssituation aus der Sicht der Angegriffenen in einem Palästinenser-Aufstand. Ich sehe daher keinen Sinn in einer eventuellen Schönschreibung des Wahnsinns. Versteht Das auch ein heutiger Gutmenschenleser, oder gar so eine Gutti-Gutti-Gutmenschenleserin? Nun ja, eine aus Israel wahrscheinlich schon.)
Also war Neues angesagt. Es gab einen lukrativen Auftrag für den Irak. Allein mit der Gefahrenzulage für das halbe Jahr dort hätte sich Rocky noch ein neues Auto kaufen können. Er hat es dann jedoch als einziger aus der versammelten Mannschaft gewagt, den Chef zu fragen, ob „Irak“ nicht eigentlich dasselbe „Arbeiten“ bedeuten würde, wie dieses „Arbeiten“ in diesem von diesen Israelis so satanisch-böse traktiertem Palästina? Alle haben sie gelacht, nur sein Chef nicht. Der hat Rocky nur ganz komisch angeschaut.
Er hat dann hinterher von seinem Freund, der ihn in die Firma „gebracht“ hat, erfahren, dass sein Chef, - der irgendwie ein ziemlich komisches Menschenwesen gewesen ist, er zitierte ständig Geschichten von irgendwelchen Alten Göttern, - nach seinem Abgang vor seinen Kollegen gesagt hätte, dass er das untrügliche Gefühl hätte, „dieser Rocky hat wohl mitsamt seinen goldenen Händen keinen „guten Stern“. Der Typ schweißt zwar wie ein Gott, seine Schweißnähte sieht man nicht, aber kein anderer Gott mag ihn. Und ich sage euch Jungs auch, wieso: selbst Götter sind nicht unfehlbar. Diese Götter des Schweißens hassen jeden Nicht-Gott, der besser schweißt, wie sie, und dann schicken sie ihm das Pech auf den Hals. Echt, dieser Typ, dieser Rocky, bringt nur Unglück.
Echt, so einen Geschäftsauftrag hatte ich mit meiner Firma noch nie, WIR „haben“ den Neuen Flughafen im vor ein paar Jahren zum zweiten Mal zerbombten Bagdad. Und ich habe nun schon fast fünfundzwanzig Jahre Erfahrungen als Unternehmer. Echt, noch nie hat ein Schweißer für mich so perfekt geschweißt. Seine Schweißnähte sind doch tatsächlich unsichtbar. Selbst als Profi muss man da zwei Mal hin sehen. Und auch sonst hat dieser Typ Alles an Arbeit und auch das ganze wichtige und sogar unwichtige Drum-Herum mehr als nur im Griff. Ich war ja, wie ihr wisst, selber drei Mal dort unten im Gaza-Streifen, ich habe den Typen arbeiten und auch organisieren gesehen. Dieser Rocky ist ein Gott, was Arbeiten anbelangt, und eigentlich muss man sich da als Chef ja alle Finger abschlecken, wenn man so einen Rocky hat. Aber vielleicht hat er auch gerade deshalb kein Glück. Kein Gott, der eine Ahnung hat vom Leben, mag den. Also echt, der Typ hat den besten Job erledigt, den ich in meinem Unternehmerleben miterleben durfte, und doch ist zuletzt dann nicht eine einzige Schweißnaht übrig geblieben. Und was dieses Darfur zuvor anbelangt, nun ja, Ihr wisst ja, Was Da übrig geblieben ist.
Ich hatte bei meinem letzten Besuch dann auch schon fast so das Gefühl, als hätten diese scheiß Juden da unten ihren Gefallen gefunden an ihm. Denen hat dieses Grinsen einfach nicht gefallen, während sie ihm die Gewehrkolben ins Gesicht, in seinen Bauch und in seine Rippen gestoßen haben. Echt, ich selber hatte die Hosen voll. Draußen die Panzer. Dauernd die Schüsse aus Nah und Fern. Da draußen war Krieg, eine einzige Hölle. Und dann diese eiskalten Killer-Kindergesichter dieser jüdischen Mörderbande. Ein paar ältere Offiziersaugen ausgenommen. Noch nie habe ich so böse Blicke gesehen, noch dazu aus den Gesichtern von Noch-Kindern. Die waren Alle keine zwanzig Jahre alt. Auch die der Mädchen.
