Insa Rugen

Elisabeth

Kapitel 1

Komtess Elisabeth war sechs Jahre alt. Sie war ein sehr hübsches kleines Mädchen mit blonden langen Haaren und blauen Augen. Ihre Eltern Graf Georg und Gräfin Viktoria von Hohenems erfüllten ihr jeden Wunsch, denn Sie war ihr einzige Tochter. Später sollte Sie einmal den Titel, das Schloss und das gesamte Vermögen erben. Das Grafenpaar war hoch angesehen in ihren Kreisen, denn Sie waren eng mit der österreichischen Kaiserin Gisela befreundet. Daher waren Sie oft auf Reisen und konnten sich nur wenig um Elisabeth kümmern. Die Erzieherin Baronin Helga Biedermann kümmerte sich aber liebevoll um die kleine Komtess.
Eines Tages wurde ein großes Fest auf dem Schloss gegeben zu dem auch die österreichische Kaiserin mit Kronprinz Maximilian anreiste. Der Prinz war nur ein Jahr älter als Elisabeth. Die beiden Kinder verstanden sich sofort. Während auf dem Schloss gefeiert wurde spielten Elisabeth und Maximilian mit Baronin Helga. Leider musste Kaiserin Gisela am nächsten Tag schon wieder nach Wien und nahm ihren Sohn mit. Elisabeth war sehr traurig. Sie hatte noch nie vorher einen Spielkameraden in ihrem Alter gehabt. Eigentlich hatte sie überhaupt keine Freunde. Die meiste Zeit verbrachte Sie mit ihrer Erzieherin. Trotzdem war Sie sehr glücklich auf Schloss Hohenems.
Aber kurz nach ihrem siebten Geburtstag wurde ihr Glück auf einem Schlag zerstört. Ihre Eltern wurden durch einen Bombenanschlag getötet. Es war eine Gruppe Terroristen Names ,,Freies Bayern’’ gewesen, die Bayern von den Adeligen befreien wollten. Ein paar Tage später kam ein Brief von den Terroristen ins Schloss. Darin stand, dass Elisabeth auf ihren Titel, das Schloss und ihr Vermögen verzichten sollte und Bayern verlassen sollte. Ansonsten würde Sie getötet werden wie ihre Eltern. Baronin Helga hatte große Angst um die Komtess. Sie kam zu dem Entschluss Elisabeth zu ihrer bürgerlichen Großmutter zu bringen. Diese Idee gefiel Elisabeth überhaupt nicht, weil Sie die Großmutter nicht kannte. Gräfin Viktoria hatte sich viele Jahre vor Elisabeths Geburt mit ihrer Mutter zerstritten und seitdem kein Wort mehr mit ihr gesprochen. Trotzdem war Katharina Schwarze bereit ihre Enkelin aufzunehmen. Sie freute sich sehr auf das Kind. Es wurde vereinbart, dass Baronin Helga Sie mit dem Flugzeug nach Hannover brachte, wo Elisabeth von ihrer Großmutter abgeholt werden sollte.



Kapitel 2
Am Anfang hatte Elisabeth große Angst vor der streng aussehenden alten Frau. Aber als Sie in Klein Bramstedt angekommen waren freundeten die beiden sich schnell an. Elisabeth durfte ihre Großmutter Oma nennen. Von nun an musste die Komtess in eine richtige Schule gehen. Vorher war Sie von der Baronin unterrichtet worden. Die Schule kam ihr sehr fremd vor. Sie durfte niemanden sagen das Sie eine Komtess war und musste sich Elisabeth Schwarze nennen. Auch ihre schönen Kleider durfte Sie in der Schule nicht anziehen. Statt dessen kaufte ihre Oma ihr einfache Hosen und Pullover. Nach ein paar Tagen freundete Sie sich mit einem rothaarigen Mädchen namens Anne an. Die beiden waren von nun an unzertrennlich. Anne half ihr oft bei den Hausaufgaben. Viele Dinge hatte Elisabeth bei der Baronin nicht gelernt. Sie hatte meistens Unterricht in Benehmen, Tanzen unw. Aber mit Annes Hilfe lebte Sie sich schnell in Klein Bramstedt ein. Zusammen hatten Sie viel Spaß während ihrer Schulzeit. Elisabeth fand es hier viel besser als auf Hohenems, weil Sie endlich Freunde hatte mit denen sie spielen konnte. Aber manchmal dachte Sie auch an ihre Eltern und wünschte sich das sie noch leben würden. Ihre Oma kümmerte sich liebevoll um Sie und hatte mehr Zeit als die Eltern. Das gefiel der Komtess.
Kapitel 3
Es vergingen viele Jahre und Elisabeth war Neunzehn Jahre alt. Bald würde Sie ihr Abitur machen. Am meisten Spaß hatten Anne und Sie immer mit ihrer Englischlehrerin Mrs. Andrews. Sie redete immer davon, dass die Schülerinnen in ihrer Zukunft machen sollten was Sie wollen und sich von niemanden etwas befehlen lassen sollen. Ihre Mutter hatte Ihr dies auch immer gesagt. Den Schülern ging es so auf die Nerven, dass Sie jeden Tag immer das gleiche erzählte. Fast nach jedem Satz sagte sie ,,Que sera sera’’. Was das bedeuten sollte wusste keiner. Irgendwann während der Pause fing Elisabeth auf einmal an zu singen: Que sera sera, what ever will be, will be. The futur is own to see, what will be will be, que sera sera. Alle um Sie herum fingen an zu lachen. Dieses Lied passte genau zu Mrs. Andrews Worten. Am Nachmittag dichteten Elisabeth und Viktoria einen Text zu dem Lied von heute Morgen.
Que sera sera
Refrain: Que sera sera, what ever will be, will be. The futur is own to see, what will be will be, que sera sera.
1. When I was just a little Girl
I asked my mother
What will I be?.
Will I be pretty?
Will I be rich?
Here’s what she said to me:
Refrain:………Que sera sera……….
2. When I grow up and felt in love
I asked my sweethearth
Will lies ahead
Will we have rainbows?
Day after day.
Here’s what he said to me:
Refrain: ……Que sera sera………….
3. When I have children of my own
they askes their mother
What will they be?
Will they be pretty?
Will they be rich?
Here’s what I said :
Refrain:…….. Que sera sera………..


