Heiko Buchmeier

Apocalypse - zwei Geschichtchen

Als die Apokalypse noch jung war , und noch zu fuss ihre Kreise zog , begegnete sie eines tages einem Raubritter , der ihr den Weg verlegte. Der Ritter erkannte sie nicht , aber sie gefiel ihm gut . " Mein schönes Kind " , so sagte er , " Ich habe Hunger und Durst , und nun ich dich sehe , packt mich auch die Leidenschaft . Komm mit mir zum waldgasthof , da nehmen wir ein gutes Mahl und ein Zimmer für die Nacht . Gehorchst du mir , so soll es dein Schaden nicht sein. " Die Apokalypse sieht ihn freundlich an : " Eiei , Hunger hat er , da frag mich mal. Durstig ist er , das kann ich immer behaupten . Und mit Leidenschaft komme ich dir nahe . " So sprach sie , ergriff den Ritter und verschlang ihn mit einem Happen. Zurück blieben ein paar Knochen , eine nutzlose Rüstung und ein geborstenes Schwert . Das alles liegt heute wohl in irgendeinem Museum. Dann lief sie zum " Waldgasthof " und hinterliess neben den Rauchenden trümmern des Gebäudes 18 Leichen , die Wirtsleute nicht mitgezählt . Dann setzte die Apokalypse ihren Weg durchs Leben fort. ----- Eines Tages traf die Apokalypse auf eine Hütte im Wald . Neugierig trat sie ein , und fand eine Hexe , im Sterben begriffen auf einem alten moosbett hingestreckt liegend . Sie tötete die Hexe nicht , sah ihr nur beim Sterben zu . Danach trat sie das " Erbe " der Hexe an , denn die Hütte , sowohl alles was darin war , gefiehl ihr. So " erbte " sie zwei Pferde , stolz und Rassig , das ewine Schwarz , das andere Weiss . Sie nannte die beiden " Tag " und " Nacht " und fand auch Reitergewänder in denselben Farben . Eine Weile zog sie zum jeweiligen Pferd , das sie wählte , das gleichfarbene Gewand an . So überkam viele Menschen die Apokalypse wie aus heiterem Himmel . Nach einer Weile trug sie dann Schwarz zum weissen Pferd und umgekehrt . So traf sie die Menschen wie ein Blitz in der Nacht , oder wie Dunkelheit am Mittag . Sie fütterte die beiden mit Trümmerstücken und geborstenen Knochen , und tränkte sie mit Blut und Tränen . Sie führte die beiden fortan mit sich , und konnte ihre Kreise nun etwas schneller ziehen

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Heiko Buchmeier).
Der Beitrag wurde von Heiko Buchmeier auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.06.2025. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  Heiko Buchmeier als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Die goldene Bahre der Inkas von Peter Splitt



Eigentlich beabsichtigte Roger Peters, Inhaber einer Reiseagentur für Abenteuerreisen, ein paar ruhige Tage in Lima mit seiner peruanischen Freundin Liliana zu verbringen, bevor er zu abgelegenen Andenregionen zwecks Erkundigung neuer Reiserouten aufbrechen wollte. Das Auftauchen wertvoller antiker Kulturobjekte und das gleichzeitige mysteriöse Verschwinden eines befreundeten Kunsthändlers aus der Antikszene, stürzen Roger Peters jedoch in unvorhergesehene Abenteuer. Er begibt sich mit seinen Freunden auf die Suche nach alten Inkaschätzen und sieht sich schon bald mit einer international operierenden Hehlerbande für antike Kulturgüter konfrontiert

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Surrealismus" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Heiko Buchmeier

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Der verlorene Schatten von Heiko Buchmeier (Fabeln)
String „Z” – ein Königreich für ein Multiuniversum ! von Egbert Schmitt (Surrealismus)
Snowstar von Bianca Cranney (Zauberhafte Geschichten)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen