Die Erscheinung
Keras fährt gerade von der Arbeit nach Hause. Er arbeitet in der Stadtverwaltung und hat eine Wohnung am Rande der Stadt. Unterwegs hat er noch ein paar Besorgungen gemacht, bevor er zu daheim ankommt. Dort macht er es sich gemütlich, um den Abend ausklingen zu lassen.
Als es allmählich draußen allmählich dunkel wird, geht er noch kurz auf seinen Balkon. Dort setzt er sich gemütlich auf seinen Stuhl und genießt die nächtliche Ruhe. Er erkennt dabei den klaren Sternenhimmel über dem Horizont und lässt seinen Blick entspannt über das Firmament schweifen. Schon oft hat er sich den nächtlichen Himmel betrachtet, der ihm allmählich immer vertrauter wird. Die einzelnen Planeten und Sterne, die täglich am Himmel vorbeiziehen, sind auch an diesem Tag deutlich zu erkennen.
Da fällt ihm ein kleiner, hell leuchtender Punkt zwischen den Sternen auf. Dieser scheint gleichmäßig zu pulsieren und somit abwechselnd dunkler und dann wieder heller zu werden. Das Objekt ist Keras vorher noch nie im Himmel aufgefallen. Auch hat er überhaupt so etwas zuvor noch nicht gesehen. Er beobachtet das Objekt noch eine Weile, ohne eine Änderung festzustellen. Es scheint sich nicht zu bewegen. Dann versucht er herauszufinden, was sich an dieser Stelle des Himmels im Moment befinden müsste. Doch findet er nirgends einen Hinweis darauf. Dort dürfte eigentlich nichts sein, es sei denn, es wäre ein Flugobjekt oder Ähnliches. Doch da es sich immer noch an der gleichen Stelle befindet, ist dies auszuschließen. Keras holt sein Teleskop, mit dem er ab und zu Beobachtungen macht. Er richtet es auf dieses außergewöhnliche Objekt aus und versucht etwas mehr davon zu erkennen. Doch trotz stärkster Vergrößerung kann er nur ein gleichmäßig pulsierendes Licht erkennen. Keras hat keine Ahnung, wobei es sich dabei handeln könnte.
Am nächsten Morgen informiert sich Keras über die neuesten Nachrichten. Er hofft, etwas über dieses Objekt am Nachthimmel zu erfahren. Es wäre doch sehr unwahrscheinlich, dass nur er es gesehen hat. Leider wird jedoch nichts davon berichtet. Egal wo er auch nachschaut, nirgends taucht etwas davon auf. So beschließt er zur Arbeit zu gehen und abzuwarten, ob doch noch irgendwelche Informationen darüber auftauchen.
Als Keras am Abend von der Arbeit nach Hause kommt, macht er es sich erst einmal bequem und schaut sich die Nachrichten an. Tatsächlich wird gegen Ende von dem Objekt berichtet, dass auch er gesehen hat. Somit ist dieses ungewöhnliche Licht doch nicht nur ihm, sondern auch anderen Leuten aufgefallen. Es scheint jedoch noch keine Erklärung für dieses Objekt zu geben. Vielleicht ist es auch noch zu früh, um eine plausible Antwort zu erhalten, falls es überhaupt eine geben wird.
Es ist inzwischen einige Zeit vergangen. Das unbekannte Licht pulsiert immer noch an derselben Stelle. Da es bereits so gut wie jedem aufgefallen ist, ist das Interesse daran stark gewachsen. Jeder möchte wissen, um was es sich da handelt. Keras informiert sich deswegen ständig, was es für Neuigkeiten über das Objekt gibt. Auch die Wissenschaftler können es sich nicht erklären und wollen mehr darüber herausfinden. Zuerst hat man Teleskope auf das Objekt gerichtet, um es näher zu betrachten. Doch durch das ständig pulsierende Licht kann man auch nicht mehr erkennen. Selbst Lichtfilter bringen einem nicht weiter. Deshalb hat man sich dazu entschlossen, eine Raumsonde dorthin zu schicken, um mehr über das mysteriöse Objekt zu erfahren.
Es ist so weit. Die Rakete, welche die Sonde ins All befördert, steht zum Abflug bereit. Keras will sich das Ereignis nicht entgehen lassen und schaut sich zu Hause die Übertragung des Starts an. Er hofft natürlich, dass alles gut geht und endlich mehr Informationen über das Objekt gefunden werden. Da kommt das Startsignal und die Rakete hebt ab. Der Start und der Flug verlaufen einwandfrei. Etwas später ist die Sonde auf ihrem Weg. Es wird jetzt einige Zeit dauern, bis sie ihr Ziel erreicht hat.
Nach einem langen Flug hat die Sonde ihr Ziel erreicht. Die ersten Aufnahmen von dem pulsierenden Objekt werden übertragen. Jeder kann von daheim das Ereignis selbst mitverfolgen. Natürlich lässt sich auch Keras das nicht entgehen. Auch er ist gespannt darauf, was er zu sehen bekommt. Als die ersten Bilder ankommen, erkennt man zuerst nur ein großes, hell leuchtendes und dabei pulsierendes Objekt. Durch das blendende Licht kann man jedoch nichts von dem eigentlichen Objekt erkennen. Auch mit verschiedenen Lichtfiltern kommt man auch wieder nicht weiter. Somit kann man auch nicht sagen, ob es sich um ein natürliches oder künstlich erzeugtes Objekt handelt. So fliegt die Sonde weiterhin auf das Objekt zu, um wenigstens weitere Daten zu sammeln.
Als sich die Sonde bereits sehr nahe an dem Objekt befindet, bricht die Übertragung plötzlich ab. Jeder, der gerade die Übertragung verfolgt hat, ist darüber verwundert. Auch die Experten, die für diese Mission zuständig sind, haben im Moment keine Erklärung dafür. Die Sonde ist nicht mehr erreichbar. Schnell versucht man die letzten Daten, welche die Sonde übermittelt hat, auszuwerten. Doch es ist nichts Ungewöhnliches zu erkennen. Was die Experten auch versuchen, die Sonde scheint verloren.
Nach der Enttäuschung über die verlorene Raumsonde überlegt man sich weitere Schritte, um hinter das Geheimnis des unbekannten Objektes zu kommen. Die Wissenschaftler schlagen einen bemannten Flug dorthin vor. Auch wenn der Flug nicht ungefährlich werden würde, wäre es doch der nächste Schritt. Man bräuchte dafür nur doch das entsprechende Raumschiff mit Besatzung. Nachdem man sich auf eine solche Mission geeinigt hat, beginnen auch schon die Vorbereitungen.
Keras ist froh darüber, dass trotz des Rückschlags durch die verlorene Raumsonde weiter versucht wird, etwas über das unbekannte Objekt in Erfahrung zu bringen. Denn dieses steht immer noch an derselben Stelle und ist nachts bei klarem Himmel gut sichtbar. Er weiß aber auch, dass wieder einige Zeit verstreichen wird, bis man der Lösung hoffentlich näher kommen wird. So sitzt er immer noch ab und zu auf seinem Balkon und beobachtet bei schönem Wetter den nächtlichen Sternenhimmel. Manchmal hat er das Gefühl, dass dort draußen etwas Ungewöhnliches umherfliegt. Aber er schenkt diesem wenig Aufmerksamkeit bei den vielen Flugobjekten, die dort bereits unterwegs sind. So beobachtet er weiterhin das fremde Objekt am Himmel, bis die nächste Mission hoffentlich mehr darüber in Erfahrung bringen wird.
Es ist wieder soweit. Die Trägerrakete für die zweite Mission steht bereit. Sie soll das neue Raumschiff mit zwei Astronauten ins All befördern. Auch dieses Mal verlaufen der Start und der Flug einwandfrei. Vom Weltall aus fliegt das Raumschiff dann auf das unbekannte Objekt zu. Und auch dieses Mal wird der Start direkt übertragen und Keras ist natürlich dabei.
Einige Zeit später ist das Raumschiff dem fremden Objekt bereits sehr nahe. Die beiden Astronauten sind in dieser Phase besonders aufmerksam und behalten die Messinstrumente im Auge. Nebenbei halten sie noch ein wenig Ausschau nach der verloren gegangenen Raumsonde. Da sie nicht wissen, was mit ihr passiert ist, müssen die beiden auf alles gefasst sein. So kommen sie dem Objekt immer näher und die Anspannung wächst. Auch sie versuchen mit verschieden Lichtfilter Näheres von dem Objekt zu erkennen. Doch was sie auch versuchen, durch das grelle, pulsierende Licht kommen sie einfach nicht an. Sie wissen nur anhand der Sensoren, dass sich hinter dem Licht eine feste Masse befinden müsste. Um was es sich dabei handeln könnte, ist jedoch nicht eindeutig festzustellen. So fliegen sie aufmerksam weiter und warten ab, was passiert.