Am nächsten Tag zeigten Sie ihrem Mitschüler Tom den Text. Er hatte die Idee, das Lied auf CD aufzunehmen. Die Mädchen wollten singen und er Keyboard spielen. Gesagt getan. Ein paar Tage später gingen Sie zu Toms großen Bruder ins Tonstudio. Dort durften Sie das Lied kostenlos aufnehmen. Die CD wurde 100 Mal gebrannt und in ihrem Jahrgang verschenkt. Alle fanden das Lied total gut.
Irgendwann erfuhr Mrs. Andrews von dem Lied. Sie dachte sich sofort, dass es sich in diesem Lied um Sie handelt. Darüber war Sie total sauer. Sie hatte ihre Ratschläge ja nur gut gemeint. Alle CDs wurden von ihr beschlagnahmt. Natürlich hatte Elisabeth einige CDs bei sich zu Hause versteckt. Sie ging wieder zu Toms Bruder und ließ Neue brennen. Jeder der eine CD von ihr bekam musste versprechen sie nicht in Gegenwart von Mrs. Andrews zu hören. So hörten alle Mitschüler weiterhin ihr Que sera sera Lied und Mrs. Andrews bekam es nicht mit.

Eines Tages wurde in Englisch eine unangekündigte Klassenarbeit geschrieben. Elisabeth hatte natürlich nicht für die Arbeit gelernt. Deshalb bekam Sie eine fünf. Darüber war Sie so sauer, dass Sie mitten im Unterricht anfing laut Que sera sera zu singen. Die ganze Klasse sang mit ihr. Mrs. Andrews war sehr wütend und warf Elisabeth aus der Klasse. Zum Glück waren es nur noch 3 Wochen bis zu den Freien. Um nicht in Englisch durchzufallen entschuldigte Sie sich am nächsten Tag bei Mrs. Andrews.
Dann endlich war es so weit. Elisabeth und Anne hatten ihr Abitur bestanden. Nur leider würden die beiden Mädchen nach den Sommerferien nicht mehr zusammen sein. Elisabeth ging zu studieren nach Paris und Anne blieb in Klein Bramstedt.



Kapitel 4
Komtess Elisabeth flog vier Wochen nachdem Sie ihr Abitur bestanden hatte alleine nach Paris. Hier wollte Sie Fremdsprachen studieren. Am Flughafen hatte Sie sich eine Stadtkarte gekauft um den Weg zu ihrer neuen Wohnung zu finden. Die Wohnung lag in der Nähe der Universität. Zum Glück fuhr eine Straßenbahn direkt zu ihrer Straße. Sie musste nur noch ein paar Minuten zu Fuß gehen. In der Wohnung angekommen packte Sie zuerst alle wichtigen Sachen aus. Am nächsten Tag wollte Sie die Stadt etwas erkunden und noch ein paar Einrichtungsgegenstände für ihre Wohnung kaufen. Außerdem musste Sie noch Bücher und Schreibmaterial für die Uni kaufen. Nachdem Sie alle Dinge erledigt hatte besichtigte sie noch den Eifelturm. Von oben hatte man einen wunderschönen Blick über Paris. Als sie mit dem Fahrstuhl wieder nach unten fuhr merkte sie gar nicht, dass sie ihren Schal verloren hatte. Der junge Mann im Fahrstuhl rief ihr noch nach aber sie hatte ihn nicht gehört. Zu hause angekommen bemerkte sie den Verlust. Darüber ärgerte sie sich sehr, denn der Schal hatte früher ihrer toten Mutter gehört. Nun war er für immer weg.
Eine Woche später war Elisabeths erster Tag an der Universität. Sie freute sich sehr. In dem Brief den sie bekommen hatte stand, dass sich alle neuen Studenten in der Aula versammeln sollten. Dort sollten die Kurswahlen stattfinden. Es war sehr voll in der Aula. Jeder bekam ein Formular in dem er seine Kurse wählen sollte. Die Komtess entschied sich für Französisch, Englisch, Spanisch, Japanisch und Ungarisch. Außerdem belegte sie noch einen Kurs für Taubstummensprache und Blindenschrift. Der eigentliche Unterricht begann erst am nächsten Tag. Vorher musste sich Elisabeth aus dem Büro noch eine Liste ihrer Kursräume abholen. Als erstes hatte sie Spanisch in Raum 355. Nur leider kannte sie sich in der vollen Uni nicht aus. Sie konnte den Raum nicht finden. Zu allem Übel stieß sie auch noch mit einem jungen Studenten zusammen. Alle ihr Bücher fielen zu Boden. Der Student entschuldigte sich und half ihr bei aufheben der Bücher. Als er sie ansah erkannte er, dass es sich um die Frau handelte die vor einer Woche ihren Schal im Eifelturm verloren hatte. ,,Haben sie vor einer Woche ihren Schal im Eifelturm verloren? ’’, fragte er sie. ,,Ja woher wissen sie das? Haben sie ihn gefunden? Es ist ein Schal meiner verstorbenen Mutter’’, antwortete sie. ,,Ich habe Ihnen noch nachgerufen aber sie haben mich wohn nicht gehört. Den Schal habe Ich zu Hause. Wenn sie mir sagen, wo sie wohnen bringe ich ihn heute Nachmittag vorbei’’. Elisabeth gab ihm ihre Adresse und bedankte sich bei dem Mann. Es stellte sich raus das sie die selben Kurse besuchten und gemeinsam gingen sie zu dem Raum 355. Der Mann stellte sich ihr als Maximilian Prinz vor. Nachmittags ging sie mit Maximilian, den sie Max nennen durfte, zu seiner Wohnung und holte ihren Schal ab. Aus Dankbarkeit lud Elisabeth Max zum Essen ein. Die beiden verstanden sich von Anfang an sehr gut und wurden schnell Freunde. Elisabeth half Max, der sie immer nur Elli nannte, oft beim Lernen. Er war nicht so gut in den Sprachen wie, aber seine Mutter wollte das er möglichst viel sprachen sprechen kann.