Und dieser Rocky stellt sich einfach vor seine scheiß Wasserleitung hin und glaubt, er könnte sie retten, wenn er diesen Killer-Maschinen eiskalt in ihre Kindergesichter grinst. Jungs, ich sage Euch, dieser Rocky zieht das Unglück an. Ich werde mich wohl von ihm trennen müssen, auch wenn es mir noch so leid tut um ihn. Lieber stelle ich zehn Deppen an, ehe ich diesen Unglücksraben noch einmal irgendwohin schicke.“
Nun ja, EU! Wurscht! Egal! Also scheißen! Jedenfalls wollte Rocky dann auch nicht nach Afghanistan fahren. Er wollte nicht schon wieder etwas schaffen, von dem er sich sicher sein konnte, dass es seinen Einsatz kein Jahr überleben würde, oder wenigstens ein paar. Also stand er wieder einmal auf der Straße. Sein ganze Psyche war auch irgendwie hinüber.
Und auf einmal verschwanzte seine Seele mitsamt seinem bis dahin doch immer so extra-steifen Schwanz im sexuellen Nichts. Ihm gingen die Worte seines Ex-Chefs im Kopf herum. Konnte es sein, dass Der Recht hatte? Nichts, was er jemals in seinem ganzen Leben in dieser Dritten Welt gebaut hatte, existierte heute noch. Es war heute Alles hin, kaputt. Zog er vielleicht tatsächlich das Unglück an?
Rocky war das erste Mal in seinem Leben impotent. Er dachte: „Geil! Geil! Geil!“ „Nee, nicht geil! Gar nicht geil! Verdammt! Beschissen!“
Die Muschi war megafeucht und extra geil. Er fummelte in ihr herum, wurde steif. Die Muschi, gierig, wie sie war, griff mit ihrer eisenharten Hand dann endlich nach seinem harten Schwanz. Und ….. wow, wumm, und da fiel ihm wieder ein, was sie vor gut zwei Stunden ganz so nebenbei erwähnt hatte. Sie hat noch kein Kind, dabei ist sie doch schon fünfunddreißig. Und sie möchte unbedingt eines, bevor es für sie zu spät ist.
Als sie das vor gut zwei Stunden zu ihm in der Pizzeria gesagt hat, da hat es ihm Nichts ausgemacht, ja, es ist ihm nicht einmal richtig aufgefallen, so EU, ja wurscht, ist ihm das gewesen. Erstens hat er schon ein paar Kinder und zweitens, hihi, kann er keines mehr machen, haha, schließlich hat er sich genau deshalb ja operieren lassen. Noch ein Kind und er kann sich aufhängen. Der viele Unterhalt für seine drei Kinder bringt ihn ja jetzt schon um. Nee, nee, mit ihm nicht mehr, so viel hat er inzwischen schon, spät, aber doch, begriffen.
Und auf einmal war seine gerade noch so harte Nudel butterweich. Sie war auf einmal so potent, wie diese EU. Sie hatte der Welt außer hoffnungsvollem Beschwichtigungsblabla Nichts mehr zu sagen. Er wusste auf einmal, dass er die Träume dieser Frau nicht mehr erfüllen konnte. Er war ja außerdem schon wieder einmal arbeitslos. Und da machte zum ersten Mal in seinem Leben sein wichtigster und sonst immer bester Teil von ihm schlapp, einfach so. Er hatte, so wie diese alt gewordene Gutmenschen-EU von Heute keinen die Welt bewegenden harten Schwanz mehr. Eine Lachnummer war er ab nun, mehr sicher nicht.
Während sich seine neue Freundin um seinen Schlappschwanz bemühte, irrten Rockys Gedanken immer weiter weg. Noch nie zuvor in seinem Leben hatte er so eine lätscherte Nudel gehabt. Man soll halt beim Sex nicht denken. Und da war er auf einmal ganz weit weg, ganz weit weg in der Wüste. Wie war das doch damals, also letztes Jahr noch, geil! So was von geil!
Er hatte dort einen Auftrag von so einer belgischen Gutmenschen-Organisation, einer gut finanzierten NGO. Er hatte mit zwei weiteren Ösi-Kollegen und einigen beigestellten schwarzen Arbeitern einige Brunnen am Rande der Wüste mitsamt Wasseraufbereitungsanlagen und so weiter zu bauen. Und in seiner Freizeit hat er in den zwei umliegenden Dörfern der Schwarzen und im Auffanglager für Flüchtlinge auf „Samariter“ gemacht.
