Christa Astl

Gedanken zu meinen Gedanken

 

 

 

Allein in der Stille zu sein, ist ein fruchtbares Feld für das Entstehen von Gedanken. Vor allem braucht man kein Dauergeräusch, wie die Musik aus den „Konserven“. Radio als Ablenkung stört, ich will nicht abgelenkt werden. Ich will mich mit meinen Gedanken befassen. Ich will sie kommen lassen, der Kopf ist voll davon. Von innen heraus kommen meine Inspirationen, ich brauche keine Anregungen von außen, nicht einmal die „so interessanten“ Sprach- oder Fernsehsendungen. Interessieren sie mich wirklich? Und gerade jetzt und eben diese Themen? In meinem Kopf schwirren tausend Themen, es gelingt kaum hier eines auszuwählen.

Tausend Impulse von innen heraus, Gesprächsfetzen, gehörte und gesagte, oft nur erdachte, ersehnte, - Menschen sehe ich vor meinem geistigen Auge, die ich vielleicht mal getroffen habe, manche haben mich beeindruckt, vielleicht sogar ein Stück meines Lebensweges begleitet, andere wiederum liefen vielleicht unbeachtet an mir vorbei. Oft denke ich auch an Landschaften, die ich sah und erlebte, von denen ich gelesen habe. Sie bilden eine Art Hintergrundbild zu meinen Gedanken. Mit den gedachten Personen haben sie meist gar keine Verbindung, somit passen Vordergrund und Hintergrund gar nicht zusammen, harmonieren aber trotzdem. Sie bilden  m e i n e  Welt, meine Gedankenwelt. Auf den ersten Blick scheint sie verworren, unübersichtlich, unübersehbar, es braucht Zeit, die Bilder zu erkennen, einzuordnen, die Gedanken zu entwirren und wie einen Film ablaufen zu lassen.

Vielleicht wäre es leichter, sie benennen und aussprechen zu dürfen, Szenen zwischendurch zu berichten, Empfindungen zu beschreiben, Gefühle auszudrücken, so muss alles hinter verschlossenen Türen vor anderen Menschen verborgen und verschwiegen ablaufen, wenn nicht ein Gleichgesinnter ein wenig Einblick nehmen könnte und „Regieanweisungen“ in Form einer Antwort oder einer interessierten und teilnehmenden Nachfrage gäbe.

 

 

ChA 11.08.18

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Sie folgten dem Weihnachtsstern: Geschichten zu meinen Krippenfiguren von Christa Astl



Weihnachten, Advent, die Zeit der Stille, der frühen Dunkelheit, wo Menschen gerne beisammen sitzen und sich auch heute noch Zeit nehmen können, sich zu besinnen, zu erinnern. Tirol ist ein Land, in dem die Krippentradition noch hoch gehalten wird. Ich habe meine Krippe selber gebaut und auch die Figuren selber gefertigt. So habe ich mir auch die Geschichten, wie jede wohl zur Krippe gefunden hat, dazu erdacht.

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