Patchwork, die moderne Form der Familie auch Familie Bauer aus Wien ist eine moderne Patchworkfamilie. Die Mutter arbeitet halb Tags an der Kasse einer Supermarktfiliale und der Vater der ist sozusagen mit seiner Berufung verheiratet, Klaus Bauer arbeitet als Archäologe, mit anderen Worten er ist nie lange am selben Ort. Auch als er noch mit seiner Frau verheiratet war und mit dem Kindern Lisa und Paul in einem gemeinsamen Haus gemeldet war, war Klaus so gut wie nie zu Hause wie oft verpasste er aus beruflichen Gründen, Geburtstage Hochzeitstage. Der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte war als er letztes Jahr nicht da war als die kleine Lisa 2 Wochen ins Krankenhaus musste. Jeden Tag fragte das kleine Mädchen nach ihrem Vater, doch der war beruflich in Afrika auf einer Ausgrabung und obwohl er versprach den nächsten Flieger nach Wien zu nehmen schaffte er es nicht das er nach Hause kam. Das tägliche Fragen die täglichen Tränen, das war zu viel für seine Frau, das er sie immer wieder aufs neue enttäuschte das war so zum erwarten das war sie gewöhnt, aber das er die eigenen Kinder für seine Arbeit versetzte das war einfach zu viel. Es folgte eine schnelle einvernehmliche Scheidung, ohne Murren unterschrieb Klaus alles was seine Frau im vorlegte, und er war auch damit einverstanden, dass seine Frau das alleinige Sorgerecht bekam. Dafür ließ sie ihm an Weihnachten nach Hause kommen und wieder in ihrem alten Haus wohnen damit die Kinder trotzdem ein schönes normales Weihnachtsfest feiern konnten mit ihrer ganzen Familie. Das erste gemeinsame Weihnachten als Patchworkfamilie war beinahe so harmonisch wie früher, man aß gemeinsam, man sang gemeinsam und der Höhepunkt war die gemeinsame Bescherung. Ein großes Paket lag unter dem schön geschmückten Baum, am Namensschild stand in großen Buchstaben für die ganze Familie Bauer vom Christkind. Die beiden Kinder packten das große Paket gemeinsam aus und siehe es war ein Funkgerät, samt kleiner Antenne. Der Vater lächelte und meinte damit könnt ihr mir das ganze Jahr über funken, er schrieb auf einen Zettel seinen Funknamen auf Klaus Arch 01, und die Kinder klebten ihn auf das Funkgerät um ihn ja nicht zu vergessen. Dieser Weihnachtsabend war so schön für alle Klaus und seine Frau kamen sich auch näher sie scherzten und lachten, und am Ende des Abends tanzten sie sogar zusammen. Kurz nach Neujahr musste Klaus wieder abreisen, er verabschiedete sich von seinen Kindern und seiner Exfrau und er versprach nächstes Jahr spätestens an Weihnachten wieder zu Hause zu sein, und das er wann immer es ging per Funkgerät erreicht werden könne.
Unterm Jahr funkten Paul und Lisa fast täglich mit ihrem Vater. Sie können ihn immer erreichen egal wo auf der Welt er gerade ist. Manchmal funkte der Archäologe auch mit seiner Exfrau, dann lachen sie gemeinsam fast so wie früher, fast so als wären sie wieder verliebt. Im November funkt Klaus an seine Exfrau, er würde gerne etwas früher nach Hause kommen so um den 6. Dezember den Nikolaustag, natürlich nur wenn es für sie in Ordnung sei das er etwas früher als geplant kommen würde, er müsse nämlich nur noch diese eine Ausgrabung in der Türkei zu Ende bringen und dann könne er sich das Rest des Jahres frei nehmen. Seine Exfrau bejahte sein Begehren. Und Beide freuten sich, um die Freude bei den Kindern noch zu vergrößern beschlossen sie den Kindern nichts von der guten Nachricht zu erzählen sondern sie zu überraschen. Kurz vor dem Nikolaustag funkten Lisa und Paul am Abend wieder einmal mit ihrem Vater, sie fragten ihn wo er den gerade sei, er antwortete er sei in Myhra einer kleinen Stadt am Meer in der Türkei. Lisa die ältere der beiden Kinder kombinierte schnell, und meinte Myhra das ist doch die Stadt wo der Heilige