Der Unfall
(Eine soo langsam entstehende Erinnerung.
Ach ja, wer es noch nicht weiß, der Roman heißt aus einem gewissen Grund:
SOO. Und ich gendere in "man" mit "fra". Ein wenig Spaß muss sein.)
Ich wurde heute ins Nirvana geschossen. Ich fahre gegen 18.00 Uhr in der Finsternis des 07. Novembers 2024 den Geh- und Radweg der Siemensstraße, soo halbe halbe, in der Neuen Heimat von Linz, entlang. Richtung Dauphinestraße, woo ich wohne. Gar nicht soo schnell. Soo 20 km/h und vor den Kreuzungen etwas langsamer. Ich fahre alsoo, wie soo immer dort vorsichtig. Dieser Radweg ist extrem gefährlich.
Und ich habe deshalb auch meine soo geile Winterjacke an, helles Blau, vorne und hinten mit gelben Leuchtstreifen.
Ich fahre herzschwachen PensionistInnen entsprechend auf einem KTM E-Bike. Beste LED-Lampen vorne und hinten, soo weit und breit. Also keine Funserln von einem Licht, wie bei vielen anderen Bikes.
Dort kommen Einem auf dem Radweg oft soo RollstuhlfahrerInnen entgegen, und in der Nacht meist ohne Licht. Dort ist soo ein Behindertenhaus mit betreutem Wohnen. Und vorne bei Siemensstraße 4, auf der anderen Straßenseite, da ist ein Kopier-Foto-Shop, in denen nur RollstuhlfahrerInnen arbeiten. Das finde ich super.
Entschuldigung! Nur damit Ihr mich nicht missversteht. Ich mag diese Leute! Die haben mir meine alten analogen Fotos, zumindest die wichtigsten, ins Digitale übersetzt. Doch wiesoo kommen sie mir Nachts immer auf dem Radwegteil ohne Licht entgegen. Dass ich heute noch lebe, das ist reines Glück. Und natürlich auch von meinen Reflexen. Abhängig. Ich bin gerade noch soo knapp vorbeigekommen. Ich habe nicht über sie hinweg abgehoben. Und Das nicht bloß einmal. Eher soo einmal in der Woche. Jedes Jahr soo ab der Winterzeit. Unsere Sommerzeit ist mir natürlich viel, viel lieber.
Und die ganze Straßenseite ist immer vollgeparkt mit Autos. Es ist soo ein Parkplätzemangel überall. Alle Familien haben heute ja ein paar Kinder, die nun mit den Jahren der soo florierenden Auto-Industrie alle erwachsen geworden sind. Selbst große Lieferwagen parken sich ein, soo kurz vor einer Kreuzung. Wer selber Auto fährt, Der oder Die weiß Das ja. Man hat soo ein Problem,
oder wird soogar zu soo einem.
Manchmal schießt ein Auto aus einer Seitenstraße soo Autofahrergeil gleich über den Radler-Schutzweg hinaus. Fünf Meter vor mir. Links und Rechts eine Vollbremsung. Ich stell mein Radl quer und fahre gerade noch soo links hinter soo einem Arschloch vorbei. Und es gibt auch soo viele AutofahrerInnen, die von der Siemensstraße dort in die Seitenstraßen einbiegen, ohne eine Rücksicht auf mich. Die kommen von Vorne und noch öfter soo von Hinten.
Und genau soo ist es heute gewesen. Ich fahre wegen der Gefährlichkeit dieses Radweges, (dort passiert auch fast jeden Tag Etwas), daher vorsichtig. Keine 20 km/h. Über den roten Radfahrstreifen. Links und rechts daneben die abgehenden Weißen Streifenspitzen für die öfterigen Fußgeher.
