Der Aufbruch
Daniel hat sich für die nächsten Tage Zeit genommen, um endlich einmal wieder etwas anderes zu sehen. Da er am Strand wohnt, hat er sich dieses Mal etwas Besonderes einfallen lassen. Er hat sich vorgenommen, mit seinem Boot ins Meer hinaus zu fahren. Dort wird er vielleicht die eine oder andere Insel ansteuern. Früher war er mit Bekannten öfters dort draußen gewesen, doch das ist schon eine Weile her. Doch vieles hat sich seitdem verändert und so hat er beschlossen, alleine hinaus zu fahren.
Der Tag des Aufbruchs ist gekommen und Daniel belädt am Morgen sein Boot mit dem Nötigsten, was er für unterwegs benötigt. Als er damit fertig ist, gibt er noch kurz einer bekannten Familie Bescheid, dass es losgeht. Alles, was sonst noch wichtig ist, hat er bereits im Vorfeld erledigt. Somit kann die Fahrt beginnen und Daniel legt mit seinem Boot ab. Er hat schönes Wetter und eine ruhige See, sodass er die Fahrt genießen kann. Stetig entfernt er sich weiter von der Küste und fährt ins offene Meer hinaus. Durch sein Navigationssystem hat er natürlich die Umgebung immer im Blick und weiß, wo er sich gerade befindet. So steuert er zuerst eine etwas weiter entfernte Inselgruppe an, die er noch nicht kennt. So hat er die Möglichkeit, etwas Neues zu entdecken.
Gegen Abend tauchen die ersten Inseln auf seinem Radarschirm auf. Daniel hält direkt auf die Inselgruppe zu und versucht noch vor Anbruch der Nacht eine der Inseln zu erreichen. Die erste Insel kommt auf seinem Radar langsam näher. Als es langsam dunkel wird, entdeckt er in der Ferne einige Lichter am Horizont. Bei genauerem Hinsehen erkennt er, dass es die Insel ist, die er ansteuert. Als er näher kommt, ist es zwar bereits dunkel, dennoch ist der gut beleuchtete Hafen deutlich zu erkennen. Daniel steuert direkt darauf zu, um dort hoffentlich noch anlegen zu können. Als er hinein fährt, erkennt er eine freie Anlegestelle, an der er auch gleich sein Boot festmacht. Er ist froh, dass er es noch bis an einen sicheren Hafen geschafft hat und nicht die Nacht auf offener See verbringen muss. So will Daniel sich erst einmal nach diesem langen Tag hinlegen und versuchen zu schlafen, um am nächsten Morgen ausgeruht zu sein.
Am nächsten Morgen steht Daniel frühzeitig auf. Er geht zuerst einmal an Deck, um bei Tageslicht nachzusehen, wo er sich genau befindet. Dann macht er sich fertig und verlässt sein Boot. An der Küste entlang befinden sich einige Geschäfte. Da entdeckt er eine Gaststätte. Er geht hinein, um dort erst einmal in aller Ruhe zu frühstücken. So sucht er sich einen Fensterplatz und gibt seine Bestellung auf. Währenddessen schaut er sich draußen die Gegend an und überlegt, was er als Nächstes unternehmen will. Als die Bedienung kommt, fragt er sie, ob sie ihm einen Tipp geben könne, was man hier Interessantes unternehmen könnte. Sie schaut sich kurz um und geht auf einen älteren Mann zu, der am anderen Ende sitzt. Sie spricht ihn an und dieser schaut zu Daniel herüber. Dann steht der Mann auf und kommt näher. Dieser stellt sich als Ben vor und fragt Daniel, ob er sich dazu setzen könne. Daniel ist natürlich einverstanden und über ein wenig Unterhaltung dankbar. Auf dem Boot ist er lange genug allein gewesen. Ben spricht Daniel darauf an, dass er gehört hätte, dass Daniel in der Gegend etwas Abwechslung suche und einiges unternehmen möchte. Daniel bestätigt dies. Dann fährt Ben fort und gibt Daniel ein paar Tipps, was er unternehmen könnte. Zum Schluss warnt er Daniel jedoch vor einer bestimmten Insel, die sich ganz in der Nähe befinden würde. Diese solle er unbedingt meiden. Daniel fragt sofort nach, was an dieser Insel so besonders wäre. Daraufhin beginnt sein Gegenüber zu erzählen, dass dort unheimliche Ding vorgehen würden. Viele Leute wären dort schon auf unerklärliche Weise verschwunden und nie mehr zurückgekehrt. Außerdem hätte man dort auch Geister oder so etwas gesehen. Daniel findet die Information zwar interessant, weiß aber nicht, was er davon halten soll. Allerdings weckt es seine Neugier. Da fällt Ben ein, dass es doch jemand einmal geschafft hätte zurückzukehren, nachdem er eine Zeit lang verschwunden war. Sein Name wäre Karl und würde auf der anderen Seite der Insel wohnen. Daniel wird immer neugieriger und bittet Ben, mehr über Karl und dessen Erlebnis zu erzählen. So beginnt Ben alles darüber zu berichten, was er davon weiß. Doch vieles, was Karl damals erzählte, wäre so merkwürdiges und wirres Zeug gewesen, dass keiner es richtig verstanden hätte, was da wirklich passierte. Er sagte jedoch so etwas wie, dass er sich selber beseitigen musste, um aus seiner scheinbar ausweglosen Situation herauszukommen. Ben gesteht zudem, dass damals niemand richtig verstanden hätte, was genau Karl damit meinte. Das Erlebnis hätte diesen so sehr geprägt, dass es ihn für immer verändert hätte. Dann steht Ben auf und geht auf ein Bild zu, das weiter hinten an der Wand hängt. Es zeigt die gesamten Inseln in der Umgebung. Daniel folgt ihm und Ben deutet auf eine dieser Inseln, die sich etwas abgelegen befindet. Ben erklärt Daniel, dass dies die Insel ist, die er unbedingt meiden sollte. Daniel schaut sich die Karte genau an und versucht sich die Stelle einzuprägen. Dann bedankt er sich bei Ben, der sich wieder zurück an seinen Platz begibt. Doch Daniel setzt sich noch ein wenig hin und grübelt über das gerade gehörte nach.
Wenig später verlässt Daniel die Gaststätte wieder und geht die Küste entlang, um noch einige Sachen zu besorgen. Danach begibt er sich wieder auf sein Boot. Noch einmal denkt er über diese geheimnisvolle Insel nach. Er holt seine Seekarten hervor und betrachtet diese ganz genau. Anschließend macht Daniel sein Boot für die Weiterfahrt bereit und legt ab. Er nimmt direkten Kurs auf diese geheimnisvolle Insel.
Die Insel
Am späten Nachmittag erreicht Daniel sein Ziel. Vom Aussehen her unterscheidet diese sich nicht sonderlich von den übrigen Inseln in der Nähe. Daniel beschließt, die Insel erst einmal zu umrunden, um sie sich dabei genauer anzusehen. Nachdem er sie einmal umkreist hat, sucht er sich eine geeignete Stelle, um an Land zu gehen. Unterwegs konnte er nämlich niemanden am Ufer entdecken und auch keine Anlegestelle finden. Vielleicht ist die Insel wirklich völlig unbewohnt und es gibt deshalb keine Möglichkeit, dort anzulegen. Somit verleitet man auch niemanden, die Insel zu betreten und hält die Leute fern.
Nachdem Daniel ein gut erreichbares Ufer gefunden hat, geht er an dieser Stelle vor Anker. Dann packt er ein paar Sachen zusammen und lässt das Beiboot ins Wasser. Danach steigt er hinein und fährt damit ans Ufer. Dort zieht er es an Land und macht es fest. Noch einmal schaut er sich um, bevor er sich auf den Weg macht, sich ein wenig umzusehen. Doch viel kann er an diesem Tag nicht mehr unternehmen, da es bereits Abend ist und die Sonne bald untergeht.
