Fritz Lenders

Alleine 14

...in den nächsten Tagen geschah einiges in Rosenheim.
Als erstes wurde das gesamte Gebäude des Kauflandes von Toten und auch von den Überlebenden befreit.

Im Büro des Centers enstand die Komandozentrale von Isabella und Lexi, beziehinhsweise  in der Ecke des Büro`s  stand Bienes Laufstall, in welchem das Baby zwischen den vielen Plüschtieren herumkrabbeln konnte.

Natürlich war Biene in keinster Weise damit einverstanden, dieses junge Leben schon als Sträfling in der Arrestzelle des Gitterbettes zu verbringen.
Oh nein !
Biene wusste sehr wohl, wie die ihren Willen durchsetzen konnte, um im Kängurusitz entweder an der Brust von Isabella oder wahlweise auch auch an Lexi`s  Brust herumgetragen zu werden.

Naja, strenge Erziehung sah anderst aus.
Oder anderst gesehen, konnte man beobachten, wie Biene es schaffte, zwei erwachsene Frauen zu verfügbaren Werkzeugen umzuwandeln.

Man konnte erkennen, daß Herrschaft oder auch Führungsqualitäten, nichts mit körperlicher Kraft oder Waffengewalt zu tun hatte.
Tyrannen und Diktatoren entwickelten sich per eisernem Willen in die obersten Ränge der Gesellschaft.

Und Biene war der süsseste und einzigartigste Diktator weltweit.
Zumindest war dies der Gedanke von den beiden Frauen.
Momentan bestand die Erdbevölkerung aus drei Menschen.
Isabella, Lexi und Diktator-Biene.

Der momentane Tagesablauf war so, daß Vormittags die Toten in die Kühlanlagen verfrachtet wurden, Nachmittags die Überlebenden mit Wasser besprenkelt wurden und am frühen Abend oben im Büro des  Kauflandes Strategien besprochen wurden, wie in der nächsten Zeit vorzugehen sei.

Drüben im Haus schliefen die Eltern friedlich im Bett und Klaras Zustand hatte sich erholt.

Klara, als auch die Eltern  hingen ebenso am Glukosetropf wie auch Papas Sekretärin, welche jetzt, geschützt durch die Windelhose für Erwachsene, nicht mehr ganz so verführerisch aussah.

Isabella und Lexi erwogen in den nächsten Tagen umzuziehen in eine Villa, drüben am Waisenhausberg.
Erstens verfügte das Anwesen über gute, stabile Türen im Gartenbereich als auch am Eingang und zudem war ein grosser Indoorpool vorhanden, welcher Isabella wenigstens ein kleines bischen an das frühere Schwimmtraining andocken lies.

Diese Villa würden Isi und Lexi in eine Festung der Einsamkeit verwandeln.
Natürlich unter der Aufsicht von Biene.

Der momentane Aktionsradius von den zwei Frauen  belief sich eigentlich nur von Kolbermoor bis nach Rosenheim zum  Schlossberg.
Es ergab auch keinen Sinn, durch die weitere Umgebung zu fahren, weil zuerst hier in der Stadt Ordnung einziehen musste.

 Zumindest den Möglichkeiten entsprechend.

Die wichtigsten Strassen waren wieder passierbar, weil Isabella und deren Überlebensstrategin Lexi,  Auto für Auto zur Seite gefahren hatten und die Menschen aus den Autos entweder in die Turnhallen oder in die Kühlanlagen verfrachtet hatten.
Je nach Bedarf.

Das Aussehen der beiden Frauen hatte sich auch ziemlich verändert.
Beide trugen diese praktischen Overalls und am Gürtel an der Taille hingen sowohl Waffen als auch Funkgeräte.

Die 70iger Jahre ließen grüßen, als noch Jedermann auf CB-Funk schwörte.

Da weder Isabella noch Lexi besonders erfahren im Umgang mit Computern waren, kam auch kein Fortschritt zustande, diese merkwürdigen Nachrichten im Internet betreffend.

Aber es gab etwas völlig Neues, was die zwei Heldinnen beschäftigte.
Der Hubschrauber vom ADAC.

Seit Tagen büffelten die  Beiden wie verrückt an den Schulungsunterlagen, den Flugschein für Helikopter betreffend.

Isabella war klar, daß sich mit dem Helikopter der Aktionsradius erheblich vergrössern ließ.

 Aber ein Flugschein war eben kein Autoführerschein.

Doch immerhin, nach 3 Tagen intensiven lernens...,  ertönte zum ersten mal das Rattern der Rotoren.
Und nach weiteren 3 Tagen, wagten es Isi und Lexi zum ersten mal, bis in eine Höhe von 3 Metern aufzusteigen und  drüben auf der Wiese, einmal im Kreis herumzufliegen.

Gemeinsam schworen sich die zwei Frauen, immer im sicheren Bereich von höchstens 3 bis 4 Metern zu fliegen.

Im Falle eines Absturzes, wäre in diesen Höhen das Überleben ziemlich gesichert.

Doch da Isabella und Alexandra eben Frauen waren, bewegte sich schon nach einer Woche der Helikopter zügig am Himmel umher und war selten in Höhen unter einhundert Metern unterwegs.

Es lag an den Hochspannungsleitungen.
In Höhen zwischen 20 bis 40 Metern wurde jede Hochspannungsleitung zur potentiellen Bedrohung.

Die wichtigste Aufgabe von den zwei Frauen war es, jeden  Flugplatz in der Umgebung ausfindig zu machen, damit jederzeit ein Tankstop gewährleistet war.

Als die Beiden in Begleitung von Biene über Neubiberg flogen, entdeckten Sie eine ganze Armada von Hubschraubern. 

Daher waren jetzt, kurz darauf zwei Helikopter am Himmel zu sehen, welche in Richtung Waisenhaus  dahinratterten.

Die Villa am Kinderheim war mittlerweile gesichtert wie ein Hochsicherheitsgefängnis. 
Direkt an den Fenstern neben dem Eingang waren zwei schwere Maschienengewehre positioniert und  das ganze Haus war  mit Waffen ausgestattet, als wenn jederzeit ein Krieg ausbrechen würde.

General " Biene" koordinierte die Armee, aus zwei Soldaten bestehend...

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.03.2026. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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