Polyamouröse Menschen können sich in mehr als nur in eine Person zur gleichen Zeit verlieben. Sie führen also romantische und / oder sexuelle Beziehungen mit mehr als einer Person. Wichtig ist jedoch, daß alle Beziehungs- bzw. Sexualpartner mit dieser Beziehungsform einverstanden sind.
Polygam bedeutet das Führen mehrerer Ehen (auch Vielehe genannt) oder Partnerschaften gleichzeitig; das Gegenteil heißt monogan.
(fiktiver Teil)
Unsere Gesetze müssen geändert werden. Die rechtlich vorgeschriebene Monogamie muß abgeschafft, die Polygamie erlaubt werden.
Diese Forderung erhebt Angelika schon lange. Und das – aus ihrer Sicht zumindest – aus gutem Grunde.
„Heinz-Eberhard heißt der Mann, den ich eigentlich liebe,“ beginnt sie ihre Begründung. Er sei Diplom-Archivar von Beruf, und sehe auch wie ein typischer Vertreter seines Berufsstandes aus: klein, schmächtig, blasse Haut, dünnes, strohiges und hellblondes Haar, ständig tropfende Nase.
Mit ihm führe sie eine gut-bürgerliche Ehe mit streng geregeltem Tagesablauf: „Heinz-Eberhard hat feste Vorstellungen davon, wann was zu passieren hat – aufstehen, essen, zur Arbeit, wieder nach Hause kommen, fernsehen, ins Bett gehen. Wenn es nicht so läuft, wie er möchte, hat er schlechte Laune.“
Dann wünscht sie sich Hans-Dagobert herbei, ihre zweite große Liebe, wie sie gesteht.
„Hans-Dagobert ist so ganz anders als Heinz-Eberhard. Ein richtiger Draufgänger, und wagemutig. Er ist groß gewachsen, muskulös, ein feuriger Liebhaber im Bett. ER hat einen fordernden Blick und kann küssen.“
Schaut Heinz-Eberhard sie mit seinem traurigen Blick an, bekommt Angelika schnell ein schlechtes Gewissen. Soll sie ihrem Göttergatten schon wieder gestehen, daß sie – im Geiste oder tatsächlich – schon wieder hintergangen hat?
„Könnte ich mit beiden geliebten Menschen verheiratet sein, hätte ich nie mehr Schuldgefühle,“ ist sich die Dame mittleren Alters sicher.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.03.2026.
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