Da schießt ein Auto, keine Ahnung noch welches, von der Siemensstraße von Hinten um die Ecke. Der Autofahrer sieht mich, legt eine Vollbremsung hin, verreißt den Wagen nach Links und knallt mich schleudernd mit seiner Seitentüre vom Fahrrad. Mittels linkem Knie. (Das könnte noch wichtig werden. Mein linkes Knie tut nämlich immer mehr weh. Und die langsam aufkommenden Schmerzen tun meinen Erinnerungen gut. Es ist 03.10 Uhr in der Frühe. Mann oh Mann, bin ich dicht. Seit halb 00 Uhr. Ein Freistädter Junghopfen-Pils habe ich einfach soo durstig weg gekippt. Nachdem ich vom AKH wieder zu Hause war. Drei doppelte Whiskey, mit Cola. Geil!)
Ich habe das Fallen ja tausend Mal geübt in meinem Karate-Training, früher als ich noch jünger gewesen bin. Und mit dem Fahrrad gestürzt bin ich ja schon oft. Ich wurde schon des Öfteren irgendwie soo abgeschossen. Und in einer engen Kurve lag der Rollsplitt im Winter genau dort gehäuft, wo ich durchgefahren bin. Ich bin einfach soo weg geschlittert. Ich habe mich also brav abgerollt, oder soo einen Fall auf den Rücken mit den Händen vorher brav abgeklopft, Kopf brav hoch, und hinterher tat mir wieder einmal mein ganzes soo immer älter werdendes Gestell soo weh. Ein paar Tage lang.
Doch dieses Mal schoss mir mein Alter und mein körperlich soowiesoo soo hiniger Zustand ein. Scheiß Hüfte! Die operiert werden muss. Also versuchte ich die Rolle schneller, und nur auf meine Arschbacke hin, vorher abzustoppen. Also den Flug abbremsen, die Arschbacke muss runter. Vor der Hüfte. An den Rest der Rolle dachte ich nicht. Und soo eine Rolle, wie diese, hatte ich ja auch nicht in meinem Rollengedächtnis. Nun ja, ich bin heute 67, und soo durchtrainiert bin ich wegen meinem körperlichen Zustand in der letzten Zeit ja auch nicht mehr. Jede Bewegung mit der Hüfte tut weh. Also keine Gymnastik-Übungen mehr bei den Radler-Pausen.
Und dann bin ich mit meinem Hinterkopf kurz aufgeschlagen. Das Loch im Asphalt könnte noch teuer werden. Da bleiben zur Zeit alle Reifen hängen. Das Loch im Kopf. Peng! Hat gar nicht weh getan. Nur Peng! Und vorne unter dem Auge und auf der Stirn habe ich eleganterweise beim Rest der Rolle nur den Asphalt gestreift. Der Asphalt hat keinen weiteren Schaden genommen. Kein Blaues Auge. Kein blauer Fleck auf der Stirn. Nur Abschürfungen. Und mir tut mein ganzer Schädel nur ein wenig weh. (Doch Das weiß ich erst seit jetzt.)
Ich bin in diesem Jahr an die 8.000 Kilometer gefahren. Ich habe seit meiner Pension kein Auto mehr. Ich bin nämlich soo ein altes und soo heimliches Arschloch von einem Klima-Aktivist. Soo ein alt gewordener 68er-Nach-Dichter, der weiß, was er gemeinsam mit seinen 68ern Mutter Erde angetan hat. Ich denke: Ich bin ein Radfahrprofi. Und kein Straßen-Krieg, welcher Art auch immer, und da gibt es viele, kein Unfall hält mich davon ab, weiterhin meinen Hengst zu reiten.
Gggggrrrrrhhhhh! Verdammt!
Wie wird es meinem Pferdchen wohl jetzt gehen?
Es soll bei der Polizei stehen. Laut Rettung.
Die Rettung war soofoort da. Natürlich war ich eine kleine Weile ein wenig weg. Wie weit, das weiß ich noch immer nicht. Aber bewusstlos war ich nicht. Glaube ich zumindest. Es waren soofoort soo Leute da, die mir geholfen haben. Das weiß ich. Beschreiben könnte ich sie nicht. Aufstehen konnte ich auch nicht sofort.
