Andreas Rüdig

Reproduktionsmedizin

Die Reproduktionsmedizin beschäftigt sich mit der menschlichen Fortpflanzung, den Grundlagen und der Kontrolle der menschlichen Zeugungsfähigkeit und ihren Störungen. Als ein interdisziplinär ausgerichtetes Fachgebiet der Medizin berührt die Reproduktionsmedizin auch die Fachgebiete Andrologie, Urologie, Gynäkologie und Genetik sowie die Disziplinen Rechtsmedizin, Medizinrecht und Bioethik. Im Zentrum der modernen Reproduktionsmedizin steht für Paare mit Kinderwunsch die Hilfe bei ungewollter Kinderlosigkeit.
 

Meist ist die Sterilität der Anlass für die Konsultation eines Reproduktionsmediziners. Von einem sterilen Paar wird gesprochen, wenn nach mindestens einem Jahr regelmäßigen Geschlechtsverkehrs ohne Empfängnisverhütung keine Schwangerschaft resultiert.[8] Die Ursachen einer fehlenden Fertilität liegen zu 30 % beim Mann, 30 % bei der Frau, 30 % bei beiden Partnern, und zu 10 % handelt es sich um eine Infertilität idiopathischer Natur.

Die Anamnese hat die Aufgabe, die Art der Störung herauszufinden: Beim Mann können es beispielsweise Störungen in der Spermatogenese sein, die über einen Funktionstest des Spermiums ermittelt werden. Insgesamt hat sich für die Diagnose der Störungen der männlichen Fruchtbarkeit die Andrologie entwickelt. Bei der Frau liegen typischerweise eine Störung in der Ovulation, hauptsächlich durch das PCO-Syndrom verursacht,[10] ein Verschluss des Eileiters oder eine Endometriose vor.

Auch psychische Gründe, die den Beginn einer Schwangerschaft behindern, können in der Anamnese gefunden werden: Beim Mann kann beispielsweise eine erektile Dysfunktion vorliegen, bei der Partnerin eine Frigidität.


Die reproduktionsmedizinischen Verfahren haben zum Ziel, bei einer erfolgreichen Zeugung behilflich zu sein. Hierfür sind in den vergangenen Jahrzehnten unterschiedliche Verfahren einer assistierten Reproduktionstechnik (ART) entwickelt worden:

Insemination

Dies ist die verhältnismäßig einfache Möglichkeit, bei ausbleibender (natürlicher) Schwangerschaft medizintechnisch nachzuhelfen. Gespendete Spermien werden verschieden tief eingeführt: in die Vagina oder durch den Gebärmutterhals bis in die Gebärmutter (intrauterine Insemination, IUI).[12] Aufwändiger ist die Spermieneinführung in die Eileiter, die intratubuläre Insemination (ITI).

 

Befruchtung im Glas

Eine Frau mit Kinderwunsch spritzt sich an aufeinanderfolgenden Tagen Follikelstimulierendes Hormon (FSH), damit mehrere Follikel gleichzeitig reifen. Um die Follikelsprünge (Ovulationen) auszulösen, wird das Hormon Choriongonadotropin eingesetzt. Die Eizellen werden in ihrer Follikelflüssigkeit transvaginal aus den einzelnen Follikeln punktiert.

Meist zur selben Zeit werden die Spermien eines Mannes durch Masturbation oder durch einen mikrochirurgischen Eingriff gewonnen. Das aufbereitete Sperma trifft in einem Reagenzglas auf die isolierten Eizellen. So erfolgt bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) eine natürliche Selektion der mobilen und schnellen Spermien. Einem von ihnen gelingt die spontane Befruchtung. Ist die Zygote gebildet, folgen die ersten Zellteilungen. Am fünften Tag nach der In-vitro-Fertilisation ist das Stadium der Blastula erreicht, die nun mit großer Vorsicht aus der Laborschale in die Gebärmutter zu übertragen ist. Komplikationen beim Transfer der Blastula mindern die klinische Schwangerschaftsrate.

 

Injektion eines Spermiums

Akronym des Verfahrens: ICSI. Zuerst sind, wie oben dargestellt, Eizellen und Spermien zu gewinnen. Die Injektion eines Spermiums in das Ei-Zytoplasma wird unter dem Lichtmikroskop mit Hilfe eines Mikromanipulators durchgeführt. Die Eizelle fixiert man an einer kapillaren Saugkanüle. Dann wird ein bewegliches Spermium in eine noch dünnere Stechkanüle aufgenommen. Die Stechkanüle wird in die fixierte Eizelle gestochen und das Spermium in deren Zytoplasma hineingedrückt. Die Befruchtung geschieht, wenn Eikern und Spermiumkern zum diploiden Zygotenkern verschmelzen.
 

Eizellspende

Mit dem Wort „Spende“ kommt zum Ausdruck, dass gewonnene Eizellen von einer Frau stammen, die damit keine eigene Schwangerschaft beabsichtigt. Ihre gespendeten Eizellen werden im Glas befruchtet (IVF, wie oben). Dafür kommen die Spermien vom Partner jener Frau, welche die befruchteten Eizellen (Zygoten) nach der allogenen Transplantation austragen wird. Die genetische Mutter (von der die Eizellen stammen) und die austragende Frau sind also nicht identisch.


Soweit zur Theorie, wie sie in der Sekundärliteratur (hier: Wikipedia) beschrieben ist. Doch blicken wir nun auf die Praxis.

Wer meine eigene literarisch - schriftstellerische Tätigkeit der vergangenen Jahre kennt, der weiß, daß ich mich vorrangig mit Sexualpräferenzen wie Sexualpraktiken beschäftigt habe. Die Texte sind dankenswerterweise bei e-stories erschienen.

Doch dieses Feld der Sexualpraktiken und Sexualpräferenzen scheint mit abgegrast und damit erledigt zu sein. Es gilt also, sich / mich neuen Themen zuzuwenden. Das Kinderkriegen, der Kinderwunsch, damit verbunden auch Störungen wie bewußte und gewollte Ehe- und Kinderlosigkeit erscheinen mir naheliegende Themen zu sein, um ich ich mich kümmern möchte. Allzu banal sollte es aber auch nicht sein.

Mir ist da der Begriff der Alternativwelten in den Sinn gekommen. Sie beschreiben Welten, die wir nicht kennen, weil es für uns physikalisch, astrophysikalisch, chemisch, biologisch und sonstwie keine Möglichkeit gibt, sie aufzusuchen.

Gibt es doch Samenweitsprung? Gibt es doch Chimären, also menschlich-tierische Mischwesen? Gibt es doch eine Verjüngungsforschung? Kann mann amputierte Gliedmaßen nachwachsen lassen?

Um es deutlich zu sagen: Es geht dabei um Themen, die nur in meiner Phantasie und Gedankenwelt existieren und keinerlei Anspruch auf Wirklichkeit, geweige denn Realisierbarkeit haben.

Dieser Text soll der Startschuß für meine literarische Tätigkeit sein. Mal sehen, was dabei herauskommt...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.06.2024. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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