Herr E. Hat es geschafft, er hat trotz eines großen Krieges, trotz
mehrerer Finanzkrisen und trotz einer großer Weltverändernden
Revolution ein Unternehmen aufgebaut das sich sehen lassen kann.
Er
hat aus einem kleinen Einmann Tischlerbetrieb den größten
Holzverarbeitungsbetrieb der ganzen Region gemacht und das trotz all den
Problemen der momentanen Zeit. Als Herr E. Begonnen hatte seinen Betrieb auf zu
bauen, lebte er in einem Land das man durch aus als europäische
Großmacht bezeichnen konnte, an der Spitze dieser Doppelmonarchie ein
greiser alter Landesvater, der Kaiser.
Doch zuerst starb der alte
Kaiser, und kurz darauf verschwand auch das große Land, und es entstand ein
kleiner Staat den keiner wollte und an dem keiner glaubte. Es folgte eine der
größten Finanzkrisen aller Zeiten so viele Menschen verloren ihre
Arbeit ihre Existenz doch Herr E. Schaffte es trotz dieser Widrigkeiten sein
Unternehmen weiter aufzubauen und zu vergrößern.
Auf die
wirtschaftliche Krise, folgte eine politische die Partei die er immer
gewählt hatte und deren Mitglied er war, stürzte das Parlament und
zerstörte die junge Demokratie, zum Glück stand Herr E. Schon immer auf
der richtigen Seite der Geschichte und aufgrund dessen das er immer die richtige
Partei gewählt hatte konnte er unbehelligt weiter werken und sein
Unternehmen noch mehr vergrößern. Sein Glück schien perfekt, Herr
E. Stand immer auf der richtigen Seite der Geschichte. Selbst als das große
Nachbarland plötzlich seinen Staat annektierte und in von der Landkarte
tilgte, lief der Betrieb von Herrn E. Weiter weil er den richtigen Glauben hatte,
und weil Tischlereien kriegswirtschaftlich wichtig sind. Alles lief perfekt im
Leben des Herrn E. Nicht nur sein Betrieb lief ausgezeichnet, nein auch seine
Familie war perfekt. Gleich fünf Kinder hatte ihm seine Frau geschenkt vier
Töchter von denen er drei gut verheiraten k onnte, und ein Sohn, sein
ganzer Stolz sein Erbe. Dann kam der zweite große Krieg in seinem Leben, er
selbst war zu alt um einrücken zu müssen aber sein einziger Sohn wurde
geholt, um für sein Land zu kämpfen. Leider fiel er fern der Heimat.
Für Herrn E. Brach eine Welt zusammen, da alle seine weiteren Kinder und
Enkelkinder Mädchen waren, ging der Erbanspruch auf sein Unternehmen, auf
einen Neffen der weit weg wohnte in Tirol. Als gegen Ende des Krieges auch noch
seine Frau die immer Still an seiner Seite lebte starb, spürte Herr E. Auch
das sein Leben sich zum Ende neigte. Er überließ sein Lebenswerk
seinem Neffen, der sofort damit begann den Betrieb abzubauen um ihn in Tirol neu
aufzubauen.
Herr E. Der ein schlechtes Gewissen gegenüber
seiner Töchter hatte, begann in seinen letzten Lebensjahren, sein
Vermögen in Kunstgegenstände anzulegen, er kaufte Skulpturen,
Gemälde Bücher und Bilder, diese Kunstwerke das war sein letzter Plan
wollte er unter seinen vier Töchtern nach seinem Tod aufteilen, so
hätten sie immer eine Erinnerung an ihren Vater. Eine seiner Töchte die
Maria, hatte das Glück den jungen und vor allem hübschen Josef Z. Zu
heiraten, Josef und sie bauten ein Sägewerk auf und neben dem Sägewerk
auch noch eine kleine Gaststätte. In dieser kleinen Gasstätte in der
Bauernstube hingen sie jetzt, drei Bilder die Maria von ihrem Vater geerbt hatte,
drei Druckbilder mit Jagd beziehungsweise Waldtierszenen. Der Vater hatte diese
Bilder gewählt, da er selbst begeisterter Jäger war und seine Tochter
Maria die Tiere und den Wald sehr schätzte. Obwohl auch Maria und ihr Mann
ein gut g ehendes Unternehmen leiteten meinte es die Zeit nicht immer gut zu
ihnen, zuerst kam der Krieg in dem auch Marias Mann einrücken musste, zum
Glück kam er alsbald krankheitshalber Nach hause. Nachdem Krieg kamen die
Sieger in ihrem Fall die Russen, und nahmen alles an sich dem sie habhaft werden
konnten. Ohne viele der
wichtigen Dinge die ihnen von den
Besatzern geraubt worden sind, konnten sie ihr Sägewerk und die kleine
Schenke nicht weiter betreiben. Sie verkauften was sie noch übrig hatten und
zogen weg in eine größere Stadt, wo sie gemeinsam mit ihren beiden
Töchtern ein kleines Häuschen bezogen. Maria vermisste ihre Heimat so
sehr, das sie gerne hinter das neue Heim schritt um zumindest in die Richtung der
alten Heimat zu schauen. Wenigstens konnte Maria die geerbten Bilder ihres Vaters
mitnehmen in das neue Haus, und so blieben ihr die Erinnerungen an die alte
Heimat und an den geliebten Vater. Die beiden Töchter von Maria, hätten
nicht unterschiedlicher sein können die ältere der beiden war
Gutherzig, naiv, freundlich und liebevoll, sie liebte ihre Eltern und ihre
Schwester. Ihre Schwester aber die jüngere, war berechnend, kaltherzig und
unfreundlich. Die ältere Tochter heiratete und zog in einen nahegelegen Ort,
die jüngere heiratete auch und blieb mit ihrem Mann im Haus der Eltern
wohnen. Irgendwann wurde Maria, da war sie schon eine alte Frau krank, die
Tochter die bei ihr und dem Vater ihm Haus war brachte sie und ihren Vater zu
ihrer Schwester, sie so meinte sie habe nicht die Zeit für die kranke Mutter
zu sorgen. Die Bilder die Maria von ihrem Vater geerbt hatte blieben aber im Haus
der kaltherzigen Schwester zurück, und sowie Maria gestorben war, ohne noch
einmal eines der Bilder gesehen zu haben, verkaufte ihre Tochter die Bilder an
einen Warenhändler. Als ihre Schwester die gutherzige einmal nach den
Bildern des Großvaters fragte, meinte die Schwester nur diese alten
hässlichen Staubfänger habe sie verkauft. Und so kamen die Bilder des
Herrn E. Weg von seiner Familie. Immer wieder erzählte Anna, so hieß
die gutherzige der beiden Schwestern, ihren Kindern von den Bildern ihres
Großvaters und sie das es ewig Schade sei, dass sie nun wohl nie wieder
sehen würde. Die Drei Bilder aber die w!
