Jürgen Schnaible

Der kosmische See

Sion sitzt neben seinen Kameraden im Raumschiff, dass sie zum Planeten Trano bringt. Das Raumschiff hat den Planeten erreicht und setzt zur Landung an. Alle machen sich bereit das Schiff so schnell wie möglich zu verlassen. Sie müssen damit rechnen, dass sie schon beim Aussteigen beschossen werden. Als sie aufsetzen und die große Heckklappe aufgeht, laufen alle mit ihrer vollen Ausrüstung hinaus, um sofort Deckung zu suchen. Auch Sion hat sich sofort hinter einer Mauer in Deckung gebracht, um sich erst einmal zu orientieren und die Lage zu überblicken. Die Tranorianer wehren sich gegen den Angriff so gut sie nur können. Sion läuft die Mauer entlang und schaut an deren Ende dahinter. Dort wird gerade noch erbittert gekämpft. Auch Sion greift in den Kampf mit ein, um seinen Kameraden zu helfen. Allmählich wird der Widerstand geringer und der Kampf scheint bald vorbei zu sein. Plötzlich gibt es in der Nähe eine Explosion und Sion spürt einen Schlag am Kopf. Irgendetwas muss ihn getroffen haben. Er wird ohnmächtig und fällt zu Boden. Sein Helm hat ihm wahrscheinlich das Leben gerettet, sodass er nicht ernsthaft verletzt wird. 

Als er wieder aufwacht, ist es auffällig ruhig um ihn herum. Der Kampf scheint vorbei zu sein. Er schaut sich vorsichtig um, kann aber weder Tranorianer noch die eigenen Kameraden erkennen, außer den Gefallenen die am Boden liegen. Er scheint allein zurückgeblieben zu sein. Falls sie den Kampf verloren haben, würden bald Tranorianer hierher kommen und alles absuchen. Somit war ihm klar, dass er von hier weg muss. Vorsichtig und immer in Deckung erkundet er die Umgebung. Da sieht er auf einmal, etwas außerhalb der Kampfzone, ein scheinbar noch intaktes, eigenes Raumschiff. Es ist ein Kampfschiff, das für Langstrecken gebaut ist. Genau das würde er jetzt brauchen, um vielleicht wieder nach Hause zu kommen. 
Doch als er am Himmel ein großes, grün glänzendes, scheibenförmiges Raumschiff sieht, das langsam in seine Richtung fliegt, ahnt er nichts Gutes. Es war ein Schiff der Tranorianer, das über das Kampfgebiet fliegt und von oben die Gegend beobachtet. Wird er jetzt entdeckt, ist es vorbei. Sion sucht sofort ein Versteck, um von oben nicht gesehen zu werden. Das Raumschiff fliegt langsam über ihn hinweg. Scheinbar können sie ihn trotz Sensoren von den gefallenen Kameraden nicht unterscheiden, solange er sich still verhält.

Als es außer Reichweite ist, klettert Sion aus seinem Versteck, um zu seinem Raumschiff zu gelangen. Doch auf einem bemerkt er, dass das Tranorianische Schiff stehen bleibt. Auch Sion bewegt sich nicht mehr und wartet ab. Das Schiff fliegt langsam wieder los, jedoch zurück auf ihn zu. Er weiß nicht, ob sie ihn entdeckt haben oder einfach das Gebiet mehrmals überfliegen, bis die eigenen Truppen hier sind. Auf jeden Fall wird er nie von hier wegkommen, solange das Schiff dort oben herumfliegt. Er muss jetzt schnell handeln. Bis zum eigenen Schiff ist es zu weit. Selbst wenn er es schaffen würde, könnte er nicht entkommen, ohne abgeschossen zu werden. Sion sah sich die Umgebung noch mal genau an, um doch noch eine Möglichkeit aus dieser Lage zu finden. Tatsächlich entdeckt er hinter einem kleinen Gebäude so etwas wie ein Rohr, das in den Himmel gerichtet ist. Sofort rennt er dorthin, um nachzuschauen, was es ist. Es ist ein Flugabwehrgeschütz. Wenn es noch funktioniert, kann das seine Rettung sein. Dank seiner Ausbildung kennt er sich damit aus und prüft, ob es noch schussbereit ist. Er stellt sie auf automatische Erkennung und schaut nach dem Raumschiff. Es wird schneller, scheinbar haben sie ihn entdeckt, als er zum Geschütz rannte. Als es in Reichweite ist und die automatische Zielerfassung das Geschütz ausgerichtet hat, drückte Sion auf den Auslöseknopf und das Geschütz beginnt zu feuern. Die Tranorianer waren scheinbar nicht darauf vorbereitet, sodass das Schiff so heftige Treffer bekommt, dass es abstürzt.

Sion ist natürlich klar, dass dieser Vorfall nicht unbemerkt bleibt. Er rennt so schnell er nur kann in Richtung seines Raumschiffes, mit dem er von hier weg will. Das Schiff hat am rechten und linken Ende jeweils ein Triebwerk, das etwas nach unten versetzt ist, sodass der Mittelteil des Schiffes nicht auf dem Boden aufliegt. Dort angekommen geht er von hinten unter das Schiff, öffnet eine Klappe, hinter der sich eine Zahlentastatur befindet. Er gibt einen Zahlencode ein und die Bodenklappe öffnet sich. Eine Rampe fährt herunter und Sion steigt vorsichtig und mit seiner Waffe in der Hand langsam ins Schiff. Als er drin ist, schaut er sich noch mal kurz um und drückt einen Knopf, um die Rampe wieder einzufahren und die Bodenklappe zu schließen. Er durchsucht schnell das Schiff, ob sich auch wirklich niemand versteckt hat. Dann geht er ins Führerhaus und setzt sich auf den Pilotensitz. Auch damit kennt er sich aus, weil auch das zu seiner Ausbildung gehörte. Er prüft die Betriebsbereitschaft des Schiffes. Alles scheint in Ordnung zu sein. Dann schaut er noch mal kurz nach draußen, bevor er das Raumschiff startet. Es ist niemand zu sehen, jedoch erkennt er am Horizont zwei feindliche Schiffe, die scheinbar direkt in seien Richtung fliegen. Sie wollen bestimmt den Absturz ihres Schiffes untersuchen. Sion muss weg sein, bevor die anderen da sind, sonst ist es zu spät. Jetzt muss alles sehr schnell gehen. Er startet die Triebwerke und hebt ab. Mit maximaler Beschleunigung lenkt er sein Raumschiff direkt nach oben und weg von den beiden feindlichen Schiffen.

Als er die Atmosphäre des Planeten verlässt, schaut er auf seinen Navigationscomputer, ob er ein Signal empfängt, um nach Hause navigieren zu können. Aber es gibt kein Signal. Scheinbar sind alle Navigationssatelliten in der Umgebung außer Betrieb oder zerstört. Nach den Sternen kann er sich nicht orientieren, da er sich in einem völlig fremden Sonnensystem befindet und sich hier nicht auskennt. Außerdem hat er beim Anflug auf den Planeten, als er bei seinen Kameraden saß, nicht auf die Sterne achten können. Somit hat er keine Ahnung, wohin er fliegen soll. Das Einzige was er weiß, dass ihm bereits die beiden anderen Raumschiffe hinterher sind. Es bleibt ihm somit nichts anderes übrig als einfach versuchen zu entkommen, egal wohin. Mit maximaler Geschwindigkeit fliegt er nun ziellos durch den Raum. Die Verfolger kommen langsam näher und irgendwann werden sie in Schussweite sein. Sion fliegt jetzt dichter an Planeten und Monden vorbei, wobei er hofft, irgendeinen davon anfliegen zu können, um dort den Verfolgern zu entkommen. Da kommt auch schon der nächste Planet auf ihn zu und Sion findet ihn gar nicht schlecht. Er hat eine Atmosphäre und er so sieht aus, als ob es dort Leben geben könnte. Er steuert geradewegs auf ihn zu und fliegt in die Atmosphäre. 

Kurz vor der Planetenoberfläche zieht er das Raumschiff herum und fliegt im Tiefflug über die Landschaft. Am Horizont erkennt er eine Gegend mit Bergen. Er steuert direkt darauf zu. Kurz davor bemerkt er, dass die Berge mit langen Tälern durchzogen sind. Sion fliegt, immer noch im Tiefflug, durch die vielen, endlos langen Täler, in der Hoffnung, seine Verfolger abzuschütteln. Immer wieder schaut er sich um, ob die Tranorianer noch hinter ihm sind, aber es sind keine weiteren Schiffe mehr zu sehen. Es wäre allerdings möglich, dass die beiden Raumschiffe höher fliegen, um das Gebiet von oben mit Sensoren zu scannen. Dann würden sie ihn bestimmt irgendwann finden. Er fliegt langsam weiter und sucht dabei irgendeine Möglichkeit sein Raumschiff zu verstecken. Immer wieder schaut er nach hinten, ob er auch wirklich nicht mehr verfolgt wird. Plötzlich sieht er am Berg Rand einen Felsvorsprung, der groß genug ein könnte, um das Raumschiff darunter zu verstecken. Langsam fliegt er unter den Vorsprung und landet. Das Raumschiff passt genau hinein ist jetzt von oben nicht mehr zu erkennen.

Sion bleibt noch eine Weile sitzen und beobachtet die Umgebung. Es ist ein unbekannter Planet auf dem er gelandet ist und muss auf alles gefasst sein. Nachdem er nichts Auffälliges entdeckt hat und auch keine Verfolger zu sehen sind, wendet er sich an seinen Bordcomputer und schaut sich die Messwerte der Außensensoren an. Die Atmosphäre ist ähnlich wie auf seinem Heimatplaneten, so dass er eigentlich das Schiff ohne Raumanzug verlassen könnte. Auch die anderen Werte wie Temperatur und Gravitation sind akzeptabel. Er steht auf und geht nach hinten um die Bodenklappe zu öffnen und das Raumschiff zu verlassen. Er kann die Luft relativ gut atmen und die Temperatur ist auch angenehm. Jetzt erkennt er erst, wie schön aber auch fremdartig dieser Planet ist. Die Täler sind in ihrer Mitte wie ein Feuchtbiotop, während es nach außen immer trockener wird bis zum steinigen Fuß der Berge. Immer wieder schaut Sion das Tal entlang und zum Himmel hoch ob die Verfolger doch noch ganz unverhofft aufkreuzen. Tatsächlich sieht er in sehr großer Höhe auf einmal zwei dicht hintereinander fliegende Raumschiffe. Sie suchen ihn also doch noch. Nachdem er längere Zeit gewartet hat, beschließt er weiterzufliegen. Vielleicht lebt hier doch noch irgendwo jemand der ihm helfen kann wieder nach Hause zu finden.

Er startet sein Raumschiff und fliegt langsam los. Er durchkreuzt die Täler im langsamen Tiefflug, um nicht doch noch geortet zu werden. Als er ins nächste Tal abbiegt, erkennt er im Hintergrund inmitten des Tales scheinbar einen kleinen Turm. Langsam fliegt er darauf zu, um ihn genauer anzusehen. Es ist tatsächlich ein kleiner Turm, in dem jemand wohnen könnte. Bis jetzt wird er noch nicht beschossen und auch sonst ist nichts Auffälliges zu erkennen. Um Näheres über das Bauwerk und möglicherweise seiner Bewohner herauszufinden, muss er es sich genauer ansehen. Also landet er sein Raumschiff in etwas Abstand vor dem Gebäude und geht hinaus. Vorsichtig und mit seiner Waffe in der Hand geht er auf den Turm zu. Noch immer ist alles ruhig um ihn herum. Dort angekommen läuft er um das Bauwerk herum, um den Eingang zu finden. Er entdeckt eine Tür. Er klopft ein paar Mal daran, um auf sich aufmerksam zu machen. Er wartet einen Augenblick, doch nichts passiert. Er klopft ein weiteres Mal an die Tür und versucht sie langsam zu öffnen. Sie ist nicht verschlossen und Sion kann ungehindert hinein. Er sieht sich kurz um und macht sich durch lautes Rufen bemerkbar. Wieder ist keine Reaktion zu erkennen. Es sieht so aus, als ob er allein ist. Er steigt die Treppen zu den einzelnen Stockwerken hinauf und sieht sich dort jeweils ein wenig um. Überall sieht es so aus, als ob hier ein Mensch leben würde, denn es sind meist typische Sachen, die auch er kennt. Als er ganz oben angekommen ist, schaut er die Fenster hinaus die rundum angeordnet sind und sieht dort unten sein Raumschiff stehen. Niemand ist draußen zu erkennen, so kann er sich noch ein wenig hier umsehen. Es liegen allerhand verschiedene Gegenstände herum, die aber nichts Besonderes sind.

Da entdeckt er eine Kiste, die verschlossen hinter einem Schrank versteckt ist. Neugierig schaut er sie an und stellt sie auf den Tisch. Irgendwas muss da drin sein. Er überlegt, ob er sie öffnen soll. Wenn der Besitzer zurückkommen sollte, würde er bestimmt merken, dass jemand hier war. Noch einmal schaut er hinaus und noch immer ist niemand zu sehen. Dann holt er aus seiner Jackentasche eine Art Universalwerkzeug heraus und versucht damit das Schloss zu öffnen. Nach mehrmaligem Probieren gelingt es ihm tatsächlich die Kiste unversehrt zu öffnen. Er hebt langsam den Deckel und schaut hinein. Alles, was er erkennt, ist ein kleines Gerät und viele schriftliche Aufzeichnungen. Zuerst nimmt er das Gerät in die Hand, um es genauer zu untersuchen. Wenn man von oben darauf schaut, sieht man drei runde, hintereinander angeordnete Anzeigeinstrumente. Die haben alle verschiedenen Skalen, die im Kreis angeordnet sind und in der Mitte einen pfeilförmigen Zeiger haben. Sion hat im Moment keine Ahnung was das sein soll. Er bewegt das Teil hin und her, um zu sehen, ob sich irgendetwas verändert. Tatsächlich bewegt sich der erste Zeiger, wenn er das Ding nach rechts oder links bewegt. Der zweite Zeiger bewegt sich, wenn man es nach oben oder unten bewegt. Nur der dritte Zeiger verändert sich nicht. Somit denkt Sion, dass es eine Art dreidimensionaler Kompass sein kann. Er legt ihn so auf den Tisch, dass die ersten beiden Zeiger nach vorne zeigen, wo auf allen Skalen die Hauptmarkierung angebracht ist. Jetzt will er wissen, wohin der Kompass, wie er ihn nennt, zeigt. Er geht zum Fenster und schaut hinaus in die Richtung, in die der Kompass zeigt. Er merkt sich die Stelle auf einem der Berge, die das Tal umgeben. Weiter bringt ihn das aber auch nicht. Er geht zurück zum Tisch und schaut noch mal in die Kiste mit den vielen Schriftstücken. Er schaut sich einige genauer an, kann damit aber auch nichts anfangen. Es waren hauptsächlich handgemalte Zeichnungen und einige Worte dazugeschrieben. Er ist überrascht, dass die Worte in seiner Sprache geschrieben sind. Es muss also ein Mensch geschrieben haben. Doch wie kommt er hier her und wo ist er jetzt? Er legt die Aufzeichnungen wieder in die Kiste und sieht sich noch ein wenig um.

Nach einiger Zeit bemerkt er, dass der Kompass noch auf dem Tisch liegt. Sion will ihn gerade wieder in die Kiste legen, als er bemerkt, dass die beiden ersten Zeiger jetzt in eine andere Richtung zeigen. Was hat das zu bedeuten? Der Kompass zeigt jetzt über den Berg direkt in den Himmel. Es sieht so aus als ob der Kompass auf etwas deutet, dass sich außerhalb dieses Planeten befindet. Wieder läuft Sion die Fensterreihen entlang um vielleicht doch noch den Bewohner dieses Gebäudes zu finden. Der weiß bestimmt wofür dieser Kompass sein soll. Vor allem braucht er jemanden der ihm den Heimweg zeigen kann. Die Zeit vergeht und noch immer ist niemand zu sehen. Als er wieder mal nach draußen schaut und die Umgebung absucht erkennt er in einiger Entfernung, dass sich am Himmel etwas bewegt. Es könnte ein Raumschiff sein. Plötzlich fällt Sion wieder ein, dass die Tranorianer ihn vielleicht noch suchen und sein Raumschiff steht draußen ungeschützt am Rande des Tales. Er muss schnell weg von hier bevor sie ihn finden, aber wohin? Da sieht er noch den Kompass auf dem Tisch liegen und entschließt sich ihn mitzunehmen und in die Richtung zu fliegen die er anzeigt, in der Hoffnung, dass er doch noch jemand findet der ihm helfen kann. Er legt den Kompass in die Kiste mit den Aufzeichnungen und nimmt sie mit. Schnell läuft er die Treppen hinunter, geht hinaus und rennt zu seinem Raumschiff.

Als er wieder auf seinem Pilotensitz Platz genommen hat, nimmt er den Kompass aus der Kiste und stellt ihn neben sich auf eine Konsole. Sion beobachtet kurz den Himmel und startet das Raumschiff. Er hebt ab und richtet sein Schiff nach dem Kompass aus. Somit fliegt er direkt in den Himmel und verlässt den Planeten. Hoffentlich wurde er nicht von seinen Verfolgern bemerkt. Sein Schiff fliegt nun nur noch dem Kompass folgend durch den Raum, ohne zu wissen, wohin die Reise geht und ob es überhaupt ein Ziel gibt. Sion hat seine ganze Hoffnung darauf gesetzt, was hätte er sonst tun sollen? Er durchkreuzt einige Sonnensysteme und sieht viele ihm noch unbekannte Planeten. An einer Sonne ist er sogar außen herumgeflogen, weil der Kompass genau in ihre Richtung gezeigt hat und er ja nicht hindurch fliegen kann. Trotz allem will Sion durchhalten, bis zum Ziel. Er weiß, dass es ein Ziel geben muss, denn er hatte bemerkt, je länger er dem Kompass folgt, je mehr dreht sich der Zeiger auf der dritten Anzeige gegen die Hauptmarkierung. Diese stellt bestimmt das Erreichen des Zieles dar und der Zeiger ist nicht mehr weit weg. Somit fliegt Sion immer weiter durch den Raum, bis er scheinbar direkt auf einen unscheinbaren Planeten zusteuert. Er schaut auf seinen Kompass und erkennt, dass er gleich am Ziel sein muss. Dieser Planet könnte es sein. Als er direkt auf den Planeten zusteuert und kurz vor dem Eindringen in dessen Atmosphäre ist, zeigt der Kompass immer noch direkt darauf. Sion taucht in die Atmosphäre ein und fliegt über die Landschaft. Er richtet sich immer doch nach dem Kompass, der ihn scheinbar an eine ganz bestimmte Stelle bringen will. Als das Schiff über einer kleinen Ebene fliegt, das von Hügeln umgeben ist, fängt plötzlich auf dem Kompass hinter der dritten Anzeige eine kleine Leuchte an zu blinken. Sie ist im Gehäuse integriert und Sion hatte sie vorher noch gar nicht bemerkt. Er steuert das Schiff etwas tiefer und erkennt eine Plattform inmitten einer Ebene. Sion denkt, dass es das Ziel sein muss. Da er keine andere Wahl hat, setzt Sion sein Raumschiff zur Landung an, ohne zu wissen was passiert. Als er auf der Plattform aufsetzt, geht das Blinklicht auf dem Kompass aus. Er ist scheinbar angekommen.

Wieder kontrolliert er zuerst die Umweltbedingungen dieses Planeten durch den Bordcomputer und wieder sieht es so aus als könne er unbesorgt aussteigen. Sion verlässt das Schiff und sieht sich zunächst einmal um, ob er irgendwas Auffälliges oder irgendjemanden sieht. Da nichts Besonderes zu erkennen ist, geht er die Plattform entlang auf dessen Rand zu. Die Plattform ist erhöht und läuft an den Enden schräg nach außen ab. Als er fast am Ende ankommt, stehen plötzlich drei Personen vor ihm. Erschrocken bleibt Sion stehen. Die drei kommen auf ihn zu die mittlere Person fragt in seiner Sprache, wer er sei und woher er komme. Da erkennt Sion, dass es sich um Menschen wie ihn handelt, die etwas außergewöhnliche, schwarze Kleidung trägt. Die mittlere Person scheint eine Frau zu sein, die anderen Männer. Er antwortet, dass er Sion heißt und vom Planeten Mirani kommt. Das sei eine noch junge Kolonie in der geboren wurde. Wieder wird er von der Frau gefragt, wieso er hier hergekommen ist. Da zeigt er ihr den Kompass, den er gefunden hat und dem er gefolgt ist. Die Frau nimmt ihn an sich, schaut ihn kurz an und blickt zu den anderen zwei Männern. Die Frau sagt plötzlich, dass sie Kira heißt, der eine Mann wäre Pino und der andere Faro und dass sie sich mit ihm unterhalten wollen. Sion ist natürlich einverstanden und folgt den beiden.

Sie gehen an den Rand der Plattform, von wo eine Treppe nach unten führt. Unten angekommen laufen sie durch ein Tor ins Innere der Plattform. Wieder führt eine Treppe hinab durch einen Gang, bis sie in einen sehr großen Raum kommen. Hier befinden sich noch mehr Leute, die scheinbar alle mit irgendwas beschäftigt sind. Sie schenken ihm keine große Beachtung, als würden sie ihn schon kennen. Sion folgt den anderen an einen etwas abseits gelegenen Tisch. Dort setzen sie sich um ihn herum und Kira fragt Sion, ob er ihnen sagen kann, wo genau er den Kompass gefunden hat. Er erzählt ihr in groben Zügen die ganze Geschichte von seiner Flucht und dem Planeten, auf dem er sich versteckte und das Gebäude mit dem Kompass entdeckt hatte. Während dessen stellt eine andere Person Essen und Trinken auf den Tisch. Sion freut sich endlich einmal was anderes zu sich zu nehmen als seine Bordverpflegung. Jetzt will er allerdings gerne mal wissen, wie die anderen hierher gekommen sind und wie lange sie hier schon auf dem Planeten leben. Er fragt Kira danach, die sah kurz zu Pino und Faro hinüber und antwortet, dass ihre Vorfahren Wissenschaftler waren, die mit ihrem Forschungsraumschiff hier notgelandet sind. Sie haben sich zwangsläufig eine neue Heimat aufgebaut. Sie nennen den Planeten Altan. Erst später, als fremde Raumschiffe vorbeigekommen sind und sie Kontakt mit anderen Kulturen gehabt haben, da haben sie durch die Technik der anderen eine hochmoderne Siedlung bauen können. Die Siedlung selbst befindet sich größtenteils unter der Erde, damit sie von oben nicht sofort entdeckt wird und auch geschützter ist. Auch die Frage wie der Kompass funktioniert erklärt sie, dass es auf dem Planeten mehrere Hochleistungssender gibt, die der Kompass empfangen kann und die eine riesige Reichweite haben. Nachdem Kira ausgeredet hat, fragt Sion, ob sie ihm helfen können wieder nach Hause zu finden. Kira denkt kurz nach und antwortet, dass es ein wenig dauern würde den Weg zu seinem Heimatplaneten zu finden aber es sicherlich machbar sei. Sion bedankt sich für die Hilfe und wirkt erleichtert. Er sieht Kira noch einmal freudig an und erkennt auf einmal, dass sie eine Halskette trägt, an der so etwas wie ein kleiner Stab hängt. Sion fragt Kira, ob er den Anhänger etwas genauer ansehen darf. Kira ist etwas erstaunt, weil Sion sich dafür interessiert, trotzdem legt sie die Kette ab und gibt sie ihm. Als er den sehr detailreichen Anhänger angesehen hatte, sagt er zu Kira, dass er so einen größeren Stab schon einmal gesehen hat. Kira erschreckt merklich und Pino und Faro ebenso. Sofort fragt Kira, wo er den Stab gesehen hat. Er erzählt, dass er ihn in dem verlassenen Gebäude gesehen hat, wo auch der Kompass war. Als er die einzelnen Zimmer absuchte, entdeckte er versteckt in einem Schrank so einen Stab. Da er nicht wusste, wofür er gut sei, beachtete er ihn nicht weiter. Kira will ganz sicher sein und zeigt mit Zustimmung von Pino und Faro ein Foto eines echten Stabes dieser Art. Sion erkennt ihn gleich wieder und bestätigt, dass es der gleiche ist, den er gesehen hat. Kira sagt in die Runde, dass man sofort dorthin fliegen müsse. Man darf keine Zeit verlieren, da vielleicht die Tranorianer noch den Planeten nach Sion absuchen und möglicherweise das Haus und somit den Stab vor ihnen finden und mitnehmen. Ihn wieder zu finden wäre sehr schwierig. Sion versteht zwar nicht, warum der Stab so wichtig ist, will aber gern helfen ihn zu besorgen. Das Problem allerdings ist nur, dass er selber nicht mehr weiß, wo der Planet ist. Da er den ganzen Weg hierher dem Kompass gefolgt ist, kann er den Weg nicht mehr zurückverfolgen. Kira sitzt nachdenkend am Tisch. Nach einer Weile sagte sie zu Sion, dass er hier kurz warten soll. Sie geht mit Pino und Faro nach hinten an einen anderen Tisch, um dort miteinander zu reden.

Als sie zurückkommen, sagt Kira zu Sion, dass er ihnen folgen soll. Er geht den anderen hinterher, ohne zu wissen, was jetzt passiert. Kira erzählt ihm unterwegs noch ein wenig von ihnen auf Altan. Sie kümmert sich mit Pino und Faro hauptsächlich um die Sicherheit der Siedlung und empfängt somit als Erste die Besucher, die vorbeikommen. Fremde dürfen sich hier nicht ohne Begleitung frei bewegen, deshalb müsse auch Sion immer bei ihnen bleiben. Sie wollen natürlich genau wissen mit wem sie es zu tun haben. Sie haben selbstverständlich auch Handfeuerwaffen um sich zu wehren und in den Hügeln um das Tal sind modernste Abwehrgeschütze versteckt eingebaut. Sie müssen sich also nicht groß vor Angriffen fürchten. Die Felder außerhalb des Tales sind sehr fruchtbar und mit den vielen Flüssen und Seen haben sie Nahrung im Überfluss. Sion und die anderen durchlaufen viele Gänge und Räume mit Dingen, die Sion noch nie zuvor gesehen hat, bis sie an ein großes Tor kommen, dass von zwei Wachposten bewacht wird. Zusätzlich sind noch einige elektronische Geräte in der Nähe montiert, wahrscheinlich Kameras und andere Sensoren, die helfen, das Tor zu bewachen. Pino verabschiedet sich kurz von den anderen und geht zurück während Kira mit den Wachposten spricht, die daraufhin das Tor öffnen.

