Martin Hünemöller

Legends of The Sea - A Pirate Tale

Prolog 

Die Suche nach einem verborgenen Schatz erstreckte sich nun schon über mehreren Monaten. Die Besatzung der „Freiheit“ war erschöpft und es gab immer noch keinen klaren Beweis dafür, dass dieser Schatz wirklich existierte. Abgesehen von einer Karte, die Kapitänin Clara Reeves auf dem Schwarzmarkt gekauft hatte und einigen Gerüchten, die ihr von Seemännern zu Ohren gekommen waren, hatten sie immer noch nicht die Insel Sturmauge gefunden. Maxwell, ihr Erster Maat, versuchte die Mannschaft zu motivieren aber der Mangel an Essen und Rum machte allen immer mehr zu schaffen. Der Zustand des Schiffes belastete die Kapitänin ebenfalls, die Tagelage müsste dringend restauriert werden so auch die Segel. Außerdem ließ die Sauberkeit und Arbeitsmoral an Board zu wünschen übrig. Die angespannte Lage spiegelte sich langsam auf ihre 200 Mann starke Besatzung wieder. Sie konnte den Hauch einer Meuterei bereits in ihren Nacken spüren. Um dieser Stimmung vorzubeugen, versammelte Clara schließlich ihre Mannschaft, um die nächsten Schritte zu besprechen. Ann aus dem Krähennest hielt währenddessen schon mal nach Festland Ausschau während der Quartiermeister Elliot überprüfte, welche Dinge wieder aufgefüllt werden müssen. Alle anderen werden auf das Deck geschickt wo Kapt'n Clara versuchte der Crew neuen Mut zu machen. >Meine Kameraden, ich weiß die letzten Tagen sind für uns alle sehr anstrengend gewesen, doch ich versichere euch wir werden am Ende für die ganzen Strapazen belohnt werden. Niemand hatte behauptet das diese Reise einfach werden würde, doch ist es nicht das was eine gute Mannschaft ausmacht. Man hält zusammen auch in schwierigen Zeiten.Wir haben dieses Leben nicht nur gewählt um einfach einen Schatz hinterher zu jagen. Es geht um die Herausforderung und das Abenteuer etwas neues zu entdecken. Eine unbekannte Insel mit einem mysteriösen Schatz welches noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat. Seit ihr den nicht neugierig darauf um was es sich handeln könnte?< Da trat ein grimmig aussehender Pirat aus der Menge hervor. >Das klingt ja alles schön und gut aber wir wollen auch irgendwann mal wieder richtige Beute machen Kapt'n! Ich denke, wir sollten uns von der Vorstellung verabschieden, dass wir mit irgendwelchem Ramsch reich werden können.< Wenn es eine Sache gab die Clara überhaupt nicht leiden konnte dann waren es vorlaute Besserwisser. Wutentbrannt zog sie ihr Enter Säbel das augenblicklich rot zu leuchten begann. Plötzlich bewegten sich die Seile an Bord und hielten den vorlauten Piraten Kopfüber an den Füßen. >Bis ich dieses magische Schwert auf einer langen und gefährlichen Reise fand dachte ich ähnlich aber von jenem Tage an wusste ich das es auf der Welt um mehr als Goldmünzen und Juwelen geht. Ich verstehe ja das ihr alle erschöpft seid aber zu Behaupten das alles wäre Zeitverschwendung ist einfach Blanker Unsinn. Ich will kein Wort mehr von dir hören sonst kannst du gerne bei den Haien schlafen! < Beim senken der Klinge lösten sich die Seile langsam wieder. Der Seeräuber kehrte sichtlich verängstigt auf seinen Platz zurück. Die gesamte Mannschaft senkte ehrfürchtig das Haupt vor ihrer Kapitänin. Mit einem leichten Grinsen sprach sie. >Gemeinsam können wir jedes Ziel erreichen aber ihr müsst mir vertrauen so wie ich euch im Kampf mein Leben anvertrauen würde. Es gibt so vieles auf dieser Welt zu entdecken also lasst uns die Vorräte auffüllen und mit frischer Energie weiter segeln. Also, seid ihr dabei?< Diese Worte brachten den Ehrgeiz zurück in die Piraten, alle streckten einen Arm in die Höhe und schrien >Aye, aye Käpt'n!< Da stürmte auch schon Ann vom Ausguck heran, eine große Landfläche wurde weiter östlich gesichtet. Die Freiheit setzte schließlich ihre Segel in Richtung Festland.

