Ingrid Grote

Schwarze Schwäne-Weiße Schwäne, Teil 11 - NICHT LUSTVOLL ...


Allmählich kommt die Sache ins Rollen. Ich habe eine Freundin, zwar eine recht sensible, aber wir unternehmen einiges zusammen. Wir besuchen die lokalen Open-Airs im gerade zaghaft beginnenden Sommer. Wir sitzen im Karmann und trinken einiges an Rotwein, während ich nach Bruce Ausschau halte. Vielleicht lässt er sich ja noch blicken, aber irgendwann kommt kein Besucher mehr vorbei. Ich bin enttäuscht und fahre in meinem berauschten Zustand zu Ralf, um mir die neueste Musik zu besorgen. Ralf hat gerade Besuch, mehrere Leute sind da, aber er kümmert sich rührend um mich. Er sagt zu mir: „Meine Tony, fahr nie wieder betrunken mit dem Auto!“ Ich nehme seinen Rat an, denn Ralf weiß, was er sagt. Also gehen Susanne und ich zwei Stunden später zu Fuß nach Hause.
Und ich erhalte Anrufe, als ob der erste Anruf von Bernie, dem Bären das Startzeichen dafür gewesen wäre.
Ein alter Bekannter meldet sich. Holger ist gutaussehend auf eine weiche Art. Ich weiß nicht, ob er im Augenblick homo- oder heterosexuell ist. Mit Sicherheit ist er bisexuell. Egal, ich habe mich immer gut mit ihm verstanden. Jedenfalls lädt er mich zu der Einweihungsparty seiner Wohngemeinschaft ein.
Ich mag Wohngemeinschaften nicht, aber Holger ist süß und ich gehe auf der Stelle mit ihm ins COPS, das ist ein kleiner Aluminiumladen mit den größten Sambucas und den besten New-Wave-Videos, die auf dieser Welt serviert werden. Holger steht nicht auf mich als Frau, ich glaube, er mag eher diese Dominas, und so eine bin ich bestimmt nicht. Aber wir können uns verständigen. Wir reden über Parker und über die Liebe und die Enttäuschung, die daraufhin folgt. Außerdem bin ich stolz drauf, mit so einem hübschen Kerl im COPS zu sein.
Die schwule Bedienung guckt mich auch dementsprechend neidisch an.