Das Raumschiff befindet sich nun in der gleichen Entfernung zu diesem Objekt wie damals die Raumsonde, bevor der Kontakt verloren ging. Ab diesem Zeitpunkt wird das Ganze wieder überall Übertragung. So können die Leute das Ereignis der Annäherung von zu Hause verfolgen. Auch Keras lässt es sich natürlich nicht entgehen. So nähert sich das Raumschiff weiterhin dem fremden Objekt, das sich bereits als riesige, leuchtende Kugel vor dem Raumschiff befindet. Ehrfurchtsvoll blicken die Astronauten durch ihre abgedunkelten Helmvisiere auf das rasch näher kommende Objekt. Als sie sich unmittelbar davor befinden, reißt die Verbindung ab. Die Leute, die bei der Übertragung dabei sind, können es nicht glauben. Nach langer Zeit des Wartens erneut diese Enttäuschung. Wieder versuchen die Experten das Problem zu beheben. Doch auch sie können keine Verbindung mehr zum Raumschiff herstellen. Auch dieses scheint verloren. Sie können jetzt nur noch hoffen, dass zwar die Verbindung unterbrochen ist, aber der Besatzung und dem Raumschiff nichts passiert ist.
Nach einiger Zeit hat man die Hoffnung, die vermissten Astronauten noch einmal zu sehen, aufgegeben. Es gibt noch immer keinerlei Hinweise darüber, was mit dem Raumschiff und dessen Besatzung passiert ist. Doch eines Tages passiert etwas Sonderbares. Es ist inzwischen einige Zeit vergangen, als Einheimische plötzlich zwei Personen entdecken, die völlig desorientiert in einem dünn besiedelten Gebiet umherirren. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um die beiden Astronauten handelt, die als vermisst gelten. Diese werden sofort abgeholt und zur Untersuchung in eine Klinik gebracht. Danach bringt man sie nach Hause, stellt sie aber unter Beobachtung. Für jeden ist es ein Rätsel, wie die beiden Astronauten so schnell zurück zur Erde gelangen konnten. Außerdem gibt es keine Spur von ihrem Raumschiff, mit dem sie unterwegs waren. Aber auch die Befragung der beiden hat nichts ergeben. Keiner kann sich daran erinnern, was passierte, nachdem der Funkkontakt zur Erde abbrach. Das Nächste, an was sie sich erinnern können, ist, dass sie plötzlich irgendwo in einer Waldlichtung stehen. Aber an das, was in der Zwischenzeit passierte, können sie sich nicht erinnern. Auch unter Hypnose kommen nur verschwommene Erinnerungen zum Vorschein, die schwierig zu deuten sind. Somit bleibt das unbekannte Objekt am Himmel weiterhin ein Rätsel.
Das Aufeinandertreffen
Es ist eine angenehme, sternenklare Nacht. Keras befindet sich auf seinem Balkon und schaut verträumt in den Himmel. Noch immer steht das mysteriöse Objekt am Himmel. Es sind bereits weitere Expeditionen dorthin geplant, um endlich mehr darüber zu erfahren. Geplant sind möglicherweise drei Raumschiffe gleichzeitig, die sich gegenseitig im Auge behalten werden, wenn sie sich dem Objekt nähern. So könnten, wenn etwas Ungewöhnliches passieren würde, die anderen Raumschiffe gegebenenfalls darauf reagieren. Doch das alles dauert natürlich seine Zeit und Keras macht sich in der Zwischenzeit seine eigenen Gedanken über dieses rätselhafte Objekt.
Plötzlich sieht Keras etwas vom Horizont aus auf ihn zu fliegen. Es sieht nicht so aus, als ob es einen natürlichen Ursprung hat. Es scheint eher ein Flugobjekt zu sein, das in einem dezenten, weißen Licht leuchtet. Allerdings fliegt es so ungewöhnlich, dass es den Anschein hat, als ob es teilweise außer Kontrolle wäre. Das Flugobjekt fliegt immer tiefer, je näher es kommt. Keras beobachtet das Geschehen aufmerksam. Dann passiert es und das Flugobjekt stürzt auf die Erde. Dabei erlischt dessen Licht, sodass man es nicht mehr sehen kann. Keras versucht sich die Stelle zu merken. Da sie nicht weit weg von ihm ist und er sich in der Gegend gut auskennt, kann er die Absturzstelle gut einschätzen. Neugierig darüber, was da gerade vom Himmel kam, verlässt er sogleich seine Wohnung und setzt sich in sein Fahrzeug. Er überlegt, ob er den Absturz melden soll. Da er aber selbst nicht genau weiß, um was es sich dabei handelt, will er erst mal selber nachsehen. Irgendwie war schließlich das ganze Verhalten von diesem Flugobjekt etwas ungewöhnlich.
Nach einer kurzen Nachtfahrt kommt Keras in das Gebiet, in dem das Flugobjekt abgestürzt sein müsste. Aufmerksam fährt er die Gegend ab, ob er etwas Auffälliges erkennen kann. Doch das ist bei Dunkelheit natürlich nicht einfach. Neugierig fährt er umher, bis ihm auf einem abgelegenen Feld etwas Ungewöhnliches auffällt. Irgendetwas befindet sich dort, was ungewöhnlich aussieht, als ob es dort nicht hingehört. Da es nur schemenhaft zu erkennen ist, beschließt Keras sich das näher anzuschauen. Er steuert sein Fahrzeug vorsichtig über das Feld darauf zu. Durch das Licht seiner Scheinwerfer erkennt er ein seltsam aussehendes Objekt, das er noch nie vorher gesehen hatte. Kurz davor bleibt Keras mit seinem Fahrzeug stehen und sieht sich das Ganze etwas genauer an. Er ist sich ziemlich sicher, dass dies das abgestürzt Flugobjekt ist. Die ungewöhnlichen Flugeigenschaften und das seltsame Aussehen geben Keras allerdings zu denken. Woher kommt dieses befremdlich anmutende Fluggerät?
Keras will mehr darüber wissen und steigt aus seinem Fahrzeug. Er nimmt noch seine Taschenlampe mit, um mehr zu sehen. Vorsichtig im Licht der Scheinwerfer, geht er auf das fremdartige Objekt zu. Als er direkt davor steht, schaut er es sich genauer an. Dann beginnt er, um das Gerät herum zu laufen. Da erkennt er eine Öffnung im Rumpf. Es sieht aus wie eine offene Tür, die ins Innere des Objektes führt. Vorsichtig nähert sich Keras der Stelle und leuchtet mit seiner Taschenlampe hinein. Er erkennt einen Gang, der weiter nach innen führt. Etwas angespannt folgt er ihm weiter hinein. Als er um die Ecke biegt, erkennt er im fahlen Licht des Raumes, dass vermutlich von einer Art Notbeleuchtung erzeugt wird, eine Person, die gerade sehr beschäftigt und verzweifelt wirkt. Als diese Keras bemerkt, blick sie erschrocken auf. Es scheint eine Frau zu sein, jedoch sicherlich nicht von dieser Welt. Sofort zückt sie etwas, dass eine Waffe sein könnte und richtet diese auf Keras. Erschrocken über diese Reaktion war sein erster Gedanke, dass er ihr doch nichts antun würde. Daraufhin zögert die Frau noch ein wenig und senkt dann ihren Arm. Keras hat das Gefühl, als ob sie seine Gedanken verstanden hätte und ihm vertraut. Er erkennt, dass an einem Gerät etwas defekt ist und die Fremde gerade dabei ist, dieses zu reparieren. Jedoch scheint sie Probleme mit der hiesigen Schwerkraft zu haben und bekommt ein größeres Teil nicht an seine Stelle. Keras bemerkt, dass sie seine Hilfe gebrauchen kann. Hat sie ihn vielleicht deswegen verschont, damit er ihr hilft?
Auf einmal geht innen das Licht an und die Tür schließt sich schlagartig. Es sieht so aus, als ob die Fremde es geschafft hätte, die Maschine zu reparieren. Die Leute hat sie gerade noch rechtzeitig aufhalten können. Aber was ist mit Keras, der sich noch immer drinnen aufhält?
Plötzlich fühlt Keras eine leichte Bewegung. Er hat ein ungutes Gefühl bei der Sache und läuft den Gang entlang. Dann entdeckt er das Cockpit des Fluggerätes, in dem sich die fremde Frau befindet. Diese sieht ihn kurz an und scheint sich bei ihm zu bedanken. Sie spricht zwar kein Wort, jedoch scheint Keras ihre Gedanken an ihn zu verstehen. Leicht verwundert sieht er nach draußen und erkennt sofort, was er schon vermutet hat. Tatsächlich sind sie bereits gestartet und fliegen davon. Für Keras dennoch verwunderlich, denn er hat davon kaum etwas bemerkt. Nun steht er da und hat keine Ahnung, wohin sie fliegen. Er erkennt jedoch, dass es immer höher hinaus geht. Als sie die Atmosphäre hinter sich gelassen haben, erkennt Keras, dass sie sich in einem Raumschiff befinden.