 

Sie näherten sich schließlich einer großen Hafenstadt die mehrere Anlegestellen hatte an denen bereist drei Schiffe ankerten. Die Stadt Sol Tàlis war stufenartig nach oben gebaut, weiter unter befanden sich viele Verkaufsstände von Händlern, die alles was man brauchen könnte anboten. Je weiter man nach oben ging umso mehr Bäume waren ersichtlich. Die Sonne ließ den gesamten Ort in gelb leuchten. Geordnet wie immer teilte die Kapitänin ihre Crew in kleine Gruppen ein. Während ein teil sich um die Beschaffung von Munition, Nahrung und so weiter kümmerten sollte der Rest das Schiff von vorne bis hinten säubern, neue Segel aufsetzten und die Tagelage Reparieren. Die langen Wochen auf dem Meer ohne einer pause hatte natürlich seine Spuren hinter lassen. Clara versuchte indes mit ihrem ersten Maat Maxwell neues über die Schatzinsel herauszufinden. Da sich in dieser Stadt öfters Piraten aufhielten, wurde ihr Erscheinen von der Bevölkerung nicht sonderlich beachtet. Sie erkundigten sich bei einem Verkäufer wo es hier denn Seekarten zu kaufen gab. >Seekarten... hm fragt doch mal beim alten Murray nach, der hat in seinem Leben allerlei Karten gesammelt. Ihr findet ihn meistens bei seinem Stand gleich da hinten.< Angekommen trafen sie auf einen älteren Mann mit Vollbart, der neben einer beeindruckenden Auswahl an Ausrüstung wie Navigationsgeräten, Kompasse, Geschwindigkeitsmessern bis hin zu Teleskopen – auch hier die verschiedenste Karten liegen hatte. Der Kapt'n zeigte ihm ihre und erklärte das sie die eingezeichnete Insel einfach nicht aus machen können. Murray schaute mit einem prüfenden Blick drüber. >Das ist in der Tat seltsam. Sämtliche Angaben auf der Karte scheinen korrekt zu sein. Wartet, ich habe eine Karte von dieser Region.< Kurzerhand holte er eine Haargenau gleiche Seekarte hervor welche die exakt selben Koordinaten angaben und begann beide mit einer Lupe zu vergleichen. Langsam zweifelte der erster Maat an die tatsächliche Existenz dieser Insel. Hat sich Clara doch zu sehr rein gesteigert? War es am Ende einfach nur Seemannsgarn? Sie bemerkte sofort, dass ihr Freund in Gedanken versunken war und legte sanft eine Hand auf seine Schulter. >Max, alles wird gut. Mein Instinkt hat mich noch nie im Stich gelassen. Zusammen werden wird diesen Ort finden, okay? < Mit einem leichten Lächeln nickte er ihr zu, ganz überzeugt schien er allerdings nicht. Der alte Mann hatte seinen Kopf inzwischen wieder von den Karten hoch genommen und erklärte. >Entweder jemand hat euch mächtig übers Ohr gehauen oder diese Karte ist noch älter als meine.< Da viel Clara noch etwas ein. >Moment! Einer der Seefahrer sagte mir das Sturmauge nie am gleichen Ort sein soll. Wenn er Recht hatte, könnte das zumindest erklären warum es verschiedene Karten gibt.< >Eine schwimmende Insel vielleicht?< überlegte Maxwell. >Aye, unsere Karte könnte vom ersten Menschen gemacht worden sein der es auf die Insel lebend rauf aber auch wieder runter geschafft hat.