Daniel schaut sich noch ein wenig in der unmittelbaren Umgebung um. Die ganze Vegetation macht einen unberührten Eindruck. Soweit er bis jetzt erkennen kann, scheint tatsächlich niemand außer ihm hier zu sein. Was natürlich aufgrund der Geschichten, die über diese Insel erzählt werden, nicht verwundert. Doch bis jetzt hat er noch nichts Sonderbares hier bemerkt. Da es gleich dunkel wird, muss er für heute Schluss machen. Daniel beschließt zum Boot zurückzukehren, solange es noch hell ist, um dort zu übernachten. Er will sich jedoch morgen früh noch etwas genauer auf dieser Insel umsehen. Er möchte zu gerne wissen, was an den Geschichten dran ist.
Am nächsten Morgen steht Daniel wieder beizeiten auf und macht sich für einen längeren Ausflug auf der Insel bereit. Wieder fährt er mit dem Beiboot an Land und macht es dort fest. Er nimmt seinen Rucksack und geht los, um die Insel zu erkunden. Da er allerdings nicht einfach so planlos herumlaufen möchte, beschließt er, auf den Berg zu steigen, der sich in der Mitte der Insel befindet. Von dort wird er bestimmt eine gute Aussicht über die Insel haben und vielleicht irgendwas Interessantes entdecken.
Daniel durchquert die Insel, bis er den Fuß des Berges erreicht hat. Er geht noch ein Stück am Berg entlang, um eine geeignete Stelle zu finden, von wo er am einfachsten auf den Berg hinauf kommen könnte. Nach einer Weile findet er eine interessante Stelle. Es sieht so aus, als ob von hier aus ein alter, kaum noch erkennbarer Pfad den Berg hinauf führen würde. Daniel entschließt sich vorerst dem Weg so weit wie möglich zu folgen.
Der Pfad führt immer weiter nach oben, sodass sich Daniel dem Gipfel stetig nähert. Dann endlich hat er nach anstrengendem Aufstieg sein Ziel erreicht. Oben angekommen schaut er sich auch gleich um. Von hier aus hat er wirklich einen guten Überblick über die Insel. Er setzt sich hin, um sich ein wenig auszuruhen und lässt seinen Blick über die Gegend unter ihm schweifen. Vielleicht kann er von hier aus etwas Interessantes entdecken. Von Zeit zu Zeit wechselt er seinen Platz, um alle Richtungen zu betrachten und einen Gesamtüberblick zu bekommen. Nach einer Weile entdeckt er doch tatsächlich etwas, das wie eine kleine Hütte aussieht. Daniel beobachtet diese eine Weile, kann jedoch niemanden dort unten erkennen. Dann versucht er sich die Stelle zu merken. Das wird auf jeden Fall sein nächstes Ziel sein.
Nachdem Daniel sich ein wenig ausgeruht hat, macht er sich wieder auf zum Abstieg. Sein Ziel ist diese Hütte, die er von oben gesehen hatte. Er hat sich für unterwegs einige Dinge gemerkt, um sich leichter zu orientieren. So geht Daniel den Weg wieder hinab und beginnt daraufhin Kurs auf diese Hütte zu nehmen. Also schlägt sich Daniel noch ein Stück durch die Insel, um sein Ziel zu finden.
Er ist da. Vor sich steht eine kleine, kreisrunde Hütte aus Holz mit nur wenigen Metern Durchmesser. Daniel geht darauf zu, um sich diese genauer anzusehen. Noch immer ist keine Menschenseele zu sehen. Dann beginnt er zu rufen, um auf sich aufmerksam zu machen, doch ohne Erfolg. Er läuft einmal um die Hütte herum, um nach dem Eingang zu suchen. Dabei fällt ihm auf, dass diese Hütte keine Fenster besitzt. Etwas verwundert darüber konzentriert Daniel sich auf die Tür, die er gerade gefunden hat. Diese ist von außen mit einem großen Riegel verschlossen. Vorsichtig entriegelt Daniel die Tür. Da erkennt er, dass der Riegel an der Tür auch von innen betätigt werden kann. Vorsichtig wirft er einen Blick in die Hütte. Diese scheint vollkommen leer zu sein, bis auf eine große, ungewöhnlich leuchtende Scheibe, die im Boden eingelassen ist. Diese möchte sich Daniel genauer betrachten und betritt das Gebäude. Als er auf die Scheibe zugeht, überkommt ihn ein sonderbares Gefühl. Voller Ehrfurcht betrachtet er diese abwechselnd in allen erdenklichen Farben schimmernde Scheibe. So etwas hatte er vorher noch nicht gesehen. Er fragt sich, was dieses Ding vor ihm wohl sein könnte. In dieser Scheibe sind irgendwelche Zeichen eingraviert. Daniel vermutet, dass es sich um Schriftzeichen handeln könnte. Da er jedoch diese Zeichen nicht kennt, kann er ihre Bedeutung auch nicht verstehen. Da erkennt Daniel, dass die Scheibe eine Fassung aus einem für Daniel unbekannten Material hat. Bei genauerem Betrachten hat Daniel das Gefühl, als ob die Hütte auf Grund der Scheibe gefertigt wurde, da der Fußboden um die Scheibe herum unterbrochen ist. Das würde bedeuten, dass zuerst die Scheibe da war und dafür die Hütte errichtet wurde. Aber warum?
Erster Sprung
Die leuchtende Scheibe taucht das Inneren der Hütte in ein sich stetig leicht veränderndes, fahles Licht. Daniel ist nicht ganz wohl bei der Sache und verlässt vorerst die Hütte, um in Ruhe nachzudenken. Noch immer ist niemand zu sehen, den er darüber befragen könnte. Er fragt sich, ob diese Scheibe mit den Geschichten zu tun hat, die erzählt werden. Aber was soll das damit zu tun haben? Daniel entschließt sich noch einmal hinein zugehen. Er möchte sich die Scheibe noch etwas genauer betrachten. Noch immer bewundert er ihr faszinierendes Farbenspiel. Neugierig nähert sich seine Hand der Scheibe. Ganz vorsichtig berührt er dessen Oberfläche. Ein für ihn gänzlich unbekanntes Gefühl überkommt ihn dabei. In dem Moment verläuft das Licht der Scheibe wie eine Welle von außen nach innen. Wieder fragt sich Daniel, was das wohl zu bedeuten hat.
Nachdem Daniel seine Hand wieder weggenommen hat, hört die Wellenbewegung auf. Anschließend stellt er einen Fuß vorsichtig auf die Scheibe. Wieder beginnt die Wellenbewegung des Lichtes von außen nach innen zu laufen. Außerdem verspürt er auch wieder dieses unbekannte Gefühl. Etwas angespannt stellt er dann auch den zweiten Fuß dazu. Da sich nichts verändert hat, wirkt Daniel zumindest etwas erleichtert. Vorsichtig geht er weiter auf die Mitte der Scheibe zu. Als er diese erreicht hat, leuchtet die Scheibe für einen Moment kräftig auf. Aber auch Daniel spürt eine Veränderung. Es kommt ihm so vor, als ob er plötzlich eingeschlafen und im nächsten Augenblick wieder aufgewacht wäre. Auch die Lichtwelle auf der Scheibe verläuft jetzt von innen nach außen. Etwas benommen verlässt Daniel die Scheibe.
