Vorsichtig zerrte Isabella diese Hure von Sekretärin von Papa`s Schreibtisch herab und achtete aber dennoch darauf, daß sich " Frau Biedermaier " ( so hieß dieses Miststück ironischerweise ), nicht verletzte.
In Papa`s Büro stand drüben an der Wand eine gut gepolsterte Couch, worauf sie die Sekretärin verfrachtete und zusätzlich, sozusagen als kleinen Sonderdienst, auch noch deren Bluse zuknöpfte.
Wer weiß, wie oft diese Frau Biedermaier schon auf der Couch gelegen hatte, während Mamas Rinderschmorbraten zuhause im Ofen dahin kokelte.
Während Isabella, Frau " Comerzbankhure" auch noch mit einer leichten Wolldecke vor einer Unterkühlung schützte, bemerkte Sie, daß diese Frau auch noch einen solch wundervollen Geruch an sich hatte, welcher sogar das eigene Geschlecht nervös machte.
Isabella war wirklich im Zeitdruck und dennoch zwang sie deren eigene Frauenseele dazu, nach der Handtasche der Sekretärin zu suchen und tatsächlich befand sich dieses Geruchswunder der Duftfabrik in der Tasche.
THYRRIE MUGLER
Ausgerechnet dieser französische Modeschöpfer und Fotograph welchen Isabella so bewunderte, hatte seine kreativen Geruchsspuren auf dem Hals der Sekretärin hinterlassen.
Isabella liebte diesen Modeschöpfer aus Frankreich sehr, weil dieser Mann aussah wie ein skrupeloser Cagefigther aus der Wordchampionsliga und dennoch diese zarte Mode und diese geheimnisvollen Düfte kreierte, welche aus jeder Frau eine Göttin der Nacht machte.
Naja, oder eine Hure in der Verkleidung einer Sekretärin.
Jedenfalls beschloss Isabella, nachdem sie die Atmung des Vaters kontrolliert hatte, diesen in der höchst unbequemen Stellung, mit dem Kopf auf dem Schreibtisch liegend, momentan zurückzulassend.
Eine steiffen Hals sollte Papa schon als Bestrafung akzeptieren müssen.
Klara, die kleine Schwester musste nach Hause.
Während Isabella wieder die Treppe nach unten lief,und sich überlegte, ob eigentlich die Kameras der Bank noch liefen, weil immerhin ein leichter Lufthauch schon begonnen hatte, die 500-Euronoten zu verteilen, stieß die Schwimmerin mit dem Fuß an den Karton mit dem Geld, welches Diesen in die Nähe der Türe bugsierte.
Isabella war von Grund auf eine sehr ehrliche Frau aber irgendwie hatte Mama es verdient, sozusagen als Trostpflaster, sich über einen kleinen Zuschuß in der Haushaltskasse zu erfreuen.
Isi bückte sich unterm rauslaufen aus der Bank und stellte den Karton mit den Banknoten einfach in den Anhänger des Quad, in welchem Klara friedlich dahinschlief.
Immerhin konnte ja Jeder weitere Überlebende, an der Bank vorbeilaufen, das Geld sehen und sich fürstlich daran bedienen.
Also konnte Isabella für sich selber behaupten, einfach für Ordnung gesorgt zu haben.
Naja, und für Schadensersatz... wegen fremgeherischer Tätigkeiten.
von Papa.
10 Minuten später stand das Quad vor Isabellas Zuhause, und es erwies sich als absolut nicht leicht, Klara nach oben ins Kinderzimmer zu zerren, Klara vom Turndress zu befreien und der Schwester ein Nachthemd anzuziehen.
Isabella verfügte über enorme Körperkräfte und über gut trainierte Kondition.
Aber immerhin war es mittlerweile schon 4.00 Uhr Morgens und Isabella hatte noch einiges zu tun.
Der nächste Weg führte ins Einkaufcenter, wo Mama immer noch am Boden, im weichen Bett aus Daunendecken und Kissen lag.
Die Mutter nach unten zu zerren und in den Anhänger des Quad zu hiefen, war wirklich eine ziemliche Tortur.
Doch nochmals 30 Minuten Arbeit, 30 Minuten Nachtschicht in der einsamen Horrorwelt von Rosenheim und Mama lag ebenfalls friedlich dahinschlummend im Ehebett und wartete selig darauf, daß der Betrüger des Jahrhunderts, also Papa, nach Hause kam.
Und als Isabella, Papa, diesen übergewichtigen Betrüger... über die Treppe nach unten zerrte, fiel Ihr ein, daß da noch etwas zu erledigen war.
Die Handtasche von Frau Biedermaier, der "Betriebshure" der Comerzbank.
Isabella ergriff das Fläschen Parfüm.
Alien von Thierry Mugler würde Mutters Körperduft ziemlich aufpeppen.
Als später auch Isabellas Vater im Bett lag, ging die Sonne über Rosenheim auf.
Isabella war so unter Strom.
Isi spürte keine Müdigkeit und irgendwie stand Isabella unter psychischem Doping der Sonderklasse.
Sie wollte eine Runde durch Rosenheim drehen und Sie wollte in die Polizeistation um irgendetwas zu sehen.
Um irgendwie zu erkunden, was passiert war.
Als Isabella das Überwachungsvideo vom Max Josephsplatz ansah, begannen die Tränen wieder zu laufen.
Was war, wenn sie selber die einzige Überlebende auf diesem Planeten war ?
Was würde aus ihr werden ?
Isabella war es völlig klar, daß Rosenheim, daß ganz Bayern und auch ganz Deutschland... daß die ganze Erde mit unzähligen Toten übersäht war.
In den nächsten 3 oder vier Tagen würden alle schlafenden Menschen an Dehydrierung sterben.
Alle jetzt schlafenden Menschen würden im Schlaf verdursten.
Und dies brachte Isabella auf eine Idee.
5 Minuten später lief Isabella durch die Gänge des Rosenheimer Krankenhauses.
elektrolythaltige Lösungen (Ringer Lösung ) würde zumindest im Moment das Verdursten von Isabellas Familie verhindern.
Wie eine Magensonde gelegt wurde wußte Sie, weil im letzten Seminar an der Sportuniversität in Wien, genau dieses Thema ziemlich detailiert behandelt wurde.
Und daher war jetzt der Anhängerdes Quad ziemlich vollgepackt mit Schläuchen, Lösungen und sonstigem medizinischem Zubehör.
Als Isabella gegen 8.00 Uhr morgens die Beute aus dem Krankenhaus im Wohnzimmer verfrachtet hatte, als Isabella in einen komaähnlichen Tiefschlaf fiel, schlich der erste Hund durch Rosenheims Strassen, auf der Suche nach Futter...
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.02.2026.
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