-*-*-*-*-*-*-

Ich habe Urlaub und der ist kalt. Was kann man im Juni schon groß erwarten? Schafskälte trifft auf Junifrost. Oder umgekehrt? Eventuell sind's auch die Eisheiligen.
Es klingelt!
Rüdiger, Bademeister vom Freibad am See und Tommy, Kneipenbesitzer und Ehemann mit Problemen überraschen mich durch ihren Besuch. Sie wollen mich abholen. Ich möchte Susanne  an meinem Glück teilhaben lassen und schlage vor, bei ihr vorbeizuschauen.
Tommy fährt einen strunzneuen BMW. BMW zeugt nicht von Zuverlässigkeit, habe ich mal irgendwo gelesen, psychoanalytisch war das. Volvos wäre besser, deren Besitzer sollen zuverlässig sein. Ich muss heimlich in mich hineinlachen, bevor ich in den BMW steige.
Wir fahren also die drei Häuserblocks entlang zu Susannes Wohnung, ich klingele Sturm, aber es macht niemand auf. Na gut, dann eben nicht. Ich hätte mich mit Susanne zwar sicherer gefühlt, aber ich schaff das auch ohne sie. Also fahren wir zu Tommys Kneipe, zum Haus Dobermann.
Als wir dort ankommen, steht seine Ehefrau hinter der Theke und tut so, als ob sie Gläser spült. In Wirklichkeit beobachtet sie mich und schätzt mich ein: ‚Ob die wohl eine Gefahr für meine Ehe ist?’
Nein, bin ich bestimmt nicht, könnte ich ihr sagen. Tommy ignoriert seine Ehefrau total. Also gehen wir nach oben und landen in Tommys Wohnung.
Er erzählt mir, dass die ‚Alte’ - wie er sie nennt - ausgezogen ist, weil sie einen Neuen hat. Seltsam, sie machte nicht den Eindruck, als hätte sie einen Neuen.
Tommy hat Boxen so groß wie Kleiderschränke. Fast alle Männer, die ich kenne sind Boxenfreaks, nämlich Parker und mein Freund Ralf auch. Beide sind wohl ziemlich potent. Bei Parker weiß ich das genau. Und bei Ralf? Ich habe ihn mal unerwartet besucht, und er war mit zwei Frauen zugange, ich musste lachen und überlegte, ob er wohl den Vierer wagen würde. Das wäre dann die Königsdisziplin - oder noch mehr. War natürlich nicht ernst gemeint, also verabschiedete ich mich schleunigst.
Egal: Tommy und ich trinken den ganzen Abend über maßvoll, und es herrscht eine freundschaftliche Anziehungskraft zwischen uns. Rüdiger ist lange schon weg, er wollte uns wohl alleine lassen, der Kuppler.
Also unterhalte ich mich mit Tommy über seine und meine Probleme. Ich bin heilfroh, dass ich nicht erst mit jemanden ins Bett gehen muss, um danach über meine Probleme reden zu können. Falls ich denn welche hätte.
Verdammt noch mal, du unheilvoller Sack! Halt dich ja aus meinen Gedanken raus! Irgendwie hab ich den noch auf dem Radar. Denn immer, wenn ich irgendwo einen sehr großen Mann sehe, kriege ich einen Schrecken. Aber natürlich ist er es nie. Und das ist gut so.
Tommy teilt mir mit, dass mit seiner ‚Alten’ definitiv Schluss wäre, denn die ‚Alte’ wollte ein Kind mit ihm haben und dazu wäre er nicht bereit gewesen.
Was bedeutet eigentlich definitiv? Stimmt ja, es bedeutet endgültig von den Fakten her. Und warum haben diese beiden überhaupt geheiratet, ohne Kinder zu wollen? Wozu heiratet man überhaupt? Ich habe keine Ahnung davon und mir auch nie Gedanken drüber gemacht.
Ich erzähle ihm, dass Parker auch immer so dominant war ohne Rücksicht auf Verluste und dass er immer gedacht hat, ich würde alles von ihm ertragen.
Er nickt wissend: My troubles, your troubles, our troubles ... Ich finde es gut und tröstlich irgendwie.
Eine Stunde später verabschiede ich mich von Tommy und gehe beschwingt nach Hause. Es ist ein Uhr morgens und ich bin mit ihm verabredet. Aber ich will nichts von ihm, er ist schließlich verheiratet und ich brauche nur einen Freund, der ähnliche Probleme hat wie ich. Im Gegensatz zu Tommy bin ich allerdings mein Problem los.

-*-*-*-*-*-*-

Tommy holt mich am nächsten Nachmittag ab und wir fahren in den Süden der Stadt zu einem gewissen Café, wo es den besten Kuchen der Welt geben soll. Blöderweise ist das Café geschlossen.
‚Donnerstag Totentag’ steht auf einem Schild im Fenster - und ‚Dienstags geschlossen’ steht da auch noch. Ich hab mich natürlich verlesen, es heißt nicht ‚Totentag’, sondern ‚Tortentag’, und außerdem ist heute Dienstag und das Café ist sowieso geschlossen. Nicht schade drum, denn mit einem Tommy, der mir gegenüber sitzt und Torte isst ... Nee, ich weiß nicht. Ich bin eher der salzige Typ, Maggi auf Kartoffelchips, Hollandlakritz, Sardellen auf der Pizza und so weiter ... Aber Eis esse ich gerne, vor allem im Winter. Oh, da kommt mir wieder Robert in den Sinn. Da war das Eiscafé geschlossen.
Wir fahren also zurück, reden wieder miteinander und verstehen uns immer besser. Tommy erzählt was von Partnerschaft zwischen uns beiden und das irritiert mich. Was meint er damit? Ich könnte nie mit ihm ins Bett gehen, falls er das meinen sollte. Also schwafele ich herum: „Wir werden sehen ...“
Ich lade ihn zu der Einweihungsfete im Norden der Stadt ein. Er findet das gut und will mich abholen. Zwei Fliegen mit einer Klatsche: Ich habe einen Begleiter und ich muss nicht mit dem eigenen Auto fahren. Und vielleicht wird Bruce auf dieser Fete sein, denn ich möchte ihn endlich kennenlernen. Also drei Fliegen mit einer Klatsche.

