Istvan Hidy

Politiker im Zweikampf: Ein Rezept für den Weltfrieden?

Ach, wo sind sie nur hin, die goldenen Zeiten, als die Welt noch einfach und ehrenhaft war! Damals, als verfeindete Armeen am Rand des Schlachtfeldes standen und zusahen, wie ihre Anführer im glorreichen Zweikampf auf Leben und Tod alles entschieden. Die Sieger schritten triumphierend heim, während die Verlierer sich still in ihre Zelte zurückzogen – keine sinnlose Gewalt, keine zivilen Opfer. Ja, wenn doch heute alles so einfach wäre!

Stellen wir uns vor: Joe Biden, mit seinem stahlblauen Blick und festem Händedruck, tritt gegen Wladimir Putin an, dem Meister des Judos und Schachspiels. Live aus einem ukrainischen Acker übertragen, vielleicht moderiert von einem überdrehten TV-Kommentator. Die Armeen? Die könnten sich zurücklehnen, ein Bier öffnen und sich überlegen, was sie mit ihrer neu gewonnenen Freizeit anstellen.

Und im Nahen Osten? Da hätten wir Benjamin Netanjahu, der seine besten Argumente und vielleicht auch seinen besten Anzug herauskramt, im Duell gegen den Chef der Hamas. Ein spannender Kampf, übertragen auf allen Kanälen. Die Zuschauerzahlen würden alle bisherigen Rekorde brechen, und die Waffenruhe wäre gesichert, solange die Hauptdarsteller beschäftigt sind.

Aber halt, wir dürfen die heimischen Helden nicht vergessen! Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die Königin der Verteidigungspolitik, Annalena Baerbock, die Verteidigerin der Menschenrechte, und der unermüdliche Anton Hofreiter. Sie, die nie ein Gewehr in der Hand hatten, könnten endlich ihre rhetorischen Fechtkünste in echte Duelle verwandeln. Auf der Gegenseite: ihre Pendants aus fernen Landen, bereit, die intellektuellen Schlachten auf den Feldern des Ruhmes auszufechten.

Für alle, die sich nach Krieg und Gewalt sehnen, hätten wir spezielle Arenen. Dort könnten sich die willigen Krieger treffen und sich gegenseitig ihr heiß ersehntes „Abenteuer“ bieten. So könnten wir sicherstellen, dass nur diejenigen leiden, die es auch wirklich wollen. Die anderen könnten in der Zwischenzeit ihre Energie darauf verwenden, etwas Sinnvolles zu tun – wie etwa Friedensverhandlungen oder eben Weltrettung.

Und natürlich: ein striktes Verbot für all jene, die zwar gern über Kriege reden, aber dabei immer nur andere in die Schusslinie schicken. Diese Kriegstreiber würden einen Maulkorb erhalten und in ein freundliches Schweigekloster verfrachtet, bis sie wieder lernen, wie man friedliche Lösungen findet.

Ach ja, wie schön wäre das! Ein bisschen Nostalgie, ein bisschen Ironie – und vielleicht ein Funken Hoffnung, dass die Welt doch noch lernen könnte, dass der wahre Sieg nicht auf dem Schlachtfeld, sondern im Frieden liegt.

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