Andreas Rüdig

Buchbesprechung: Das Doppelleben der Jane Ashby

Niki Trauthwein: Charles Henry Le Bosquet - Das Doppelleben der Jane Ashby Die Ideengeschichte der Transsexualität im frühen 20. Jahrhundert; LIT - Verlag Dr. W. Hopf Berlin 2021; 474 Seiten; ISBN: 978-3-643-25016-1

Der Roman "beschreibt das Lewben einer geschlechtsvarianten und sich männlich verstehenden Person in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in Großbritannien, einer Zeit geprägt von der Ersten Industriellen Revolution und bürgerlich - konservativen Einstellungen. Die Biographie ist gleichzeitig ein Dokument, welches verblüffend den wissenschaftlichen Stand jener Zeit zu Geschlchte und Geschlechtsidentität darlegt, sowie konzeptuell den wahrscheinlich frühesten Community-Building-Ansatz entwirft," wie der hintere Buchklappentext berichte.

Dementsprechend enthält das vorliegende und hier besprochene Buch nicht nur die eigentliche, fiktive Lebensbeschreibung. Ein literaturwissenschaftliches Vorwort von Trauthwein sowie sexualpsychologische Begleittexte anderer Fachautoren im Anhang kommen hinzu.

Allein schon die fiktive Biographie ist für eingeschränkt angenehm lesbar. Das englischsprachige Original wurde 1924 veröffentlicht - es bewegt sich im England jener Tage. Viele (Fach-)Begriffe und zeitgeschichtliche Umstände sind für den heutigen deutschen Leser unverständlich.

Der literariosche Ansatz befindet sich auf einem gehobenen, fast schon theoretisch - schwülstigen Niveau - wer pornographisch-populärwissenschaftliche Ausführungen sucht, wird zu anderer Lektüre greifen müssen.

Der Anhang erfordert einen Zugang zu geistes- und ideengeschichtlichen Vorstellungen. Sein fachtheoretischer Ansatz wendet sich eher an eine interessierte Fachöffentlichkeit.

Das Buch als ganzes hat eher Liebhabercharakter und wendet sich an eine interessiere und vorgebildere Leserschaft = Öffentlichkeit, die sich mit dem Thema Transsexualität beschäftigt.

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Andreas Rüdig).
Der Beitrag wurde von Andreas Rüdig auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.07.2023. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  Andreas Rüdig als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Emotionale Welten von Jürgen Skupniewski-Fernandez



In den Gedichten hat der Autor das lyrische "Ich" durch ein vorwiegendes lyrisches "Du" bzw. "Wir" ersetzt, was eine kollektive Nähe zum Geschehenen hervorruft.
Die sehr eindrücklichen Beschreibungen leben von den vielen Metaphern und Vergleichen.
Eine klare und leicht verständliche Sprache sowie wohlgeformte Reime ermöglichen dem Leser einen guten Zugang zu den Gedichten.
Etwas für Lyrik-Liebhaber und jene, die gerne über das Leben philosophieren. Eine kleine poetische Reise, die den Leser zum Verweilen und zum Nachdenken über den Sinn des Lebens einlädt.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Romane" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Andreas Rüdig

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Energie von Andreas Rüdig (Sonstige)
Fühlte mich wie ein Neandetaler von Rüdiger Nazar (Autobiografisches)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen