Die Ankunft
Nelo ist angekommen. Er ist soeben auf dem Raumhafen des Planeten Tarius gelandet. Er steigt langsam und vorsichtig aus dem Raumschiff, da er sich erst noch an die atmosphärischen Bedingungen dieses Planeten gewöhnen muss. Es herrschen eben auf jedem Planeten andere Bedingungen. Doch nach einer Weile wird er sich auch daran gewöhnt haben.
Da kommt auch schon ein Fahrzeug angefahren, das ihn abholt. Nelo steigt ein und wird vor ein Gebäude gebracht, wo er bereits erwartet wird. Eine Frau begrüßt ihn und möchte ihm seine neue Unterkunft zeigen, die er zur Verfügung gestellt bekommt. Sein Gepäck ist bereits angekommen und muss nur noch eingeräumt werden. Nachdem die Frau ihm alles Wichtige gezeigt hat, gibt sie Nelo noch ein paar Unterlagen. Dann verabschiedet sie sich und gibt ihm noch ihre Nummer, mit der er sie erreichen kann, falls er noch Fragen haben sollte. Sogleich fängt Nelo an, sein Gepäck aufzuräumen und versucht sich in seiner neuen Wohnung einzugewöhnen.
Kurze Zeit später bekommt er Besuch von einem Mann, der ihn über das Leben auf dieser Station aufklären und das weitere Vorgehen besprechen will. Nachdem sich die beiden eine Weile unterhielten, bekommt Nelo zum Schluss noch eine Adresse, wo er sich am nächsten Tag melden soll. Als der Mann wieder ging, war Nelo erst richtig bewusst, dass für ihn nun ein neues Kapitel beginnt. Er hat sich diese Aufgabe ja schließlich selber ausgesucht. Er wollte schon immer mal dabei sein, wenn das Unbekannte erforscht wird. So hat er sich freiwillig gemeldet und auf diese Station versetzen lassen.
Der Planet Tarius befindet sich sehr weit weg von der Erde am äußeren Ende der Galaxis. Von hier aus werden Aufklärungsflüge in die äußersten Regionen unternommen. Es sind bereits viele Planeten von Menschen besiedelt worden, die sich dafür eignen. Auch Nelo wurde nicht auf der Erde geboren. Dabei ist man auf zahlreiches neues Leben gestoßen. Viele außerirdische Völker hat man dadurch kennengelernt, mit denen man zusammenlebt. Die meisten von ihnen kommen aus den Regionen der Galaxis, welche in Richtung Zentrum liegen. Nelo hat sich auch schon immer dafür interessiert, wo und wie die anderen Völker so leben. Auch die Menschen haben davon profitiert. Nicht nur neue Technologien konnten sie sich aneignen, sondern auch die Art des Zusammenlebens. So hat auch Nelo einmal einen dieser von hoch entwickelten Außerirdischen bewohnten Planeten besucht und war wirklich fasziniert davon. So kam er auf die Idee, bei der Suche nach neuem Leben mitzuwirken. Und diese Randregionen sind durch ihre großen Entfernungen untereinander noch kaum erforscht. Vor allem würde Nelo sehr interessieren, ob es außerhalb der Galaxie noch weitere bewohnte Planeten gibt, auf denen ihre Bewohner möglicherweise in ihrer Abgeschiedenheit unbeeinflusst von anderen leben. Vielleicht gibt es dort draußen noch andere Dinge, die man hier nicht kennt. Auf jeden Fall wird seine neue Aufgabe sein, sich dort draußen umzusehen. Nelo ist bereits sehr gespannt darauf. Was wird ihn dort draußen erwarten?
Am nächsten Tag macht sich Nelo auf den Weg zu der Adresse, wo er sich melden soll. Er muss nicht selber danach suchen, da er einfach ein Fahrzeug bestellt, die Adresse angibt und sofort dorthin gebracht wird. Diese Fahrzeuge fahren alle ganz von alleine, ohne dass ein Fahrer dafür notwendig ist. So trifft Nelo rechtzeitig an seinem Zielort an. Dort wird er wieder von der Frau vom Vortag erwartet, die ihn in einen Raum begleitet, in dem sich bereits einige Leute versammelt haben. Nelo setzt sich zu ihnen und beginnt sich mit einigen von denen zu unterhalten. Nachdem scheinbar alle eingetroffen sind, kommt eine weitere Person dazu, die sich als Mares vorstellt und die Koordination der einzelnen Missionen übernimmt. Zuerst stellt sich jeder der Anwesenden vor, damit man sich erst einmal kennenlernt. Dann beginnt Mares zu berichten, um was es bei diesen Missionen geht und wie diese ablaufen sollen. So bekommt jeder der Piloten ein spezielles Raumschiff für seine Mission bereitgestellt. Damit macht er sich dann auf einen Aufklärungsflug in ein ihm zuvor zugeteiltes Gebiet. Dazu werden noch Verhaltensweisen für bestimmte Situationen angesprochen. Das alles bekommt jedoch jeder Pilot noch einmal schriftlich ausgehändigt. Somit ist die erste Besprechung auch schon wieder vorbei und alle verlassen das Gebäude. Draußen unterhält man sich noch ein wenig, bevor alle zurück in ihre Unterkunft gehen.
Bereits am nächsten Tag hat Nelo seinen nächsten Termin. Er trifft sich im Raumhafen mit einem Techniker. Zusammen gehen sie in die Halle, indem sich das Raumschiff befindet, mit dem Nelo fliegen wird. Zuerst schaut sich Nelo das Raumschiff von allen Seiten genau an, bevor er hinein steigt. Der Techniker ist bemüht, ihm jede Frage, so gut es geht, zu beantworten. Nelo ist zwar zuvor schon verschiedene Raumschiffe geflogen, doch dieses ist sicherlich kein gewöhnliches Modell. Für genaue Informationen gibt es jedoch vor dem ersten Start noch einige Schulungen, um auf die wichtigsten Vorkommnisse vorbereitet zu sein. Nachdem Nelo es sich in Ruhe angeschaut hat, bekommt er noch einige Unterlagen mit, die er zwischendurch studieren kann. Danach geht es auch schon wieder zurück in seine Unterkunft. Es ist wirklich ein imposantes Raumschiff, das Nelo da bekommt. Es wirkt auch außerordentlich modern. Doch wenn Nelo darüber nachdenkt, dass er damit ganz alleine dort draußen im Weltraum unterwegs ist, in einer Gegend, in der es kaum Sterne, geschweige denn Planeten gibt, wird ihm doch etwas unheimlich. Er muss sich voll und ganz auf dieses Gerät verlassen können.
Am nächsten Morgen beginnt seine erste Schulung. Er begibt sich ins Schulungszentrum, wo auch die anderen Piloten nach und nach eintreffen. Als alle da sind, werden sie hereingebeten. Es gibt jedoch nicht einen Schulungsraum für alle gleichzeitig, sondern jeder Einzelne hat einen separaten kleinen Raum. So bekommt jeder Pilot seinen eigenen Unterricht. Die Fachleute, welche die Piloten unterrichten, wechseln sich regelmäßig untereinander ab, bis jeder Pilot alle Schulungen durchgemacht hat. So kann sich jeder dieser Fachleute auf eine einzelne Person konzentrieren und auf dessen Bedürfnisse eingehen. Somit durchläuft auch Nelo Tag für Tag seine Schulungen mit den unterschiedlichsten Themen, die für seine Mission von Bedeutung sind. Nach der Schulung trifft man sich noch ein wenig außerhalb des Schulungszentrums, um sich ein wenig zu unterhalten und den Tag ausklingen zu lassen. Bis auch diese Zeit zu Ende geht.
Die Schulungen sind abgeschlossen und für Nelo steht der erste Testflug mit seinem Raumschiff bevor. Also begibt er sich zum Raumhafen, wo sein Raumschiff bereits zum Start bereitsteht. Zwei Techniker erwarten ihn bereits und werden ihn an seinem ersten Flug mit diesem Raumschiff begleiten. Nelo geht mit ihnen erst einmal um das Raumschiff herum, um es sich noch mal von außen genau anzusehen. Danach steigen sie gemeinsam ein. Nelo begibt sich ins Cockpit und setzt sich auf seinen Platz. Die beiden Techniker beobachten alles sehr genau, was Nelo so tut. So bereitet Nelo das Raumschiff für den Start vor und wartet auf die Startfreigabe.
Nachdem der Start freigegeben ist, startet Nelo das Raumschiff und hebt langsam ab. Dann beschleunigt er das Raumschiff so lange, bis es die Atmosphäre verlassen hat. Draußen im freien Raum fliegt Nelo noch ein wenig umher, um das Raumschiff und dessen Eigenschaften genauer kennenzulernen. Die ihn begleitenden Techniker schauen sich dabei alles genau an und beraten Nelo dabei, worauf er achten sollte. Auch geben sie ihm Tipps, um besser mit der Steuerung klar zu kommen.
Einige Zeit später fliegt Nelo wieder zurück nach Tarius, um auf dem Raumhafen zu landen. Gemeinsam verlassen die beiden Techniker und Nelo das Raumschiff und gehen zu Mares ins Büro. Dort unterhalten sie sich über das den Ablauf des Testflugs. Die Techniker bestätigen Mares, dass sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Mares gratuliert daraufhin Nelo, dass er nun für seine erste Mission bereit sei. Der freut sich einerseits zwar darüber, weiß aber auch, dass es jetzt ernst wird. Wenn er dort draußen ganz allein unterwegs sein wird, dann ist er völlig auf sich allein gestellt.
Ein paar Tage später treffen sich die neuen Piloten noch einmal zu einer Besprechung. Dort bekommt jeder seinen Sektor zugeteilt, den er zu erkunden hat. Dann geht es weiter zur Abschlussfeier. Alle Beteiligten treffen sich noch ein letztes Mal, bevor sich die Piloten auf ihre erste Mission machen. Natürlich sind auch Mares, die Techniker und die unterrichtenden Fachkräfte bei der Feier dabei. Dabei können sich die einen oder anderen noch mal kurz unterhalten, bevor es losgeht.
Es ist so weit. Nelo hat seine Sachen gepackt und begibt sich zum Raumhafen. Dort steht sein Raumschiff schon für den Abflug bereit. Jeden Tag macht sich ein weiteres Raumschiff auf den Weg, bis alle unterwegs sind. Und heute ist Nelo dran. Er wird von Mares und den Technikern verabschiedet und zum Raumschiff begleitet. Das Raumschiff ist speziell für große Reichweiten und längere Aufenthalte im All gebaut und ist bereits für den langen Flug mit allem, was Nelo unterwegs benötigt, beladen. So steigt also Nelo in sein Raumschiff und macht es startklar. Er wartet auf die Startfreigabe und winkt dabei noch einmal kurz nach draußen zu den anderen. Als der Start freigegeben wird, startet er das Raumschiff und hebt ab. Er durchquert die Atmosphäre, bis er sich im freien Raum befindet. Von dort aus nimmt er Kurs auf das Gebiet, das er erkunden soll.
Der Flug
Nelo überprüft die Koordinaten, ob er auch die richtige Richtung eingeschlagen hat. Danach kontrolliert er, ob das Raumschiff störungsfrei arbeitet. Nachdem alles soweit in Ordnung zu sein scheint, macht sich Nelo bereit, das Raumschiff zu beschleunigen. Das macht er, indem er zwischen den beiden Antrieben umschaltet. Mit diesem zweiten Antrieb, der auf einer gänzlich anderen Technologie als der erste beruht, ist eine extreme Beschleunigung möglich. Bei so einem Flug muss Nelo sehr aufmerksam sein und ständig auf die Sensoren achten. Es ist sehr schwierig bei diesen Geschwindigkeiten, vor allem bei kleineren Objekten, die recht spät entdeckt werden, noch rechtzeitig auszuweichen. So konzentriert sich Nelo und leitet den Antriebswechsel ein. Gleich darauf schaltet sich der erste Antrieb ab und der zweite schaltet sich ein und beschleunigt das Raumschiff stetig immer weiter, bis es seine maximale Geschwindigkeit erreicht hat. Für Nelo ist es das erste Mal, dass er so schnell unterwegs ist. Es ist schneller als alles, was er zuvor erlebte. So fliegt Nelo mit Höchstgeschwindigkeit noch unbekannten Welten entgegen.
Nelo hat den bisher bekannten Raum verlassen und dringen jetzt in unerforschtes Gebiet ein. Da er sich bereits am Rande der Galaxie befindet und sich ihr immer weiter entfernt, ist die Sternendichte nicht mehr so groß. So muss er zwischen den Sonnensystemen größere Strecken zurücklegen. Doch schon bald hat er das erste System erreicht, das er auch sofort anfliegt.
Als er das Sonnensystem erreicht hat, schaltet er wieder seine Antriebe um und fliegt einen Planeten nach dem anderen an, um diesen zu überfliegen. Dabei werden durch verschiedene Sensoren Messungen und Aufzeichnungen gemacht und Nelo kann sich die Oberfläche ansehen, ob er etwas Interessantes von oben erkennen kann. Doch dieses System scheint keine Planeten zu besitzen, die auf den ersten Blick besonders interessant erscheinen. Nachdem Nelo mit seinen Aufgaben fertig ist, fliegt er auch gleich das nächste System an. Wieder durchquert er eine große Strecke dunklen Raumes.
Als Nelo einige Zeit später das nächste Sonnensystem erreicht hat, macht er das Gleiche wie zuvor. Planet für Planet wird angeflogen, um dessen Daten aufzuzeichnen. Nelo ist fasziniert über die Vielfalt der verschiedenen Planeten und jeder ist anders. So ist für Nelo jeder Planet ein unbekannter Himmelskörper, denn er kennt dessen Eigenschaften nicht und ob dieser womöglich bewohnt ist. Und so kommt Nelo tatsächlich an einen Planeten, der mit einer großen Pflanzenvielfalt überdeckt ist. Als Nelo die Geschwindigkeit verringert und sich der Oberfläche nähert, um mehr zu erkennen, glaubt er sogar irgendwelche Lebewesen gesehen zu haben. Daraufhin schaut er sich die Messwerte vom Planeten an, ob er dort landen kann. Die atmosphärischen Bedingungen sind auch akzeptabel, sodass Nelo an irgendeiner übersichtlichen Stelle zur Landung ansetzt.
Nelo ist gelandet, bleibt allerdings noch eine Weile in seinem Raumschiff sitzen, um die Umgebung zu beobachten. Dann macht er sich bereit auszusteigen. Er begibt er sich zur Schleuse und öffnet die Außentür. Da wartet er noch etwas, bevor er aussteigt, da er sich erst an die neue Atmosphäre und klimatischen Bedingungen gewöhnen muss. Nachdem er einigermaßen damit klar kommt, verlässt Nelo das Raumschiff und geht ein wenig umher. In einiger Entfernung bewegt sich etwas. Irgendein Lebewesen scheint ihn zu beobachten. Nelo bleibt einfach stehen, während sich das Wesen nähert. Als es Nahe genug ist, kann er es besser einschätzen. Für Nelo macht es den Eindruck eines harmlosen Tieres. Es schaut ihn eine kurze Zeit an und läuft dann weiter. Es läuft in die Richtung, wo sich noch mehr davon aufhalten. Nelo folgt ihm und gesellt sich zu ihnen. Die scheinen ihn kaum zu beachten und lassen sich auch nicht großartig ablenken. Nelo erkennt, dass sie die hier wachsenden Pflanzen essen. Dies hier scheint eine noch ungestörte Welt zu sein. Auch Nelo scheint sich hier wohlzufühlen, obwohl er doch gerade erst hier angekommen ist. Nelo schaut sich noch ein wenig um, muss sich jedoch auch bald wieder auf den Weg machen.
Nelo ist bereits wieder unterwegs und erforscht die restlichen Planeten dieses Sonnensystems. Doch es ist kein weiterer Planet dabei, der sein größeres Interesse geweckt hat. So macht er sich auf den Weg zum nächsten Sonnensystem. Wieder muss er dafür eine lange Strecke zurücklegen. Als er dort angekommen ist, beginnt das gleiche Spiel, indem Nelo die dortigen Planeten nacheinander anfliegt. Auch hier befindet sich ein Planet, der eine große Pflanzenwelt vorweisen kann. Auch hier nähert sich Nelo der Oberfläche, um sich diese genauer anzusehen. Nach einer Weile fällt ihm auf, dass sich vermutlich nicht so viele verschiedene Pflanzenarten hier gibt, da sich das Gesamtbild kaum ändert. So beschließt Nelo, nachdem er die Planetendaten überprüft hat, auch hier kurz zu landen.
Nelo hat sich auch hier eine übersichtliche Stelle für die Landung ausgesucht und setzt nun mit dem Raumschiff auf der Oberfläche auf. Auch hier beobachtet er noch eine Weile die Umgebung, macht sich danach wieder für den Ausstieg bereit und begibt sich zur Schleuse. Er öffnet erneut die Außentür und wartet eine Weile ab, bis er sich an das Klima und die Atmosphäre gewöhnt hat. Danach steigt er vorsichtig aus und geht ein paar Schritte. Unterdessen beobachtet er weiterhin aufmerksam die Umgebung. Irgendwelche Lebewesen wie auf dem anderen Planeten kann Nelo zwar noch nicht erkennen, doch irgendwie hat er das Gefühl, dass sich vereinzelt irgendetwas bewegt. Das möchte er sich genauer ansehen und geht auf ein paar der größeren Pflanzen zu. Da erkennt er, dass diese sich langsam und bewusst bewegen. Nelo beobachtet eine dieser Pflanzen aus ausreichendem Abstand etwas genauer. Diese bewegt sich langsam auf eine der kleineren Pflanzenarten zu und legt sich darauf. Nelo scheint zu erkennen, was da passiert. Die größere scheint die kleinere Pflanze zu verspeisen. Auch so etwas hat Nelo noch nicht zuvor gesehen. Nach einer Weile zieht die große Pflanze langsam weiter und hinterlässt eine kahle Stelle im Boden. Nelo schaut sich weiterhin noch etwas in der Gegend um, hält sich jedoch von jeglichen größeren Pflanzen sicherheitshalber fern. Auch schaut er genau hin, wohin er tritt. Denn er hat erkannt, dass sich tatsächlich die Pflanzen gegenseitig verspeisen. So ist immer Bewegung in dieser Pflanzenwelt, die sich dadurch stetig verändert. Nachdem Nelo genug gesehen hat, macht er sich wieder auf den Weg zurück zum Raumschiff, um seine Mission fortzusetzen.
Wieder geht es durch den dunklen und endlos erscheinenden Raum zum nächsten Sonnensystem. Dieses ist noch weiter von dem vorherigen System entfernt. So hat Nelo mal wieder viel Zeit zum Nachdenken. Was mag dort draußen noch alles auf ihn zukommen? Er wird es sicherlich bald erfahren, denn das nächste Sonnensystem kommt langsam näher.
Als Nelo einige Zeit später auch dieses System erreicht hat, beginnt wieder die übliche Routine. Er fliegt einen Planeten nach dem anderen an und führt dabei Messungen durch. Dieses Mal ist allerdings kein Planet dabei, der auf den ersten Blick irgendwelches Leben aufweist. Doch einer davon verhält sich irgendwie sonderbar. Nelo nähert sich der Oberfläche dieses Planeten und schaut sich diese genauer an. Im ersten Augenblick ist nichts Besonderes festzustellen. Erst als Nelo die Geschwindigkeit deutlich reduziert, erkennt er eine ungewöhnliche Bewegung der Oberfläche. Auch das will er sich genauer anschauen und setzt zur Landung an.
Nelo ist für den Ausstieg bereit und steht in der Schleuse. Er hat jedoch seinen Raumanzug an, da es auf dem Planeten keine für ihn atembare Atmosphäre gibt. Er öffnet die Außentür und geht vorsichtig hinaus. Die ganze Gegend besteht aus einer Art Gesteinsschicht, die sich jedoch relativ elastisch anfühlt. Nelo entfernt sich von seinem Raumschiff und beobachtet die Umgebung. Er dreht sich zwischendurch um, ob dieser Boden das Gewicht des Raumschiffes auch standhält. Da nichts Auffälliges zu erkennen ist, führt Nelo seinen Weg fort. Wenig später erkennt er in einiger Entfernung, wie sich ein größerer Hügel fortbewegt. Wenig später bewegt sich auch ein anderer Hügel jedoch in eine andere Richtung. Dabei verändern sie und ihre direkte Umgebung ihre Form. Plötzlich scheint alles irgendwie in Bewegung zu kommen. Die ganze Gegend fängt an, sich zu verändern. Selbst der Boden unter seinen Füßen scheint Nelo mitzunehmen. Da erst erkennt er den Ernst der Lage. Während einer dieser Hügel sich in seine Richtung bewegt, trägt der Boden unter ihm ihn immer weiter von seinem Raumschiff weg. Das Ganze ist so verwirrend, dass die Lage für Nelo ganz außer Kontrolle zu geraten scheint. So schnell er kann, beginnt er zurück zum Raumschiff zu laufen. Doch alles um ihn herum gerät so in Bewegung, dass er zeitweise die Orientierung verliert. Kaum ist er seinem Raumschiff näher gekommen, wird der Boden unter ihm auch schon wieder abgetrieben. Manchmal läuft Nelo so schnell wie möglich und kommt doch nicht voran. Es ist scheinbar eine ausweglose Situation. Auch wenn der Boden unter ihm kurzzeitig stabil bleibt, treibt plötzlich der Boden unter dem Raumschiff ab. Einmal wird der Abstand von ihm zu seinem Raumschiff größer und dann wieder kleiner. Nelo ist der Verzweiflung nahe und seine Kräfte lassen allmählich nach. Doch plötzlich kommt das Raumschiff rasant auf ihn zu. Die Böden überschneiden sich und Nelo läuft so schnell wie er noch, kann auf sein Raumschiff zu. Mit letzter Kraft erreicht er den Einstieg, an dem er sich sofort festklammert. Schnell öffnet er die Außentür, springt hinein und verschließt diese gleich wieder. Als er die Schleuse verlassen hat, begibt er sich sofort ins Cockpit und startet sein Raumschiff. So schnell wie möglich steigt er auf und sieht sich noch ein wenig das Spektakel von oben an. Dort unten herrscht ein wahres Durcheinander, wo alles ineinanderzufließen scheint. Nelo ist froh, dass er da noch rechtzeitig rausgekommen ist.
Wieder nimmt Nelo Kurs auf das nächste Sonnensystem, das er erkunden will. Es ist allerdings noch weiter weg und Nelo hat einen langen Weg vor sich. So hat er aber auch genug Zeit, sich von seinem letzten Erlebnis zu erholen. Er hat dabei aber auch gelernt, dass er noch vorsichtiger sein muss, wenn er eine fremde Welt betritt.
Einige Zeit später hat Nelo sein nächstes Ziel erreicht. Auf den ersten Blick ein relativ normales System. Nur ein Planet in diesem System sticht sofort hervor. Es ist ein ungewöhnlich kleiner Planet mit einer vermutlich geringen Schwerkraft. Nelo ist neugierig und möchte ihn sich gerne einmal ansehen. Deswegen hat er sich diesen Planeten bis zuletzt zum Erforschen aufgehoben. Dieser Planet hat eine große Vegetation, die sich über den ganzen Planeten zieht. Dadurch hat er auch eine Atmosphäre, mit der Nelo nach seinen Messungen nach einigermaßen klar kommen müsste. Also sucht sich Nelo einen Landeplatz, was bei der dichten Vegetation überall nicht einfach zu sein scheint. Als er dann doch noch einen annehmbaren Platz gefunden hat, setzt er zur Landung an. Wiederum macht sich Nelo für den Ausstieg bereit und begibt sich in die Schleuse. Dann öffnet er die Außentür. Er bleibt noch ein wenig stehen, um sich an die Atmosphäre zu gewöhnen. Es fällt ihm nicht leicht, doch es wird schon gehen. Er muss sich ja nicht lange hier aufhalten.
Vorsichtig verlässt er das Raumschiff und schaut sich aufmerksam um. Das Atmen fällt ihm zwar etwas schwerer, dafür kann er sich durch die geringe Schwerkraft leichter bewegen. So geht er langsam und aufmerksam, immer die Umgebung im Auge behalten voran. Er schaut sich die reichhaltige Pflanzenwelt an und versucht dabei herauszufinden, ob es hier noch andere Lebewesen gibt. Nelo möchte sich nicht zu weit von seinem Raumschiff entfernen, obwohl dieses einen Peilsender hat, den er jederzeit orten kann. So schlägt sich Nelo noch ein wenig durch die dichte Vegetation und versucht dabei die Orientierung nicht zu verlieren.
Nach einer Weile kommt er an eine kleine Lichtung. Vor ihm befindet sich ein kleiner Abhang. Nelo bleibt davor stehen und schaut sich diese Lichtung genauer an. Er sieht sich sorgfältig um, weil er das Gefühl hat, beobachtet zu werden. Doch da ist niemand zu erkennen. Plötzlich berührt ihn etwas so stark, dass Nelo den Hang hinunterstürzt. Durch die geringe Schwerkraft ist es allerdings mehr ein hinuntergleiten, sodass ihm nichts passiert. Noch immer überrascht davon schaut Nelo instinktiv den Hang hinauf. Doch wieder kann er keinen erkennen. Sofort macht sich Nelo daran, den Hang wieder nach oben zu klettern. Auch das ist wiederum durch die geringe Schwerkraft kein besonderer Kraftakt. Als er oben angekommen ist, ist er dennoch etwas außer Puste. Die Atmosphäre ist eben doch etwas anders als gewohnt. Und wieder überkommt ihn dieses seltsame Gefühl. In dem Moment berührt ihn wieder etwas so stark, sodass er zu Boden fällt.
Nelo liegt da und hat das Gefühl, dass irgendetwas um ihn herum ist, dass er nicht erfassen kann. Für ihn ist klar, dass er so schnell wie möglich zum Raumschiff zurückmuss. Also steht er auf und versucht so rasch wie möglich den Weg zurückzulaufen, den er gekommen ist. Doch irgendetwas lässt ihn nicht los. Es kommt ihm vor, als ob ein unsichtbarer Geist über ihn verfällt. Allmählich wird Nelo schwindelig und bekommt Kopfschmerzen. Dennoch versucht er sich auf den Rückweg zu konzentrieren. Verrückte Gedanken verwirren ihn, sodass es ihm immer schwerer fällt, die Orientierung nicht zu verlieren. Er versucht zwischendurch die Augen zu schließen und sich die Ohren zu zuhalten, doch ohne Erfolg. Dieser Geist ist stärker. Doch Nelo gibt nicht auf und versucht mit ganzer Kraft bei Sinnen zu bleiben.
Da erkennt Nelo auf einmal schemenhaft sein Raumschiff vor sich stehen. Es ist nicht mehr weit von ihm entfernt. Mit allerletzter Kraft und mehr instinktiv als rational bewegt er sich wie im Rauschzustand auf sein Raumschiff zu. Geistesabwesend öffnet er dennoch die Außentür zur Schleuse. Sofort sucht er den Schalter, um die Außentür wieder zu schließen. Da er kaum noch klar denken kann, flutet er die Schleuse zusätzlich mit reinem Sauerstoff. Das bedrückende Gefühl lässt ein wenig nach. Halbwegs verzweifelt taumelt er durch den Raum und sucht die Sauerstoffmaske, die an der Wand hängt. Als er sie entdeckt hat, setzt er sie sofort auf. Und wieder fühlt er sich etwas besser. Gleich darauf saugt er die ganze Luft aus dem Raum, um danach gleich wieder mit reinem Sauerstoff zu füllen. Nelo bemerkt, dass es ihm langsam besser geht und dieses beklemmende Gefühl verschwunden ist. Dennoch wartet Nelo noch eine Weile ab, um sicherzugehen, dass alles wieder in Ordnung ist. So bleibt er noch kurz in der Schleuse liegen, bis er sich einigermaßen erholt hat.
Nelo fühlt sich schon etwas besser und steht langsam wieder auf. Er verlässt die Schleuse und begibt sich direkt ins Cockpit. Noch leicht benommen macht er das Raumschiff sofort startklar. Nachdem er gestartet und die Atmosphäre verlassen hat, gibt er sein neues Ziel ein. Es wird sein vorläufig letztes Sonnensystem sein, das er bei dieser Mission anfliegen wird. Danach geht es erst einmal wieder zurück nach Tarius. Doch zunächst muss er noch einmal weit hinaus in den Raum. Er hat jetzt wieder genug Zeit, um über das Geschehene nachzudenken und sich zu erholen.
Das besondere System
Nelo ist noch immer im tiefschwarzen Raum unterwegs und denkt währenddessen über alles Mögliche nach. Um ihn herum ist nichts zu sehen, außer ein paar wenige, sehr weit entfernte Sterne. Einer davon ist sein nächstes Ziel. Nur allmählich kommt er durch die riesige Entfernung diesem Stern näher. Manchmal hat Nelo das Gefühl, auf der Stelle zu stehen, da sich die Umgebung um ihn herum durch die unfassbaren Dimensionen kaum verändert. So geht Nelo ab und zu in sich und lässt sich von seinen Gedanken treiben.
Einige Zeit später hat Nelo sein Ziel fast erreicht und nähert sich stetig dem zu erforschenden Sonnensystem. Er ist ein wenig überrascht, als er die Computerauswertung dieses Systems betrachtet. Es scheint aus nur einem Planeten und dessen einzigen Mond zu bestehen. Insgeheim fragt sich Nelo zwar, ob es diese lange Reise wert war, doch jeder Planet kann schließlich für Überraschungen gut sein.
Als Nelo Sichtkontakt mit dem Planeten hat, zeigt ihm sein Bordcomputer eine Meldung an. Die Sensoren hätten stärkere elektromagnetische Wellen registriert. Nelo denkt kurz darüber nach, woher diese stammen könnten. Er fliegt vorerst unverändert weiter und behält die Anzeige im Blick. Je näher er sich dem Planeten nähert, desto stärker wird diese Strahlung. Er versucht herauszufinden, ob diese Strahlung von dem Planeten stammen könnte. Doch so wie es aussieht, müsste die Quelle auf dessen Mond sein. Nelo vermutet, dass es sich bei dieser Art von elektromagnetischen Wellen wahrscheinlich um keinen natürlichen Ursprung handeln würde. So könnte es sein, dass dieser Mond möglicherweise bewohnt ist. So beschließt er, sich so vorsichtig und so unauffällig wie möglich diesem Mond zu nähern.
Nelo kann ungestört den Mond anfliegen. Auf dessen Oberfläche kann man gelegentlich ein Bauwerk erkennen, was darauf hindeuten könnte, dass der Mond bewohnt ist. Falls das der Fall wäre, muss Nelo besonders aufpassen, da er nicht weiß, mit wem er es dort zu tun hat. So nähert er sich langsam der Oberfläche und schaut sich diese genauer an. Es scheint nicht viel Bewegung auf dem Boden zu geben, so wie es von oben den Anschein hat. Auch scheint sein Erscheinen noch niemand bemerkt zu haben oder keinen wirklich zu interessieren. Als Nelo einen riesigen, auffälligen Gebäudekomplex überfliegt, sucht sich Nelo einen übersichtlichen Landeplatz in dessen Nähe aus und landet.
Nelo steht nun schon eine Weile mit seinem Raumschiff etwas abseits vom nächsten Gebäudekomplex. Er beobachtet aufmerksam die Umgebung, doch noch ist alles ruhig dort draußen. Wenn etwas Beunruhigendes passieren würde, wäre er sofort für einen schnellen Start bereit. Beiläufig kontrolliert er noch einmal die atmosphärischen Bedingungen hier auf dem Mond. Noch immer ist er darüber überrascht, dass die Atmosphäre aus hundert Prozent Sauerstoff besteht. Auch die Temperaturen wären für ihn sehr angenehm. Deswegen wundert er sich, dass er noch niemanden dort draußen gesehen hat.
Dann tut sich plötzlich doch noch was. Es sieht so aus, als ob jemand, der ein menschenähnliches Erscheinungsbild hat, auf sein Raumschiff zugeht. Nelo beobachtet alles ganz genau. Erst als dieser vor seinem Raumschiff stehen bleibt und regungslos in Richtung Cockpit schaut, erkennt Nelo, dass es sich um einen menschenähnlichen Roboter handelt. Nelo wartet gespannt, was jetzt passieren wird. Doch nichts passiert. Es scheint, als ob dieser Roboter auf etwas warten würde. Da entschließt sich Nelo zum Ausstieg. Da es keine direkten Anzeichen von Gefahr gibt, will er es wagen. So macht sich Nelo bereit, das Raumschiff zu verlassen. Er begibt sich in die Schleuse und öffnet die Außentür. Der Roboter kommt daraufhin näher und stellt sich neben den Ausstieg. Dort bleibt sie wieder regungslos stehen. Nelo wartet noch einen Moment ab und verlässt vorsichtig das Raumschiff. Stets behält er diesen Roboter im Auge, dem er sich langsam nähert. Dieser sieht ihn an, als ob er wieder auf etwas warten würde. Als Nelo sich den Roboter genauer betrachtet, fällt ihm noch mehr die Ähnlichkeit mit einem Menschen auf. Noch immer steht dieser da und rührt sich nicht. Nelo überlegt, was er jetzt tun soll. Als er diesen anspricht, kommt keine Reaktion. Auch andere Sprachen, die Nelo kennt, interessieren den Roboter nicht. Auch verschiedene Gesten von Nelo bringen keinen Erfolg. Da fällt Nelo doch noch etwas ein. Er geht zurück ins Raumschiff und kommt mit einem Sprachcomputer heraus. Diesen schaltet er ein und lässt ihn in allen bekannten Sprachen, ob alt oder neu, einen kurzen Satz sagen. Dabei beobachtet Nelo den Roboter aufmerksam. Plötzlich zeigt der Roboter eine Regung. Sofort schaut Nelo nach, welche Sprache gerade gesprochen wurde. Es ist eine alte Sprache, wie sie vor langer Zeit auf der Erde gesprochen wurde. Wie kann das sein?
Nelo benutzt den Sprachcomputer, um sich mit dem Roboter zu unterhalten. Es wird das gegenseitig Gesprochene übersetzt, was normalerweise gut funktioniert. Nelo spricht den Roboter an, der ihn daraufhin begrüßt und ihm gleich Bescheid gibt, dass die Anlage bestens funktioniert. Er könnte ihn gleich begleiten und durch die gesamte Anlage führen. Nelo ist sehr erstaunt über dieses Angebot und willigt etwas verwundert ein. Es kommt ihm fast so vor, als ob dieser Roboter ihn erwartet hätte. Doch das kann nicht sein. Oder hatte dieser jemand anderen erwartet? Vielleicht jemand, der auch menschlicher Abstammung ist? Nelo würde es gerne herausfinden und folgt dem Roboter zu dem Gebäudekomplex.
Der Roboter führt Nelo in eines der Gebäude und zeigt ihm auf verschiedenen Anzeigetafeln irgendwelche Daten, mit denen Nelo allerdings nichts anfangen kann. Nelo möchte aber auch nicht nachfragen, um den Roboter nicht zu verunsichern. Der solle weiterhin glauben, dass dieser Besuch geplant war und Nelo nicht ganz unwissend ist. So lässt sich Nelo weiterhin herumführen und alles Wesentliche zeigen. Dabei gibt er zwischendurch zu verstehen, dass er sehr zufrieden mit der Funktion der Anlage wäre. Hier gibt es noch einige weitere Roboter, die sich wahrscheinlich um diese Funktionserhaltung dieser Anlage kümmern. Die Technik, die er dabei zu sehen bekommt, ist für ihn zwar ungewöhnlich, dennoch versucht er herauszufinden, für was diese riesige Anlage gebaut ist.
Nachdem der Roboter alles scheinbar wesentliche Nelo gezeigt hat, verlassen die beiden das Gebäude wieder. Nicht weit entfernt steht ein Fahrzeug, in das die beiden einsteigen. Der Roboter startet das Fahrzeug und fährt mit Nelo durch den Gebäudekomplex. Vermutlich auch, damit sich Nelo ein Bild vom äußeren Zustand der Anlage machen kann. Nach einer Weile halten sie an einem großen Gebäude an. Der Roboter steigt aus und Nelo folgt ihm. Beide gehen in das Gebäude und begeben sich in einen sehr großen Raum. Es befinden sich viele Computer und Steuereinrichtungen in dem Raum. Aber auch weitere Roboter sind hier beschäftigt. An der gegenüberliegenden Wand hängt ein riesiger Monitor. Nelo hat darauf den direkten Blick vom Mond aus auf den angrenzenden Planeten und die dahinterliegende Sonne. Alles befindet sich in einer Linie hintereinander. Dazu sind noch einige zusätzliche Linien als Grafik auf dem Bild dargestellt. Nelo schaut sich das Ganze genau an und versucht dahinter zu kommen, was diese Darstellung bedeuten könnte. Der Roboter erzählt Nelo zwar einiges darüber, dennoch muss Nelo versuchen, den ganzen Zusammenhang zu verstehen. Nur so kann er erkennen, was hier passiert.
Nelo zeigt sich wieder sehr zufrieden über den Zustand der Anlage. Der Roboter schaut ihn daraufhin an, als ob er wieder etwas von ihm erwarten würde. Nelo überlegt noch kurz, wie er jetzt reagieren soll. Dann gibt er dem Roboter zu verstehen, dass er vorerst genug gesehen hätte und zurück zum Raumschiff wolle. Sofort dreht sich dieser um und führt Nelo nach draußen. Von dort fahren sie beide mit dem Fahrzeug zurück zum Raumschiff, wo Nelo aussteigt. Der Roboter wartet im Fahrzeug noch so lange, bis Nelo ins Raumschiff eingestiegen ist. Dann fährt er davon und Nelo schaut ihm nach, bis er nicht mehr zu sehen ist.
Nach alledem legt sich Nelo ein wenig hin und grübelt nach. Er versucht immer noch zu verstehen, was hier passiert. Vor allem das Bild auf dem riesigen Monitor scheint ihm dabei zu helfen. Und irgendwann kommt ihm eine Idee, wobei es sich hier ungefähr handeln könnte. Doch für Genaueres muss er noch mehr über diese Anlage erfahren.
Nachdem sich Nelo etwas ausgeruht und sich gestärkt hat, beschließt er erneut, das Raumschiff zu verlassen. So macht er sich fertig und geht nach draußen. Dort wartet er, ob der Roboter ihn bemerkt und zurückkommt. Und tatsächlich dauert es auch nicht lange und der Roboter kommt zurück. Diesmal kommt er gleich mit dem Fahrzeug angefahren. Dieser hält neben Nelo an und nimmt wieder seine Wartestellung ein. Nelo steigt zu ihm ein und gibt ihm zu verstehen, dass er sich noch mehr von der Anlage ansehen wolle. Daraufhin fahren die beiden los, diesmal allerdings in eine andere Richtung. Sie fahren durch den gesamten Gebäudekomplex hindurch, bis sie auf der gegenüberliegenden Seite herauskommen. Von dort geht es weiter geradeaus einen langen Weg entlang, der durch eine öde, wüstenartige Landschaft führt. Dabei steht der Planet dieses Mondes direkt vor ihnen und dahinter die dazugehörende Sonne. Es ist dasselbe Bild wie auf dem Monitor.