Und meine soowiesoo schon soo kaputte Hüfte tat weh. Ich habe mich wohl auch über sie perfekt Karate-Training-gemäß abgerollt. Bin wohl soo perfekt auf meiner rechten Arschbacke, also auf dem PO, aufgesessen, Ich hatte während meines Fluges total vergessen, dass ich das besser nicht tun sollte. Ich war ja keine Zwanzig oder Dreißig mehr. Sie haben mich dann irgendwie auf das Trottoir hinauf gehoben. Damit ich von der Straße bin. Ich war voll hinüber. Die ganze Festplatte war im Eimer.
Irgendwann stand ich dann auf. Ich humpelte, wie auch sonst immer, wegen der Hüfte. Doch schlimmer fühlte sie sich nicht an. Ist wohl nur mein Hintern. Meine rechte Arschbacke. Erinnerungsfetzen! Wiesoo?
Verdammt! Wo ist das Auto? Ist der Fahrer etwa abgehauen, soo war es nämlich beim letzten Mal.
„Nein, nein! Ich bin der Fahrer. Ich habe mein Auto nur da hinten ans Ende der Haltestelle gestellt. Damit es von der Kreuzung weg ist. …. Es tut mir ja soo leid. Ich habe Sie nicht gesehen.“ Nun ja, er war verdammt schnell.
Und dann bin ich schon in der Rettung gesessen. Man/fra beachte meinen Zeitverlust zwischen dem Unfall und dem Abstellen des Autos. Das hat sicher eine Weile gedauert.
Ich konnte mich auf einmal im Rettungsauto nicht mehr erinnern, woo Das passiert ist. Und von woo ich hergekommen bin. Ein irres Zeitenloch! Vom Maxi-Bistro, beim Maxi-Markt in der Neuen Heimat von Linz. Das ist mir noch bei der Fahrt im Rettungsauto wieder eingefallen.
Drei tolle Jungs. Die haben sofort kapiert, dass ich nicht ganz dicht bin. Schließlich hatte ich ein stark blutendes Loch in meinem Hinterkopf. Tolle Jungs. Ob auch, soo wie ich, vom Zivildienst, 1978, das weiß ich leider (noch) nicht. Die Drei haben sich zumindest jedes noch soo schön mögliche Dankeschön von mir verdient. Denn in der Notaufnahme des AKH von Linz, heute des Kepler Universitätsklinikums, des KUKs, da war die Hölle los. (Wie das AKH heute heißt, das musste ich Gooogeln. Es war nicht mehr auf meiner Festplatte drauf. Ich wusste es einfach nicht.)
Wir mussten sicher eine Viertelstunde warten, bis Jemand zu uns kam. Insbesondere Einer der Rettungsmänner war echt lustig. Der ist heute schon fast soo ein perfekter Zyniker, wie ich. Der hat fast soo blöd daher geredet, soo zynisch und leicht dämlich unverständlich, wie ich immer schreibe. Doch ich schätze, ich habe seine Fangfragen alle perfekt beantwortet. Ihr wisst schon: Wann sind sie geboren. Wie heißen Sie! Und nach einer Minute von Neuen. Wo wohnen Sie? Ja, das habe ich Alles gewusst.
Diese Drei haben beim Warten viel mit mir geredet, sie mussten mich ja schließlich soo schnell, wie nur möglich von IHRER Liege kriegen. Ich, einmal soo ein Erster Zivildiener aus 1978, ich wusste natürlich soofort, wiesoo sie bei mir geblieben sind. In der Stadt war die Hölle los. Ich habe den Funk mitgekriegt. Sie, diese Rettungsleute von Heute hatten schon wieder ein paar Einsätze offen. Dafür aber benötigten sie jetzt meine Liege.
Also bin ich aufgewacht. Ich wusste auf einmal wieder Alles. Glaubte ich zumindest. Ich wollte nur noch nach Hause gehen. Ich wollte mir ja dieses Spiel auf ServusTV ab 21.00 Uhr mit dem LASK ansehen. Und soo nebenbei ein wenig Hoffenheim. Mit unserem Austro-Grillich.