Nachdem er sich wieder gefasst hat, sucht er den Ausgang. Doch der ist nicht leicht zu finden. In dem fahlen Licht ist die Tür nicht so leicht erkennbar. Nachdem Daniel die Tür entdeckt hat, ist er etwas verwundert. Er ist sich sicher, dass er sie hat offen stehen lassen, damit mehr Licht ins Innere der Hütte kommt und er mehr erkennen kann. Doch nun ist sie geschlossen, weshalb es auch viel dunkler hier drinnen ist. Daniel geht zur Tür und erkennt, dass auch der Riegel verschlossen ist. Das bedeutet, dass die Tür nicht von alleine zugegangen sein kann. Daniel entriegelt die Tür und öffnet sie. Verwundert erkennt er, dass die Sonne bereits am Horizont steht und es relativ dunkel ist. Er ist sich sicher, dass es noch hell war, als er in die Hütte ging. Ist die Zeit so schnell vergangen? Verwundert beobachtet er die Sonne. Da erkennt er etwas, dass ihn völlig verwirrt. Die Sonne befindet sich auf der anderen Seite als zuvor und geht nicht unter, sondern ist bereits am Aufgehen. Was ist passiert?
Daniel überkommt ein unsicheres Gefühl. Er wartet noch eine Weile ab, bis es richtig hell geworden ist und macht sich dann auf den Weg zurück zum Boot. Er durchquert erneut die Insel, bis er die Küste erreicht, wo er an Land ging. Erschrocken sieht er auf das Meer hinaus. Von seinem Boot ist nichts zu sehen. Auch sein Beiboot, womit er an Land kam, ist verschwunden. Er fragt sich, ob es jemand entwendet hat, während er weg war. Doch so lange war er doch gar nicht weg, oder doch? Er schaut sich noch einmal die Stelle an, wo er sein Beiboot an Land zog und festgemacht hatte. Doch dort sind keinerlei Spuren darüber zu erkennen. Es weist nichts darauf hin, dass hier in letzter Zeit jemand gewesen wäre. Die Sache wird für Daniel immer unheimlicher. Jetzt sitzt er hier auf einer scheinbar unbewohnten Insel fest. Eine Insel, die man außerdem meiden soll. Daniel hat jetzt sein Abenteuer, das er gesucht hat.
Daniel kann immer noch nicht glauben, was da gerade passiert. Doch er muss etwas unternehmen. Er beschließt die Küste entlang zu laufen, in der Hoffnung, doch noch jemanden zu treffen. Unterwegs will er auch Ausschau auf Wasser und etwas Essbares halten. So läuft Daniel etwas frustriert die sich selbst überlassene Insel entlang. Zumindest einen kleinen Bach und ein paar Früchte und Beeren hat er unterwegs gefunden. Doch noch immer ist keine Menschenseele zu sehen.
Plötzlich bleibt Daniel stehen. In einiger Entfernung erkennt er eine vermeintlich dunkel gekleidete Person. Er möchte nach ihr rufen, doch er zögert kurz, denn etwas scheint ihn an ihrer Erscheinung zu irritieren. Dennoch möchte er die Gelegenheit nicht verpassen und läuft auf sie zu. Dabei ruft er ihr entgegen, um auf sich aufmerksam zu machen. Diese dreht sich daraufhin zu ihm um. Als Daniel näher kommt und die Person schon fast erreicht hat, bleibt er auf einmal stehen. Er sieht diese Person genauer an und kann nicht beschreiben, was er da wirklich vor sich hat. Sie sieht weniger wie ein Mensch aus, sondern eher ein Wesen, das zwar menschliche Konturen hat, der Körper jedoch vollkommen dunkel erscheint wie eine schwarze Silhouette. Dann beginnt das Wesen auf Daniel zuzugehen. Daniel bleibt angespannt stehen und wartet ab, was passiert. Er versucht es anzusprechen, jedoch ohne Erfolg. Da verspürt er eine Energie, die von dem Wesen ausgeht und ständig zunimmt, je näher es auf ihn zukommt. Daniel steht weiterhin angespannt da, während das Wesen immer näher kommt. Als es direkt vor ihm steht, ist die Stärke dieser Energie, die das Wesen ausstrahlt, für Daniel nicht mehr auszuhalten. Schnell dreht er sich um und läuft weg. Er schaut zurück und erkennt, dass dieses Wesen ihm folgt. Für Daniel bleibt nichts weiter übrig, als wegzulaufen und sich irgendwo zu verstecken. Dabei fragt er sich, ob das einer dieser Geister ist, von denen geredet wird.
Daniel hat sich vorerst hinter Gebüsch versteckt und beobachtet, wie das Wesen nicht weit von ihm vorbeigeht. Als er weit genug entfernt ist, läuft Daniel weiter die Küste entlang. Noch immer hofft er, jemanden auf der Insel zu finden. Als der Tag schon fast zu Ende ist, hat er die Insel einmal komplett umrundet, ohne eine Menschenseele anzutreffen. Enttäuscht überlegt Daniel, was er nun unternehmen soll. Da entschließt er sich zur Hütte zurückzukehren, um dort womöglich die Nacht zu verbringen.
Als er die Hütte erreicht hat, schaut er sich noch einmal um, ob dieses Wesen gerade in der Nähe ist. Dann öffnet er die Tür und schaut hinein, ob sich jemand in der Hütte befindet. Da niemand zu sehen ist, geht er hinein und verschließt die Tür hinter sich. Draußen wird es bereits dunkel und Daniel beschließt, über Nacht in der Hütte zu bleiben. Durch das Licht der Scheibe wird es immer hell genug sein, damit Daniel etwas sehen kann. So versucht er es sich so bequem wie nur möglich zu machen und setzt sich hin. Er schaut auf die Scheibe und beobachtet ihr Lichtspiel. Etwas später legt er sich auf den Boden und versuchten ein wenig zu schlafen. Doch die innere Unruhe macht es ihm nicht leicht. Bei jedem Geräusch, das er draußen hört, denkt er an das Wesen, dass plötzlich vor der Tür stehen könnte. Doch irgendwann überfällt ihn die Müdigkeit und er schläft ein.
Mitten in der Nacht wird Daniel wach. Da überlegt er sich, da es draußen jetzt überall dunkel sein müsste, ob er einen Blick nach draußen wirft. Er steht auf und begibt sich zur Tür. Vorsichtig öffnet er diese und schaut hinaus. Nur ein fahles Mondlicht und bringt ein wenig Helligkeit. Er geht langsam vor die Tür und schaut sich um. Er hofft irgendwo ein Licht zu entdecken, das auf Bewohner hinweisen könnte. Doch in welche Richtung er auch blickt, kann er nichts dergleichen entdecken. Vielleicht müsste er auf den Berg steigen, um mehr zu sehen. Doch in der Nacht hat das keinen Wert. Es ist für den Weg viel zu dunkel. Also geht Daniel wieder zurück in die Hütte und versucht noch ein wenig zu schlafen.
Am frühen Morgen wacht Daniel wieder auf. Er steht auf, öffnet sogleich die Tür und schaut hinaus. Noch immer kommt ihm das Ganze wie ein böser Traum vor. Doch es hat sich nichts geändert. Da er keinen Plan hat, was es jetzt noch effektiv unternehmen könnte, um aus seiner misslichen Lage zu entkommen, entschließt er sich, die Insel einmal in der Mitte zu durchqueren. Zuvor war er ja erfolglos die Küste entlang gelaufen. So macht sich Daniel auf den Weg quer durch die unberührte Landschaft dieser Insel. Plötzlich steht dieses Wesen vor ihm. Daniel war überhaupt nicht darauf vorbereitet, auch wenn er ab und zu daran gedacht hat. Das Wesen geht sofort auf ihn zu und Daniel läuft davon. Aber auch das Wesen hinter ihm wird schneller und folgt ihm. Daniel läuft so schnell wie möglich zurück zur Hütte. Er weiß selber nicht, ob das eine gute Idee war. Er geht hinein und macht die Tür hinter sich zu. Da erst erkennt er, dass er jetzt selber in der Falle sitzt, da es nur einen Ausgang gibt. Hätte er sich irgendwo anders versteckt, wäre seine Situation wahrscheinlich besser. Doch dafür ist es bereits zu spät. Daniel spürt die Energie, die das Wesen ausstrahlt. Es muss somit in unmittelbarer Nähe sein. Anhand der sich verändernden Stärke dieser Energie spürt Daniel, wie sich das Wesen um die Hütte bewegt. Kontinuierlich umkreist es Daniel, der in der Falle sitzt. Aber warum kommt es nicht herein? Daniel traut sich nicht, die Tür zu öffnen, um nachzusehen. Er weiß einfach, dass es da ist.