-*-*-*-*-*-*-

Auch etwas Unangenehmes geschieht: Madame Medusa - meine alte verhasste ‚Freundin' - ruft mich an. Sie will mich sehen. Diese Frau kommt sich vor wie eine göttliche Offenbarung für alleingelassene Weiber. Sie erkundigt sich fünf Sekunden lang nach meinem Befinden und redet dann von ihrem. Ich schalte geistig ab. „Ich konnte dich immer schon gut leiden“, sagt sie später und lädt mich ein in ihr ‚Refugium’. Sie hat einen Hund, eine Mitfahrzentrale, einen Sohn und einen Liebhaber, genau in dieser Reihenfolge. Ich weiß natürlich, dass sie mich von jetzt an nicht mehr in Ruhe lassen wird, sage aber halbherzig meinen Besuch an. Und hasse mich und meine Nachgiebigkeit dafür. Aber vielleicht kann ich das Unheil ja noch abwenden. Mein Hirn teilt mir mit: ‚Nee, keine Chance, du blöde Nuss!’

-*-*-*-*-*-*-

Am Samstag holt Tommy mich mit seinem BMW ab und wir fahren zu der Einweihungsfete im Norden der Stadt. Dort stellt sich heraus, dass ich fast keinen kenne, aber dass Tommy fast alle kennt. Na gut, er ist Kneipenwirt, da kennt man viele Leute.
Das Grundstück ist riesig, es gibt da eine Art Swimmingpool, aber nicht das, was man sich unter einem Swimmingpool vorstellt. Er ist nicht blau, sondern betongrau, er ist alt und eckig und das Wasser darin sieht so schmutzig und undurchsichtig aus, dass einen das Schaudern kommt.
Ach ja, Mein Ex Parker ist auch da, und zwar ohne Conny. Er sieht aus wie der Denker von Rodin, diese Skulptur. Er sitzt auf der großen Terrasse, hat den Kopf in seine Hand gestützt - und tut so, als würde er über irgendwas nachgrübeln. Das ist seine Masche, um die Leute zu beeindrucken, und diese Masche macht mich krank. Ich nicke ihm kurz zu.
Irgendwann stelle ich fest, nachdem ich reichlich Rotwein getrunken und zwei oder drei Bekannte getroffen habe, dass mein Freund Tommy irgendwo im Garten sitzt mit einer solide aussehenden Frau. Und dass beide sich angeregt unterhalten. Was zum Teufel soll das jetzt? Ich wollte ihn bestimmt nicht heiraten, aber wir hatten doch so ziemlich die gleiche Wellenlänge. Was will er überhaupt von mir?
Dann plötzlich sehe ich jemanden. Ich bin wie elektrisiert! Es ist ein großer dunkelhaariger Mann, Freund von Parker, seit einem Jahr geschieden und Bruce genannt.
Bruce ist da! Das reißt dieses blöde Fest natürlich sofort heraus. Denn ich werde Bruce endlich richtig kennenlernen. Vielleicht.
Ich musste natürlich einige Gläser Rotwein mehr zu mir nehmen, aber irgendwann habe ich ihn dann freudig begrüßt mit einer Lockerheit, die ich wohl dem Alkohol zu verdanken hatte.
Trotzdem ist dieser Abend sehr verschwommen in meiner Erinnerung. Irgendwie sehe ich mich mit Bruce um den Swimmingpool herumlaufen, wobei ich ihm meine Befürchtungen mitteile, dass in diesen undurchsichtigen grauen Tiefen bestimmt jede Menge Leichen liegen würden. Und dass dieses Teil ein ideales Versteck für eben diese Leichen wäre. Aber Bruce ist so trocken und dröge wie ein drei Tage altes Brötchen, er versteht mich nicht. Entweder ist er zu nüchtern, um mich verstehen zu können, oder zu schüchtern. Trotzdem habe ich noch Hoffnung.
Bruce dreht sich eine Tüte. Ist zwar nicht mein Ding, aber im Augenblick ist es die einzige Möglichkeit, um an ihn ranzukommen. Ich rauche also mit und es ist gut. Der Alkohol zusammen mit dem Shit gibt mir eine Beschwingtheit, die ich normalerweise nicht habe. Und sofort verstehe ich mich besser mit Bruce.
Ab da ist alles ungeordnet und chaotisch. Führen wir Gespräche? Keine Ahnung.
Irgendwann, nachdem Bruce und ich uns schon zaghaft in den Armen liegen, sehe ich Tommy und seine solide Bekanntschaft wieder. Eigentlich habe ich immer noch vor, mit Tommy nach Hause zu fahren. Bruce ist ein zu unbekanntes Terrain; Tommy auf der anderen Seite ein erprobter Ehemann mit einer dominanten Ehefrau, genannt die ‚Alte’.
Ich frage Tommy, wann er nach Hause fahren wird.
Ich weiß nicht genau, warum es so endete.