Nun hat Keras mit einer fremden Frau die Erde verlassen und fliegt durch das All. In dem Moment ist er sich nicht mehr sicher, ob das gerade wirklich passiert. Das Raumschiff scheint nun einem vorgegebenen Kurs zu folgen, sodass sich die Fremde Keras zuwenden kann. Wieder schaut sie ihn an und scheint mit ihm nur durch ihre Gedanken anzureden. Sie sagt ihm, dass er sich daneben setzen kann, denn sie werden noch eine Weile unterwegs sein. Nachdem Keras Platz genommen hat, versucht er auf die gleiche Weise mit ihr zu kommunizieren und fragt sie, wer sie sei, woher sie kommen würde und wohin sie mit ihm fliegen würde. Sie stellt sich ihm daraufhin ganz kurz als Leasa vor, dass sie von einer anderen Welt kommen würde und nun zur Basis zurückkehren müsste. Daraufhin stellt sich Keras ihr vor und möchte wissen, wie weit diese entfernt sei. Leasa beruhigt ihn, dass diese nicht weit weg wäre und sie bald dort sein würden. Keras schaut nach vorne und ist dabei erstaunt über die Geschwindigkeit, mit der sie fliegen. Dann fragt er nach, wieso sie ihn mitnehmen würde und nicht irgendwo etwas abseits wieder abgesetzt hätte. Leasa antwortet daraufhin, dass das Raumschiff noch nicht völlig in Ordnung wäre und eine weitere Landung ein unnötiges Risiko dargestellt hätte. Deswegen möchte sie so schnell wie möglich zur Basis zurückkehren und es vollständig reparieren. Somit bleibt für Keras nur noch abzuwarten, was mit ihm noch passiert. Doch eine wichtige Frage hat er noch an Leasa. Er möchte unbedingt wissen, wieso sie sich verständigen könnten, obwohl doch beide aus verschiedenen Welten kommen würden und sie nie etwas miteinander zu tun gehabt hätten. Leasa erklärt ihm, dass diese Gedanken, mit denen sie sich verständigen, eine universelle Sprache darstellen würde. Man müsste sich nur auf eine Person konzentrieren, um mit ihm sozusagen Kontakt aufzunehmen. Für einen Unerfahrenen wäre es am Anfang leichter, wenn der Gegenüber es schon beherrschen würde, weil dieser dafür bereits sensibilisiert sei. Jedoch könne man nicht einfach die Gedanken anderer lesen, täte sich der Gegenüber in dem Moment nicht extra dafür öffnen. Keras schaut wieder nach draußen und versucht das eben gehörte zu verstehen. Für ihn erschließt sich damit eine bisher unbekannte Welt.
Keras sitzt noch immer bequem auf seinem Platz und schaut nach draußen. Sein Blick richtet sich dabei nach vorne in Flugrichtung. Dabei fällt ihm auf, dass sie in die Richtung dieses unbekannten Objekts fliegen, welches schon längere Zeit am Himmel zu sehen ist. Er erkennt es sofort an dem grell pulsierenden Licht. Für Keras wird es mit der Zeit immer wahrscheinlicher, dass das ihr Ziel ist. Wenn das so wäre, hätte er vielleicht als Erster die Gelegenheit, nach all den Rückschlägen etwas darüber zu erfahren.
Einige Zeit später sind sie diesem Objekt schon sehr nahe. Das grell pulsierende Licht blendet bereits aufdringlich und Keras fällt es schwer, in dessen Richtung zu schauen. Auch für Leasa wird es langsam unangenehm. Durch einen Knopfdruck verändern sich die Scheiben, sodass dieses grelle Licht wie durch einen speziellen Lichtfilter komplett ausblendet wird. Alles andere wie die Sterne und Planeten, haben sich nicht verändert. Scheinbar wirkt er nur auf dieses spezielle Licht. Keras weiß, dass man zur Erforschung des Objekts bereits verschiedene Lichtfilter ausprobiert hat, jedoch ohne Erfolg. Dieser Filter jedoch scheint speziell darauf ausgelegt zu sein. So nähern sie sich einem Objekt, das durch das blendende Licht zuvor nicht sichtbar war. Nach und nach kann man es jedoch immer deutlicher erkennen. Als sie fast dort angekommen sind, vermutet Keras, dass es sich um eine Raumstation handeln könnte. Er schaut sie sich von außen so genau wie möglich an und ist gespannt auf das, was ihn dort erwarten wir.
Eine andere Welt
Das Raumschiff ist an der Raumstation angekommen. Ein großes Tor öffnet sich und das Raumschiff fliegt durch eine Schleuse scheinbar automatisch hinein und landet auf einem freien Platz in einer großen Halle. Als signalisiert wird, dass das Schleusentor wieder geschlossen ist, spricht Leasa zu Keras, dass sie nun das Raumschiff verlassen könnten. So folgt er ihr hinaus und beide stehen nun in der großen Halle. Keras atmet dort eine besondere Art von Luft, die sich sehr leicht atmen lässt und ihm merklich guttut. Außerdem hat er bereits nach der Landung bemerkt, dass es auf dieser Raumstation eine relativ gering Anziehungskraft gibt, sodass man sich leicht bewegen kann. So geht er mit Leasa zum Ausgang der Halle. Sie verlassen diese und kommen in einen großen, geräumigen Raum, der sich ringförmig nach beiden Seiten entlang einer großzügigen Fensterfront erstreckt. Von hier aus hat man einen freien Blick auf die gegenüberliegende Seite. In dessen Mitte außerhalb der Scheiben befindet sich ein Stück Weltraum. Keras findet das zwar faszinierend, als er sich vor die Glasfront stellt, hat dabei allerdings auch ein etwas unheimliches Gefühl dabei.
Leasa bittet Keras auf einem der Sitzgelegenheiten vor der Glasfront Platz zu nehmen und auf sie zu warten. Kurze Zeit später kommt sie mit einer Schale zurück, indem sich etwas zu Essen für Keras befindet. Dieser schaut sich die Dinger in der Schale an, die ihr Leasa anbietet. Es handelt sich um handlich Kugeln, die sich weich und feucht anfühlen. Keras probiert eine davon und muss feststellen, dass sie wunderbar schmecken. Plötzlich kommen noch sieben Weitere dieser Fremden herbei und treffen sich mit Leasa. Sie stellt ihnen Keras vor und geht dann mit ihnen auf die andere Seite des Raumes. Dort nehmen sie Platz und scheinen sich miteinander zu unterhalten. Keras kann das Ganze von Gegenüber genau beobachten. Er vermutet nach dem Aussehen der Fremden, dass es sich dabei um insgesamt vier Frauen und vier Männer handeln könnte. Er schaut sich die Unterhaltung von seinem Platz aus an und genießt dabei sein Essen. Es würde ihn schon interessieren, was die acht Fremden miteinander bereden, doch so eine stumme Unterhaltung ist schwer einzuschätzen. Er kann nur abwarten, wie es mit ihm weitergehen wird. Auf dieser Raumstation ist er von diesen Fremden völlig abhängig.
Die acht Personen stehen auf und kommen zu Keras zurück. Leasa stellt diesem die anderen sieben Fremden vor und sagt ihm, dass er auf der Raumstation bleiben könne, bis ihr Raumschiff wieder zur Verfügung stehen würde. Es gäbe zwar zwei Raumschiffe davon auf dieser Station, diese sollten jedoch immer im Notfall vollständig einsatzfähig sein. Leasa bittet Keras darauf, ihr zu folgen. So gehen die beiden einen Gang entlang, der sie an einen Platz führt. Dort gibt es eine Art Aufzug, mit dem man einfach in die anderen Stockwerke gelangen kann. Dieser besteht jedoch nicht aus einer geschlossenen Kabine, sondern aus einer größeren Plattform, auf die man sich einfach drauf stellt und dann die einzelnen Stockwerke anfahren kann. Leasa und Keras benutzen diesen Aufzug und stellen sich auf die Plattform, um nach oben zu fahren. Als sie an einem bestimmten Stockwerk angekommen sind, hält Leasa die Plattform an und verlassen diese wieder. Keras hat sich zuerst Gedanken darüber gemacht über diese ungesicherte Plattform, von der er leicht herunterfallen könnte. Doch bei der geringen Schwerkraft auf dieser Raumstation wäre der Fall so langsam, dass ihm dabei sicherlich nichts passieren würde. So stehen die beiden nun vor einer Tür. Leasa öffnet diese und zeigt Keras seinen Raum, wo er sich die nächste Zeit zurückziehen darf, bis er wieder nach Hause gebracht werden kann. Dann lässt ihn Leasa vorerst allein, weil sie noch ein paar Sachen erledigen muss. Keras schaut sich in seinem Raum noch ein wenig um und sieht, dass eigentlich alles Notwendige vorhanden ist. Dann legt er sich auf eine Liege und denkt über das gerade erlebte nach. Er kann immer noch nicht richtig glauben, was da gerade passiert.
Nach einer Weile spürt er, dass Leasa sich bei ihm meldet. Es ist ein merkwürdiges und für Keras unbekanntes Gefühl. Gedanklich nimmt sie Kontakt mit ihm auf und Keras konzentriert sich darauf. Sie will ihm Bescheid geben, dass sie gleich bei ihm vorbeikommen würde. Sogleich öffnet er die Tür und wartet auf sie. Da kommt sie auch schon auf einer Plattform nach oben gefahren. Sie geht auf ihn zu und sagt ihm, dass sie etwas mit ihm bereden möchte. So setzen sich beide an einen Tisch und Leasa beginnt zu erzählen. Sie berichtet Keras, dass sie die Heimatbasis über ihn informiert hätte. Dort ist man über ihn neugierig geworden und man würde gerne mehr von ihm erfahren. Daher wurde vorgeschlagen, dass sie ihn nach Möglichkeit in ihre Heimatwelt begleiten könnte, um ihn dort vorzustellen. Keras wirkt daraufhin sehr nachdenklich. Eigentlich würde er gerne bald wieder daheim sein, doch dieses Abenteuer wäre sicherlich einmalig. Er grübelt noch ein wenig darüber nach und blickt dann zu Leasa hinüber. Diese schaut ihn ohne jegliche Regung an. In diesem Moment spricht sie ihn an und sagt ihm, dass es allein seine Entscheidung wäre, ob er dorthin möchte oder nicht. Obwohl Keras noch einige Zweifel plagen, willigt er dennoch ein. Ob es die richtige Entscheidung ist, wird sich erst noch zeigen. Leasa verlässt ihn daraufhin wieder. Sie möchte die Entscheidung gleich an die Heimatbasis weitergeben.
