Die Sichtung
Talo arbeitet bei der Weltraumbehörde. Er ist dort als Raumschiffpilot beschäftigt. Seine Hauptbeschäftigung liegt darin, regelmäßig zum Mond zu fliegen, um die dortige Mondbasis zu versorgen. So befördert er alles Mögliche an Fracht zwischen Erde und Mond. Als er nach einem weiteren Routineflug zurück ist, läuft er nach Hause zu seiner Wohnung unweit des Raumhafens. Auf halbem Weg erkennt er plötzlich ein hell leuchtendes Licht am Nachthimmel, dass über ihn hinweg fliegt. Erstaunt beobachtet er es und versucht herauszufinden, was es sein könnte. Es sieht etwas ungewöhnlich aus, sodass er es nicht direkt zuordnen kann. Für ihn macht es den Eindruck, als ob da gerade etwas abstürzt. Als er es aus den Augen verloren hat, setzt er seinen Weg nach Hause fort. Unterwegs denkt er weiterhin über das Gesehene nach. Vielleicht erfährt man später etwas mehr darüber.
Nachdem er Zuhause angekommen ist, sucht er sich eine Kleinigkeit zu essen und macht es sich vor dem Monitor bequem. Er schaltet den Nachrichtenkanal ein und informiert sich, was während seines Fluges Interessantes passiert ist. Nach einer Weile fallen ihm die Augen zu und er schläft ein. Als er wieder aufwacht und auf den Monitor blickt, erkennt er, dass gerade von diesem Licht am Nachthimmel berichtet wird, das er auf dem Heimweg auch gesehen hatte. Interessiert betrachtet er den Bericht darüber, ob es weitere Hinweise auf das Objekt gibt. Doch leider gibt es noch keine genaueren Informationen darüber. Talo legt sich daraufhin ins Bett. Morgen ist sein freier Tag, an dem er einiges unternehmen möchte.
Nach seinem freien Tag begibt sich Talo wieder zum Raumhafen, wo sein nächster Flug vorbereitet wird. Als er dort angekommen ist und seine Kollegen sieht, fragt er sie, ob sie auch dieses Objekt im Nachthimmel gesehen hatten. Doch alle die er fragt, haben nur von den Nachrichten darüber erfahren. Und keiner weiß mehr darüber, als in den Medien berichtet wird. Doch da gibt es auch keine Erklärung darüber, was es gewesen sein könnte. Dann bereitet sich Talo auf seinen nächsten Flug vor, denn er muss eine weitere Ladung zum Mond bringen. Er kontrolliert die ordentliche Verladung der Fracht und informiert sich, ob das Raumschiff startbereit ist. Dann begibt er sich ins Cockpit und macht sich für den Flug bereit. Nachdem er die Freigabe bekommen hat, geht es los.
Talo ist nun auf dem Weg zum Mond. Für ihn ist es ein Routineflug, den er schon öfter absolviert hat. Nachdem er die Mondbasis erreicht hat, setzt er wie gewohnt auf dem dafür vorgesehenen Landeplatz auf. Die Plattform wird danach mitsamt dem Raumschiff in eine Halle geschoben. Von dort aus kann das Schiff dann entladen und mit neuer Fracht beladen werden. Talo begibt sich in der Zwischenzeit in die angrenzende Kantine. Von dort aus hat man eine gute Aussicht auf die Mondlandschaft. Er holt sich dort etwas zu essen und schaut sich nach einem geeigneten Sitzplatz um. Da sieht er eine Frau allein beim Essen an einem Tisch sitzen. Sie könnte ungefähr in seinem Alter sein. Da er selber nicht gerne allein beim Essen ist, entschließt er sich, die Frau zu fragen, ob er sich dazu setzen kann. Da sie nichts dagegen hat, stellt sich Talo ihr vor und setzt sich dazu. Sie wiederum stellt sich ihm als Kala vor und beide beginnen sich während der Mahlzeit zu unterhalten. Außerdem erzählt sie ihm, dass sie Wissenschaftlerin ist und erst seit Kurzem auf dem Mond arbeitet. Nachdem beide fertig gegessen haben, verabschiedet sie sich von Talo, da sie wieder zurück an ihre Arbeit muss. Auch Talo verlässt die Kantine und vertreibt sich auf der Basis noch eine Weile die Zeit. Er muss warten, bis sein Schiff für den Rückflug bereit ist.
Als Talo die Nachricht bekommt, dass sein Raumschiff für den Rückflug bereit ist, begibt er sich auch gleich zu seinem Schiff. Er setzt sich ins Cockpit und startet die Maschine. Als er die Freigabe bekommt, hebt er auch gleich ab. Er fliegt direkt zurück zum Raumhafen auf der Erde. Nachdem er dort gelandet ist, beredet er sich noch kurz mit seinen Kollegen, bevor er sich wieder auf den Weg nach Hause macht. Daheim angekommen schaltet er sich die Nachrichten ein und setzt sich gemütlich hin. Noch immer wartet er auf eine Information darüber, was er vor ein paar Tagen am Himmel gesehen hatte. Doch wie es aussieht, wird nicht mehr in den Nachrichten darüber berichtet. Auch in anderen Medien findet er keinerlei nähere Informationen darüber. Es scheint, als ob die Sache in Vergessenheit gerät. Will wirklich niemand wissen, was es war, oder soll es niemand wissen.
Die Mission
Es sind inzwischen ein paar Jahre vergangen. Talo arbeitet noch immer bei der Weltraumbehörde und fliegt regelmäßig zum Mond. Dort trifft er sich ab und zu noch mit Kala, falls es der Zeitplan erlaubt. Außerdem hat er inzwischen ein neues Raumschiff bekommen, dass noch effizienter ist, als sein vorheriges. Als er eines Tages von einem weiteren Flug zurückgekehrt, wird er ins Büro gebeten, wo er schon erwartet wird. Ein fremder Mann, der sich ihm als Naran vorstellt, begrüßt ihn. Er bittet Talo, sich zu setzen, da er mit ihm etwas zu besprechen hat. Naran sieht Talo noch kurze Zeit an, bevor er ihn anspricht. Etwas zögerlich, als ob er noch nach den geeigneten Worten sucht, versucht er Talo sein Anliegen zu erklären. Er beginnt damit, dass es um eine etwas außergewöhnliche Mission geht. Er kann noch nicht alles darüber sagen, da das Projekt noch als geheim eingestuft wird. Nur soviel, dass es sich um eine weite Reise handeln wird. Das Ziel wird ein bisher unbekannter Planet sein. Dieser befindet sich in einem fremden Sonnensystem. An diesem Flug werden dabei nur zwei Personen teilnehmen. Für diese Mission wird ein ganz neues Raumschiff zur Verfügung gestellt, dass speziell dafür gebaut wurde. Es hat einen komplett neuen Antrieb, mit dem man solche großen Strecken zurücklegen kann. Auf diese Mission will man natürlich nur gute und erfahrene Personen schicken. Naran schaut Talo noch einen Augenblick an und bittet ihn dann, sich das Ganze in Ruhe zu überlegen. Wenn er Interesse daran hat, soll er ihm demnächst Bescheid geben. Danach steht Naran auf, gibt Talo seine Visitenkarte und verabschiedet sich. Talo sieht Naran noch kurz hinterher und versucht zu verstehen, was dieser ihm gerade vorgeschlagen hat. Dann verlässt auch er nachdenklich den Raum und geht nach Hause. Dort denkt er immer wieder über das Gespräch nach. Es lässt ihm einfach keine Ruhe. Er würde gerne mehr über diese Mission erfahren. Dafür müsste er sich dann allerdings mit Naran in Verbindung setzen.
Nachdem Talo sich die Nacht über Gedanken gemacht hat, entscheidet er sich am nächsten Morgen, mit Naran Kontakt aufzunehmen. Er setzt sich mit ihm in Verbindung und erklärt ihm, dass diese Mission seine Neugier geweckt hat und er Interesse an der Mission hat. Daraufhin verabreden sich die beiden am nächsten freien Tag von Talo, wo sie sich noch einmal in Ruhe über das Ganze unterhalten wollen.
Als der Tag gekommen ist, fährt Talo zum vereinbarten Treffpunkt. Dort empfängt ihn Naran und freut sich, dass Talo Interesse zeigt. Sie setzen sich zusammen und reden gemeinsam über das Projekt. Nach und nach erfährt Talo mehr darüber, aber etwas scheint ihm Naran noch zu verschweigen. Auf die Frage von Talo, warum man ausgerechnet diesen Planeten ausgesucht hat, bekommt er keine Antwort.
Talo führt keine Flüge zum Mond mehr durch, sondern widmet sich nur noch den Vorbereitungen für die neue Mission. Er muss sich vor allem mit dem neuen Raumschiff beschäftigen, mit dem sie unterwegs sein werden. Eines Tages ist der Moment gekommen, wo er seine Begleitung für die Reise kennenlernen soll. Er begibt sich zum Büro und öffnet die Tür. Wen er da sieht, hätte er niemals erwartet. Am Tisch sitzt Kala, die sichtlich genauso überrascht ist, wie er selbst. Sofort werden die beiden einander vorgestellt, was diese leicht amüsiert. Nachdem sie aufgeklärt haben, dass sie sich bereits kennen, wird die Unterhaltung für die Anwesenden gleich lockerer. Für Naran ist die Kombination aus Pilot und Wissenschaftlerin eine gute Lösung. Sie werden unterwegs bestimmt gut zusammenarbeiten. Doch noch sind die Vorbereitungen nicht abgeschlossen.
Das futuristische Design beeindruckt Talo ebenfalls. Er schaut sich alles so genau wie möglich an und versucht zu verstehen, was er da sieht. Der Techniker erkennt den nachdenklichen Gesichtsausdruck und kommt ihm zu Hilfe. Dieser erklärt ihm alles, was er wissen will. Schließlich muss Talo, wenn er mit dem Schiff unterwegs ist, so viel wie möglich darüber wissen. Nachdem sich Talo einen gewissen Überblick gemacht hat, bedankt er sich bei dem Techniker für die Informationen und verlässt daraufhin wieder das Schiff.
Am nächsten Tag begibt sich Talo wieder in die Halle, wo sich das Raumschiff befindet. Er betritt das Schiff, indem sich schon einige Leute aufhalten. Es wurden zwar schon einige Testflüge mit dem neuen Schiff durchgeführt, doch dies ist das erste Mal, bei dem Talo dabei sein wird. Er soll sich mit dem Schiff vertraut machen. Nachdem er seinen zugewiesenen Platz eingenommen hat, geht es auch schon los. Die Decke des Raumes öffnet sich und das Raumschiff steigt fast geräuschlos langsam nach oben. Als sie draußen angekommen sind, beschleunigt das Schiff und fliegt durch die Atmosphäre direkt hinaus ins All. Talo ist merklich erstaunt über die Fähigkeiten des Schiffes. So etwas hat er vorher noch nie gesehen. Jetzt erlebt er es sogar selbst. Mit einer enormen Geschwindigkeit fliegen sie gerade am Mond vorbei. Als sie den Mars erreichen, drehen sie um und kehren zurück. Nachdem sie gelandet sind, fragt sich Talo, ob er das gerade wirklich erlebt oder nur eingebildet hat. Doch es ist wirklich passiert. Noch mitgenommen von dem gerade erlebten, verlässt er das Schiff. Er unterhält sich noch kurz mit den Anwesenden und verabschiedet sich dann.
Zwei Tage später ist es dann soweit. Talo darf das erste Mal selber das Raumschiff steuern. Die anwesenden Techniker unterstützen ihn noch bei der Bedienung und Steuerung des Schiffes, bis er selber damit zurechtkommt. Talo startet das Schiff und lässt es langsam nach oben steigen. Draußen angekommen beschleunigt er und durchquert die Atmosphäre, bis er im All angekommen ist. Dann steuert er in Richtung Mond und fliegt an ihm vorbei. Talo ist begeistert darüber, wie das Raumschiff sich steuern lässt und auch entsprechend reagiert. Er steuert den Mars an, den sie nach einiger Zeit erreichen. Die Geschwindigkeit des Schiffes ist für Talo wirklich erstaunlich. Kein anderes Schiff hat solche Fähigkeiten, wie dieses. Talo umkreist den Mars und beginnt mit dem Rückflug. Als sie wieder zurück sind, setzt Talo vorsichtig zur Landung an. Nachdem das Raumschiff sicher gelandet ist, bedankt sich Talo bei den anwesenden Technikern für die Unterstützung. Dann verlässt er das Schiff und schaut es sich von außen noch einmal an. Er fragt sich dabei, wer dieses Schiff entwickelt hat, dass mit dieser fortschrittlichen Technologie ausgestattet ist.
In der Zwischenzeit hat Talo schon einige Flüge absolviert. Er befindet sich gerade in der Halle beim Raumschiff und betritt dieses, um seinen Platz einzunehmen. Es ist das erste Mal, dass er ganz allein im Cockpit sitzt und das Raumschiff bedient. Außer ihm befindet sich niemand auf dem Schiff. Leicht angespannt, aber dennoch zuversichtlich startet er das Raumschiff. Wieder fliegt er nach draußen und verlässt die Atmosphäre. Dort führt er noch ein paar Übungen durch, bevor er wieder umkehrt. Nach der Landung sind alle mit ihm zufrieden. Talo ist jetzt soweit und die Reise kann demnach bald beginnen.
Talo und Kala treffen sich, zum Abschluss der Vorbereitungen, noch für eine gemeinsame Unterrichtung. Ein Professor erzählt Ihnen von der Entwicklungsgeschichte des Menschen, von den Anfängen bis in die Gegenwart. Vor allem die Evolutionsschritte, die der Mensch im Laufe der Zeit durchschritten hat, erwähnt er ausführlich. Als er dabei auch noch Bezug zur Religion nimmt, wundert sich Talo. Er fragt den Professor, was das alles mit ihrer Reise zu tun hat. Etwas über die Entwicklung der Menschheit zu erfahren ist sicherlich nicht verkehrt, aber was hat das mit der Religion zu tun? Der Professor gibt ihnen zur Antwort, dass sie den Zusammenhang verstehen sollen. Talo und Kala schauen sich nachdenklich an, wollen aber nicht nachfragen, was er damit gemeint hat. Einen Moment später fährt der Professor auch gleich mit seiner Unterrichtung fort. Talo hat das Gefühl, dass der Professor auch nicht näher darauf eingehen möchte. Welche Bedeutung hat dieses Wissen für die Mission? Weiß der Professor vielleicht mehr über die Mission, als er zugibt? Darf oder will er nicht darüber reden?
Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und Talo und Kala bereiten sich auf ihre große Reise vor. Ihre privaten Angelegenheiten sind soweit geregelt und um den Rest kümmert sich die Weltraumbehörde. Der Starttermin steht fest und das Raumschiff wird für den Flug vorbereitet. Es wird mit allem beladen, was für die Mission wichtig ist. Die Nacht vor dem Abflug sitzt Talo vor seiner Wohnung und schaut sich den Sternenhimmel an. Er fragt sich, ob die Entscheidung richtig war. Doch jetzt kann er nicht mehr zurück. Die ganzen Vorbereitungen wären umsonst gewesen und er würde alle enttäuschen. Doch immer noch fragt er sich, wieso ausgerechnet er und Kala für die Mission ausgesucht wurden. Geht es wirklich nur um die Qualifikation und Erfahrung? Es gibt doch bestimmt noch andere Leute, die für den Flug genauso oder sogar noch qualifizierter wären. Oder hat die Auswahl noch einen anderen Grund, von dem er und Kala nichts wissen? Talo ist sich ziemlich sicher, dass Ihnen etwas vorenthalten wird.