Verdammt! Wann ist der Unfall passiert? Soo gegen 18.00 Uhr? Wo ist meine Uhr? Einer der Retter gab sie mir. Kurz zuvor abgenommen wegen der Blutdruckmessung. Klar. Wie spät ist es? Halb Eins! Nee, das kann nicht stimmen. Die zwei Retter hinten bei mir im Auto lachten. „Sie haben die Uhr verkehrt herum.“ Also stecke ich sie um. Halb Sieben. Na, klar. Die drei Jungs waren echt lustig. (Doch mit denen geht es dann noch weiter. Also noch nicht zum Lesen aufhören.)
Dann kam endlich soo ein Pfleger, und dann haben sie mich gemeinsam auf eine andere Liege gelegt. Hat echt weh getan. Scheiß Hüfte, oder Scheiß Hintern. Und weg waren sie. Doch ich, ich lag in der Hölle. Die Bude voller fast hiniger Leute. Der absolute Wahnsinn war. Ich bin endlich soo halbwegs ganz aufgewacht, doch mitten in der Hölle.
Neben mir saß soo ein völlig verwirrter, schon soo alter Mann auf einem Rollstuhl. Eine Treppe in seinem Siechenheim hinunter gefallen. Gerutscht. Der Kopf war aufgeschlagen. "Bumm-Bumm" hätte es gemacht. Zwei Mal. Blut. Wie bei meinem. Aber sonst keine schwere Verletzungen. Doch ihm tat auch der Hintern soo weh. Er schrie ständig:
„Lulu! Lulu! Lulu! Hilfe!“ Oder: „Ich kann nicht mehr sitzen. Mein Arsch tut soo weh! Hilfe! Hilfe! ich will liegen.“
Also haben sie ihm die Lulu-Flasche gebracht. Aufstehen ließen sie ihn nicht. Zu mir haben sie, also soo eine nette Sie, dann gemeint: „Ich kann sie nicht aufstehen und alleine aufs Klo gehen lassen. Sie haben ein Loch im Kopf, das genäht werden muss. Sie verstehen doch, was hier gerade los ist. Alleine hier auf der Unfall-Abteilung. Und wir haben heute auch noch sonst soo einen Aufnahmetag. Unsere Ärzte und auch wir tun unser Bstes. Das wird für sie ein Weilchen dauern. Ich sage Ihnen Das nur, weil sie ein Magister sind.“
Das hört man, auch soo fra natürlich, natürlich gerne. Also habe ich mich zusammengerissen. Alsoo, die Lulu-Flasche. Verdammt! Ich will den LASK sehen, im ServusTV. Ich will nach Hause. Bitte, versteht das IrgendWER? Mir geht es wieder gut! Ich habe schon öfters soo eine Rolle gemacht. (Doch zuvor immer mit Helm.)
Aber COOL bleiben! Flipp jetzt ja nicht aus! Sonst kommen die noch mit der Spritze. Mit der Polizei hat sie mir ja auch soo nebenbei gedroht. „Wir können Sie mit Ihrem Loch im Kopf nicht einfach auf Revers ohne einen Befund und ohne einen Arzt nach Hause gehen lassen.“
Verdammt! Ich bin wieder voll da! Ich wiiilll meinen LASK sehen! Versteht DAS bitte IrgendWER? Der, oder Die noch soo kein Loch im Hinterkopf gehabt haben? Die mit den Löchern werden ja wissen, was ich meine. Zumindest Manche. Die harten Hunde. Ich will nach Hause. Ich bin wieder voll fitt!
Sie schieben mich also in einen leeren Raum hinein. Ich beschwere mich: „Da ist es kalt!“ „Ich drehe sofort die Heizkörper auf.“ Scheint ein sicherer Raum für soo Aussätzige, wie mich, zu sein. Die Zeit vergeht. Schön langsam fällt mir der ganze Tag wieder ein. Ich war nachmittags, wie jeden Tag auch, Rad fahren. Traun. Ödter-See. Und retour. Soo gute 25 Kilometer. Und dann bin ich, wie üblich, ins Maxi-Bistro gefahren. Wir sind soo eine Pensionisten- und Pensionstinnen-Truppe. Wir nennen uns selbst die Teenager-Spätlese. Das hat einmal unsere Gerlinde erfunden. Das passt perfekt auf uns.