Einige Zeit später schaut Leasa wieder bei Keras vorbei. Sie berichtet ihm, dass sie beide mit dem nächsten Versorgungsraumschiff in ihre Heimat fliegen würden. Demnächst müsste es eintreffen und würde sie beide dann mitnehmen. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, schlägt sie Keras vor, ihm noch ein wenig von der Station zu zeigen. Sie nimmt ihn mit an einen Platz, der von einer Glaskuppel überdacht wird. Keras hat zuerst das Gefühl, als würde er sich im Freien befinden. Doch mit der Zeit gewöhnt er sich an diesen ungewöhnlichen Rundumblick. Hier kann er sich entspannen und den Ausblick genießen. Dazu sind spezielle, futuristisch anmutende Liegen aufgestellt, auf die man sich legen kann. Leasa lädt Keras ein, eine dieser Liegen auszuprobieren. Keras nimmt das Angebot gerne an. Als er es sich darauf bequem gemacht hat, überlegt er, was an dieser Liege so besonders sein soll. Doch langsam überkommt ihn ein angenehmes Gefühl und er fühlt sich sichtlich immer wohler. Obwohl er nicht weiß, was mit ihm gerade passiert, genießt er die entspannende Ruhe. Kurze Zeit später ist er eingeschlafen und Leasa verlässt den Platz.
Einige Zeit später erwacht Keras und sieht Leasa vor sich. Er fühlt sich sichtlich ausgeruht und steht auch gleich auf. Neugierig fragt er Leasa wie lange er geschlafen habe, doch diese weicht der Frage sofort aus und berichtet ihm, dass das Versorgungsraumschiff demnächst eintreffen werde. Sie sollten sich daher langsam für den Flug bereit machen. So folgt er Leasa auf eine Plattform, von der man die Ankunft des Raumschiffes gut verfolgen kann. Keras genehmigt sich noch ein paar dieser essbaren, kugelförmigen Dinger, die hier in Schalen zur Verfügung stehen. Nach dem Schlaf hat er richtig Hunger bekommen. Es würde ihn wirklich interessieren, wie lang er geschlafen hat. Und wieso ist das Versorgungsschiff schon da? Ist es früher eingetroffen als erwartet oder hat er so lange geschlafen?
Nach einer Weile erkennt Keras einen hellen Punkt auf die Station zufliegen. Für ihn ist sofort klar, dass es das Versorgungsraumschiff sein müsste. Gespannt betrachtet er das fremde Raumschiff und verfolgt, wie es in die Raumstation hineinfliegt. Leasa bittet Keras, ihr zu folgen. Sie gehen zusammen in die Halle, wo das Versorgungsraumschiff untergebracht ist. Da erst erkennt Keras die wirkliche Größe des Raumschiffes. Ihm ist allerdings auch klar, dass es den Platz braucht, um die einzelnen Raumstationen zu versorgen. Während das Raumschiff automatisch entladen und daraufhin wieder beladen wird, stellt Leasa ihm dessen Mannschaft vor. Diese besteht ebenfalls aus acht Personen in der gleichen Konstellation wie auf der Raumstation. Eine dieser Personen bleibt auf der Raumstation, bis Leasa wieder zurückkommt.
Nachdem der Ladevorgang beendet ist, begibt sich Keras mit der Mannschaft ins Raumschiff, um das Verlassen der Raumstation vorzubereiten. Keras wird eine geräumige Kabine zugewiesen, in der er sich unterwegs jederzeit zurückziehen kann. Doch zuerst schaut er vom Cockpit aus noch zu, wie sie aus der Raumstation fliegen und diese hinter sich lassen. Danach führt ihn Leasa noch ein wenig herum, damit er sich in dem fremden Raumschiff zurechtfindet. Sie erwähnt noch, dass er sie natürlich jederzeit ansprechen könne, wenn er Hilfe bräuchte. Nachdem sie den Rundgang beendet haben, lässt sie ihn vorerst allein. Keras schaut sich derweilen weiterhin alleine noch etwas um. Anschließend begibt er sich in einen Raum, den Leasa ihr zuvor gezeigt hat. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich zu beschäftigen und sich die Zeit zu vertreiben. Nachdem Keras einige Sachen ausprobiert hat, holt er sich noch etwas von dem Essen und geht in seine Kabine. Er legt sich in eine bequeme Liege und schaut durch das Fenster hinaus ins Weltall. Auch da bemerkt er die enorme Geschwindigkeit des Raumschiffes. Er hofft, dass die Reise nicht zu lange dauern wird, denn irgendwann wird ihn die Langeweile sicherlich einholen.
Einige Zeit später meldet sich Leasa bei Keras, dass sie gerade die nächste Raumstation anfliegen. Vielleicht wollte er dabei sein, wenn sie dort ankommen. Dieser würde das gerne beobachten und folgt Leasa ins Cockpit. Für ihn ist das eine willkommene Abwechslung während des Fluges. Nachdem sie in der Raumstation angekommen und gelandet sind, verlassen die beiden das Raumschiff. Sie begeben sich zu einer Aussichtsplattform und blicken hinaus in ein fremdes Sonnensystem. In der Zwischenzeit wird das Raumschiff entladen. Da bekommt Leasa eine Nachricht, dass sich der Abflug verzögern würde. Es fehlt noch ein Container, den man von einem der Planeten dieses Sonnensystems holen müsse. Leasa würde gerne mitfliegen und fragt Keras, ob er dabei sein wolle. Er willigt ein und folgt Leasa zu einem dieser Raumschiffe, mit dem er auch schon mit ihr unterwegs war. Die Mannschaft darin hat extra noch auf die beiden gewartet. Kurz nachdem sie eingestiegen sind, verlässt das Raumschiff auch schon die Raumstation und fliegt auf einen der Planeten zu, welcher der Erde sehr ähnlich zu sein scheint.
Kurze Zeit später fliegen sie einen Raumhafen an, um dort zu landen. Nach der Landung verlassen Keras und Leasa kurz das Raumschiff, um bei der Beladung des Containers dabei zu sein. Keras erkennt dabei, dass die Beladung eine für ihn unbekannte Spezies übernimmt. Vielleicht sind es die Bewohner dieses Planeten. Jedenfalls arbeiten sie gut mit den anderen Fremden zusammen. Sie scheinen sich gut zu verstehen. Nachdem die Arbeiten abgeschlossen sind, steigen Keras und Leasa wieder ein, bevor es auch schon wieder zurückgeht. Unterwegs fällt Keras erst auf, dass die Raumstation hier nicht so stark beleuchtet ist wie diese in seinem Sonnensystem. Deshalb fragt er Leasa, warum das so sei. Diese antwortet ihm, dass sie für die dortige Bevölkerung keine Fremden mehr seien und sich deshalb offen zeigen könnten. Das wäre in seiner Welt noch nicht der Fall, aber die Zeit würde kommen. Leasa wendet sich ab und Keras wollte nicht weiter nachfragen.
Zurück in der Raumstation wird der Container direkt umgeladen, sodass das Transportraumschiff gleich wieder weiter kann. Keras beobachtet durch das Cockpit, wie das Raumschiff die Raumstation wieder verlässt. Und weiter geht es durch den dunklen Weltraum zum nächsten Ziel. Noch eine Raumstation muss angeflogen werden, bevor sie den Heimatplaneten der Fremden erreichen.
Einige Zeit später erreichen sie diese auch und fliegen hinein. Die Be- und Entladung funktionieren reibungslos, sodass es keinen längeren Aufenthalt dort gibt. Auch hier fällt Keras auf, dass die Raumstation nicht so stark beleuchtet ist. Er vermutet, dass sie sich dort auch schon mit der dortigen Bevölkerung, wenn es dort eine gibt, verständigt haben. Nachdem sie auch diese Raumstation hinter sich gelassen haben, geht es dann auf direktem Wege dem Heimatplaneten entgegen.
Keras vertreibt sich unterdessen die Zeit, bis ihm plötzlich etwas einfällt. Sogleich sucht er Leasa auf, um sie etwas zu fragen. Als er sie gefunden hat, erzählt er ihr die Geschichte von den Astronauten, die damals auf ihrem Flug verschollen waren und kurze Zeit später wieder unerklärlicherweise zurück waren. Leasa erinnert sich an die beiden Astronauten. Sie gibt zu, dass sie diese von der Raumstation fernhalten wollten. Es wäre noch zu früh dafür gewesen und wollten unentdeckt bleiben. Man hätte dessen Raumschiff deaktiviert und in die Raumstation gebracht. Von dort aus wären sie mit einem eigenen Raumschiff wieder zurückgebracht worden. Somit kennt Keras nun die Geschichte. Allerdings fragt er sich noch, warum diese sich an nichts erinnern konnten. Als er Leasa darauf anspricht, weicht diese ihm aus und wendet sich ab.
Die Ankunft
Es ist so weit. Leasa gibt Keras Bescheid, dass sie ihr Ziel gleich erreicht haben. Keras folgt Leasa ins Cockpit, um den Anflug auf ihren Heimatplaneten zu beobachten. Keras blickt nach vorne und erkennt ein Sonnensystem, in dessen Umgebung sich weitere Sterne in unmittelbarer Nähe befinden. Dann fragt er Leasa nach dem Namen des Planeten. Diese antwortet, dass er Sarina genannt wird und sie selber schon eine Weile nicht mehr dort gewesen sei. Da erkennt Keras einen kleineren Planeten, den sie gerade anfliegen. Das könnte Serina sein. Er ist sehr gespannt darauf, wie es dort aussieht und beobachtet aufmerksam, wie sie sich ihm allmählich nähern.