Kapitel 5
In den Semesterferien fuhr Elli zu ihrer Großmutter nach Klein Bramstedt, Max fuhr nach Wien. Elli hatten ihn gefragt, ob er nicht mit ihr kommen wollte aber leider bestand seine Mutter darauf das er die Ferien in Wien verbrachte. Trotzdem hatte Elli viel Spaß. Sie traf sich mit ihren alten Freunden Anne und Tom und erzählte ihnen von Paris. Anne war sehr traurig, dass sie nicht studieren durfte. Statt dessen musste sie ihrer Mutter in der familieneigenen Bäckerei helfen. Tom arbeitete mittlerweile in einer Autowerkstatt am Nachbarort von Klein Bramstedt. Elisabeth erzählte Anne auch von Max. Anne war ganz neugierig und wollte Max auch unbedingt kennen lernen. Leider durfte Max immer noch nicht aus Wien fort. Elli vermisste ihn während den Ferien sehr. Mit Anne und Tom sang sie manchmal ihr Lied aus der Schulzeit ‚’’Que sera sera’’. Von Anne bekam sie einen Wecker mit dem Lied geschenkt als Erinnerung.
Als sie schon zwei Wochen in Klein Bramstedt war fuhr Anne in den Urlaub. Da entschloss sich Elli Max in Wien zu besuchen. Leider war sie vorher noch nie dort gewesen und hatte auch nicht die Adresse von Max. Sie wusste nicht wie sie ihn finden sollte und an sein Handy ging er auch nicht. Deshalb mietete sich Elli ein Hotelzimmer und besichtigte die Stadt alleine. Nach zwei Tagen wurde sie auf einmal in einem Kaufhaus angesprochen. Es war Max. ,,Was machst du denn hier, Elli?’’, fragte er sie. ,,Ich wollte dich besuchen aber hatte vergessen das ich ja gar nicht weißt wo du wohnst und auf Handy warst du auch nicht zu erreichen.’’, antwortete sie. Max entschuldigte sich bei ihr, dass er sein Handy nicht anhatte. Nachmittags zeigte er die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Schloss Schönbrunn, die Hofburg und das Riesenrad im Prater. Elisabeth erinnerten die schönen Schlösser etwas an Schloss Hohenems. Gerne wäre sie wieder einmal nach Hohenems gefahren aber das durfte sie ja nicht. Das Schloss gehörte nun dem Bundesland Bayern. Wer es besichtigen wollte musste Eintritt bezahlen. Abends ging sie mit Max in einem teuren Restaurant essen und danach in die Wiener Staatsoper. Da sie kein passendes Kleid für die Oper hatte kaufte Max ihr eins. Ihre Mutter hatte früher auch immer so hübsche teure Kleider getragen, wenn sie in die Oper ging. Elli fragte sich, woher Max sich dieses teure Kleid leisten konnte. Wieso starrten sie in der Oper alle Menschen nur so komisch an? Passte ihr neues Kleid wohl doch nicht hierher?
Am nächsten Tag hatte Max keine Zeit für Elli. Er hatte einen wichtigen Termin. Deshalb beschloss Elli eine Führung in Schloss Schönbrunn mitzumachen, das sie ja gestern schon von außen gesehen hatte. Sie war beeindruckt von den schönen Räumen mit den alten Möbeln. Leider konnte man nicht alle Räume des Schlosses besichtigen. In der oberen Etage waren die Privatgemächer der kaiserlichen Familie. Ihre Mutter hatte ihr früher oft von diesem schönen Schloss erzählt, wenn sie von den Besuchen bei Kaiserin Gisela zurück war. Leider war sie als Kind noch zu klein gewesen um ihre Mutter zu begleiten, deshalb war sie vorher noch nie in Schönbrunn gewesen. Elli nahm sich vor, am nächsten Tag auch eine Führung durch die Hofburg zu machen.
Als Elisabeth sich am nächsten Morgen grade aufmachen wollte zur Hofburg, rief Max an. Er wollte mit ihr nach Salzburg fahren. Dort wollten sie über Nacht bleiben. Mit dem Auto fuhren sie mehrere Stunden. Gegen Mittag kamen sie endlich in Salzburg an. Max zeigte ihr unter anderem das Salzkammerwerk. Es war wirklich eine sehr schöne Stadt. Abends aßen sie im Hotel und gingen ins Theater. Es wurde die Dreigroschenoper von Berthold Brecht gespielt. Elli hatte dieses Stück früher schon einmal in Hannover gesehen aber die Salzburger Aufführung gefiel ihr viel besser. Später brachte Max sie zu ihrem Zimmer. Vor der Tür blieben sie stehen und küssten sich. Danach ging Elli ins Zimmer und schloss die Tür. Sie dachte die ganze Nacht über den Kuss nach. Wieso hatte Max sie geküsst? Das hatte er noch nie getan. Ob es sich Morgen noch daran erinnern würde? Während sie weiter nachdachte schlief sie ein.
Am nächsten Morgen wurde sie von Annes Wecker mit der Melodie ,,Que sera sera’’ geweckt. Erst wusste sie gar nicht wo sie war und woher diese Melodie kam. Als sie wach war fiel ihr wieder ein, dass sie ja mit Max in Salzburg war und gestern den Wecker von Anne gestellt hatte. Sie zog sich an und ging runter zum Frühstück, wo Max bereits auf sie wartete. Die beiden sprachen während des Frühstücks nicht viel miteinander. Später packten sie ihre Sachen damit sie noch vor dem Abendessen in Wien ankamen.



