Johannes Jagetsberger

Das kurze Leben und lange Sterben des Lebkuchenmannes

 

Das Leben des Lebkuchenmannes begann als Lebkuchenteigmaße, er wurde ausgerollt und dann ausgestochen. Der rohe Lebkuchenmann wurde auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gelegt.

Durch die Hitze des Ofens wurde aus dem rohen Lebkuchenmann ein lebendiger Lebkuchenmann.

Als er aus dem Ofen genommen wurde, wurde er noch verziert er bekam ein Gesicht mit Augen, Nase, Mund und Harren. Dazu noch ein schönes Hemd aus weißem Zuckerguss. Der fertig verzierte lächelnde Lebkuchenmann wurde nun zum abkühlen auf das Backblech zurück gelegt, und als er fertig abgekühlt worden ist, wurde er mit vielen anderen Lebkuchenfiguren gemeinsam in eine Blechdose gelegt in der er es sehr dunkel war. Jeden Tag wurde die Dose geöffnet und einige der Lebkuchenfiguren die alle über dem Lebkuchenmann lagen wurden herausgenommen, sie tauchten nie wieder auf. Der Lebkuchenmann wurde immer einsamer in seiner Blechdose und er fragte sich was wohl mit seinen Freunden passiert sei das sie nie wieder zurück kamen in die Dose.

Irgendwann war es dann soweit und die letzte andere Lebkuchenfigur wurde aus der Dose genommen. Jetzt war ein endgültig alleine in seiner Blechdose, und fühlte sich noch viel einsamer als je zuvor. Doch es dauerte nicht lange und die Keksdose in der er nun ganz alleine lag wurde wieder geöffnet, und der Lebkuchenmann wurde herausgenommen. Eine riesige Gestalt betrachtete den armen Lebkuchenmann und meinte dich habe ich mir zum Schluss aufgehoben, er nahm den armen Lebkuchenmann am Kopf und zack biss er ihm seinen Linken Fuß ab, danach legte er den Rest wieder in die Blechdose. Der arme Lebkuchenmann konnte es kaum glauben mit nur einen Fuß jetzt musste er den Rest seines Lebens herum humpeln und noch schlimmer er würde eine Lebkuchenkrücke brauchen. Der Lebkuchenann lag mit nur einem Bein in seiner Keksdose, und war ganz traurig weil im ein Bein fehlte. Nach einiger Zeit öffnete sich wieder der Deckel der Blechbüchse und wieder sah der arme Lebkuchenmann die große Gestalt. Die Gestalt nahm wieder den Kopf des Lebkuchenmannes in die Hand und wieder ratsch biss er ihm dieses mal das andere Bein ab. So legte er den beinlosen Lebkuchenmann zurück in seine Dose. Wieder lag der arme Lebkuchenmann ganz alleine in seiner Dose und war ganz traurig weil er jetzt gar kein Bein mehr hatte. So ganz ohne Beine dachte er sich brauche er ja jetzt einen Lebkuchenrollstuhl um sich fortbewegen zu können. So lag er nun in seiner Büchse ganz alleine in der Dunkelheit ohne Beine.

Und wie er so da lag und über den Rollstuhl nachdachte den er in Zukunft brauchen würde, öffnete sich wieder die Keksdose, und wieder kam die Gestalt diesesmal nahm er den Lebkuchenmann am Bauch und biss ihm ohne Vorwarnung einen seiner Arme ab. Danach legte der Gigant den kleinen Lebkuchemann wieder zurück in seine Dose. Ganz traurig ohne Beine und mit nur noch einen Arm dachte der Teigmann so bei sich, jetzt mit nur einem Arm da bringt auch ein Rollstuhl aus Lebkuchen nicht viel, den mit nur einem Arm da könnte er damit höchstens im Kreis fahren.

Was er jetzt brauchen konnte das war ein Lebkuchenmannpfleger ganz allein für ihm der ihn in seinem Lebkuchenrollstuhl durch die Gegend schieben konnte. Wenigstens so dachte der stets positive Lebkuchenmann hab ich ja noch einen Arm, so kann ich zumindest noch selbst essen und muss nicht gefüttert werden. Als er so darüber nachdachte wie das Leben wohl so ist mit einem Lebkuchenrollstuhl und einem Lebkuchenmannpfleger da kam schon wieder Gigant, nahm den Lebkuchenmann wieder beim Kopf und biss ihm auch noch den zweiten Arm ab. Der Gigant legte den Lebkuchenmann ohne Arme und ohne Beine zurück in seine Keksdose, wo der arme kleine Lebkuchenmann bitterlich zu weinen begann. Er weinte und schluchzte aber nicht weil er keine Arme und Beine mehr hatte, sondern weil er an den armen Lebkuchenmannpfleger denken musste der ihn jetzt nicht nur ihm Lebkuchenrollstuhl durch die Gegend fahren musste, sondern ihn jetzt auch noch füttern musste. Das weinen des Lebkuchenmannes in seiner Blechdose hörte der Gigant, er öffnete die Dose sah den armen Lebkuchenmann ohne Beine und ohne Arme an und dachte so bei sich, das ist wohl klar das der arme Teigmann weinen muss das ist doch kein Leben mehr ohne Armee ohne Beine, ohne Lebkuchenrollstuhl ohne Lebkuchenmannpfleger, und so nahm er den Lebkuchenmann und biss ihm den Kopf ab und aß auch den restlichen Körper um den armen Lebkuchenmann zu erlösen. Ende

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