Joseph Mayer ist mittlerweile 85 Jahre alt und war 45 Jahre lang als Bäcker tätig. Jeden Morgen stand er pünktlich um 4 Uhr 15 auf und ging nach dem Frühstück in die Arbeit.
Herr Mayer war ein überaus zuverlässiger Mitarbeiter des altbekannten Betriebes und hat sich während seiner gesamten Dienstzeit nie etwas zuschulden kommen lassen
Dann verkaufte der Besitzer ganz unerwartet die Stadt bekannte Backstube und Herr Mayer musste mit vielen anderen seiner Kollegen in den Ruhestand gehen.
Trotzdem stellte er auch in der Rente den Wecker immer auf 4 Uhr 15 ein, stand um diese Zeit auf, ging nach draußen, machte einen langen Spaziergang bis zu seinem ehemaligen Betrieb, der jetzt einsam und verlassen da stand und bald abgerissen werden soll, um Platz für ein Einkaufszentrum zu machen. Dann marschierte er wieder nach Hause zurück, um zusammen mit seiner Tochter zu frühstücken.
Einmal fragte sie ihren Vater: „Papa, warum stehst du immer so früh auf? Du bist doch jetzt in Rente und hast das einfach nicht mehr nötig. Ich verstehe das nicht.“
Der alte Mann zuckte ein paar Mal mit den Schultern und antwortete seiner Tochter: „Nun ja, weiß du, man braucht eigentlich immer einen Grund, um aufzustehen. Der Junior Chef hat die traditionsreiche Bäckerei samt Grundstück nach dem Tod seiner Eltern später dann verkauft, hat alles zu viel Geld gemacht und ist nach Argentinien ausgewandert. Er wollte einfach nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten. Es war seine Entscheidung. Tja, wie ich, wurden viele meiner alten Kollegen in die Rente entlassen. Einige davon sind bereits gestorben, andere weggezogen, wer weiß wohin. Manchmal ist die Routine eben das Letzte, was einem bleibt.“
ENDE
(c)Heiwahoe
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.02.2026.
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Das Vermächtnis der Wolkenkrieger
von Peter Splitt
War es wirklich Christoph Kolumbus, der Amerika als Erster entdeckt hat?
Genau diese Frage stellt sich der deutsche Abenteurer Roger Peters, als er den zunächst recht harmlos erscheinenden Auftrag übernimmt, im peruanischen Urwald nach einer versunkenen Stadt zu suchen.
Im Stillen hofft er während seiner Expedition entsprechende Beweise für seine Theorie zu finden. Fast schon zu spät erkennt er, dass ihm eine fanatisch-religiöse Gruppierung, sowie ein skrupelloser kolumbianischer Geschäftsmann auf Schritt und Tritt folgen. Welches Geheimnis verbirgt sich tatsächlich in den verlassenen Ruinen der Wolkenkrieger von Chachapoyas?
Welche Rolle spielt die undurchsichtige Sharone Rosenbaum, bei deralle Fäden im Hintergrund zusammenzulaufen scheinen…
Ein spannender Abenteuerroman, der hauptsächlich in der recht abgelegenen und bisher wenig besuchten Bergregion von Chachapoyas, Peru spielt, mit allen Mysterien der früheren prä-kolumbischen Hochkultur ( 1000 - 1400 nach Chr. ) sowie geschichtlichem Hintergrund
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