Kapitel 6
Da in einer Woche die Semesterferien vorbei waren, flogen Elli und Max schon am nächsten Tag zurück nach Paris. Max half Elli, den Koffer in die Wohnung zu tragen. Sie fragte ihn, ob er zum Essen bleiben wollte. Dann kochte Sie Wiener Schnitzel, das Lieblingsessen von Max. Nach dem Essen war es schon sehr spät und Max verabschiedete sich. Wieder küsste er Elli zum Abschied. Dieses Mal sprach sie ihn darauf an. Er sagte ihr, das er sich in sie verliebt hat und sie am liebsten auf der Stelle heiraten würde. Darauf wusste Elli nichts zu sagen und knallte die Tür zu.
Am nächsten Tag traute sie sich kaum zur Uni. Wieso hatte sie Max die Tür vor der Nase zugeknallt? Ach ja, er wollte sie heiraten!!! Wie kommt er denn auf die Idee? Ob das ein Scherz sein sollte? Zum Glück war Max nicht böse auf sie wegen gestern. Er sagte nichts darüber. Eigentlich redete er den ganzen Tag kaum mit ihr. Vielleicht war er doch böse. In der Mittagspause sprach sie ihn darauf an. Er sagte ihr, dass er es ernst gemeint hatte und sehr enttäuscht war, weil Elli ihm die Tür zugeknallt hatte. Da der Unterricht gleich weiterging verabredeten sie sich für den Abend. Dann wollten sie weiter reden.
Um 19 Uhr klingelte es an Elisabeths Tür. Sie wollte oder besser gesagt musste mit Max Essen gehen. Die beiden gingen in ein sehr teures Pariser Restaurant. Elli fragte sich, woher Max wohl immer das Geld für diese teuren Restaurants nahm. Es war doch bekannt, dass Studenten nicht soviel Geld haben. Arbeiten tut er ja auch nicht. ,,Vielleicht kriegt er immer Geld von seinen Eltern’’, dachte Elli sich. Während des Essens traute sich keiner von beiden das Gespräch anzufangen.
Nachdem sie das Restaurant verlassen hatten gingen sie durch die Pariser Altstadt. Auf einmal blieb Max stehen und sagte ihr das er das mit dem heiraten gestern vollkommen ernst meinte. Erst dachte Elli, das er wohl beim Essen zuviel Wein getrunken hatte und nun nur noch Unsinn redete. Dann holte er aber einen Ring aus der Tasche und sagte, dass es den Ring heute Nachmittag extra für sie gekauft hatte. Elli war sprachlos. So einen schönen Ring hatte sie noch nie gesehen. Er sah sehr teuer aus, ein schmaler Silberring mit einem weißen Diamanten. Woher hatte Max nur schon wieder das Geld dafür? Eigentlich hätte sie Maximilian sofort geheiratet, denn sie war schon sehr lange heimlich in ihn verliebt, aber der Ring machte sie skeptisch. Hoffentlich hatte Max ihn nicht geklaut. Aber nein, Max klaut doch nicht. Das passt nicht zu ihm, dachte sie sich dann. ,,Was soll ich bloß machen?’’, überlegte sie, ,,Max wartet bestimmt schon auf meine Antwort.’’ Sie hatte Recht, Max wunderte sich, warum sie nichts sagte. ,,Gefällt der Ring dir etwa nicht, Elli?’’, fragte er. ,,Doch natürlich gefällt er mir. Ich dachte bloß gerade darüber nach, ob er sehr teuer war. Woher hast du bloß immer das ganze Geld? Das frage ich mich schon die ganze Zeit.’’, antwortete sie. ,,Das erzähle ich dir ein anderes mal. Elli, willst du mich heiraten? Es ist doch egal woher der Ring ist. Ich versichere dir er ist ehrlich erworben. Du braucht dir darüber keine Sorgen machen.’’ Elisabeth nahm seinen Heiratsantrag an und bekam den wunderschönen Ring. Trotzdem war sie immer noch beunruhigt wegen dem Geld aber war sehr glücklich mit Max. Bald dachte sie nicht mehr daran, woher der Ring kam.