Da schieben sie eine bewusstlose Frau herein. Von welchem Unfall kann ich nicht sehen. Sie ist wohl tot. Sie heben sie auf eine Trage hinüber, und die Rettungsleute nehmen ihre soo blutige wieder mit. Verdammt! Ja, klar. Ich bin in der Notaufnahme! In der Unfall-Abteilung des KUK Linz.
Verdammt! Hey, Du warst auch einmal bei der Rettung. Reiß Dich zusammen. Scheiß auf den LASK! Beim nächsten Mal siehst Du ihn wieder. Aber Dein Kopf muss erst noch genäht werden. Ich drehe mich wieder einmal um, und sehe, das weiße Tuch unter meinem Kopf ist voller Blut, und das trotz des Verbands, den mir die Rettungsmänner verpasst haben,
Und mir tut auf einmal die obere Wange unter dem Auge weh. Die tote Frau wurde hinaus geschoben. Die Rettungsmänner, und ich glaube, es war sogar ein soo echtes Weib dabei. Soo ein echtes Krankenschwesternweib von Hier stand soo neben mir. Ich fragte sie: „Ist diese Frau etwa gar gerade gestorben?“
„Ja, Was glauben Sie denn?“ Also freundlich war sie nicht. Doch sie war ja sooeben bei einem Tod dabei. Und ich war ja nicht gerade unlästig. Ich wollte nur noch heim. Zum LASK.
Ich hasse diese Krankenhäuser! Doch ständig bin ich dort! In den letzten Jahren. Da könnte ich noch soo ein paar hinige Geschichten erzählen.
Dann haben sie fünf Minuten später noch eine ururalte Frau herein geschoben. Sie war mit den Händen angeschnallt. Die Arme waren blutig. Sie war auf dem Selbst-Zerkratzer-Tripp. Auch die Beine waren blutig. Nach einer halben Stunde haben sie sie auf ihr Zimmer gebracht. Endlich ruhig gestellt. Ihr ganzer Körper war am Jucken. Ich dachte noch: Na, endlich. Endlich Ruhe.
Und dann haben sie den alten Mann wieder herein geschoben. „Ich kann nicht sitzen. Mein Hintern tut soo weh!“ „Lulu! Ich muss Lulu! Lulu! Sofort Lulu. Hey, hört mich wer? Ich muss Lulu! Soo dringendst.“
Irgendwann kam eine Schwester herein. Wohl eine eiskalte Serbin. (Ich kann die Jugoslawen sprachlich unterscheiden. Ich hatte nicht nur beruflich beim Arbeitsmarktservice, beim AMS OÖ., mit ihnen zu tun. Ich habe ja bis 44 Fussball gespielt. Oft auch mit Jugos. Und auch soo hatte ich niemals irgend Etwas gegen sie.)
Sie hat zu ihm in schlechtem Deutsch gesagt: „Sie haben jetzt schon fünf Mal die Lulu-Flasche gehabt, und die letzten vier Mal ist kein einziger Tropfen mehr gekommen. Wenn sie sich in die Hose machen, dann bekommen sie von uns soo eine Krankenhaus-Hose. Also reißen sie sich zusammen.“ Und dann hat sie die Schiebetüre zu uns zugemacht.
