Stefanie Helms

man liebt sich.....

Man trifft sich,
man lernt sich kennen,
man liebt sich und man muss sich trennen



Endlos.Endlose Stille.Endlos.Endlose Traurigkeit...die mich erfüllt und nicht aufhören will.
Mein Herz ist Tränen schwer, ich kann nur noch an den letzten Satz denken, den er mir sagte und den ich nicht begreifen will. Das schwarze Loch der Erinnerung umrahmt meinen Körper mit einer tiefen dunklen Wolke, die nur darauf wartet mich zu verschlingen..
Mein Verstand ist tot, glaubte an nichts mehr denken zu können, doch tausende Gedanken toben in meinem Kopf herum. Kann sie nicht aufhalten, unaufhaltsam bahnen sie sich ihren Weg durch meinen Kopf. Bis ich nicht mehr kann und mich meinen Gedanken hingebe und an ihn denke.. Erste Tränen kommen auf und bahnen sich einen Weg über meine Wangen hinunter, es sind viele Tränen, die oft schon geweint wurden, aus Hass, Traurigkeit und Wut aber diese Tränen sind anders sie tragen dein Gesicht. Dein Gesicht das mich immer anlächelte, deine Stimme die mich mit sanften Tönen betörte, konnte nicht glauben das du mich gewählt hast. Schwebte auf rosaroten Wolken, bis ich hinunter fiel und nicht glauben konnte warum du mir das angetan hattest.

Schon mit dem Gedanken an ihm wachte ich auf und wusste irgendetwas stimmte nicht, doch es war nur ein Traum so dachte ich jedenfalls, doch würde ich bald eines besseren belehrt werden.
Den Weg zur Schule bekam ich kaum mit, denn mein Traum nahm mich voll und ganz ein, ich hörte Stimmen die miteinander sprachen, Stimmen, die mir bekannt vorkamen und plötzlich befand ich mich auf einen langen,mit Nebelschwaden bedecktem Feldweg, der unauffällig viele Bäume um sich reihte.
Ich lief diesen langen Feldweg lang, immer auf der suche die Stimme nicht zu verlieren. Je weiter ich den Weg entlang schritt umso lauter wurden die Stimmen, Stimmen die sich anscheinend streiteten, aber worüber?
Der Feldweg knirschte unter mir, Matsch klebte an meinen neuen Schuhen und bei jedem schritt gab es ein fatschendes Geräusch aber dies fiel mir weniger auf, denn ich musste mich konzentrieren das ich die Stimmen nicht verlor, denn noch konnte ich nicht verstehen über was sie sich unterhielten. Ich war nun ganz nah und so konnte ich die zwei Personen sehen und es lief mir eiskalt den Rücken runter, plötzlich fror ich unter mir mysteriösen Umständen ,denn was ich da hörte konnte ich nicht fassen.
“Hör zu ich kann nicht mehr, ich bringe mein Leben nicht mehr auf die reihe“, sagte die männliche Stimme, die mir wohl bekannt er schien, aber noch nicht zuordnen konnte.
“Was ist denn mit dir los, ich versteh es nicht du gehst mir aus dem Weg, sprichst nicht mit mir. Ich liebe dich doch“, sagte die weibliche Stimme.
Ich ging noch einen Schritt näher und erstarrte beinahe zur Salzsäule als ich sah wer es war: ich und mein Freund!
Der nächste Satz war der schlimmste von allen, die ich je gehört hatte...es war mir als töteten ich tausend Messer, die sich im mein Herz bohrten: “Ich mache Schluss, ich sehe keinen Sinn mehr, in dir, in meinem Leben, laß mich endgültig in Ruhe. Ich hasse dich“,antwortete mein Freund und drehte sich zu mir herum, blickte mich mit kalten hasserfüllten leeren Augen an die mir wie der eiskalte Tod vorkamen ,aber wie konnte diese Gestalt mich sehen, wenn ich doch nur ein paar Meter entfernt von ihm als Illusion in meinem Traum stand?

