Johannes Jagetsberger

Die Drei Bilder des Herrn E.

Herr E. Hat es geschafft, er hat trotz eines großen Krieges, trotz mehrerer Finanzkrisen und trotz einer großer Weltverändernden Revolution ein Unternehmen aufgebaut das sich sehen lassen kann.

Er hat aus einem kleinen Einmann Tischlerbetrieb den größten Holzverarbeitungsbetrieb der ganzen Region gemacht und das trotz all den Problemen der momentanen Zeit. Als Herr E. Begonnen hatte seinen Betrieb auf zu bauen, lebte er in einem Land das man durch aus als europäische Großmacht bezeichnen konnte, an der Spitze dieser Doppelmonarchie ein greiser alter Landesvater, der Kaiser.

Doch zuerst starb der alte Kaiser, und kurz darauf verschwand auch das große Land, und es entstand ein kleiner Staat den keiner wollte und an dem keiner glaubte. Es folgte eine der größten Finanzkrisen aller Zeiten so viele Menschen verloren ihre Arbeit ihre Existenz doch Herr E. Schaffte es trotz dieser Widrigkeiten sein Unternehmen weiter aufzubauen und zu vergrößern.

Auf die wirtschaftliche Krise, folgte eine politische die Partei die er immer gewählt hatte und deren Mitglied er war, stürzte das Parlament und zerstörte die junge Demokratie, zum Glück stand Herr E. Schon immer auf der richtigen Seite der Geschichte und aufgrund dessen das er immer die richtige Partei gewählt hatte konnte er unbehelligt weiter werken und sein Unternehmen noch mehr vergrößern. Sein Glück schien perfekt, Herr E. Stand immer auf der richtigen Seite der Geschichte. Selbst als das große Nachbarland plötzlich seinen Staat annektierte und in von der Landkarte tilgte, lief der Betrieb von Herrn E. Weiter weil er den richtigen Glauben hatte, und weil Tischlereien kriegswirtschaftlich wichtig sind. Alles lief perfekt im Leben des Herrn E. Nicht nur sein Betrieb lief ausgezeichnet, nein auch seine Familie war perfekt. Gleich fünf Kinder hatte ihm seine Frau geschenkt vier Töchter von denen er drei gut verheiraten k onnte, und ein Sohn, sein ganzer Stolz sein Erbe. Dann kam der zweite große Krieg in seinem Leben, er selbst war zu alt um einrücken zu müssen aber sein einziger Sohn wurde geholt, um für sein Land zu kämpfen. Leider fiel er fern der Heimat. Für Herrn E. Brach eine Welt zusammen, da alle seine weiteren Kinder und Enkelkinder Mädchen waren, ging der Erbanspruch auf sein Unternehmen, auf einen Neffen der weit weg wohnte in Tirol. Als gegen Ende des Krieges auch noch seine Frau die immer Still an seiner Seite lebte starb, spürte Herr E. Auch das sein Leben sich zum Ende neigte. Er überließ sein Lebenswerk seinem Neffen, der sofort damit begann den Betrieb abzubauen um ihn in Tirol neu aufzubauen.

Herr E. Der ein schlechtes Gewissen gegenüber seiner Töchter hatte, begann in seinen letzten Lebensjahren, sein Vermögen in Kunstgegenstände anzulegen, er kaufte Skulpturen, Gemälde Bücher und Bilder, diese Kunstwerke das war sein letzter Plan wollte er unter seinen vier Töchtern nach seinem Tod aufteilen, so hätten sie immer eine Erinnerung an ihren Vater. Eine seiner Töchte die Maria, hatte das Glück den jungen und vor allem hübschen Josef Z. Zu heiraten, Josef und sie bauten ein Sägewerk auf und neben dem Sägewerk auch noch eine kleine Gaststätte. In dieser kleinen Gasstätte in der Bauernstube hingen sie jetzt, drei Bilder die Maria von ihrem Vater geerbt hatte, drei Druckbilder mit Jagd beziehungsweise Waldtierszenen. Der Vater hatte diese Bilder gewählt, da er selbst begeisterter Jäger war und seine Tochter Maria die Tiere und den Wald sehr schätzte. Obwohl auch Maria und ihr Mann ein gut g ehendes Unternehmen leiteten meinte es die Zeit nicht immer gut zu ihnen, zuerst kam der Krieg in dem auch Marias Mann einrücken musste, zum Glück kam er alsbald krankheitshalber Nach hause. Nachdem Krieg kamen die Sieger in ihrem Fall die Russen, und nahmen alles an sich dem sie habhaft werden konnten. Ohne viele der 