-*-*-*-*-*-*-

https://www.youtube.com/watch?v=L3HxPhczSvM   (Joy Division - Dead Souls)  Den Link markieren, mit rechter Maustaste in die Markierung klicken - im Menü auswählen: 'Link in neuem Fenster öffnen'. Video starten, das Fenster minimieren und hier weiterlesen. Ja hoffentlich! ;-)

Jedenfalls sitzen wir auf einmal alle in Tommys Auto, ich hinten mit Bruce, Tommy vorne mit der seriösen Frau. Bruce und ich knutschen uns ab, ich höre während der Fahrt seltsame Geräusche, die einen zündenden Rhythmus spielen. Versteht man das unter bekifft sein? Ich glaube aber im Nachhinein, dass es nur der Motor war. Von wegen der Zündung?
Tommy fährt in Richtung von Bruce' Wohnung. Tage später fiel mir ein, dass er gar nicht wusste, wo Bruce wohnt, also fuhr er in Richtung Haus Dobermann. Oder zu mir? Oh Alkohol, oh Shit, oh ihr teuflischen Dinge!
Ich aber sage, als wir fast an Bruce' Wohnung vorbeigefahren sind: „Halt an!“ Und springe mit Bruce aus dem Auto, denn ich habe mich spontan für Bruce entschieden und nicht für den wankelmütigen Tommy.
Wie ging es weiter, stückweise kommt meine Erinnerung zurück und das ist nicht gut.
Ein alter Schlager schiebt sich in meinen Sinn: ‚Immer wieder sonntags kommt die Erinnerung’ von Zündi und Bert, oder wie die heißen. Hilfe, das wird ja immer schlimmer! Denn meine Erinnerungen sind nicht nett, sondern peinlich, peinlich, peinlich, und zwar alles:
Bruce wohnt in einer Wohngemeinschaft in der Nähe vom Café Klonk, das ist der Laden, in dem Parker und andere alte Bekannte verkehren. Die Mitbewohner sind nicht da. Gott sei Dank hat Bruce ein eigenes Zimmer und gegenüber noch ein Zimmer für die Musik, mit einer Riesenanlage und Superboxen.  Das ist wahrscheinlich für alle Mitbewohner da.
Ich mag keine WGs, ich brauche privaten Raum für mich und ich bin gerne alleine. Und einen Freund zu haben, der in einer WG lebt, das ist doch Kacke.
Aber die Kassette, die er auflegt, die ist wahrhaftig geil. Er spielt sie richtig laut. Was ist das? Normalerweise kenne ich mich gut aus mit solcher Musik.
Der Text geht ungefähr so, ich weiß aber nicht, ob ich ihn richtig verstehe, bin viel zu besoffen und bekifft:
I want you for a rainy day
I want you for another way
dadadadada... won’t you call on me ...
dadadadada... won’t you call on me ...*
Das ist natürlich vollkommener Schwachsinn. Oder nicht?
Wir gehen in sein Zimmer, ziehen uns aus, und er bumst mich auf eine ziemlich penetrante Weise, und an dieser Wahrnehmung kann auch meine durch Alkohol und Shit getrübte Sicht nichts ändern. Es ist einfach nur rein-raus. Ziemlich frustrierend.
Irgendwann wechsele ich die Stellung und bin oben. Oh nein! Das bringt es auch nicht. Aber es wird noch schlimmer. Nach ein paar Minuten stelle ich fest, dass ich einen Schlafenden stimulieren will. Denn so besoffen und bekifft bin ich nicht, dass ich so was nicht merke. Er schläft tatsächlich.
