Felicia Rüdig

Papst Valentin

Valentin († 16. September 827) war im Jahr 827 kurzzeitig Papst.

Herkunft und kirchliche Laufbahn

Er wurde in Rom geboren (das genaue Geburtsdatum ist wohl unbekannt) und wuchs vermutlich im Via-Lata-Distrikt auf. Er war der Sohn eines römischen Adeligen namens Leonius.Im Liber Pontificalis wird betont, wie fromm und integer Valentin gewesen sei und dass ihn deshalb Papst Paschalis I. als jungen Priester zum Archidiakon des römischen Diakonats ernannt habe. Von diesem wurde er 820 zum Kardinal ernannt. Diese einflussreiche Position behielt er auch unter Eugen II.

Pontifikat

Nach dessen Tod (27. August 827) wurde Valentin vermutlich am darauffolgenden Sonntag einstimmig zum neuen Papst gewählt. Von seiner kurzen Amtszeit ist nichts bekannt, noch nicht einmal die genaue Dauer. Sie liegt wohl bei circa einem Monat.

Die Teilnahme des römischen Adels an der Wahl von Valentin, selbst Mitglied des römischen Adels, zeigt den steigenden Einfluss der Nobilität auf die päpstliche Wahl. Während das Laterankonzil von 769 unter Stephan III. die Wahl als alleinige Aufgabe des Klerus bezeichnete, hob das Pactum Ludovicianum durch Paschalis I. dies wieder auf und garantierte die Beteiligung der Laien-Nobilität in Papstwahlen.

Diese Informationen sind dem Weltnetzwörterbuch Wikipedia entnommen. Vernachlässigt man die historischen Daten und ihre Quellenlage, bleibt hier eine wichtige, zentrale Freage unbeantwortet: Ist Papost Valentin der Namensgeber des Valentinstages, also jenes berühmten Ereignisses im Jahr, an dem sich Verliebte beschenken und ihre unverbrüchliche Liebe und Treue schwören.

"Diese Vermutung liegt nahe," berichtet Dankwart, Kirchengeschichtler sowie Papstforscher. Valentin werde zwar als "fromm und integer" beschrieben, was aber nicht ausschließe, daß er verheiratet war und Kinder hatte: "Die Ehelosigkeit der Priester wurde erst sehr viel später in der römisch-katholischen Kirche eingeführt," so Danikwart. EIn Besuch im Gemeinden Geheimen Staatsarchiv des Vatikan offenbart allerdings ganz andere Charaktereigenschaften des Valentins: Ja, er war fromm und integer. Seine erste und vorrangige Leidenschaft galt Gott. Doch da waren auch Schaffenseiten. Gerüchteweiose ist von Mätressen und Lustknaben zu hören die mit Geschenken bedacht wurden, und von Bestechungsgeldern. Als Vatentin dem römischen Stadtadel irgendwie im Wege stand, wurde er dann nach Borgia-Methode beseitigt.

Dies alles paßt in die verdorbenen Sitten der damaligen Zeit. "Man muß Begriffe wie `fromm´ und `integer´ ebén im zeitgeschichtlichen Zusammenhang sehen," betont es Ödön, Spezialist für römische Geschcihte; "Ränkespiele waren damals noch beliebter als heute."

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Felicia Rüdig).
Der Beitrag wurde von Felicia Rüdig auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.07.2024. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Die Autorin:

  Felicia Rüdig als Lieblingsautorin markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Ein diabolischer Auftrag von Doris E. M. Bulenda



Nach dem Mord an ihrer Mutter und der Ermordung durch ihren Vater ist Eva in der Hölle gelandet. Dort fühlt sie sich wohl, ist angesehen, übt sich im Peitschenschwingen und hat Bartholmes, Hilfsteufel zwo-Millionen-achtunddreißig als Sklaven zugeteilt bekommen.
Mitten in einer Privatfehde mit einem ehemaligen Großinquisitor erreicht Eva der Ruf Satans: Ihre krankhaft geizige Tante Mathilde, die der Hölle sicher war, will sich der Gegenseite zuwenden. Evas Mission: sie zurück auf die Seite des Bösen zu holen. Mit einem wunderschönen Sukkubus-Körper soll sie Mathildes Mann Eberhard verführen und so beide für die Hölle sichern.
Doch in Kaplan Jehannes hat sie einen ernstzunehmenden Gegner.
Ein gefährlicher diabolischer Auftrag, der Eva alles abverlangt.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Sonstige" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Felicia Rüdig

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Das Gesicht Jesu in Büchern von Felicia Rüdig (Sonstige)
Smarty von Karl-Heinz Fricke (Sonstige)
Noch vier Stunden... von Luki K (Weihnachten)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen