LyraLyra Gabriel

Transformation

Fröhlich sitzen Anastasia und Jenny bei Sekt in einer kleinen Bar. Schäkern ausgelassen mit dem Barkeeper und freuen sich schon auf den Besuch im Schönheitssalon für ihre Botox und Hyaluron-Behandlung zur Optimierung ihres Aussehens.

Später, auf dem Weg zum Schönheitssalon, sehen sie ein seltsames, noch nie gesehenes kleines Wesen, das an einem Backsteinzaun eines Hauses klebte und seinen Körper zusammengerollt hat, als ob es sich verstecken wollte.

Igitt, eklig! Was ist denn das?

Beide beugen sich nahe zur Kreatur herunter, um sie näher zu betrachten.

Weiß, wie ein Albino, fast schon durchsichtig, Fisch-aussehend. Ein seltener Fisch?

Er bewegte sich.

Der stirbt hier, ruft Anastasia aufgeregt Jenny, hole aus der Bar ein Glas Wasser, beeile dich, ich bleibe hier.

Anastasia holt ein Papiertaschentuch aus ihrer Tasche und wickelt es sich um die Hand.
Mitleidig und leicht angewidert greift sie mit der im Taschentuch umwickelten Hand nach dem Fischwesen, um es aufzuheben, damit sie es ins Wasser setzen kann, sobald Jenny zurückkehrt.
Flink, jetzt mit zwei dünnen Beinen, die vorher nicht zu sehen waren, weicht das Wesen ihrer Hand aus und krabbelt wie eine Eidechse an der Backsteinmauer hoch. Es dreht seinen Kopf zu ihr und schaut mit schwarzen Augen, die wie Stecknadeln auf die blasse durchscheinende Haut gesteckt wurden, in ihre Richtung.

Sie greift wieder nach ihm, das Wesen lässt sich in ihre offene Hand fallen.
Mit der anderen Hand umschließt sie dessen Körper schützend und wartet auf das Glas Wasser, um es zu retten.
Nach allem, was sie erlebt hat, wundert es sie nicht, dass dieses Wesen, das wie ein farbloser Fisch aussieht, zwei Beine hat. Endlich kommt Jenny mit dem Wasser angerannt.
Anastasia öffnet ihre Hände und traut ihren Augen nicht. Ein hübscher, winziger Vogel, mit weißen Federn an den Flügeln bräunlich steht wackelig auf ihrer Hand.
Er schüttelt sein Gefieder, streckt seine dünnen Stelzenbeine, breitet seine Flügel aus und fliegt davon.

Fassungslos folgen die Freundinnen seinen Flug zu einem Baum, der die Mauer überragt. Von einem Ast aus blickt er in ihre Richtung.

Verwirrt schauen sich die beiden Freundinnen an und gehen wortlos weiter in Richtung Schönheitssalons.

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