Fritz Lenders

Alleine 6

... in der Polizeistation versuchte Isabella die Bilder von gestern, von etwa gegen 16.00 Uhr aufzurufen.
Aber was Isi anhand der Aufzeichnungen erkennen konnte, war lediglich ein lauter, etwa 4 Sekunden anhaltender Ton, vergleichbar mit dem großen Gong, oben am Kloster in Thailand.
Und zuvor war in den Videoaufnahmen so ein Gebrummel und Gesäuse zu hören. 

Einige Menschen blieben stehen und hoben horchend den Kopf nach Oben gegen Himmel, so als ob von dort oben Jemand zur Erde sprechen würde.
Und einige Menschen legten sich sofort, innerhalb der ersten Sekunde des Gonggeräusches zu Boden, Andere  wiederum waren erst nach dem vierten Gong dazu bereit, ein Nickerchen abzuhalten. 

Und am Max Josefsplatz krachte der Stadtbus schon gleich nach dem ersten akustischem Signal gegen die Glasfront der neuen Eisdiele.

Naja, der Besitzer der Gelateria ließ sich davon nicht aus dem Schlaf reissen.

Eigentlich fand Isabella mehr oder weniger heraus, daß der gesamte deutsche Dornröschenschlaf irgendwie mit diesem Gong zu tun haben musste.

Die Frage war , warum Isabella durch die Gegend laufen konnte ?

Angenommen, der Gong wäre gestern Nachmittag ertönt, während Isabella unter Wasser war und also nichts hören konnte, warum schliefen dennoch alle Menschen in der näheren Umgebung.
Es gab doch auch viele schwerhörige Menschen und einige Menschen würden zum Beispiel Musik per Kopfhörer anhören und schon alleine deshalb keine anderen Töne vernehmen.

Aber da entdeckte Isabella plötzlich, daß sich in den Schaufensterauslagen der Geschäfte der ganzen Fußgängerzone merkwürdige, unbekannte Zeichen fast unsichtbar wiederspiegelten.
Und als Isabella per Zoom, verschiedene glänzende oder spiegelnde Flächen betrachtete, erkannte Sie, daß fast überall unauffällige, flimmernde Symbole projiziert wurden.

Isabella, konnte im Wasser weder etwas sehen noch etwas hören.
Ausserdem hatte Isabella einfach unglaubliches Glück gehabt.

Glück ist zwar ein Begriff, welchen physikalische Theoretiker ablehnten.
Andrerseits galt es zu bedenken, daß unsere Milchstrasse über 500 Milliarden Sterne besitzt, welche vermutlich von Planeten umkreist werden.
Daß, fast einsam, den Gesetzen der Logig  wiedersprechend, unsere Erde dieses GLÜCK hatte, Sauerstoff und Wasserstoff in den geeigneten Mischungen zu entwickeln, war wohl der Wiederspruch aller " Glücksverleugner " schlechthin.

Im gesamten sichbaren Universum gelang es bisher dem Kepplerteleskop, gerade mal, eine Handvoll Exonplaneten zu finden, welche eventuell bewohnbar sein könnten.
Aber wirklich nur ganz, ganz, ganz vielleicht.

Vorausgesetzt, die Menschheit würde es schaffen, ein Raumschiff in diesem halbaren und leistungsfähigen Material herzustellen, welches eine Reise von eventuell 500 Jahren standhalten konnte.

Also insofern war der Zustand von Isabella sehr wohl mit Glück zu vergleichen. 

Isabella  fand in der Polizeistation mehrere handliche Maschienenpistolen und entschied sich, den Anhänger des Quad noch ein bischen aufzufüllen.
Außerdem würden auch diese Rauchgranaten und ganz besonders auch die Tränengasgranaten ziemlich hilfreich sein.

Und da fiel Isabella etwas ungeheuer Nützliches ein.
Steinschleudern.

Mit Karacho sauste Isabella noch mal rüber zum Waffen-Daurer  und holte sich aus der Auslage diese zwei Präzisionssteinschleudern oder auch Zwillen genannt und hinter dem Verkauspult fand Isi mehrere Schachteln dieser Stahlkugeln, welche sich lautlos durch die Luft schießen ließen, ohne Lärm zu machen.
Als Alternative hätte Isabella zwar auch gute Luftdruckgewehre zur Auswahl gehabt, aber dann wäre noch mehr Zeug rumzuschleppen.

Eine handliche Steinschleuder und am Gürtel ein Ledersäckchen mit hundert Kugeln war leicht zu  transportieren.

Jetzt noch mal rüber zum Rossman um die Betteinlagen und mengenweise Windelhosen und Einlagen für Erwachsene  in den Anhänger verfrachtet.

Auf dem Weg nach Hause machte Isi noch einen Zwischenstop im Kaufland, um sich mit Bodylotion, Franzbranntwein und Lippenbalsam einzudecken.

Immerhin, es galt eine Familie zu versorgen.

Und Isabella hatte Hunger und Durst wie ein Überlebensopfer in den Anden, welches den Flugzeugabsturz überlebt hatte.
Naja, Isabella hatte allerdings nicht vor, die Mitmenschen in deren Umgebung aufzuessen.
Zumindest jetzt noch nicht.

In dieser Sekunde hörte Isabella den kleinen, zarten Schrei eines Kindes.
Oder war es nur eine Katze ?
Oder der Hund von Vorhin ?

Oder ein Monster, welches Isabella mit verführerischem Babygeschrei in die Kinderabteilung locken
wollte ?

In der Kinderabteilung lag eine Frau auf dem Rücken, schlief und im Kängurusitz, vorne an der Brust der Frau..., krähte ein kleines Mädchen heraus...
 

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