Als alle drei hindurchgegangen sind, wird das Tor hinter ihnen wieder verschlossen. Sie sind nun in einem langen Gang, der künstlich beleuchtet wird. Am Ende des Ganges war wieder ein Tor mit zwei Wachposten. Auch hier waren verschiedene Sensoren montiert. Sie öffnen auch dieses Tor und Sion steht mit den anderen nun vor einer großen Höhle. Der Weg läuft noch weiter in einiger Höhe über dem Boden zu einer Art Podest. Dort steht ein gläserner Behälter mit einem Gegenstand darin. Es ist der gleiche Stab, den er schon in dem Gebäude wo der Kompass lag, gesehen hat. Kira schaut Sion ins Gesicht und sagt, dass sie ihm ein Geheimnis anvertraut das niemand erfahren darf. Er muss es ihr versprechen. Eigentlich sollte er es nicht erfahren, doch die Umstände zwingen sie dazu. Der Stab, den er hier sieht, ist ein ganz besonderer, denn er verleiht demjenigen der ihn aktiviert eine besondere Fähigkeit. Damit ist es möglich, sich in Gedanken durch den Raum zu bewegen. Es ist so, als ob man einen Weg in Gedanken entlang geht, sich in Wirklichkeit aber nicht bewegt. Somit gibt es auch keine Grenzen oder Hindernisse, die man überwinden muss. So kann man auch zum Beispiel in geschlossene Räume schauen, indem man in Gedanken einfach durch die Tür hindurchgeht. Es ist auch möglich den Planeten zu verlassen und immer weiter hinaus ins Weltall zu gehen und viele neue Planeten besuchen. Es funktioniert ganz einfach. Man bekommt mit der Aktivierung des Stabes ein bestimmtes Gefühl mit auf das man sich konzentrieren muss. Man kann sich jetzt in Gedanken frei bewegen. Allerdings kann man nichts verändern, also nicht einmal einen Gegenstand in die Hand nehmen, da man schließlich nur in Gedanken dort ist. Man kann also nur beobachten, aber nicht handeln. Wenn man sich nichtmehr konzentriert, ist man mit den Gedanken wieder zurück und alles ist wieder normal. Kira erzählt weiterhin, dass ihre Vorfahren, als sie nach der Notlandung die Umgebung untersuchten und den Stab in dieser Höhle gefunden hatten, anfangs nicht wussten, wofür er gedacht war. Als ihn aber jemand aus Versehen aktivierte, war ihnen klar, welche Macht sie damit haben werden. Niemand wusste, ob es noch mehr von den Stäben gibt und was sie bewirken. Deswegen will man sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und den zweiten Stab holen. Der Grund, warum Sion diesen Stab benutzen darf, ist der, dass nur er den Planeten kennt, wo sich der andere Stab befindet. Würde Kira mit den anderen diesen Planeten suchen würde es vielleicht zu lange dauern um noch vor den Tranorianern das Gebäude und somit den Stab zu finden. Mit den Fähigkeiten durch den Stab könnte Sion den Raum schneller nach dem Planeten und dann nach dem Gebäude absuchen. Wenn der eine Stab schon so eine Wirkung auf einen hat, was würde man dann mit dem anderen für Fähigkeiten haben. Natürlich ist Sion nicht ganz wohl dabei, was da auf ihn zukommt, wenn er den Stab benutzt, gleichzeitig freut er sich aber auch auf die neuen Möglichkeiten, die er hätte. Somit ist er bereit den Stab zu aktivieren und bei der Suche zu helfen. 

Kira nimmt den Stab aus dem Behälter und übergibt ihn Sion. Sie erklärt ihm, dass er mit beiden Händen je ein Ende des Stabes nehmen soll. Dann zeigt sie ihm, dass man den Stab in der Mitte gegeneinander verdrehen kann. Dort wo die beiden Teile aneinanderstoßen sind kurze und lange Striche als Markierung angebracht, die an beiden Seiten gegenüber gleich sind. Verdreht man den Stab bis kurze und lange Striche gegenüberliegen, dreht sich der Stab von selbst wieder zurück in seine Ausgangsposition. Während dieses Zurückdrehens des Stabes ist dieser aktiviert. Derjenige, der ihn in dem Moment in der Hand hat, bekommt die neue Fähigkeit übertragen. Sion hat alles verstanden und beginnt nach kurzem Nachdenken den Stab zu drehen. Als sich dieser wieder zurückdreht, überkommt Sion ein Gefühl, das er noch nicht kannte. Er steht noch etwas regungslos da und versucht zu begreifen, was mit ihm geschehen ist. Dann gibt er Kira den Stab zurück die ihn gleich wieder in den Behälter legt. Sogleich will er die neue Fähigkeit ausprobieren. Er konzentriert sich auf das neue Gefühl. Es gelingt ihm auch gleich und er fühlt sich, als ob er auf der Stelle schwebt. Nun versucht er sich fortzubewegen, indem er sich einfach mit seinen Gedanken versucht, in eine Richtung zu gehen. Tatsächlich funktioniert es ohne jegliche körperliche Anstrengung. Als er etwas weiter weg ist, versucht er sich umzudrehen. Er schaut nun zurück und sieht sich selber immer noch regungslos dastehen. Das ist für ihn schon ein eigenartiges Gefühl nur mit den Gedanken sich frei zu bewegen. Er dreht sich wieder um und bewegt sich durch das innere geschlossene Tor bis zum Verbindungsgang. Auch das klappt problemlos. Dann kehrt er zur Höhle zurück und bewegt sich zum Podest, wo er und die anderen noch stehen. Als er sich nichtmehr konzentriert, spürt er auch seinen Körper wieder. Sion ist also bereit sich auf die Suche nach dem zweiten Stab zu begeben.

Kira und Faro sind auch froh, dass Sion so schnell damit klarkommt und gehen mit ihm wieder zurück zu der großen Halle, wo sie hergekommen sind. Kira sagt noch zu Sion, dass er nun einer von ihnen ist und sie sich hoffentlich auf ihn verlassen kann. In der Halle angekommen setzen sie sich noch eine Weile an einen Tisch und unterhalten sich bis Pino erscheint, um zu berichten, dass alles vorbereitet ist. Kira steht auf und sagt zu Sion, dass die Suche losgehen kann. Alle vier gehen nach draußen und steigen zur Plattform hinauf. Dort steht neben dem Raumschiff von Sion ein anderes, größeres und scheinbar moderneres Raumschiff als seins. Es war rund, ähnlich wie die der Tranorianer, steht auf vier Stützbeinen und hat eine matte silberne Farbe. Kira sagt, dass sie es Silbervogel nennen. Sie haben noch mehr Raumschiffe, doch für diesen Zweck ist dieses am besten. Dann laufen sie zum Raumschiff und steigen eine heruntergefahrene Rampe hinauf ins Innere. Sion sieht sich gleich mal ein wenig darin um, allerdings sind die meisten Dinge ihm unbekannt. Er setzt sich dann auf einen der Sitze, die sich hinter den Pilotensitzen befinden. So kann er am besten erkennen, wo sie hinfliegen und gegebenenfalls Anweisungen geben. Schließlich muss er das Raumschiff zu dem Planeten führen, wo sich der zweite Stab befindet. Die Besatzung des Raumschiffes besteht scheinbar nur aus ein paar Frauen und Männern, die alle auf einem bestimmten Platz sitzen und ihre Anzeigetafeln überwachen. Kira erzählt ihm, dass ihre Flugüberwachung aufgezeichnet hat, aus welcher Richtung er gekommen ist, als er ihren Planeten anflog. Diese Richtung werden sie jetzt so genau wie möglich zurückfliegen und versuchen den Weg einzuhalten. Der Kompass hat ihn ja auch auf direktem Weg hierher geführt. Sion soll darauf achten, ob ihm etwas bekannt vorkommt, oder meint ganz falsch zu sein.

Plötzlich hebt das Raumschiff langsam ab und die Stützbeine werden eingefahren. Mit stetiger Beschleunigung verlassen sie den Planeten und fliegen in den Raum hinaus. Nach einer Weile sagt der Pilot, dass sie jetzt auf dem Weg sind, den sie aufgezeichnet haben. Sion soll sich die Umgebung ansehen und berichten, ob er meint, dass sie in die richtige Richtung fliegen. Das ist natürlich nicht leicht, denn auf seiner langen Reise kann er sich auch nicht mehr an alles erinnern. Auf manche Sachen hatte er vielleicht gar nicht geachtet und außerdem kommen sie von der anderen Richtung, da sieht alles sowieso wieder anders aus. Er hofft, dass die berechnete Flugbahn richtig ist, und wartet ab. Das Raumschiff ist um einiges schneller als seines und somit können sie den Weg viel schneller zurücklegen. Umso genauer muss Sion jetzt aufpassen. Nach einiger Zeit steuern sie direkt auf eine Sonne zu. Der Pilot fragt Sion, ob sie noch richtig sind und Sion antwortet, dass sie um die Sonne herum fliegen müssen und dort geradeaus weiter. Er hatte das gleiche Problem, nur hatte der Kompass ihn wieder auf den richtigen Weg gebracht. Die Besatzung muss jetzt allerdings die Flugrichtung so berechnen, dass sie, wenn sie die eingeschlagene Flugbahn verlassen, hinter der Sonne wieder auf dem gleichen Weg sind. Somit umfliegen sie ihr Hindernis und hoffen, dass die Richtung noch stimmt. Die Suche geht weiter und langsam hat Sion das Gefühl, nicht mehr weit von ihrem Ziel entfernt zu sein. Er hat die Umgebung genau beobachtet und die zeitlichen Entfernungen zwischen einzelnen Objekten, an die er sich noch erinnert, gemerkt. Er schaut zu Kira und sagt ihr, dass es langsam Zeit für ihn wird, selber auf die Suche zu gehen und der Pilot das Raumschiff so lange anhält.

Sion konzentriert sich und bewegt sich mit seinen Gedanken nach vorne ans Ende des Raumschiffes. Nach kurzem Zögern geht er durch die Außenwand des Schiffes und befindet sich nun im freien Raum. Für ihn ist es ein komisches Gefühl, plötzlich außerhalb vor dem Schiff zu stehen. Er schaut sich noch mal die Umgebung an und überlegt, wohin er zuerst gehen soll. Sion bewegt sich in die Richtung, die auch das Raumschiff weiterfliegen würde. Unterwegs schaut er sich die ganzen Planeten an, und wenn er meint, dass es der richtige sein könnte, fliegt er sozusagen auf ihn zu um ihn genauer anzusehen. Somit entfernt er sich immer weiter vom Raumschiff und er bekommt immer mehr das Gefühl sich schnell im Raum mit seinen Gedanken zu bewegen. Nach einiger Zeit gelangt er in ein Sonnensystem, das ihm irgendwie bekannt vorkommt. Tatsächlich sieht der eine Planet so aus als könnte er der gesuchte sein. Sion bewegt sich auf ihn zu und taucht in die Atmosphäre ein um die Landschaft anzuschauen. Es scheint der Richtige zu sein. Erleichtert bewegt er sich wieder vom Planeten weg und schaut sich noch mal genau die Umgebung an. Jetzt muss er zum Raumschiff zurück und es hierher führen. Sion konzentriert sich nichtmehr und befindet sich wieder auf dem Schiff.

Noch immer sitzt er auf seinem Sitz hinter den Piloten als wäre nichts geschehen. Er sagt Kira, dass er den Planeten gefunden hat und sie weiterfliegen können. Der Pilot setzt das Raumschiff wieder in Bewegung und Sion gibt Anweisungen, in welche Richtung der Pilot das Schiff steuern soll. Langsam kommen sie ihrem Ziel immer näher, bis sie tatsächlich direkt auf den gesuchten Planeten zufliegen. Sie tauchen durch die Atmosphäre und setzen gleich zur Landung an. Jetzt ist Sion wieder dran. Er konzentriert sich wieder und macht sich auf die Suche nach dem Turm mit dem zweiten Stab. Zuerst bewegt er sich in größerer Höhe, um nach der Berglandschaft mit den lang gestreckten Tälern zu suchen. Als er sie entdeckt hat, geht er tiefer und durchsucht die Täler nach dem Gebäude. Nach einiger Zeit findet er tatsächlich den Turm. Er geht wieder höher und versucht das Raumschiff zu erblicken, um sich den Weg zum Turm zu merken. Als er es entdeckt, versucht er sich die Richtung zu merken. Jetzt hört er wieder auf sich zu konzentrieren und befindet sich wieder im Raumschiff. Er gibt dem Piloten Anweisungen, in welche Richtung er fliegen soll. So fliegen sie über die Landschaft, bis sie das Tal mit dem gesuchten Turm erreichen. Alle sind froh endlich angekommen zu sein und sind gespannt auf den zweiten Stab.