Das hat mir soo neugierigen Patienten natürlich gar nicht gefallen. Also habe auch ich ihm zugeredet. „Hey, reiß Dich zusammen. Du bist soo lästig. Jetzt sehen wir Nichts mehr, was da draußen soo los ist.“ Er: "Ja!" Und: „Vergiss Dein Lulu. Sonst vergessen sie Dich und mich hier noch. Für immer.“ Das hat er verstanden. Aber nur kurz: „Lulu! Lulu! Lulu!“
Und dann kam endlich ein Arzt. Soo um 23.10 Uhr. Die frecheste Schwester von Allen, diese brutale Serbin, hat mir hinten den Kopf rasiert. Zuvor hat sie mich noch gefragt, ob ich gegen Jod allergisch wäre. Nein, war ich noch nie. Soo ein Jod war mir soo wohl bekannt. Oft in meinem Leben. Man lese meine Indiander-Geschichten. Und andere. In einer hat mir meine Mama den Schotter aus dem Hintern geklaubt. Auch eine Radfahr-Geschichte. Hat aber wieder verdammt weh getan. Ich habe die Zähne zusammen gebissen. Und nur soo zart Uuuh gemacht.
Dann hat mir der soo nette Arzt, kein Österreicher, ein Betäubungsmittel in den Kopf hinten gespritzt, ich habe wieder die Zähne zusammen gebissen, und dann hat er mich zusammen genäht. Ich habe Letzteres nicht mehr gespürt. Mein ganzer Kopf war schmerzlos.
Erst jetzt, um 03.30 Uhr in der Frühe bekomme ich leicht Kopfweh. Ich schreibe nun schon diese Geschichte LIVE aus der langsam zurück kehrenden Erinnerung heraus. Die Rettung hat mich soo um 23.40 Uhr nach Hause gebracht. Mir tut auf einmal Alles soo weh. Ich hätte sofort ins Bett gehen sollen.
Doch diese Geschichte ist mir wichtiger gewesen. Und falls mir noch soo ein paar Episoden dazu einfallen, dann wird meine Geschichte wohl noch etwas länger werden. Wie gesagt, in der Unfall-Abteilung war die Hölle los. Da ist noch mehr passiert.
Und dann haben mich die selben drei Jungs von der Rettung wieder nach Hause gebracht. Zufall? Nee, bei mir gibt es keine Zufälle. Soo dämlich unwirklich eine meiner Geschichten auch klingen mag, meine Geschichten sind immer wahr. Tolle Jungs. Ich hätte ihnen gerne ein wenig Geld gegeben. Doch meine letzten 20 Euro habe ich schon der Weihnachtskasse an die Leute der Unfallabteilung gespendet. Das war mir soo Etwas von peinlich. Doch sollte jemals Einer von Euch meine Geschichte lesen, dann meldet Euch bei mir. Nun ja, vielleicht melde Ich mich ja selber noch bei Euch. 100 Euro gehören Euch.
Wie es meinem Fahrrad geht, das weiß ich noch immer nicht? Das werde ich aber morgen am Samstag erledigen. Ich werde Euch davon auch noch berichten.
Am Samstag war mir Alles soo etwas von wurscht. Mit tat Alles soo weh. Ich bin den ganzen Tag im Bett gelegen. Hinten unter dem Schulterblatt tat es mir soo weh. Ich hatte Angst vor jedem Hustenanfall. Ich bin Raucher. Niessen war auch nicht gut. Und soo ein Schneuzen auch.
Also, leckt mich Alle am Arsch. Ich bin auf Tauchstation gegangen. Selbst meine soo sehr geliebte Ehefrau war mir auf einmal wurscht. Die steht sicher gut bei der Verkehrsinspektion von Linz, in der Nietzestraße. Ich konnte ja soowiesoo nicht zu ihr, und sie streicheln. Soo wie ich das immer mache, bevor ich sie besteige. Oder wenn sie neben mir steht, im Schlafzimmer, neben dem Bett. Sie ist ja nicht billig. In unseren Kellern wird viel gestohlen.
Da ruft mich heute endlich am Montag, 18. November 2024, der zuständige Polizist an. Mein Fahrrad steht nicht in der Nietzestraße, also mitten drinn in Linz. Einer der Zeugen hat sie bei sich in der Siemensstraße eingestellt. Der Herr Polizist hat mir also die Telefonnummer des Zeugen gegeben. Für das Unfallprotokoll wurde 14.00 Uhr für Mittwoch ausgemacht.