Das darf nicht wahr sein! Bin ich so wenig anregend, dass ein Mann während des Liebesspiels unter meinen Händen und meinem Mund einschläft? Ich merke, wie meine Komplexe mich wieder überwältigen. Robert war wohl eher die Ausnahme in dieser Beziehung. In Wirklichkeit bin ich ein Nichts in Sachen Sex!
Und meine Theorie von wegen große Boxen gleich große Potenz? Na ja, Potenz war ja da, aber er konnte die nicht umsetzen. Ach Mist!
Ich suche meine Sachen zusammen, ziehe sie an und versuche, die Anlage im Zimmer gegenüber auszuschalten. Denn ich habe die Befürchtung, das ganze Haus könnte die wahnsinnig laute Musik hören – aber ich schaffe es nicht. Ich kann sie nur etwas leiser stellen.
Schließlich verlasse ich die Wohnung. Dem Himmel sei Dank ist die Haustür unten nicht abgeschlossen, sonst wäre ich im Hausflur gefangen gewesen.
Bruce? Was zum Teufel war das?
Zu Hause bin ich immer noch etwas berauscht und ich gehe nicht sofort ins Bett, sondern überlege noch mal die Sachlage. Was war mit Tommy? Erst faselt er von Partnerschaft zwischen uns beiden, und dann hängt er den ganzen Abend mit dieser Frau rum? Gut, er ist nicht mein Typ und wird es auch nie sein, aber Freundschaft wäre nicht schlecht. Das Telefon klingelt. Ob es Tommy ist?  Bruce ist es bestimmt nicht.
Nein, es ist Parker, und das ist wirklich eine Überraschung.
„Hast du mit Bruce geschlafen?“
„Was geht es dich an!“ Natürlich werde ich es ihm gegenüber nicht zugeben, dieses Fiasko, und was geht es ihn auch an. Er ist also immer noch eifersüchtig auf Männer, die eventuell mit mir schlafen und das - muss rechnen - acht Monate nach unserer Trennung. Ich wimmele ihn ab, erzähle irgendwas von Kopfschmerzen und lege den Hörer auf. Das ist nicht gelogen, denn Kopfschmerzen habe ich wirklich, und die nicht zu knapp.
Zwei Tage später ruft Bruce mich an. Seine Stimme klingt verlegen. Ich liege gerade auf meinem großen Sofa und gucke irgendwas im Fernsehen. Ich bin auch verlegen, und dann fällt mir noch das Telefon runter und das Gespräch ist futsch. Er ruft zwar zwei Minuten später wieder an, aber ich erfahre nur von ihm, dass er an diesem Abend im Café Klonk arbeiten muss. Mist! Es gibt keine Verabredung.
Tommy meldete sich natürlich auch nicht.
Ich habe mich wohl zwischen zwei Stühle gesetzt, und diesen zwei Stühlen bin ich schnurzegal. Na gut, bei Tommy sollte ich mich damit abfinden, aber Bruce werde ich nicht so schnell aufgeben. Da ist noch was zu machen.
Hirn sagt: ‚Datt war wohl nix!’
Körper sagt: ‚Datt wird auch nix!’
Ich sage: Ach, ihr könnt mich doch alle mal!

*Originaltext von Joy Division:
Someone take these dreams away
That point me to another day
A duel of personalities
That stretch all true realities

That keep calling me
They keep calling me
Keep on calling me
They keep calling me


 
      



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.05.2024. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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