Plötzlich hörte ich lautes hupen, doch wo kam es her? Ich wusste es nicht. Mir wurde schwindelig, Nebelschwaden bildeten sich und ich befand mich auf der Kreuzung zu unserer Schule und vor mir.. ein schwarzer BMW-Fahrer, der mich anscheinend anschrie, doch ich hörte seine Worte schon gar nicht mehr denn ich lief seelenruhig über die Straße weiter und versuchte meine Gedanken zu ordnen, die sich in meinem Kopf überschlugen.
Konnte es wirklich sein das ich mich in meinem eigen Traum befand?

Schon bald würde ich merken das mein Traum mich nicht in ruhe ließ, vor allem nicht wenn es darum ging, dass es gar kein Traum war.

Ich lief in das alte Schulgebäude, das langsam in sich zusammen zufallen schien, in die 1.Etage,wo meine Schulkameraden schon auf mich warteten.
Meine beste Freundin kam auf ihre gewohnte Art zu mir und umarmte mich, nichts wissend das ich etwas erlebt hatte wovon ich ihr wohl gleich erzählen wurde.
“Stell dir vor ich hatte einen lebensechten Traum von Marcel und er kam mir so real vor als wenn wirklich etwas geschehen würde mit dem ich nie gerechnet hätte“, sagte ich ihr schnell, denn unser Biologielehrer kam schon.
“Davon musst du mir unbedingt erzählen, gleich in der stunde“, meinte Anabell und ging mit mir in das etwas zu hell erleuchtete Biologiezimmer.
“Ich hatte einen Traum... begann ich, doch ich war in dem Traum als eine Art Zuschauerin wie sich zwei streiten und als ich näher kam da wurde es mir eiskalt denn ich sah mich und Marcel ,als er sagte dass das Leben keinen Sinn mehr hatte, sah er mich mit seinen kalten leeren Augen an und mir war als würde mein ganzer Körper erstarren durch diesen eisigen und leereren Blick“, beendete ich meinen Traum und merke wie ich wieder Gänsehaut bekam.
“Hast du ihn heute schon einmal gesehen?“, fragte Annabell. “Nein noch nicht aber in der nächsten Pause, werde ich ihn bestimmt sehen“, sagte ich mit einer etwas hoffnungsvollen Stimme.
Der Biounterricht ging schnell zu Ende und ich konnte es kaum erwarten zu meinem Freund zu kommen, immer wenn ich ihn sah hüpfte mein Herz unregelmäßig im Kreis herum und mein Puls stieg auf das Maximalste an.
Doch als ich in seine Klasse kam und mich umblickte und ihn nicht sah, hüpfte mein Herz nicht wie gewohnt, mein Puls stieg auch nicht an, es lag etwas in der Luft was mir zugleich Unbehagen bereitete mich es aber auch drängelte es zu erfahren.
Ich trat in seine Klasse und es herrschte eine bedrückt-traurige Stimmung, ich erblickte seine beste Freundin Susanne und rief sie. Sie blickte sich um und sah mich mit einem traurigen gequältem Lächeln an als sie sich erhob und zu mir herüber kam.
“Weißt du es noch nicht?“, fragte sie mich mit einer erstickten Stimme.“Nein , was ist den passiert, fragte ich wiederum mit einem etwas ratlosen Blick aber eigentlich hätte sie es mir nicht mehr sagen brauchen denn aufeinmal kam mir meine Traum in Erinnerung und es traf mich wie ein Blitz....nein das ist nicht wahr,oder?“,fragte ich noch hoffnungsvoll aber in er nächsten Sekunde änderte sich alles eigentlich wusste ich es schon.“Er ist tot Flora,hörst du tot!,sagte Susanne und Tränen stiegen ihr in die Augen.
Ich drehte mich um und lief, nichts nahm ich mehr um mich war, es war als wenn mein Körper noch da wäre aber mein Geist tot war. Ein Gedanke schwirrte mit noch im Kopf herum: “Warum hat er mir das angetan?“. Dann fiel ich plötzlich hin und mir wurde schwarz vor Augen, ich träumte viel schlimme Sachen und wusste nicht mehr was ich machen sollte...
Als ich wie gerädert aufwachte, blickte ich in das Gesicht von meiner besten Freundin und Marcels Vater, den ich bis dahin kaum kannte.
“Niemand weiß warum er es getan hat, sagte sein Vater und begann weiter zuerzählen,sichtlich schwer durch die Tränen.. “Aber warum, fragte ich nur verzweifelt..“ “Keiner wusste das er mit seinem Leben nicht mehr klar kam, niemand merkte es, vielleicht auch darum, weil er sich nichts hat anmerken lassen, aber wir fanden etwas auf seinem Bett als wir ihn gefunden hatten, er hielt es in der Hand wie einen Schatz und auf dem Brief stand dein Namen. Er gab mir den Brief und ich konnte nicht mehr: “Ich möchte jetzt gerne alleine sein, wenn das ginge, sagte ich, weil ich nicht möchte das jemand den Brief mit las.
“Ist ok“ ,sagte Annabell und ging mit Daniels Vater hinaus.
Ich öffnete den Brief mit zittrigen Händen und schon beim ersten Wort sah ich sein Gesicht vor mir als wenn er noch lebte.

