Gerne hätte ich erfahren, weshalb ich im Gefängnis bin und wie lange ich bleiben muss. Wen kann ich hier bloß fragen?
Ein Nazi wurde ermordet. Es darf jedoch nicht darüber gesprochen werden. Ich hoffe, dass ich nichts damit zu tun habe.
Ich muss hier wieder die Schule besuchen. Das ist ziemlich schrecklich. Der Englischlehrer fühlt sich bedroht, wenn ein Schüler zu viel weiß.
Ich treffe zwei Personen, die ich von draußen her kenne. Zwei Theologen, einen Mann und eine Frau. Der Mann, ein Freund von mir, erzählt mir, dass er Probleme mit seinem Vater hatte. Er bittet mich, ihm meine frühere Adresse aufzuschreiben. Ich kann mich aber weder an den Ort noch an die Straße erinnern. Auch der Name des Ortes, an dem ich inhaftiert bin, fällt mir nicht ein. Fange ich schon an, dement zu werden?
Alle essen. Ich will mir etwas holen, aber es gibt nichts mehr.
Ein Tagebuch könnte jetzt hilfreich sein. Ich könnte schreiben, um meine Gedanken zu ordnen.
Szenenwechsel
Im Nachbarort findet eine Primiz statt. Der Weg führt durch einen Dschungel. Immer wieder sind Hindernisse im Weg.
Ich gehe davon aus, dass viele Menschen an dieser Veranstaltung teilnehmen werden. Was für ein Irrtum! Ich bin die einzige Person im Kirchenraum. Was vorne stattfindet, bleibt mir schleierhaft. Wo finde ich hier einen Platz, an dem es nicht zieht?
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.11.2025.
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Entscheidung am Bahnhof Zoo
von Yvonne Habenicht
Die Geschichte spielt im Berlin der 90er Jahre.
Den beiden Freundinnen Andrea und Sigrid hat im Laufe weniger Monate das Schicksal übel mitgespielt. Mit dem Weihnachtsfest scheint sich eine positive Wende anzukündigen. Andreas Beziehung zu Wilfried Ruge, die anfangs unter keinem guten Stern zu stehen schien, festigt sich. Auch ihre Freundin glaubt in Wilfried ein verlässlichen Kameraden zu sehen. Beide Frauen nehmen ihr Schicksal optimistisch in die Hand.
Sie ahnen nicht, dass der Mann, dem sie vertrauen, ein gefährlicher Psychopath ist und insgeheim einen schaurigen Plan verfolgt. Auch, als sich Warnungen und Anzeichen häufen, wollen die Frauen die Gefahr, die von dem Geliebten und Freund ausgeht, noch nicht wahrhaben. Ausgerechnet Sigrids behinderte Nichte wird folgenschwer in den Strudel der schrecklichen Ereignisse gerissen.
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