Nikolaus wohnen würde, immerhin so habe sie im Religionsunterricht gelernt war der Nikolaus der Bischof von Myhra. Ja da stimmt antwortete Klaus seinen Kindern. Hier in Myhra erinnert alles an den Heiligen, und vor allem dort wo seine Ausgrabungsstätte war, den sie gruben hier im historischen Myhra. Da hatte Paul eine Idee er fragte seinen Vater ob er nicht wenn er den Nikolaus treffen würde ihn bitten könnte ihm und seiner Schwester einen Funkspruch zu schicken. Klaus musste lachen und er verabschiedete sich von den Beiden. Am nächsten Abend es war bereits der 4. Dezember saßen die Kinder wieder vor dem Funkgerät. Sie funkten Papa bitte kommen, Klaus Arch 01 bitte kommen Lisa und Paul hier, Papa bitte kommen. Auf der anderen Seite des Äthers war nichts als Stille, die Kinder wollten schon traurig aufgeben und das Funkgerät ausschalten, als Plötzlich ein Funkspruch rein kam. Hier NVM für Paul und Lisa in Wien, hier NVM Paul und Lisa bitte kommen. Die beiden Kinder erschraken vor dem Funkempfänger, sie wussten nicht recht ob sie jetzt ran gehen sollten, immerhin war da ein Fremder am anderen Ende, jemand den sie nicht kannten. NVM an Lisa und Paul bitte kommen, NVM mit Nachricht von Eurem Vater bitte kommen. HUH?? Eine Nachricht von Papa? Sofort nahmen die beiden Kinder den Funkempfänger ab. Lisa und Paul hier, Lisa und Paul an NVM. Hallo liebe Kinder hier spricht der Bischof von Myhra Nikolaus von Myhra, euer Vater der Archäologe Klaus Bauer hat mich gebeten euch eine Nachricht zu funken, und da er meinte das ihr immer brav wart, so habe ich beschlossen euch diesen Wunsch zu erfüllen. Die Beiden Kleinen staunten nicht schlecht, sie funkten hier tatsächlich mit dem heiligen Nikolaus zwei Tage vor dem Nikolaustag. Nachdem Lisa und Paul eine weile mit NVM gefunkt hatten, meinte dieser, weil ihr so wirklich herzige brave Kinder seit erfühle ich euch einen gemeinsamen Wunsch heuer, überlegt euch gut was ihr wollt. Die Beiden überlegten nicht lange. Lieber Nikolaus wir wünschen uns heuer keine Schokolade und kein Spielzeug, viel lieber hätten wir das unser Papa heuer schon früher nach Hause kommen würde, kannst du es nicht machen das er vielleicht schon am 6. Dezember deinem und seinem Namenstag zu uns kommen kann. Nach einer kurzen Denkpause des Bischofs von Myhra, sagte dieser mit seiner tiefen Stimme, ich kann euch nicht versprechen ob es mir gelingt euch diesen Wunsch zu erfüllen, aber da ihr immer so brav wart werde ich mein bestes versuchen das euer Vater am Nikolaustag bei euch ist.
Danach beendete NVM das Funken, und die beiden Kinder gingen nervös und voller Vorfreude ins Bett. Der nächste Tag verging für die Beiden wie im Fluge und am Morgen des 6. Dezembers warteten sie angespannt immer in der nähe der Haustüre. Die Mutter der Kinder fragte die zwei was sie den so nervöses hätten doch die Kinder meinten nur das sie auf etwas besonderes warten würden. Es wurde Abend und die Kleinen waren schon ziemlich aufgekratzt. Da klopfte es an der Eingangstür, die Mutter der die ja wusste das ihr Exmann vermutlich schon heute ankommen wurde, fragte überraschend tuend wer das den wohl sei zu später Stunde, die Kinder lachten den sie ahnten wer vor der Tür stehen würde. Sie öffneten die Tür und ihr Vater kam herein, er meinte Überraschung, doch die Kinder sagten nur, wir wussten das du kommst, wir wussten das der Nikolaus es schaffen würde das du schon heute nach Hause kommst. Vater Mutter und Kinder nahmen sich in die Arme und lächelten, und so konnte die Patchworkfamilie Bauer die restliche Advents- und Weihnachtszeit zusammen verbringen. Ende
Anmerkung des Autors aus meinem Adventskalender
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.11.2025.
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