Nach einer Weile erkennt Nelo am Horizont eine Reihe von großen Gebäuden. Je näher die beiden kommen, je deutlicher erkennt Nelo ihre wahre Größe. Er ist sich nicht ganz sicher, doch dem Aussehen nach könnte es sich um riesige Antennen handeln. Und diese scheinen in Richtung des Planeten vor ihnen ausgerichtet zu sein. Nelo fragt sich, um was es sich hier genau handelt. Er möchte jedoch den Roboter nicht direkt befragen, um nicht aufzufallen. So fragt Nelo vorsichtig, ob noch alles ordnungsgemäß funktionieren würde oder es Probleme gäbe. Daraufhin antwortet der Roboter, dass die Antennen mit voller Leistung arbeiten würden und der Schild komplett geschlossen sei. Die Überwachungseinrichtungen hätten keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Nelo zeigt wieder seine Zufriedenheit, möchte aber natürlich noch mehr erfahren. So fragt er den Roboter so unauffällig wie möglich, ob auch die Funktion noch gewährleistet sei. Darauf antwortet dieser, dass die Modulation des Feldes keinerlei fremde Funkwellen durchlassen würde. Diese würden sofort neutralisiert. Somit sind alle sicher. Nelo ist verwundert über diese Aussage. Wen meint er damit? Wer soll sicher sein? Wieder zeigt sich Nelo zufrieden über die Anlage. Der Roboter sieht Nelo daraufhin an und fragt ihn, ob er noch mehr sehen möchte. Doch Nelo schaut gerade nachdenklich in Richtung des Planeten und ist mit seinen Gedanken ganz woanders. So antwortet er, dass er vorerst genug gesehen hätte und wieder zu seinem Raumschiff zurück möchte. Also steigen die beiden wieder ein und fahren den gleichen Weg zurück.
Als sie am Raumschiff angekommen sind, steigt Nelo aus und unterrichtet den Roboter darüber, dass er demnächst wieder den Mond verlassen würde. Der Roboter nimmt dies zur Kenntnis und fährt davon, während Nelo ins Raumschiff steigt. Dieser macht es sich erst einmal drinnen bequem und denkt noch einmal in aller Ruhe nach. Er versucht immer noch zu verstehen, was hier passiert. Nach einer Weile begibt er sich ins Cockpit und macht das Raumschiff startbereit. Das Ziel stand zuvor schon fest. Wenn er mehr erfahren möchte, muss er rüber zum Planeten fliegen. Er vermutet, dass er dort die Antworten auf seine Fragen finden wird.
Die besondere Welt
Nelo startet sein Raumschiff und verlässt den Mond. Er nimmt dabei direkten Kurs auf den gleich daneben befindlichen Planeten. Als er das Feld durchfliegt, welches vom Mond aus erzeugt wird und scheinbar den kompletten Planeten vor fremden elektromagnetischen Wellen schützt, zeigen ihm die Sensoren das sofort an. So nähert er sich diesem immer mehr, bis er in dessen Atmosphäre eintaucht. Neugierig beobachtet er die Oberfläche, um sich ein Bild darüber zu machen, ob dieser bewohnt ist. Es ist ein relativ kleiner Planet und scheint in einem relativ natürlichen Zustand zu sein. Deutliche Anzeichen einer Zivilisation ist hier im ersten Moment nicht gegeben. So beschließt Nelo tiefer zu fliegen, um mehr zu erkennen. Nach einer Weile, ohne etwas Auffälliges entdeckt zu haben, sucht Nelo sich eine interessante Stelle für die Landung aus. Nachdem er sicher gelandet ist, schaut er sich die Umgebung genau an. Die Vegetation ist spärlich. Fremdartige Pflanzen, die großzügig verteilt sind, erwecken die ansonsten karge Landschaft zum Leben. Auch ist die Atmosphäre auf diesem Planeten erstaunlicherweise die gleiche wie auf dessen Mond. Somit stellt ein Ausstieg für Nelo kein Problem dar. Doch zuvor wartet er noch eine Weile ab, ob draußen etwas Auffälliges zu erkennen ist. Als nach einer Weile draußen immer noch alles ruhig ist, macht sich Nelo für den Ausstieg bereit. Er begibt sich in die Schleuse und öffnet die Außentür. Er beobachtet noch ein wenig die Umgebung und verlässt dann das Raumschiff.
Nelo geht ein Stück über den sandigen, weichen Boden. Da erkennt er in einiger Entfernung eine Bewegung. Er bleibt stehen und schaut aufmerksam in diese Richtung. Irgendjemand scheint auf ihn zuzugehen. Vorsichtig beobachtet Nelo eine näher kommende Person. Als diese schon einiges näher gekommen ist, erkennt Nelo das menschenähnliche Aussehen. Es handelt sich dabei um einen Mann. Dieser bleibt kurz vor Nelo stehen und schaut ihn an. Dann fragt der Fremde Nelo, woher er kommen würde. Dabei spricht er ihn jedoch nicht gewöhnlich an, sondern Nelo hört praktisch einfach seine Gedanken. Nelo ist darüber überrascht und versucht auf gleiche Weise zu antworten, was scheinbar auch funktioniert. Er hat sich ihm dabei vorgestellt und ihm erzählt, woher er kommt. Und er scheint es tatsächlich zu verstehen. Doch als Nelo nach dem Namen fragt, bekommt er eine unerwartete Antwort. Die fremde Person sagt ihm, dass hier niemand einen Namen hätte, da es nicht notwendig wäre. Im Grunde genommen seien alle miteinander verbunden und es würde reichen, wenn man an jemand bestimmten denken würde. So könnte man mit jedem Kontakt aufnehmen. Man könnte auch mit allen gleichzeitig Kontakt aufnehmen, wenn man etwas Bestimmtes zu sagen hätte. So könnte man bei wichtigen Sachen alle gleichzeitig informieren. Aber wenn es für Nelo einfacher wäre, könnte er ihn einfach Aba nennen. Nelo ist damit einverstanden und fragt Aba gleich darauf, wie so etwas möglich sei. Darauf antwortet dieser, dass es an der ungestörten Umgebung liegen würde. Nelo versteht das zwar im ersten Moment nicht, möchte aber nicht sofort nachfragen.
Da erkennt Nelo im Hintergrund noch weitere Fremde zu ihnen stoßen. Währenddessen spricht ihn sein Gegenüber auf die Ähnlichkeit mit ihm an. Da erklärt ihm Nelo, dass er ein Mensch sei und diese einst nur auf der Erde gelebt hätten. Erst später hätten sie sich auf anderen Planeten verteilt. Aba schaut ihn erstaunt an und berichtet Nelo, dass nach den Überlieferungen sie einst auch von der Erde gekommen wären. Nelo ist darüber überrascht, da er noch nie davon gehört hat, dass Menschen jemals so weit draußen im All gewesen wären. Auch dieser Planet ist nirgendwo als besiedelt registriert. Aber warum sind hier Menschen, ohne dass jemand davon weiß? Nelo ist neugierig und möchte natürlich mehr davon erfahren. Aba ist davon nicht abgeneigt und lädt Nelo ein, ihm zu folgen. Nelo entscheidet sich ihm tatsächlich zu folgen, ohne zu wissen, was auf ihn zukommen wird. Auch die hinzugekommen Fremden folgen neugierig den beiden.