Sie haben den Planeten erreicht und treten in dessen Atmosphäre ein. Allmählich erkennt Keras immer mehr Einzelheiten auf der Oberfläche. Was ihm mit der Zeit auffällt, ist, dass er keine natürlichen Landschaften erkennen kann. Es sieht so aus, als wäre der ganze Planet künstlich angelegt und bebaut. Da bemerkt er, dass sie eine Art Raumhafen anfliegen und zur Landung ansetzen. Nachdem sie gelandet sind, verlässt Keras mit Leasa das Raumschiff. Sie werden bereits von einigen Personen erwartet. Leasa stellt Ihnen Keras vor, der von den Anwesenden neugierig beobachten wird. Dann gehen sie gemeinsam in ein nahe gelegenes Gebäude und setzen sich dort zusammen. Inzwischen kommt Keras recht gut mit der neuen Art der Verständigung zurecht und hat keine Probleme, sich mit den anderen anwesenden Personen zu unterhalten. So erzählt jeder ein wenig von seiner Welt und erfährt etwas von der anderen. Zwischendurch bekommen sie von diesen essbaren Kugeln gebracht, die entweder die beliebteste oder sogar die einzige Art der Mahlzeit darstellt, die es hier zu geben scheint. Allerdings stehen jetzt mehrere Schalen mit diesen Kugeln auf dem Tisch. Jede dieser Kugeln hat eine andere Farbe und schmeckt auch anders. Keras probiert sie alle durch. Jede Sorte hat ihren eigenen, vollkommen anderen Geschmack. Dennoch findet er, dass sie alle fantastisch schmecken.
Wenig später bekommt Keras auch hier eine Unterkunft zugewiesen, wo er sich jederzeit zurückziehen kann. Wieder lässt man ihn für eine Weile allein, damit er sich in aller Ruhe eingewöhnen kann. Leasa sei für ihn selbstverständlich jederzeit da, wenn etwas wäre. So beschließt Keras, sich vorerst draußen auf eine dieser Liegen zu legen, die vor der Wohnung stehen. Er will das schöne Wetter genießen und sich dabei etwas umsehen. Da bemerkt er, dass das leicht fahle Licht nicht von einem einzelnen Stern kommt, sonder von den Sternen aus der unmittelbaren Umgebung. Durch die Verteilung dieser Sterne um den Planeten vermutet Keras, dass die Helligkeit des Lichtes zwar leicht schwanken, vermutlich jedoch keine völlige Dunkelheit geben würde. Somit gäbe es dann auch vielleicht annähernd ein gleichbleibendes Klima. So liegt Keras da und grübelt noch eine Weile nach. Dabei schaut er sich die Umgebung an und beobachtet den ein oder anderen Fremden die unterwegs sind. Diese schauen zwar kurz zu ihm rüber, wenn sie ihn bemerken, mehr aber auch nicht. Es scheint für sie nicht ungewöhnlich zu sein, dass da jemand aus einer anderen Welt ist. Weiterhin bemerkt er, dass die ganze Umgebung wie ein riesiger Park angelegt ist. Nirgends gibt es größere Straßen für Fahrzeuge. Auch andere Lebewesen wie Tiere kann er nirgends erkennen. Dann fragt er sich, ob das nur hier so sei oder auf dem ganzen Planeten.
Keras ist schon fast am Einschlafen, als Leasa vorbeikommt. Sie fragt ihn, ob er mit ihr ein wenig herumlaufen möchte. Sie könnte ihm dabei die Umgebung zeigen und sich unterwegs noch ein wenig mit ihm unterhalten. Keras besinnt sich noch einen Moment und erhebt sich daraufhin, um Leasa zu folgen. Zuerst folgen sie einem Weg, der mitten durch eine abwechslungsreiche und sehr ordentlich angelegte Parklandschaft zieht. Nur, dass es hier keine Pflanzen zu geben scheint, sondern alles künstlich hergestellt wurde. Das einzig Natürliche, was er erkennen kann, ist Wasser, denn dieses gibt es hier genug. Zahlreiche Teiche und Seen sind hier künstlich angelegt. Da sich Keras und Leasa sowieso gerade unterhalten, um mehr voneinander zu erfahren, fragt er sie auch gleich, ob es hier überhaupt so etwas wie Pflanzen oder Tiere geben würde. Sie antwortet etwas zögerlich, dass es das hier nicht gäbe. Dann möchte er noch gerne wissen, ob diese essbaren Kugeln somit auch künstlich hergestellt würden. Auch das bestätigt sie. Keras hakt noch einmal nach und würde gerne wissen, ob es hier früher einmal so etwas wie Natur gegeben hätte. Leasa macht einen etwas nachdenklichen Eindruck, ohne jedoch darauf zu antworten.
Wenig später erreichen sie einen Platz, auf dem einige sonderbare Geräte stehen. Es handelt sich um eine Scheibe, auf dem ein Sitz mit ein paar wenigen Bedienelementen untergebracht ist. Leasa setzt sich auf eine dieser Maschinen und erklärt Keras, wie diese funktioniert. Es handelt sich dabei also um ein sehr flexibles Fortbewegungsmittel. Keras setzt sich daraufhin in das sich daneben befindende Gerät und probiert es aus. Er startet die Maschine und betätigt vorsichtig die Steuerungselemente, wie Leasa es ihm gezeigt hat. Langsam hebt die Maschine ab und schwebt nun in einiger Höhe über dem Boden. Auch Leasa steigt nun auf und Keras richtet sich nach ihrer Höhe. Dann fliegt sie langsam davon und Keras folgt ihr. Da die Maschine eigentlich leicht zu bedienen ist, hat er keine Mühe, Leasa zu folgen.
Sie haben die Parklandschaft hinter sich gelassen und überfliegen gerade eine weite Ebene. Auch diese scheint keinen natürlichen Ursprung zu haben und künstlich erschaffen worden zu sein. Einige Zeit später kommen sie an einem riesigen Gebäudekomplex vorbei. Keras würde gerne wissen, um was es sich dabei handelt und fragt Leasa. Diese erklärt ihm, dass es sich dabei um Anlagen mit verschieden Aufgaben handeln würde. Es gäbe mehrere solcher Anlage, die auf dem ganzen Planeten verteilt wären. Während einige der Anlagen damit beschäftigt
seien, das Wasser und die Luft sauber zu halten, gibt es zum Beispiel auch Produktionsstätten. Ob Nahrungsmittel oder irgendwelche anderen Dinge. Eben alles, was gebraucht wird, könnte hier hergestellt werden. Somit wäre praktischerweise alles an einer Stelle untergebracht. Außerdem würden diese Anlagen völlig selbstständig arbeiten. Während Keras beim Vorbeiflug diesen Gebäudekomplex genauer betrachtet, sieht er am Horizont schon ein weiteres Gebäude.
Sie nähern sich diesem Gebäude, das die Form einer Kuppel hat. Als sie dort angekommen sind, landen die beiden und verlassen ihr Fluggerät. Leasa läuft auf den Eingang des Gebäudes zu und Keras folgt ihr. Sie gehen hinein und Keras schaut sich erst einmal darin um. Die ganze Kuppel besteht aus einem einzigen großen Raum. Dieser ist wunderschön eingerichtet mit einem großen Wasserbecken in der Mitte. An der Fensterfront sind in einem großzügigen Abstand voneinander spezielle Liegen aufgestellt. Sofort erkennt Keras, dass es sich um dieselbe besondere Art von Liegen handelt, auf der er schon auf der Raumstation gelegen hat und dabei eingeschlafen ist. Sogleich fragt er Leasa, für was dieser Raum hier gedacht sei. Leasa antwortet ihm, dass es der besonderen Erholung und Entspannung diene, die man vor allem durch diese besonderen Liegen bekommen könne. Diese hätten die Fähigkeit, für jeden individuell das Wohlbefinden zu verbessern. Und je öfter man sie benutzt, desto größer sei die Wirkung. Leasa schlägt ihm vor, sich hier ein wenig zu entspannen. Keras nimmt das Angebot gerne an und genießt die angenehme Atmosphäre dieses Gebäudes. Auch das Wasserbecken mit dem kristallklaren Wasser hat schon eine entspannende Wirkung. Danach legt er sich auf eine dieser Liegen und lässt sich einfach gehen. Als Leasa erkennt, dass Keras eingeschlafen ist, nähert sie sich ihm, um ihn zu beobachten.