< Sagte die Kapitänin mit voller Entschlossenheit. Murray hatte beiden aufmerksam zugehört. >Beim Klabautermann! Ihr beiden könntet Recht haben.Wenn es sich um keine Fälschung handelt dann wurden wahrscheinlich zwei Seekarten gezeichnet. Doch von wem und welchem Jahr eure ist, konnte ich leider nicht feststellen.< Clara reichte diese neue Information vollkommen aus aber zur Sicherheit kauften sie dennoch Murrays Karte. Ihre Mannschaft verstaute unterdessen bereits neues Proviant unter Deck. Ihr Käpt'n beschloss sich jedoch in der Stadt noch weiter umzusehen, vielleicht fände sie ja noch jemanden der ihnen mehr über dieses mysteriöse Land erzählen kann. Ihr Ebenholz schwarzes Haar wehte im Wind als sie von der Hafen Gegend aus weiter nach oben in die Stadt rannte, ihr Begleiter konnte sie nur langsam einholen. Als würde sie alles um sich herum vergessen holte sie die Karte raus, überlegte kurz, schrieb etwas in ihr Logbuch und ging weiter. Wochenlang kamen sie ihren Ziel keinen einzigen Schritt näher, nun gab es ein kleinen Hoffnungsschimmer und das Feuer war in ihr wieder erweckt. Maxwell kannte seine Kapitänin ganz genau und wusste wie hartnäckig sie ist wenn ein Ziel verfolgt werden soll. Die Zeit verging wie im Fluge während beiden Menschen hier befragten. Doch niemand schien je von einer derartigen Insel gehört zu haben. Die untergehende Sonne ließ die Stadt nun in einem orangen Licht scheinen und selbst die Wolken leuchteten Hell am Himmel. Clara würde dieses romantische Bild normaler Weise sofort bewundern doch die Schatzsuche hatte sie vollkommen eingenommen. >Clara, schau doch mal. Was für einen schönen Sonnenuntergang.< Selbst ihr treuer erster Maat konnte sie nicht ablenken. >Was? Ja, sehr schön.Warte, dort drüben haben wir noch nicht geschaut.< sagte Clara während sie sich weiter umsah. Um sie auf andere Gedanken zu bringen schlug er vor in die Taverne zu gehen. Nach kurzer Überlegung willigte sie ein und kure Zeit später saßen die beiden schon an der Bar und tranken Rum. Doch anstatt zu entspannen nahm sie ihr Logbuch heraus indem alles über diese Suche notiert war. >Das niemand je von Sturmauge gehört hat wundert mich nicht.< >Clara! Das geht so nicht weiter.< unterbrach sie Maxwell. >Natürlich nicht, wir müssen mit jemanden Reden der sich mit Flüchen oder sonstiges auskennt. < sagte Clara während sie durch die Seiten blätterte. >Du bringst dich noch selbst ins Grab!< versuchte Maxwell klar zu machen. >Das vertrauen seiner Crew aufs Spiel zu setzten für einen Schatz?< Augen rollend drehte sie sich zu ihm. >Jetzt fang du nicht auch noch damit an. Erkennst du denn nicht das wir schon viel weiter gekommen sind? Außerdem kannst du dich gerne schlafen legen. Ich kann den Rest auch alleine Bewerkstelligen.< Doch so leicht ließ sich ihr Mitstreiter nicht vertreiben. >Du solltest dich auch mal ausruhen außerdem lass ich dich doch nicht allein zurück, wer weiß auf was für Ideen du noch so kommst.