Jan stand kurz vor einem großen Abenteuer. Wahrscheinlich dem größten, in seinen 4 Lebensjahren. Da Papa keinen Urlaub in der Firma bekam, bat er den Sohnemann, Mama nach Spanien zu begleiten und gut auf sie aufzupassen.
Jan platze vor Stolz und hätte am Tag der Abreise fast vergessen, seiner geliebten Omi ein Abschiedsküsschen zu geben. In letzter Minute nahm er sie fest in den Arm – oder war es umgekehrt? – und gab ihr einen dicken Kuss. Auf dem Weg zum Auto drehte er sich noch einmal um, rief: „Machs gut Oma“ und winkte allen Zurückbleibenden der Familie zu.
Der erste Flug war für den kleinen Mann wahnsinnig aufregend. Was es da alles zu sehen und zu hinterfragen gab. Toll! Toll war auch der Swimmingpool im Hotel und der schöne Strand. Und dann erst das Essen. Jeden Tag Pommes, Eis und andere Leibspeisen. Hier konnte man es aushalten. Am Telefon bestätigte er seinem Papa stolz, dass er gut auf Mama aufpasst, bevor er mit dem Aufzählen seiner Eindrücke begann.
Die Woche ging viel zu schnell vorbei. Schon bald hieß es wieder Koffer packen und Abschied nehmen.
Zu Hause wurde seine Mama mit einer schlechten Nachricht empfangen. Jans geliebte Oma wurde am Vorabend in ein Krankenhaus eingewiesen. Ihr Zustand war so ernst, dass man sie in ein künstliches Koma versetzen musste. Bereits einen Tag später verstarb sie.
Jans Mutter überlegte lange, wie sie ihrem Sohn den Tod seiner Großmutter erklären sollte. Am Ende entschied sie sich für folgende Worte: “ Oma war im Krankenhaus und ist jetzt wieder gesund. Es geht ihr gut. Auch wenn wir sie nie mehr wiedersehen werden, ist sie immer bei uns“. Sie gab Jan ein Foto von ihr und ergänzte: „Du kannst mit Oma sprechen. Sie hört dir immer zu.“
Daraufhin setzte sich Jan vor das Bild und begann Oma zu erzählen, wie es im Urlaub war. Ein paar Tränchen liefen dabei über seine Wangen.
Noch für lange Zeit konnte man Jan jeden Abend hören, wenn er: „Gute Nacht, Omi. Träum was Schönes,“ sagte, bevor er einschlief. Das Bild steht heute noch neben seinem Bett.
Erzählung nach wahrer Begebenheit
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.02.2026.
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Nicht alltägliche Hausmannspost: Scherzartikel, Wortspüle und Küchenzeilen aus Valencia
von Siegfried Fischer
Lehrerin C. wird an die Deutsche Schule Valencia nach Spanien vermittelt. Etwas unvermittelt wird dadurch der mitausreisende Ehegatte S. zum Hausmann und hat nun mit Küche, Haus, Garten, Pool und der spanischen Sprache zu kämpfen.
Eines schönen Vormittags beginnt er seinen ersten Haushaltsbericht zu verfassen und als E-Mail an Freunde und Verwandte zu versenden.
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