Nach einiger Zeit wacht Keras auf. Er braucht ein wenig, bis er wieder voll da ist. Dann schaut er sich um und erkennt Leasa hinter ihm. Noch etwas benommen erzählt er ihr, dass er noch nie so einen entspannten und dennoch außergewöhnlichen Schlaf gehabt hätte. Es wäre ihm so vorgekommen, als ob er selbst während des Schlafens nie ganz alleine mit seinen Gedanken gewesen wäre. Das wäre zwar ein ungewöhnliches, aber dennoch schönes Gefühl gewesen. Leasa freut sich für ihn, dass er diese Erholungsphase genießen konnte. Dann schlägt sie vor, wieder zurückzufliegen. Keras folgt ihr nach draußen und steigt auf sein Fluggerät. Gemeinsam fliegen sie den gleichen Weg wieder zurück den sie gekommen sind. Sie stellen ihre Maschinen auf dem vorgesehenen Platz wieder ab und gehen zu Fuß weiter. Erneut durchqueren sie die herrliche Parklandschaft, bis Keras wieder vor seiner Unterkunft steht. Leasa würde ihn noch ein wenig alleine lassen und ihn später erneut abholen. Die Personen, mit denen er sich bereits unterhalten hat, würden ihn gerne noch einmal sehen und sich mit ihm unterhalten. Somit geht Leasa weiter und Keras wartet derweil, bis sie wieder zurückkommt.
Wenig später meldet sich Leasa bei Keras und teilt ihm mit, dass sie gleich da sei. Als sie da ist, gehen sie gemeinsam in das Gebäude, wo sie sich schon zuvor mit den anderen Personen getroffen hatten. Dort werden sie bereits erwartet und Keras als Gast freundlich begrüßt. Wieder ist der Tisch reichlich gedeckt und Keras scheut sich nicht davon zu probieren. Das Treffen dient natürlich in erster Linie mehr von Keras zu erfahren. So bekommt er natürlich reichlich Fragen gestellt, die teilweise spontan, aber manche auch gut überlegt sind. Wiederum hat Keras auch noch die eine oder andere Frage, die ihm scheinbar auf ehrliche Weise beantwortet wird.
Einige Zeit später wird das Treffen beendet und jeder geht wieder seinen Weg. Auch Keras geht zurück zu seiner Unterkunft. Leasa begleitet ihn noch ein wenig und gibt ihm zu verstehen, dass er sich hier frei bewegen könne, um sich wohlzufühlen. Dann geht sie weiter und lässt Keras allein zurück. Dieser beschließt sich die Umgebung wirklich einmal genauer anzuschauen. So folgt er den verschlungenen Wegen durch die riesige Parklandschaft und entdeckt dabei noch so manches für ihn Unbekannte. Er hätte nie gedacht, dass es hier so viele Dinge gibt, mit denen man sich beschäftigen oder sich die Zeit vertreiben kann. Was ihn immer noch positiv überrascht ist, dass die Fremden die ihm begegnen, kaum Beachtung schenken, als ob er schon immer hier leben würde. Einige Zeit später entschließt er sich zu seiner Unterkunft zurückzukehren. Es wundert ihn immer noch, dass er sich allein so frei bewegen darf. Was er jedoch nicht weiß, ist, dass er in Wirklichkeit die ganze Zeit beobachtet worden ist.
Nachdem Keras sich mit einigen dieser essbaren Kugeln wieder gestärkt hat, spricht er Leasa an. Er fragt sie, ob sie Lust hätte, mit ihm noch einmal zur Kuppel zu gehen. Er würde sich dort gerne auf einer dieser speziellen Liegen etwas ausruhen. Leasa willigt ein und sagt ihm, dass sie demnächst vorbeikommen würde. Keras wartet unterdessen vor seiner Unterkunft auf sie. Als Leasa ankommt, gehen die beiden wieder zu dem Platz, wo die Fluggeräte bereitstehen. Von da aus fliegen sie direkt zur Kuppel. Die beiden gehen hinein und Keras sucht sich eine dieser Liegen aus. Als er darin liegt, hat er ein wenig das Gefühl der Erleichterung. Wieder lässt er sich einfach gehen und schläft ein. Auch dieses Mal wird er von Leasa dabei beobachtet.
Als Keras aufwacht, fühlt er sich wirklich besser und ausgeglichener. Das Gefühl während des Schlafens war schon deutlich intensiver und angenehmer als beim ersten Mal. Nachdem er wieder einigermaßen bei sich ist, steht er auf und widmet sich Leasa. So verlässt er, noch etwas benommen, mit Leasa das Gebäude. Gemeinsam fliegen sie wieder zurück. Sie stellen ihre Fluggeräte ab und laufen durch die Parklandschaft zurück. Unterwegs erzählt er Leasa von seinem Spaziergang durch die unmittelbare Umgebung und was er dabei so alles entdeckt hat. Leasa schlägt ihm vor, noch mehr zu zeigen, doch zuvor sollten sie sich wieder zu einem erneuten Treffen begeben. Also folgt er ihr erneut in das dafür vorgesehene Gebäude, um sich mit den anderen Personen zu treffen.
Dort angekommen, treffen auch schon die üblichen Personen nacheinander ein. Wieder erfolgt die Begrüßung an einem reichlich gedeckten Tisch. Und wieder werden gegenseitig Fragen gestellt, um sich noch besser kennenzulernen. Es ist eigentlich im Prinzip genauso wie die vorherigen Male. Als sie sich jedoch gerade über seine Arbeit zu Hause unterhalten, wird er über Einzelheiten befragt, über die er vorher mit Sicherheit noch nicht geredet hat. Er fragt sich, woher sie das wissen konnten. Doch als er noch darüber nachdenkt, scheinen die anderen Anwesenden den erstaunten Ausdruck von Keras zu bemerken. Rasch wechseln sie das Thema und scheinen vorsichtiger mit ihren Fragen zu sein. So wird ein wenig später das Treffen auch etwas früher beendet als zuvor. Leasa begleitet Keras noch in seine Unterkunft und zieht sich dann aber auch zurück.
Etwas später beschließt Keras noch ein wenig herumzulaufen. Vielleicht entdeckt er ja noch etwas Interessantes. Als er nach einer Weile wieder zurückkommt, würde er gerne wieder die Kuppel besuchen. Diese Erholungsphasen auf diesen Liegen gefallen ihm immer mehr. Er spricht Leasa wieder an, ob sie ihn begleiten würde. Doch sie sagt ihm, dass er auch jederzeit alleine dort hinkann. Er würde sich ja bereits gut auskennen. Keras ist sich zwar nicht ganz sicher, ob er das alleine möchte, ist jedoch bereit, es zu versuchen. So macht er sich zuerst auf den Weg zu den Fluggeräten. Von dort fliegt er an dem Fabrikgelände vorbei in Richtung der Kuppel. Als er dort landet, erkennt er ein zweites Fluggerät vor dem Gebäude stehen. Jemand scheint außer ihm noch anwesend zu sein. Ein wenig aufgeregt betritt er das Gebäude. Er hat ja keine Ahnung, wer sich darin befindet. Im ersten Augenblick erkennt er keine weitere Person in dem Raum. Doch dann erkennt er weiter hinten, dass sich jemand in einer dieser Liegen befindet. Er beobachtet den Platz noch kurz und geht dann langsam darauf zu. Er verhält sich dabei so leise wie möglich, da er nicht stören will. Als er vorsichtig einen Blick auf die Person auf der Liege wirft, zuckt er kurz zusammen. Es ist eine Person einer weiteren unbekannten Spezies. Er hat den Eindruck, dass es sich dabei um eine weibliche Person handelt. Noch leicht erschrocken zieht sich Keras zurück. Er überlegt, was das zu bedeuten hat. Ist dies möglicherweise genauso ein Besucher wie er selber? Da er auch ganz alleine hier ist, scheint man auch ihr zu vertrauen. Keras denkt darüber nach, ob er lieber wieder gehen sollte. Doch das Bedürfnis nach dieser ungewöhnlichen Liege ist einfach größer. Er legt sich in eine Liege, die sich weiter weg befindet. Vielleicht würde er von der Fremden nicht bemerkt, wenn er das Gebäude verlässt. Doch spätestens wenn sie das zweite Fluggerät sehen würde, wüsste sie, dass sie nicht allein ist. Keras lässt es darauf ankommen und versucht zu schlafen. Vielleicht würde er ja vor der Fremden aufwachen und wäre bereits weg, bevor diese aufwacht.
Nach einer Weile wacht Keras wieder auf. Noch etwas benommen versucht er erst einmal richtig wach zu werden. Der Schlaf auf dieser Liege entwickelt sich immer mehr zu einem besonderen Phänomen. Die Gefühle dabei werden von Mal zu Mal intensiver. Auch das erste Gefühlschaos bekommt allmählich klare Strukturen. Es ist eigentlich eher ein Erlebnis als ein Schlaf, wie Keras ihn so kennt. Dennoch ist die Erholungsphase intensiver und er fühlt sich danach viel wohler. Da fällt ihm die Fremde wieder ein. Vorsichtig steht er auf und schaut sich um, ob er jemanden erkennen kann. Doch niemand ist zu sehen. Auch der von der Fremden belegte Platz ist leer. Er geht Richtung Ausgang und öffnet die Tür nach draußen. Sein Fluggerät steht noch da, doch das andere ist weg. Keras schaut über die Ebene in Richtung Horizont und erkennt einen immer kleiner werdenden Punkt. Er vermutet, dass es die Fremde sein könnte, welche gerade davonfliegt. Und sie fliegt sogar in dieselbe Richtung, von der er gekommen ist. Sofort setzt sich Keras auf sein Fluggerät und fliegt hinterher. Er weiß natürlich, dass er sie nicht einholen kann, dennoch will er dran bleiben. Nach einer Weile erkennt Keras, wie der Punkt vor ihm nach unten geht. Möglicherweise setzt die Fremde gerade zur Landung an. Keras kommt immer näher, bis er bemerkt, dass er direkt auf den Platz zusteuert, auf dem die Fluggeräte bereitgestellt werden. Nachdem er dort gelandet ist, schaut er sich um, ob er die Fremde irgendwo entdecken kann. Doch weit und breit ist nichts von ihr zu sehen. So begibt er sich wieder zurück in seine Unterkunft. Von dort aus beobachtet er nun intensiver die Umgebung. Wer weiß, wer noch alles hier ist.
