Fritz Lenders

Alleine 18

...natürlich hatten weder Isi noch Lexi eine Ahnung, was sich in Japan im Moment abspielte.
Japan hatte die Jahre zuvor schon mit der Fokusima-Katastrophe genug zu kämpfen gehabt.

Doch die schlafenden japanischen Leute nahmen das erneute zerstörerische Bersten des Kühlsysthemes mit gelassenheit auf.

Obwohl die meisten Schlafenden ohnehin schon gestorben waren.

Dehydrierung und Wärmeverlust ließen so gut wie alle Japaner  in den Himmel der Kirschblüten schweben.

So gesehen war es kein unangenehmer Tod.
Aber dennoch gab es einige wenige Überlebende, weil der Mensch schon von Haus aus auf Wunder programiert war.
Schon immer gab es Überraschungen, welche rational nicht zu erklären waren.
20 Tage ohne Nahrung und Wasser konnte eigentlich Niemand überleben.

Dennoch zog die Erde es vor, die wenigen Wunderkinder des japanischen Nipponreiches zu entfernen, indem eben der Kernreaktor die Insel mit grünem Schlafmittel überzog.
Ab jetzt gab es auf Japan keine Menschen mehr und die Tiere, welche natürlich ebenso atomar verseucht waren, begannen sich gegenseitig aufzufressen.

Die Vögel trugen zusätzlich die Uranverseuchungen rüber aufs Festland und bescherten China unliebsame Überraschungen.
Wärenddessen bereiteten sich Isabella, Biene, Alexandra und der befreite Straftäter aus Stadelheim auf einen Kurztrip nach Kufstein vor.

Und  knapp 3 Kilometer hinter der österreichischen Grenze erblickte das Quartett schon die glänzende Beleuchtung in einem Modegeschäft.

Isabella schlug vor, die Computer der Raiffeisenbank zu benützen, weil üblicherweise Banken die leistungsstärksten Geräte zur Verfügung hatten.

Aber auch nach 4 Stunden recherchieren im Computersysthem , konnte Leo nicht viel mehr Informationen herausziehen, als auch schon Tage zuvor Isabella und Lexi.

Biene gab natürlich wieder den typischen Kommentar dazu, mittels glucksendem Lachen und dem anschließendem Krähen nach Futter.

Wieder 2 Stunden später betraten die Vier, zurück in Kolbermoor das Stadtkaffe und versuchten den Kaffeeautomaten in Gang zu bringen.

Die Hoffnung, jetzt nach 20 Tagen, in der Kühltheke noch essbaren Kuchen zu ergattern, zerschlug sich natürlich. Und ohne Strom verweigerte auch der Kaffeeautomat den Dienst.

Aber das wichtigste Ziel war natürlich der grosse REWE-Markt im alten Spinnereigelände.

Es war soviel Babynahrung wie möglich zu erbeuten und ausserdem wollten die Vier erkunden, ob es in der Spinnerei Notstromaggregate gab.

Immerhin versorgten früher die Spinnerei-Elektrizitätsanlagen grosse Teile Kolbermoors mit Strom.
Vielleicht wäre dies auch jetzt noch möglich ?

Aber  es gab keine grossen Aggregate mehr.

Also  zurück ins Kaufland und Unmengen an Benzinkanister mit Sprit aufgefüllt, damit wenigstens drüben beim Waisenhaus etwas Strom produziert werden konnte.

Nebenbei funkte sich im Haus die Sendeanlage des CB-Kanales fast zu Tode.

Aus allen Regionen Europas kammen Meldungen von Überlebenden.

Auch aus Wien funkten die Menschen in Richtung Rosenheim.
Als Isabella das Haus betrat, konnte sie gerade noch die letzten Hilferufe hören.

Wien , Aspernstrasse, private Funkanlage.

Isabella sprach seit drei Wochen zum ersten mal mit einem fremden Menschen.

Im Moment klang der wiener Dialekt für Isabella wie eine Sinfonie von  Beethofen.

Isabella, ALexandra, Biene und der Sträfling tanzten vor Freude durch das ganze Haus. 

Morgen würden Sie sich in Linz mit zwei Überlebenden aus Wien treffen.

Dann waren sie immerhin schon mal 6 Personen, welche Pläne schmieden konnten.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.03.2026. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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