Lothar Krist

Weltende II

Weltende II

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.

Jakob van Hoddis, 1910
(Ein erstes Gedicht des Deutschen Expressionismus)

Dem Bürger fliegt heute nicht vom nicht mehr spitzen Kopf ein Hut. Nein, der gehobene Bürger trägt gar keinen. Selbst Kravatten sind heute in keinem Parlament nicht mehr Pflicht. Der Bürger zieht heute an, was immer er will, raucht einen Joint und wird dabei sogar Bürgermeister, sogar Richter und sogar so Präsident.

Doch in allen Lüften hallt es wie Geschrei. Die Winde werden mehr. Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei. Ein ganzer Hühnerstall flog manchem Bauer schon davon. Oder starb aus an einer Grippe. Und eine Mutti flog vier Meter weit. Die Tochter aus ihren Armen einen Kilometer. So weit fort fand man das kleine Mädchen picken an einem Baum. Daneben eine sich verflogen habende Kuh an einem anderen Baum verrreckte.

Und an den Küsten – liest man - steigt die Flut. Nur drei Millimeter im Jahr, so heißt es. Was sind schon drei Millimeter? Also Scheiß Drauf. Was soll Das? Bitte? So Naturkatastrophen hat es doch immer schon gegeben.

Nun ja, DAS erzählen sie UNS ja schon seit über zwanzig Jahren. Doch in zwei Jahrzehnten sind daraus dann unerwartete sechs Zentimeter geworden. Und jeder Zentimeter mehr Meerwasser macht das Wasser wärmer, wegen der Sonne. Und so ein wärmeres Wasser dehnt sich auch weiter aus. Und man stelle es sich vor: selbst so Klimaverweigerer ertranken dann auch fein in zu viel Gewässer.

Und siehe da: Der Sturm ist da, die wilden Meere hupften an Land, um dicke Dämme zu zerdrücken. Natürlich meinte Jakob van Hoddis nicht so einen kleinen Sturm von Gestern. Er sah einen Hurricane vor sich, der über der Nordsee mit einem Blizzard zusammen wuchs und dann über halb Europa darüber eiste. Zuvor verhafenwellten huntert Meter Wasser nicht nur die Donau hinunter. Alle Klimafeinde kletterten endlich auf Kirchtürme um die Wette.

Dazu bekamen kurz zuvor noch viele Menschen einen Schnupfen. Van Hoddis hat nicht bloß zwei Weltkriege vorher gesehen. Nein, Cerberus, mein Höllenhund, ein Viruslein, dem Schnupfen, ging auch in seinem Kopf herum. In diesem Wind fielen nicht nur Eisenbahnen von den Brucken. Ein irgendwohin Fliehen gab es nicht. Auf den Autobahnen von allen Küsten hin ins Land, da war nur noch Stau. Nicht bloß die Niedrigen Lande soffen ab.

Von einem Tag zum Anderen auf einmal weltweit Sintflut ist.

Ob Weltende? Das weiß ich dichter Dichter von Heute
nicht! Nun, eher nein. Zwei, drei, vielleicht vier Milliarden menschliche Idioten und auch so menschliche Idiotinnen, wie Ihr, die Ihr mich gerade lest, werden es wahrscheinlich überleben.

Ja, ja, so ist's!

 

Copyright by Lothar Krist (07.04.2024 von 20.10 bis 23.30 Uhr) Bitte, dies ist so eine Art Publikumsbeschimpfung. So eine Art von Scheißhausliteratur. Die alten 68er sind früher auf so Etwas gestanden. Heute hassen Sie, selbst schon alt geworden, Das. Ich weiß! Ich kann den Hass hier im Forum riechen!
Ihr Gutmenschen von Heute schlafwandelt die gesamte Menschheit in Sintflut und Eiszeit hinein. Ein so Neuer Gutmenschen-Wahnsinn ist!

Ein irre geiler Gedankensprung von den 38er-Gutmenschen-Nazis, den National-Sozialisten, zu den 68er-Gutmenschen-Nazis von Heute, den National-Zombies vom Feinsten. Die Ganze Welt wieder einmal geführt von uns Deutschen in einen Neuen Untergang. Dieses Mal jedoch von so kruder Deutscher Hosenscheißerei.

 

 

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