Es war vor vielen, vielen Jahren in einer kalten dunklen Nacht.
Da wurde in unserer kleinen Stadt eine schöne Frau brutal getötet.
Es gab nur wenige Zeugen, aber sie waren sich alle schnell einig.
Der feige Mörder, der da schnell wegrannte, der sah aus wie ich.
Man stellte mich vor ein Gericht. Der Richter, er sprach mich frei.
Ich sagte ihm, dass ich es nicht gewesen bin. Ich war woanders.
Ich weinte Tränen. Ich liebte diese schöne Frau, die jetzt tot war.
Sie hatte mit einem fremden Mann geschlafen, der sehr reich war.
Jetzt tauchte die ermordete Frau im schwarzen Schleier auf.
Sie streift ruhelos durch die Nacht, wenn der Sturmwind heult.
Und niemand weiß es, außer mir, der ich doch ihr Mörder war.
Ja, sie sucht mich überall, um mich zu holen. Ich höre sie stöhnen.
Als ich sie tötete, da lag ich in ihren Armen unten am großen Fluss.
Manchmal habe ich ihr Grab heimlich auf dem Friedhof besucht.
Sie stand im schwarzen Schleier vor mir, und ich erschrak heftig.
Ich sprach kein einziges Wort, obwohl es um mein Leben ging.
Ich bereute alles, aber es war zu spät. Sie griff nach meinem Herz.
Der kalte Wind heulte und sie vergoss bei meinem Tod keine Träne.
Dann lag ich ruhend in ihren Armen und wir waren wieder vereint.
Ihr langer schwarzer Schleier bedeckte jetzt mein kaltes Gesicht.
Niemand weiß, was in Wirklichkeit geschehen ist in unserer Stadt.
Ich wurde ein Mörder aus Eifersucht, denn sie hatte mich betrogen.
Manchmal, in kalter dunkler Nacht, stehe ich am Ort ihres Todes.
Sie hat mir vergeben, denn wir sind wieder zusammen, für immer.
(c)Heiwahoe

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.08.2025.
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