„Gemacht“ deshalb, weil er ja so ein Typ Mensch ist, der selbst dann noch ein schlechtes Gewissen gegenüber den armen Menschen der Dritten Welt hat, wenn er versucht, ihnen aus dieser Scheiße zu helfen, in der sie ja eigentlich eh nur wegen ihm und seinesgleichen drin stecken. (An Das er eigentlich seit einiger Zeit nicht mehr so richtig glauben konnte.) Er hilft dann überall, wo er nur kann, und muss dabei dauernd daran denken, wie gut es uns Allen hier in EU-Gutti-Gut-Land geht, und das selbst noch dann, wenn man denkt, dass man selber bis zum Hals in der Scheiße steckt. Rocky war also da Unten voll in seinem Element.
Nun ja, Rocky hat dort so nebenbei Sat-Anlagen, DVD-Player und was auch immer wüsten- und afrika-tauglich gemacht, die natürlich aus Europa gestohlen (und somit anders codiert) waren. Aber EU! Die reiche EU wird es sicher aushalten, und wenn auf Dauer nicht, auch EU. Wurscht! Er hat auch Fernseher und andere Elektrogeräte auf „Wüstenstrom“ umgestellt. (Keine Ahnung wie? Man braucht wahrscheinlich nur viele andere Stecker.)
Selbst Elektroöfen, die bis zu Rockys Großer Zeit in den Hütten als bloße Zierde gedient hatten, kochten auf einmal auf, wie hier in Gutland die TiVi-Köche mit ihren prominenten Gutgästen aus allen möglichen Ecken der Gutmenschen-Adabei-Scenerien. EU! Rocky und seine zwei Kollegen waren daher fast jeden Abend irgendwo „gutti-gutmenscherl-gut“ brav eingeladen.
Und am ersten freien Wochenende hat er dann selber einmal nach dem Hauptmahl für eine deftige Nachspeise gesorgt, er kann ja ganz gut kochen. (Bitte, Was bleibt einem Mann schon übrig, wenn man oft allein ist, in kein Lokal gehen will, aber etwas Gutes essen will?)
Wow, was war das dann doch für ein Höhepunkt des Abends. Er hat Omas Rezept „geklaut“ und ihre „Kartoffel-in-Mehl-Nudeln“ auf einer Holzplatte gewutzelt, dann in der Pfanne in ein wenig Butter braun gebrutzelt, dann in einer anderen Pfanne, einer Riesenpfanne, klein geschnittene Apfelspalten auf kleiner Hitze mit einem Löffel zart zermantscht, showgemäß die gerade knusprig gewordenen Nudeln hinein getan, und Zucker und etwas Zimt dazu, und fertig war sein Apfelnudel-Zauber.
Dabei sind fast zwanzig Frauen und noch mehr Kinder um ihn zur Musik herum getanzt. Und draußen vor der „Großen Allzweck-Hütte“ standen noch ein paar mal so viele. In diesem riesigen Container-Haus waren Lagerkomandantur, Sanitärwesen, Schule usw untergebracht. Und einen großen Versammlungsraum für alle möglichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel so einer Lagerversammlung oder einem kleinen Festchen gab es auch.
Auch ein paar Männer waren dabei und glücklich. (Der Männerrest des Stammes war irgendwo weit fort im Krieg oder sonst wie tot. Massakriert!)
Rocky hat natürlich während der ganzen Kocherei seinen Hintern im Rhythmus der Musik bewegt und zuletzt dann die Nudeln auch noch ein wenig in der schweren Pfanne herum geschupft. Und ganz so nebenbei hat er seinen neuen Freunden auch noch erzählt, dass im reichen Ösiland so eine „Nudelparty“ auch etwas anderes bedeuten kann. Was war das Ganze doch für ein Riesen-Bahöö?! Und sein witziges Englisch wurde von einer äußerst hübschen schwarzen Lehrerin, so um die fünfundzwanzig Jahre alt, übersetzt. Sie hat ebenfalls für diese belgische Organisation gearbeitet.
Er ist dann mit der Riesenpfanne in der Hand rundum gegangen. Alle bekamen sie eine kleine Portion auf ihre Teller. Da wurde er dann auch zum Liebling der Kinder. Er ist mit einer neuen Pfanne in der Hand, zwei Frauen haben für ihn weiter Nudeln gemacht, auf den Knien zu jedem Kind einzeln hin gekrochen und hat dabei Grimassen geschnitten und sich dauernd genüsslich mit der Zunge über seine von den süßen Nudeln so süßen Lippen geschleckt. Und dabei hat er die Blicke der Frauen gefühlt, die mit ihren großen dunklen Augen heiße Apfel-Nudel-Löcher in seinen Rücken brannten. Rocky hat sich schon lange nicht mehr so wohlig und so gut gefühlt.
