Burckhardt Fischer

A long long distance

H. war lange Zeit meine bedeutendste Eroberung.

Man wisperte über ihre Beziehung zu dem Fotografen eines Hochglanz-Herrenmagazins, also was wollte sie von mir? Aber unzweifelhaft war ich gemeint, unter dem Tisch streifte ihre Sohle meinen Fuß, und ich war ihr unhaltbar verfallen. Nicht zu blättern in den Magazinen: dabei zu sein! Eine schöne Frau, groß gewachsen, ein formidabler Busen, mehr als das.

Als wir uns das erste Mal trafen, danach, schaute sie mich bedeutungsvoll an. So sehr, daß ich, verärgert, verunsichert, der Hosenschlitz ward kontrolliert: geschlossen, sie anfuhr, was ich ihr getan?

Merkst Du nichts?

Nee!

Ich habe mir neue Schuhe gekauft!

Aha?!? Schön!

Mit flachen Absätzen!

Schade eigentlich, im Magazin trug sie hochhackig. Ich begann zu lachen: daß jemand auf solche Idee verfiel, nicht mehr größer zu sein als der MANN, dies mir, einem 68. Der von freier Liebe träumte und einem freien Willen: jeder nach seinen Möglichkeiten, jeder nach seinem Bedarf! Auch dieses Gelächter hat sie wohl nicht verziehen.

Sie verließ mich dann, weil M. und ich es liebten, mit Darts auf meine Pinnwand zu zielen, respective auf die aus den Magazinen ausgeschnittenen und dort postierten Schönheiten, für die ich jeweils schwärmte: pin up`s. Wir seien Chauvies befand sie und ging.

 

Wie hatte ich sie denn kennengelernt?

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