Alsoo habe ich den Zeugen angerufen. Er war mir soofort sympatisch. Ich dachte zuerst, mein Sohn hebt ab. Fast die selbe Stimme. Er zog gerade da vorne an der Siemensstraße in dieses neue und soo weiße Haus ein, am Flötzerweg. Ich habe ihm meine Geschichte erzählt, auch mit der soo hinigen Hüfte, und er hat mir soofort angeboten, meine Ehefrau von Heute, also mein Radel morgen am Dienstag um 16.00 Uhr bei mir abzuliefern. Ich müsste um diese Zeit nur vor meinem Haus stehen.
Bitte, was meint IHR, Ihr LeserInnen. Und Er musste ja auch für das Protokoll bei der Polizei zur Nietzestraße hinein fahren. All dieser Blödsinn nur wegen meinem Unfall.
Ich habe zuerst gedacht, eine Flasche Whiskey, soo eine Best Of. Orban. Euro 56,--. Nee, Oban. Doch dann habe ich überlegt. Er übersiedelt gerade. Also, Euro Fünfzig. Er soll mit seiner Lady, mit welcher auch immer, gut essen gehen. Das hat er sich verdient. Was haltet Ihr davon? Mein Freund Gerhard hat gemeint, Euro 100 wären besser, schließlich musste er eine Menge Zeit opfern, und er scheint ein echt guter Mann zu sein. 24 Jahre alt.
Was haltet IHR davon? Euro 50 für ihn, und noch einmal Euro 50 für die Weihnachtskasse der Verkehrsinspektion der Polizei von Linz. Und die drei Rettungsmänner bekommen auch noch einmal soo viel. Nun ja, sagen wir 60, das lässt sich durch 3 besser teilen.
Wenn ich von Euch, wie üblich, Nichts höre, dann bleibt es dabei. Sonst werde ich den Betrag wahrscheinlich verdoppeln. Doch ich weiß, hier auf E-Stories mag man mich nicht. Also wird es wohl bei Euro 50,-- bleiben. Passt perfekt, auch für meine Geldbörse.
Und meine Geschichte geht noch weiter. Man vergesse mein Protokoll am Mittwoch nicht. Vielleicht hört mir dieser Bulle ja, bei meiner Geschichte mit Roland Drexler endlich zu? Diese Bullen wissen noch immer nicht, WER ihn umgebracht hat. Ich vielleicht schon? Siehe diese Geschichte.
Heute am Dienstag, 19.11.2024, (nach fast 2 Wochen Tauchstation), hat mir der Zeuge mein Fahrrad um 16.00 Uhr vorbeigebracht. Man stelle es sich vor: Alles okay. Ein paar Kratzer, alsoo soo Schürfwunden, wie ich sie ja auch hatte. Das Navy funktionierte. Das Licht okay, es hat sich soofort eingeschaltet, als ich das Navy eingeschaltet habe. Nur der vordere Kotflügel war unten leicht verzogen, soo dass er am Reifen streifte. Den hat er zurecht gebogen. Nun ja, KTM. Und die Klingel war hin. Wohl vom Überschlag.
Morgen um 14.00 Uhr habe ich einen Termin bei der Verkehrsinpektion Linz für meine Aussage zum Unfall.
Geil! Der Bulle war mir gegenüber sofort feindlich eingestellt:
"Was haben Sie denn getrunken?" Ich schaue ihn leicht blöd an. "Ich habe Nichts getrunken. Ich war Rad fahren." Nun ja, da im Akt steht etwas anderes. Ich bin ein Jurist in Pension. In meinem Kopf schnackseltes hin und her. "Ich kann mich nicht erinneren, dass Ihr oder irgend Jemand bei mir soo einen Alkoholtest gemacht hätte."
Er schaut mir vollkommen komisch in meine DAS Wissende Augen. Er denkt kurz nach. Dann schaut er in den Akt. Er schaut mich dabei nicht an. Doch er sagt: "Entschuldigung. Das muss ich wohl mit einem anderen Akt verwechselt haben. Sie müssen wissen, .... die vielen Unfälle."