Kapitel 7
Es waren einige Semester vergangen. Elli und Max hatten die Abschlussprüfungen bestanden. Na ja eigentlich hätte Max es ohne Elisabeths Hilfe nicht geschafft. Sie hat mit ihm Stundenlang gelernt, denn sie selber war ein Naturtalent in Fremdsprachen. Mittlerweile konnte sie sogar Japanisch sprechen und schreiben. Die beiden sind nach Wien gereist, wo sie endlich heiraten wollten. Elli wusste immer noch nicht wer Max wirklich war. Zuerst wohnten sie in einem Hotel. Nach einer Woche aber stellte Max sie seiner Mutter vor. Es stellte sich heraus, dass sie die Kaiserin von Österreich war. Die frühere beste Freundin ihrer Mutter Viktoria. Natürlich erkannte Kaiserin Gisela sie nicht wieder. Es waren ja mittlerweile über 15 Jahre vergangen seit dem Besuch der Kaiserin auf Schloss Hohenems. Da die Komtess niemanden von ihre wirkliche Herkunft erzählen durfte, stellte sie sich als Elisabeth Schwarze vor. Die Kaiserin war sehr unfreundlich zu ihr, da sie ja nur eine ’’Bürgerliche’’ war. Und eine Bürgerliche war ihrer Meinung nach nicht die richtige Frau für den zukünftigen Kaiser von Österreich. Kaiserin Gisela machte ihr unmissverständlich klar, dass sie sich von ihrem Sohn fernhalten soll. Max der seiner Mutter treu ergeben war, traute sich nicht zu wiedersprechen. Elli war sehr enttäuscht von ihm. Sie hielt es nicht länger in Schloss Schönbrunn aus und lief raus. Niemals hätte sie geglaubt, dass Max sie so fallen lassen würde. Er würde sie niemals ohne die Zustimmung seiner Mutter heiraten denn dann würde er niemals Kaiser werden. Elli fuhr mit dem Bus zum Hotel und packte ihre Sachen. Noch bevor Max sie dort suchte war sie auf dem Weg zum Flughafen. Mit dem nächsten Flugzeug flog sie nach Hause.
Sie war seit mehreren Jahren nicht mehr in Klein Bramstedt gewesen, denn in den Semesterferien war sie immer mit Max verreist. Als erstes fuhr sie zum Haus ihrer Großmutter wo sie wohnen wollte. Natürlich nahm ihre Oma sie freundlich auf. ,,Zum Glück kennt dieser verdammte Max meine Adresse nicht’’, dachte sie, ,,dann kann er mich wenigstens nicht finden. Mit dem bin Ich fertig. Wieso hat er nicht zu mir gestanden sondern zu seiner Mutter?’’
Nach einigen Tagen ging Elli zu der Bäckerei von Annes Eltern. Sie hatte seit längerer Zeits nichts mehr von ihrer besten Freundin gehört. Annes Mutter war im Laden und erkannte sie sofort. ,,Guten Tag Elisabeth. Schön dich einmal wieder zu sehen. Wie geht es dir?’’, begrüßte Frau Seefeld sie. Sie antwortete: ,,Hallo Frau Seefeld. Ich wollte zu Anne. Ist sie da? Ich habe seit längerer Zeit nichts mehr von ihr gehört.’’ ,,Liebe Elisabeth es ist so schrecklich. Meine Anne hat sich vor 5 Monaten das Leben genommen. Wusstest du das nicht? Wir wollten dich zur Beerdigung einladen aber kannten deine Adresse nicht.’’ Erzählte Annes Mutter traurig. Dann erfuhr Elli von Frau Seefeld wie es zu de Selbstmord gekommen war. Anne war längere Zeit mit Tom zusammen, ein ehemaliger Klassenkamerad. Dann aber verliebte sich Tom in eine andere Frau und heiratete sie. Darüber konnte Anne nicht hinwegkommen und hat sich mit Schlaftabletten vergiftet. Nachdem Elisabeth den ersten Schock überstanden hatte ging sie zum Friedhof. Annes Grab war mit bunten Blumen bepflanzt und sie hatte einen sehr schönen Grabstein. Elli stand lange Zeit vor dem Grab. Sie konnte nicht begreifen das ihre beste Freundin tot war. Die beiden hatten in ihrer Kindheit fast alles zusammen gemacht. Sie waren unzertrennlich. Und jetzt war Anne tot. Sie würde nie wieder kommen. Elisabeth fing an zu weinen. Irgendwann als es schon etwas dunkel war ging sie zurück nach hause. Zu ihrer Oma. Der einzigen Person die ihr noch geblieben war.
Ihr Oma fragte sie, wo sie solange gewesen war. Sie antwortete nicht und ging auf ihr Zimmer.



Kapitel 8
Elli war bereits seit einigen Wochen in Klein Bramstedt, als sie merkte das sie schwanger war. Obwohl es das Baby von Max war freute sie sich sehr darüber. Endlich würde sie nicht mehr allein sein. Sie beschloss Max nichts davon zu sagen, weil sie Angst hatte Kaiserin Gisela würde ihr das Kind wegnehmen. Immerhin ist es ja auch das Kind des Kronprinzen also hatte es Anspruch auf den Thron. Das wollte Elisabeth auf keinen Fall. Ihr Baby sollte nicht bei der Kaiserin aufwachsen und nicht Thronfolger werden.
Am 26.August wurde ihr Sohn geboren. Sie nannte ihn Maximilian Georg nach Max und ihrem Vater Georg. Das Kind bekam den Nachnamen Schwarze. Es war wirklich ein niedliches Baby das schon einige dunkle Haare und braune Augen hatte wie Max.
Zur selben Zeit hatte Kaiserin Gisela in Wien beschlossen, dass der Kronprinz heiraten sollte. Aber natürlich nicht diese Bürgerliche sondern eine hochangesehene Person des europäischen Adels. Nämlich die Baronin Kristine Maria von Moorsbach. Die Tochter ihrer Freundin Baronin Helena. Natürlich war Max mit dieser Heirat überhaupt nicht einverstanden. Wenn er schon heiraten sollte, dann seine Elli. Leider wusste er nicht, wo sie sich aufhielt. Seine Mutter stellte ihm die Wahl. Entweder er heiratet Baronin Kristina Maria oder eine andere adelige Frau. Wenn er dies nicht, tut würde er niemals Kaiser von Österreich werden. Dann würde sein Cousin Erzherzog Franz Karl Thronfolger werden, der mit der jüngsten Tochter des schwedischen Königs verheiratet war. Soweit wollte es Max nicht kommen lassen. Seit seiner frühesten Kindheit hasste er Franz Karl, diesen eingebildeten Idioten. Niemals würde er zulassen, dass dieser seinen Platz einnahm. Lieber wollte er Kristina Maria heiraten. Seine Mutter befand sich sowieso nicht in bester Gesundheit. Wenn sie stirbt, könnte er sich ja scheiden lassen und Elli heiraten.
Es war also beschlossne Sache. Die Verlobung von Kronprinz Maximilian von Österreich mit Baronin Kristina Maria von Moorsbach wurde auf dem Geburtstagsball der Kaiserin am 15. September bekannt gegeben. Es waren fast alle Mitglieder des Hochadels eingeladen um das junge Paar zu beglückwünschen. Alle waren erfreut über diese Verlobung nur Max nicht.



Kapitel 9
Drei Wochen nach der Geburt von Maxi, wie sie ihren Sohn nannte, bekam Elisabeth einen Brief. Darin stand, dass sie ihren elterliche Besitz Schloss Hohenems wiederbekommen sollte. Außerdem durfte sie ab so fort wieder den Titel Gräfin von Hohenems führen. In Bayern war nach über 15 Jahren die Diktatur der Terrorgruppe ,,Freies Bayern’’ gestürzt wurden. Damit bestand für Elli keine Gefahr mehr nach Bayern zurückzukehren. Endlich würde sie ihr geliebtes Hohenems wiedersehen. Da ihre Oma verreist war wollte sie mit ihrem Sohn alleine fahren. Noch am gleichen Tag packte sie einige Sachen zusammen und flog nach München. Von dort aus fuhr sie mit dem Taxi zum Schloss. Sie wurde schon von dem Verwalterpaar, das sie noch von früher kannte, erwartet. Es hatte sich fast nichts geändert aber da Hohenems die ganzen Jahre lang ein beliebtes Ausflugsziel für Familien war, waren einige Räume als Museum umgebaut worden. Elli ließ die Räume wieder in ihren alten Zustand herrichten, denn ein Museum wollte sie nicht in ihrem Haus haben. Sie zog mit Maxi in das alte Schlafzimmer ihrer Eltern. Es war der schönste Raum im ganzen Schloss.
Als sie schon einige Wochen im Schloss wohnte bekam sie eines Tages Besuch von ihrer alten Erzieherin Baronin Helga. Die beiden hatten viele, viele Jahre keinen Kontakt gehabt. Elli freute sich sehr die Baronin wiederzusehen. Der eigentliche Grund für das Erscheinen von Baronin Helga war: Ihre Herrin wollte Schloss Hohenems für eine Hochzeit mieten. Dafür sollte Elli viel Geld bekommen. Natürlich war Elli sofort bereit, ein persönliches Gespräch mit der Dame zu führen die das Schloss mieten wollte. Baronin Helga rief ihre Herrin an um ihr den Termin zu sagen.
Drei Tage später erlebte Elisabeth den Schreck ihres Lebens. Sie saß gerade im Garten als auf einmal Kaiserin Gisela vor ihr stand. ,,Was machen sie denn hier, Frau Schwarze?’’, fragte die Kaiserin. ,,Das gleiche könnte ich sie fragen, Majestät. Im übrigen geht sie es überhaupt nichts an wo ich mich aufhalte.’’, antwortete Elli. Die Kaiserin verlangte Gräfin Elisabeth von Hohenems zu sprechen. ,,Was wollen sie von der Gräfin, wenn ich fragen darf? Ich glaube kaum, dass sie mit so was wie ihnen sprechen will.’’, sagte Elli. ,,Ich habe einen Termin mit der Gräfin, weil ich ihr Schloss für die Hochzeit meines Sohnes mieten will. Was erlauben sie sich eigentlich mich in so einen Ton anzusprechen.’’ ,,Wenn ihnen mein Ton nicht passt können sie ja gerne gehen. Es zwingt sie keiner hier zu bleiben.’’, sagte Elli. Elisabeth war geschockt, als sie von der Hochzeit hörte. Niemals würde sie ihr Schloss an die Kaiserin vermieten damit Max dort seine Hochzeit mit einer anderen feiern konnte.
Gerade als die Kaiserin etwas sagen wollte kam Frau Jonas, die Schlossverwalterin. Sie sagte Elli, dass sie dringend ins Schloss kommen sollte. ,,Zum Glück’’, dachte Elisabeth, ,,das ist ein guter Grund die Schreckschraube Gisela loszuwerden.’’ Elli sagte Frau Jonas, dass sie nicht mit der Kaiserin sprechen will und sie Sie nach Hause schicken soll. Natürlich sollte die Kaiserin nicht wissen, dass sie die Gräfin von Hohenems ist.
Auf dem schnellsten Weg ging Elli in das Zimmer von ihrem Sohn Maxi. Er hatte sehr hohes Fieber. Es ging ihm sehr schlecht. Sofort wurde der Hausarzt verständigt. Leider wusste er auch nicht was mit Maxi war. Deshalb kam der kleine Junge in die Uniklinik von München. Dort wurde er mehrere Tage untersucht. Nach über einer Woche Ungewissheit erfuhr Gräfin Elisabeth das ihr Sohn an einer sehr schlimmen Krankheit leidet und zu überleben dringend eine Knochenmarkspende braucht. Sofort ließ Elli sich testen, ob sie als Spenderin in frage kommt. Leider passte ihr Knochenmark nicht und das ihrer Großmutter auch nicht. Mehr Verwandte hatte sie ja nicht. Da Maximilian eine sehr seltene Blutgruppe hatte wurde kein passender Spender gefunden. Die Ärzte hatten alles versucht aber es war hoffnungslos. Für Maxi gab es nur noch eine Chance. Elisabeth musste nach Wien reisen und ihren ehemaligen Verlobten den Kronprinz Maximilian von Österreich sagen das er der Vater ihres Kindes ist. Sie konnte nur hoffen, dass sein Knochenmark das gleiche ist wie das ihres Sohnes.



Kapitel 9
Drei Tage später landete Elisabeth Schwarze die Gräfin von Hohenems in Wien. Sie ging sofort in die Hofburg damit sie keine Zeit verlor. Der Sekretär des Kronprinzen wollte sie nicht zu ihm lassen, da er gerade in einer wichtigen Besprechung mit seiner Mutter war. Aber Elli schaffte es nach einiger Zeit ihn zu überreden, indem sie ihm erzählte, wer sie war. Nämlich die Gräfin von Hohenems. Mit diesem Namen war sie sehr willkommen in der Hofburg. Sie wurde sofort in das Arbeitszimmer von Max geführt. Der Diener kündigte sie so an: ,,Ihr Durchlaucht Gräfin Elisabeth Maria Magdalena von Hohenems.’’ Erstaunt schaute die Kaiserin hoch. Fast wäre Gisela vor Schreck umgekippt. Das konnte doch wohl nicht war sein. Dieses dumme Mädchen ist die Tochter ihrer verstorbenen Freundin Gräfin Viktoria, also die neue Gräfin von Hohenems. ,,Hätte ich das bloß vorher gewusst. Dann hätte ich Max doch niemals verboten sie zu heiraten. Ihr gesellschaftlicher Rang ist viel höher als der von Baronin Kristina Maria.’’ dachte Maxs Mutter. Kaiserin Gisela ärgerte sich sehr, dass sie Elisabeth damals weggeschickt hatte. Jetzt wäre sie eine gute Partie für ihren Sohn.
,,Haben sie sich endlich entschlossen uns Schloss Hohenems für die Hochzeit zu vermieten? Das freut mich aber. Es ist wirklich ein sehr schönes Schloss.’’ sagte die Kaiserin. Elli antwortete:,, Natürlich nicht. Ich bloß hier, weil ich keinen anderen Ausweg sehe. Mein Sohn ist sehr krank. Er braucht dringend eine Knochenmarkspende sonst muss er sterben. Leider habe ich nicht die gleiche Blutgruppe wie er und meine Großmutter auch nicht. Da es auch Maximilians Sohn ist habe ich die Hoffnung, dass sein Blut passt.’’ Max und Gisela starrten sie an. Was hatte Elli eben gesagt? Sie hatte einen Sohn und Max war der Vater? Keiner von beiden hatte vorher von dem Kind gewusst. Zum Glück stellte sich heraus, dass Max ebenfalls diese seltene Blutgruppe hatte wie sein Sohn Maximilian. Max war natürlich sofort bereit zu helfen. Es wurde vereinbart, dass Max in der nächsten Woche nach München in die Uniklinik fährt. Als sie alles besprochen hatten flog Elli sofort wieder zu ihrem Sohn. Sie wollte ihn nicht so lange alleine lassen, außerdem ertrug sie die Gegenwart von Max nicht länger.
Endlich war der Tag da, als Max in München eintraf. Die Ärzte untersuchen sofort sein Blut. Es passte zu Maxis Blut. Am nächsten Morgen wurde die Knochenmarktransplantation durchgeführt. Elli hatte große Angst, dass die Operation schief geht und ihrem Sohn etwas passiert. Aber sie hatte auch Angst um Max. Eine Knochenmarktransplantation kann auch Risiken für den Spender haben. Zum Glück verlief der Eingriff aber problemlos. Elli hatte die ganze Zeit an Maxis Bett gesessen. Als er außer Gefahr war ging sie zu Max um ihn zu danken.
Die beiden redeten über Maxi. Elisabeth erzählte, wie es ihr erging nach der Trennung von Max und über ihre Rückkehr nach Bayern. Max wiederum erzählte ihr, wie er von seiner Mutter zu der Verlobung mit der Baronin Moorbach gezwungen wurde. Er fragte Elisabeth auch, weshalb sie ihm ihre wirkliche Herkunft verschwiegen hatte. Sie erzählte ihm, wie ihre Eltern ermordet wurden und sie Bayern verlassen musste. Max fand das alles sehr schrecklich. Seine arme Elisabeth musste schon soviel Schweres mitmachen in ihrem Leben. Es tat ihm unendlich Leid, dass er sich damals nicht gegen seine Mutter durchgesetzt hatte. Aber er war fest entschlossen dies jetzt nachzuholen.