Der Pilot landet das Raumschiff gleich neben dem Gebäude und Sion verlässt mit Kira, Faro und zwei weiteren bewaffneten Sicherheitsleuten das Schiff. Immer noch sieht der Turm verlassen aus. Sion geht voraus, denn er kennt sich ja schon aus und die anderen folgen ihm. Sie gehen vorsichtig hinein und schauen, ob auch wirklich niemand da ist. Alles ist ruhig und somit gehen alle die Treppen hinauf bis zu der Stelle, wo Sion den Stab gesehen hatte. Er liegt immer noch auf derselben Stelle im Schrank in dem einen Raum und alle sind erleichtert, dass er noch da ist. Es ist tatsächlich der gleiche wie auf Altan. Alle sind sehr aufgeregt und neugierig was dieser Stab wohl bewirkt. Kira nimmt den Stab voller Ehrfurcht an sich und sieht sich noch kurz im Raum um. Sie würde gerne wissen, wer hier lebt oder gelebt hat. Vielleicht findet sie irgendwo noch einen Anhaltspunkt.

Plötzlich wird es draußen laut. Alle laufen zum Fenster und wollen wissen, was los ist. Da sehen sie zwei fremde Raumschiffe über ihnen die den Silbervogel unter Beschuss nehmen. Dieser ist jedoch schon in der Luft um kein leichtes Ziel abzugeben. So tobt im Himmel ein kleiner Luftkampf und Sion kann mit den anderen im Turm nur zusehen und abwarten, wie er ausgeht. Es sind Tranorianische Schiffe, die scheinbar immer noch den Planeten nach Sion absuchen. Doch der Silbervogel ist dank seiner modernen Technologie und Technik aus verschiedenen Kulturen und einer sehr guten Besatzung den Angreifern überlegen. Der Silbervogel kann die beiden Schiffe abschießen und setzt sofort wieder zur Landung an. Der Vorfall wird bei den Tranorianern nicht unbemerkt bleiben und bald werden vielleicht noch mehr Schiffe hier sein. Sion weiß, dass sie so schnell wie möglich hier weg müssen. Sie schauen sich noch mal kurz im Turm um, ob sie noch etwas Interessantes entdecken. Dann verlassen alle das Gebäude und laufen zum Raumschiff. Als sie im Schiff sind, bedankt sich Kira noch kurz bei Pino, dass er und seine Besatzung bei dem Angriff so schnell reagiert hatten und die Angreifer besiegen konnten. Als alle auf ihren Plätzen sitzen, startet der Pilot das Schiff und sie heben ab. Mit maximaler Beschleunigung verlassen sie den Planeten zurück nach Altan.

Als sie dort gelandet sind, verlassen Sion, Kira und Faro das Schiff und laufen mit dem zweiten Stab in die Höhle, wo der erste Stab liegt. Dort angekommen überlegen sie, wer den neuen Stab zuerst benutzen soll. Sie einigen sich auf Kira, denn sie ist sozusagen die oberste Hüterin des Stabes oder besser gesagt jetzt der Stäbe. Kira nimmt somit den Stab und aktiviert ihn, wie sie es auch mit dem ersten Stab gemacht hatte. Sie konzentriert sich einen Moment und versucht herauszufinden, was der neue Stab bewirk. Sie erkennt ein neues Gefühl, das sie soeben bekommen hat. Sofort konzentriert sie sich darauf, erkennt aber keine Wirkung. Sie übergibt Faro den Stab, der ihn auch gleich aktiviert. Jetzt darf Sion den Stab benutzen, da er als gleichwertiges Mitglied dazugehört. Er aktiviert den Stab und überlegt eine Weile. Dann konzentriert er sich auf das neue Gefühl und bewegt er sich in seinen Gedanken den Weg entlang vom Podest weg auf dem sie gerade stehen. Er beendet die Konzentration auf das zweite Gefühl und plötzlich steht er genau da, wo er sich gerade mit seinen Gedanken befand. Er hat sich sozusagen an diese Stelle teleportiert. Kira und Faro sehen nur, dass Sion erst neben ihnen stand und jetzt in einiger Entfernung wieder auftaucht. Kira fragt ihn sofort, wie er das gemacht hat und Sion erzählt ihnen alles ganz genau. Kira und Faro müssen es natürlich gleich ausprobieren und es funktioniert sofort.

Kira will die Neuigkeit gleich den anderen Bewohnern Altans melden. Sie gehen dann alle zusammen zur großen Halle, wo sie noch die erfolgreiche Stabsuche feiern wollen. Sie holen sich was zu essen und zu trinken und setzen sich an einen Tisch. Auch die anderen Bewohner von Altan kommen in die Halle, um mitzufeiern. Sion sieht viele Leute jetzt zum ersten Mal, da sie ja normalerweise überall verstreut sind. Einige werden allerdings erst später feiern, hauptsächlich die, die eine wichtige Aufgabe haben und später abgelöst werden. Kira, Sion und Faro unterhalten sich gerade beim Essen, als Pino kommt und sich dazu setzt. Sie stellen sich vor was sie mit dieser neuen Fähigkeit alles machen können. Welche Macht und welche Möglichkeiten sie damit haben. Auch Sion hätte nie gedacht, als Mensch einmal solche Fähigkeiten zu besitzen. Was würde passieren, wenn er irgendwann mal wieder nach Hause fliegt. Er wird nicht mehr derselbe sein. Seine Kameraden dürfen nichts davon mitbekommen, welche besonderen Fähigkeiten er jetzt besitzt. Das wird sehr schwer sein, denn irgendwann wird er sie einsetzten und jemand wird es bemerken. Er muss sich das Ganze noch mal überlegen, ob er nach Hause gehen will. Nach einiger Zeit des Feierns geht Sion erst mal schlafen. Er hat im Wohngebäude eine eigene kleine Wohnung bekommen, wohin er sich zurückziehen kann. Da er ja jetzt einer von ihnen ist, könnte er natürlich für immer hier bleiben.

Nach langem Schlaf steht Sion auf und schaut durch das Fenster nach draußen. Plötzlich steht Kira neben ihm. Er erschreckt im ersten Moment, da er damit natürlich nicht gerechnet hat. Er sagt ihr auch gleich, dass sie das aber nicht immer so machen soll. Sie kann ja auch vor der Tür warten und anklopfen. Kira entschuldigt sich, dass sie ihre neue Gabe gleich eingesetzt hat. Sie hat es allerdings sehr eilig und muss ihm unbedingt etwas zeigen. Sion macht sich fertig und folgt Kira in einen Raum, wo sich einige Leute befinden, die vor sich auf einem Tisch verschiedene Unterlagen liegen haben. Erst als er sie genauer ansieht, erkennt er, dass es die Aufzeichnungen vom Turm sind, die er mit dem Kompass mitgenommen hat. Diese Leute haben sich die Unterlagen angesehen, während Sion und die anderen auf der Suche nach dem zweiten Stab waren. Kira setzt sich mit Sion an diesen Tisch und zeigt ihm einige Schriftstücke mit Zeichnungen. Er sieht sie an und Kira weist ihn auf ein paar besondere Merkmale hin. Auf einigen Zeichnungen sind drei Stäbe abgebildet. Auch in manchen Textstellen ist von drei Stäben die Rede. Sion ist echt überrascht. Er fragt Kira, ob das heißen soll, dass es noch einen dritten Stab gibt? Sie weiß es auch nicht, aber es sieht sehr danach aus. Allerdings kann man aus den Unterlagen nicht herausfinden, wo er ist. Was für eine Macht würde einem ein dritter Stab wohl verleihen, wenn die ersten zwei schon so mächtig sind. Kira sagt, dass sie die Aufzeichnungen schon angesehen hat, aber keinen Hinweis auf den Verbleib des dritten Stabes finden kann. Kira meint, dass Sion vielleicht etwas entdeckt, wenn er sich die Schriftstücke ansieht.

Sion nimmt ein paar Unterlagen mit und setzt sich an einen freien Tisch. Er liest sich alles durch und schaut dazu die Zeichnungen an. Jedes Schriftstück versucht er einzusortieren. Zum Schluss hat er sie scheinbar zeitlich in eine Reihe gebracht. Einige Aufzeichnungen scheinen Übersetzungen zu sein, weil sie gar nicht zum Schreibstil der anderen Blätter passen. Er versucht zu verstehen was da geschrieben steht aber es ist alles ziemlich merkwürdig. Nun versucht er sich darauf zu konzentrieren einen Hinweis zu erkennen, wo der dritte Stab sich befindet. In den Schriften ist nichts darüber zu lesen. Jetzt schaut er sich die Zeichnungen ganz genau an. Man erkennt auf einer Zeichnung die drei Stäbe und noch ein Gegenstand, der wie ein Dreieck aussieht. Der Zusammenhang ist aber nicht ersichtlich. Viele Zeichnungen sind einfach nicht zu interpretieren. Auf einem Blatt ist nur ein einziges Symbol abgebildet. Es ist ein Kreis, auf dessen Kreislinie am oberen Ende eine kleine senkrechte Linie nach oben wegläuft und am unteren Ende eine kleine Linie nach unten weggeht, also jeweils weg vom Mittelpunkt des Kreises. Über diesem Symbol ist noch ein Kreis, auf dessen Kreislinie am oberen Ende eine kleine senkrechte Linie jedoch nach unten geht, also Richtung Mittelpunkt. Ganz unten steht das Wort Mela. Er schaut sich das Symbol noch mal ganz genau an und versucht zu verstehen, was es bedeuten könnte. Plötzlich fällt ihm etwas auf.

Über ein Funkgerät ruft er Kira, die gerade unterwegs ist, ob sie vorbeikommen kann. Als sie eintrifft, zeigt er ihr die Zeichnung. Er glaubt zu wissen wo, der dritte Stab sein könnte. Wenn man die Fundorte der Stäbe auf den Planeten auf das Symbol überträgt, würde es einen Sinn ergeben. Beim oberen Kreis könnte es sich um Altan handeln, denn der Stab befindet sich in der Höhle, also unterhalb der Planetenoberfläche. Die Linie könnte der Stab innerhalb des Kreises, also des Planeten sein. Beim unteren Kreis könnte es sich um den anderen Planeten handeln, wo sie den zweiten Stab gefunden hatten. Er war über der Planetenoberfläche, nämlich im Turm, was die obere Linie bedeuten könnte. Würde man so weiterdenkt, müsste sich der dritte Stab auch über der Oberfläche, vielleicht auch in einem Turm, befinden. Nach dem Symbol wäre das genau auf der gegenüberliegenden Seite des Planeten, wo sie den zweiten Stab gefunden hatten. Nur mit dem Wort Mela kann Sion nichts anfangen. Kira sieht Sion an und meint, dass sie sofort wieder nach Limea fliegen müssen. Sion fragt nach, wen oder was sie mit Limea meint. Sie antwortet, dass sie im Laufe der Zeit viele Sternkarten gesammelt haben und diese mit den Raumschiffsaufzeichnungen während ihrer letzten Suche nach dem Planeten mit dem zweiten Stab verglichen haben. Somit ist dieser Planet unter diesem Namen bekannt. Kira nimmt das Funkgerät und ruft Faro. Auch er sieht sich die Sache an und gibt Piro Bescheid, dass er das Raumschiff wieder bereit macht.

Zusammen gehen die drei zur großen Halle, um vor der Abreise noch was zu essen. Auch dieses Mal müssen sie sich beeilen, denn die Tranorianer wissen jetzt von ihnen und werden den Planeten Limea beobachten. Kira hofft nur, dass sie den dritten Stab, wenn er denn dort sein sollte, nicht gefunden haben. Nach einiger Zeit kommt Pino vorbei und gibt Bescheid, dass das Schiff startbereit ist. Die drei folgen ihm hinaus auf die Plattform, wo der Silbervogel wieder bereitsteht. Sie steigen ins Raumschiff und nehmen die gleichen Plätze ein wie beim Flug zuvor. Das Schiff hebt ab und fliegt in Richtung Limea. Der Pilot braucht diesmal den Planeten nicht zu suchen, da die Flugdaten des letzten Fluges gespeichert wurden und somit Limea als Ziel direkt angeflogen werden kann. So dauert es auch nicht lange, bis sie ihr Ziel erreichen. Selbst die Position des Turmes wurde anhand der geografischen Begebenheiten gespeichert. So haben sie diesen auch gleich wieder gefunden. Jetzt müssen sie nur noch auf die gegenüberliegende Seite des Planeten fliegen und finden dort hoffentlich den dritten Stab.

Doch als sie am Turm vorbeifliegen, kommt ihnen etwas merkwürdig vor. Sie beschließen kurz zu landen und nachzuschauen. Kira, Sion, Faro und noch zwei bewaffnete Sicherheitsleute verlassen das Raumschiff und gehen zum Turm. Als sie hineinschauen, erkennen sie sofort, dass jemand hier war. Alles wurde durchsucht und dabei wurde ein großes Durcheinander hinterlassen. Faro vermutet sofort, dass das die Tranorianer gewesen sind. Sie wussten von dem Luftkampf mit dem Silbervogel, der hier gelandet war. Also sind weitere Tranorianische Schiffe hierhergekommen und haben natürlich den Turm gefunden. Es ist möglich, dass sie jetzt vielleicht den ganzen Planeten untersuchen, ob sie noch mehr Fremde finden. Somit wäre es nur eine Frage der Zeit wann sie auf der anderen Seite von Limea den dritten Stab finden, wenn er wirklich dort ist. Schnell laufen alle wieder ins Raumschiff, um so rasch wie möglich auf die andere Seite des Planeten zu fliegen. Gleichzeitig müssen sie jedoch aufpassen von den Tranorianern nicht entdeckt zu werden, falls diese noch hier sind.