Nach einer Weile kommen sie an eine Öffnung im Boden. Dort führt ein Zugang unter die Oberfläche. Aba geht mit Nelo und den anderen dort hinein. Der ganze Untergrund ist unterhöhlt und viele Gänge verbinden einzelne Räume miteinander. So begeben sich alle in einen größeren Raum und setzen sich dort zusammen. Hier kann sich Nelo in Ruhe mit den anderen unterhalten. Zuerst interessiert Nelo natürlich, seit wann diese Menschen schon auf diesem Planeten sind. Doch so genau scheint das keiner zu wissen, da es keinerlei Aufzeichnungen darüber zu geben scheint. Es müsste jedoch schon sehr lange her sein, bekommt er zu erfahren. Danach kommt Nelo noch auf den Mond zu sprechen. Er möchte gerne wissen, für welchen Zweck diese Anlage auf dem Mond errichtet wurde. So bekommt er zu erfahren, dass zuerst dieser Mond besiedelt wurde. Danach wurde diese Anlage gebaut. Diese würde eine bestimmte, sehr starke elektromagnetische Strahlung vom Mond aus rundum am Planeten vorbei auf die Sonne zu senden. Dieser Schutzschild würde verhindern, dass keine fremden elektromagnetischen Wellen auf dem Planeten ankommen könnten. Da fragt Nelo doch noch mal genauer, nach welchem Zweck das dienen solle. Da bekommt er zur Antwort, dass sie hier von jeglichen Störeinflüssen frei wären. Somit wäre auch die Kommunikation per Gedanken möglich, da diese in dieser unbeeinflussten Zone gut zu empfangen sei. Die einzige Strahlung, die den Planeten erreichen würde, wäre durch die Konstellation bedingt die Strahlung der Sonne. Da die Konstellation von Sonne, Planet und Mond in diesem System so ungewöhnlich sei, wäre dies erst möglich. Die Ausrichtung der drei Himmelskörper zueinander sei hier nämlich immer gleich. Nur so könne dieser Schutzschild seine Funktion aufrecht erhalten. Nelo hat jetzt den ganzen Zusammenhang verstanden und würde gerne selber noch ein wenig hierbleiben, um zu verstehen, wie man in dieser besonderen Welt lebt.
Nelo fragt Aba, ob er eine Weile hierbleiben könnte, um diese besondere Welt näher kennenzulernen. Aba hat nichts dagegen und erlaubt Nelo, sich hier frei zu bewegen. Dieser bedankt sich und würde gerne wieder nach draußen gehen, um sich noch ein wenig umzuschauen. Aba begleitet ihn zum Ausgang und fragt ihn, ob er ihn begleiten solle. Doch Nelo kommt vorerst alleine zurecht und würde Aba Bescheid geben, wenn er etwas wissen wolle. So geht Nelo einfach los und betrachtet die Natur dieses Planeten. Vor allem diese sonderbaren Pflanzen sieht er sich genauer an. Da er sie nicht kennt, weiß er nichts mit ihnen anzufangen. So geht er weiter und nimmt keine große Rücksicht darauf. Als er auf eine aus Versehen tritt, spürt er plötzlich einen leichten Schmerz im Kopf. Nelo kann sich nicht erklären, woher dieser auf einmal kommt. Da meldet sich überraschend Aba bei ihm. Dieser gibt ihm zu verstehen, dass er auf die Pflanzen achten solle. Sie dienen der Nahrung und sind ein wichtiger Bestandteil der Natur. Er könne die Früchte von ihr essen, dürfe die Pflanze jedoch nicht zerstören. Außerdem wären sie für den Erhalt des Sauerstoffs wichtig. Nelo fragt etwas irritiert, woher er wisse, dass er aus Versehen auf eine dieser Pflanzen trat. Da antwortet ihm Aba, dass sie mit diesen Pflanzen verbunden wären und sofort bemerkten, wenn ihnen etwas zustoßen würde. Und diese Kopfschmerzen wäre eine Warnung gewesen. So weiß jetzt auch Nelo über die Bedeutung und das Zusammenspiel mit diesen Pflanzen Bescheid. Er wird sie jetzt mit anderen Augen sehen und besser auf sie aufpassen.
Nelo geht weiter und kommt an einen schmalen, aber lang gezogenen See. Er setzt sich ans Ufer und schaut einfach über das Wasser auf das gegenüberliegende Ufer. Diese friedvolle und überschaubare Landschaft beeindruckt ihn. Es hat auch den Anschein, dass außer diesen Menschen niemand hier leben würden. Was soll ihm hier also passieren? Alle sind miteinander verbunden und so muss keiner den anderen befürchten. Auch ist schnell jemand verständigt, wenn man will oder es sein muss.
Als Nelo so da sitzt und seine Gedanken schweifen lässt, bemerkt er erst diese ungewöhnliche Ruhe. Nichts scheint ihn zu beeinflussen. Aber ist es auch wirklich so? Ihm ist aufgefallen, dass er die Präsenz der Sonne stärker spürt als auf anderen Planeten. Liegt es an dem Schutzschild, der den Planeten vor fremder Strahlung schützen soll? Nur die Sonne kann ungehindert auf diesen Planeten scheinen. Hat sie vielleicht noch einen gewissen Rest an Einfluss? Wenn es so wäre, ist es bestimmt kein schlechter. Andernfalls hätte man bestimmt eine Lösung gefunden, um den Schutzschild komplett zu schließen.
Die Dämmerung bricht herein und Nelo geht zurück zu Aba und den anderen. Dieser lädt ihn ein, über Nacht bei ihnen zu bleiben. Normalerweise ist Nelo vorsichtig und würde die Nacht in seinem Raumschiff verbringen, aber dieses Mal nimmt er die Einladung an. Er weiß zwar selber nicht genau, warum er das macht, aber er hat volles Vertrauen gegenüber den Menschen hier. Nelo vermutet, dass dies an dieser ungestörten Welt liegt, die einem irgendwie jede Art von Angst und Misstrauen zu nehmen scheint. So folgt er den anderen unter die Oberfläche zu einem der unterirdischen Räume. Dort gibt es genug zu Essen und zu Trinken für alle. Aba bietet Nelo an, sich zum Schlafen zu legen, wo und wann er möchte. Doch bevor Nelo sich einen Platz sucht, möchte er gerne von Aba noch wissen, warum die Sonne innerhalb des Schutzschildes liegen würde. Aba erklärt ihm, dass sie ein wichtiger Teil ihrer Welt wäre und deshalb freien Zugang besitzen würde. Nelo wirkt über diese Aussage etwas nachdenklich, sodass er erst einmal versucht zu verstehen, was er damit meinte. So beschließt er sich einen Schlafplatz zu suchen, um sich auszuruhen und noch ein wenig nachzudenken.
Am nächsten Morgen gesellt sich Nelo zu den anderen, um erst einmal zu frühstücken. Danach geht er wieder hinaus auf die Oberfläche. Dort fällt seine erste Aufmerksamkeit auf die Sonne, die ihm irgendwie keine Ruhe lässt. Es ist eine relativ kleine Sonne, die sich dort am Horizont befindet. Doch ist sie natürlich für das Leben hier unentbehrlich. Die Sonne steht noch tief am Himmel und Nelo kann noch direkt die kleine Sonne betrachten. Da überkommt ihn ein merkwürdiges Gefühl. Nelo setzt sich hin und konzentriert sich darauf, was er gerade verspürt. Es fühlt sich an wie Schwingungen, die seinen Körper beeinflussen. Wie eine Art Musik, auf die Körper und Geist zu reagieren scheint. Nelo fühlt sich wohl dabei und genießt dieses außergewöhnliche Gefühl. Ist das vielleicht der Grund, warum die Sonne innerhalb des Schutzschildes liegt? Die Sonne bringt diese abgeschirmte Welt in die Schwingungen, welche sie so besonders macht. Und die Menschen hier in eine äußerst zufriedene Stimmung versetzt.
Auf einmal kommt Aba näher. Scheinbar hat er Nelo schon eine Weile beobachtet und spricht ihn an. Er hätte das Gefühl, dass Nelo die Schwingungen der Sonne bemerkte und gerade sozusagen ihrer Musik lauschte. Dann würde er ja sicherlich diese Welt besser verstehen. Nelo antwortet Aba, dass also dessen Vorfahren das alles hier so genau durchdacht und erschaffen hätten, um ihr eigenes kleines Paradies zu erschaffen. Aba bestätigt dies und erklärt Nelo, dass man diese Schwingungen direkt oder im Unterbewusstsein immer verspüren würde. Sie wären somit immer präsent. Das würde das Gefühl hier auf diesem Planeten ausmachen. Man würde sich sozusagen von der Welle tragen lassen und sich dabei wohlfühlen. Nelo scheint das Ganze allmählich zu verstehen und ist immer noch fasziniert von diesem gigantischen Zusammenspiel in diesem System.
