Johannes Jagetsberger

Die Geschichte vom Nussknacker der nicht in den Krieg ziehen

Anmerkung des Autors, jedes Jahr schreibe ich 24 Geschichten als Adventskalender für meine Frau, heuer möchte ich ein paar davon mit euch teilen viel Spaß beim Lesen und verzeiht Rechtschreibfehler 

Dezember der erste 


Kennst du die schönen alten Nussknacker aus Holz? Mit den weit aufgemachten Mündern, und ihren schönen Galauniformen? Natürlich den jeder kennt die schönen Nussknacker die auf jeden Weihachsmarkt der Welt verkauft werden. Aber weißt du auch warum diese Nussbeißer eigentlich immer eine Militäruniform tragen? Der Grund warum diese Weihnachtsschmuckfiguren Uniformen tragen ist, weil sie alle Soldaten sind, Soldaten des Spielzeugkönigs. Vor vielen, vielen hundert Jahren, als alle Dinge auf der Welt noch ein Eigenleben hatten, beschloss der Spielzeugkönig, das Süßigkeitenkönigreich anzugreifen. Er stellte eine Armee auf, eine Armee aus Zinnsoldaten die mit ihren Kanonen vorne her marschierten. Tausende von kleinen buntbemalten Figuren tummelten sich vor dem Schloss des Spielzeugkönigs. Vor der Riesen Armee standen die großen Bärtigen Nussknacker sie waren die Offiziere des Spielzeugkönigreiches. Der Herrscher der Spielzeuge war überzeugt das es ein leichtes sein musste das Süssigkeitenreich zu unterwerfen, den die süße Armee bestand zum größten Teil aus Lebkuchenmännern und Lebkuchenkanonen.

Der grantige Spielzeugkönig rechnete damit den Feind in wenigen Tagen in die Knie zu zwingen.

Der große Krieg begann im August und spätestens zu Weihnachten sollte das Reich der Süssigkeiten bezwungen sein. Die Zeit verging und der Krieg forderte seinen Tribut auf beiden Seiten, Zinnsoldaten fielen oder wurden verwundet, Lebkuchenmänner verloren Körperteile oder zerbrachen. Es kam Weihnachten und der Krieg schien noch lange kein Ende nehmen zu wollen.

Im Spielzeugkönigreich wurden die ersten Bewohner böse auf ihren König der ihnen einen kurzen Krieg versprochen hatte. Der Herrscher der Angst um seine uneingeschränkte Macht hatte stellte eine neue Armee auf die gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt wurde, um jegliche revolutionäre Stimmung im Königreich zu unterdrücken. Das Köngreich der Süssigkeiten wehrte sich gegen die angriffe aus dem Spielzeugkönigreich, und es wurde von immer mehr umliegenden Reichen unterstützt, wie dem Kerzenreich oder dem Königreich der Dekoration. Die Monate und sogar Jahre vergingen und der Krieg nahm kein Ende auf beiden Seiten beklagte man immer mehr Opfer und Verwundete. Der Spielzeugkönig musste immer mehr neue Jahrgänge an Soldaten und Offizieren rekrutieren. So kam es das eines Tages ein Brief des Königs im Haus der Nussknackerfamilie Steubesand kam, bis jetzt wurde die Familie vom Kriegsleiden verschont, Vater Paul war zu alt um noch eingezogen zu werden, und Sohn Peter war bis jetzt noch zu jung für die Spielzeugarmee. Mutter Steubesand fürchtete den Tag schon lange an dem ihr Sohn in die Armee berufen werden würde, als Nussknacker war er ein Offiziersanwärter. Während die anderen Nussknacker in seinem alter es kaum erwarten konnten in den Krieg für den König ziehen zu dürfen war Peter immer anders. Er liebte es Gedichte zu schreiben im Gras zu liegen, er liebte die Tiere und überhaupt alle Lebewesen. Peter verabscheute die Gewalt, und als er zitternd den Brief des Herrschers las indem seine Einberufung ab Weihnachten geschrieben stand, weinte er bitterlichst. Seine Mutter umarmte ihn. Als sich Familie Steubesand etwas beruhigt hatte, beschloss Peter auf die Einberufung des Königs auch mit einem Brief zu antworten, er schrieb dem König. Die Worte die der junge Nussknacker an seinen Herrscher richtete waren folgende: So wahr ein Nussknacker nur ein Nussknacker ist, geschaffen um mit seinem großen Mund Nüsse aufzumachen, so wahr ist es auch das er kein Soldat sein muss nur weil er so aussieht, oder bin ich den ein König? Nur wenn ich mir eure Krone auf das Haupt setze? So wahr die Uniform aus mir keinen Soldaten macht, so wahr macht ihre Krone sie nicht zum König, ein wahrer Herrscher würde niemals sein Volk in so einen unnötigen Krieg schicken, er würde nicht wollen das seine Untertannen leiden müssen.

Krieg bringt nur Leid, den Krieg kennt keine Sieger nur Tote und Überlebende und die Überlebenden des Schreckens des Krieges wünschten oft sie hätten ihn nicht überlebt.

Auch wenn ich ein Nussknacker bin und auch wenn es meine Pflicht sein sollte in den Krieg zu ziehen so werde ich das nicht, sie mein König können mich bestrafen wie sie wollen sie können mich Hinrichten lassen aber ich werde nicht in den Krieg ziehen und dieses Leid für ihr Volk nicht weiter verlängern. Gezeichnet Peter Steuebesand Nussknacker.

Peter schickte den Brief an den Spielzeugkönig, der in wenige Tage später in seinem Thron sitzend las. Der Herrscher schickte sofort seine Leibgarde um den Nussknacker Peter Steubesand zu ihm bringen zu lassen. Die Leibgarde des Spielzeugkönigs brachte den Abtrünnigen genau am ersten Weihnachtstag des dritten Jahres es sinnlosen Krieges zum König. Peter, war überzeugt das er jetzt hingerichtet werden würde und er ertrug sein Leid mit Ruhe und Gelassenheit. Als der junge Nussknacker vor dem Thron des Königs kniete und auf sein Urteil wartete, stieg dieser vom Thron setzte seine Krone vom Haupt und setzte sie dem vor ihm knienden auf den Kopf. Bevor der Nussknacker oder einer der anwesenden Soldaten reagieren konnten sprach der Spielzeugkönig mit zittriger Stimme: das Lesen deiner Worte junger Nussknacker haben mir die Augen geöffnet aus reiner Gier und Langeweile zettelte ich einen Krieg an und sah nicht welches Leid ich meinem Volk damit antat. Du schriebst in deinem Schreiben eine Krone macht noch keinen König und du hast recht, ich kann nicht mehr König sein ich habe mein Volk hintergangen ich werde gehen und lege das Schicksaal des Spielzeugkönigreiches in deine Hände. Der Nussknacker erhob sich und schickte sofort alle verfügbaren Booten aus um den sinnlosen Krieg für beendet zu erklären und so endete an Weihnachten der große Krieg. Ende

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