Und da war auch noch eine Ururalte, angeblich war sie schon über hundert Jahre alt, die hat ihm dann immer, wenn er an ihrer Hütte vorbei gegangen ist, hinterher gerufen: „Appelnoddelparrty! Appelnoddelparrty!“ Und dabei hat sie jedes Mal mit ihrem zahnlosen Faltenungeheuer von einem Mund ein spitzes Schnäuzchen gemacht, so als wäre ein kleines „Bläschen“ ihr Eintrittspreis in den Himmel über Afrika für sie. Und für Rocky war diese Zeit, dieses halbe Jahr, sein Paradies auf Erden. Er ist kein einziges Mal nach Hause gefahren und hat sogar die Wochenenden und auch seinen Urlaub dort verbracht.
Es geschah am zweiten Wochenende. Seine Kollegen genossen das Nachtleben in der nächsten Stadt. Er lag in seinem Container. Er lag im Halbschlaf da und konnte nicht einschlafen. Es war heißeste Wüste und entgegen aller anders lautenden Gerüchte kein bisschen kalt in der Nacht. Er lag völlig nackt auf seinem Bett. Das Leintuch waschelnass. Aus jeder seiner Poren floss ein Fluss von Schweiß, dabei hatte er doch eben noch eiskalt geduscht, nun ja, wüsteneiskalt halt. (Er hatte zum Staunen seiner zwei noch sehr jungen und noch völlig unerfahrenen Kollegen gleich am ersten Tag als erste Arbeit ihre Wasserleitung an ein gasbetriebenes Kühlaggregat angeschlossen.)
Die Türe seines Containers stand weit offen. Die zwei Fensterluken ebenfalls. Kein Luftzug, der sich regte und der Lust gehabt hätte, die Nacht ein wenig kühler und endlich schlafbar zu machen.
Doch da! Was war denn das? Schleicht da draußen etwa Jemand herum? Inzwischen kannte er ja diese „schlürfende Leisigkeit“ von Schritten schon. So „beleisen“ nackte Füße eine afrikanische Wüstensandigkeit. Und er wusste dann auch gleich, wer da am „Anschleichen“ war. Und dann ging draußen die Dusche an. Und so dachte er dann laut und völlig ungeniert auf Deutsch. (Er wusste, dass diese so selten gewordene Sprache hier am Ende der Welt kein Mensch verstand. Selbst die Sittenwächter, diese von der die Menschen „brav“ machen wollenden Scharia träumenden Imame und ihre Spione, hatten somit keine Chance).
„Ja, was schleicht da durch die Wüste?
Ja, wer schaukelt denn da ihre so schweren Brüste?
Es ist Frau Lehrerin, die endlich wissen will,
wer ich, der Ösi, dieser Herr Appelnoddelparrty,
nun wirklich bin!
Sie will nun endlich voll und ganz ermessen,
ob ich Mann oder nur so ein Männlein bin.“
Und zu seinem Ginky meinte er: „Hast Du verstanden?“ DER nickte kurz, zuckte ein bisserl und wurde zum Halbsteifen.
Tutu verstand davon natürlich Nichts! Mutter Erde sei Dank! Denn dem Rocky blieb dann sein lautes Dichten glatt im Halse stecken. Frau Lehrerin schwebte völlig nackt zur offenen Tür herein. Der Anblick ihres Körpers, insbesondre ihres Oberkörpers schaukelte ihn „kalt“. Jeder Tropfen Schweiß auf seinem Körper fror sich zu einem kleinen Zapfen Eis. Und das nasse Laken unter ihm fühlte sich auf einmal an, als läge er auf diesem Nordpol drauf.
„Appelnoddelparrty! Appelnoddelparrty! Appelnoddelparrty!“ so spottete sie die Dorfalte nach. Oh Mutter Erde, Du! Welch Stimme Klang? Ein Löwinnenknurren gurrte den Worten hinterher. Rocky schämte sich, …. seiner Nacktheit wegen. Er wollte schon nach dem Zudeckleintuch greifen, doch das ließ er dann doch sein. Und aus seiner Mitte wuchs ein Ding empor, das ausnahmsweise einmal jedem Land Europas wahre Ehre eingetragen hätte.
Eine Germanenlanze, ….. okay, aber zumindest für Europa!
Dabei hatte er doch solche Angst. Er war der reinste Eiszapfen. Noch nie hatte er solche Angst gehabt. (Na ja, vielleicht doch noch einmal, aber nicht bei seinem ersten Mal, denn damals hatte man ihm keine Zeit zum Angst haben gelassen, dafür ist damals alles viel zu schnell gegangen, so und so, hihi. Doch das ist eine völlig andere Geschichte.)
Er hatte Angst. Aber seine Nudel stand. Seine Nudel stand und hat sich nicht angeschissen. (Seit damals weiß Rocky auch, dass jeder Mensch zwei von einander völlig unabhängige Ichs hat. So viel ist sicher! Das eine Ich scheißt sich gerade an, und das andere Ich steht seinen Mann, oder sein Weib! Was auch immer. Zumindest dann, wenn ein Mann ein Mann und ein Weib ein Weib ist.)
Da lachte sie. So warm. Ihr ganzer Körper glänzte feucht. Die Wassertropfen glitzerten wie Sterne so hell. Ihre schwarze Haut erschien ihm im Neonlicht der Hütte wie dieses nächtliche, afrikanisch nahe und soooo schwarze Himmelszelt. Sie sank neben ihm aufs nasse Bett. „Noddelparrty! Noddelparrty! Noddelparrty!“, so knurrte sie. Und dann schmiegte sie sich ganz eng an ihn an. Sie küsste ihn. Sie küsste ihn ganz zart. Überall. Rocky war nur noch
Gänsehaut.
Der Rest ist Geschichte, geht eigentlich Niemanden was an. Nun ja! Sie hat geschrieen. Rocky hat geschrieen. Echt, und wenn dieses scheiß Hosenscheißer-Gutmenschen-Europa davon gewusst hätte, oh, es wäre mit absoluter Sicherheit mehr als nur stolz auf ihn gewesen.
Hahaha. Leckt mich doch Alle am Arsch! Verdammt! Genau so ist es gewesen, genau so!
Als er dann am nächsten Tag durch das Dorf gegangen ist, hat die Alte - „Kijani“ - zu ihm gesagt. Er wollte dann von Tutu wissen, was dieses Wort „Kijani“ zu bedeuten hätte. Seine Frau Lehrerin hat gelacht und gemeint, das wäre das afrikanische Wort für „Appelnoddelparty“. Apfel mit irgendeiner Beilage, wie Teig, Brotteig, Apfel-Teig, Apfel im Irgendwas, Apfel im Gras, oder in irgend Etwas, das in Hungerzeiten noch essbar ist, und oder so ähnlich.
Wow! Rocky dachte: „Ich Kijani! Ich Kijani! Ja, gut, guttiguttigut, ich Kijani!“ Was für ein geiler Name? Und zu Tutu meinte er: „Ab jetzt heiße ich Kijani! Das ist ein tausend Mal geilerer Name als Rocky! Rocky ist zwar auch ein geiler Name, aber „Kijani“, wow, „Kijani“, das ist echt tausend Mal geiler!“ Und dabei lachte er sich Einen mit Tutu im Bett ab. Ihre Muschi lachte mit seinem Schwanz mit. Auf und Ab, und Auf und Ab, und dann haben sie gemeinsam einen Lachenden gekriegt.
Und ein paar Tage später, wieder nach einer so extrem heißen Wüstennacht, so und so, hat das alte Luder ohne Zähne dann auch noch zum Trillern angefangen, „iiiiiiiiii“, als er an ihrer Hütte vorbei gegangen ist. Und auf einmal trillerten auch die Kinder mit und dann …… Wahnsinn!
Rocky will heute gar nicht mehr daran denken. Nie zuvor ist sein Schwanz so hart gewesen. Kein Vöest-Stahl war jemals so hart. Ja, selbst dieser mit Uran 238 angereicherte Stahl dieser neuen Atommunition, dieser DU-Munition, hätte niemals eine Chance gegen sein Kijani-Stahl-Raketerl gehabt. Und dann hat er in der nächsten Nacht mit Tutu erfahren, was dieses Wort „Kijani“ tatsächlich bedeutete. Sie hat ihn mit der ersten Übersetzung nur ein wenig „verarscht“. Aber diese Apfelnudeln heißen ab heute „auch“ Kijani.