Von meinem Unfallgegner gibt es auch keinen Alkoholtest. Doch er greift mich weiter an. Mein Unfallgegner hätte ausgesagt, dass ich ihm in die Seite hinein gefahren wäre, als er langsam über den Rad- und Zebrastreifen abgebogen wäre. Ich wäre also in ihn hinein gefahren.
Bitte, dann wäre meine Lady ja fetzenhin. Ich hätte zumindest einen Achter im Vorderrad. Bitte, dieser Herr Polizist von der Verkehrsinspektion von Linz müsste doch hinsichtlich seiner langjährigen Arbeit auf diesem Gebiet schon ein wenig Hausverstand angesammelt haben. Mein Unfallgegner ist mit überhöhter Geschwindigkeit hinter mir nach rechts von der 50er-Beschränkung der Siemensstraße in die 30er-Beschränkung der In Der Neupeint eingebogen, hat mich gesehen, hat eine Vollbremsung hingelegt. Es hat seinen Mini-Cooper quer gestellt und dann hat er mich soo schleudernd wegrutschend mit seiner Seitentüre ins Nirvana geknallt. Über die halbe Straße. Meine Tasche hinten lag auf der anderen Straßenseite. Die Zeugen vor Ort mussten sie erst suchen.
Verdammt, dieser Bulle hat nicht einmal die Bremsspuren, die es sicher gegeben hat, aufgenommen. Als ich ihn darauf angesprochen habe, da hat er gemeint: "Es war schon finster!" Geil! Und jetzt will er mir seine Schuld für sein Versagen bei der Unfallaufnahme in die Schuhe schieben. Ich habe soofort gewusst, er weiß, dass er Scheiße gebaut hat. Der Typ ist nicht bei der Mordkommission, weil er nicht einmal für das Verkehrsinspektionskommando gut genug ist.
Ich wollte nur noch nach Hause. Also diesem Bullen verhelfe ich nicht zu einem Karrieresprung. Dem Deppen, entschuldigung, erzähle ich Nichts von Roland Drexler. Die Bullen suchen ja noch immer nach seinem Mörder. Wie Ihr wisst, weiß ich ja vielleicht, wer das gewesen sein könnte? Und sie wissen ja noch immer nicht, woo er sich in seinen letzten zwei Tagen aufgehalten hat?
Nun ja, könnte ja sein?
Und ich, ich sitze jetzt blöd da. Ich habe noch immer nicht meinen Versicherungsvertreter angerufen. Wiesoo nicht? Bei mir zu Hause sieht es furchterbar aus. Ich habe seit einem Jahr nicht mehr Staub gesaugt. Mir ist alles soo wurscht. Ich habe eine hinige, ständig stechende rechte Hüfte. Ich habe Long Covid. Ich komme vormittags kaum aus meinem Bett heraus. Ich frühstücke vormittags erst soo gegen 14.00 Uhr. Dann gehe ich Rad fahren. Und dann gehe ich ins Maxi-Bistro etwas essen. Und dann sitze ich ab 18.00 Uhr vor meinem PC und schreibe Geschichten, oder Gedichte. Rad fahren und dann Schreiben. Das ist Alles, Was mir im Leben noch geblieben ist. Und kein Mensch mag mich mehr. Ich bin wohl ein Ungustl!
Exzess.
Siehe mein Gedicht aus 2006. Und dann werden alle meine Geschichten wahr. Cerberus wird sein. Sintflut und Eiszeit soowiesoo. Und KurZAStraBo! Gggggggrrrrrrrhhhhhh. Entschuldigung! Ich habe Angst! Wir Menschen werden unsere Mutter Erde wahrscheinlich umbringen, außer Sie speckt Uns zuvor ordentlich ab?
Soo ein Unfall ist?
Copyright by Lothar Krist (07./08.11.2024 von 23.35 bis 03.30 Uhr und von 20.00 bis 21.50 Uhr. Und dann an den gewissen Tagen soo weiter.)

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Lothar Krist).
Der Beitrag wurde von Lothar Krist auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.11.2024.
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