Elke Müller

Amerika...

Ja, du hast Recht, ich werde abgelenkt.“ Beide setzten sich ins Gras. Heika legte sein Gewehr gegen die Schulter, lächelte und musterte ihn stumm. Er schien ja richtig aufgeblüht. „ Also, weswegen bist du hier?“ Akamos zögerte, blickte zu Boden. „ Na ja, es geht um... , sie ist die Tochter von Häuptling Akecheta.“

Ich bin zwar nicht dein Aufpasser. Hast du dich etwa verliebt? Aber willst du es wirklich riskieren? Wer kopflos umher irrt, kann leicht seinen Kopf verlieren.“ Akamos nickte. „ Was habe ich schon zu verlieren. Kein anderer Mann wird sie haben wollen.“ „ Was ist mit Chaska. Wie ich weiß, hat er erst bei Akecheta vorgesprochen.“ Unbehagen und eine Empörung machte sich in Akamos breit. Seine Hand ballte sich zur Faust. „ Er ist ein Angeber, leider erkannt er es selber nicht.“ Wieder musterte Heika ihn. Akamos ist schneller zum Mann heran gereift, als es sein sollte. „ Ich kann dir nur eins sagen. Du musst deinen eigenen Weg gehen, aber höre dabei auf dein Herz und nicht immer auf deinen Kopf. Bedenke auch, die Menschen sind leicht aufbrausend, klagen, fordern und sind selten miteinander.“ „ Aber, es sollte auf dieser Welt noch Platz für Träume, Freundschaft und Ehre geben.“ Da stimme ich dir zu. Manchmal sieht man nur das, was man sehen will. Und manchmal sind es nicht große Kräfte oder Waffen, die uns helfen den Weg zu bestehen, sondern kleine Gaben der Erde, und ein offenes Herz, das bereit ist, dem Wunder zu vertrauen.“ Akamos fühlte sich ein wenig verloren und war nun noch schweigsamer geworden, um nicht den Spott, wegen seiner Verliebtheit zu bekommen. Doch musste er es aushalten, das man ihn als verliebt neckte, weil sein Herz überlief, seit er ihr begegnet war.

Chaska wollte seine Niederlage natürlich nicht einfach hinnehmen und Rache war ein starkes Motiv. Er hatte kaum Zeit sich etwas zu überlegen, also schob er Aponi die Schuld zu. Immerhin zeigte sie ihm weiterhin die kalte Schulter und seine Worte erreichen sie nicht. Er bat Häuptling Akecheta um eine Unterredung. Dieser war darüber verwundert, kam aber dennoch der Aufforderung nach. Man setzte sich gemeinsam am Feuer nieder. Chaska erzählte, wie von Akamos befürchtet, seine Geschichte vom Kampf mit Akamos Das dieser hergelaufene, alberne und dummer Aufschneider, ein Feigling war und bewusst versucht habe, Aponi auf seine Seite zu ziehen und schmückte dies mit reichlich Prosa aus. Akecheta hörte es schweigend an, erhob sich und blickte mit finsteren Blick auf Chaska nieder. „ Wenn dies war ist, wird sie wohl kein Mann, je haben wollen. Wenn du aber, wie eine Schlange mit eine falschen Zunge geredet hast, werde ich dich persönlich bestrafen.“ Nach diesen Worten verlässt er das Zelt. Chaska saß am Feuer, und starrte mit hasserfülltem Gesicht hinein, wobei seine Augen bösartig glänzten.

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