Die Expedition
Talo und Kala sind bereits im Raumhafen angekommen und befinden sich in der Halle mit dem Raumschiff. Gemeinsam mit einigen Technikern gehen sie um das Schiff herum, um es sich noch ein letztes Mal vor dem Start genau anzusehen. Die letzten Fragen werden hierbei noch beantwortet. Danach geht es ins Innere des Schiffes, wo auch noch einmal alles begutachtet und erklärt wird. Dann ist es soweit. Die Techniker verabschieden sich und verlassen das Schiff. Nur Naran kommt noch kurz herein und verabschiedet sich. Er wünscht den beiden eine erfolgreiche Reise und eine sichere Rückkehr. Dann verlässt auch er das Schiff und das Eingangstor schließt sich. Talo und Kala sind jetzt ganz allein im Raumschiff. Beide sehen sich kurz an, als ob sie sich fragen würden, was sie hier eigentlich machen. Dann begeben sie sich ins Cockpit und nehmen ihren Platz ein. Talo gibt über Funk Bescheid, dass sie bereit sind. Sogleich bekommen sie die Startfreigabe und Talo startet die Maschine. Noch ein kurzer Blick zu Kala, dann lässt er das Raumschiff aufsteigen, um die Halle zu verlassen. Sie durchstoßen die Atmosphäre und befinden sich nun im All. Das Raumschiff beschleunigt und folgt von nun an dem zuvor festgelegten Weg. Ein leicht unheimliches Gefühl überkommt Talo plötzlich bei dem Gedanken, dass er eigentlich so gut wie nichts über das Ziel weiß. Es ist ein Flug ins Ungewisse.
Noch immer sitzt Talo im Cockpit, während sie das Sonnensystem durchfliegen. Kala hat sich inzwischen in den Gemeinschaftsraum zurückgezogen, um noch einige Unterlagen durchzustehen. Nach einer Weile kehrt sie zurück und leistet Talo Gesellschaft. Sie durchkreuzen eine Planetenbahn nach der anderen. Die Sonne wird immer kleiner und die Erde ist nur noch als kleiner Punkt zu erkennen. Allmählich nähern sie sich den äußeren Planeten. Die beiden unterhalten sich ein wenig, während sie draußen die Umgebung betrachten. Auch die Instrumente des Schiffes behält Talo im Blick. Bei der Unterhaltung mit Kala erfährt Talo, dass sie auch den Eindruck hat, dass ihnen nicht alles über die Mission gesagt wurde. Außerdem machen sie sich Gedanken, warum gerade sie beide für diesen Flug ausgewählt wurden. Dann erzählen sie sich von den Vorbereitungen zu diesem Flug und den Schulungen, die sie bekamen. Jeder von beiden hat so seine Geschichten zu erzählen, die den eintönigen Flug etwas unterhaltsamer machen.
Einige Zeit später haben Talo und Kala das Sonnensystem hinter sich gebracht. Nun fliegen sie auf das nächste Sonnensystem zu, wo sich der unbekannte Planet befinden soll. Jetzt haben die zwei genug Zeit, denn die Reise durch den leeren Raum, bis zum nächsten Sonnensystem, wird einige Zeit dauern. Die beiden befinden sich gerade im Gemeinschaftsraum und versuchen sich die aufkommende Langeweile zu vertreiben. Plötzlich vernehmen sie ein leichtes Geräusch, das stetig stärker wird. Überrascht schauen sich die beiden an und wundern sich, was das sein soll. Leicht angespannt, versuchen sie herauszufinden, was da gerade passiert. Als Kala nach draußen blickt, bemerkt sie anhand der Sterne, dass etwas nicht stimmt. Talo begibt sich ins Cockpit und erkennt, dass das Raumschiff die Richtung geändert hat. Außerdem hat es noch einmal stark beschleunigt. Talo hat nicht einmal gewusst, dass das Schiff so schnell fliegen kann. Kala kommt ins Cockpit dazu und schaut sich ebenfalls die Daten an. Warum weicht es von seinem eingegebenen Kurs ab? Um mit der Erde Kontakt aufzunehmen, sind sie bereits viel zu weit weg. Die Signale wären ewig lang unterwegs, um rechtzeitig reagieren zu können. Die zwei sind auf sich allein gestellt. Talo vermutet eine Fehlfunktion und versucht den alten Kurs neu einzugeben, doch dieser wird nicht angenommen und das Schiff folgt weiter der neuen Richtung. Daraufhin versucht er, das Schiff auf manuelle Steuerung umzustellen, doch auch darauf reagiert es nicht. Talo vermutet, dass entweder der Steuerungscomputer defekt ist oder jemand absichtlich die neuen Daten programmiert hat. Aber warum?
Auf die Antwort müssen die beiden jedoch nicht lange warten. Aus den Lautsprechern ertönt plötzlich eine Stimme. Es ist Naran, der zu ihnen spricht. Außerdem scheint es sich dabei um eine Aufzeichnung zu handeln, die vermutlich zu diesem Zeitpunkt abgespielt werden soll. Dabei versucht er ihnen die Situation zu erklären. Zuerst beginnt er zu erklären, dass die Kursänderung beabsichtigt ist und sie sich keine Gedanken darüber machen sollen. Sie werden ein anderes Ziel anfliegen, dass sie jedoch durch die hohe Geschwindigkeit auch bald erreichen werden. Dann berichtet er von einem unbekannten Raumschiff, das vor einiger Zeit auf die Erde gestürzt ist. Es ist dabei erstaunlicherweise gut erhalten geblieben. Man hat es genau untersucht und nach einiger Entwicklungszeit, ein neues Raumschiff gebaut, das auf dessen Basis beruht. Man hat in dem fremden Raumschiff auch Aufzeichnungen gefunden, die man sorgfältig studiert hat, nachdem man anhand von Grafiken einiges entschlüsseln konnte. Dabei wird auch ein Planet beschrieben, der scheinbar eine besondere Bedeutung hat. Nachdem man versucht hat, so viel wie möglich aus den Aufzeichnungen herauszufinden, wurde die Geschichte immer interessanter. Nach einiger Zeit konnte man sogar herausfinden, wo sich dieser Planet befinden müsste. Daraufhin wurde mit dem neuen Raumschiff eine Expedition dorthin geplant. Wenn alles wie geplant funktioniert und die Berechnungen stimmen, wird dieser Planet gerade angeflogen. Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis das Schiff dort ankommen wird. Der Planet könnte mit verschiedenen Pflanzen dicht bewachsen sein, wie man aus den Aufzeichnungen erkennen kann. Auch viele Flüsse scheint es dort zu geben. Wenn Sie ihn gefunden haben, sollen Sie Ausschau auf ein bewohntes Gebiet halten und dann versuchen in der Nähe zu landen. Auf diesem Planeten müsste sich jemand befinden, den sie aufsuchen sollen. Um wen es sich dabei handelt, weiß keiner genau, aber man hat sich entschlossen dieser Person den Namen Altum zu geben. Wenn sie dann Altum gefunden haben, sind sie am Ziel. Was dann passiert, weiß keiner genau. Alles andere wird sich automatisch ergeben. Naran wünscht den beiden noch alles Gute auf ihrer Mission und verabschiedet sich damit. Dann ist die Aufzeichnung zu Ende. Wieder sehen sich Talo und Kara verwundert an und versuchen das gerade gehörte zu verarbeiten. Sie haben beide vermutet, dass etwas an dieser Mission verheimlicht wurde. Doch was da geplant wurde und was noch auf sie zukommt, das hätte keiner vermutet.
Beide sitzen in ihrem Gemeinschaftsraum und versuchen immer noch zu verstehen, was ihre eigentliche Mission ist. Talo erzählt Kala nebenbei von dem Licht, dass er damals am Nachthimmel gesehen hatte. Vielleicht war es das Raumschiff, das damals abgestürzt ist. Und jetzt fliegt er selber mit dem Nachbau durch das Weltall. Doch wie auch immer, die beiden wissen zwar jetzt, was sie zu tun haben, mehr aber auch nicht. Diese Mission wird doch abenteuerlicher als vermutet. Aber im Moment befinden sie sich noch im Raumschiff, auf dem Weg zu ihrem Ziel. Sie befinden sich schon weit weg vom heimischen Sonnensystem und fliegen immer tiefer in den Raum hinein. Sie sind hier draußen ganz auf sich allein gestellt. Hier draußen kann ihnen im Notfall keiner helfen. Weit weg vom nächsten Stern. Keine Planeten in der Nähe. Nur die Dunkelheit des Raumes um sie herum. Es ist kaum zu erkennen, ob sich das Schiff überhaupt vorwärts bewegt, in diesem riesigen Raum. Nur die in der Ferne leuchtenden Sterne unterbrechen die Dunkelheit des sich scheinbar endlos dahin ziehenden Weltraums. Das Alltagsleben auf dem Schiff bietet kaum Abwechslung und eine gewisse Gleichgültigkeit stellt sich ein. Oft gelangweilt, aber dennoch immer die Angst, dass etwas Unvorhergesehenes passiert und sie nichts dagegen unternehmen können. So fliegen sie weiter ihrem unbekannten Ziel entgegen. Ob sie es je erreichen werden?
Es ist bereits einige Zeit vergangen und Talo und Kala nähern sich langsam einem fremden Sonnensystem. Beide sind froh, dass dieser lange Flug durch diesen leeren, dunklen Raum, hoffentlich bald zu Ende ist. Talo versucht durch Sensoren, die im Raumschiff integriert sind, die Planeten dieses Systems zu lokalisieren. Es sieht so aus, als ob mehrere Planeten um die hiesige Sonne kreisen. Kala versucht herauszufinden, welcher von den vielen Planeten der gesuchte Planet sein könnte. Sie sind jedoch noch zu weit weg, um ihn zu bestimmen. So fliegen sie weiter auf das fremde Sonnensystem zu. Es hat für die zwei schon etwas Unheimliches, so einfach in eine für sie fremde Welt einzutauchen. Wo wird sie das Raumschiff hinführen und was wird dort auf sie zukommen?
Talo und Kala befinden sich gerade im Cockpit und beobachten aufmerksam die Umgebung. Sie fliegen bereits in das neue Sonnensystem hinein und sind gespannt, was sie dort erwartet. Plötzlich wird es ungewohnt still im Raumschiff. Talo bemerkt sofort, dass das Raumschiff zum Stehen gekommen ist. Der Blick nach draußen bestätigt es. Das heißt, dass die zwei jetzt mit der Suche alleine weitermachen müssen. Wieder schauen sich beide an. Es liegt nun an ihnen, ob und wie die Mission weitergeht. Die Sensoren liefern gerade die ersten brauchbaren Daten über die Planeten dieses Systems. Kala macht sich gleich daran diese auszuwerten. Sie vergleicht die Auswertungen mit der Beschreibung von Naran über den gesuchten Planeten. Als sie einen Planeten herausgefiltert hat, der am wahrscheinlichsten zu der Beschreibung passt, informiert sie sofort Talo über ihr Ergebnis. Dieser schaut sich die Daten an und setzt sich wieder auf seinen Platz im Cockpit. Er beschleunigt das Raumschiff wieder und nimmt selber Kurs auf diesen Planeten. Sie kommen rasch näher und erkennen allmählich die Oberfläche. Diese sieht genauso aus, wie Naran sie beschrieben hat. Tatsächlich scheint sie dicht bewachsen und mit Flüssen durchzogen. Allerdings ist nichts von irgendwelcher Zivilisation von oben zu erkennen. Auch keine Fluggeräte irgendwelcher Art sind zu erkennen. Talo nähert sich noch weiter der Oberfläche, um mehr Details zu erkennen. Beide sind sich dennoch sicher, dass sie den richtigen Planeten gefunden haben.
Talo steuert das Raumschiff in einer gleichmäßigen Kreisbahn mehrmals um den relativ kleinen Planeten. Er will versuchen, von oben etwas zu entdecken, das auf bewohntes Gebiet schließen lässt. Sie brauchen einen Anhaltspunkt, denn sie sollen ja noch Altum finden. So umkreisen sie den Planeten, in der Hoffnung, doch noch eine Spur von intelligentem Leben zu entdecken. Doch auch nach mehreren Umrundungen konnten sie nichts finden. Talo und Kala besprechen sich kurz und entscheiden sich einfach irgendwo zu landen. Vielleicht finden sie dort unten irgendwelche Anhaltspunkte. Unter der dicht bewachsenen Oberfläche erkennt man womöglich mehr. Talo fliegt noch etwas tiefer, nimmt die Geschwindigkeit zurück und sucht mit Kala nach einem geeigneten Landeplatz. Nach einer Weile entdecken sie eine Lichtung zwischen den ganzen hohen Pflanzen, die teilweise so groß wie Bäume sind. Talo fliegt langsam näher und setzt sogleich zur Landung an. Das Raumschiff setzt weich auf dem fremden Boden auf. Es ist das erste Mal seit langer Zeit, dass sie wieder festen Boden unter den Füßen haben. Kala schaut sich die Daten der Außensensoren über die atmosphärischen Bedingungen an, während Talo die Umgebung beobachtet, ob er etwas Auffälliges entdeckt. Nachdem Kala festgestellt hat, dass die Bedingungen ähnlich sind wie auf der Erde, gibt sie Talo sofort Bescheid darüber. Sie können sich somit für den Ausstieg vorbereiten. Beide beobachten noch kurz die Umgebung und begeben sich dann in die Schleuse, die nach draußen führt. Sie öffnen langsam das Tor nach draußen und spüren sogleich die frische, warme Luft. Auch riechen sie die Vielfalt der Düfte der vielen verschiedenen Pflanzen, die es hier überall gibt. Nachdem sie einige Male durchgeatmet haben, verlassen sie vorsichtig das Schiff. Die warme Sonne und die herrliche Pflanzenwelt lassen Talo und Kala wieder aufleben. Wo immer sie hier sind, sie fühlen sich angekommen.
Die Suche
Talo und Kala fühlen sich auf dem fremden Planeten sichtlich wohl. Sie kundschaften die unmittelbare Umgebung aus und bestaunen die Vielfalt der Pflanzen, die hier überall wachsen. An einigen befinden sich Früchte, die Kala untersuchen will, ob man diese essen kann. Nachdem sie einige als unbedenklich eingestuft hat, probieren sie diese. Die beiden sind froh, endlich einmal seit langer Zeit, eine Abwechslung auf dem Speiseplan zu haben. Auch ein kleiner Fluss befindet sich ganz in der Nähe, sodass die Wasserversorgung ebenso gesichert ist. Natürlich wurde das Wasser vorher genauso von Kala überprüft. So genießen die zwei den ersten Tag auf dem Planeten. Sie wollen sich erst einmal von dem langen und entbehrungsreichen Flug erholen. Die Nacht verbringen Sie dann aber sicherheitshalber doch noch im Raumschiff. Auch wenn sie, außer den Pflanzen, kein anderes Leben entdecken konnten, heißt das ja nicht, dass es keines gibt. Sie wissen doch eigentlich noch so gut wie nichts über diesen Planeten. Sie wissen nur, dass die nächste Aufgabe ist, nach Altum zu suchen. Und das wird bestimmt nicht einfach.
Am nächsten Morgen setzten sich Talo und Kala draußen vor das Raumschiff und beraten darüber, wie Sie jetzt weiter vorgehen wollen. Wie sollen Sie Altum auf diesem Planeten finden, ohne irgendwelchen Anhaltspunkt zu haben. Sie müssen sich überlegen, wie sie systematisch vorgehen können. Dann entschließen sie sich noch einmal, zum nahe gelegenen Fluss zu gehen. Dort finden sie es am wahrscheinlichsten, jemanden zu finden. Also gehen sie durch den Wald voller Pflanzen, bis sie das Ufer des Flusses erreicht haben. Sie setzen sich ans Ufer und beobachten die Umgebung des Flusses, so weit sie ihn einsehen können. Doch sie können nichts Auffälliges erkennen. Es wird ihnen nichts anderes übrig bleiben, als sich auf die Suche zu machen. Da der Weg durch die dicht bewachsene und unübersichtliche Pflanzenwelt sehr schwierig wäre, entschließen sie sich, dem Fluss zu folgen.
Talo und Kala packen ihren Rucksack und bereiten sich auf die Suche vor. Im Lagerraum des Raumschiffes befindet sich ein Schlauchboot, mit dem sie den Fluss hinab fahren können. Es scheint, als hätte Naran wirklich an alles gedacht. Nachdem sie mit den Vorbereitungen fertig sind, verlassen sie das Raumschiff und gehen Richtung Fluss. Als sie dort angekommen sind, machen sie das Schlauchboot bereit. Talo überprüft noch kurz den Peilsender, mit dem sie später das Raumschiff wieder finden können. Dann baut er aus Pflanzenteilen eine Markierung, die er am Ufer befestigt. Auch das soll helfen wieder zurückzufinden. Nun setzen sie das Boot ins Wasser und machen es fest. Sie legen ihre Rucksäcke hinein und steigen dazu. Dann machen sie das Boot wieder los und lassen sich den Fluss hinab treiben. Aufmerksam beobachten sie dabei die Umgebung. Dabei bewundern sie die Pflanzenwelt, die sich das Ufer entlang zieht. Allerdings scheint es keine merkliche Abwechslung von den Pflanzen zu geben. Obwohl sie schon eine Weile unterwegs sind, hat sich vom Gesamtbild her nichts groß geändert. Deshalb ist die Orientierung auch nicht einfach, bei fast immer gleichbleibender Umgebung. So folgen die beiden weiterhin dem Flusslauf und halten Ausschau nach Bewohnern dieses Planeten. Am Horizont steigt allmählich der Nachbarplanet empor, der sich relativ Nahe befindet. Für Talo und Kala ist es ein beeindruckender und ungewöhnlicher Anblick. Sie fahren mit ihrem Boot fast genau auf ihn zu.
Etwas später kommen sie an eine Flussmündung. Sie fahren mit ihrem Boot in den größeren Fluss hinein und lassen sich weiter treiben. Trotz intensiver Beobachtung der Umgebung können Talo und Kala noch immer nicht erkennen, dass hier jemand lebt. Sie müssen einfach abwarten und weiter die Augen offen halten. Plötzlich fällt Talo auf, dass sich die Strömung des Flusses verlangsamt hat. Er wundert sich zwar im ersten Moment darüber, doch wäre es natürlich möglich, dass der Fluss an dieser Stelle etwas langsamer läuft und etwas weiter wieder schneller. Das Wasser wird sich den Gegebenheiten anpassen. So hält er weiterhin Ausschau und betrachtet andächtig den vor ihnen aufsteigenden Nachbarplaneten.
Etwas später erkennen Talo und Kala einen parallel zu ihnen verlaufenden Fluss, der in die gleiche Richtung fließt. Nach einer Weile fließen beide Flüsse zu einem noch größeren Fluss zusammen. Talo sieht noch einmal hinauf zum Nachbarplaneten, der schon bald über ihnen stehen wird. Gleichzeitig fließt das Wasser immer langsamer. So kommen die beiden kaum noch voran. Kala fragt sich, ob es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen der Fließgeschwindigkeit des Wassers und dem Nachbarplaneten gibt. Und tatsächlich dauert es auch nicht lange, bis das Wasser vollständig zum Stehen kommt. Ebenfalls steht der Nachbarplanet ziemlich genau am Zenit. Talo und Kala fragen sich, ob dieser in Wirklichkeit für die Bewegung des Wassers verantwortlich ist. Sind die beiden Planeten durch ihre Schwerkraft möglicherweise so verbunden, dass sie sich praktisch nebeneinander um ihre Sonne drehen? Sind so die Flüsse entstanden, die scheinbar alle in die gleiche Richtung fließen? Wie auch immer, die beiden müssen weiter. Sie haben an ihrem Boot einen kleinen Motor, den sie nun einschalten müssen. So können sie trotzdem weiterfahren, auch ohne Strömung.
Allmählich bemerken Talo und Kara, dass die Strömung des Wassers nun in die andere Richtung geht. So wie der Nachbarplanet sich hinter ihnen langsam neigt, so bewegt sich auch das Wasser. Die beiden kommen mit der Zeit immer langsamer voran, da die Gegenströmung immer größer wird. Nach einer Weile beschließen sie ans Ufer zu fahren und sich einen Platz zum Übernachten zu suchen. Es ist zwecklos weiterzufahren, da sie gegen die zunehmende Strömung kaum ankommen. Also fahren sie ans Ufer und machen dort das Boot fest. Sie holen ihre Sachen aus dem Boot und legen sie etwas entfernt vom Ufer ab. Danach suchen sie sich eine Stelle aus, an der sie ihr Zelt aufstellen können. Sogleich bauen sie es auf und legen ihre Sachen hinein. Nun haben sie Zeit, bevor es dunkel wird, sich die Umgebung etwas genauer anzusehen. Vor allem wollen sie ein paar dieser Früchte sammeln, die sie essen können. Da die Gegend überall ziemlich gleich aussieht, haben die beiden keine Probleme sich zurechtzufinden. Es wachsen die gleichen Pflanzen, sodass sie viele der hier wachsenden Früchte bereits kennen. Einige davon sammeln sie ein und gehen zurück zu ihrem Zelt. Dort setzen sie sich davor und genießen ihre Mahlzeit. Dabei beobachten sie den Fluss, dessen Strömung immer stärker wird. Dagegen könnten sie mit ihrem Boot nicht ankämpfen. Da erkennen sie, dass ihr Boot nicht mehr im Wasser liegt, sondern bereits auf Land. Der Wasserspiegel sinkt mit der Strömung merklich. Allmählich wird es auch schon dunkler und die Nacht bricht herein. Die beiden genießen noch die letzten Sonnenstrahlen, bevor sie sich ins Zelt zum Schlafen legen. Die erste Nacht im Freien.
Als die Sonne wieder aufgeht, machen sich Talo und Kala auch gleich wieder zum Aufbruch bereit. Der Fluss ist inzwischen ein kleiner Bach geworden, der inzwischen die Fließrichtung geändert hat, sodass die beiden wieder weiterfahren können. Zuerst bauen sie ihr Zelt ab und verstauen es im Boot. Bevor sie sich jedoch wieder auf den Weg machen, sammeln sie für unterwegs noch einige Früchte ein. Als sie alles im Boot verstaut haben, ziehen sie es durch das trockene Flussbett bis zur Mitte, wo ein wenig Wasser fließt. Dort ziehen sie das Boot hinein und steigen dazu. Wieder lassen sie sich den Fluss entlang treiben. Dieser wird wie erwartet allmählich wieder größer und die Strömung schneller. Wie am Tag zuvor beobachten die beiden die Umgebung und halten Ausschau nach Bewohnern. Wieder kommen sie an eine Flussmündung, an der ein weiterer Fluss hineinfließt. Immer wieder kommen Stellen an der sich die Wasser treffen und gemeinsam weiterfließen. Unabhängig wie die Flüsse zusammenlaufen, lassen die beiden sich einfach treiben. Inzwischen befahren sie einen Fluss, der schon sehr breit ist und immer breiter wird. Der Nachteil dabei ist, dass man das Ufer nicht mehr so genau beobachten kann, da es weiter weg ist. Doch die beiden hoffen, dass wenn sie niemand erkennen, vielleicht selber von jemand entdeckt werden. Hauptsache man kann mit irgendjemand Kontakt aufnehmen. Doch auch nach einer weiteren langen Flussfahrt können Talo und Kala nichts Interessantes entdecken. Der Nachbarplanet erhebt sich wieder über sie hinweg und hat gerade seinen Zenit erreicht. Das Wasser hat bereits keine Strömung mehr und wird bald wieder zurückfließen. Wieder lässt Talo den Motor laufen, um noch ein Stück voranzukommen. Doch einige Zeit später ist es wieder Zeit die Fahrt abzubrechen. Die Gegenströmung wird einfach zu stark. So fahren die zwei wieder ans Ufer und gehen an Land. Wie am Tag zuvor machen sie das Boot fest und entladen es. Danach bauen sie an einer geeigneten Stelle das Zelt auf und legen ihre Sachen hinein. Nun haben sie Zeit, sich die Umgebung genauer anzusehen. So Streifen sie auch diesmal durch die üppige Pflanzenwelt. Doch auch hier treffen sie auf die gleichen Pflanzen wie schon die Tage davor. Nachdem sie wieder einige Früchte gesammelt haben, lassen sie den Tag am Ufer des Flusses ausklingen. Wieder beobachten sie, wie sich das Wasser zurückzieht und das Flussbett fast trocken legt. Taro und Kala fragen sich wie lange sie noch so unterwegs sein werden und ob sie überhaupt jemanden finden werden. Doch jetzt haben sie den weiten Weg hierher gemacht und müssen einfach versuchen Altum zu finden. Die Nacht bricht herein und beide ziehen sich ins Zelt zum Schlafen zurück. Die zweite Nacht im Freien.
Am nächsten Morgen packen Talo und Kala wieder alles zusammen und beladen ihr Boot. Wieder müssen sie es in die Flussmitte ziehen, wo ein wenig Wasser in die richtige Richtung läuft. Die Reise verläuft auch dieses Mal genauso wie zuvor. Das Wasser wird mehr und die Strömung größer. Und noch immer ist nichts zu erkennen, was auf Bewohner hinweist. Die beiden entfernen sich immer weiter von ihrem Raumschiff, ohne bisher eine einzige Spur gefunden zu haben. Nach einer Weile mündet der Fluss, den sie gerade befahren, in einen eisigen See. Das Gewässer ist so groß, dass man kein Land am Horizont erkennen kann. Talo und Kala überlegen, ob sie sich dort hinaus treiben lassen wollen. Nach kurzem Nachdenken beschließen sie, einfach weiterzufahren. Im Notfall wird sie die Gegenströmung wieder zurückbringen. So treiben sie immer weiter hinaus, bis in alle Richtungen kein Ufer mehr zu erkennen ist. Sie befinden sich nun auf diesem riesigen See, ohne zu erkennen, wohin sie treiben. Nur die Sonne und der gerade über ihnen stehende Nachbarplanet dienen zur Orientierung. Natürlich kommt die Strömung dadurch wieder zum Stehen und das Boot liegt bewegungslos im Wasser. Talo und Kara schauen sich an und überlegen, was sie nun tun sollen. Wollen sie sich wirklich wieder den ganzen Weg zurücktreiben lassen, bis sie auf Land stoßen? Oder sollen sie den Motor einschalten und versuchen so weit wie möglich weiterzufahren. Ganz genau dafür entscheiden sie sich, da es reine Zeitverschwendung wäre umzukehren. So fahren sie jetzt gegen die Strömung weiter in die gleiche Richtung. Die Gegenströmung wird immer stärker und das Boot kommt immer langsamer voran. Nach einer Weile erkennen die beiden ein kleines Stück Land, aus dem Wasser ragt. Ein Zeichen dafür, dass die Wassermassen abfließen und der Wasserspiegel sinkt. Talo und Kala steuern sofort darauf zu. Wenn Sie Ihr Boot dort befestigen könnten, wären Sie der Strömung nicht mehr ausgeliefert. Kurze Zeit später erreichen sie die Stelle, steigen aus und machen sofort das Boot fest. Dann setzen sich die beiden hin und beobachten das abfließende Wasser.
Die Dämmerung bricht langsam herein und der Wasserspiegel sinkt immer weiter. Das Boot befestigt Talo, der sinkenden Wasserhöhe folgend, immer wieder neu. Plötzlich erkennt Kala in der einbrechenden Dunkelheit ein schwaches, kleines Licht im Wasser leuchten. Es befindet sich nicht allzu weit weg. Sofort informiert sie Talo darüber. Der schaut es sich auch sofort an und überlegt, woher das wohl kommt. Beide vermuten, dass sich die Quelle unterhalb der Wasseroberfläche befindet. Doch Genaueres ist nicht zu erkennen. Die beiden können nur abwarten, bis das Wasser weiter zurückgeht. Es ist bereits dunkel und das Licht kann man immer besser erkennen. Auch mit sinkendem Wasserstand wird es immer deutlicher. Nach einiger Zeit sind die Wassermassen so weit zurückgegangen, dass sich die Lichtquelle bereits über der Wasseroberfläche befindet. Talo und Kala leuchten mit ihren Taschenlampen in die Richtung von wo das Licht kommt, können jedoch auf diese Entfernung nichts erkennen. Ihnen bleibt im Moment nur abzuwarten, bis das Wasser abgeflossen ist. Wenn der Boden etwas abgetrocknet ist, könnten beide versuchen dorthin zu gelangen. Beide sind bereits gespannt, was sie dort vorfinden werden.
Einige Zeit später ist es dann soweit. Es ist schwierig auf dem durchnässten Boden zu laufen, doch Schritt für Schritt kommen die zwei voran. Sie gehen direkt auf das deutlich sichtbare Licht zu. Nach einem anstrengenden Weg stehen Sie vor der Lichtquelle. Es scheint sich um ein kleineres, kuppelförmiges Gebäude zu handeln, aus dem Licht durch ein rundes Fenster leuchtet. Langsam nähern sie sich diesem Fenster und Talo wirft vorsichtig einen Blick hinein. Was er da sieht, erscheint ihm zwar etwas befremdlich, aber dennoch sieht es danach aus, als wenn hier jemand wohnt. Auch Kala schaut daraufhin hinein und betrachtet den Raum dahinter. Da sie aber niemanden sehen, der sich darin aufhalten könnte, entschließen sie sich, um das Gebäude herumzugehen. Da entdecken sie noch einige beleuchtete Fenster. Talo nähert sich wieder vorsichtig einem davon und blickt hinein. Ein anderer Raum ist dahinter zu erkennen. Aber wieder ist kein Bewohner zu sehen. Während Kala ebenfalls hineinschaut, nähert ich Talo dem nächsten Fenster. Wieder blickt er vorsichtig hinein. Plötzlich zuckt er kurz zusammen. Es befindet sich tatsächlich gerade jemand in diesem Raum. Sofort winkt Talo Kala zu sich, um ihr seine Entdeckung zu zeigen. Auch sie schaut gespannt durch das Fenster und erblickt den Fremden. Dieser scheint gerade mit etwas beschäftigt zu sein und konzentriert sich auf seine Arbeit. Der Fremde hat ein menschenähnliches Aussehen, ist jedoch eine eigene Spezies. Talo und Kala haben so ein Wesen noch nie zuvor gesehen. Gespannt beobachten sie den Fremden durch das Fenster. Auf einmal verweilt dieser für einen Augenblick in seiner Position. Dann dreht er urplötzlich seinen Kopf in Richtung Fenster. Erschrocken drehen sich die beiden instinktiv zur Seite. Dennoch sind sie sich sicher, dass er sie gesehen hat. Wieder schauen sich die zwei an und fragen sich, was sie nun tun sollen. Es ist Nacht und kaum etwas zu sehen und wenn es hell, wird kommt das Wasser zurück. Plötzlich sehen sie ein Licht auf sie zukommen. Es ist der Fremde. Dieser schaut die beiden eine Weile an und gibt ihnen durch Gesten zu verstehen, dass sie ihm folgen sollen. Etwas zögerlich folgen sie ihm ins Gebäude. Sie betreten einen großen, runden, gemütlich wirkenden Raum. Ringsum gibt es diese runden Fenster, durch die man nach draußen sehen kann. Der Raum ist mit entspannend wirkendem Licht erhellt. Es scheint das Wohnzimmer zu sein. In der Mitte des Raumes befinden sich Sitzgelegenheiten, wo der Fremde bereits Platz genommen hat. Dieser bietet Talo und Kala, wieder durch Gesten, den beiden an, sich zu setzen. Nachdem alle Platz genommen haben, schaut der Fremde die beiden eine Zeit lang nacheinander an. Völlig überraschend beginnt der Fremde auf einmal zu sprechen. Er spricht die gleiche Sprache wie Talo und Kala, sodass sie sich problemlos verständigen können. Die beiden sind so verblüfft darüber, dass Kala sofort fragt, wieso er ihre Sprache spricht. Dieser verrät Ihr nach anfänglichem Zögern, dass er viele Sprachen erkennt. Kala und Talo blicken sich verwundert an. Beide scheinen nicht zu verstehen, wie er das gemeint hat. Sie hatten doch zuvor in seiner Anwesenheit noch kein Wort gesprochen. Der Fremde fragt sodann gleich zurück, woher sie kommen und warum sie hier sind. Talo stellt sich und Kala erst einmal vor. Dann antwortet er ihm, dass sie von der Erde kommen und nach einer bestimmten Person suchen. Sie kennen seinen richtigen Namen nicht und haben ihm deswegen vorübergehend den Namen Altum gegeben. Nach dieser Person, die sich auf diesem Planeten aufhalten soll, sollen sie suchen. Der Fremde zögert wieder, schaut die beiden an und antwortet, dass sie ihn wohl gefunden haben.
Angekommen
Talo und Kala haben ihr Ziel erreicht und Altum gefunden. Dieser hat ihnen vorgeschlagen ihn weiterhin so zu nennen. Außerdem hat er ihnen erzählt, dass er ganz alleine hier lebt. Nur ab und zu kommen Besucher vorbei, die ihn kennen und wissen, wo er zu finden ist. Doch nun möchte Altum von den beiden die ganze Geschichte hören, wie Sie hierher gefunden und von ihm erfahren haben. Also beginnen die beiden alles zu erzählen, was Sie über die Expedition und die Vorgeschichte dazu wissen. Danach ist Altum klar, dass die beiden eigentlich nicht wissen, warum sie überhaupt hier sind. Er fragt sich außerdem, ob irgendjemand der an der Mission beteiligt ist weiß, warum die beiden hierher geschickt wurden.
Altum steht auf, und bittet Talo und Kala ihm zu folgen. Sie gehen in einen weiteren Raum, eine Art Lagerraum, in dem auch die verschiedensten Lebensmittel gelagert sind. Altum bietet Ihnen an, dass sie sich frei bedienen können. Einen Raum weiter befindet sich ein Raum mit fließendem Wasser. Der nächste Raum ist sozusagen ein Gästezimmer, in dem die beiden wohnen können, solange sie hier sind. Altum will die beiden jetzt erst einmal allein lassen, da sie bestimmt Müde sind und schlafen wollen. Da fällt Kala ein, dass das Boot mit ihren Sachen darin noch draußen liegt. Wenn das Wasser zurückkommt und steigt, ist es verloren. Doch Altum kann sie beruhigen, denn das Boot ist bereits in Sicherheit. Kala sieht ihn ungläubig an. Wieder gehen alle zusammen in einen anderen Raum. Dort liegt das Boot mit dem ganzen Gepäck. Wieder schauen sich Talo und Kala fragend an. Altum verlässt den Raum wieder und geht ins Wohnzimmer zurück, während Talo und Kala sich in ihr Zimmer zurückziehen. Unterwegs nehmen sie sich noch etwas zum Essen mit und machen es sich danach bequem. Noch immer fragen sie sich, wie das Boot hereingekommen ist. Außer Altum lebt hier niemand und dieser war die ganze Zeit mit ihnen zusammen. Wie auch immer, es wird Zeit zum Schlafen. Der Tag war lang und morgen wollen sie ausgeruht sein, denn sie wissen nicht, was noch passieren wird. Nur um diesen Altum zu besuchen, sind sie bestimmt nicht hergekommen. Es muss einen wichtigeren Grund geben, den die beiden nicht kennen. Vielleicht kennt ihn Altum?
Am nächsten Morgen werden Talo und Kala von Altum geweckt. Er erklärt Ihnen, dass er noch einige Pflanzen und Früchte besorgen will. Er will das bereits wieder steigende Wasser nutzen, um mit dem Boot danach zu suchen. Außerdem muss er sich beeilen, bevor alles wieder unter Wasser steht. Er bietet den beiden an, ihn dabei zu begleiten. Dafür müssten sie jedoch gleich aufstehen und sich fertigmachen. Natürlich wollen die zwei dabei sein und machen sich bereit. Sie begeben sich danach ins Wohnzimmer, wo Altum bereits auf sie wartet. Sogleich gehen allesamt nach draußen, wo bereits ein Boot bereit liegt. Talo und Kala vermuten sofort, dass es das Boot von Altum ist. Da das Wasser bereits rasch zurückkehrt, setzen sich alle ins Boot und warten, bis es weit genug gestiegen ist, um loszufahren. Sogleich erkennen sowohl Talo, wie auch Kala, dass sich nichts im Boot befindet, mit dem man es steuern oder antreiben könnte. Sie wollen Altum jedoch nicht darauf ansprechen und abwarten, was passiert. Kurze Zeit später wird das Boot durch das anströmende Wasser mitgenommen. Zuerst durch ein Labyrinth von Hügeln, die sie Stück für Stück umfahren. Nachdem das Wasser weit genug gestiegen ist, befindet sich die ganze Gegend wieder unter Wasser. Da sitzen sie nun alle in ihrem Boot auf diesem riesigen See. Vorerst lassen sich die drei mit der Strömung treiben, bis einige Zeit später Land in Sicht ist. Etwas später bewegt sich das Boot direkt auf eine Flussmündung zu und folgt noch ein wenig dem Flussverlauf. Plötzlich dreht sich das Boot in Richtung Ufer. Wieder blicken sich Talo und Kala verwundert an. Es ist nicht zu erkennen, wer es in diese Richtung steuert.
Am Ufer angekommen steigt Altum aus dem Boot. Talo und Kala gehen ebenfalls an Land. Dort machen sie das Boot fest und laufen danach gemeinsam durch diese fremdartig anmutende Pflanzenwelt. Dabei dringen sie immer weiter ins Landesinnere vor. Altum scheint zielstrebig nach bestimmten Pflanzen zu suchen. Dort sammelt er verschiedene Früchte ein und verstaut sie in seiner Tasche. Währenddessen sammeln Talo und Kala solche Früchten ein, die sie gerne essen. Nachdem alle genug beisammen haben, machen sie sich gemeinsam wieder auf den Weg zum Boot zurück. Dort setzen sie sich ans Ufer und beobachten das vorbei fließende Wasser, das allmählich langsamer wird. Kala möchte von Altum gerne wissen, warum er speziell diese Früchte gesammelt hat. Dieser erklärt ihr, dass er für sie und Talo etwas Besonderes zubereiten will und dafür genau diese Zutaten braucht. Kala wartet noch einen Augenblick ab, ob Altum Näheres dazu verrät, aber wie es aussieht, will er im Moment nicht mehr dazu sagen. Kala möchte auch nicht weiter nachfragen und wartet mit den anderen auf die Rückfahrt.
Es ist soweit. Das Wasser hat seine Richtung wieder geändert und die drei steigen wieder ins Boot. Wieder lassen sie sich mit der Strömung treiben, diesmal jedoch in die andere Richtung. Sie verlassen den Fluss an der Mündung und treiben den riesigen See hinaus. Talo fragt Altum nach einiger Zeit, woher er denn weiß, an welcher Stelle sich sein Haus unter Wasser genau befindet. Dieser antwortet ihm, dass das Boot sie schon an die richtige Stelle bringen wird. So treiben die drei auf ihrem Boot, ohne jeglichen Anhaltspunkt, wo sie sich genau befinden. Um sie herum befindet sich nur Wasser. Plötzlich bleibt das Boot auf der Stelle stehen. Selbst mit der ständig schneller werdenden Strömung rührt es sich nicht vom Fleck. Man erkennt deutlich, das Wasser an beiden Seiten des Bootes vorbeifließen. Wieder blicken sich Talo und Kala ungläubig und fragen sich natürlich, wie das sein kann. Doch keiner der beiden möchte Altum darauf ansprechen. Vermutlich würden sie sowieso keine richtige Antwort darauf bekommen. Also warten sie einfach ab was passiert.
Der Wasserspiegel ist inzwischen so weit gesunken, dass ein Stück Land bereits direkt neben ihnen aus dem Wasser ragt. Es ist vermutlich die gleiche Stelle, die Talo und Kala am Tag zuvor angesteuert hatten. Das Wasser geht weiter zurück und das Boot nähert sich allmählich dem Boden. Dann endlich haben sie wieder festen Boden unter den Füßen. Das Boot liegt nun genau neben dem Haus, in dem Altum zuhause ist. Die drei nehmen das Boot und bringen es hinein. Da es inzwischen dunkel geworden ist, ziehen sich Talo und Kala in ihr Zimmer zurück. Altum räumt noch seine mitgebrachten Früchte weg und lässt den Tag ausklingen. Er will mit seiner Arbeit erst am nächsten Morgen beginnen.
Altum ist schon früh auf den Beinen und holt die Früchte hervor, die er am Tag zuvor mitgenommen hatte. Er breitet sie in seiner Küche aus und beginnt damit sie zu verarbeiten. Dafür hat er unter anderem einige Gefäße und Werkzeuge dafür bereitgestellt. Jede Frucht wird von ihm speziell bearbeitet. Es hat den Anschein, dass das Ganze nach einer bestimmten Reihenfolge, wie eine Art Ritual, durchgeführt wird. Da kommen auf einmal Talo und Kala herein und beobachten Altum bei seiner Arbeit. Dieser scheint nichts dagegen zu haben und konzentriert sich weiter auf seine Aufgabe. Talo und Kala wollen ihn jedoch nicht länger stören und gehen ins Wohnzimmer. Die beiden bemerken dort die aufgehenden Sonne, deren Licht durch die Fenster hereinscheint. Sie schauen nach draußen und erkennen das bereits wieder ansteigende Wasser. Es dauert auch nicht allzu lange, bis das Wasser die Fenster erreicht hat. Noch etwas später steht das ganze Gebäude unter Wasser. Es ist schon ein komisches Gefühl für die beiden, von Wasser umgeben zu sein. Sie können das Gebäude jetzt nicht mehr verlassen. Also beschäftigen Sie sich, bis Altum wieder Zeit für sie hat.
Nach einiger Zeit kommt Altum ins Wohnzimmer. Er wirkt etwas erschöpft, aber auch sichtlich erleichtert. Sogleich setzt er sich zu den beiden und ruht sich etwas aus. Kala fragt ihn vorsichtig, was er denn so Besonderes vorbereitet hat. Daraufhin antwortet er, dass er extra für sie ein besonderes Getränk hergestellt hat. Wenn sie bereit sind, können sie es probieren. Talo fragt Altum daraufhin, was denn so besonders an diesem Getränk sein soll. Altum antwortet den beiden kurz, dass sie dies selber mit der Zeit erkennen werden. Kala sieht zu Talo rüber, um seine Reaktion zu sehen. Dieser scheint auch nicht genau zu wissen, was er davon halten soll. Dann fragt er Altum, ob dieses besondere Getränk etwas mit ihrer Mission zu tun hat. Altum vermutet, dass sie deswegen hierher geschickt wurden. Auch wenn diejenigen, die diese Reise geplant hatten, selber nicht wussten, um was es genau geht und was wirklich auf Talo und Kala zukommen wird. Noch einmal schauen sich die beiden kurz an und entscheiden sich, das Getränk zu probieren. Altum schaut den beiden noch einmal kurz in die Augen und steht dann langsam auf. Er geht nach nebenan und kommt mit zwei großen Bechern zurück. Diese stellt er vor den beiden hin und nimmt wieder Platz. Dann beobachtet er, ob Talo und Kala davon trinken werden. Nach kurzem Blickkontakt der beiden, nehmen sie den Becher, der vor ihnen steht und probieren einen Schluck davon. So wie es aussieht, scheint es ihnen zu schmecken. Altum beobachtet sie immer noch ganz genau, ohne etwas zu sagen. Selbst als sie den Becher abstellen lässt er sie nicht aus den Augen. Die beiden vermuten sofort, dass er möchte, dass sie den Becher leer trinken. Also nehmen sie ihn und trinken ihn aus. Altum scheint zufrieden zu sein und bringt die Becher auch gleich wieder zurück. Als er zurückkommt und sich zu ihnen gesetzt hat, teilt er ihnen mit, dass sie es nun geschafft haben. Sie haben ihr Ziel erreicht. Kala fragt Altum daraufhin, was er damit meint. Dieser antwortet, dass sie das Getränk zu sich genommen haben und es nun wirken kann. Außerdem erzählt er davon, dass vor langer Zeit schon einmal Menschen von der Erde bei ihm waren. Sie wurden allerdings von einer anderen Spezies zu ihm gebracht. Auch diese beiden Menschen, ebenfalls ein Mann und eine Frau, bekamen von ihm damals ein spezielles Getränk zubereitet, das sie zu sich nahmen. Danach wurden sie wieder zur Erde zurückgebracht. Deshalb wusste Altum auch gleich, weshalb Talo und Kala vermutlich hier sind und was er zu tun hat. Die beiden sind sichtlich erstaunt darüber, was Altum da erzählt. Talo möchte gerne mehr darüber wissen und bittet Altum davon zu erzählen. Außerdem würde er gerne wissen, wie als Altum ist. Dieser erklärt, dass das Alter bei ihm keine Rolle spielt. Dann erzählt er ihnen diese Geschichte von damals, als ihre Vorfahren da waren. Zum Schluss will er ihnen noch etwas Wichtiges zeigen. Wieder geht er nach nebenan und kommt mit einem Teller zurück, auf dem eine einzelne Frucht liegt. Er stellt ihn vor den beiden hin und sagt ihnen, dass sie diese Frucht nun nicht mehr essen dürfen. Wenn sie dies tun würden, würde es die Wirkung des Getränkes wieder zurücknehmen und wirkungslos machen. Die zwei schauen sich die Frucht genau an und versuchen sie sich zu merken. Nach einer Weile bringt Altum den Teller mit der Frucht wieder weg. Als er wieder zurück ist, fragt er Talo und Kala, ob sie noch ein wenig da bleiben wollen oder gleich wieder zurückfliegen. Die beiden sind sich relativ schnell einig, da sie noch einen langen Rückweg haben und deshalb baldmöglichst aufbrechen wollen. Sie wollen am nächsten Morgen rechtzeitig aufstehen und mit dem zurückkehrenden Wasser den Rückweg antreten. Altum ist damit einverstanden.
Der Rückweg
Talo und Kala stehen rechtzeitig auf, um sich auf den Rückweg vorzubereiten. Sie packen alle ihre Sachen zusammen und bringen diese zu ihrem Boot. Dann bringen sie es nach draußen und verstauen ihr Gepäck. Als sie fertig zur Abreise sind, gehen die beiden noch kurz ins Wohnzimmer, in dem sich Altum aufhält. Sie bedanken sich bei ihm und verabschieden sich dann. Er folgt ihnen noch nach draußen, wo das Wasser langsam zurückkommt. Die beiden setzen sich ins Boot und beobachten das ansteigende Wasser. Altum begibt sich wieder nach drinnen, bevor alles überflutet ist. Aus dem Fenster schaut er den beiden noch eine Weile nach. Der Wasserspiegel steigt und die Strömung will das Boot mitreißen. Doch da das Wasser in die falsche Richtung fließt, versuchen die beiden das Boot so lange wie möglich irgendwo festzuhalten, bis alles Land unter Wasser steht. Danach müssen sie sie den Motor einschalten und gegen die Strömung kämpfen. Die Fließgeschwindigkeit wird allmählich langsamer und sie kommen immer besser vorwärts. Nach einiger Zeit steht das Wasser still und beginnt dann in die andere Richtung zu fließen. Nun können die beiden den Motor wieder abschalten und sich treiben lassen. Die Strömung nimmt kontinuierlich zu und bringt die zwei immer schneller voran. Von weitem ist bereits Land zu sehen, dass sich stetig nähert. Das Wasser treibt das Boot in eine Flussmündung. Dort fahren sie so weit wie möglich den Fluss entlang. Zwischendurch überprüft Talo mit dem Peilgerät, ob die Richtung auch stimmt. Mit dem empfangenen Signal wollen sie letztendlich zurück zum Raumschiff finden.
Als die Gegenströmung ansetzt und selbst mit dem Motor ein Weiterkommen kaum mehr möglich ist, beschließen Talo und Kala das Ufer anzusteuern und an Land zu gehen. Sie ziehen das Boot an Land und manches es dort fest. Sie wollen dadurch verhindern, dass das später zurückfließende Wasser, das Boot losreißen kann. Danach bauen sie ihr Zelt für die Nacht wieder auf. Da es bereits Nacht ist, können die beiden das Ganze nur mit Hilfe ihrer Handlampen bewerkstelligen. Nachdem sie fertig sind, legen sie sich sofort Schlafen. Sie müssen sich jetzt leider daran gewöhnen, dass sie hauptsächlich nachts unterwegs sein werden, was die Rückreise natürlich erschwert.
Als Talo und Kala aufwachen, ist es bereits Mittag. Das ist aber nicht schlimm, da das Wasser inzwischen seine Fließrichtung geändert hat und noch immer in die falsche Richtung fließt. So haben die beiden noch genug Zeit ihr Zelt wieder abzubauen und es zu verstauen. Danach begeben sie sich auf die Suche nach frischen Früchten für unterwegs. Sie streifen durch die wunderbare Natur, die ihnen heute besonders auffällt und sammeln dabei ihren Proviant zusammen. Allerdings müssen sie darauf achten, dass sie diese von Altum verbotene Frucht nicht aus Versehen mitnehmen. Nachdem sie zurück sind, setzen sich die zwei unweit des Bootes ans Ufer. Dabei betrachten sie das weiterhin vorbei fließende Wasser. Kala hat dabei das Gefühl, dass sie es noch nie vorher so beobachtet hat. Die detailreichen Strukturen und vielfältigen Farben sind ihr vorher nie so aufgefallen. Auch hört sie im Hintergrund Geräusche, die sie vorher nicht wahrgenommen hatte. Dann hebt sie ihren Kopf und schaut sich um. Es ist plötzlich alles viel deutlicher als vorher. Sie sieht und hört nicht nur viel besser als zuvor, sondern riecht auf einmal ganz intensiv die ganzen Pflanzen um sie herum. Ihre Hände fühlen jedes Detail von dem was sie berührt. Noch etwas verwundert darüber, nimmt sie sich eine von den gesammelten Früchten und beißt hinein. Der intensive Geschmack dieser Frucht war ihr vorher nie so bewusst. Alle ihre Sinne scheinen ausgeprägter zu sein als zuvor. Sofort berichtet sie Talo davon, der ihr daraufhin tief ins Gesicht blickt. Er gesteht ihr, dass er es auch schon bei sich bemerkt hat und vermutet, dass es irgendwas mit dem Getränk von Altum zu tun haben könnte. Vielleicht ist es die Wirkung die das Getränk hervorruft.
Einige Zeit später fließt das Wasser nur noch langsam und wird wohl bald zum Stillstand kommen, bevor es wieder die Richtung ändert. Talo und Kala beschließen das Boot ins Wasser zu lassen um weiter zu fahren. Vorerst müssen sie noch den Motor zu Hilfe nehmen, um gegen die nur noch geringe Strömung vorwärts zu kommen. Nachdem das Wasser wieder in die andere Richtung fließt, können Sie sich wieder treiben lassen. Durch die immer stärker werdende Strömung kommen sie immer schneller voran. Doch mit der Zeit wird es auch immer dunkler und die Nacht bricht herein. Es ist sehr schwierig für die beiden im Dunkeln unterwegs zu sein ohne die Umgebung zu sehen. Sie haben keinerlei Orientierung und könnten eine wichtige Flussmündung übersehen. Das einzige Hilfsmittel ist der Peilsender, mit der sie die Richtung kontrollieren können. So versuchen die beiden Stück für Stück sich ihrem Raumschiff zu nähern. Als mitten in der Nacht das Weiterfahren nicht mehr möglich ist, fahren sie wieder ans Ufer. Wieder ziehen sie das Boot an Land, bauen im Licht ihrer Lampen das Zelt auf und gehen schlafen.
So gegen Mittag stehen die beiden auf, um sich wie am Tag zuvor auf die Weiterfahrt vorzubereiten. Als Kala so ganz nebenbei Talo anspricht und ihm dabei ins Gesicht sieht, schaut sie ihn etwas verwundert an. Irgendwas ist anders. Talo hat nicht mehr die gleichen Gesichtszüge wie vorher. Der gesamte Gesichtsausdruck hat sich leicht verändert. Als Talo die verwundert dreinblickende Kala ansieht, erkennt er bei ihr die gleichen Veränderungen. Beide blicken sich regungslos an und fragen sich was mit ihnen geschieht. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie im Moment nur noch von diesen Früchten leben. Doch was es auch sein mag, sie müssen zurück zum Raumschiff. Also packen sie ihr Zelt wieder ein und gehen auf Nahrungssuche. Talo entdeckt dabei diese Frucht, die Altum ihnen verboten hat zu essen. Er ruft sofort Kala, um sie ihr zu zeigen. Diese Frucht sieht schon verführerisch aus und sie hat einen ganz bezaubernden Duft. Aber natürlich folgen sie dem Rat von Alton und lassen ihre Finger davon. Nachdem sie genug Proviant zusammen haben, machen sie es sich am Ufer noch etwas gemütlich, bevor es weitergeht.
Es ist wieder soweit. Die Gegenströmung ist nur noch gering und Talo und Kala lassen das Boot wieder ins Wasser. Wieder fahren sie zuerst mit Hilfe des Motors, dann lassen sie sich treiben. Und wieder fahren sie in die dunkle Nacht hinein. Sie sind sich nicht sicher, ob sie den gleichen Weg befahren, auf dem sie gekommen sind. Zumindest stimmt die Richtung und sie kommen ihrem Ziel langsam näher. Es dürfte nicht mehr weit sein und die zwei wollen so weit wie möglich vorankommen. Doch mit der zunehmenden Gegenströmung müssen sie wieder an Land. Und wieder ziehen sie mitten in der Nacht das Boot aus dem Wasser, bauen das Zelt auf und gehen schlafen.
Es ist wieder so um die Mittagszeit, als Talo und Kala aus ihrem Zelt klettern. Es fällt ihnen auf, dass sich beide wieder ein wenig verändert haben. Nicht viel, aber dennoch erkennbar. Nachdem sich beide wortlos kurz betrachtet haben, bauen sie ihr Zelt wieder ab und verstauen es im Boot. Danach machen sie sich auf den Weg, um ihren Proviant für unterwegs einzusammeln. Da es nicht mehr weit zum Raumschiff sein kann, wollen die beiden so früh wie möglich losfahren. Sie wollen nämlich so lange wie möglich das Tageslicht nutzen.
Als die Gegenströmung nicht mehr ganz so stark ist, setzen die beiden das Boot ins Wasser und fahren mit Hilfe des Motors weiter. Währenddessen blickt Talo immer wieder auf das Peilgerät, um sicher zu gehen, dass sie ihr Ziel nicht verfehlen. Sie kommen gut voran und müssten ihr Ziel bald erreicht haben. Plötzlich fällt Talo auf, dass das Signal sich langsam wieder von ihnen entfernt. Vermutlich fahren sie nicht auf dem selben Fluss zurück, sondern einem parallel verlaufenden. Umzudrehen bei der Strömung wäre Sinnlos. Auch weiß keiner der beiden, wann die nächste Flussmündung kommt. Talo beschließt sofort das Ufer anzufahren. Dort steigen beide aus und ziehen das Boot an Land. Er schlägt Kala vor zu Fuß den Rest zum Raumschiff zu laufen, solange es noch hell ist. Das Boot und den Rest des Gepäcks könnte man dann später holen. Kala ist damit einverstanden und macht sich mit Talo auf den Weg. Mit stetigem Blick auf das Peilgerät durchkämmen die beiden die Pflanzenwelt. Sie folgen der Peilung auf direktem Weg, um ihr Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Als allmählich die Dämmerung hereinbricht erreichen die beiden eine Lichtung und stehen plötzlich vor ihrem Raumschiff. Sie haben es wiedergefunden und noch vor Einbruch der Dunkelheit. Von außen sieht es noch unversehrt aus. Die beiden hoffen, dass noch alles in Ordnung ist. Sogleich gehen sie hinein und schauen sich kurz um. Auch hier ist nichts ungewöhnliches zu erkennen. Talo begibt sich ins Cockpit und prüft den Bordcomputer, der ihm bestätigt, dass alles in Ordnung ist. Erleichtert informiert er Kala und wirft noch einen kurzen Blick nach draußen. Dann beschließen sie erst einmal schlafen zu gehen, um am nächsten Morgen frühzeitig wieder ausgeruht zu sein.
Am nächsten Morgen stehen Talo und Kala gleich bei Sonnenaufgang auf, setzen sich ins Cockpit und machen das Raumschiff startklar. Nachdem das System geprüft ist, startet Talo die Maschine und lässt das Raumschiff aufsteigen. Zuerst versuchen sie die Stelle zu finden, wo sie ihr Boot und den Rest ihres Gepäcks zurückgelassen haben. Sie folgen den Weg zurück den sie am Tag zuvor gelaufen sind, bis sie den Fluss erreichen, auf dem sie zuletzt gefahren sind. Nachdem sie die Stelle gefunden haben, sucht Talo in der Nähe einen Platz zum landen. Nach der Landung laufen Talo und Kala zu der Stelle, um das Boot und ihr Gepäck zum Raumschiff zurück zu bringen. Nachdem sie alles eingeladen haben, beschließen sie noch schnell ein paar Früchte für die erste Zeit unterwegs, mitzunehmen. Nachdem die beiden wieder zurück im Raumschiff sind, begeben sie sich gleich wieder ins Cockpit und Talo macht das Raumschiff sofort wieder startklar. Wieder hebt das Raumschiff ab und steigt diesmal jedoch durch die Atmosphäre bis hinaus in den Weltraum. Dort gibt er dem Steuerungscomputer den Befehl für den Rückflug zur Erde ein. Kurz darauf fliegt das Raumschiff in die vorgegebene Richtung. Es wird dabei immer schneller und beschleunigt so lange, bis die maximale Geschwindigkeit erreicht ist. Jetzt haben die beiden viel Zeit, denn auch die Rückreise wird einige Zeit dauern.
Talo und Kala setzen sich im Gemeinschaftsraum zusammen und holen erstmal in aller Ruhe ihr Frühstück nach. Danach verstauen sie das Boot und ihr Gepäck, dass sie unterwegs dabei gehabt haben. Da sie von nun an mehr Zeit haben und alles etwas ruhiger vor sich geht, können sich die beiden in aller Ruhe über das Erlebte noch einmal so ihre Gedanken machen. Die beiden schauen sich an und bemerken, dass sie allmählich leichte Ähnlichkeiten mit Altum aufweisen. Die äußerlichen Veränderungen, vor allem die der Sinnesorgane, sind inzwischen unübersehbar. Ihre Sinne sind dadurch noch weiter ausgeprägt. Sie nehmen ihre Umgebung viel intensiver wahr als zuvor. Selbst wenn sie nur hinaus in den Weltraum schauen und die weit entfernten Sterne betrachten, ist es schon ein Spektakel für die Augen. Die beiden sehen einen sich in stetiger Bewegung befindlichen Raum, was sie vorher nicht für möglich gehalten hätten. Sie nehmen auch mit ihren anderen Sinnesorgane Dinge wahr, die sie vorher nicht wahrgenommen haben. Ihr verbessertes Wahrnehmungsvermögen und somit ihr ganzes Weltbild hat sich dadurch verändert. Sie nehmen mit ihren Sinne Dinge wahr, die sie zuvor nicht kannten. Das gesamte Bewusstsein beginnt sich zu verändern. Unschwer bemerken die beiden, dass ihr Aussehen immer mehr Züge von Altum bekommt. Talo und Kala fragen sich, wie weit diese Veränderung noch gehen mag oder irgendwann zum Stehen kommen wird. Es wird auf jeden Fall nie mehr so sein wie zuvor.
Talo und Kala sitzen wie so oft im Gemeinschaftsraum und versuchen sich zu beschäftigen. Egal was sie tun, es ist einfach alles anders als zuvor. Sie haben sich an die neue Situation noch nicht so richtig gewöhnt. Die Veränderungen an ihnen sind inzwischen zum Stillstand gekommen und sie versuchen nun damit klar zu kommen. Sie haben vermutlich durch die Ähnlichkeit mit Altum die gleichen oder annähern gleichen sinnlichen Fähigkeiten wie er. Sie erinnern sich noch an die nicht erklärbar Situationen wie zum Beispiel die mit dem Boot. Altum hat ganz sicher noch mehr Fähigkeiten, die Talo und Kala bei sich noch nicht entdeckt haben. Vielleicht werden sie diese noch bekommen, vielleicht auch nicht. Vielleicht bekommen diese zusätzlichen Fähigkeiten erst diejenigen, die das nächste Mal zu Altum reisen. Dann würde praktisch der nächste Evolutionsschritt vorbereitet. Aber dafür müsse erst noch einige Zeit vergehen. Auch denken sie darüber nach was passiert, wenn sie zurück sind. Wie werden die Leute von der Weltraumbehörde reagieren, wenn sie sie sehen. Werden sie sie weiterhin als Talo und Kala akzeptieren, die sie ja immer noch sind. Oder werden sie als Fremde behandelt, weil sie jetzt einfach etwas anders sind. Sie können nur abwarten was passieren wird. Noch haben sie ein ganzes Stück vor sich, bis sie zurück auf der Erde sind.
Es ist inzwischen einige Zeit vergangen und Talo und Kala nähern sich allmählich ihrem Heimatsystem und somit der Erde. Als sie nahe genug sind, setzt sich Talo ins Cockpit und versucht sich über Funk mit der Bodenstation auf der Erde in Verbindung zu setzen. Nach einer Weile meldet sich ein Mitarbeiter der Weltraumbehörde. Talo informiert ihn darüber, dass er und Kala von ihrer Mission zurückkehren. Außerdem bittet er den Mitarbeiter Naran darüber zu informieren. Dieser solle sich mit ihnen in Verbindung setzen. Der Mitarbeiter verspricht es weiterzumelden und beendet daraufhin das Gespräch.
Einige Zeit später meldet sich Naran per Funk. Er fragt kurz nach, ob alles in Ordnung ist oder es irgendwelche Probleme gibt. Sofort fragt Talo zurück, ob Naran alleine ist, um ungestört reden zu können. Als dieser antwortet, dass noch mehr Leute anwesend sind, bittet Talo ihn, alleine sprechen zu können. Naran beendet daraufhin das Gespräch. Kurze Zeit später meldet er sich wieder von seinem Büro aus. Er bestätigt, dass sie jetzt ungestört sind. Talo bittet ihn nun die Bildübertragung einzuschalten. Als die Verbindung steht und Talo und Naran sich gegenseitig im Monitor sehen, erkennt Talo sofort den erschrocken und ungläubigen Gesichtsausdruck von Naran. Damit hat Naran garantiert nicht gerechnet und versteht jetzt, warum Talo ihn alleine sprechen wollte. Natürlich will Naran sofort wissen was genau passiert ist. Talo erzählt ihm in kurzen Worten von dem Treffen mit Altum und dem sonderbaren Getränk, dass er und Kala zu sich genommen haben und welches vermutlich für diese Veränderung verantwortlich ist. In dem Moment erscheint Kala auf dem Monitor von Naran, der abermals ungläubig dreinschaut, als er sie sieht. Naran ist im überlegen, wie er das seinen Mitarbeitern beibringen soll. Was werden diese denken, wenn sie Naran und Kala sehen? Sind diese überhaupt auf so etwas vorbereitet oder werden einige von ihnen in Panik geraten? Naran will das gerade erfahrene erst einmal verarbeiten und überlegen, wie es nun weitergehen soll.
Talo und Kala haben bereits das Heimatsystem erreicht und fliegen mit gedrosselter Geschwindigkeit auf die Erde zu. Sie sind gespannt, wie die Anwesenden auf sie reagieren werden. In ständiger Funkverbindung mit der Bodenstation, steuern sie den Raumhafen auf der Erde an. Nachdem sie ihn erreicht haben, setzt Talo auch gleich zur Landung an. Als ihr Raumschiff wieder auf festem Boden steht, wissen die beiden, dass sie wieder Zuhause sind. Talo und Kala bleiben noch ein wenig im Cockpit sitzen und blicken nach draußen. Sie erkennen einige Leute die sich vor dem Raumschiff versammelt haben. Wieder einmal schauen sich die beiden an und denken kurz darüber nach, was sie dort draußen wohl erwarten wird. Was für eine Reaktion wird auf sie zukommen? Sie könnten immer noch starten und irgendwo landen, wo sie keiner kennt. Doch man wird sie durch ihr Aussehen überall finden. Sie hatten eine Mission und die haben sie erfüllt.
Die Rückkehr
Beide gehen zusammen zum Eingangstor und öffnen es. Wie von ihnen erwartet, sehen sie viele erstaunte Gesichter, die sie anstarren. Aber die Reaktion ist nicht so extrem, wie sie gedacht hätten. Naran hat die Leute wahrscheinlich darauf vorbereitet. Nachdem jeder der Anwesenden die beiden kurz betrachtet hat, verlassen Talo und Kala das Raumschiff. Sie werden dabei auf Schritt und Tritt beobachtet. Naran kommt Ihnen dabei entgegen, begrüßt die Rückkehrer und gratuliert Ihnen zur erfolgreich abgeschlossenen Mission. Dann stellt er die anwesenden Personen nacheinander vor. Natürlich hat jeder von denen viele Fragen an die beiden, doch jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Naran erklärt Talo und Kala, dass sie in der jetzigen Situation besser nicht nach Hause gehen sollten. Man hat für sie auf einem abgeschiedenen Stück Land ein Haus besorgt, in dem sie zumindest vorerst wohnen können. Außerdem werden sie rund um die Uhr bewacht. Schließlich kann man nicht wissen, wie manche Leute reagieren, wenn die Öffentlichkeit von ihnen erfährt. Deshalb wäre es das Beste gleich hinzufahren, um dort alles Weitere zu besprechen. Talo und Kala wissen, dass sie im Moment keine andere Möglichkeit haben und folgen Naran.
