Bonn ist die Hauptstadt der Bonner Republik, also der alten Bundesrepublik. Das Bonner Münster ist dort die katholische Hauptkirche und gilt Wahrzeichen der Stadt. Es wurde im 11. Jahrhundert als romanische Stiftskirche St. Cassius und Florentius des Cassius-Stifts erbaut. Nach der Säkularisation des Stiftes zu Beginn des 19. Jahrhunderts und dem Abriss der benachbarten Pfarrkirche St. Martin im Jahr 1812 kam das Münster in den Besitz der Pfarre St. Martin. Seit 1956 trägt das Münster den Titel Basilika minor. Das Bonner Münster ist seit dem 31. Oktober 2021 wieder geöffnet, nachdem es seit dem Jahre 2017 generalsaniert wurde.
Zum Glück, muß man sagen. In fußläufiger Entfernung zum örtlichen Hauptbahnhof in der innerstädtischen Fußgängerzone gelegen, ist das Kirchgebäude wochentags auch außerhalb von Veranstaltungen für Besucher frei zugänglich.
Selbst nichtchristliche Touristen kehren dort in Scharen ein. Wer möchte, hat sich vorab informiert, wann die Führungen sind und nimmt daran teil.
Doch was erwartet die Besucher? Enthält das Kirchengebäude romanische und gotische, so überwiegen bei der Ausstattung barock Stilelemente. Sehenswert im Innern sind der Sekundärliteratur zufolge zwei Altäre aus Marmor (17. und 18. Jahrhundert), die Bronzestatue der Heiligen Helena, das Sakramenthäuschen, der Kreuzgang und die Krypta. Sieben Chorfenster wurden von Alexander Linnemann aus Frankfurt geschaffen.
Der westliche Teil der Krypta mit seinen quadratischen Kreuzgratgewölben stammt aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Der östliche Teil wurde von Gerhard von Are angebaut.
Der in der Krypta zu besichtigende Schrein wurde 1971 von Hein Gernot geschaffen.
Eine Falltür aus Bronze verschließt den Zugang zur Gruft. Sie ist nur während der Oktav des Stadtpatronenfest (10. Oktober) zugänglich. In der Gruft bedecken vier Marmorplatten Gräber, in denen die legendären christlichen Märtyrer Cassius und Florentius gelegen haben sollen, denen im 12. Jahrhundert Malusius als dritter Märtyrer zugesellt wurde. Die schwarzen Marmorplatten wurden 1701 von einem Kanoniker gestiftet.
Vier Erzbischöfe wurden im Bonner Münster beigesetzt:
Es gibt natürlich noch viel mehr zu bewundern – die geschnitzte Deckelkanzel, den Chorraum, die farbig-schlichte Glaskunst der Fenster, die Seitenaltäre sowie die Orgel seien hier als Beispiele zu nennen.
Die Kirche ist reichlich mit Kirchenkunst ausgestattet, ohne überfrachtet zu sein. Laut Sekundärliteratur gibt es auch im unmittelbaren Außenbereich der Kirche sehenswerte kirchenbezogene Kirchenkunst.
Bedingt durch die Baumaßnahme und andere Gründe ist der benachbarte Buchladen verlorengegangen. Bücher, Postkarten o. ä. sind also faktisch nicht erhältlich.
Ein Ort der Ruhe und inneren Einkehr mag die Münsterbasilika zwar nicht sein; allein die Innenausstattung ist aus kirchenkünstlerischen sowie kulturhistorischen Gründen aber sehenswert.
Dieser Text ist in Zusammenarbeit mit meinem Mann Andreas entstanden.
Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Felicia Rüdig).
Der Beitrag wurde von Felicia Rüdig auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.08.2025.
- Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).
web.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)Felicia Rüdig als Lieblingsautorin markieren

Wo die Vögel schlafen
von Sebastian Brinkmann
Nach einem Streit verschwindet Rastabans Bruder im Wald hinterm Haus. Er folgt und betritt eine fremde Welt.
Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!
Vorheriger Titel Nächster Titel
Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:
Diesen Beitrag empfehlen: