Es war an einem kalten Herbsttag, als der Walter, ein junger Mann, an seinem Fenster stand und sah, wie der Bestatter seine Mutter in einem Leichenwagen abholte.
Wie alles in der Welt, so schließt sich auch dieser Kreis, dachte sich Walter, der seine Mutter über alles geliebt hat.
Aber alles vergeht, langsam zwar, jedoch nach und nach.
Sie wird jetzt ein besseres Zuhause haben, dort in der Ewigkeit, wo die Liebe und ewiger Friede herrscht. Der junge Mann war tief traurig, seine Mutter gehen zu sehen, für immer.
Auch für mich wird sich der Kreis eines Tages schließen. Dann werde ich meiner Mutter folgen, denn niemand kann dem Tod entrinnen in dieser vergänglichen Welt.
Wenn es soweit ist, dann werde ich stark und und tapfer sein. Doch Walter konnte seinen Kummer nicht verbergen, als er am Grab seiner Mutter stand und bitterlich weinte. Er vermisste sie sehr.
Er legte jedes Jahr Blumen auf ihr Grab und wusste, dass sich auch für ihn eines Tages der Kreis schließen würde, denn die Zeit vergeht unerbittlich, langsam zwar, aber nach und nach.
Walter besaß einen tiefen Glauben an Jesus, seinem Herrn. Eines Tages werden wir uns alle wiedersehen, die vor mir gegangen sind, dort in der Ewigkeit, wo es keinen Tod mehr gibt und niemand auch nur eine Träne weint.
Alle Kreise werden sich einmal schließen, denn Anfang und Ende kommen irgendwann wieder zusammen. Die Seele des Menschen kehrt an den Ort zurück, von der sie einst kam, um in dieses Leben zu treten, bis sich der Kreis für sie wieder schließt, nämlich dann, wenn eine jede Lebensreise endet.
Wenn wir Menschen uns diese Lektion zu eigen machen und in unser Leben integrieren, können wir den Verlust eines unserer Liebsten als Chance und Geschenk sehen, um das eigene Leben intensiv und bewusst so zu leben, dass es sich stimmig anfühlt, anstatt unglücklich zu sein oder von Zweifel zerfressen wird.
(c)Heiwahoe

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.05.2026.
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