Felicia Rüdig

Entrückung

Mit dem Begriff Entrückung bezeichnet man in einem religiösen oder mythologischen Zusammenhang das Phänomen, dass eine Person leibhaftig aus der irdisch-konkreten Erscheinungswelt an einen anderen Ort, meistens in eine himmlische Sphäre versetzt wird. Im Alten und im Neuen Testament werden mehrere dieser Ereignisse beschrieben.

Es wird die folgende Unterscheidung als sinnvoll erachtet:

Entrückung; sie stellt eine Ortsveränderung dar und es erfolgt eine leibliche Aufnahme in die göttliche Welt. Sie hat in der Regel endgültigen Charakter und wird aus der Perspektive der Hinterbliebenen dargestellt. Dennoch gibt es auch zeitweise Entrückungen.

Himmelsreise; die Ortsveränderung betrifft allein die Seele, die sich in einem Vorgang der Ekstase oder im Tod vom Leib abgelöst hat. Auch sie findet in der Regel während eines begrenzten Zeitraumes statt und wird aus der Perspektive dessen dargestellt, der die Reise erlebt, siehe auch Himmelfahrt.

Im übertragenen Sinn wird der Begriff auch für einen Zustand „geistiger Ferne“ verwendet, wie etwa im Rausch, im Traum, in der Meditation oder in der Trance.

(fiktiver Teil)

"Pyöngyang, wir haben ein Problem!" So meldet sich die gemeinsame Raumstation von Nordkorea, dem Iran und Syrien. "So? Was gibt es denn?" lautet die neugierige Frage aus dem irdischen Kontrollzentrum. "Wir sind mit unsichtbarer Materie zusammengestoßen. Kaputtgegangen ist an unserer Raumstation aber nichts. Zum Glück." - "Das heißt: `Dem geliebten Bruder Nr. 1 sei Dank!´," kommt die tadelnde Korrektur aus der Bodenkontrollstation.

Nach einer kurzen sprachlichen Käbbelei über die richtige Form des Dankesspruchs befehlen die Nordkoreaner, die Außensensoren auszufahren.

Was die Bodenstation zu sehen bekommt, erstaunt die Damen und Herren Parteimitglieder schon: Es ist ein älterer HErr mit walldendem Rauschebar und strubbeligem Haupthaar zu sehen. Sein Gesicht ist wutverzerrrt, ein Zeigefiinger drohend erhoben. "Hier spricht Jesus Christus," ertönt es zornesentbrannt aus den Lautsprechern des himmlichen Flugkörpers. "Es ist ja schön, daß ihr mich bei meinem himmlischen Vater besuchen kommt. Könnt ihr aber nicht wenigstens aufpassen, wohin ihr fliegt? Sonst stößt ihr noch einmal mit mir zusammen!"

Daraufhin ist - außerhalb der Raumstation - eine riesige Hand zu sehen, diedas Raumschiff festhält.

"Es ist gut, faß ich mitgeflogen bin und diesen Vorfall selbst miterlebt habe. So wurde ich von meinem bishrigen Unglauben befreit, und bin jetzt Christ," berichtet Ali, der erste iranische Astronaut.

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