aren nun in den Besitz eines alten Jägers gekommen, der alte Jäger
saß jeden Sonntag im Wirtshaus zum Kartenspielen, und mit der Zeit verlor
er immer mehr und mehr. Als er eines Tages wieder einmal bei den Karten saß
und wieder Spiel um Spiel verloren hatte, wollte der Wirt das der Jäger
seine Schuld bei ihm begleiche. Der Jägersmann aber hatte kein Geld mehr um
es dem Gastwirt zu geben, er versprach ihm dafür drei Bilder die er vor
Jahren erstanden habe. Der Inhaber der Gaststätte wollte das Angebot zuerst
ablehnen, aber bevor er gar nichts bekam nahm er es an.
Bereits am
nächsten Sonntag kam der Jäger und brachte ihm die drei Bilder mit den
Jagdmotiven.
Im Gasthaus wurden die Bilder in die Extra
Stammtischkammer gehängt, dort hingen sie einige Jahre und wurden kaum
beachtet. Kaum beachtet auch weil der Wirt nach einigen Jahren seinen Betrieb
schloss, und das Lokal an einen Bekannten verkaufte, samt dem Mobiliar und samt
den drei Bildern. Der Bekannte des Gastwirtes nutzte die alte Wirtschaft als
Lager für Baustoffe und ab und an für private Feiern mit Bekannten und
Freunden. Einmal im Jahr veranstaltete der Neue Besitzer einen kleinen Flohmarkt,
und dort konnte jeder der wollte Waren kaufen oder verkaufen.
Ein
junges Paar welches mit dem Besitzer der alten Wirtschaft bekannt war, beschloss
den Flohmarkt zu besuchen, um ein bisschen nach Dekoration und Einrichtung
für die gemeinsame Wohnung zu suchen. Allerdings wurden sie nicht wirklich
fündig, es wurde nicht viel zum Verkauf angeboten und es war nichts dabei
das die beiden kaufen wollten. Bevor sie wieder nach Hause fahren wollten sie
noch kurz ein wenig mit dem Besitzer des Ortes sprechen da er ja ein Bekannter
des Paares war. Der ältere Herr welchen das Lokal nun gehörte bat die
zwei in das ehemalige Extrazimmer an den Wänden des Zimmers hingen noch
immer die drei Bilder die Einst Herrn E. Gehört hatten. Als der junge Mann
die Bilder sah, fragte er den Besitzer ob diese auch zum verkauf seien?, der
Lokalbesitzer lächelte und meinte natürlich es ist Flohmarkt alles hier
ist zum Verkauf. Das junge Paar nahm die drei Bilder von der Wand zahlte einen
günstigen Preis und gingen zurück zu ihrem Auto. Die junge Frau fragte
ihren Mann warum er denn unbedingt diese Bilde wollte, er meinte das sie ihm an
eine Geschichte erinnern würden die ihm seine Großmutter erzählt
habe.
Seine Frau meinte man könnte doch eines der Bilder
schön verpacken und es seiner Großmutter zu Weihnachten schenken. So
wurde es dann auch gemacht, zwei der Bilder des Herrn E. Wurden in der der
Wohnung des Paares an die Wand gehängt und das dritte wurde schön
verpackt.
Als nun der heilige Abend kam ging das junge Paar zur
Großmutter des Mannes und man überreichte ihr, das Weihnachtsgeschenk.
Die alte Dame die bereits fast 90 Jahre alt war öffnete das Paket und ihre
alten Augen begannen zu leuchten. Wo habt ihr das Bild her? Fragte sie
ungläubig. Das Paar erzählte ihr von dem Flohmarkt und das es insgesamt
drei Bilder waren die sie erstanden haben. Die alte Frau lächelte und begann
zu erzählen. Mein Großvater also euer Ur Ur Großvater hatte
einst vor vielen Jahren einen gut gehenden Tischlerbetrieb gegründet. Als
sein einziger Sohn mein Onkel leider im Krieg geblieben ist, ging der Betrieb
quasi in fremde Hände. Mein Großvater beschloss wenigstens noch zu
Lebzeiten sein Geld anzulegen und kaufte für seine 4 übrigen
Töchter Kunstgegenstände die er ihnen nach seinem Tod vererbte. Meine
Mutter eure Großmutter erbte genau jene drei Bilder, und leider verkaufte
mein e Schwester die Bilder nach ihrem Tod an einen Unbekannten. Die Freude der
alten Dame war zu spüren, und sie und das junge Paar umarmten sich innig
Ende.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.01.2025.
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