wichtigen Dinge die ihnen von den Besatzern geraubt worden sind, konnten sie ihr Sägewerk und die kleine Schenke nicht weiter betreiben. Sie verkauften was sie noch übrig hatten und zogen weg in eine größere Stadt, wo sie gemeinsam mit ihren beiden Töchtern ein kleines Häuschen bezogen. Maria vermisste ihre Heimat so sehr, das sie gerne hinter das neue Heim schritt um zumindest in die Richtung der alten Heimat zu schauen. Wenigstens konnte Maria die geerbten Bilder ihres Vaters mitnehmen in das neue Haus, und so blieben ihr die Erinnerungen an die alte Heimat und an den geliebten Vater. Die beiden Töchter von Maria, hätten nicht unterschiedlicher sein können die ältere der beiden war Gutherzig, naiv, freundlich und liebevoll, sie liebte ihre Eltern und ihre Schwester. Ihre Schwester aber die jüngere, war berechnend, kaltherzig und unfreundlich. Die ältere Tochter heiratete und zog in einen nahegelegen Ort, die jüngere heiratete auch und blieb mit ihrem Mann im Haus der Eltern wohnen. Irgendwann wurde Maria, da war sie schon eine alte Frau krank, die Tochter die bei ihr und dem Vater ihm Haus war brachte sie und ihren Vater zu ihrer Schwester, sie so meinte sie habe nicht die Zeit für die kranke Mutter zu sorgen. Die Bilder die Maria von ihrem Vater geerbt hatte blieben aber im Haus der kaltherzigen Schwester zurück, und sowie Maria gestorben war, ohne noch einmal eines der Bilder gesehen zu haben, verkaufte ihre Tochter die Bilder an einen Warenhändler. Als ihre Schwester die gutherzige einmal nach den Bildern des Großvaters fragte, meinte die Schwester nur diese alten hässlichen Staubfänger habe sie verkauft. Und so kamen die Bilder des Herrn E. Weg von seiner Familie. Immer wieder erzählte Anna, so hieß die gutherzige der beiden Schwestern, ihren Kindern von den Bildern ihres Großvaters und sie das es ewig Schade sei, dass sie nun wohl nie wieder sehen würde. Die Drei Bilder aber die w! aren nun in den Besitz eines alten Jägers gekommen, der alte Jäger saß jeden Sonntag im Wirtshaus zum Kartenspielen, und mit der Zeit verlor er immer mehr und mehr. Als er eines Tages wieder einmal bei den Karten saß und wieder Spiel um Spiel verloren hatte, wollte der Wirt das der Jäger seine Schuld bei ihm begleiche. Der Jägersmann aber hatte kein Geld mehr um es dem Gastwirt zu geben, er versprach ihm dafür drei Bilder die er vor Jahren erstanden habe. Der Inhaber der Gaststätte wollte das Angebot zuerst ablehnen, aber bevor er gar nichts bekam nahm er es an.

Bereits am nächsten Sonntag kam der Jäger und brachte ihm die drei Bilder mit den Jagdmotiven.

Im Gasthaus wurden die Bilder in die Extra Stammtischkammer gehängt, dort hingen sie einige Jahre und wurden kaum beachtet. Kaum beachtet auch weil der Wirt nach einigen Jahren seinen Betrieb schloss, und das Lokal an einen Bekannten verkaufte, samt dem Mobiliar und samt den drei Bildern. Der Bekannte des Gastwirtes nutzte die alte Wirtschaft als Lager für Baustoffe und ab und an für private Feiern mit Bekannten und Freunden. Einmal im Jahr veranstaltete der Neue Besitzer einen kleinen Flohmarkt, und dort konnte jeder der wollte Waren kaufen oder verkaufen.

Ein junges Paar welches mit dem Besitzer der alten Wirtschaft bekannt war, beschloss den Flohmarkt zu besuchen, um ein bisschen nach Dekoration und Einrichtung für die gemeinsame Wohnung zu suchen. Allerdings wurden sie nicht wirklich fündig, es wurde nicht viel zum Verkauf angeboten und es war nichts dabei das die beiden kaufen wollten. Bevor sie wieder nach Hause fahren wollten sie noch kurz ein wenig mit dem Besitzer des Ortes sprechen da er ja ein Bekannter des Paares war. Der ältere Herr welchen das Lokal nun gehörte bat die zwei in das ehemalige Extrazimmer an den Wänden des Zimmers hingen noch immer die drei Bilder die Einst Herrn E. Gehört hatten. Als der junge Mann die Bilder sah, fragte er den Besitzer ob diese auch zum verkauf seien?, der Lokalbesitzer lächelte und meinte natürlich es ist Flohmarkt alles hier ist zum Verkauf. Das junge Paar nahm die drei Bilder von der Wand zahlte einen günstigen Preis und gingen zurück zu ihrem Auto. Die junge Frau fragte ihren Mann warum er denn unbedingt diese Bilde wollte, er meinte das sie ihm an eine Geschichte erinnern würden die ihm seine Großmutter erzählt habe.

Seine Frau meinte man könnte doch eines der Bilder schön verpacken und es seiner Großmutter zu Weihnachten schenken. So wurde es dann auch gemacht, zwei der Bilder des Herrn E. Wurden in der der Wohnung des Paares an die Wand gehängt und das dritte wurde schön verpackt.

Als nun der heilige Abend kam ging das junge Paar zur Großmutter des Mannes und man überreichte ihr, das Weihnachtsgeschenk. Die alte Dame die bereits fast 90 Jahre alt war öffnete das Paket und ihre alten Augen begannen zu leuchten. Wo habt ihr das Bild her? Fragte sie ungläubig. Das Paar erzählte ihr von dem Flohmarkt und das es insgesamt drei Bilder waren die sie erstanden haben. Die alte Frau lächelte und begann zu erzählen. Mein Großvater also euer Ur Ur Großvater hatte einst vor vielen Jahren einen gut gehenden Tischlerbetrieb gegründet. Als sein einziger Sohn mein Onkel leider im Krieg geblieben ist, ging der Betrieb quasi in fremde Hände. Mein Großvater beschloss wenigstens noch zu Lebzeiten sein Geld anzulegen und kaufte für seine 4 übrigen Töchter Kunstgegenstände die er ihnen nach seinem Tod vererbte. Meine Mutter eure Großmutter erbte genau jene drei Bilder, und leider verkaufte mein e Schwester die Bilder nach ihrem Tod an einen Unbekannten. Die Freude der alten Dame war zu spüren, und sie und das junge Paar umarmten sich innig Ende.

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