Noch immer sitzt Daniel in der Hütte gefangen und überlegt, wie er entkommen könnte. Sollte er einfach die Tür öffnen und davonlaufen? Aber wie weit würde er kommen? Will er für immer auf dieser Insel diesem Wesen davonlaufen? Nein! Es muss einen anderen Ausweg geben.
Zweiter Sprung
Seine Blicke richten sich auf die Scheibe inmitten des Raumes, von deren Lichtspiel er immer noch angetan ist. Daniel denkt kurz nach und kommt auf eine Idee. Er geht auf die Scheibe zu und stellt sich darauf. Wieder ändert sich das Lichtspiel auf der Scheibe. Dann geht er weiter, bis er die Mitte erreicht hat. Wieder leuchtet die Scheibe für einen Moment kräftig auf. Daniel verlässt etwas benommen wieder die Scheibe. Ihm fällt zuerst auf, dass er die Energie dieses Wesens nicht mehr verspürt. Er geht zur Tür und öffnet diese vorsichtig. Daniel schaut hinaus und wartet einen Moment ab. Da niemand zu sehen ist, beginnt er um die Hütte herum zu gehen und dabei die Umgebung zu beobachten. Von dem Wesen ist jedoch nichts mehr zu sehen. Da bemerkt er, dass die Sonne gerade am Aufgehen ist. Bevor er wegen des Wesens in die Hütte zurückkehrte, war sie schon höher gestanden.
Daniel beschließt noch einmal den Berg hinauf zu gehen und die Insel noch einmal von oben genau zu beobachten. Unterwegs bemerkt er, dass es immer wärmer wird. Die Sonne kommt ihm kräftiger vor und steht heute höher am Himmel. Daniel kommt es vor, als hätte sich die Jahreszeit geändert. Doch wie kann das so schnell sein? Daniel kommt es außerdem so vor, als ob jedes Mal, wenn er inmitten der Scheibe steht, sich die Zeit ändern würde. Das würde das Ganze erklären. Doch wenn das so wäre, wie würde er jemals wieder zurück in seine Zeit kommen?
Während sich Daniel dem Gipfel nähert, denkt er pausenlos über seine scheinbar aussichtslose Situation nach. Als er oben erschöpft angekommen ist, fängt er auch gleich an, die Gegend unter ihm genau zu beobachten. Vielleicht entdeckt er ja doch noch etwas, was ihm weiterhelfen könnte. So richten sich seine Blicke abwechselnd in alle Richtungen. Doch auch nach längerer Beobachtung kann er nichts Interessantes erkennen. Etwas enttäuscht macht er sich wieder auf den Rückweg. Unterwegs versucht er noch etwas zum Essen zu finden, um es mitzunehmen. Er geht dabei in Richtung des Baches, wo er dann Trinkwasser findet.
Daniel traut seinen Augen nicht, als er am Bach ankommt. Sitzt dort hinten wirklich eine Person? Es scheint tatsächlich ein Mann zu sein, der sich ans Bachufer gesetzt hat und ins Wasser starrt. Als er Daniel entdeckt, schaut er ihn erstaunt an. Beide betrachten sich nun gegenseitig und scheinen nicht zu wissen, was sie von ihrem Gegenüber halten sollen. Daniel hat ja bereits Erfahrung mit diesem dunklen Wesen gemacht. Ist dies vor ihm wirklich ein echter Mensch, dem man vertrauen kann? Daniel spricht ihn an und fragt ihn, wer er sei. Dieser antwortet ihm, dass sein Name Karl wäre und fragt sogleich zurück. Auch Daniel stellt sich ihm vor und geht dabei langsam auf ihn zu. Daraufhin steht Karl auf und kommt Daniel entgegen. Als sie sich gegenüberstehen, scheint das Eis gebrochen zu sein. Beide setzen sich gemeinsam ans Bachufer und fangen an, sich zu unterhalten. Daniel packt zwischendurch die Früchte aus, die er unterwegs gesammelt hat und bietet Karl davon an. Dabei erfährt er, dass Karl auch über diese Scheibe zufällig in seine Zeit gekommen ist. So tauschen sich die beiden gegenseitig aus und hoffen, dass ihnen vielleicht gemeinsam ein Ausweg aus ihrer Lage einfällt.
Nach einer langen und ausführlichen Unterhaltung beschließen die beiden gemeinsam, die Insel noch ein wenig zu erkunden. So gehen sie zusammen los, um die Insel noch etwas näher kennenzulernen. Dann kommen sie in eine Gegend, in der sich Karl bereits ein wenig auskennt. So geht dieser voraus und Daniel folgt ihm kurz hinterher. Nach einer Weile schlagen sie sich durch ein dicht bewachsenes Gebiet und kommen dadurch etwas langsamer voran. Doch schon wenig später kommt eine Lichtung und Karl betritt diese zuerst. Unerwartet dreht dieser sich auf einmal um und beginnt schnell zurückzulaufen. Daniel hört nur noch, wie Karl ruft, dass es da sei. Verwundert schaut Daniel ihm hinterher, ohne zu wissen, was los ist. Plötzlich erkennt er, wie das dunkle Wesen von der Lichtung her herankommt. Alles geht so schnell, dass Daniel nicht darauf gefasst ist und wie erstarrt einfach stehen bleibt. Das Wesen bewegt sich an ihm vorbei, als ob er gar nicht da wäre. Doch Daniel ist sich sicher, dass es ihn nicht übersehen konnte. Noch immer ist Daniel wie geschockt und schaut jetzt dem Wesen hinterher, dass Kurt zu verfolgen scheint. Daniel hat das Gefühl, als ob dieses Wesen es auf Kurt und nicht auf ihn abgesehen hätte. Doch warum?
Daniel ist neugierig und folgt den beiden in ausreichendem Abstand. Nach einer Weile bemerkt er, dass sie in Richtung der Hütte unterwegs sind. Und tatsächlich erkennt Daniel gerade noch, wie Karl in der Hütte verschwindet. Das Wesen jedoch folgt ihm nicht hinein und bewegt sich ständig um die Hütte. Da fällt Daniel ein, dass er die gleiche Situation schon einmal erlebte, als das Wesen sich bei ihm um die Hütte bewegte. Daniel beobachtet das Geschehen weiterhin versteckt im Gebüsch. Doch plötzlich ist das Wesen verschwunden. Etwas verwirrt bleibt Daniel in Deckung und behält die Umgebung weiterhin im Blick. Als nach einer Weile noch immer nichts von Karl und dem Wesen zu sehen ist, nähert sich Daniel vorsichtig der Hütte. Zuerst geht er einmal um sie herum und begibt sich dann zur Tür. Dann öffnet er sie langsam und schaut hinein. Eigentlich müsste Karl noch drin sein, doch die Hütte ist leer.