Es war „suaheli“: Rocky war ab nun „der gute Krieger“ des Dorfes. Alle im Dorf wären der Ansicht, er wäre der Retter aus ihrer so furchtbaren Not, nach Dem sie sich Alle doch so sehr sehnten.
(Diese Naturvölker haben ja ein einziges Wort für „Etwas“, für das wir Europäer heute zwei Worte benötigen, weil es hier in Europa ja keine „guten Krieger“ mehr gibt. Schließlich ist unsere ganze so schön westlich zivilisierte Kultur einzig und allein auf die „christliche“ Eroberung und dann „christliche“ Unterdrückung des Restes der Welt aus- und angelegt gewesen, auch wenn wir selber heute nicht mehr der Oberunterdrücker, sondern nur noch seine mehr oder weniger willigen Kumpane sind. Bei uns gibt es so einen „Guten Krieger“ nicht mehr, der sein Dorf vor allen Gefahren beschützt. Einen „Ritter“ zum Beispiel. Bei uns kann so ein Helfer in der Not sogar in Teufels Küche kommen, wenn man so blöd ist und Zivilcourage zeigt und der Richter dann auch noch vielleicht ein eisig kalter studierter Gutmensch ist.)
Nun ja, EU! Egal! Rocky hat sich jedenfalls schwer verliebt. Als dann das halbe Jahr zu Ende gegangen ist, musste Rocky doch nach Hause. Er hat mit Tutu ausgemacht, dass sie noch ihren Vertrag mit der NGO einhalten und ihm dann nach den gut zwei Monaten nachkommen würde. Er würde einstweilen ihr Visa beantragen und die Einreiseformalitäten erledigen. Nach gut einem Monat war das Alles erledigt. Er bürgte für sie. Als er den Bescheid erhalten hat, da ist er vor Freude in seiner Bude herum gehüpft. Und Tutu würde sich hier mit ihm an der Seite schnell „integrieren“. Sie konnte gut englisch, französisch, Suaheli, Farsi, arabisch und ein paar Sprachen dazwischen, und Deutsch, das würde er ihr schon im Bett beibringen. Ach, das wird die volle Gaudi werden.
Am nächsten Tag musste er dann in der Zeitung lesen, dass wieder einmal mehrere Dörfer in Afrika von einer Reiterhorde dem Erdboden gleich gemacht worden sind. Man hätte die Erwachsenen hingemetzelt. Die Kinder wären entführt worden. Eh schon wissen. Er hatte sofort ein beschissen ungutes Gefühl dabei. Oh bitte, Liebe Mutter Erde! Verdammt! Es wird doch nicht „sein Dorf“ gewesen sein. Oh Liebe Mutter Erde! Bitte, nicht „mein Dorf“!
Er hat dann einige Telefonate mit dieser belgischen Organisation geführt, die dieses Dorf mit dem anschließenden Lager verwaltet und finanziert hat. Da hat er dann (erst nach zwei Tagen) erfahren, dass fast das ganze Dorf abgeschlachtet worden ist. Die Mordrebellen hätten sogar Kinder aus dem nahen Flüchtlingslager teilweise umgebracht, den Rest entführt. Die UNO-Soldaten waren gezwungen, zuzuschauen. Sie hätten, wie üblich, nach westlich-zivilisierter und so überaus wirksamer gutmenschlich guttiguttiguten Beschützermanier kein einziges Schüsschen abgefeuert, ausgenommen der vielen feuchten Schüsschen in ihr blaues Uniformhöschen. Klar, so viel Tapferkeit sollte man nicht vergessen.
Der Anführer der Reiterhorde hat wohl den Film von Srebrenica gesehen, in dem man sehen kann, wie dieser Massenmördergeneral Mladic mit dem UNO- und somit Massenmitmördergeneral ein Slibovitzerl trinkt. Er hat angeblich einen Flachmann gezückt und zwei verschmierte kleine Gläser mit US-Amerikanischem Bourbon voll gefüllt. Er hat den UNO-Kommandeur dann anerkennend, weil „wissend“, angegrinst und der hat dann angeblich sogar mit ihm auf das Massaker angestoßen. Da kann man wieder sehen, wie die Bösen die einzigen sind, die bereit sind, aus der Menschheitsgeschichte etwas Positives zu lernen.