Talo, Kala und Naran begeben sich, ohne gesehen zu werden, zu einem für sie bereitgestellten Fahrzeug. Der Fahrer wartet bereits auf sie. Als alle eingestiegen sind, geht es auch gleich los. Durch die getönten Scheiben sind die Insassen von außen nicht zu erkennen. Zügig fahren sie, begleitet durch zwei weitere Fahrzeuge, die Stadt hinaus. Nach einer längeren Fahrt kommen sie an ihrem Bestimmungsort an. Es ist ein großes Landhaus mit einem riesigen Grundstück. Es liegt weit abgelegen von dem nächsten Ort, sodass man hier ziemlich ungestört sein dürfte. Der Wagen hält direkt vor dem Gebäude und alle steigen aus. Während der Fahrer am Fahrzeug wartet, gehen die anderen ins Gebäude und Naran stellt Talo und Kala ihr vorübergehendes Zuhause vor. Er erklärt ihnen, dass sie hier erst einmal bleiben sollen. Später werden sie durch die Medien der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Um sie vorerst vor fremden Menschen zu schützen, sollen sie das Gelände nicht verlassen. Das Grundstück wird außerdem bewacht und Besorgungen werden von Mitarbeitern übernommen. Wie es dann weiter geht, wird sich zeigen.
Nachdem Naran ihnen alles Wichtige gezeigt hat, lässt er sie erst einmal allein, damit sie sich eingewöhnen können. Sicherlich haben sich die zwei Rückkehr er ihre Rückkehr anders vorgestellt. Doch in Anbetracht der Umstände können sie die Situation verstehen. Ob sie in Zukunft wieder ein einigermaßen normales Leben führen können?
Am nächsten Morgen kommen einige Fahrzeuge und halten vor dem Haus. Es sind die gleichen Personen, die auch schon bei der Rückkehr im Raumhafen anwesend waren. Auch Naran ist mit dabei. Dieser sagt Ihnen, dass es sich bei den Personen um renommierte Wissenschaftler und einige wichtige Politiker handelt. Sie wollen sich mit Talo und Kala zusammensetzen und über ihre Erlebnisse auf der Reise informieren. Gerne teilen die beiden ihr Wissen mit den Anwesenden. Nur ein Detail halten sie dabei zurück. Sie wollen nicht darüber informieren, dass Altum noch mehr Fähigkeiten hat. Womöglich würde gleich eine neue Expedition gestartet und versucht werden über Altum diese zu bekommen. Doch die beiden finden, dass die Menschen noch nicht bereit dafür sind, sonst hätte Altum diese zusätzlichen Fähigkeiten gleich mitgegeben. Alles weitere können die Leute erfahren. Nachdem alles gesagt wurde und alle Fragen beantwortet wurden, bedanken sich die Anwesenden und verabschieden sich von Talo und Kala. Nachdem die Leute wieder gegangen sind, setzen sich die beiden noch eine Weile vor das Haus und schauen der allmählich untergehenden Sonne zu.
Am darauffolgenden Tag kommt Naran wieder bei den beiden vorbei, um ihnen zu sagen, dass die Zeit gekommen ist, mit der Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Allerdings sollen nicht die ganzen Erlebnisse weitergegeben werden. Die Öffentlichkeit sollen nur erfahren, dass sie auf einem fremden Planeten waren und sich dort durch etwas Unbekanntem so verändert haben. Einzelheiten soll es keine geben. Es soll auch nicht genannt werden, wo sich dieser Planet befindet. Talo und Kala sind zwar froh darüber, dass sie aus ihrer Isolation herauskommen, jedoch sind sie auf die Reaktion der Öffentlichkeit gespannt. Wird man sie akzeptieren oder müssen sie sich für den Rest des Lebens verstecken? Naran teilt ihnen mit, dass sie morgen gemeinsam an einen geheimen Ort fahren, um sich mit Journalisten zu treffen, die über sie berichten werden. Dann wird man sehen, wie die Bevölkerung reagiert.
Naran kommt am nächsten Vormittag bei Talo und Kala vorbei, um sie abzuholen. Sie fahren zu dem Treffpunkt, wo sie sich mit den Journalisten treffen wollen. Dort angekommen betreten sie ein Gebäude und begeben sich in einen größeren Raum, in dem die eingeladenen Journalisten bereits warten. Wie erwartet werden die zwei Rückkehrer erstaunt angeschaut. Naran hatte die Journalisten zuvor auch ein wenig auf die äußerlichen Veränderungen der beiden aufmerksam gemacht. Sofort werden natürlich Aufnahmen von den beiden gemacht. Nachdem sich das Ganze etwas beruhigt hat und alle Platz genommen haben, werden auch schon die ersten Fragen gestellt. Wie zuvor mit Naran besprochen, werden nur bestimmte Informationen weitergegeben. Einige Zeit später wird das ganze von Naran beendet und die Journalisten gehen wieder ihren Weg. Naran bringt Talo und Kala noch nach Hause, bevor auch er wieder zurückfährt. Die beiden setzen sich danach in ihr Wohnzimmer, von wo sie die verschiedenen Medien verfolgen. Sie sind gespannt, was und wie über sie berichtet wird. Es dauert einige Zeit, bis die ersten Meldungen über sie erscheinen. Es sind allerdings nur kleine Vorberichte, ohne viel Informationen. Die zwei vermuten, dass erst am nächsten Tag die eigentliche Berichterstattung über sie stattfindet.
Nachdem Talo und Kala am nächsten Morgen aufgestanden sind, verfolgen sie gleich wieder die verschiedenen Medien, ob etwas über sie berichtet wird. Tatsächlich gibt es bereits Berichte über sie und ihre Reise. Da kommt auch schon Naran angefahren, um ihnen mitzuteilen, dass sie heute Mittag schon in die Stadt fahren werden, um sich den Leuten zu zeigen. Streng bewacht werden sie persönlich der Öffentlichkeit vorgestellt. In der Zwischenzeit verfolgen alle drei zusammen die verschiedenen Medienberichte. Dann geht es los in die Stadt. Sie fahren zum großen Festplatz, wo sie auch schon erwartet werden. Viele interessierte Menschen haben sich dort eingefunden, um Talo und Kala zu sehen. Dort werden sie von der Menge erst einmal beobachtet. Sie wurden zwar in den Medien bereits gezeigt, dennoch ist es etwas anderes, wenn die Leute die beiden wirklich vor sich sehen. Die beiden erkennen zwar keine direkte Abneigung, dennoch fühlen sie ein gewisses Misstrauen gegen sie. Das müssen sie versuchen den Leuten zu nehmen. Talo fängt an und begrüßt die Leute. Dann ruft er ihnen zu, dass sie zurück sind und eine große Leistung vollbracht haben. Außerdem ruft er den Anwesenden zu, dass er und Kala immer noch Menschen sind. Auch wenn sie sich etwas verändert haben, sind sie dennoch die gleichen Personen, die einst eine große Reise angetreten haben. Das scheint bei der Bevölkerung gut anzukommen und die Stimmung wird deutlich entspannter. Dann begeben sich Talo und Kala unter die Menge. Sie werden dabei von Sicherheitskräften nicht aus den Augen gelassen. Sie wissen, dass die Leute sich an sie gewöhnen müssen. Die Bevölkerung darf die beiden nicht als Bedrohung wahrnehmen.
Einige Zeit später fährt Naran Talo und Kala wieder nach Hause. Dort angekommen setzen sich alle drei noch einige Zeit zusammen und informieren sich wieder in den verschiedenen Medien über ihren Auftritt. Auch wenn vereinzelt noch skeptische Kommentare im Hintergrund zu hören sind, kommen die beiden bei der Bevölkerung scheinbar gut an. Wenn das so wäre und bleiben sollte, hätten sie es geschafft. Sie haben heute dafür einen wichtigen Schritt gemacht, indem sie sich der Öffentlichkeit gezeigt haben.
Es ist inzwischen eine ganze Zeit vergangen. Talo und Kala haben sich in die Öffentlichkeit integriert und werden von der Bevölkerung akzeptiert. Es war allerdings eine schwere Zeit, da es vereinzelt auch Abneigung gab. Aber das ist vorbei und sie sind Teil der Gesellschaft. Unterdessen haben die beiden geheiratet und viele Kinder bekommen. Durch ihre Veränderung werden sie zudem viel älter als ein gewöhnlicher Mensch. Dadurch haben ihre Kinder, die jeweils mit ganz normalen Menschen verheiratet sind, auch bereits Kinder, sodass es bereits einige Generationen gibt. Doch eines Tages spüren Talo und Kala, dass auch ihre Zeit bald vorbei sein wird. Deswegen haben sie sich entschlossen, alle ihre Verwandten und Freunde noch einmal auf ihr Anwesen einzuladen. Sie sind inzwischen umgezogen und bewohnen ein großes, gemütliches Haus mit großem Grundstück. Es wird also genug Platz für alle vorhanden sein.
Als der Tag gekommen ist, treffen sich alle Verwandten und Freunde von Talo und Kala, um sich zu sehen und miteinander zu reden. Am Abend treffen sich die beiden Gastgeber, abseits der großen Menge, im engen Kreis mit den eigenen Kindern. Es sind für sie die wichtigsten Personen und wollen deshalb noch einmal mit ihnen reden. Talo und Kala denken, es ist an der Zeit die ganze Geschichte von damals zu erzählen, bevor es zu spät ist. Sie sind letztendlich die Einzigen von damals, die noch leben. So offenbaren sie ihren Kindern hinter verschlossenen Türen die ganze Wahrheit. Auch von Altum erzählen sie. Die Erlebnisse mit ihm und seinen besonderen Fähigkeiten, über die er nie sprechen wollte. Auch über die Früchte, die dort wachsen und Altum ihnen daraus ein besonderes Getränk hergestellt hatte. Aber natürlich vergessen sie nicht, die Frucht zu erwähnen, die die ganze Wirkung wieder aufhebt und somit wirkungslos macht. Nachdem sie alles erzählt haben, müssen die Anwesenden noch versprechen, dass sie dieses Wissen nicht an die Öffentlichkeit bringen. Für Talo und Kala ist es wichtig, dass das Wissen nicht vergessen wird. Irgendwann wird man Altum für den nächsten Schritt wieder besuchen, doch dafür ist es noch zu früh. Die Menschen sind für einen weiteren Schritt noch nicht bereit.
Wendungen
Wieder ist einige Zeit vergangen. Talo und Kala leben nicht mehr. Der Abschied von den beiden, die fast zeitgleich gingen, war eine große Sache, auch in den Medien. Es wurde noch einmal daran gedacht, als die zwei von ihrer Mission zurückkamen und eine neue Menschenrasse repräsentierten.
Baron, der älteste Nachkomme von Talo und Kala, geht die Geschichte von seinen Eltern nicht aus dem Kopf. Wenn Altum den Menschen noch mehr besondere Fähigkeiten geben könnte, warum sollte man diese dann nicht versuchen, zu bekommen, um diese zu nutzen? Baron meldet sich bei Tilo, einem Freund von ihm und ein Nachfahre von Naran, der die Mission damals leitete. Barin fragt Tilo, ob sie sich demnächst einmal treffen könnten, da er eine Idee hat, die er gerne besprechen möchte. Tilo sagt zu und beide vereinbaren ein Treffen.
Am vereinbarten Ort treffen sich Barin und Tilo, etwas abseits der anderen Gäste, zum Mittagessen. Barin kommt auch gleich zur Sache und erklärt Tilo, dass damals auf der Mission von seinen Eltern mehr passiert ist, als die Öffentlichkeit weiß. Er möchte allerdings vorerst nichts Näheres darüber erwähnen. Nur soviel, dass es sich bestimmt lohnen würde, noch einmal zu diesem Planeten zu fliegen. Tilo wirkt neugierig und schaut Barin eine Weile an. Dann gesteht er ihm, dass er weiß, wo sich dieser Planet befindet. Weiter erklärt er, dass zwar offiziell niemand mehr den genauen Standort des Planeten kennt, er jedoch Aufzeichnungen von der alten Expedition vermacht bekommen hat. Dort ist auch beschrieben, wo sich der Planet befindet. Somit hat jeder Informationen, die für eine erneute Expedition von Bedeutung sind. Für diesen Plan müssen die beiden jedoch erst einmal ihre Beziehungen nutzen und bei wichtigen Leuten in der Weltraumbehörde Überzeugungsarbeit leisten.
Wie geplant besuchen Barin und Tilo wichtige Leute in der Weltraumbehörde, um sie für ihr Vorhaben zu gewinnen. Nachdem auch diese Leute neugierig geworden sind, wird ein Treffen vereinbart, um Näheres über den Grund einer erneuten Mission zu erfahren. Als der Tag gekommen ist und alle wichtigen Leute beisammen sind, übernimmt Barin auch gleich das Wort. Er bittet allerdings die Anwesenden, über das, was hier gesprochen wird, mit niemandem zu reden. Dann beginnt er die Geschichte von der damaligen Mission seiner Eltern zu erzählen. Er erzählt die wahre Geschichte von damals, wie er sie erzählt bekam. Als er zu Ende gesprochen hat, schaut er in die erstaunten Gesichter der Anwesenden. Alle schauen sich ungläubig an, denn keiner hat mit so einer Geschichte gerechnet. Allmählich fangen die Anwesenden an, über die Sache zu reden und zu diskutieren. Einige Zeit später wird das Treffen beendet und man einigt sich darauf, das Ganze zu überdenken, bevor man eine Entscheidung trifft.
Einige Tage später bekommt Barin eine Nachricht über ein erneutes Treffen. Die Weltraumbehörde scheint über eine erneute Mission nicht abgeneigt zu sein. Sofort informiert er Tilo über die erfreuliche Nachricht, der allerdings ebenfalls schon darüber informiert wurde. So treffen sich etwas später die gleichen Leute wie zuvor, um über die Einzelheiten zu sprechen. Zuerst jedoch wird den Anwesenden Tiris vorgestellt, der neue Leiter für diese Mission. Dieser beschreibt auch gleich das Konzept für diese zweite Expedition. Für die neue Mission würde man gerne zwei Raumschiffe auf den Weg bringen. Das erste Raumschiff soll aus einem kleinen Team bestehen, dass den Planeten mit seiner Pflanzenwelt genauer untersucht. Das zweite Raumschiff soll mit der gleichen Besatzung wie damals aus einem Paar bestehen, wie damals Talo und Kala. Jedoch soll das Paar aus der neuen Generation bestehen. Man möchte Altum damit zeigen, dass die Menschen für den nächsten Schritt bereit sind. Man muss allerdings noch die geeigneten Kandidaten für den Flug finden. Es kommen dafür nur Nachkommen von Talo und Kala infrage. Während noch eifrig über die neue Mission verhandelt wird, denkt Barin über die Besatzung nach. Nach einiger Überlegung fallen ihm zwei Personen ein, die sich dafür eignen könnten. Sogleich schlägt er ihnen Paras und Arina vor. Es sind beides noch junge Verwandte von ihm. Beide stehen sich sehr nahe und sind sogar in der Weltraumbehörde beschäftigt. Die Anwesenden nehmen das zur Kenntnis und wollen die beiden Erwähnten bei der Auswahl in Erwägung ziehen. Für das andere Raumschiff soll ein spezielles Auswahlverfahren die richtige Besatzung finden. Nachdem dann noch einige andere Dinge besprochen und geklärt wurden, wird auch dieses Treffen beendet.
Wieder einige Tage später bekommt Barin die Nachricht, dass sein Vorschlag angenommen und nach kurzer Prüfung Paras und Arina für die Mission ausgewählt wurden. Außerdem steht die Mannschaft für das zweite Raumschiff ebenfalls fest. Sie besteht aus vier Wissenschaftlern. Alle werden nun auf die Mission vorbereitet. Barin wird gebeten, sich demnächst mit der Raumfahrtbehörde in Verbindung zu setzen. Er soll einen Termin ausmachen, um sich mit den Teilnehmern der Mission zu treffen. Dabei soll er ihnen alles erzählen was er selber über die frühere Mission seiner Eltern weiß. Vor allem müssen Paras und Arina nicht nur den Planeten, sondern auch Altum finden. Je mehr Informationen die beiden dazu haben, desto besser. Natürlich ist Barin bereit, zu helfen, und trifft sich ein paar Tage später mit den Teilnehmern. Er gibt Ihnen alle Informationen, die er besitzt. Die Anwesenden hören neugierig zu und notieren sich alles sorgfältig. Sie hoffen, dass die Informationen Ihnen helfen werden, die zweite Mission zu erfüllen.
Es ist inzwischen einige Zeit verstrichen. Der Start der zweiten Mission steht unmittelbar bevor. Alle Teilnehmer sind bereits in ihrem Raumschiff und warten auf die Startfreigabe. Dann ist es endlich soweit. Die Raumschiffe heben ab und nehmen Kurs auf den Planeten, dem man den Namen Silva gegeben hat. Sie werden jetzt eine Weile unterwegs sein, obwohl die jetzigen Raumschiffe noch effektiver sind, als das von der ersten Mission. Barin und Tilo sind natürlich bei dem Ereignis dabei und schauen den davon eilenden Raumschiffen etwas wehmütig hinterher. Sie hoffen, dass alles gut geht und die Mission erfolgreich sein wird. Allerdings wissen die beiden auch, dass sie bei der Rückkehr wahrscheinlich nicht mehr da sein werden.
Die zweite Expedition
Die beiden Raumschiffe sind bereits einige Zeit unterwegs. Wie geplant nähern sich die Besatzungen dem fremden Sonnensystem. Als sie es erreichen, sind alle froh, dass sie endlich angekommen sind. Sofort halten sie Ausschau nach Silva, ihrem Zielplanet. Anhand der Informationen, die sie vorab bekommen haben, haben sie ihn auch bald gefunden. Langsam kommen sie ihm näher. Zuerst wollen sie ihn eine Zeit lang umrunden, um sich einen Überblick zu verschaffen. Danach trennen sich die beiden Raumschiffe. Während die Wissenschaftler einen Landeplatz suchen, um weiterhin den Planeten zu erforschen, machen sich Paras und Arina auf die Suche nach Altum. Anhand der Informationen, die sie von Barin bekommen haben, versuchen sie die Stelle zu finden, wo Altum gewohnt hat. Sie benutzen dafür die Flussverläufe, den Stand der Sonne und des Nachbarplaneten. Daraus müsste sich dieser riesige See ergeben, der die Wohnung von Altum verdeckt. Von oben beobachten Paras und Arina die Oberfläche des Planeten und versuchen entsprechende Hinweise zu finden. Nach intensiven Beobachtungen haben sie eine Stelle gefunden, die infrage kommen könnte. Noch einmal vergleichen sie die Daten, bevor sie in unmittelbarer Nähe zur Landung ansetzen. Nachdem sie eine geeignete Stelle gefunden und das Raumschiff sicher gelandet haben, kontrollieren sie noch kurz die Außensensoren. Danach öffnen sie das Tor nach draußen und sehen eine ganz neue Welt vor sich. Sie verlassen das Raumschiff und genießen die frische Natur um sie herum. Sie sind angekommen.
Nicht weit vom Landeplatz befindet sich ein Fluss, der in einen riesigen See hineinläuft. Paras und Arina hoffen, dass es die richtige Stelle ist. Sie holen ihr Boot aus dem Raumschiff und bringen es ans Ufer. Auch sie lassen es mit der Strömung in den See hinaustreiben. Nachdem die Strömung zum Stillstand kommt und danach das Wasser die andere Richtung fließt, starten Sie den Motor. Damit kämpfen Sie gegen die stetig stärker werdende Gegenströmung an. Nach einer Weile sehen die beiden in der Ferne, ein Stück Land aus dem Wasser herausragen. Da das die von Baron beschriebene Stelle sein könnte, steuern sie sofort darauf zu. Als sie die Stelle erreichen, machen sie dort sofort das Boot fest. Die beiden gehen an Land und beobachten den allmählich sinkenden Wasserspiegel. Das abfließende Wasser gibt immer mehr Land frei, bis der Grund frei liegt. Paras und Arina schauen sich um, ob sie die Wohnung von Altum entdecken können. Nach ihren Informationen müsste Licht aus dem Gebäude scheinen. Doch trotz aufkommender Dunkelheit ist nichts dergleichen zu erkennen. Also versuchen sie, mit eingeschalteten Handlampen das Gebäude auch so zu finden. Es müsste sich ja schließlich ganz in der Nähe befinden.
Kurze Zeit später erkennen Paras und Arina ein Gebäude, das so aussieht, wie Barin es beschrieben hatte. Sie laufen darauf zu, um es sich genauer anzusehen. Es ist ein kuppelförmiges Gebäude mit runden Fenstern. Das müsste die Wohnung von Altum sein. Durch die Fenster kann man nichts erkennen, da es innen dunkel ist. Dann gehen sie um das Gebäude herum, um den Eingang zu finden. Nachdem sie ihn entdeckt haben, gehen sie vorsichtig hinein. Als sie im Wohnzimmer angekommen sind, erkennen sie eine Person auf dem Boden liegen. Sofort kümmern sich die beiden um die Person, doch diese scheint schon eine Weile tot zu sein. Die beiden erkennen sofort Ähnlichkeiten zu ihnen. Das könnte Altum gewesen sein. Wenn er es ist, ist die Mission gescheitert. Es gibt für die Menschen keinen weiteren Evolutionsschritt von Altum.
Die Enttäuschung ist Paras und Arina ins Gesicht geschrieben. Sie nehmen den toten Altum und legen ihn in ein Nebenzimmer. Sie beschließen, über Nacht hierzubleiben und Altum am nächsten Morgen zu beerdigen. Danach bringen sie zuerst ihr Boot ins Gebäude und nehmen ihr Gepäck mit ins Wohnzimmer. Sie packen ihren Proviant aus und nehmen eine Kleinigkeit zu sich. Danach schauen sie sich noch kurz um und entdecken das Zimmer, in dem damals schon Talo und Kala übernachteten. Auch Paras und Arina werden ihre Nacht hier verbringen.
Am nächsten Morgen, als die beiden aufstehen, scheint ein trübes Licht durch die Fenster. Das Gebäude ist noch unter Wasser und die zwei können nicht nach draußen. So nehmen sie sich die Zeit und schauen sich in der Wohnung um. Diese ist relativ spärlich eingerichtet. Es scheint hier nur das Notwendigste zu geben. Scheinbar hat Altum nicht mehr zum Leben gebraucht. Wenn er wirklich noch besondere Fähigkeiten hatte, konnte er damit möglicherweise Dinge tun, für die er keine Hilfsmittel brauchte. Es wären vielleicht die Fähigkeiten gewesen, die sie von ihm hätten bekommen sollen. Doch dafür ist es jetzt zu spät.
Paras und Arina sitzen im Wohnzimmer und beobachten durch die Fenster das langsam abfließende Wasser. An der Wand hängt ein Bild, dass sich Arina etwas genauer anschaut. Auf den ersten Blick kann sie nicht erkennen, was es bedeuten soll. Es sind nur verschieden große Punkte darauf verteilt. Einer davon scheint hervorgehoben zu sein, als ob er eine besondere Bedeutung hat. Sie fotografiert das Bild mehrmals. Zusätzlich fertigt sie noch eine Zeichnung davon an. Dann widmet sie sich wieder Paras zu. Der steht vor einem der Fenster und beobachtet die Umgebung. Das Wasser ist endlich abgeflossen und die beiden können wieder nach draußen. Wie geplant gehen sie hinaus, um Altum vor seinem Haus zu beerdigen. Danach packen sie ihre Sachen und bringen das Boot nach draußen. Sie verstauen ihr Gepäck und warten auf das zurückkehrende Wasser.
Es ist soweit. Das Wasser kommt zurück und Paras und Arina steigen ins Boot. Während das Wasser steigt, müssen sie das Boot so lange wie möglich festhalten, damit es nicht mit der Strömung in die falsche Richtung mitgerissen wird. Erst als alles Land unter Wasser steht, starten sie den Motor und kämpfen gegen die Strömung an. Je mehr die Strömung nachlässt, je schneller kommen die beiden voran. Dann endlich steht das Wasser still und fließt gleich darauf in die andere Richtung. Es geht nun rasch voran und die beiden erreichen ihren Landeplatz noch bei Dämmerung, bevor es völlig dunkel ist. Schnell bringen sie ihr Gepäck und danach ihr Boot ins Raumschiff. Dort wollen sie sich erst einmal ausruhen und den nächsten Morgen abwarten.
Als es draußen hell wird, geht Paras an das Funkgerät und nimmt Kontakt mit der zweiten Mannschaft auf. Er informiert diese über den Verlauf ihrer Mission. Für sie ist die Mission leider gescheitert und sie sind für den Rückflug bereit. Kurze Zeit später kommt die Antwort vom anderen Raumschiff, dass sie gerne noch diesen Tag bleiben möchte und frühestens am Abend starten wollen. Paras ist damit einverstanden und will sich später noch einmal melden. Paras und Arina wollen die restliche Zeit noch nutzen und sich draußen etwas umsehen. Vor allem die vielfältigen Pflanzen mit ihren Früchten würde die beiden interessieren. So gehen sie zusammen noch ein wenig durch die herrliche Pflanzenwelt. Sie haben sich Behälter mitgenommen, um ein paar dieser Früchte einzusammeln. Natürlich probieren sie auch vor Ort die Vielfalt an Früchten, die überall wachsen. Allerdings wissen sie auch, dass sie die verbotene Frucht nicht essen dürfen, von der Barin sie warnte. So schauen sie genau hin, bevor sie sich etwas nehmen. Nachdem sie schon einige Zeit unterwegs sind und genug gesammelt haben, machen sie sich wieder auf den Rückweg. Sie setzen sich noch eine Weile ans Ufer des Flusses und genießen die wundervolle Natur um sie herum. Als die Dämmerung eintritt, gehen sie zurück zum Raumschiff. Dort nimmt Paras sogleich Verbindung mit der anderen Mannschaft auf. Er bekommt die Bestätigung, dass auch diese zum Abflug bereit wären. So vereinbaren sie einen Starttermin zusammen für beide Raumschiffe. Paras und Arina wirken etwas enttäuscht, dass ihre Mission fehlgeschlagen ist. Vielleicht hat ja die andere Mannschaft ihre gesteckten Ziele erreicht.
Kurz vor dem eigentlichen Startzeitpunkt kontrolliert Paras noch kurz die Systeme, bevor es losgeht. Als die Zeit gekommen ist, begeben sich beide ins Cockpit und Paras startet die Maschine. Vorsichtig hebt das Raumschiff ab. Dann beschleunigt es, bis es sich draußen im Weltall befindet. Dort warten die beiden auf das zweite Raumschiff. Es dauert nicht lange und es kommt auf sie zugeflogen. Per Funk bestätigen beide Mannschaften, dass alles in Ordnung ist und sie für den Rückflug bereit sind. Dann beschleunigen beide Maschinen und folgen ihrem vorgegebenen Weg zurück zur Erde.
Wieder zurück
Wieder ist einige Zeit vergangen und die beiden Raumschiffe haben das heimische Sonnensystem erreicht. Per Funk haben sie sich bereits mit der Bodenstation auf der Erde in Verbindung gesetzt und ihre Rückkehr gemeldet. Langsam nähern sie sich der Erde und fliegen dann Richtung Raumhafen. Dort landen die beide Raumschiffe und werden von einer wartenden Menge in Empfang genommen. Natürlich ist auch Tiris dabei, der Leiter dieser zweiten Mission. Beide Mannschaften verlassen ihr Raumschiff und begeben sich gleich zu Tiris und den ihn umgebenden Leuten. Natürlich möchte dieser gleich wissen, wie der Verlauf der Expedition war. Paras und Arina müssen ihm gleich gestehen, dass ihre Mission nicht erfolgreich war, da Altum nicht mehr am Leben ist und deshalb keine neuen Fähigkeiten bekommen konnten. Die Enttäuschung sieht man Tiris zwar an, er kann jedoch auch nichts an dieser Tatsache ändern. Gleich darauf befragt er die andere Mannschaft, die scheinbar mit ihrem Ergebnis zufrieden ist. Wie Paras und Arina gerade erfahren, haben die vier Wissenschaftler nicht nur die Pflanzenwelt auf Silva studiert, sondern auch Proben von Pflanzen und Früchte mitgenommen. Diese wollen sie auf der Erde genauer untersuchen. Nach der kurzen Begrüßung und dem ersten Informationsaustausch werden die Teilnehmer der Mission zuerst einmal unter Bewachung nach Hause gebracht. Man möchte nicht, dass jemand etwas passiert, da jeder von ihnen wichtige Informationen haben könnte. So kehren auch Paras und Arina wieder nach Hause.
Am nächsten Tag treffen sich alle Teilnehmer der zweiten Expedition in der Weltraumbehörde, um über ihre Erlebnisse zu berichten. So bekommen alle ein Gesamtbild über die zurückliegende Mission. Da die Mission von Paras und Arina leider gescheitert ist, liegt nun das Augenmerk auf der zweiten Mannschaft. Vielleicht können die Wissenschaftler mit ihren Untersuchungen neue Erkenntnisse bringen. Für Paras und Arina ist ihre Mission somit beendet. Tiris schlägt den beiden vor weiterhin bei der Raumfahrtbehörde zu arbeiten, jedoch in einem anderen Aufgabengebiet. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen könnten dabei von Nutzen sein. Die zwei sind nicht abgeneigt von der Idee und nehmen seinen Vorschlag an.
Am nächsten Tag treffen sich die vier Wissenschaftler der letzten Mission mit anderen Wissenschaftlern in einem Gebäude nahe der Weltraumbehörde. Es wurde für die Untersuchungen eigens dafür eingerichtet. Hier werden auch die mitgebrachten Proben in speziellen Räumen gelagert und streng bewacht. Die Experten wollen so viel wie möglich über die Pflanzen herausfinden. Sie wollen auch versuchen, ob es möglich wäre, diese auf der Erde anzupflanzen. In einem speziellen Raum wird deshalb versucht die gleichen Bedingungen wie auf Silva herzustellen. Wenn die Pflanzen dort wachsen würden, wäre das ein erster Erfolg. Auch die Zusammensetzung der Früchte und ihre Wirkung auf den Menschen wollen sie versuchen herauszufinden. Doch das wird sicherlich einige Zeit dauern.
Es ist inzwischen einige Zeit vergangen. Paras und Arina leben inzwischen zusammen. Sie machen sich gerade auf den Weg, um im Park noch ein wenig spazieren zu gehen. Dort kommen sie an einem kleinen Verkaufsstand vorbei. Sie bleiben davor stehen, um sich etwas zum Trinken zu kaufen. Arina schaut sich die Getränkeauswahl an und ihr fällt dabei eine Reihe von Flaschen auf. Diese stehen nebeneinander und sehen fast alle gleich aus. Nur die Etiketten sind leicht unterschiedlich. Sie sieht sich die Bilder darauf an und staunt nicht schlecht. Auf jedem Etikette ist eine der Früchte abgebildet, die auf Silva wachsen. Arina macht sofort Paras darauf aufmerksam. Dieser sieht sich ebenfalls erstaunt die verschiedenen Flaschen an. Plötzlich entdecken sie auf einer Flasche das Bild der Frucht, die ihnen verboten wurde zu essen. Arina fragt die Verkäuferin, wo sie die Getränke her hat und wie lange es die schon zu kaufen gibt. Diese antwortet, dass diese Getränke zwar relativ neu auf dem Markt sind, aber bereits überall zu bekommen sind. Paras und Arina schauen sich ungläubig an und laufen rasch weiter. Sie haben sich entschlossen, nach Hause zu gehen, um von dort aus Tiris darüber zu informieren. Unterwegs kommen die beiden an einem anderen Laden vorbei. Sie machen einen kurzen Abstecher hinein und entdecken auch hier die neuen Getränke. Schnell laufen sie weiter, bis sie wieder Zuhause sind. Paras nimmt sofort Kontakt mit Tiris auf. Er erzählt ihm von den Getränken, die man jetzt überall kaufen kann. Tiris gibt zu, dass er davon weiß. Es ist den Wissenschaftlern gelungen die Pflanzen auf der Erde unter bestimmten Bedingungen anzubauen. Somit kann man die Früchte Ernten und jedermann zugänglich machen. Paras antwortet sogleich, dass das eigentliche Problem darin besteht, dass auch die verbotene Frucht, vor der ausdrücklich gewarnt wurde, angebaut und verkauft wird. Haben die Wissenschaftler es vergessen oder die Warnung einfach ignoriert? Alle Menschen der neuen Generation verlieren dadurch ihre neuen Fähigkeiten. Das wirft die Evolution, die Wissenschaft, einfach alles wieder zurück. Es wäre für die gesamte Gesellschaft eine Katastrophe. Man muss dieses Getränk sofort vom Markt nehmen und vernichten. Tiris hält einen Augenblick inne und antwortet, dass er sich darum kümmern werde. Dann beendet er das Gespräch.