Daniel setzt sich neben die Scheibe auf den Boden und beobachtet erneut ihr Farbenspiel. Er muss jetzt erst einmal verarbeiten, was da gerade passierte. Immer wieder ruft er sich die Bilder von Kurt und dem Wesen in Erinnerung, um zu versuchen, das Geschehene zu verstehen. Da Kurt in der Hütte verschwand, vermutet Daniel, dass dieser durch die Scheibe in eine andere Zeit flüchtete. So konnte Karl am einfachsten dem Wesen entkommen, dass es scheinbar direkt auf ihn abgesehen hatte. Doch zugleich verschwand auch dieses Wesen. Ist es ihm automatisch gefolgt oder gibt es dort, wo Kurt sich nun befindet, ein neues dieser Wesen. Wäre das der Fall, befindet sich wahrscheinlich noch ein weiteres dieser Wesen auf dieser Insel, solange sich Daniel selber noch hier befindet. Doch was sind das für Wesen und welche Bedeutung habe diese? Daniel hat noch immer keine schlüssige Erklärung für das Alles. Ihm ist jedoch klar, dass er sich wahrscheinlich jetzt wieder alleine auf der Insel befindet.
Für Daniel hat sich die Situation immer noch nicht geändert. Auch wenn er nun ein paar Erkenntnisse durch das Treffen mit Karl mehr gewonnen hat. Da fällt Daniel endlich ein, wo er den Namen Karl erst vor kurzer Zeit hörte. Es war Ben, der ihm in der Gaststätte von einem Karl erzählte. Er erwähnte dabei auch, dass dieser Karl einst auf der Insel verschwunden war und später ganz verwirrt wieder auftauchte. Sollte dieser Karl derselbe sein, den Daniel gerade traf? Das würde ja heißen, dass dieser Karl es fertig brachte, wieder zurückzukommen. Doch wie hatte er das gemacht? Ben erzählte doch von Karl und dass dieser sagte, dass er sich selber beseitigen musste, um aus seiner scheinbar ausweglosen Situation herauszukommen. Daniel denkt über diese Worte intensiv nach und versucht zu verstehen, was genau Karl damit meinte. Doch irgendwie kommt er einfach nicht weiter.
Daniel verlässt die Hütte und schaut sich noch ein wenig um. Da die Dämmerung bereits hereingebrochen ist und es bald dunkel sein wird, lohnt es sich nicht groß von der Hütte zu entfernen. So geht er noch ein wenig um die Hütte und überlegt angestrengt, wie es jetzt weitergehen soll. Plötzlich steht völlig unerwartet das dunkle Wesen vor ihm. Sogleich kommt es auf Daniel zu. Also gibt es doch für jeden, der durch die Scheibe die Zeit gewechselt hat, ein eigenes Wesen. Daniel dreht sich um und läuft instinktiv zur Hütte zurück. Wie erwartet folgt ihm das Wesen. Als er vor der Tür steht, dreht er sich noch einmal kurz um. Wie erwartet ist das dunkle Wesen direkt hinter ihm. Schnell geht er in die Hütte und wartet ab, was passieren wird. Wie er es erwartet hat, folgt ihm das Wesen nicht hinein. Daniel vermutet, dass es sich wegen der Scheibe nicht näher traut. Doch warum? Auch wenn das Wesen nicht hereinkommt, spürt Daniel, wie es sich um die Hütte bewegt. Wieder scheint er in der Falle zu sitzen. Auch eine schnelle Flucht wird ihm da nicht groß weiterhelfen. Trotzdem muss er handeln.
Dritter Sprung
Sein Blick führt auf die Scheibe vor ihm. Für ihn ist klar, dass das Beste für ihn sein wird, von hier zu verschwinden. Also stellt er sich erneut auf die Mitte der Scheibe. Wieder leuchtet diese für einen Moment kräftig auf. Plötzlich wird es richtig um Daniel herum. Obwohl er wie immer noch etwas benommen ist, verlässt er die Scheibe und sieht die Landschaft um sich herum. Das bedeutet, dass die Hütte nicht mehr steht. Daniel schaut sich den Platz um ihn herum an. Dabei fragt er sich, ob die Hütte bereits zerfallen ist oder vielleicht noch gar nicht gebaut wurde. Kommt bestimmt darauf an, in welcher Zeit er jetzt gelandet ist.
Daniel schaut sich weiter um, ob er etwas Auffälliges erkennen kann. Doch auf den ersten Blick kann er erkennen, dass sich die Pflanzenwelt etwas verändert hat. Auch ist es angenehm warm, doch sieht es nach Regen aus. So beschließt Daniel, da nun keine Hütte mehr vorhanden ist, sich zuerst einen Platz zu suchen, wo er sich zurückziehen kann.
So läuft er über die Insel, bis er nach einiger Zeit einen großzügigen Felsvorsprung findet. Es befindet sich darunter sogar eine Öffnung, die in eine kleine Höhle führt. Darin befindet sich genügend Platz für eine provisorische Unterkunft. Daniel beschließt sich hier in Zukunft regelmäßig zurückzuziehen.
Das Wetter verschlechtert sich zusehends und es wird leicht kühler. Daniel verlässt die Höhle, um sich noch vor dem bevorstehenden Regen etwas zum Essen zu besorgen. Unterwegs kommt er auf die Idee, sich wenn möglich, über Nacht ein kleines Lagerfeuer in der Höhle zu machen. Doch das wird sicherlich nicht einfach. Zuerst braucht er eine Menge trockenes Holz, das er irgendwie versuchen muss anzuzünden. Und das sollte er sich besorgen, bevor es zu regnen beginnt.
Daniel beeilt sich bei seinem Vorhaben. So schnell wie nur möglich sammelt er etwas zu essen und legt es in die Höhle. Gleich darauf sucht er trockenes, leicht brennbares Holz zusammen. Auch das bringt er in die Höhle, damit es im Trockenen liegt. Als der Regen anfängt, hat Daniel sich schon reichlich mit verschiedenen Holzstücken versorgt. Jetzt muss er es nur noch irgendwie anzünden.
Zum Anbrennen hat Daniel noch einige trockene Gräser mitgenommen. Dann versucht er dieses irgendwie zu entzünden. Nach vielen kräftezehrenden Versuchen gelingt es ihm schließlich doch noch ein Feuer zu entfachen. Da der Rauch ohne zu stören gut abzieht, kann er es sich nun über Nacht am Feuer gemütlich machen.
Daniel hat die Nacht nicht besonders gut geschlafen, weil er ständig zwischendurch aufgewacht ist, um nach dem Feuer zu schauen. Er will vermeiden, dass es ganz aus geht. Es war schwierig genug, es anzuzünden. Er legt noch etwas Holz nach und begibt sich danach zum Eingang. Draußen ist es bereits hell und der Regen hat aufgehört. In dem Moment spürt Daniel wieder diese eigenartige Energie, die dieses dunkle Wesen ausstrahlt. Sogleich kehrt Daniel in die Höhle zurück und sucht sich dort eine Ecke, wo er sich einigermaßen verbergen kann. Daniel spürt, dass die Energie langsam zunimmt und das Wesen sich bereits ganz in der Nähe befinden muss. Daniel verhält sich so unauffällig wie möglich und beobachtet gespannt den Eingang. Auf einmal verdunkelt sich dieser und das Wesen kommt langsam in die Höhle herein. Daniel ist ganz starr vor Aufregung und versucht sich nicht zu bewegen. Das Wesen befindet sich jetzt in der Höhle. Langsam dreht es sich in alle Richtungen um, als ob es den Raum untersucht. Ohne Regung beobachtet Daniel das Geschehen. Ihn verwundert allerdings, dass das Wesen ihn noch nicht wahrgenommen hat, obwohl es sich bereits in seine Richtung drehte. Durch das leicht flackernde Licht des Lagerfeuers beobachtet Daniel jede Bewegung dieses Wesens. Dabei bemerkt er, dass das Feuer auf das Wesen irgendwie irritierend wirkt. Es kommt ihm auch nicht zu nahe und bleibt auf ausreichendem Abstand. Irgendwie scheint das Feuer das Wesen zu beeinflussen. Unerwartet verlässt das Wesen die Höhle wieder. Daniel spürt wie die Energie, die von dem Wesen ausgeht, stetig geringer wird. Als er das Wesen nicht mehr spürt, kommt Daniel hervor und geht langsam zum Eingang. Er schaut vorsichtig hinaus, doch es scheint wirklich weg zu sein.
Daniel bleibt noch eine kurze Zeit in der Höhle, um sicher zu sein, dass das Wesen nicht gleich wieder zurückkehrt. Dabei starrt er in das Lagerfeuer und denkt noch einmal darüber nach, was gerade passierte. Dieses Feuer hatte die Wahrnehmung des Wesens scheinbar auf irgendeine Weise so gestört, dass es irritiert war. Daniel denkt weiter und überlegt, ob diese Erkenntnis für ihn von Nutzen sein könnte. Und tatsächlich kommt ihm da eine Idee.
Daniel begibt sich zum Eingang und schaut, ob er immer noch allein ist. Dann geht er nach draußen, schaut sich noch einmal genau um und macht sich dann auf den Weg. Er möchte so schnell wie möglich viel Holz zum Verbrennen zusammensuchen und in die Höhle bringen. Da dieses durch den Regen natürlich nass geworden ist, soll es dort erst einmal trocknen. So streift Daniel herum und versucht leicht brennbares Holz zu finden. Das ist im Moment für ihn die vorrangige Aufgabe. Nur zur Nahrungssuche wird diese Aufgabe kurz unterbrochen. Wenn genügend Holz im Trockenen liegt, hat Daniel genug Zeit für andere Dinge. Doch das hat jetzt Vorrang.
Gerade ist Daniel auf dem Rückweg, um Holz zur Höhle zu bringen, als er etwas verspürt. Sofort wird ihm klar, dass es dieses Wesen wieder sein muss. Es hat den Anschein, als ob es sich den ganzen Tag suchend über die Insel bewegen würde. Daniel lässt sofort sein gesammeltes Holz fallen und springt in einen größeren, nahe gelegenen Busch. Dort bleibt er nahezu regungslos liegen und beobachtet aufmerksam und unauffällig die Umgebung. Und tatsächlich erkennt er plötzlich das näher kommende Wesen. Er spürt dessen stetig stärker werdende Energie, je näher es kommt. Nicht weit von ihm bewegt sich das Wesen gerade vorbei. Doch plötzlich bleibt es direkt vor ihm stehen. Daniel ist erschrocken und fragt sich, warum das Wesen gerade jetzt stehen geblieben ist. Hat es ihn bemerkt? Er beobachtet es ohne Regung ganz intensiv. Dann dreht es sich in Richtung Daniel um. Instinktiv schaut Daniel nach unten, um das Wesen nicht mehr anzuschauen. Er blickt nur noch knapp über den Boden, um gerade noch den untersten Teil des Wesens zu erkennen. Auch versucht er völlig gelassen dabei zu sein und sich nicht auf die Situation zu konzentrieren. Er vermutet, dass das Wesen ihn vielleicht spüren könnte, wenn er sich direkt darauf konzentriert. Er muss nur ein wenig erkennen, wo es sich befindet, um vorbereitet zu sein, falls es näher kommt. Und tatsächlich, nur wenige Augenblicke später, bewegt sich das Wesen weiter an Daniel vorbei. Daniel ist froh, dass das Wesen wieder weg ist. Er kann jedoch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob sein Verhalten dabei eine Rolle spielte. So wartet Daniel noch ein wenig in seinem Versteck, bevor er herauskommt, um sein Holz wieder einzusammeln. Sofort bringt er es dann in die Höhle, jedoch immer daran denkend, dass dieses Wesen noch in der Nähe sein könnte.
Gegen Abend hat Daniel seiner Meinung nach genug Holz beisammen, um sein Vorhaben durchzuführen. Jetzt braucht es nur noch Zeit, bis das Holz völlig durchgetrocknet ist. Daniel erkennt, dass schon wieder Regen im Kommen ist und ist froh, dass er noch rechtzeitig das Holz untergebracht hat. Tagsüber ist es relativ warm, was den Trocknungsprozess natürlich beschleunigt. Auch für sein Vorhaben darf es an diesem Tag nicht regnen, sonst wären die Vorbereitungen umsonst gewesen. So wartet Daniel auf den richtigen Zeitpunkt, um seine Idee auszuführen.
Es ist so weit. Das Holz in der Höhle ist trocken und es scheint ein warmer und wolkenloser Tag zu werden. Es hat zwar über Nacht wieder ein wenig geregnet, was aber nicht von Bedeutung ist. So macht sich Daniel an die Vorbereitungen für sein Vorhaben. Er nimmt so viel von dem trockenen Holz, wie er nur tragen kann und bringt es an den Platz, wo sich die Platte befindet. Dort legt er es erst einmal ab und holt gleich darauf noch mehr davon. Erst als er das dafür gesammelte Holz herbeigeschafft hat, beginnt er es zu verteilen. Er verteilt das Holz an zwei gegenüberliegenden Seiten der Platte zu jeweils einem Haufen. Danach läuft er in die Höhle zurück, um ein paar brennende Holzstücke von seinem Lagerfeuer zu holen. Als er zurück ist, beginnt er die beiden Holzhaufen anzuzünden. Langsam beginnen die beiden Feuer zu wachsen. Als diese groß genug sind, wirft Daniel noch einige feucht Holzstücken dazu, damit die Rauchentwicklung zunimmt. Dabei beginnt er zusätzlich noch laut zu rufen, denn er möchte, dass das Feuer von überall her irgendwie wahrgenommen wird.
Die beiden Feuer brennen bereits schon einige Zeit und Daniel hat noch genug Holz zum Nachlegen. Doch je länger es dauert, desto mehr schwindet die Hoffnung auf Erfolg seines Vorhabens. Sollte alles umsonst gewesen sein?
Wieder einige Zeit später geht das Holz zum Nachlegen langsam zur Neige und Regenwolken ziehen langsam auf. Daniel steht die Enttäuschung bereits ins Gesicht geschrieben. Da entdeckt er plötzlich das dunkle Wesen, auf das er die ganze Zeit gewartet hat. Langsam bewegt es sich auf Daniel zu. Jetzt muss sich Daniel konzentrieren und richtig handeln.
Daniel wartet noch eine wenig ab, bis das Wesen näher gekommen ist. Dann stellt er sich hinter die Scheibe und schaut durch die beiden Feuer hindurch zu dem Wesen. Dieses wirkt durch das Feuer wieder etwas irritiert. Und genau das ist es, was Daniel erhoffte. Das Wesen befindet sich nun unweit von Daniel genau gegenüber. Es wirkt etwas desorientiert und beginnt um die Feuer herum zu laufen. Daniel behält das Wesen dabei immer im Blick und reagiert darauf. Er stellt sich dabei immer so hin, dass er zwischen den Feuern am Ende der Scheibe steht. Somit drehen sich die beiden langsam im Kreis. Plötzlich spürt Daniel ein paar Tropfen und erkennt am Himmel den beginnenden Regen. Wenn das Feuer durch den Regen aus geht, war alles umsonst. Jetzt muss er sich beeilen und beginnt sich schneller zu bewegen, um das Wesen herauszufordern. Dieses scheint tatsächlich darauf zu reagieren und bewegt sich auch zügiger. Als das Wesen erkennt, dass Daniel ihm immer ausweicht, beschleunigt es urplötzlich zwischen den beiden Feuern hindurch, direkt auf Daniel zu. Im ersten Moment ist Daniel erschrocken, da er nicht damit rechnete. Doch nun steht er da und sieht das Wesen vor ihm verschwinden. Es hat sich über die Scheibe bewegt und wurde dadurch vermutlich in eine andere Zeit gebracht, so wie es auch Daniel jedes Mal erging.
Daniel kann es noch immer nicht glauben. Es ist genau das eingetreten, was er geplant hatte. Das Wesen ist verschwunden. Es war durch die Feuer irritiert und hatte die Scheibe dadurch nicht richtig wahrgenommen. So war der Weg durch die beiden Feuer der direkte Weg auf die Scheibe.
Auf einmal ganz unerwartet steht Daniel zwar immer noch an derselben Stelle, jedoch innerhalb der Hütte. Für ihn steht fest, dass auch er gerade einen Zeitsprung erlebt haben muss. Doch warum?
Das einzige, was Daniel im Moment sieht, ist das stetig bewegende Licht der Scheibe. Er genießt noch ein wenig dessen Farbenspiel und lässt sich einfach für einen kurzen Moment gehen. Dann geht er zur Tür und schaut vorsichtig nach draußen, da er nicht weiß, was ihn da erwartet. Doch auf den ersten Blick sieht er die bekannte Umgebung. Auch das Wetter ist angenehm und der Tag neigt sich langsam dem Ende entgegen. Von dem Wesen ist im Moment nichts zu erkennen. Eigentlich sollte es ja auch weg sein. Doch durch den eigenen Zeitsprung hat sich die Situation für Daniel wieder verändert. Somit muss er doch noch weiterhin aufpassen, ob so ein Wesen erneut auftaucht.
Da bald die Dämmerung hereinbrechen wird, möchte sich Daniel noch etwas zum Essen besorgen und dann in der Hütte übernachten. Nach dem ersten Erfolgserlebnis gegenüber dem Wesen überkommt Daniel jetzt ein Gefühl der Leere, da er nicht weiß, ob das Ganze überhaupt etwas gebracht hat. So schlendert er irgendwie lustlos in Richtung des Baches, wo er immer genug Essbares gefunden hat.
Als er dort angekommen ist, fühlt er sich wie am ersten Tag auf dieser Insel. Vielleicht wegen derselben Landschaft und demselben Wetter wie an jenem Tag. So kommt in ihm ein klein wenig Wehmut auf, als er dem Bachlauf folgt. Dabei kommt Daniel an eine Stelle, von der man einen guten Blick Richtung Meer hat. Urplötzlich bleibt Daniel wie erstarrt stehen, als er ins Meer hinaus schaut. Zuerst glaubt er seinen Augen nicht zu trauen und konzentriert seinen Blick auf das, was er da sieht. Alles, was er bis jetzt gesammelt hat, lässt er einfach fallen und läuft so schnell er kann zum Ufer. Von dort läuft er weiter das Ufer entlang, bis er die richtige Stelle erreicht hat. Noch einmal schaut er ins Meer hinaus und erkennt ganz eindeutig sein Boot, das dort draußen vor Anker liegt. Daniel kann es immer noch nicht fassen und hofft, dass das Ganze auch wirklich wahr ist. Dann schaut er sich um und entdeckt auch gleich sein Beiboot, mit dem er an Land kam. Er berührt es, um sicher zu sein, dass es auch wirklich echt ist. Daniel denkt nicht lange nach und macht das Beiboot los, um es ins Wasser zu ziehen. Dort steigt er hinein und startet den Motor. Er fährt direkt auf sein Boot zu und kann es dabei immer noch nicht so richtig fassen.
Als er das Boot erreicht hat, geht er sofort an Bord. Obwohl er bereits sehr Müde ist nach alledem, was in letzter Zeit passierte, möchte er nur noch weg von hier. Nachdem der Anker eingeholt und das Boot für die Abfahrt vorbereitet ist, fährt Daniel auch gleich los. Er will nur noch vor Einbruch der Dunkelheit so weit wie möglich weg von dieser Insel. Er gab die Hoffnung, diese Insel jemals wieder zu verlassen, schon fast auf. Unterwegs schaut er sich noch einmal kurz um, bevor er seinen Blick wieder nach vorne richtet. Da erst entdeckt er auf der Datumsanzeige an seinem Boot, dass es sich immer noch um denselben Tag handelt, an dem er die Hütte mit der Scheibe entdeckte. Somit ist er in dieselbe Zeit zurückgekehrt, an der er die Scheibe betrat. So als ob nie etwas passiert wäre. Er wird wohl noch eine Weile brauchen, um zu verstehen, was da gerade passierte.
Als es dunkel wird und Daniel sich schon ein gutes Stück weit von der Insel entfernt hat, stoppt er das Boot. Das Wasser ist hier in der Gegend nicht sonderlich tief, sodass er auf offener See ankern kann. Nachdem er sein Boot dafür vorbereitet hat, geht Daniel endlich schlafen. Er kann es immer noch nicht glauben, dass er sich tatsächlich wieder auf seinem Boot befindet. Es dauert auch nicht lange, bis Daniel eingeschlafen ist.
Die Rückkehr
Als Daniel am nächsten Morgen aufwacht, kann er es noch immer nicht richtig fassen, dass er sich tatsächlich wieder auf seinem Boot befindet. Er schaut nach draußen und sieht das Meer in hellstem Sonnenschein. Da erkennt er erst, wie lange er geschlafen hat. Den Schlaf hatte er aber auch gebraucht, nachdem was zuvor alles geschah. Daniel schaut sich um und entdeckt am Horizont die Insel, von der er fast nicht mehr glaubte, noch einmal wegzukommen. Obwohl er bereits weit weg ist, fühlt er dennoch bei dem Anblick ein leichtes Schaudern. Er dreht sich auch gleich wieder weg und macht das Boot für die Weiterfahrt bereit. So schnell es geht, möchte er diese Gegend hier verlassen. Es ist so viel Unglaubliches hier passiert, dass er im Inneren immer noch eine gewisse Unruhe verspürt. Es hat einfach Angst davor, dass doch noch etwas Unvorhersehbares passieren könnte.
Daniel nimmt Kurs auf die Insel, von der er hierher aufbrach. Er folgt dem Radar dorthin zurück und kommt am späten Nachmittag dort an. Langsam fährt Daniel mit seinem Boot in den Hafen ein. Nachdem er sein Boot festgemacht hat, verlässt er es und geht die Küste entlang, in der sich die Geschäfte befinden. Er sucht die Gaststätte auf, in der er das letzte Mal frühstückte. Er möchte noch einmal mit Ben sprechen, der ihm hier von dieser geheimnisvollen Insel erzählte. So geht Daniel hinein und schaut sich um, doch Ben ist leider nicht zu sehen. Er fragt die Bedienung nach Ben und diese antwortet ihm, dass er immer nur morgens vorbeikommen würde. Mehr könne sie auch nicht über ihn sagen. Sie wüsste auch nicht, wo er wohnen oder sich sonst noch aufhalten würde. Etwas enttäuscht bedankt sich Daniel bei der Bedienung für die Information und bestellt sich was Ordentliches zu essen. Er hat sich in letzter Zeit ziemlich spärlich und eintönig ernährt. Umso mehr freut er sich auf eine warme Mahlzeit, die er sicherlich genießen wird.
Nach dem Essen begibt sich Daniel wieder nach draußen. Er schlendert den Rest des Tages durch die Geschäfte, die es dort gibt und genießt sein zurückgewonnenes Leben. Den Abend verbringt er in einer Bar mit Außenterrasse. Dort unterhält er sich mit einigen der Gäste und lässt den Tag ausklingen. Danach geht er wieder auf sein Boot, um sich hinzulegen. Er will am nächsten Morgen frühzeitig aufstehen.
Am nächsten Tag steht Daniel rechtzeitig auf, denn er will auf keinen Fall Ben verpassen. Daniel verlässt sein Boot und begibt sich auch gleich wieder zu der Gaststätte. Nachdem er hineingegangen ist, schaut er sich auch gleich um, ob er Ben unter den Gästen entdecken kann. Doch leider kann er ihn nirgends erkennen. Dann sucht er sich einen Platz, von wo er die Eingangstür im Auge behalten kann. Danach bestellt er sich sein Frühstück und fragt die Bedienung, ob Ben schon da gewesen wäre. Doch sie verneinte und denkt, dass er bestimmt bald kommen würde. Daniel bedankt sich und hält einfach weiter nach ihm Ausschau.