Auch Tutu war unter den Opfern. Massenvergewaltigt. Sie hat sich vor ihre Kinder hin gestellt. Die Brüste abgeschnitten, bei lebendigem Leib. Und weil sie nicht nach afrikanisch-entarteter Islam-Sitte beschnitten war, hat man das dann gleich ordentlich nachgeholt, ebenfalls natürlich bei lebendigem Leib. Und dann hat man sie liegen gelassen, bis sie verblutet war. Auch „seine Alte“, die ihm seinen neuen Namen „Kijani“ gegeben hatte, gab es nicht mehr.
Und da war Rocky dann wieder einmal am Ende. Es hat ihn einfach Nichts mehr interessiert. Er träumte wieder von Selbstmord auf der Linzer Nibelungenbrücke.
Und nun lag er da mit seiner neuen und so hübschen Freundin, sein müdes Ding in ihrer Hand. So etwas war Rocky noch nie passiert. Er fragte sich: „Fängt so das Sterben von uns „Männern“ an?“ Alles war ihm so völlig EU! Ihm war Alles so egal! Joblos! Wieder einmal! Ein Nichts in seiner Welt, in der nur die Arbeit und das Monetäre zählt.
Er versteht nichts, absolut Nichts mehr. Ein eigenes Gedicht geistert in seinem Kopf herum, während sich seine neue Freundin noch einmal schon völlig entmutigt um Ihn bemüht. Er sagt ihr also mitten drin im „harten Penis-Desaster“ sein neues Gedicht „Zerfall der Zeit“ auf:
„Unsere Welt hat so viele Gesichter.
Eine Freiheit bekämpft sich mit der anderen.
Unsere Gedanken sind nun alt geworden.
Sie erwecken weltweit nur noch Gelächter.
Nichts ist mehr so, so wie es halt ist.
Aber vielleicht hat unsere Welt
ja auch nur ein einziges Gesicht?
Ein einziges Gesicht, das nun zerfällt?
Erleben wir etwa gar gerade den Zerfall der Zeit?
Ist unsere Welt nun wieder einmal
für einen nächsten Untergang bereit?“
Rocky wusste es nicht! Und dann war Rocky wieder einmal allein, so ganz und gar allein. Seine gerade noch so neue Freundin hat endlich eingesehen, dass Alles zwecklos ist und ist heulend abgehauen. Auch er war das heulende Elend! Seine Tutu steckte in jeder Zelle in seinem Kopf. Wieso ist er nicht einfach dort geblieben? Er hätte sich mit ihr gemeinsam vor die Kinder hingestellt! Er hätte sich mit ihr gemeinsam in die Kugeln hinein geschmissen. Ja, er, der „Kijani“ seines Dorfes, er hätte zumindest ein paar von diesen Massenmördern mit ins Jenseits genommen. Er hätte vielleicht einem von diesen von unserer westlich-zivilisierten Friedensphilosophie zum Hosenscheißen gezwungenen UNO-Soldaten das Gewehr entrissen und damit wenigstens ein paar von diesen Schwarzen Teufeln nieder geschossen. Oh Du zu uns Menschen immer so Liebe Mutter Erde! Was ist das bloß für eine auf „Wehrlos“ getrimmte Gutmenschen-Hosenscheißer-Welt?
Rocky will nicht mehr! Was soll er tun? Sich in die kalte Donau stürzen? Oder soll er so ein „Kijani“ werden, so ein ururböser, aber „Guter Krieger“? Aber wie? Rocky weiß es nicht. Irgendwann ist er dann eingeschlafen.
Ach, leckt mich doch Alle am Arsch!“
© Copyright by Lothar Krist (27.+28.10.2006 von 22.10 (O-Bus und Straßenbahn – 04.00 Uhr im Smaragd und Asphalt, dann ein paar Nächte am PC. Und heute 20.04.2023 ab 20.00 Uhr bis so gegen 02.30 Uhr.)
Ich ersuche um Milde hinsichtlich meiner „elektrischen und sonstigen mechanischen Unkenntnisse“ und auch der Unkenntnis der genauen Örtlichkeit, irgendwo in Darfur, aber den echten Rocky, den gibt es heute nicht mehr. Ich kann ihn daher nicht fragen, wie er es genau angestellt hat, diese Elektrogeräte und all den anderen Wauwau wüstentauglich zu machen. Ich habe ihn leider nie um die Details gefragt. Ich habe auch nicht die geringste Lust, dies womöglich stundenlang im Internet auf der Google nun selbst nachzuforschen.