Etwas später kommt Leasa vorbei und lädt Keras zu einem kleinen Ausflug ein. Dieser ist sofort dabei und folgt ihr. Sie gehen erneut zu dem Platz mit den Fluggeräten. Von dort aus fliegen beide davon. Keras folgt Leasa, die dieses Mal in eine andere Richtung fliegt. Nach einiger Zeit kommen sie an einen Platz mit einer künstlich hergestellten, futuristischen Landschaft und einem großen, extravaganten Wasserbecken. Dort landen sie und suchen sich anschließend einen angenehmen Platz. Leasa meinte, dass es ihm hier bestimmt gefallen würde. Und da er gerne schwimmen würde, wäre das vielleicht genau das Richtige für ihn. Wieder hält Keras kurz inne und überlegt. Woher sollte Leasa das wissen? Wieder einmal kann er sich nicht daran erinnern, darüber gesprochen zu haben. Doch wenn sie schon einmal hier sind, möchte Keras die Zeit auch nutzen, um tatsächlich schwimmen zu gehen. In dieser ungewöhnlich fremdartigen und dennoch faszinierenden Umgebung ist das ein noch schöneres Erlebnis. Zwischendurch sitzen die beiden zusammen und plaudern ein wenig miteinander. Einige Zeit später beschließen sie den Rückweg anzutreten. Sie steigen auf ihr Fluggerät und fliegen zurück.
Als sie gelandet sind, bemerkt Keras plötzlich wieder das Verlangen zur Kuppel zu fliegen, um sich dort zu entspannen. Erneut fragt er Leasa, ob sie mit möchte. Doch auch dieses Mal rät sie ihm allein dorthin zu fliegen. Er bräuchte sie ja nicht mehr dazu. Somit fliegt Keras erneut zur Kuppel. Als er dort ankommt, steht bereits wieder ein Fluggerät vor dem Gebäude. Keras fragt sich, ob es wieder die Fremde vom letzten Mal sein könnte. Vorsichtig nähert er sich der Eingangstür. Plötzlich öffnet sich diese und tatsächlich kommt die Fremde gerade heraus. Beide stehen sich nun direkt gegenüber und schauen sich an. Keras versucht diese Fremde mit der hier üblichen Methode anzusprechen und fragt sie instinktiv, wer sie sei. Diese stellt sich als Faras vor und sei ein Besucher dieses Planeten. Man hätte sie eingeladen und würde seitdem für eine Weile hier wohnen. Keras ist zuerst erstaunt, dass er sich tatsächlich mit ihr unterhalten kann. Allerdings wird auch sie gezeigt bekommen haben, wie man sich durch gezielte Gedanken unterhalten kann. So stellt auch Keras sich vor und erzählt ihr im Grunde genommen das Gleiche. Faras findet es zwar interessant, Keras kennengelernt zu haben, geht dann aber auch gleich weiter zu ihrem Fluggerät und fliegt davon. Keras ist ein wenig überrascht darüber, dass Faras so kurz angebunden ist, geht dann aber auch weiter. Er sucht sich drinnen eine Liege aus und legt sich erst mal hin. Auch dieses Mal schläft er schnell ein.
Nachdem Keras wieder aufgewacht ist, steht er auf und verlässt das Gebäude. Er spürt, dass er sich mit der Zeit immer gelassener fühlt. Auch fühlt er sich nicht mehr so fremd wie am Anfang. Es ist so ein Gefühl, als ob er hier einfach dazugehören würde. Dann setzt er sich auf sein Fluggerät und fliegt zurück auf dem Sammelplatz. Gleich darauf geht er zurück zu seiner Unterkunft. Dann setzt er sich draußen hin und beobachtet die Umgebung. Dies macht er jetzt aufmerksamer als zuvor, da er nun weiß, dass er nicht der einzige Fremde hier ist. So schaut er sich die Umgebung etwas genauer an, doch bisher hat er nur Einheimische gesehen. Einige Zeit später jedoch bemerkt Keras eine Person, die sich von den anderen unterscheidet. Es ist aus der Entfernung schwer zu erkennen, um wen oder was es sich dabei handeln könnte. Deshalb beschließt er sich die Person näher anzuschauen. Er geht in dessen Richtung und lässt sie dabei nicht aus den Augen. Nachdem er schon ziemlich nahe dran ist, erkennt er Faras. Er macht sich ihr bemerkbar, indem er sie anspricht. Diese schaut sich erstaunt um und erkennt Keras wieder. Keras würde gerne mehr über sie wissen und fragt sie, ob sie sich irgendwo unterhalten könnten. Diese zögert kurz, ist dann aber einverstanden. So suchen sich die beiden eine gemütliche Stelle, wo sie sich in aller Ruhe unterhalten können. Sie tauschen sich untereinander ein wenig aus, sodass jeder einen kleinen Einblick vom anderen hat. So erfährt Keras, dass Faras im Grunde genommen genauso ein Besucher ist wie er selber. Da wo Faras herkommt, kennt man auch nur das Licht am Himmel und hat noch keine Ahnung, mit wem oder was man es dabei zu tun hat. Diese scheint jetzt, genauso wie Keras selber die Einzige zu sein, welcher die Antwort kennt. Doch beide wissen immer noch nicht, warum sie eigentlich hier sind. Mit dieser Frage gehen die beiden dann auch wieder ihren Weg. Keras geht in seine Unterkunft zurück und macht sich dort weiterhin seine Gedanken.
Kurze Zeit später kommt Leasa vorbei. Keras erzählt ihr von Faras und dass er mit ihr gesprochen hätte. Leasa wirkt nicht wirklich überrascht darüber und freut sich, dass die beiden gut miteinander auskommen. Dann informiert sie Keras darüber, dass wieder ein Versorgungsraumschiff in dessen Sonnensystem fliegen und ihn mit nach Hause nehmen könnte. Keras ist im ersten Moment überrascht über die Nachricht, da er nicht weiß, ob er sich darüber freuen sollte. Doch will er wirklich für immer als einziger seiner Art hierbleiben? Natürlich wird er zurückfliegen und viel zu erzählen haben. Leasa rät ihm, die verbleibende Zeit noch zu genießen. Dann geht sie auch schon wieder und lässt Keras nachdenklich zurück.
Keras überkommt noch einmal der Wunsch, zur Kuppel zu fliegen. Es kommt ihm langsam vor wie eine Art von Sucht. Da kommt er auf den Gedanken, Faras zu fragen, ob sie mitkommen möchte. So versucht er diese anzusprechen, mit Erfolg. Er weiß, dass das über eine gewisse Entfernung möglich ist. Faras ist einverstanden und so treffen sie sich an der Stelle, wo sie sich unterhalten hatten. Dann gehen sie zusammen zum Platz mit den Luftfahrzeugen. Von dort aus fliegen sie zur Kuppel und gehen hinein. Jeder sucht sich eine Liege und macht es sich darin bequem. Kurze Zeit später sind beide eingeschlafen.
Einige Zeit später werden beide nacheinander wieder wach. Für Keras war dieser besondere Schlaf noch intensiver als zuvor. Noch nie war er so ausgeglichen. Er scheint einen bestimmten Punkt der Ausgeglichenheit erreicht zu haben. Diese spezielle Liege scheint ihn positiv zu beeinflussen. Er wird die Zeit hier vermissen, denn diese spezielle Form der Entspannung kennt er nur von hier. So eine Art der Erholung ist für ihn eher ein besonderes Erlebnis gewesen. Auch Faras gesteht Keras, dass es sich positiv auf sie auswirken würde. Somit verlassen die beiden das Gebäude und treten den Rückweg an. Nachdem sie ihr Fluggerät abgestellt haben, gehen die beiden noch ein Stück zusammen, um ein wenig zu reden. Dann trennen sich ihre Wege und Keras kehrt in seine Unterkunft zurück.
Die Rückkehr
Es ist so weit. Leasa kommt vorbei, um Keras abzuholen. Keras spricht Faras noch einmal an und gibt ihr Bescheid, dass er wieder nach Hause fliegen wird. Dann folgt er Leasa zum Versorgungsraumschiff, dass ihn mit nach Hause nehmen soll. Keras verabschiedet sich noch von den anderen, ihm inzwischen bekannten Personen, die sich hier versammelt haben. Danach geht er mit Leasa ins Raumschiff, da auch sie zurück zu ihrer Raumstation gebracht wird. Sie stellt ihm zuerst die Mannschaft vor und zeigt ihm anschließend seine Kabine. Als der Abflug ansteht, begibt er sich ins Cockpit, um den Start mitzuerleben. Mit etwas Wehmut verlässt er Sarina. Ob er jemals wieder hierher kommen würde, um noch mehr von dem Planeten zu sehen? Doch jetzt geht es erst einmal zurück nach Hause.
Unterwegs fliegen sie eine Raumstation an, um Versorgungscontainer auszutauschen. Dort betritt eine fremde Person das Raumschiff. Keras erkennt in dieser Person erneut eine weitere unbekannte Spezies. Sogleich spricht Keras diese Person an und stellt sich ihr vor. Ein wenig ist er selber etwas verwundert darüber, jedoch ist es für ihr nicht Außergewöhnliches mehr, sich mit Außerirdischen zu unterhalten. Auch für die Person ihm gegenüber scheint das ganz normal zu sein. Nach einem kurzen Gespräch trennen sich die beiden auch schon wieder und Keras begibt sich in seine Kabine. Dort nimmt er sich etwas zu essen und denkt darüber nach, wie er sich verändert hat, seitdem er von zu Hause weg ist. Wie wird es sein, wenn er wieder daheim ist?
Einige Zeit später meldet sich Leasa bei Keras, um ihm Bescheid zu geben, dass sie gleich sein Heimatsystem erreicht hätten. Keras ist sich immer noch nicht sicher, ob er sich darauf freuen soll. Hier hatte er ein einfaches, aber sorgenfreies Leben. Dennoch weiß er, dass er irgendwann wieder zurückmuss. Er wird daheim einiges zu erzählen haben. So begibt er sich allmählich ins Cockpit, um zu beobachten, wie sie in sein Sonnensystem eintauchen. Das Raumschiff steuert direkt auf die Raumstation zu, um dort zu landen. Nachdem sie dort angekommen sind, verlässt Keras mit Leasa das Raumschiff. Kurze Zeit später verlässt das Versorgungsraumschiff auch schon wieder die Raumstation und fliegt weiter. Keras fragt Leasa, wann er nach Hause gebracht werde. Diese antwortet ihm, dass es demnächst so weit sei. Wenn er möchte, könne er sich solange auf einer dieser Liegen noch ein wenig entspannen. Keras willigt ein und begibt sich in den entsprechenden Raum. Er merkt allerdings, dass er nicht mehr das Bedürfnis hat, wie er es auf Sarina hatte. Dennoch will er es noch einmal genießen, da es vielleicht das letzte Mal sein könnte. So legt er sich noch einmal in eine dieser Liegen hinein, um kurze Zeit später einzuschlafen. Er hat jedoch nicht bemerkt, dass Leasa ihm folgte.
Als Keras wieder wach wird, ist er im ersten Moment total verwirrt. Er fragt sich, wo er ist. Er befindet sich auf einem großen Feld, umgeben von reichlich Wald. Völlig desorientiert läuft er ziellos einfach in eine Richtung und hofft jemanden zu treffen. Er hat keine Ahnung, wie er hierher gekommen ist und wohin er muss. Einige Zeit später wird er von Leuten entdeckt, die sich ihm annehmen. Sie übergeben ihn den Behörden, die sich weiter um ihn kümmern. Nach einigen Nachforschungen wird Keras identifiziert, da er als vermisst gemeldet wurde. Er wird nach Hause gebracht, wo man sich weiterhin um ihn kümmert. Es geht ihm so wie damals den Astronauten, die sich an eine bestimmte Zeit nicht mehr erinnern konnten. So kann auch er sich nur noch daran erinnern, dass er eines Abends den Nachthimmel betrachtete. Was danach passierte, weiß er nicht mehr. Nur durch Zeugenaussagen wurde bekannt, dass sie ihn im Eingang eines fremden Raumschiffes gesehen hätten. Danach hätte man ihn mit dem Raumschiff wegfliegen sehen. Aber an all das kann sich Keras in keiner Weise mehr erinnern.
Einige Zeit später hat sich Keras wieder einigermaßen eingelebt. Doch noch immer ist er etwas durcheinander. Irgendwas ist passiert, dass ihm keine Ruhe lässt. Er beschließt, mit den Astronauten von damals Kontakt aufzunehmen, um vielleicht mehr zu erfahren. Nachdem er mit ihnen einen Termin ausgemacht hat, treffen sie sich wenig später an einem gemütlichen Ort zum Essen. Dort erzählt jeder seine Geschichte darüber, was vor und nach der fehlenden Erinnerung passiert war. Doch zum Schluss müssen sie erkennen, dass es sie auch nicht weiter bringt. Es gibt keine neuen Erkenntnisse über die vergessene Zeit. Selbst unter Hypnose hat keiner der drei Anwesenden eine Erinnerung daran. Somit müssen sie weiterhin damit leben und hoffen, dass möglicherweise irgendwann doch noch etwas zum Vorschein kommt. So verabschieden sie sich voneinander und versprechen sich weiterhin in Kontakt zu bleiben, um Neuigkeiten auszutauschen.
Wieder ist einige Zeit vergangen und noch immer ist das sonderbare Licht am Nachthimmel gut zu erkennen. Es ist für Keras, als ob in der Zwischenzeit nichts passiert wäre. Es ist immer noch nicht gelungen herauszufinden, um was es sich dabei handelt. Doch jedesMal, wenn Keras dieses Licht sieht, hat er das Gefühl, als ob er auf irgendetwas warten würde. Etwas wird passieren.
Keras wird recht behalten. Denn eines Morgens tauchen plötzlich mehrere fremde Raumschiffe am Himmel auf. Sie überfliegen die Erde in einem bestimmten Muster und setzen dabei Sonden aus, die sich regelmäßig am Himmel verteilen. Alle Leute begeben sich nach draußen, um zu beobachten, was da gerade passiert. Die meisten wirken verwirrt und ängstlich. Da niemand mit so was gerechnet hat, ist auch keiner auf diese Situation vorbereitet. Jeder fragt sich, was passieren wird. Selbst Keras ist von diesem Ereignis überrascht und fragt sich selber, wer dahinter stecken könnte und was die Sonden am Himmel zu bedeuten hätten. Die Raumschiffe sind inzwischen wieder verschwunden, doch die Sonden sind unübersehbar am Himmel verteilt. Einige Zeit später kommt die Meldung über die Medien, dass diese Sonden eine spezielle, recht starke Strahlung aussenden würden. Welchen Zweck diese Strahlung hätte und ob sie für die Bevölkerung gefährlich sein würde oder in irgendeiner Weise Einfluss nehmen könnte, wäre noch nicht geklärt. Das heißt auch für Keras, dass er nun abwarten muss, was geschehen wird. Er ist jedoch in dieser Situation sehr gelassen, da er erstaunlicherweise auf einmal ein angenehmes und warmes Gefühl verspürt. Es ist, als ob er sich auf etwas freuen würde.
Am nächsten Tag ist jedoch alles schon wieder vorbei. Die Sonden fliegen davon und werden von den Raumschiffen wieder eingesammelt. Danach ist alles wie zuvor. Doch Keras hat bemerkt, dass sich die Leute verändert haben. Sie wirken auf ihn viel gelassener und aufgeschlossener als zuvor. Er fragt sich, ob die Strahlung dafür verantwortlich sein könnte. Wurden die Leute dadurch beeinflusst? Doch welchem Zweck sollte das Ganze dienen? Keras spürt deutlich, dass noch mehr passieren wird.
Wieder sind ein paar Tage vergangen, als Morgens erneut fremde Raumschiffe am Himmel auftauchen. Doch diesmal ist alles anders. Die Raumschiffe verteilen sich und setzen nach und nach zur Landung an. Auch Keras hat das Ganze mitbekommen und steht nun vor seiner Wohnung, um das Ereignis zu beobachten. Überall haben sich Leute versammelt und schauen in den Himmel. Doch Keras fällt sofort auf, dass die Leute in dieser außergewöhnlichen Situation recht gelassen wirken. Weder Angst noch Panik ist zu spüren. Eher eine Art von erwartungsvoller Neugierde. Die Leute verhalten sich ganz anders als vor dem Erscheinen der Sonden. Nur für ihn selber hat sich nichts geändert. Er hat weiterhin unerklärlicherweise ein gutes Gefühl bei der ganzen Sache.
Plötzlich taucht ein Raumschiff auf, das ganz in seiner Nähe landet. Neugierig läuft er mit einigen anderen Leuten darauf zu. Von Weitem erkennt er, dass jemand das Raumschiff verlässt. Als er näher kommt, erkennt er sofort Leasa. Es ist, als ob seine Erinnerung langsam wieder zurückkehrt. Seine Freude darüber ist so groß, dass er sie sofort zur Begrüßung umarmt. Er hatte die ganze Zeit schon gespürt, dass etwas Großartiges passieren würde. Allerdings würde Keras gerne von Leasa wissen, wie Sie ihn gefunden hätte. Leasa antwortet nun ganz offen, dass sie so gut wie alles über ihn wüsste. Und dass durch ihn das alles hier jetzt möglich sei. Sie gibt zu, dass die Bevölkerung beeinflusst wurde, um auf das Aufeinandertreffen der verschiedenen Spezies vorbereitet zu sein. Damit würde die Gemeinschaft um eine weitere Spezies erweitert. Jetzt versteht Keras, warum er auf Sarina war. Doch Leasa hat noch eine Überraschung für Keras dabei. Plötzlich steigt eine weitere Person aus dem Raumschiff. Es ist Faras. Auch sie wird von Keras sofort umarmt und begrüßt. Leasa muss sich leider vorerst wieder verabschieden, da sie noch ein paar wichtige Dinge erledigen müsste. Sie würde aber so bald wie möglich wieder zurückkommen. Er könnte in der Zwischenzeit jedoch mit Faras etwas unternehmen. Dagegen hat Keras natürlich nichts einzuwenden. Sogleich nimmt er sie an der Hand, um ihr seine Welt zu zeigen.
Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jürgen Schnaible).
Der Beitrag wurde von Jürgen Schnaible auf e-Stories.de eingesendet.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2026.
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