Als Daniel gerade mit seinem Frühstück beschäftigt ist, kommt doch noch Ben herein. Sofort macht Daniel auf sich aufmerksam. Ben erkennt ihn sofort wieder und begrüßt ihn. Daniel fragt Ben, ob er sich zu ihm setzen wolle, da er einiges zu erzählen hätte. Dieser ist neugierig und nimmt Platz. Ben fragt Daniel, warum er noch immer auf dieser Insel wäre, da er doch weiterfahren wollte. Darauf antwortet Daniel, dass er schon einige Zeit weg gewesen wäre und seit gestern wieder da sei. Ben schaut Daniel verwundert an und sagt zu ihm, dass er schon das gleiche wirre Zeug reden würde wie Karl damals. Daniel gesteht ihm, dass es genau darum gehen würde.
Karl bestellt sich etwas zu trinken und ist neugierig auf das, was Daniel ihm zu erzählen hat. Und so beginnt Daniel ihm Stück für Stück sein Abenteuer zu erzählen, das er auf der Insel erlebte. Ben sitzt Daniel gegenüber und hört ihm aufmerksam zu. Einiges davon kommt Ben zwar unglaublich vor, doch die Geschichte, die Karl damals erzählte, weißt merkliche Parallelen auf. Nachdem Daniel zum Ende gekommen ist, sitzt Ben immer noch ganz konzentriert da und versucht die Geschichte zu begreifen. Dann gesteht Daniel, dass er gerne diesen Karl, den Ben kennt, besuchen würde. Es würde ihn sehr interessieren, ob es derselbe Karl sei, den er auf der Insel traf. Ben kann das sehr gut verstehen und ist selber interessiert daran herauszufinden, ob sich die beiden kennen. Sofort bietet er Daniel an, ihn zu ihm zu bringen. Daniel bedankt sich und nimmt die Hilfe gerne an.
Daniel und Ben verlassen wenig später die Gaststätte. Zusammen gehen sie zu Ben nach Hause, der in der Nähe wohnt. Dort steigen sie in sein Auto und machen sich auf den Weg zu Karl. So fahren sie quer durch die Insel auf die andere Seite, wo Karl wohnen würde. Nachdem sie angekommen sind, parkt Ben sein Auto gleich vor dessen Haus, das direkt am Ufer steht. Beide steigen aus und begeben sich zur Haustür. Dort hören sie schon, wie sich jemand von innen der Tür nähert. Als diese aufgeht, steht Karl vor der Tür. Daniel hat ihn relativ schnell wiedererkannt, obwohl dieser um einiges älter geworden ist als zuvor, als er mit Daniel auf dieser Insel war. Doch das ist natürlich durch die verschiedenen Zeitsprünge zustande gekommen. Karl selber begrüßt zuerst Ben und schaut dann zu Daniel rüber. Er schaut ihn sich genau an und wirkt dabei etwas nachdenklich. Karl gesteht, dass er ihm irgendwie bekannt vorkommt. Als sich Daniel daraufhin vorstellt, zuckt Karl kurz zusammen. Er scheint sich wieder zu erinnern, wie man an seinem Gesichtsausdruck erkennen kann. Nach einer kurzen Pause gesteht Karl, dass er niemals damit gerechnet hätte, ihn wiederzusehen.
Karl bittet die beiden sofort herein. Dann setzen sich alle drei gemütlich an einen Tisch und fangen auch gleich an, sich miteinander zu unterhalten. Karl freut sich, Daniel wieder zu sehen, da dieser der lebende Beweis ist, dass seine Geschichte nicht erfunden ist. Da Karl sehr neugierig darauf ist, was Daniel auf dieser geheimnisvollen Insel erlebt hat, beginnt Daniel seine Geschichte zuerst zu erzählen. Karl hört ihm gespannt zu und kann alles, was Daniel erzählt, merklich nachempfinden. Nachdem Daniel das Wesentliche erzählt hat, beginnt Kurt von seinem Abenteuer auf dieser Insel zu erzählen. Auch Daniel hört ihm dabei aufmerksam zu. Kurt kann sich noch relativ gut an sein Erlebnis erinnern, obwohl es für ihn schon einige Jahre her ist. Für Daniel sind es nur ein paar Tage aufgrund der Zeitsprünge. Nachdem Kurt auch seine Geschichte zu Ende erzählt hat, sitzen alle drei da und versuchen immer noch das Ganze irgendwie zu verstehen. Dabei gesteht Daniel, dass ihm die frühere Aussage von Karl geholfen hätte. Als er nämlich über die Aussage, dass er sich selber beseitigen musste, um aus seiner scheinbar ausweglosen Situation herauszukommen nachdachte, kam er auf die Idee, das Wesen zu beseitigen. So haben es die beiden mit der gleichen Lösung, nur jeder auf seine eigene Art wieder zurückgeschafft.
Danach setzen sich die drei nach draußen und schauen hinaus auf das Meer. Ben fragt so ganz nebenbei, was dieses Wesen jetzt genau sei. So vermutet Karl, dass bei jedem Zeitsprung ein Wesen entsteht. Und jedes Wesen ist sozusagen das negative Abbild von der Person, die sich im Moment in der falschen Zeit befindet. Es wäre zwar interessant zu wissen, was passieren würde, wenn die beiden zusammen kämen, aber vermutlich würde das auch überhaupt nicht möglich sein, da sie zwar real, aber auf verschiedenen Ebenen vorhanden wären. Ben schaut etwas nachdenklich und grübelt darüber nach, was Karl da gerade versucht hat zu erklären. Da hat Daniel noch eine Frage an Karl, ob er wisse, wer diese Hütte um diese Scheibe errichtete. Doch auch Karl könne diese Frage nicht beantworten, da er außer Daniel niemand sonst auf dieser geheimnisvollen Insel traf. Dann kommt Ben noch die Idee, die Scheibe durch ein stabileres, fest verschlossenes Gebäude zu sichern. Doch auch das würde für Karl ein Problem für die betroffene Person bei einem Zeitsprung darstellen. Diese Person würde unter Umständen entweder im Inneren des Gebäudes nach einem Zeitsprung festsitzen oder von außen kein Zugang mehr zu der Scheibe haben, um zu entkommen. Aber auch das Wesen könnte man nicht mehr auf die Scheibe bekommen. Auch auf die Frage von Daniel, woher diese Scheibe wohl kommen mag, kann Karl nicht beantworten. Sie ist und bleibt ein Rätsel.
Gegen Nachmittag wird es für Ben und Daniel wieder Zeit für den Rückweg. Karl und Daniel haben ihre Adressen ausgetauscht und wollen weiterhin in Kontakt bleiben. Ben und Daniel verabschieden sich von Karl und steigen ins Auto. So fahren die beiden wieder zurück zu Ben nach Hause. Dort angekommen bedankt sich Daniel bei Ben für seine Hilfe und verabschiedet sich von ihm. Von dort aus geht Daniel das Stück zurück zum Gasthaus. Da es bereits Abend ist, will er dort noch etwas Essen, bevor er auf sein Boot zurückkehrt. Es ist bereits dunkel, als Daniel sein Boot erreicht. Er legt sich frühzeitig schlafen, da er am nächsten Morgen sehr früh aufstehen möchte.
Als Daniel aufgestanden ist, macht er sofort sein Boot startklar. Er will auch gleich ablegen und direkt wieder zurück nach Hause fahren. Er hat sein Abenteuer erlebt, dass er sicherlich nicht wieder vergessen wird.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2026.
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Augenblicksbetrachtungen
von Andreas Reunnes
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