< Da gesellte sich sich ein Mann zu ihnen. >Verzeihung ihr beiden, mein name ist Kapt'n Cyris Dripik und mir ist zu Ohren gekommen das ihr nach einer geheimen Insel sucht?< Verdutzt schauten beide den Piraten an. >Könnt ihr uns helfen?< fragte Clara sofort nach. >Nicht ich persönlich aber es gibt hier auf Sol Talis jemanden den die Menschen gerne aufsuchen wenn sie nicht weiter wissen.< Maxwell war skeptisch.>Könnte auch ein Scharlatan sein der den Menschen das Geld aus den Taschen zieht.< Clara überlegte. >Er könnte unsere einzige Möglichkeit sein endlich Antworten zu erhalten aber ich weiß auch nicht ob wir ihm trauen sollen.< Kapitän Dripik lächelte >Ich habe hier in der Taverne schon oft mit Leute gesprochen die zum Propheten gegangen sind. Alle ihre Vorhersagungen sind wahr geworden. Ihr findet ihn ins seiner Hütte am Fuße des Berges.< Während Maxwell noch grübelte hatte die Kapitänin einen Endschluss getroffen. >Was haben wir schon zu verliehen und falls er uns doch versucht zu betakeln kannst du ihn persönlich über die Planke schicken Max.< >Ha ha ha, ihr beiden gefällt mir. Viel Glück bei eurer Schatzsuche und falls er Hilfe braucht meine Crew und ich legen im Osten der Stadt vor Anker.< Mit diesen Worte verabschiedete sich Cyris. >Was ein netter Kerl, trifft man auch nicht jeden Tag.< stellte Maxwell fest. >Tja, es gibt halt noch andere Piraten wie mich die etwas anstand an den Tag legen. Gut, dann lass uns sofort aufbrechen!< >Aye Käpt'n.< Sie verließen die Bar in Richtung der Wälder >Der hat seine Haus weiter oben am Fuße des Berges. Komischer Kauz.< Maxwell schaute Clara Kopf kratzend an. >Na das kann ja lustig werden.< >Nun ich habe meine Kindheit allein in einem riesigen Anwesen verbracht und bin nun Käpt'n einer Piraten Crew.< Konterte Clara. >Was auch immer, lass uns mit dem reden, ich würde gerne noch ein wenig schlafen heute.< sagte Maxwell gähnend.
 

Es war inzwischen Dunkel geworden, der Weg zum Berg war zum Glück nicht weit entfernt. Immer mehr Bäume umgaben die beiden Piraten, nur der hell leuchtende Mond gab ihnen etwas Licht. Endlich erkannte sie die Silhouette eines Hauses. Zwei Totenköpfe mit Kerzen, die auf langen Fällen steckten, standen davor. >Nicht gerade einladend.< bemerkte Maxwell. Vorsichtig klopfte Clara an die Tür um gleich darauf von einer ruhigen Stimme herein gebeten zu werden. Jetzt standen sie in einem spärlich beleuchteten Zimmer. Langsam näherte sich jemand ihnen, in seiner linken Hand hielt er eine Art Wanderstock. Vorsichtig gingen beide Piraten einen Schritt zurück mit ihre Händen an den Griffen ihrer Enter Säbel. Die Person verbeugte sich und hielt eine Hand an ihre Stirn, was offenbar eine Begrüßungsform darstellen sollte. >Seit gegrüßt werte Freibeuter, mein Name ist Balgra. Ich habe vernommen das ihr meine Hilfe ersucht?< Etwas verdutzt fragte Clara, während sie ihre Hand von ihrem Schwert nahm. >Man sagte uns ihr würdet öfter Menschen helfen?< >Viele Reisende kamen bereits zu mir um meinen Rat zu ersuchen. Ich kenne mich sehr gut aus mit der Welt und ihren Geheimnissen.< erklärte Balgra mit sanfter Stimme. Maxwell begutachtete die merkwürdige Gestalt in grau dessen Augen von einer Kapuze verdeckt wurden. >Woher sollen wir euch vertrauen?< >Ich bin der Prophet. Ich spreche die Wahrheit und sage voraus, was kommen wird. Ich bin nicht selbst der Schlüssel zu eurem Ziel - ich sehe es nur.< antwortete er. >Wir sind auf der suche nach der Insel Sturmauge, doch niemand scheint je von diesem Land gehört zu haben.Wisst ihr wie wir sie finden können?< sagte Clara während sie den Ort auf ihrer Karte zeigte. >Zunächst solltet ihr Wissen das diese Insel von einem mächtigen Wesen beschützt wird, der Seeschlange Morga!< Warnte der Prophet. >Na das sind rosige Aussichten.< murmelte Maxwell leise. >Um dieses Schicksal zu entgehen müsst ihr meinen Worten genaustens befolgen! Segelt von Sol Tàlis immer gen Westen, ändert niemals den Kurs. Folgt alleine dem Wind und schon bald erreicht ihr die Bucht von Scrab Island, segelt südlich an der Insel vorbei und folgt weiter der Strömung. Dort wird euch das Unwetter überraschen welches ihr überstehen müsst ohne von eurem Kurs abzukommen. Alsbald werden die schwarzen Felsen vor erscheinen. Wenn ihr diese passiert werdet ihr Sturmauge finden.< Clara hatte sich Notizen gemacht, ihr grinsen wurde immer breiter. >Nach all den Wochen haben wir endlich eine Wegbeschreibung die uns weiterbringen kann. Ich danke euch vom Herzen.< >Warte mal!< unterbrach ihr erster Maat >Was sagt uns das ihr die Wahrheit sprecht und uns nicht selber in den Tod schickt.< Der Prophet verneigte sich >Ich kann euch selbstverständlich auf dieser Reise Begleiten und als Berater zur Seite stehen.< Die Kapitänin und Maxwell schauten sich an und nickten, dann griff Clara in ihre Tasche und gab ihm 10 Goldmünzen in die Hand. >So soll es sein Balgra. Willkommen an Bord der Freiheit.< >Wunderbar, wann sollen wir aufbrechen werte Freibeuter?< fragte er, doch bevor Clara etwas sagen konnte antwortete Maxwell. >Morgen! Wenn alle Ausgeschlafen haben. Ich weiß du würdest am liebsten sofort aufbrechen aber nicht nur die Mannschaft braucht schlaf auch du Clara.< Ihr blick wanderte zu ihrem Schiff. >Du hast ja Recht, meine Crew muss sich auf mich verlassen können. Wir treffen uns morgen bei Sonnenaufgang am Schiff.< Der Prophet verneigte sich erneut. >So sei es, ich wünsche euch eine angenehme Nacht.< Mit diesen Worte zog sich der mysteriöse Mann zurück. >Glaubst du wir könne den echt vertrauen?< flüsterte Maxwell. >Ich weiß das klingt alles ziemlich verrückt aber nach dem was wir gehört haben kann es sich hier nur um etwas unnatürliches handeln. Außerdem kommt er ja mit und sollte das alles erlogen sein darfst du ihn gerne erledigen.< beruhigte ihn Clara. >Das ist mein Käpt'n< sagte Maxwell lächelnd. Dann machten sich auch die beiden auf den Weg zurück zu ihrem Schiff welches friedlich am Pier lag.
 

Kurz vor Sonnenaufgang war Clara bereits wach und stellte noch ein mal sicher das ihr Schiff bereit für die ungewisse Reise war. Die Mannschaft schien ihre Motivation zurück erlangen zu haben. Das Deck glänzte vor Sauberkeit und auch im Vorratsraum war alles geordnet gelagert. Kassandra die Navigatorin und Steuerfrau der Freiheit war bereits auf den Beinen. Sie lehnte an der Relling und schaute aufs Meer hinaus. Ihre Kapitänin gesellte sich zu ihr. >Morgen Kassandra, gut geschlafen< Etwas verschlafen drehte sie sich zu Clara. >Du kennst mich, wenn ich nicht genau weiß wo es lang geht kriege ich kaum ein Auge zu.< Ermunternd sagte Clara. >Mach dir keinen Kopf, Balgra wird uns ja begleiten und er kennt den Weg ganz genau.< Da sahen sie ihn bereits auf das Schiff zukommen, mit einem Stab in der Hand der mit mehreren Stoffbändern Umwickelt war. Jeden Einheimischen den er begegnete verneigte sich vor ihm, er schien hier wirklich schon lange zu Leben. Dies viel auch der Navigatorin auf. >Scheint den Leuten hier echt zu helfen, so freundlich wie sie ihn Begrüßen.< Zustimmend nickte ihr Kapt'n. >Aye, Propheten können sehr Einflussreich sein. Heute wird sich zeigen ob seine Worte auch der Wahrheit entsprechen. Komm, lass ihn uns willkommen heißen.< Beide verneigten sich vor Balgra und Begleiteten ihn aus Schiff. Als die gesamte Mannschaft wieder auf den Beinen war stellte Clara allen den Mann in Grau vor und erklärte ihnen wo die Reise hingeht. Seit ein paar Stunden folgten nun schon Clara und ihre Besatzung den Wind Richtung Westen aber noch kein Land war in Sicht. Während Clara regelmäßig überprüfte ob die Segel auch Richtig waren und sie noch auf Kurs der Karte waren stand Balgra der Navigatorin und Steuerfrau der ganzen fahrt über unterstützend zur Seite. Cassandra vertraute ihrer Kapitänin zwar aber nach Gefühl ein Schiff führen schien ihr doch etwas suspekt auch Maxwell der unter Deck das Kommando übernahm blieb misstrauisch gegenüber dem Propheten. Clara war hingegen optimistisch das sie diesmal endlich Erfolg haben werden. Nachdem sie zurück zu Cassandra ging fragte diese. >Capt'n wir haben immer noch kein bisschen Land gesehen, glaubst du wirklich wir fahren Richtig.> Balgra grätschte dazwischen >Geduld ist der Schlüssel. Wir werden unsere erstes Ziel bald erreichen.< Clara stimmte ihm zu. >Wir waren bereits Monate lang auf dem Meer und haben nichts gefunden. Hab noch etwas Geduld, ja.< >Na gut, wenn du meinst.< antwortete sie etwas genervt. Tatsächlich dauerte es nicht lange bis Ann aus dem Ausguck runter rief >LAND IN SICHT!< Alle rannten sofort aufs Deck, Maxwell schaute durch sein Fernrohr und war verblüfft. >Hunderttausend Höllenhunde ,genau wir er gesagt hatte! Scrab Island.< Käpt'n Clara grinsten bis über beide Ohren. >Danke Balgra!< >Noch ist es nicht Geschafft Kapitänin. Denkt an Morga's Schutz!< machte er ihr klar. >Ihr habt Recht.< sah Clara ein während sie sich zu ihrer Mannschaft drehte. >Hört mal alle her, sobald wir an der Insel vorbei sind wird uns die Strömung tragen. Ich brauche euch alle um das Schiff auf Kurs zu halten. Verstanden!< >Aye, Aye Käpt'n!!< brüllten alle Piraten an Board. Wie von dem Propheten beschrieben segelten sie südlich an Scrab Island vorbei als das Schiff wie von Geisterhand an Beschleunigung zunahm. Das Meer als auch der Wind trieben sie stetig voran, selbst das Wetter war heute auf ihrer Seite. Jedoch sollte sich dies schon bald ändern. Nach einer Weile bemerkten sie das die See immer unruhiger wurde. Der eben noch strahlend blaue Himmel verdunkelt sich stetig, dunkle Wolken erschienen mit grollendem Donner und hellen Blitzen. Das Unwetter der Seeschlange hatte die Freedom erreicht. Ohne darüber nachzudenken riss Clara ihr magisches Schwert nach oben, erneut fing es rot zu leuchten an. Doch dieses mal wurden keine Seile bewegt sondern die Masten des Schiffes festgehalten, damit die Segel stabil blieben. >Los packt mit an, wir müssen auf Kurs bleiben sonst sind wir verloren!< schrie die Kapitänin während sie versuchte gegen die Kraft des Sturms anzukämpfen . Die Mannschaft zog sofort an den Seilen um die Segel ebenfalls gerade zu halten. Der erste Maat eilte mit einigen anderen unter Deck um nach Löchern im Rumpf Ausschau zu halten. Kassandra konnte das Steuerrad gerade so halten >So ein Unwetter habe ich noch nie erlebt.< >Das ist auch kein normales, Morga schickt ihn damit sich niemanden Sturmauge nähern kann.< erklärte Clara erschöpft. >Passender Name würde ich sagen.<realisierte Kassandra. >Halte durch wir müssten bald die schwarzen Felsen erreichen, danach sind wir sicher.< versicherte sie ihr. >Gut, denn lange kann es das verdammte Ding nicht mehr halten.< Plötzlich traf eine gewaltige Welle das Schiff und riss die Navigatorin zu Boden. Das Steuerrad drehte sich wie verrückt. Maxwell war wieder auf dem Deck, er bekam alles mit. Durch sein Fernrohr erkannte er die schwarzen Felsen auf die sie gerade Wegs drauf zu steuern. Sofort rannte er zur Kapitänin, die diese Gefahr bereits erkannt hatte. Kassandra war inzwischen wieder auf den Beine und versuchte die Kontrolle über das Schiff wieder zu erlangen. >Wie müssen hier sofort weg.< sagte Maxwell panisch. >Das ist mir auch bewusst. Cäpt'n kannst du nicht dein Schwert benutzen?< fragte sie >Wenn ich jetzt die Segel loslasse, war es das mit der Freiheit.< erklärte Clara. >Ich werde helfen!< ertönte eine Stimme hinter ihnen. Balgra hielt seinen Stab nach vorne, dieser begann am Ende bläulich zu leuchten. Er schwang ihn über das Meer was eine weitere große Welle erschienen ließ die auf das Schiff traf, dadurch kamen sie an den schwarzen Felsen vorbei ohne Beschädigt zu werden. Verwirrend schauten die drei den Propheten an. >Ich kann in die Zukunft sehen das heiß aber nicht ich greife nicht auch manchmal ein wenn es sein muss.< Als alle verwundeten versorgt und das Schiff auf Schäden überprüft wurde hatte sich das Wetter bereits geändert.

Der Himmel wurde klarer, die Wolken verzogen sich und die Sonne schien als wäre nichts gewesen. Sie hatte tatsächlich den magischen Schutz der Insel überwunden, bereits am Horizont erkannten man Sturmauge in all seiner Pracht. Sie lagen nahe des Strandes an, mit einem Beiboot fuhren ein Teil der Crew mit Clara und Maxwell an Land. Ein großer Jungle lag vor ihnen, mithilfe der Karte konnte sie sich gut Orientieren. Die ganze unberührte Natur begeisterte sie, Clara schrieb alles was sie fand in ihr Buch während ihr erster Maat sich nach alten Schmuck umsah. Kurze Zeit später erreichten sie einige Ruinen, genau jene die auf der Karte Markiert waren. >Da ist es, wo nach wir so lange gesucht haben.< sagte Clara mit tränen in den Augen. Maxwell lag eine Hand auf ihre Schulter. >Weil du nicht aufgegeben hast. Ich habe das alles schon für Seemannsgarn abgetan aber du hast immer daran geglaubt.< Sie umarmte ihn und gab ihn einen Kuss auf die Wange. >Danke Max das du immer an meiner Seite warst trotz deiner Zweifel.< Er errötete. >Ja.. lass uns den Schatz sehen.< Die Kapitänin nickte zustimmend und beide wagten sich weiter vor. Auf ein Sockel lag eine schwarze Krone mit einem Symbol welches Clara sofort erkannte. Es war ein altes Relikt des Meeresgottes.

Das Ende..?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.02.2025. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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