Der Pilot hat das neue Ziel im Bordcomputer eingegeben und steuert den Silbervogel im rasanten Tiefflug auf die andere Seite des Planeten. Sie fliegen über weite Ebenen mit vielen exotischen Pflanzen. Unterwegs entdecken sie ein abgestürztes Raumschiff, können es aber nicht identifizieren. Es könnte abgeschossen worden sein. Sie fliegen vorsichtig weiter. Kurz bevor sie ihr Ziel erreichen, kommen sie wieder an diese Berglandschaft mit den lang gezogenen Tälern, wie sie auch auf der anderen Seite zu finden sind. Der Pilot verlangsamt die Geschwindigkeit, um nach einem Gebäude oder etwas anderem auffälligen zu suchen. Systematisch durchqueren sie die Täler. Die Mannschaft ist auf ihrem Posten da sie jederzeit auf Tranorianer stoßen können. Nach einiger Zeit des Suchens entdecken sie tatsächlich in einem Tal einen kleinen Turm, der dem auf der anderen Seite ähnlich ist. Das könnte ihr Ziel sein. Jedoch haben sie ein Problem, da gleich neben dem Turm ein Raumschiff der Tranorianer gelandet ist. Daneben liegt ein zerstörtes kleineres Raumschiff. Möglicherweise befinden sich die Tranorianer gerade im Gebäude.

Sofort fliegen sie aus dem Tal hinter die Berge. Sie suchen einen Felsvorsprung, wo sie den Silbervogel unterstellen können, um nicht gleich entdeckt zu werden. Als sie eine geeignete Stelle gefunden haben und gelandet sind, verlassen Sion, Kira, Faro und fünf weitere Sicherheitsleute das Schiff. Jeder der Besatzung des Silbervogels hat den zweiten Stab schon aktiviert, sodass sie alle die neue Fähigkeit nutzen können. Kira gibt Anweisungen, wie sie jetzt vorgehen. Sie meint, dass sie durch Teleportieren am unauffälligsten zum Turm gelangen. Kira zeigt auf eine Stelle auf dem Berg, wo sie sich treffen. Einer nach dem anderen teleportiert sich sofort dorthin. Als alle angekommen sind, schauen sie vorsichtig ins Tal, um nach der nächsten Stelle zu suchen, wo sie sich treffen. Neben dem Raumschiff der Tranorianer ist am Fuß des Berges eine kleine Öffnung das wie ein Höhleneingang aussieht. Kira begibt sich durch Teleportieren zuerst dorthin und gibt nach einer Weile ein Zeichen, dass die anderen nachkommen sollen.

Als alle dort sind, verstecken sie sich hinter dem Eingang und überlegen, wie sie weiter vorgehen sollen. Sie sollten vielleicht zuerst nachsehen, ob sich im Raumschiff noch jemand befindet. Faro macht sich bereit, um mit seinen Gedanken das Raumschiff zu durchsuchen. Er begibt sich ins Schiff und schaut sich darin um. Ein Tranorianer sitzt auf dem Pilotensitz und beobachtet die Instrumente vor ihm, während zwei weitere durch die Fenster nach draußen blicken, um die Umgebung zu beobachten. Als Faro zurückkehrt, meldet er, dass sich drei Tranorianer im Schiff aufhalten. Er bespricht mit den fünf Sicherheitsleuten noch kurz ihr Vorgehen und diese begeben sich dann mit ihren Gedanken ins Schiff. Jeder der fünf begibt sich auf eine bestimmte Position um die Tranorianer gleichzeitig auszuschalten. Als alle ihre Stellung eingenommen haben, schauen sie auf ihre Uhr. Sie haben eine Zeit eingestellt, wo sie sich alle gleichzeitig an ihre Stelle teleportieren. Als die Zeit gekommen ist, erscheinen vor den Tranorianern plötzlich die fünf bewaffneten Sicherheitsleute. Diese überwältigen die Schiffsbesatzung im Nu, da die Tranorianer durch den Überraschungseffekt keine Möglichkeit hatten, sich zu wehren. Selbst wenn noch einige von ihnen im Turm sind, konnten sie diese in der kurzen Zeit nicht warnen.

Die Sicherheitsleute kehren wieder zum Höhleneingang zurück und besprechen, wie sie weiter machen. Jetzt müssen sie in den Turm um nachzuschauen ob, wo und wie viele Tranorianer sich darin aufhalten. Wieder macht sich Faro bereit sich in Gedanken in den Turm zu begeben. Er bewegt sich durch den Eingang und begibt sich langsam nach oben. Unterwegs trifft er einige Tranorianer die das ganze Gebäude durchsuchen. Faro versucht, sich dessen Anzahl und den Aufenthaltsort zu merken. Als er wieder zum Höhleneingang zurückkommt, berichtet er von fünf Tranorianern im Turm. Allerdings sind diese immer in Bewegung und laufen von einem Raum zum anderen. Es ist somit schwerer sie zu überraschen als diese im Raumschiff. Nach kurzer Beratung beschließen sie, dass sie sich zuerst einmal alle in Gedanken in den Eingangsbereich begeben und sich, falls sich da kein Tranorianer befindet, dorthin teleportieren. Kurze Zeit später stehen alle acht im untersten Raum des Turmes. Man hört wie die Tranorianer in den oberen Stockwerken die Räume durchsuchen. Nun wollen sie sich langsam hocharbeiten. Faro übernimmt die Aufgabe die einzelnen Stockwerke nach Tranorianern abzusuchen. Er begibt sich in Gedanken ein Stockwerk höher wo im Moment nur ein Tranorianer beschäftigt ist. Faro teleportiert sich hinter ihn, als dieser gerade einen Schrank durchwühlt, und schaltet ihn aus. Er geht vorsichtig zur Treppe und gibt den anderen Zeichen, dass sie hochkommen können. Zwei Sicherheitsleute bleiben unten um den Eingangsbereich zu sichern, die anderen gehen leise nach oben zu Faro. Dieser begibt sich in Gedanke wieder ein Stockwerk höher. Auch da ist nur ein Tranorianer anwesend. Faro wartet auf eine günstige Gelegenheit und erledigt auch diesen. Wieder geht er zur Treppe und gibt den anderen Bescheid. Als diese oben sind, macht sich Faro wieder bereit den Turm weiter abzusuchen. Er bewegt sich wieder in Gedanken von einem Stockwerk zum anderen. Nach einer Weile ist er wieder zurück und berichtet den anderen, dass die restlichen drei Tranorianer sich ganz oben im Turm befinden. Jetzt müssen sie sich was einfallen lassen. Kira meint, dass man die drei auch besser einzeln ausschalten sollte. Plötzlich hören sie wie die Tranorianer die Treppen herunter laufen. Kira gibt den drei Sicherheitsleuten Bescheid, dass sie sich nach unten zu den anderen teleportieren sollen, während sie mit Faro und Sion sich in den obersten Stock des Turmes teleportieren. Als Kira und die anderen zwei im verlassenen obersten Stockwerk angekommen sind, begeben sie sich in Gedanken die Treppen Stück für Stück hinab, den Tranorianern hinterher. Sie wollen sie im Auge behalten. Diese gehen tatsächlich ganz nach unten. Jeder von ihnen hat etwas in der Hand, dass sie scheinbar mitnehmen wollen. Als diese die Treppe zum untersten Stock hinuntergehen, werden sie von den Sicherheitsleuten empfangen. Die Tranorianer können sich nicht zurückziehen, da bereits Sion, Faro und Kira sich hinter sie teleportiert haben und ihnen den Weg abschneiden.

Nachdem alle Tranorianer ausgeschaltet sind, kann man sich endlich auf die Suche nach dem dritten Stab machen. Zwei Sicherheitsleute bleiben im Eingangsbereich, während sich die anderen einteilen, die einzelnen Stockwerke nach dem dritten Stab zu durchsuchen. Kira, Sion und Faro suchen zuerst im obersten Stockwerk des Turmes. Im ersten Turm waren dort die interessantesten Dinge zu finden und vielleicht gibt es auch hier wieder Wichtiges zu entdecken. Nach einiger Zeit müssen sie jedoch feststellen, dass es hier nichts Außergewöhnliches gibt. Den Stab haben sie auch noch nicht gefunden und somit gehen sie ein Stockwerk tiefer und suchen dort weiter. Die drei restlichen Sicherheitsleute haben inzwischen von unten angefangen zu suchen und arbeiten sich nach oben. Als sich beide Gruppen treffen und der Stab immer noch nicht gefunden ist, kommen erste Zweifel, ob er überhaupt hier ist. Aber so schnell wollen sie nicht aufgeben. Beide Gruppen suchen jetzt jeweils die Räume der anderen Gruppe ab, ob diese etwas übersehen haben.

Während der Suche kommt Sion plötzlich ein Gedanke. Die Tranorianer hatten doch, als sie den Turm verlassen wollten, jeder etwas dabei, das sie wahrscheinlich mitnehmen wollten. Vielleicht haben sie schon einige Sachen zu ihrem Schiff gebracht. Sion läuft hinaus und will in das tranorianische Raumschiff hinein. Da es aber verschlossen ist, muss er sich hineinteleportieren. Er geht durch das ganze Schiff, um es zu durchsuchen. Auf einmal entdeckt er einen kleinen Nebenraum, in dem allerhand verschiedene Dinge liegen. Es sieht so aus, als ob es zusammen gesammelte Sachen sind. Er schaut sich diese genauer an und tatsächlich liegt auf einmal vor ihm der dritte Stab. Sion ist im ersten Moment wie geschockt. Er hat ihn tatsächlich gefunden. Mit dem Stab in der Hand teleportiert er sich zurück zu den Anderen. Als er plötzlich vor Kira auftaucht, war diese ebenfalls wie geschockt. Die Freude über den Fund hat sie wirklich überwältigt. Sion erzählt ihr von den Sachen im Schiff und ruft danach die Anderen herbei. Sie teleportieren sich ins tranorianische Schiff und nehmen die Sachen mit die diese eingesammelt haben. Was interessant ist, nehmen sie mit nach Altan, das andere legen sie wieder in den Turm. Danach teleportieren sie sich in den Silbervogel und fliegen nach Hause nach Altan.

Dort angekommen begeben sich Kira, Faro und Sion sofort wieder in die Höhle, wo sich die beiden anderen Stäbe befinden. Alle sind sich einig, dass Kira wieder zuerst den neuen Stab aktivieren darf. Sie nimmt ihn erwartungsvoll in die Hände und wartet noch einen Moment. Keiner weiß, was passieren wird. Alle schauen sich noch mal kurz an und Kira aktiviert den Stab. Doch was jetzt passiert hat niemand erwartet. Kira ist plötzlich verschwunden. Nur der Stab ist zurückgeblieben und liegt auf dem Boden. Faro und Sion sehen sich verwundert an und versuchen zu begreifen, was gerade passiert ist. Sion überlegt kurz und teleportiert sich in seine Wohnung. Dort sucht er noch ein paar Sachen zusammen und teleportiert sich zurück zur Höhle. Er sagt Faro, dass er Kira nicht allein lassen will, und bittet ihn hier zu bleiben und abwarten was passiert. Es bringt ja nichts, wenn alle verschwinden. Einer muss zurückbleiben und aufpassen, dass keiner den dritten Stab benutzt, solange nicht geklärt ist, was geschehen ist. Daraufhin nimmt Sion den dritten Stab und aktiviert ihn. Auch er verschwindet wie auch Kira zuvor.

Einen Moment später steht Sion an einem ihm unbekannten Ort. Er steht auf einem kleinen, runden Platz, der mit Steinen gepflastert ist und in dessen Mitte eine kleine Säule steht. Auf der Oberseite dieser Säule ist eine Vertiefung in Form eines Dreiecks zu sehen. Sion sieht sich um und erkennt eine weite Graslandschaft, die von Hügeln durchzogen ist. In einiger Entfernung erkennt er eine Person laufen. Er ruft ihr nach, und als sich diese umdreht, erkennt er Kira. Sofort läuft er zu ihr. Sie fragt ihn, warum er ihr gefolgt ist und er antwortet nur, dass er sie nicht allein lassen will. Beide sind jetzt irgendwo und haben keine Ahnung was sie hier sollen. Sie wollen zuerst einmal die Umgebung absuchen, aber die Fähigkeiten, die sie von den beiden Stäben bekommen haben funktionieren hier nicht. Also laufen sie weiter auf den nächsten Hügel um sich umzuschauen ob sie etwas Neues entdecken. Hinter dem Hügel befindet sich in einiger Entfernung ein See. Er ist nicht besonders groß und leicht überschaubar. Sie laufen zu ihm hin und Sion geht direkt bis an das Wasser. Er streckt langsam seine Hand hinein und nimmt sich ein wenig Wasser zum Trinken. Vorsichtig probiert er es und meint, dass das Wasser irgendwie eigenartig schmeckt, aber man es trinken kann. Dann geht er wieder zu Kira und sie beschließen den See zu umrunden.

Als sie auf der anderen Seite des Sees angekommen sind, setzen sie sich ans Ufer um sich kurz auszuruhen. Als ihre Blicke so über den See schweifen, entdecken sie auf einmal eine fremde Person über einen Hügel in Richtung des Sees kommen. Sion und Kira halten vorsichtshalber ihre Waffen bereit und machen sich bemerkbar. Als die andere Person die beiden bemerkt, bleibt sie kurz stehen, winkt mit den Armen und läuft dann schnell auf die beiden zu. Sie scheint froh zu sein endlich wieder jemand zu sehen. Als die Person näher kommt, kann man eine Frau erkennen. Als sie fast da ist, verlangsamt sie ihr Tempo und sie erkennt Kira. Auch Kira erkennt die andere Frau. Es ist Mela. Sie kennen sich von Altan. Beide umarmen sich erst einmal und freuen sich einander zu sehen. Kira stellt ihr Sion vor und fragt dann, wie sie hierhergekommen ist. Sie antwortet, dass das eine lange Geschichte ist und beginnt zu erzählen:

Sie ist gerade mit ihrem Raumschiff von Darina zurück nach Altan. Darina ist ein Planet, der oft besucht wird, um dort einzukaufen, vor allem Maschinen und Ersatzteile. Unterwegs bekommt Mela Probleme mit ihrem Schiff und sucht einen Planeten, auf dem sie notlanden kann. Zufällig kommt sie am Planeten Limea vorbei, dessen Umweltbedingungen für sie akzeptabel sind. Sie landet gerade noch rechtzeitig mitten in einer großen Ebene, wo es einige kleine exotische Pflanzen gibt. Sie steigt aus und schaut sich um, aber weit und breit nichts von einer Siedlung oder Ähnlichem zu sehen. Plötzlich fliegt ein kleines Raumschiff über sie hinweg und landet in einiger Entfernung von ihr. Sie hält ihre Waffe bereit und wartet, ob jemand aus dem Raumschiff kommt. Auf einmal hört sie eine Stimme hinter sich die sagt, dass sie keine Angst haben braucht. Erschrocken dreht sie sich um und erkennt einen alten Mann vor sich stehen. Sie würde gerne wissen, wie er da so plötzlich hingekommen ist, erzählt ihm aber lieber von dem Problem mit ihrem Raumschiff. Ein Bauteil der Elektronik ist kaputt gegangen und muss ersetzt werden. Man muss es allerdings erst besorgen, da sie kein Ersatz dabei hat. Vielleicht kann der alte Mann ihr dabei helfen. Er sagt, dass er ihr gerne helfen werde, Nasalo heißt und nicht weit von hier wohnt. Er ist sehr freundlich und bietet Mela an sie erst mal mit zu sich nach Hause zu nehmen, da die Nacht langsam hereinbricht. Mela willigt ein. Sie schaltet noch schnell das Notsignal des Raumschiffes ein um vorbei fliegende altanische Raumschiffe auf sich aufmerksam zu machen. Dann nimmt sie noch ihren Kompass mit, damit ihn keiner findet. Danach fliegen beide mit seinem Raumschiff zu seiner Wohnung.

Es ist ein kleiner Turm inmitten eines Tals. Er zeigt ihr ein Zimmer in der sie so lange wohnen kann, bis ihr Raumschiff wieder repariert ist. Sie bedankt sich erst einmal für die Gastfreundschaft und die angebotene Hilfe zur Reparatur ihres Schiffes, dann setzen sie sich in einem Zimmer an einen Tisch und Nasalo bringt etwas zu essen und zu trinken. Von allem ist reichlich da. Nachdem alle satt sind und es draußen schon dunkel ist, geht Mela in ihr Zimmer, um zu schlafen. Als sie eine Zeit lang in ihrem Bett liegt und einfach nicht schlafen kann, steht sie auf und verlässt leise ihr Zimmer. Vielleicht kann sie mit Nasalo noch ein wenig reden, bis sie müde genug ist, um einzuschlafen. Aber niemand ist zu sehen. Sie geht langsam weiter und sieht in einem Zimmer durch die nicht ganz geschlossene Tür noch Licht. Vorsichtig schaut sie hinein und sieht Nasalo an einem Tisch sitzen, um scheinbar einige Unterlagen zu studieren. Neben dem Lesen macht er sich auch noch Notizen. Da sie ihn nicht stören will, geht sie wieder auf ihr Zimmer und versucht zu schlafen. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, ist Nasalo bereits wach und das Frühstück schon aufgetischt. Nach dem Frühstück fliegen beide zu Melas Raumschiff, um das defekte Bauteil auszubauen. Als sie zurückkehren, sagt Nasalo, dass er versuchen wird, das Ersatzteil zu besorgen. Er muss allerdings erst auf die andere Seite des Planeten fliegen. Dort hat er noch ein Haus, wo sein großes Raumschiff steht. Das kleine Schiff ist für interplanetarische Flüge nicht geeignet. Mela soll hier im Turm so lange auf ihn warten. Sie sagt ihm noch schnell, dass sie gerade Waren gekauft hat und deswegen kein Geld mehr besitzt. Doch Nasalo winkt ab und sagt, dass er das schon mache. Dann sucht er noch ein paar Sachen zusammen und macht sich auf den Weg. Er will nach Darina fliegen, um das Teil zu besorgen.

Als er den Turm verlässt, geht Mela in das Zimmer, in dem er die Unterlagen studierte. Da diese nicht mehr auf dem Tisch liegen, fängt sie an nach ihnen zu suchen. Nach einer Weile findet sie eine Kiste, in der die Aufzeichnungen liegen. Sie stellt die Kiste auf den Tisch und schaut kurz die Blätter darin an. Als sie dabei auf einigen Blättern auf Zeichnungen stößt, wirkt sie auf einmal ganz aufgeregt. Dort sind Stäbe abgebildet, die so aussehen wie der auf Altan. Es sind bis zu drei Stäbe gleichzeitig auf einem Bild. Bisher ist den Altanern nur einer bekannt. Soll es wirklich mehr davon geben und was weiß Nasalo darüber. Mela ist klar, wie mächtig so ein Stab jemand machen kann. Sie hat selber schon einen aktiviert. Was wäre, wenn es wirklich mehr davon gibt, Nasalo einen besitzt oder sogar schon aktiviert hat? Mela blickte sich im Zimmer um und fängt an überall hineinzusehen, ob sie was entdeckt. Als sie einen Schrank durchsucht, bleibt sie plötzlich eine kurze Zeit regungslos stehen. Sie hat tatsächlich einen Stab gefunden, der im Schrank versteckt ist. Ihr erster Gedanke ist, ob Nasalo ihn schon aktiviert hat. Sie muss auf jeden Fall vorsichtig sein und darf ihn nicht unterschätzen. Sie würde den Stab am liebsten gleich nach Altan bringen, hat aber natürlich kein Raumschiff. Sie ist hier gefangen. Wenn sie den Stab irgendwie von hier wegbringen könnte, dann muss sie auf jedenfalls an Nasalo vorbei. Da sie nicht weiß, wie überlegen er ihr ist, entschließt sie sich diesen Stab zu aktivieren, was immer dann geschieht. Wenn es der einzige Stab wäre und Nasalo ihn bereits aktiviert hat, hat sie damit schon ihren zweiten aktiviert. Sie wäre ihm somit überlegen. Dann aktiviert Mela den Stab und wartet einen Moment, was passieren wird. Da nichts Besonderes passiert, stellt sie den Stab wieder in den Schrank. Dann versuchte sie herauszubekommen, was dieser Stab für Fähigkeiten in einem hervorruft. Sie erkennt zwar gleich das neue Gefühl, wenn sie sich konzentriert passiert aber nichts. Sie muss erst ein paar Mal herumprobieren, bis sie entdeckt wie er funktioniert und was er bewirkt.

Als sie dahinter kommt, dass man sich mit ihm teleportieren kann, fällt ihr etwas ein. Als sie auf diesem Planeten notlanden musste und Nasalo mit seinem Raumschiff vor ihr landete, war dieser doch plötzlich hinter ihr, ohne dass er aus dem Schiff stieg. Er konnte es nur mit Teleportation gemacht haben. Er bräuchte auch kein Geld für das Besorgen des Ersatzteils, da er es einfach nehmen konnte und sich zum Raumschiff zurück teleportieren. Deswegen will er es auch alleine besorgen, damit Mela nichts von seinen Fähigkeiten bemerkt. Das heißt, er muss mindestens zwei Stäbe aktiviert haben. Den auf Altan kennt er wahrscheinlich nicht, also muss er noch einen Stab besitzen oder zumindest irgendwo noch einen aktiviert haben. Schon der Gedanke, dass sich noch ein Stab hier befindet, ist für Mela sehr aufregend. Zuerst durchsucht sie noch mal das ganze Zimmer. Danach geht sie von einem Raum zum andern. Sie macht es schnell aber auch sorgfältig damit Nasalo nichts bemerkt, wenn er zurückkommt. Als das ganze Gebäude abgesucht ist und noch immer kein weiterer Stab entdeckt wurde, setzt sie sich in einen Sessel und denkt nach. Plötzlich fällt ihr ein, dass Nasalo unterwegs zu seinem anderen Haus auf der anderen Seite des Planeten ist um dort in sein großes Raumschiff umzusteigen. Vielleicht hat er ihn dort versteckt. Mela macht es sich auf ihrem Sessel bequem und konzentriert sich. Sie will mit ihren Gedanken Nasalos Raumschiff folgen, um seine zweite Wohnung zu finden. Diese kann sie dann bei Gelegenheit nach dem anderen Stab durchsuchen. Sogleich bewegt sie sich mit ihren Gedanken hinaus, um von großer Höhe nach dem Raumschiff Ausschau zu halten. Gleichzeitig bewegt sie sich in Richtung der gegenüberliegenden Seite des Planeten, wo Nasalo hin will. Als sie der anderen Seite näher kommt, geht sie etwas tiefer. Auch hier sind wieder diese Berge mit den lang gezogenen Tälern. Nach einiger Zeit entdeckt sie doch noch etwas, das sich durch die Luft bewegt. Es ist tatsächlich Nasalos Schiff. Mela ist froh ihn gefunden zu haben und bleibt bei ihm dran. Kurze Zeit später setzt er zur Landung an und Mela erkennt einen kleinen Turm. Das muss sein zweites Zuhause sein, von dem er gesprochen hat. Gleich daneben steht auch das erwähnte größere Raumschiff. Sie beobachtet weiter, was er jetzt tut. Zuerst steigt er aus seinem Schiff und begibt sich in das Gebäude, kommt aber gleich wieder heraus. Nun steigt er in das größere Raumschiff und setzt sich auf den Pilotensitz. Mela ist klar, dass er gleich wegfliegt, um nach dem Ersatzteil zu suchen, doch irgendwas ist seltsam. Nasalo sitzt da und blickt voll konzentriert und scheinbar geistesabwesend nach vorne. Mela erschreckt und kehrt mit ihren Gedanken sofort zurück. Sie vermutet, da er ja mindestens die gleichen Fähigkeiten wie sie hat, dass er mit seinen Gedanken herkommt und nach ihr schaut. Sie steht langsam und unauffällig auf und holt sich was zu trinken. Dann läuft sie zum Fenster und schaut hinaus. Als sie ihren Becher leer getrunken hat, stellt sie ihn auf den Tisch, schiebt den Sessel vor das Fenster und setzt sich hinein. Nach einer Weile macht sie, als ob sie im Sessel gleich einnicken würde, in Wirklichkeit konzentriert sie sich aber wieder um in Gedanken zu Nasalo zurückzukehren, um zu schauen, was er gerade macht. Er ist inzwischen mit dem Raumschiff gestartet und verlässt gerade den Planeten. Nun überlegt sich Mela ihr weiteres Vorgehen. Sie will das Risiko auf sich nehmen und sich zum anderen Turm teleportieren, um nach dem Stab zu suchen. Sie will sich auf jedenfalls beeilen bevor Nasalo etwas bemerkt.

Bevor sie geht, will sie aber noch die Kiste mit den Aufzeichnungen in ihr Raumschiff bringen, um sie mitzunehmen, wenn das Schiff repariert ist. Wenn sie dann den anderen Stab ohne Zwischenfall findet, nimmt sie diesen später auch noch mit. Auf einmal bemerkt sie draußen etwas. Als sie zum Fenster hinausschaut, sieht sie zwei fremde Raumschiffe am Horizont vorbei fliegen. So wie es aussieht, könnten es Tranorianische Schiffe sein. Schnell konzentriert sie sich und beginnt mit ihren Gedanken nach ihrem Raumschiff zu suchen. Als sie es gefunden hat, schreckt sie zusammen. Das Schiff ist total zerstört. Die Tranorianer scheinen es beschossen zu haben. Ihre einzige Hoffnung ist jetzt der andere Stab. Vielleicht kann sie mit seinen Fähigkeiten wieder nach Hause ohne auf Nasalo angewiesen zu sein. Sie kehrt mit ihren Gedanken zurück, legt ihren Kompass in die Kiste und nimmt ein leeres Blatt Papier. Darauf zeichnet sie eine Art Symbol und legt das Blatt noch in die Kiste hinein. Wenn mit ihr etwas passieren sollte, soll das Symbol demjenigen der es versteht zeigen, wo sie ist beziehungsweise wo die Stäbe sind. Sie hofft, dass das nur jemand aus Altan entschlüsseln kann. Sie schließt die Kiste ab und nimmt den Schlüssel mit. Dann versteckt sie die Kiste hinter einem Schrank. Jetzt muss sie sich aber beeilen. Schnell konzentriert sie sich und teleportiert sich, nachdem sie den anderen Turm wieder gefunden hat, in ihn hinein.

Sie schaut sich kurz um und fängt dann auch gleich an zu suchen. Systematisch durchstöbert sie einen Raum nach dem anderen. Ihr einziges Ziel ist jetzt dieser andere Stab, sofern er überhaupt hier ist. Als schon einige Zeit vergangen war und sie gerade wieder einen dieser Schränke durchstöbert, sieht sie doch tatsächlich vor ihr plötzlich den dritten Stab. Sie ist so aufgeregt und doch voller innerer Freude, dass sie im Moment wie versteinert da steht. Schnell nimmt sie ihn an sich und geht mit ihm ganz nach oben. Oben angekommen schaut sie noch mal kurz durch die Fenster die Umgebung ab. Es ist nichts Besonderes zu sehen. Als sie sich gerade konzentrieren will, um zurück zum ersten Turm zu teleportieren, hört sie hinter sich ein leises Geräusch. Erschrocken dreht sie sich um und erkennt Nasalo vor der Treppe stehen. Er muss sie in Gedanken beobachtet haben und ist hierher teleportiert. Er fragt Mela, was sie mit dem Stab vorhat und was sie darüber weiß. Sofort ist ihr klar, dass Nasalo alles bemerkt hat und die einzige Hoffnung in diesem Stab liegt. Sofort aktiviert sie ihn und verschwindet plötzlich von dort.

Nun ist sie hier am See gelandet, ohne zu wissen, wo sie ist und warum sie hier ist. Das ist Melas Geschichte gewesen. Jetzt erzählt Kira ihre Geschichte von dem Besuch von Sion auf Altan und den beiden Stäben auf  Limea. Mela bemerkt natürlich sofort, dass Kira und die anderen ihre beiden Stäbe gefunden haben. Mit Hilfe der Kiste die Mela versteckt und Sion gefunden hat konnte man die beiden Stäbe finden. Mela fragt sich nur, warum die beiden Türme verlassen waren und was mit Nasalo passiert ist? Kira erzählt ihr, dass sie unterwegs ein abgestürztes Raumschiff entdeckt haben. Möglicherweise von den Tranorianern abgeschossen. Wenn das Nasalos Schiff war, ist er jetzt vielleicht tot. Er hat sich bestimmt vom Turm aus zurück zum Raumschiff teleportiert um damit zurück nach Limea zu fliegen. Möglicherweise war er dabei von den Tranorianern entdeckten worden. Mela will noch gerne wissen, warum die Tranorianer überhaupt auf Limea sind. Da antwortet Sion, dass er daran schuld ist. Er ist vor ihnen geflüchtet und hat sich auf Limea versteckt. Daraufhin haben sie scheinbar ganz Limea nach ihm abgesucht. Sion fragt Mela, wie lange sie eigentlich schon hier ist und ob es hier Nahrungsmittel gibt. Er sieht bis jetzt überall nur diese Graslandschaft. Mela antwortet ihm, dass sie selber nicht genau weiß, wie lange sie schon hier ist. Kurz bevor eine Sonne untergeht, geht eine andere auf. Es wird hier niemals dunkel, also niemals Nacht. Die einzige Nahrung, die sie kennt, die es hier gibt, ist das Wasser aus dem See. Es ist so nahrhaft, dass man, wenn man es trinkt, alles hat, was man zum Überleben braucht. Dieses Wasser ist kein normales Wasser, sondern eine besondere Flüssigkeit.

Alle reden noch miteinander, als Sion auf einmal aufsteht und sagt, dass er sich noch etwas umsehen will. Vielleicht gibt es ja doch noch etwas Interessantes zu entdecken, dass ihnen hilft zurückzukehren. Mela jedoch gibt Sion gleich zu verstehen, dass sie die ganze Umgebung schon abgelaufen ist und außer diesen scheinbar endlosen Grashügeln nichts Weiteres entdeckete. Entweder es ist weit entfernt oder es gibt wirklich nichts anderes hier. Die ganze Gegend scheint irgendwie nicht real zu sein, auch wenn es einem so vorkommt. Auf welchem Planeten sind sie denn eigentlich? Oder sind sie in einer Scheinwelt, die es in Wirklichkeit überhaupt nicht gibt. Sion setzt sich wieder zu den anderen und schaut auf den See. Da fällt ihm ein, dass er noch ein paar von den Aufzeichnungen die in der Kiste waren eingesteckt hat. Er holt sie aus seiner Tasche und schaut sie durch. Er hofft einen Hinweis zu finden, der ihnen weiterhilft. Nachdem er einige Zettel angeschaut hat, stößt er auf einen Text, den er sich genauer ansieht. Dort steht unter anderem geschrieben: “Gehe zum See, der deine Wünsche dort erfüllt. Bedanke dich bei ihm und er bringt dich zurück“. Sion überlegt, was damit gemeint ist. Der See erfüllt seine Wünsche? Wie soll er das machen? Er schaut auf den See und fängt an mit dem See zu sprechen. Die anderen blicken Sion verwundert an, das ist ihm aber egal. Er sagt dem See, dass er gerne eine Sitzbank hier hätte, damit er nicht die ganze Zeit auf dem Boden sitzen muss. Die anderen amüsieren sich ein wenig über ihn. Doch plötzlich entdeckt Sion in einiger Entfernung neben ihnen eine Sitzbank, wie er sie sich vorgestellt hat. Sogleich deutet er auf sie und die anderen schauen zu ihr. Alle sind sehr verwundert. Diese Sitzbank war vorher ganz bestimmt noch nicht da. Jetzt wird die ganze Sache aber sonderbar. Sion liest ihnen den Text vor, damit sie verstehen, worum es geht. Gemeinsam gehen sie zu der Sitzbank und setzen sich darauf. Sie ist tatsächlich echt, also keine Einbildung. Oder ist alles eine Einbildung und so gut gemacht, dass es wie echt wirkt. Sion bedankt sich bei dem See für die Sitzbank und wartet ab, was passiert. Doch er wartet vergebens, denn nichts passiert. Jetzt will er es noch mal probieren. Er wünscht sich eine kleine Hütte mit einem Tisch, drei Stühlen und drei Betten zum Schlafen darin. Auch dieser Wunsch wird sofort erfüllt und eine echte Holzhütte, wie Sion sie sich vorstellte, steht nun neben dem See. Sie hat eine Tür und auf jeder Seite ein Fenster. Auch dieses Mal bedankt sich Sion ausdrücklich bei dem See, aber wieder ist keine Reaktion zu bemerken.

Alle gehen in die Hütte hinein und setzen sich um den Tisch um zu beraten was sie nun tun sollen. Sion betont noch mal, dass im Text steht, dass man sich bedanken soll, aber warum tut sich danach nichts? Mela meint etwas schmunzelnd, dass man den See einfach bitten soll, sie heimzubringen. Sogleich geht sie vor die Tür und bittet den See darum. Doch dieses Mal passiert nichts. Dieser Wunsch wird nicht erfüllt. Sion überlegt kurz und verweist auf den Text in dem steht, dass der See die Wünsche hier erfüllt. Das könnte bedeuten, dass nur Wünsche erfüllt werden, die für das Leben hier gedacht sind. Er legt sich auf eines der Betten und denkt weiter nach während Kira und Mela miteinander reden. Nach einiger Zeit kommt ihm eine Idee. Vielleicht reicht es nicht aus, sich nur mit Worten zu bedanken. Der See hat ihnen etwas gegeben, möglicherweise will er etwas dafür zurück. Sion steht auf und geht zum See hinaus. Er läuft ans Ufer und überlegt kurz. In seiner Jackentasche hat er noch das Sprechfunkgerät einstecken, dass er auf Altan benutzt hat. Hier kann er sowieso nichts damit anfangen, also will er etwas probieren. Er wünscht sich noch einen Baum neben der Hütte. Gleich darauf sieht Sion neben der Hütte seinen Baum stehen. Er bedankt sich dafür und wirft als Gegenleistung das Funkgerät vor sich ins Wasser. Kira und Mela stehen vor der Hütte und sehen dabei etwas verwundert zu. Da erkennt Sion an der Stelle, wo er das Funkgerät hingeworfen hat, etwas im Wasser liegen. Er kann nicht genau erkennen, was es ist, aber es scheint nicht sehr groß zu sein und nicht allzu tief zu liegen. Auf jeden Fall will er es aus dem Wasser holen. Zuerst streckt er seine Arme ins Wasser und zieht sie wieder heraus. Er muss auf jeden Fall hinuntertauchen, um den Gegenstand zu holen. Er legt seine Sachen ab und geht ins Wasser. Ein letzter Blick zu Kira und Mela und dann taucht er hinunter. Er schwimmt dem Gegenstand entgegen und kommt immer näher, bis er ihn hat. Es ist ein silbriges, handgroßes Teil in Form eines Dreiecks. Auf jeder Seite ist ein Loch, das den Durchmesser eines Stabes haben könnte. Die Farbe und die Musterungen darauf sind identisch mit denen der Stäbe. Als er es in die Hand nimmt, geschieht etwas Sonderbares. Der See hat sich verändert. Es scheint, dass er sich nicht mehr im Wasser, sondern im Weltall befindet. Um ihn herum sind Planeten, Sterne und ganze Galaxien zu sehen. Schnell taucht Sion wieder auf, um Luft zu holen. Fast hätte er die Orientierung verloren durch die Veränderung. Er steigt rasch aus dem See und geht vom Ufer weg. Dann erst dreht er sich um und schaut zum See. Wenn man auf das Wasser blickt, sieht es so aus, als sieht man in den Weltraum hinein. Selbst die einzelnen Himmelskörper bewegen sich. Auch Kira und Mela sind erstaunt darüber und haben keine Ahnung, was da vor sich geht. Sion zeigt ihnen den Gegenstand aus dem See. Kira erkennt sofort, dass er von der Form her in die Säule passen könnte, die auf dem Platz steht, wo sie angekommen sind. Sion nimmt seine Sachen wieder an sich und alle laufen zu dem besagten Platz mit der Säule.

Dort angekommen schaut er den gefundenen Gegenstand noch mal genauer an und vergleicht ihn mit der Vertiefung in der Säule. Beide haben scheinbar die gleiche Form und Größe, also müssten sie zusammenpassen. Sion blickt zu Kira und Mela und denkt noch mal kurz nach. Was passiert, wenn er den Gegenstand in die Säule legt? Hoffentlich kommen sie dann alle zurück. Aber wohin zurück? Wo sie hergekommen sind oder wo sich der dritte Stab jetzt befindet? Was ist, wenn Mela wieder auf Limea im Turm landet? Kira sagt zu Mela, dass sie sich dort verstecken soll, und verspricht ihr, dass sie sofort abgeholt wird. Daraufhin nehmen sich alle in die Hände und hoffen, dass sie zusammenbleiben. Sion nimmt das dreieckige Teil und steckt es in die Aussparung. Plötzlich verschwinden alle zusammen und erscheinen alle drei auf Altan in der Höhle am Podest, wo die drei Stäbe sind.

Alle schauen sich an und freuen sich, dass sie wieder zuhause sind. Die Wache benachrichtigt sofort Faro, der sogleich herbeikommt, um die Vermissten zu begrüßen. Mela äußert den Wunsch, etwas zu trinken und zu essen. Die ganze Zeit hat sie dieses Wasser aus dem See getrunken. Gemeinsam begeben sie sich daraufhin in die große Halle und setzen sich an einen Tisch. Sie bekommen etwas zu essen und zu trinken gebracht und Kira erzählt Faro in kurzen Zügen ihr Abenteuer. Plötzlich fällt Sion ein, dass sie ja den dritten Stab aktivierten und somit möglicherweise eine neue Fähigkeit bekommen haben. Er bemerkt ein neues Gefühl und konzentriert sich darauf. Im Moment ist nichts zu erkennen, nur dass er sich etwas befreiter fühlt. Er kann damit aber noch nichts anfangen. Sion steht auf und läuft ein paar Schritte die Halle entlang. Das Gefühl in ihm wird stärker und plötzlich läuft er nicht mehr mit den Beinen, sondern schwebt kurz über dem Boden die Halle entlang. Einen Moment später beendet er die Konzentration und er steht wieder fest auf dem Boden. Alle die es gesehen haben starren Sion an. Der dreht sich um, und versucht mithilfe seiner Gedanken zurück zu schweben. Es funktioniert tatsächlich relativ einfach. Nun probiert er, ob er auch die Höhe beeinflussen kann und sich praktisch überall im Raum bewegen kann. Tatsächlich scheint er sich frei bewegen zu können. Kira und Mela fragen Sion wie, er das gemacht hat und versuchen es gleich nachzumachen. Auch bei ihnen funktioniert diese neue Möglichkeit der Fortbewegung. Faro will nun auch den dritten Stab aktivieren, denn er weiß ja, was auf ihn zukommt und was er zu tun hat. Kurze Zeit später begeben sich die vier wieder in die Höhle mit den drei Stäben. Faro nimmt den dritten Stab und aktiviert ihn. Doch anders als bei den andern verschwindet er nicht. Alle sind etwas verwundert darüber. Aber warum ist er nicht wie die anderen verschwunden? Kira vermutet, da der See sich verändert hat und das dreieckige Teil in der Säule steckt, etwas aktiviert wurde, was noch anhält. Vielleicht ist die ganze Mission noch gar nicht beendet? Warum waren sie überhaupt bei dem See. Man könnte doch den dritten Stab einfach aktivieren, ohne vorher zu dem See zu gehen und das Rätsel lösen. War das Ganze nur eine Spielerei, ein Test oder steckt da noch mehr dahinter? Und was ist mit diesem dreieckigen Gegenstand? Gibt es ihn vielleicht wirklich? Gibt es vielleicht auch diesen See? Sion denkt einen Augenblick nach. Er schlägt vor wieder in die Halle zu gehen, um in Ruhe nachzudenken.