Nun ja, und ich dichter Dichter bin ja nicht Rocky! Dieser Rocky in meinen Rocky-Geschichten besteht aus zwei Freunden, die ich früher immer nur dann gesehen habe, wenn sie von ihren Montage-Einsätzen in der Dritten Welt schnell einmal nach Hause gekommen sind. War jedes MAL ein Fest!
Der Eine, der M., ist vorletzte Nacht gestorben, im zweiten Jahr seiner Pension, mit 62 Jahren. Seine Leber war nach der vielen Sauferei in den letzten Jahren völlig hinüber. Er war gesundheitlich viel schlimmer beisammen, als er es mir erzählt hat. Eigentlich war er immer „gut“ drauf, wenn wir uns trafen.
So wie ich es mir nach der Erzählung seiner Ex-Frau, die ihn vorgestern mit seiner Mutter und Tochter gefunden hat, gemeinsam mit der Polizei und der Rettung, und so wie sie mir die Alkohol- und Spiegelgeschichte, also die Bilder, erzählt hat, würde ich seine von ihm selbst gewählte Abgang-Geschichte irgendwie so einschätzen:
Er hat nicht mehr gewollt, hat sich mit ein paar Joints in die Willenslosigkeit hinein geraucht, so stelle ich es mir vor, so wie ich ihn gekannt habe, und dann hat er sich eine zwanzig Zentimeter lange Line vom besten Koks, das er in der Stadt auftreiben konnte, in seine zwei Nasenlöcher tief hinein geknallt, und dann hat er erst die zwanzig Temesta-Tabletten (Schlaftabletten) und die zehn Tabletten Mexalen (Schmerztabletten) geschluckt, womit er dann ins Bett gegangen ist.
Und zwei Sechsertragerl Zipfer Urtyp standen auch im Wohnzimmer herum, dazu noch eine Flasche bester Orban-Malt-Whyskey, eine fast leere eineinhalb Liter Cola-Flasche, und eine halbe Flasche Averna. Ja, Averna hat er zuletzt auch immer gerne getrunken. Ich habe ihn wohl dazu animiert. Dazu hat er sicher Tim Buckley, seinen Lieblingssänger, zuletzt wahrscheinlich zwei, drei Mal hintereinander „Sweet Surrender“ mit dieser irren Violin-Chaos-Ohr-Massage im Schlussteil, gehört. Das kaputte Herz mit dem sowieso ständig zu hohen Blutdruck, die kaputte Leber und wer weiß schon, was noch, muss man sich dazu denken,
und dann ab in die Heia!
Ich stoße daher an, auf einen wichtigen Persönlichkeitsteil von meinem Rocky in meinen Rocky-Geschichten und jahrelangen Freund:
Es lebe hoch:
M., mein KIJANI! Ein verdammt „Guter Krieger“ unserer Zeit von Heute.
Mein anderer Rocky, der W., möge noch recht lange leben! Er züchtet gerade Schafe, Lamas und wer weiß, was noch für lustige Viecher. Und Was so das Gemüse und das Obst anbelangt, und so alle möglichen Schwammerl auch, ist er autark. Ich muss mich immer wieder an seinen „Duft“ gewöhnen, wenn ich ihn treffe.
Alles klar? Und WER von Euch Leserinnen und Euch Lesern sowieso, jetzt nicht lacht, verdammt, der hat diese Ganze Geschichte nicht verstanden!
Einer der so wenigen „Guten Krieger“ unserer Zeit hat auf seine eigene Art und Weise „seinen eigenen Abgang“ gemacht. Das Ende des Lebens ist sowieso schon so nah, also „ab“ auf die Art und Weise, wie „gute“ und so nebenbei an ihrem Leben alt und krank gewordene Krieger halt gehen, egal, wieso!?
Hey, M.! Du fehlst mir jetzt schon so!
Gggggrrrrrhhhhh! Ja, leckt mich Alle am Arsch! Und:
Oh, Du liebe Mutter Erde, bitte, lass' auch mich alten und kranken Mann nicht alleine, in meiner letzten Schlacht!
Gggggrrrrrhhhhh!
Ich weine. Und dabei höre ich:
Tim Buckley – Sweet Surrender
(Vorletzte Version 21.04.2023 von ca 20.00 bis 22.15 Uhr.
Letzte Version 24.04.2023 von ca 20.00 bis 23.55 Uhr)
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Der Beitrag wurde von Lothar Krist auf e-Stories.de eingesendet.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.04.2023.
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