Nelo denkt noch eine Weile nach und richtet sich dann erneut Aba zu. Er fragt ihn, ob sie keine Angst davor hätten, dass eines Tages irgendwelche Fremden kommen könnten, um den Planeten für sich zu beanspruchen oder sogar die Anlage auf dem Mond zu zerstören. Dann wäre ihr selbst gemachtes Paradies verloren. Aba wüsste natürlich über die Gefahr und wäre sich dessen bewusst, dennoch würde er sich vorab keine Gedanken darüber machen. Nelo ist darüber überrascht und kann das nicht ganz verstehen, dass man diese Leistung, die man hier erbracht hat, einfach schutzlos sich selbst überlässt. Aber hier gelten andere Gesetze. Es geht hier um etwas ganz anderes. Er glaubt, dass die ganzen Menschen, die hier auf diesem Planeten leben, zusammen mehr Macht haben, als er vielleicht dachte.
So verbringt Nelo, nachdem ihm einiges klar geworden ist, den Rest des Tages damit zu tun und zu lassen, was er will. Er tut einfach das, auf was er gerade Lust hat. Es ist für ihn eine enorme Umstellung, weil er noch nie zuvor so eine Art von Freiheit erlebte. Doch mit der Zeit würde er sich bestimmt daran gewöhnen. Doch wie unbeschwert auch immer das Leben hier sein mag, er wird diese Welt irgendwann wieder verlassen müssen. Denn wenn er hierbleiben würde, dann würde man bestimmt irgendwann nach ihm suchen. Das Raumschiff hat zwar im Moment durch den Schutzschild keine Verbindung nach draußen, doch auf der Basis auf Tarius sind die Ziele, die angeflogen werden, bekannt. Da die zuletzt empfangene Position von seinem Raumschiff bekannt sein müsste, wäre auch klar, wo sie zuerst nach ihm suchen würden. So würde er andere Schiffe automatisch herlocken und ihnen diese Welt zeigen. Da er jedoch nicht weiß, was dann passieren würde, möchte er es lieber nicht darauf ankommen lassen. Er möchte mit seinem Erscheinen diese Welt nicht aufs Spiel setzen.
Die Zeit ist gekommen und Nelo verabschiedet sich von Aba und den anderen, die er hier kennengelernt hat. Er bedankt sich für die Gastfreundschaft und darüber, dass er etwas über diese besondere Welt erfahren durfte. Nelo spricht Aba noch kurz darauf an, was er am besten tun solle, wenn er wieder zurückgekehrt sei. Wie solle er sich verhalten, wenn dieses Sonnensystem ins Gespräch kommen würde. Er würde schließlich ihre Welt nicht in Gefahr bringen wollen. Da antwortet Aba ganz gelassen, dass sich Nelo keine Gedanken darüber machen solle, da sich das alles selber regeln würde. Nelo schaut Aba etwas nachdenklich an und überlegt, was er damit sagen will. Doch Nelo lässt diese Aussage einfach mal so stehen und denkt vielleicht später noch einmal darüber nach.
Nelo winkt den anderen zum Abschied noch einmal zu. Diese haben sich bereits allesamt versammelt und schauen Nelo hinterher. Sie fassen sich sogar an den Händen und bilden eine Kette. Nelo freut sich darüber und versteht das als ein Zeichen der Zuneigung und des Vertrauens. So geht Nelo etwas wehmütig zurück zu seinem Raumschiff. Er steigt hinein und setzt sich auch gleich ins Cockpit. Sofort macht er die Maschine startklar. Danach hebt das Raumschiff langsam ab und fliegt davon. Nelo schaut noch einmal nach unter und erkennt, dass überall in der Gegend Menschenketten sich versammelt haben. Da fällt ihm ein, dass sich die Bewohner ja allesamt miteinander verständigen können. Womöglich hat Aba oder sonst jemand die anderen von Nelo und dessen Abreise informiert. Mit so viel Zuneigung hat Nelo nun wirklich nicht gerechnet.
Nelo ist kurz davor, den Schutzschild zu durchfliegen, als ihn eine unerklärliche Müdigkeit überkommt. Nachdem er kurz weggetreten war, kommt er wieder zu sich. Er weiß zwar nicht, was da gerade passierte, doch etwas ungewöhnlich war das schon. Doch Nelo macht sich vorerst weiter keine Gedanken und gibt den Kurs zurück nach Tarius ein. Das Raumschiff fliegt nun mit voller Geschwindigkeit den ganzen Weg zurück und Nelo hat jetzt sehr viel Zeit. Als er sich entspannt zurücklehnt, erinnert er sich wieder an die Situation, als er kurz weggetreten war. Als er jedoch versucht herauszufinden, was kurz zuvor passierte, kann er sich nicht mehr daran erinnern. Er wendet sich an den Bordcomputer und schaut sich die letzten Aufzeichnungen an. Nach diesen hat er gerade den einzigen Planeten des letzten Sonnensystems verlassen, das er zu erkunden hatte. Interessiert schaut er sich die Aufzeichnung über diesen Planeten an. Diese beziehen sich jedoch lediglich auf die Ergebnisse der Sensoren über die Beschaffenheit und Eigenschaften des Planeten. Dasselbe gilt auch für dessen Mond. Somit müsste es sich also um ein unbewohntes und unbedeutendes System handeln. Nelo wundert sich nur, warum er sich nicht mehr daran erinnern kann. Vielleicht hat das damit zu tun, dass er kurz weggetreten war. Möglicherweise ist er schon zu lange unterwegs und braucht etwas Erholung. So entschließt sich Nelo erst einmal ein wenig hinzulegen. Als er so da liegt, kommen ihm plötzlich Bilder von einer unbeschwerten Welt in den Sinn. Woher diese Bilder auch kommen mögen, träumen kann man ja schließlich davon.
Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jürgen Schnaible).
Der Beitrag wurde von Jürgen Schnaible auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2026.
- Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).
gmail.com (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)Jürgen Schnaible als Lieblingsautor markieren

Das wilde Kind von Hameln
von Bettina Szrama
Der aufsehenerregende Fall des Wilden Peter von Hameln 1724: Das Auftauchen eines verwilderten Knaben nahe Hameln sorgt für Spekulationen und Mutmaßungen am kurfürstlichen Hof von Hannover. Der Kommissar Aristide Burchardy ermittelt in der mysteriösen Angelegenheit. Doch der wilde Peter, wie er fortan von den Hamelnern genannt wird, will nicht sprechen und führt sich wie ein Wolf auf. All dies interessiert Aristide allerdings weniger als das kurfürstliche Wappen auf dem Hemdfetzen, den der nackte Wilde um den Hals trug. Peter wird im Armenhaus untergebracht und trifft dort auf Grete, die Tochter des Aufsehers. Unbemerkt bringt sie sich in den Besitz des einzigen Nachweises über Peters Herkunft. Der armen Kreatur verbunden, flieht sie mit Peter und begleitet ihn auf seinem abenteuerlichen Weg bis an den englischen Königshof Georg I. Nicht nur dieser, auch ein Celler Zuchthausaufseher, ein englischer Lord und eine hannoversche Prinzessin hegen ein auffälliges Interesse für den Wilden. Immer wieder kreuzen sich dabei Aristides und Gretes Wege, bis er ihr, in seinem Bestreben in den Besitz des Hemdfetzens zu kommen, das Leben rettet. Als er endlich hinter Peters Geheimnis kommt, muss er erkennen, dass er selbst ein wichtiger Teil in dieser Geschichte um Macht, Mord und Intrigen ist. Hat seine Liebe zu Grete trotzdem eine Chance? …
Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!
Vorheriger Titel Nächster Titel
Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:
Diesen Beitrag empfehlen: