Karl-Konrad Knooshood

Das ultimative Woke-Wörterbuch 60

Amtssprache

In normalen Ländern: Die verbindliche, von allen, die dort weit kommen und dort konflikt- und komplikationsfrei leben wollen, zu sprechende Sprache, wenigstens auf einem einfachen Niveau mit einem Wortschatz von gewiss ungefähr 2000 Grundwörtern. Ein wichtiges Instrument, ohne das man i.d.R. nirgendwo besonders bequem über die Runden kommt, in vielen Ländern nicht mal in den einfachsten Knochenjobs. So gibt es zwar etliche Länder, die zwei oder mehr Amtssprachen haben – und da Englisch die Weltsprache ist, ist sie häufig als Zweitsprache geläufig, oft in ehemaligen Kolonien. Im Idealfall soll zwar jedes menschliche Wesen auf der Welt – halbwegs – der englischen Sprache mächtig sein. Doch rechnen kann man damit in vielen Ländern (immer [noch]) nicht. In einigen Ländern bestehen nur sehr geringe (Grund-)Kenntnisse des Englischen, selbst im relativ gebildeten Deutschland ist dies nicht zwangsläufig anders. In meiner Heimatstadt gilt Englisch als zweite offizielle Amtssprache, obwohl auch hier vielfach die absolute Lächerlichkeit stattfindet, was die beliebteste Popmusiksprache der Welt betrifft.

Im nicht normalen Deutschland: Zwar ersetzt man die halbe Sprache durch dämliche, oft unnütze Anglizismen und stylishe (ich tu's also auch) Hip-Cool-Ausdrücke – und killt den Rest mit dem ganzen →Gendersprache-Gekotze. Aber so richtig →Alman ist man hierzulande erst, seitdem man "aus Rücksicht und Wertschätzung gegenüber anderen Kulturen" anfängt, Arabisch, Albanisch und Türkisch in einigen Klassen an Berliner Schulen als Quasi-"Amtssprache" einzuführen, um bessere →Integration zu erreichen – was natürlich nicht stattfinden wird. In manchen deutschen Großstädten, in einigen Bezirken, wird ohnehin kaum noch Deutsch gesprochen, zuweilen gar nicht. Im arabischen →Clan-Milieu sowieso nicht, in türkischen und sonstigen vorwiegend arabischen →Parallelgesellschaften in ghettoisierten Gegenden ganz sicher nicht.

In Stellenanzeigen für jede Art von Job/Berufsfeld wird zwar als gemeinsame Grundvoraussetzung immer von "Deutsch in Wort und Schrift" gesprochen, manchmal stehen Buchstaben dabei, "mindestens B1" oder so. Auch hier werden die Standards total aufgeweicht – und es kommt mitunter vor, dass man, zumindest in den "unteren" Berufsbereichen, sich eher "mit Händen und Füßen verständigen" muss, da zunehmend menschliche Individuen da sind, die kein Wort →Deutsch sprechen, obwohl sie in diesem Land oftmals seit vielen Jahren leben und arbeiten (wenn überhaupt, Letzteres ist sehr löblich) – oder einfach nur da sind.

Dass es auch eine krasse Beleidigung für die →Indigenen/Ureinwohner eines Landes sein kann, wenn jemand weder dem Land noch ihm die Wertschätzung entgegenbringt, wenigstens in Bruchstücken die Landessprache zu lernen (ein kleiner Akzent kann niedlich sein), dass man durch Sprachbarrieren nicht nur sich selbst Hürden aufstellt, die ähnlich unangenehm sind wie eine schwere Behinderung in einer kaum barrierefreien Welt, kommt wohl kaum jemandem in den Sinn. Ist ja auch richtig, denn das große Edel-Prinzip heißt schlicht: Hauptsache →Multikulti. Ob's funktioniert oder nicht, ist egal. Allenfalls im kleinen Maßstab ist das unter →Gutautisten, →Wohlmeinenden und sonstigen →Linken + →Linkswoken beliebte Konzept wirksam, und stets nur mit einer übergeordneten (hierarchischen) Struktur. →Leitkultur nennen es die Älteren, →Konservativen und →Rechten – etwas, das sich nicht nur auf gemeinsame Regeln und Gesetze, sondern auch eine gemeinsame (Verständigungs-)Sprache bezieht.

Es ist schon traurig und frustrierend, dass dies in →Deutschland nicht mehr möglich zu sein scheint, dass man das Einfordern wenigstens geringer Sprachkenntnisse unter der →Woko-Haram-Herrschaft bereits unter inakzeptabler →rechter →Schwurbler-→Hassrede abhakt.

Ob man es als logisch-notwendigen Prozess der →"Globalisierung" oder einfach "Internationalisierung" abtut, dass in Deutschland vielerorts fast gar nicht mehr Deutsch gesprochen wird, muss als offene Frage im Raum mit dem rosa Elefanten stehenbleiben.

Aber: Nicht nur in touristischen Hochburgen, in denen man es erwarten würde, nein, auch in deutschen Innenstädten, Stadtzentren und Einkaufsmeilen hört man ein wildes, buntes Sprachgewirr, unter dem man nur noch selten deutsche Sprachtöne heraushören kann. Es ist schon eine merkbare, "interessante" Entwicklung. Jedoch: Eine →Umvolkung, ein →Große[r] Austausch oder →Überfremdung sind natürlich "rechtspopulistische →Verschwörungstheorien"…XX








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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.05.2024. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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