Kapitel 10
Gleich am nächsten rief Maximilian seine Mutter, die Kaiserin von Österreich an. Er erklärte ihr unmissverständlich, dass er die Verlobung mit der Baronin Moorbach lösen wollen um Elli zu heiraten. Er war sehr erstaunt, als seine Mutter damit einverstanden war. Jetzt wo die Kaiserin von Elisabeths wahren Herkunft wusste, war sie ihr als Schwiegertochter sehr willkommen. Schließlich würde Maximilians Braut einmal Kaiserin von Österreich werden und dafür war eine Adelige wie die Gräfin von Hohenems natürlich sehr standesgemäß. Außerdem ist die Familie Hohenems reicher und angesehener als die Familie Moorbach. Baronin Kristina war sowieso nur eine Notlösung gewesen, weil alle anderen infragekommenden europäischen Adelskinder entweder bereits verheiratet waren, zu jung oder nicht gut genug. Kristina war noch einigermaßen akzeptabel. Zwar war ihr Vater ein spielsüchtig aber ihre Mutter war Hofdame von Kaiserin Gisela und eine enge Vertraute noch dazu.
Jedenfalls waren Gisela und Max sich sofort einig. Die Verlobung mit Kristina wurde gelöst. Natürlich bekam sie eine hohe Summe als Entschädigung für die geplatzte Hochzeit. Aber zum Glück hatte Kristina freiwillig zugestimmt. Sie wollte eigentlich sowieso einen anderen Mann heiraten. Auch sie wurde von ihren Eltern zu der Verlobung gezwungen. Alle Beteiligten waren froh darüber nur der Baron und die Baronin Moorbach nicht. Sie hatten gehofft durch ihre Tochter zu einem höheren Rang am österreichischen Hof zu kommen.
Max konnte es kaum erwarten Elli davon zu erzählen aber er musste warten bis seine Mutter nach München kam. Leider hatte die Kaiserin noch einen dringenden Termin, den sie nicht verschieben konnte. Deshalb dauerte es einige Tage bis sie in München eintraf.
Elli saß gerade alleine bei ihrem Sohn im Krankenzimmer, als es an der Tür klopfte. Sie sagte herein, war aber nicht sehr erfreut über den Besuch. Die Kaiserin lächelte sie freundlich an. Das hatte Elli nicht erwartet. Gisela war ja bisher immer sehr unfreundlich zu ihr. ,,Vielleicht ist sie jetzt freundlich zu mir, weil sie nun meine wahre Herkunft kennt. Jetzt bin ich ihr wohl gut genug.’’, dachte Elli. Kaiserin Gisela erzählte iihr den Grund, weshalb sie nach München gekommen war.


Geschichtspersonen

Hauptperson:
Name: Komtess Elisabeth von Hohenems
Bürgerlicher Name: Elisabeth Schwarze
Spitzname: Elli
Aussehen: Lange blonde Haare, blaue Augen, klein, schlank
Erster Wohnort: Schloss Hohenems in Bayern
Zweiter Wohnort: Klein Bramstedt in Niedersachsen
Universitätswohnort: 2 Ecken weiter als die Uni
Großmutter: Katharina Schwarze
Beste Freundin: Anne Seefeld
Erzieherin: Baronin Helga Biedermann
Besonderheiten: Sie lebt bei ihrer Oma, weil ihre Eltern von Terroristen ermordet worden und Sie flüchten musste.

Eltern:
Vater: Graf Georg von Hohenems
Mutter: Gräfin Viktoria von Hohenems geb. Schwarze
Wohnsitz: schloss Hohenems in Bayern
Beste Freunde: Kaiserin Gisela von Österreich und andere Mitglieder des Adels
Besonderheiten: Sie sind von Terroristen ermordet worden.

Freund:
Name: Kronprinz Maximilian von Österreich
Name auf der Uni: Maximilian Prinz
Spitzname: Max
Aussehen: braune Haare, braune Augen, groß
Wohnsitz: Die Hofburg in Wien
Sommerresidenz: Schloss Schönbrunn in Wien
Universitätswohnort: 3 Straßen von der Uni entfernt
Eltern: Kaiser Rudolf der Zweite von Österreich (verstorben) und Kaiserin Gisela von Österreich geb. Prinzessin von Bayern
Lieblingsessen: Wiener Schnitzel
Besonderheiten: Eigentlich ist er der Kronprinz von Österreich aber zur Zeit studiert er in Paris Fremdsprachen. Dort lebt er unter dem Namen Maximilian Prinz um unerkannt zu bleiben. Es weiß noch nicht, dass er Elisabeth früher schon einmal begegnet ist und das sie die Komtess von Hohenems ist.


Fortsetzung folgt!!!!!!



Kommentar:

Diese Geschichte ist frei erfunden. Sie spielt in der heutigen Zeit allerdings gibt es in Österreich noch eine Kaiserfamilie. Die Personen sind auch frei erfunden.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.01.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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