Seit 30 Jahren verbringen wir unsere Nächte im gleichen Doppelbett.
Jeder hat einen Bereich, der nur ihm allein gehört. Die beiden Betten werden durch einen unmerklichen Spalt voneinander getrennt.
Grenzüberschreitungen sind hier aber möglich, ja meistens sogar erwünscht oder willkommen. Wenn man Glück hat, stößt man auf einen anderen Menschen, der einem in der Regel auch gewogen ist. Man kann den anderen necken, in den Arm nehmen, liebkosen und noch vieles andere mehr.
Fühlt man sich einmal einsam und von aller Welt verlassen, dann kann man sich schnell vom Gegenteil überzeugen. Wird man aufgeschreckt durch einen fürchterlichen Alptraum, dann weiß man, dass jemand da ist, mit dem man - wenigstens am nächsten Morgen - darüber reden kann.
Vor dem Einschlafen können noch Missverständnisse ausgeräumt werden. Ein Kuss vor dem Einschlafen gibt dir das sichere Gefühl, dass ihr euch noch immer gut versteht.
Schwierig wird es, wenn der Partner am Abend einen Termin hat und nicht zum verabredeten Zeitpunkt nach Hause kommt. Die innere Unruhe wächst, man macht sich möglicherweise Sorgen und stellt sich irgendein Unglück vor, das dann doch nicht eingetroffen ist.
Ein Doppelbett ermöglicht ganz viele Rollbewegungen und Körperdrehungen. Das Aufstehen fällt dann manchmal schwerer. Mehrere solcher Drehungen sind unter Umständen erforderlich, bevor man wieder den eigenen Ausstieg erreicht.
Warum sollte man auch aufstehen? Man fühlt sich nirgendwo so wohl als in der unmittelbaren Nähe des geliebten Menschen, von dessen Körperwärme man profitiert.
Wie sagt ein berühmter amerikanischer Schriftsteller (Philip Roth):
“Der schönste Ort auf dieser Welt ist die Hautoberfläche des Menschen, den man liebt!”
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.02.2026.
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Wir Kinder aus dem JWH
von Annett Reinboth
Mein Buch "Wir Kinder aus dem JWH", erzählt von meinen ersten 18 Lebensjahren.
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