Dort angekommen setzen sie sich wieder an einen Tisch und er holt noch einmal die Aufzeichnungen aus seiner Jackentasche um sie durchzuschauen. Nach einiger Zeit blickt er zu den anderen und sagt etwas abwesend, dass es so aussieht, als ob es den See wirklich gibt. Er liest die Stelle vor in der steht: ”Begebe dich zu dem echten See und vereine die drei Stäbe.” Auch Kira versteht darin, dass es irgendwo da draußen im Weltraum einen Planeten geben muss. auf dem dieser See liegt. Aber wie soll man den je finden. Die einzigen Hinweise sind die Erinnerungen daran, als sie verschwunden waren. Somit ist auch klar, dass sie nicht an einem echten See waren, sondern irgendwo in einer unrealen Welt. Nur den Zusammenhang dieser ganzen Ereignisse ist im Moment nicht zu verstehen. Mela macht den Vorschlag sich gemeinsam zusammenzusetzen und alle Einzelheiten, die sie noch von ihrem Ausflug wissen notieren. Das sollten sie so schnell wie möglich machen bevor sie etwas vergessen. Es kommt auf jede Kleinigkeit drauf an, wenn sie den See je finden wollen.

Sofort begeben sie sich in einen kleineren Raum, wo sie ungestört unter sich sind. Dort schreiben sie alles auf, was ihnen einfällt, auch das scheinbar Unwichtige. Als sie damit fertig sind, gehen sie erst mal schlafen, um wieder ausgeruht zu sein für die große Suche. Inzwischen schauen sich andere Altaner die Beschreibungen an und beginnen schon mit der Suche. Sie vergleichen die Sternkarten und andere Aufzeichnungen über die bekannten Planeten und Monde mit den Notizen, die Sion, Kira und Mela machten. Mela hat am meisten notiert, da sie auch am längsten beim See war und sich am genauesten dort umschaute. Jedes Sonnensystem wird unter die Lupe genommen. Vor allem die Konstellation der Sonnen ist wichtig, da es dort keine Nacht zu geben scheint. Als die drei ausgeschlafen haben, sind schon einige mögliche Ziele herausgesucht, die man sich näher anschauen muss. Mela schaut sich mit den beiden anderen die ausgesuchten Objekte an und entscheiden zusammen welche untersucht werden. Nachdem die Reihenfolge abgesprochen ist, in der sie die Ziele anfliegen, begeben sie sich nach draußen wo Pino mit drei Silbervögeln bereits auf sie wartet. Es sind drei baugleiche Raumschiffe mit denen sie den See finden wollen. Sion, Kira und Mela wollen sich aufteilen und jeder mit einem eigenen Raumschiff die ausgesuchten Ziele anfliegen. Sie wollen damit natürlich Zeit sparen. Nachdem das Zielobjekt nicht als das gesuchte identifiziert wird, bekommen sie von Altan ein neues Ziel genannt. Somit fliegen die drei von einem Zielobjekt zum andern, jedoch bisher ohne Erfolg.

Bis eines Tages Mela auf einem dieser ausgesuchten Planeten landet. Er hat auch diese ausgedehnte grüne Hügellandschaft mit Seen und es gibt dort keine Nacht. Der Planet ist bewohnt und Mela begibt sich zu einer größeren Ansiedlung. Die Bewohner sind freundlich und zeigen ihr verschiedene Landkarten mit der Seenlandschaft. Sie sieht sich die Karten genau an und vor allem achtet sie auf die Seen, die dort abgebildet sind. Als sie sich ein paar herausgesucht hat und sagt, dass sie dort hin will, wird sie von den Einheimischen gewarnt. Sie zeigen auf der Karte auf den See, den sie meiden soll. Es soll dort Geister geben und keiner traut sich dort hin. Für Mela ist das erst recht ein Zeichen, dass sie auf dem richtigen Weg sein könnte. Es ist klar, dass der See etwas Besonderes ist und deswegen ein wenig isoliert liegt. Sogleich macht sich Mela auf den Weg dorthin. Zuerst fliegen sie mit dem Raumschiff in die Nähe des Sees, um dort zu landen. Von dort aus geht Mela dann allein zum See. Dank ihrer Fähigkeiten durch die Stäbe kommt sie schnell voran. Sie will sich dem See langsam nähern, um herauszufinden, was es mit der Geistergeschichte auf sich hat. Sie hat eine Karte mitgenommen zur Orientierung und kommt dem See immer näher. Als sie gerade einen Hügel überquert, sieht sie ihn plötzlich vor sich. Es scheint der richtige zu sein. Zumindest sieht er so aus. Dann sucht sie den kleinen, runden Platz, der mit Steinen gepflastert ist und in dessen Mitte eine kleine Säule steht. Doch sie kann ihn nicht finden. Vielleicht gibt es diesen Platz in Wirklichkeit auch nicht. Die Sitzbank, die Hütte und der Baum sind ja auch nicht mehr da.

Nun begibt sie sich direkt zum See und stellt sich ans Ufer. Jetzt macht sie das, was Sion damals gemacht hat. Sie wünscht sich vom See einen schönen Baum. Tatsächlich steht auf einmal neben ihr ein schöner, großer Baum, wie sie sich ihn vorgestellt hat. Dann nimmt sie aus ihrer Tasche ein Edelstein heraus, von denen sie extra dafür ein paar mitgenommen hat. Sie bedankt sich beim See für den Baum und wirft den Edelstein vor sich ins Wasser. Es erscheint daraufhin wieder dieser dreieckige Gegenstand auf dem Boden des Sees. Bevor Mela hineintaucht, um ihn zu holen, meldet sie per Funkgerät den Leuten im Raumschiff, dass sie den richtigen See gefunden haben. Nun legt sie ihre Sachen ab und taucht hinunter um den Gegenstand zu holen. Auch dieses Mal verwandelt sich der See und man denkt man befindet sich im Weltall. Schnell taucht Mela wieder auf, bevor sie die Orientierung verliert. Als sie aus dem See heraus ist und ihre Sachen wieder an sich genommen hat bemerkt sie, dass der Baum weg ist und drei gestalten aus der Mitte des Sees aufsteigen. Sie sind in eine Art schwarze Kutte gekleidet und nicht näher zu erkennen. Sie scheinen in Melas Richtung zu schauen und schweben über dem Wasser, als ob sie auf etwas warten. Plötzlich erklingt ihr Funkgerät. Es ist Sion, der soeben erfahren hat, dass sie am richtigen See ist. Mela berichtet ihm, dass sie das gesuchte Teil bereits aus dem See geholt hat und zum Raumschiff zurückkehren will. Sie weiß nur nicht, was es mit den drei Gestalten auf sich hat und was noch passiert. Sion rät ihr sofort von dort zu verschwinden und liest ihr noch ein Teil von den Aufzeichnungen vor: ”Hüte dich vor den Wächtern vom See. Du entkommst ihnen nur, wenn du berechtigt bist”. Mela bedankt sich bei Sion für die Auskunft, auch wenn sie den Text sinngemäß nicht ganz verstanden hat, und läuft erst mal in die Richtung, wo das Raumschiff steht. Sie blickt sich ab und zu um und will wissen, wie die Wächter reagieren.

Die Wächter beginnen sich, plötzlich zu bewegen. Sie kommen direkt auf Mela zu. Da sie schneller sind als Mela, benutzt diese ihre neue Fähigkeit und beginnt den Boden entlang zu schweben. Doch auch so scheint sie nicht zu entkommen. Je schneller sie wird, desto näher kommen auch die Wächter. Sie sieht im Moment nur noch eine Möglichkeit. Sie bleibt trotz ihrer Verfolgung stehen und konzentriert sich ganz auf ihr Raumschiff. Als sie es praktisch vor sich sieht, teleportiert sie sich direkt dorthin. Sie hat das vorher so noch nie ausprobiert, aber es hat wunderbar funktioniert. Sie steigt sofort ins Schiff, noch bevor die Wächter ankommen. Sion und Kira haben sich auf die gleiche Weise ins Schiff von Mela teleportiert und warten bereits auf sie. Sogleich startet das Raumschiff, um den Wächtern zu entkommen.

Als das Schiff abhebt und die Wächter eintreffen, sehen Mela, Kira und Sion zu ihnen hinunter. Da passiert etwas Verrücktes. Es sieht so aus, als würden die Wächter ihnen zuwinken, so wie man es bei einem Abschied tut. Verwundert fragt Kira, was das bedeuten soll. Niemand weiß es natürlich, aber Sion hat so einen kleinen Verdacht. Er denkt, dass die Wächter möglicherweise auch einmal die Stäbe vereinigt haben und dann Wächter geworden sind. Sie haben deswegen zugewinkt, weil sie vielleicht wissen, dass wir bald einer von ihnen sind. Vielleicht sind sie bereits verstorben und nun die besagten Geister, die hier aufpassen. Eines ist sicher. Ohne die Fähigkeiten der Stäbe würde man ihnen nicht entkommen. Das wissen auch die Wächter und somit wissen sie auch, dass man alle drei Stäbe aktiviert haben muss und somit berechtigt ist, das Verbindungsstück aus dem See zu besitzen. Jetzt muss man nur noch nach Altan zurück und die Stäbe durch das neue Teil miteinander verbinden.

So fliegen alle zusammen mit Melas Schiff direkt nach Altan. Dort angekommen begeben sie sich gleich wieder in die Höhle mit den drei Stäben. Kira bekommt das neue Teil von Mela überreicht, da sie die Stäbe miteinander verbinden darf. Alle sind etwas aufgeregt und fragen sich, was jetzt passieren wird. Kira nimmt den ersten Stab und steckt ihn in eines der Löcher auf jeder Seite des dreieckigen Verbindungsstückes. Als dieser merkbar einrastet und nichts Außergewöhnliches passiert, nimmt Kira den zweiten Stab und steckt ihn in das nächste Loch. Danach steckt sie noch den dritten hinein und wartet ab. Immer noch passiert nichts. Kira beginnt damit, die Stäbe wie gewohnt zu aktivieren. Erst den einen, aber nichts tut sich. Dann den zweiten und zuletzt den dritten. Erst als alle drei aktiviert sind passiert etwas. Kira durchströmt ein helles Licht. Danach werden die Stäbe automatisch wieder deaktiviert. Schnell fragen die anderen, was mit ihr geschehen ist, doch sie weiß es selber nicht. Nur ein neues Gefühl kann sie feststellen, dass sie eben bekommen haben muss. Gleich darauf ist Mela mit der Aktivierung dran und daraufhin Sion. Auch Faro und Pino sind inzwischen eingetroffen und wollen natürlich auch gleich miterleben was passiert. Als Kira sich nun auf das neue Gefühl konzentriert, geschieht etwas Sonderbares. Nichts bewegt sich mehr um Kira herum, so als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Kira erschreckte sich zuerst und versucht zu verstehen, was soeben geschehen ist. Sie läuft ein wenig hin und her und beobachtet die Umgebung. Die Zeit um sie herum scheint wirklich still zu stehen. Sie geht bis zum Eingangstor und beendet die Konzentration. Die Zeit geht scheinbar wieder normal weiter. Sion, der zuvor noch zu Kira schaute, blickt sich suchend um und erkennt sie am Tor. Verblüfft fragt er sie, wie sie da plötzlich hingekommen ist. Gerade stand sie doch noch vor ihm. Kira läuft den Weg zum Podest zurück und überlegt dabei, was sie mit dieser neuen Fähigkeit doch alles machen können. Am Podest angekommen erzählt sie den anderen alles. Mit dieser Fähigkeit bekommen sie eine zusätzliche große Macht mit auf den Weg. Als alle Anwesenden die neue Fähigkeit ausprobiert haben, begeben sie sich zuerst wieder in die große Halle um es sich dort an einem Tisch gemütlich zu machen. Sie reden noch miteinander und sind froh, dass sie die Aufgabe erledigen konnten. Nun haben sie ein großes Ziel erreicht mit dem sie viel Macht besitzen und viel erleben können. Sie denken, dass das Abenteuer nun vorbei ist, doch in Wirklichkeit hat es erst begonnen.
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2026. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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