Liebe Flora!!!
Kannst du mir verzeihen?

Die Zeilen verschwammen vor meinen Augen und ich musste erst noch die Tränen fortwischen. Um Fassung ringend, las ich noch einmal von vorn.

Kannst du mir verzeihen?
In einer Welt, die ich nur selten begreife, gibt es Schicksalswinde, die wehen, wenn man am wenigsten mit ihnen rechnet. Manchmal kommen sie mit der Wucht eines Hurricans, manchmal sind sie kaum wahrnehmbar, wie der Flügelschlag eines Vogels.
Aber welcher Art und Stärke sie auch immer sein mögen, so bringen sie doch oft eine Zukunft, der man sich nicht verschließen kann. Du mein Liebling, bist der Wind, den ich nicht vorher sah, der Wind, der kräftiger wehte, als ich es jemals für möglich hielt. Du bist mein Schicksal.
Es war falsch von mir, so falsch, zu leugnen, was derart offen vor uns lag und ich bitte dich um Vergebung.
Ich war ein Idiot mich vor meinem Schicksal zu verschließen, denn tief in mir wusste ich immer was nicht stimmte, doch wollte ich es mir nie eingestehen aber auch Idioten haben Gefühle, und mir ist klar geworden, dass du das Wichtigste bist, dass ich auf dieser Welt habe.
Niemand verstand mich so sehr wie du, auch wenn ich mich oft vor dir verschloss, du hast nicht aufgegeben mich zu verstehen aber es war nicht genug.
Ich hatte einen Traum, eine Vorahnung von dem was ich täte und was passieren würde. Ich suchte Trost doch stattdessen, als ich aufwachte fühlte ich mich einsam und verlassen. Der Traum hatte mich nicht getröstet, sondern nur schmerzlich bewusst gemacht, was ich dir an tun würde und ich fing an zu weinen. Als ich aufgehört hatte, wusste ich wieder, was ich zu tun hatte und niemand konnte mich aufhalten.
Oh,Flora .ich weiß wie sehr ich dich verletzten werde und es wird nichts geben was es wieder gut zu machen scheint aber eins möchte ich dir sagen: “Ich lieb dich und ich habe immer nur dich geliebt. Du bist die Liebe meines Lebens! “Bitte vergiss mich nie, nie auch wenn ein anderer in dein Leben treten sollte.
in Liebe dein Marcel

Am Tag des Begräbnisses schien die Sonne in all ihrer wunderbaren Pracht, keine Wolke trübte den Himmel und dennoch war die Stimmung nicht so wie man es an solch einem Tag vermutete. Es versammelten sich viele Menschen aus der schule; Lehrer Mitschüler und Anwesende der Familie. Alle in schwarz. Alle in Trauerstimmung. Viele die ihn nicht kannten. Nie wie ich ihn kannte.
Der Sarg war schneeweiß und mit vielen Rosen bestückt, in den vielen Rosen: ein Bild.
Ein Bild das sich wohl immer in meinem Gedächnis brennen würde. Ein Bild das mich nie mehr loslassen würde.
Ein Bild von ihm mit mir. Das letzte was von uns beiden geschossen wurde bevor er sich das Leben nahm und mich verließ, doch ich war zu geschafft um noch weiter klar denken zu können...
Mein Lebenstraum war er und er hatte ihn unbewusst zerstört...





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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.11.2003. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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