1. Sind wir nur falsche Wege gegangen?
1. Nein, es gibt kein Vertrauen in Zeiten der Angst,
denn sie ist ohne Sitte, Anstand und Moral.
Es ist überall die Furcht, vor der du bangst.
Mein Gott noch mal! Ist denn heute alles egal?
2. Oh ja! Wo ist die schöne, neu gestaltete Welt?
Was erwartet uns noch? Was wird geschehen?
Die meisten Probleme will man lösen mit Geld.
Was müssen wir denn noch alles durchstehen?
3. Der Menschen Kummer vernimmt man überall.
Lebt sie denn überhaupt noch, diese arme Kreatur?
Ist vielleicht alles vorher bestimmt im unendlichen All?
Warum passiert das hier Erden und wozu das alles nur?
4. Oder sind wir zusammen bloß falsche Wege gegangen?
Unsere Herzen sind erkaltet, spüren keine echte Freude mehr.
Wir müssen wohl anders denken, nach neuer Liebe verlangen.
Wir müssen das große Schweigen brechen! Setzt euch zur Wehr!
(c)Heiwahoe
***
2. Ach wie schön, der Krieg ist wieder da!
1. Ach wie schön! Der Krieg ist wieder da!
Die Soldaten des Todes schreien hurra.
2. Ja, es geht am Ende nur um Macht und Geld,
um die wertvollen Rohstoffe in dieser Welt.
3. Doch am Ende machen Kriege aber keinen Sinn.
Furcht, Elend, Leid und Tod sind mitten drin.
4. Die Mächte, sie hetzen Völker gegen Völker auf.
Millionen Tote kommen letzlich dabei heraus.
5. Die Welt, sie gerät immer mehr außer Rand und Band.
Die Menschen, sie haben einfach keinen Verstand.
6. Schaut doch hin, wie es um die Menschheit steht.
Die Welt des Homo sapiens, wie sie langsam vergeht.
Ja, ach wie schön, der Krieg ist wieder da!
***
Die Kurzgeschichte
3. Dem Schicksal überlassen
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Konfuzius
***
Durch zahlreiche Atombombentestversuche auf der Erde wurde irgendwann eine mächtige, aber äußerst friedliebende Raum fahrende Rasse auf die Menschheit aufmerksam.
Diese fremden Lebewesen aus den tiefen des Alls fühlten sich irgendwie bedroht, weil sie befürchteten, dass eine neue, waffentechnisch hochentwickelte Zivilisation möglicherweise früher oder später für sie gefährlich werden könnte.
Aber das war nicht alles, wovor sie Angst hatten.
Sie wollten auf gar keinen Fall Krieg führen, um anderes Leben vernichten zu müssen.
Ihre Waffen dienten nämlich nur der eigenen Verteidigung und sollten sie ausschließlich vor unvernünftigen Aggressoren schützen.
Aber trotz ihrer hochentwickelten Waffen hatten sie noch nie in ihrer langen Geschichte auch nur einen ihrer Artgenossen durch Anwendung von Gewalt getötet.
Absolute Friedfertigkeit und größten Respekt vor allem Lebendigen war ihr höchstes Gesetz und ihr höchstes Ideal.
Kriege untereinander kannten sie nicht. So was war ihnen von jeher völlig fremd gewesen.
Daher wollten sie unbedingt in Erfahrung bringen, mit welcher neuen Spezies sie es eigentlich hier zu tun hatten, die derart gewaltige Atombombenexplosionen auf ihrem Planeten durchführen ließen und wozu das gut sein sollte.
Also schickten sie eines ihrer besten Raumkreuzer mit den fähigsten Spähern los. Sie sollten vorerst vom Mond aus unauffällig die Menschen beobachten und alles registrieren, was sie auf der Erde so anstellten.
Nach einem Jahr auf dem Mond und des ausgiebigen Observierens der menschlichen Rasse auf Terra werteten sie alle Beobachtungen sorgfältig aus und kamen schließlich zu dem Ergebnis, dass von der Erde und ihren zweibeinigen, aufrecht gehenden Bewohnern keine echte Gefahr für sie ausgehen kann.
Folgendes stand im Bericht an den HOHEN RAT ihres eigenen Planeten.
Mitteilung an den Hohen Rat in bekannter Sache!
Ein Erdenjahr lang haben unsere Späher vom Mond aus das Treiben der Menschheit auf dem Planeten Erde intensiv beobachtet.
Wir mussten feststellen, dass diese Lebewesen über schlimme Massenvernichtungswaffen verfügen. Das ist richtig! Doch seltsamerweise setzen sie diese Waffen gegen sich selbst ein und bringen sich zu Millionen und Abermillionen damit um. Sie zerstören nicht nur ihre Städte, sondern vernichten auch ganze Landstriche, die hinterher nicht selten unbewohnbar für sie werden.
Wir verstehen das nicht!
Ein paar von uns haben eine Zeit lang unerkannt unter den Menschen auf der Erde gelebt.
Es war einfach grausam.
Unsere direkten Späher konnten es bald nicht mehr ertragen unter den Menschen zu leben und mussten das Experiment abbrechen.
Mord und Totschlag, Lug und Betrug sind unter ihnen an der Tagesordnung. Sie töten unablässig und schlachten sich gegenseitig bestialisch wie im Wahn ab. Sie foltern und misshandeln sich, als ob sie unter einer schizophrenen Geisteskrankheit leiden würden. Dabei sind Hunger und Elend ihr größtes Problem.
Unsere Späher haben durch intensive Messungen mit Schrecken festgestellt, dass diese seltsam aussehende Rasse die Hunderte von Millionen Jahre alte, natürlich gewachsene Bios- und Ökosphäre des Planeten durch ihr absolut egoistisches Umweltverhalten zu großen Teilen schon irreparabel geschädigt hat.
Aber trotzdem geben sie keine Ruhe und machen mit ihrer krankhaften Selbstzerstörung permanent unverdrossen weiter.
Es ist schier unfassbar!
Diesem äußerst negativen Bericht von der menschlichen Zivilisation auf Terra müssen wir eigentlich nichts mehr hinzufügen. Es erübrigen sich alle weiteren Ausführungen dazu. Details können sie im Anhang nachlesen.
Wir Berichterstatter würde es aber keinem empfehlen.
Wir sind daher zum folgenen Ergebnis gekommen:
Die Menschheit auf dem Planeten Erde zerstört sich selbst. Sie wird unserer Einschätzung nach auf Dauer in dieser zivilisatorisch, aggressiven Form nicht überleben können.
Deshalb stellen die Menschen für uns keine echte Gefahr dar.
Wir schlagen dem Hohen Rat daher folgendes vor.
Überlassen wir der Menschheit daher ihrem natürlichen Schicksal!
Ich kann dem HOHEN RAT mit absoluter Gewissheit versichern, dass wir auch in Zukunft in gesichertem Frieden weiterleben können ohne unsere furchtbaren Waffen einsetzen zu müssen. Da wir eine absolut friedliche Rasse sind, sollten wir uns glücklich schätzen, dass wir vor der neu entdeckten Zivilisation des Menschen keine Angst haben müssen, weil sie sich früher oder später leider wohl selbst vernichten wird und aufgrund ihres aggressiven Verhaltens keine Zukunft hat.
Es lebe unsere Zivilisation!
Es lebe der Frieden!
Es lebe der HOHE RAT!
Ende des Berichts.
(c)Heiwahoe
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.11.2024.
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