Heinz-Walter Hoetter

Jarons Vision

 

 

 

Der siebzehnjährige Junge namens Jaron lebte in der faszinierenden Stadt Neon-City, die sich auf dem Planeten Nova-Prime befand, der irgendwo da draußen in einer weit entfernten Galaxie im unendlichen Universum lag und zwei wunderschöne Doppelsonnen hatte, die ihn allerdings in unterschiedlichen Entfernungen mit Licht und Wärme versorgten.

 

Neon-City war in jeder Hinsicht eine hypermoderne Stadt, mit zahllosen futuristischen Gebäuden, die bis weit in den blauen Himmel hinein ragten. Es gab sog gut wie keine Straßen, dafür waren aber überall fliegende Fahrzeuge unterschiedlichster Bauart zu sehen, die in mehreren Flugetagen fast geräuschlos in alle Richtungen dahin schwebten.

 

Jaron liebte es, die Welt um sich herum mit seinem persönlichen Roboter Qubick zu erkunden, der sein ständiger Begleiter war und den Auftrag hatte, auf Jaron tagsüber immer gut aufzupassen, damit ihm nichts passierte. Gefahren lauerten ja überall in Neon-City, in der die verschiedenartigsten Kreaturen lebten, die aus allen Ecken ihrer Galaxie in diese futuristische Stadt gekommen waren.

 

Jaron hatte auch eine besondere Vorliebe für Science-Fiction Geschichten, die sich mit Zeitreisen beschäftigten, was den Jungen immer wieder ganz besonders faszinierten.

 

Eines Tages erhielt der junge Mann einen seltsamen Brief mit einer geheimen Einladung, in der stand, dass man ihn auserwählt hätte, damit er an einer Reise durch Raum und Zeit teil nehmen könne. Er müsse sich nur an einen ganz bestimmten Ort begeben, wo eine funktionstüchtige Zeitmaschine stehen würde, um mit ihr an einer geheimen Expedition teilzunehmen.

 

Das Ziel dieser Zeitreise würde man ihm beim Eintreffen am vereinbarten Ort dann bekannt geben.

 

Jaron machte sich noch am gleichen Tag auf den Weg und folgte den Koordinaten zum vereinbarten Treffpunkt. Er konnte es kaum erwarten, an diesem aufregenden Abenteuer teilzunehmen.

 

Als er den Ort erreicht hatte, fand er tatsächlich eine große kugelförmige Zeitmaschine vor, die bereits mit geöffneter Einstiegsluke auf ihn wartete. Eine freundliche Stimme forderte ihn dazu auf, in ihrem Innern Platz zu nehmen, wo schon mehrere andere Teilnehmer auf ihn warteten, die ihn sogleich freundlich und erwartungsvoll begrüßten. Offenbar war die Mannschaft jetzt komplett.

 

Jaron machte es sich in seinem Schalensitz bequem und legte die Sicherheitsgurte an. Dann schloss sich die Einstiegsluke automatisch und die Zeitmaschine setzte sich kurz darauf vibrierend in Bewegung.

 

Wie lange sie unterwegs war, konnte Jaron nicht sagen, da er in einen tiefen Schlaf verfallen war. Nach einer Weile wachte er wieder auf und bemerkte, dass die Zeitmaschine gelandet war.

 

Plötzlich öffnete sich die mannshohe Einstiegsluke und eine Stimme forderte alle Teilnehmer auf, die Zeitmaschine zu verlassen, um auf einen Erkundungsausflug zu gehen.

 

Draußen wurde Jaron von einem durchsichtigen Hologramm empfangen, das ihn, zusammen mit den anderen Teilnehmern, durch eine geheimnisvolle Welt führte. Sie sahen viele unbekannte, geisterhaft daher schwebende Kreaturen, die an ihnen langsam vorbei zogen.

 

Bunte Lebewesen in allen Farben flogen durch die Luft und überall konnte man wunderschöne Melodien hören, die von versteckten Chören gesungen wurden.

 

Alle Anwesenden aus der Zeitmaschine waren von der Schönheit und der Einzigartigkeit dieser unbekannten Welt überwältigt.

 

Die Hologramm-Gestalt wies plötzlich auf eine Ansammlung von Ruinen hin, die hier einst von unbekannten Kreaturen bewohnt worden waren, die eine besonders aggressive Spezies gewesen war, aber aus irgendwelchen Gründen plötzlich ausstarben. Die Ruinen wurden jetzt von Pflanzen aller Art stark überwuchert, die alles verdeckten, sodass man die verfallenen Gebäude fast nicht mehr als solche erkennen konnte.

 

Dann erzählte die Gestalt weiter, dass hier einst vor langer Zeit eine überaus gut entwickelte Zivilisation den Planeten bewohnte habe, dann aber plötzlich verschwand. Man habe heraus bekommen, das diese Wesen ihre eigene Welt selbst zerstört haben und auf ihr nicht mehr leben konnten. Den Planeten nannten die Bewohner Erde und bezeichneten sich selbst als Menschen.

 

Als die Führung später ihrem Ende entgegen kam, bat die Hologramm-Gestalt alle Teilnehmer noch darum, wieder in der Zeitmaschine Platz zu nehmen, damit die Rückreise nach Nova-Prime eingeleitet werden könne.

 

Es dauerte nicht lange, da hatten alle Passagiere wieder ihre Plätze eingenommen, sich vorschriftsmäßig angeschnallt und schon bald setzte sich die Zeitmaschine unter leichten Vibrationen in Bewegung.

 

 

***

 

 

Der siebzehnjährige Junge namens Jaron lebte in der faszinierenden Stadt Neon-City, die sich auf dem Planeten Nova-Prime befand, der irgendwo da draußen in einer weit entfernten Galaxie im unendlichen Universum lag und zwei wunderschöne Doppelsonnen hatte, die ihn allerdings in unterschiedlichen Entfernungen mit Licht und Wärme versorgten.

 

Jaron lag mit geschlossenen Augen in einem schwebenden Liegestuhl draußen auf der vom Sonnenlicht überströmten Terrasse des Hauses seiner Eltern und entfernte gerade den silberfarbenen Helm seines summenden Traumgenerators von seinem Kopf, weil seine Mutter nach ihm laut rief, er solle endlich rein kommen, da alle auf ihn warteten, damit sie mit dem Essen anfangen könnten.

 

Jaron erhob sich träge vom Liegestuhl, dachte noch etwas benommen über seine seltsame Vision nach, die er mit Hilfe des Traumgenerators so plastisch erlebt hatte, riss sich aber dann zusammen, um sein Bewusstsein schließlich ganz von der realen Wirkung der Vision zu lösen und begab sich ins Haus seiner Eltern, wo er am gedeckten Esszimmertisch Platz nahm.

 

 

 

 

ENDE

 

(c)Heiwahoe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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