Katja Knaub

Der Vampir

Wie du mich von weitem beobachtest
- und ich weiß, dass du mich siehst
hinter die Fassade dieser Welt blickst
und in mich schaust wie kein anderer!
Mich verstehst, mit mir leidest, meinen Schmerz in dir spürst!

Unsere erste Begegnung – und wie sehr ich dich doch vermisst habe!
Und nun, nach all den Jahren bist du endlich gekommen.
Jetzt sei mein!
Lass mich dein sein!

Gefangen
In der Illusion dieser schmerzbringenden Welt!
Und nichts wird uns je wieder trennen können, denn die Zeit hat uns stark gemacht!
Leid, das uns wiederfuhr
Sünde, die wir begingen
Erkenntnis durch diese Sünde, durch sie allein!

Du und ich sind füreinander bestimmt,
und sollten alle Mächte dieser Welt uns zu trennen suchen -
so werden wir uns trotzdem wiederfinden.
Das Licht nie zu Gesicht zu bekommen, heißt auch nie in den Schatten stehen zu müssen
und selbst wenn diese Welt nicht mehr ist,
so werden du und ich immer noch eins sein bis in alle Ewigkeit und länger!
Denn darin liegt sie, unsere Macht!

Gib ihn mir, deinen todbringenden Kuss!
Dieses Leben ist nichts als trügerischer Schein,
hinter dem sich nichts als Einsamkeit verbirgt.
Ich will nichts als für immer dir gehören.
Nur dir, mein Herz!
Mein dunkler Engel!

So lassen wir diese Welt nun hinter uns,
hier gehören wir nicht hin,
genauso wenig, wie wir an jeden anderen Ort gehören.
Doch lieber mit dir in endloser Dunkelheit,
als allein in einer Illusion gefangen aus der es kein Entrinnen gibt.
Und sollte diese Sünde nun das Einzige sein, das uns zu retten vermach,
so zweifle nicht länger!

Verfluchte Moral,
Angepasstheit – ich will sie nicht länger,
Verlorene Unschuld!
- doch das eine zu verlieren, heißt meist noch viel mehr zu gewinnen!
Geliebte Freiheit, Geheiligte Erkenntnis!
Tu es, mein Herz!

Wenn Zärtlichkeit mit Schmerz verschmilzt,
Dich zu lieben und alles andere zu verachten,
erscheint die Welt in einem völlig anderen Licht.
Eingehauchtes Leben –
Verloren und neugewonnen!
Der Tod der Illusionen!

Wie ein letzter Blutstropfen sanft an meinem Hals herunterrinnt
und sanft zur Erde fällt,
so fällt auch alles um uns herum in einen dunklen Abgrund,
nur wir nicht!

Verlorene Unschuld!
Geheiligte Erkenntnis!
Geheiligte Sünde!

Und nun,
wird uns nichts je wieder trennen können!
Nichts im Himmel und nichts auf Erden!
Unser Reich!
Unsere Macht!
- die voller Herrlichkeit!

In Ewigkeit!

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