Tiris hat Wort gehalten und sich um die Sache gekümmert. Er hat den Verantwortlichen klar gemacht, wie wichtig das Ganze für alle ist. Alle Produkte mit der verbotenen Frucht müssen unverzüglich vom Markt genommen und vernichtet werden. Alle Pflanzen mit dieser Frucht sollen sofort zerstört werden. Selbst die Regierung wird benachrichtigt und gebeten dabei zu helfen das Vorhaben durchzusetzen. Auch die Bevölkerung wird informiert und vor dem Verzehr von Produkten mit dieser Frucht gewarnt. Es gibt keine Zeit zu verlieren.
Am nächsten Tag kommt die erste Meldung in den Medien, dass ein Einwohner der neuen Generation ein Getränk mit dieser Frucht zu sich genommen hat. Wie befürchtet, hat er begonnen die besonderen Fähigkeiten zu verlieren. Die Person wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, da sie psychisch mit dieser Situation nicht zurechtkommt. Paras und Arina begeben sich in dieses Krankenhaus, um den Patienten zu besuchen. Sie wollen genau wissen was passiert. Als sie dort eintreffen, ist auch Tiris im Moment vor Ort. Auch er will sich selbst davon überzeugen, was es mit der Wirkung der verbotenen Frucht auf sich hat. Als alle Anwesenden den Patienten sehen, erkennen sie das ganze Ausmaß der Wirkung. Die Person kommt durch die eingeschränkten Sinne mit seiner Umwelt nicht mehr klar. Tiris schaut Paras und Arina mit einem traurigen Blick an. Als die drei zusammen das Krankenhaus verlassen, gesteht Tiris, dass er das nicht wollte. Er hätte besser kontrollieren sollen, was die Wissenschaftler machen. Vor allem, dass sie die verbotene Frucht in die Öffentlichkeit gebracht haben, ist unverzeihlich. Jetzt gilt es zu retten, was zu retten ist.
In den nächsten Tagen vermehren sich die Meldungen, wo Leute der neuen Generation die verbotene Frucht zu sich genommen haben. Obwohl alle Produkte mit dieser Frucht vom Markt genommen und vernichtet wurden, sind dennoch viele davon im Umlauf. Es wird schwierig sein und lange dauern, bis alle diese Produkte verschwunden sind. Man muss vor allem an die Bevölkerung appellieren, dabei mitzuhelfen.
Die Lage hat sich zugespitzt und sehr viele Menschen der neuen Generation sind bereits verstorben. Immer wieder tauchen Produkte auf, in der die verbotene Frucht vorkommt. Teilweise wird auf dem Etikett auch gar nicht erwähnt, dass sie sich darin befindet. So besteht immer die Gefahr, dass man sie irgendwie zu sich nimmt. Deshalb treffen sich Tiris, Paras, Arina und die vier Wissenschaftler von der letzten Expedition in der Weltraumbehörde. Sie beraten erst einmal im engeren Kreis, was sie noch tun können. Doch gleich am Anfang des Gesprächs wird klar, dass es wahrscheinlich schon zu spät ist. Die neue Generation ist so gut wie Geschichte. Früher oder später wird es keine Menschen der neuen Generation mehr geben. Auch Paras und Arina wird es möglicherweise irgendwann einmal erwischen. Und wenn nicht sie, dann vielleicht ihre Nachkommen, wenn sie einmal welche haben werden.
Nach dem erfolglosen Gespräch mit Tiris und den Wissenschaftlern, sitzen Paras und Arina enttäuscht zuhause. Während Paras noch über die Zukunft nachdenkt, schaut sich Arina noch einmal die Fotos an, die sie unterwegs gemacht hat. Nach einer Weile stößt sie auf das Foto mit dem Bild an der Wand, dass sie in der Wohnung von Altum aufgenommen hatte. Immer noch fasziniert von dem Bild, versucht sie herauszufinden, was es bedeuten könnte. Sie schaut es sich eine Zeit lang an und druckt es sich dann im größtmöglichen Format aus. Sie möchte so viel Einzelheiten wie möglich darauf erkennen. Dann hat sie eine Idee. Sie setzt sich sofort mit Tiris in Verbindung und fragt ihn, ob sie die Aufzeichnungen des Raumschiffes von der letzten Expedition ansehen kann. Es wurden dort auch automatisch Aufnahmen von Silva und den ihm umgebenden Sternenhimmel gemacht. Diese Aufnahmen wollte sie sich gerne ansehen. Tiris ist einverstanden und sagt ihr, dass sie jederzeit vorbei kommen kann. Arina will keine Zeit verlieren und sich sofort auf den Weg machen. Sie sagt noch kurz Paras Bescheid, der ihr sogleich folgt.
Als sie in der Weltraumbehörde ankommen, werden sie dort bereits von Tiris erwartet. Die drei gehen zusammen in den Archivraum, wo diese Aufnahmen untergebracht sind. Dort befindet sich ein weiterer Mitarbeiter, der ihnen die gewünschten Aufnahmen zur Verfügung stellt. Arina schaut sich am Monitor die Aufnahmen an und versucht, etwas Bestimmtes darauf zu erkennen. Ab und zu stoppt sie die Aufnahme, um sich ein Bild genauer anzuschauen. Nach einer Weile scheint sie etwas entdeckt zu haben. Sie merkt sich die Stelle und schaut weiter die anderen Aufnahmen an. Dabei konzentriert sie sich auf diese bestimmte Stelle. Nach einiger Zeit hat sie eine Einstellung gefunden, wo diese spezielle Stelle sehr gut zu erkennen ist. Dann breitet sie ihr ausgedruckt Bild, das sie mitgenommen hat, neben sich aus und vergleicht es mit dem Bild auf dem Monitor. Die zwei Bilder sind eindeutig identisch. Das war es, was Arina vermutet hat. Das Bild, das bei Altum an der Wand hängt, ist eine Sternenkarte. Es zeigt einen bestimmten Ausschnitt des Nachthimmels von Silva. Arina vermutet, dass Altum vor seinem Tod damit noch eine versteckte Nachricht hinterlassen hat. Und die Lösung liegt womöglich an dem hervorgehobenen Punkt auf dem Bild.
Arina versucht auf dem Bild am Monitor, die hervorgehobene Stelle zu erkennen. Doch ist dort leider nichts zu sehen. Sie fragt den anwesenden Mitarbeiter, ob man das Bild vergrößern könne. Dieser bejaht dies und vergrößert den Abschnitt schrittweise. Doch selbst bei größter Auflösung ist genau an der angegebenen Stelle nichts zu sehen. Arina schaut sich daraufhin noch mehr Aufnahmen an, wo diese spezielle Stelle abgebildet ist. Doch egal welches Bild und welche Einstellung sie wählt, es ist nichts zu erkennen. Arina lehnt sich auf ihrem Stuhl zurück und denkt nach. Dann kommt sie zu dem unausweichlichen Schluss, dass man nur erfahren kann, was sich dort befindet, wenn man hinfliegt.
Die dritte Expedition
Tiris, Paras, Arina und die vier Wissenschaftler von der zweiten Expedition treffen sich wieder in der Weltraumbehörde. Sie beraten über den Vorschlag, aufgrund von der Entdeckung die Arina gemacht hat, eine dritte Expedition zu starten. Vielleicht findet man dort draußen jemanden wie Altum, der ihnen in der jetzigen Situation helfen kann. Im Grunde genommen wären zwar alle dafür, doch alle vier Wissenschaftler wollen bei dieser Expedition ins Unbekannte nicht mehr dabei sein. Paras und Arina könnten sich eine erneute Reise vorstellen. Sie hätten nicht nur das Wissen und die Erfahrung von der letzten Reise, sie sind auch Menschen der zweiten Generation, dass einige Vorteile bietet. So beendet man vorerst das Gespräch und Tiris will versuchen, andere wichtige Leute von der Dringlichkeit einer erneuten Mission zu überzeugen. Das dürfte in der jetzigen Situation nicht allzu schwer sein.
Einige Zeit später bekommen Paras und Arina eine Nachricht über ein erneutes Treffen in der Weltraumbehörde. Gespannt über neue Informationen treffen sich die beiden am vereinbarten Termin mit Tiris und einigen anderen Leuten, die sie noch von den Vorbereitungen zur zweiten Mission kennen. Tiris gibt den beiden gleich zu Beginn bekannt, dass eine dritte Mission stattfinden kann. Dann muss er allerdings gestehen, dass er außer ihnen niemanden für diese Mission hat. Sie haben die entsprechende Ausbildung und Erfahrung für diesen Flug. Und sie sind natürlich Menschen der neuen Generation. In kurzer Zeit so jemanden zu finden und einzulernen dauert viel zu lange, denn die Zeit drängt. So muss Tiris Paras und Arina fragen, ob sie sich trauen würden, alleine diesen Flug ins Unbekannte zu unternehmen. Ihm ist auch nicht sehr wohl bei der Sache, doch er hat im Moment keine andere Wahl. Die beiden schauen sich an und versuchen scheinbar zu erkennen, was der andere darüber denkt. Doch die zwei wissen um die Situation und willigen ein. Tiris ist zwar erleichtert über die Entscheidung, fühlt sich allerdings auch verantwortlich gegenüber den beiden. Daraufhin fangen die Anwesenden an, über Einzelheiten zu reden. Als das wichtigste soweit geklärt ist, wird das Treffen beendet. Tiris bedankt sich noch einmal bei Paras und Arina für ihre Entscheidung und verspricht bei den Vorbereitungen für die neue Mission besonders sorgfältig zu sein.
Paras und Arina denken noch einmal über alles nach. Es ist sicherlich notwendig, dass sie den Flug machen. Doch was wird dieses Mal auf sie zukommen? Also bereiten Sie sich erneut auf einen längeren Flug vor. Durch die Erfahrungen des letzten Fluges sind Sie besser darauf vorbereitet und wissen vorab schon, was auf sie zukommen wird. Das Raumschiff wird vom gleichen Typ sein wie das, mit dem Sie zuvor geflogen sind. Es ist lediglich ein neueres Modell mit einigen Verbesserungen. Die beiden bekommen über die Neuerungen noch die entsprechenden Einweisungen. Das Raumschiff wird inzwischen mit allem beladen, was man unterwegs braucht. So dauert es auch nicht so lange, bis das Raumschiff startbereit ist. Der Navigationscomputer wird nur noch mit frischen Daten gefüttert und bekommt das neue Ziel eingegeben. Zuerst fliegen sie wieder zum Planeten Silva. Von dort aus wird das Raumschiff in die entsprechende Richtung geschickt, wo sich im Bild der hervorgehobene Punkt befindet. Dann müssen Paras und Arina ihre Augen offen halten, ob sie etwas entdeckten.
Es ist soweit. Paras und Arina verabschieden sich von den Leuten, die sich zum Start versammelt haben. Dann besteigen sie ihr Raumschiff und nehmen ihre Plätze im Cockpit ein. Wieder begeben sie sich auf eine große Reise, allerdings diesmal mit einem noch unbekannten Ziel. Als die Startfreigabe kommt, startet Paras die Maschine. Langsam hebt das Raumschiff ab und die beiden beginnen ihre zweite große Reise.
Paras und Arina lassen die Erde hinter sich und verlassen das heimische Sonnensystem. Sie steigen aus dem Cockpit und setzen sich in den Gemeinschaftsraum. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Beide sind gespannt, ob diese Mission für sie diesmal erfolgreich wird. Doch zuerst müssen sie den langen Flug hinter sich bringen. Sie haben sich diesmal genug Sachen mitgenommen, mit denen sie sich unterwegs beschäftigen können. Dennoch haben sie immer im Hinterkopf, dass sie dieses Mal ganz alleine unterwegs sind. Im Notfall sind sie ganz auf sich selbst gestellt.
Viel Zeit ist inzwischen vergangen und das Raumschiff nähert sich dem Planeten Silva. Etwas wehmütig fliegen Paras und Arina an ihm vorbei, um von da aus den neuen Kurs einzuschlagen. Von nun an fliegen sie direkt auf den im Bild hervorgehobenen Punkt. Die beiden wissen, dass sie ab jetzt die Augen offen halten müssen, damit sie unterwegs nichts übersehen. Sie wissen ja nicht, was da draußen auf sie zukommt. So haben sie vereinbart, dass sich, wenn möglich, immer einer im Cockpit aufhalten soll, damit man die Umgebung im Blick hat. Und so fliegen sie immer weiter geradewegs auf einen unsichtbaren Punkt zu.
Noch immer folgt das Raumschiff der vorgegebenen Richtung. Arina befindet sich gerade im Cockpit, als sie Paras ruft. Die Sensoren erkennen ein Objekt, auf das sie direkt zusteuern. Es könnte ein Planet sein, aber er ist noch zu weit weg um es zu erkennen. Beide sitzen nun gespannt im Cockpit und warten auf das, was demnächst vor ihnen erscheinen wird. Plötzlich taucht vor ihnen ein kleiner Punkt auf, der allmählich größer wird. Gespannt blicken die beiden auf das Objekt, das sich rasch nähert. Als es eindeutig zu erkennen ist, drosselt Paras das Raumschiff. Es handelt sich um einen relativ kleinen Planeten, so wie Silva einer ist. Haben sie ihr Ziel erreicht?
Paras steuert das Raumschiff in einer Umlaufbahn um den Planeten. Da nichts Besonderes zu erkennen ist, taucht er mit dem Raumschiff in die Atmosphäre ein. Jetzt können die beiden die Oberfläche des Planeten erkennen. Dieser scheint nicht so dicht bewachsen zu sein wie Silva. Paras steuert das Raumschiff so weit über der Oberfläche, dass sie eine gute Übersicht haben. Die Oberfläche sieht relativ flach mit leichten Hügeln aus. Außerdem scheint sie nur spärlich mit niedrigen Pflanzen bewachsen zu sein. Was jedoch sofort auffällt, sind die zahllosen Flüsse, die sich über die ganze Oberfläche verteilen. So umkreisen die beiden weiterhin den Planeten und halten Ausschau nach bewohntem Gebiet. Doch auch nach mehreren Umkreisungen können die beiden nichts Auffälliges erkennen.
Paras und Arina entscheiden sich, auf dem Planeten zu landen. Sie suchen sich eine Stelle aus, wo mehrere Flüsse zusammenlaufen. Ganz in der Nähe setzt Paras zur Landung an. Das Raumschiff setzt sanft auf dem Boden auf, und Kala beginnt die Außensensoren zu überprüfen. Die Verhältnisse außerhalb sind so beschaffen, dass die zwei unbedenklich nach draußen können. So gehen beide in die Schleuse und öffnen das Tor nach draußen. Herrlich frische Luft und angenehmer Sonnenschein, erwartet die beiden. Wie haben sie das auf ihrer langen Reise vermisst. Sie gehen nach draußen und stehen nun auf leicht sandigem Boden, in einer neuen Welt. Nur leichte Erhebungen befinden sich auf diesem Stück Land zwischen zwei kleinen Flüssen. Ganz spärlich sind vereinzelt unbekannte Pflanzen zu sehen. Arina hat sogar das Gefühl, dass sie von diesen Pflanzen beobachtet wird. Die beiden gehen auf eine dieser leichten Erhöhungen, um einen besseren Überblick zu bekommen. Doch von dort aus gibt es auch nichts zu entdecken. So weit man auch blicken kann, von Bewohnern ist keine Spur zu sehen. Sie verweilen dort noch eine kurze Zeit und fragen sich, ob sie hier überhaupt richtig sind. Dann gehen die beiden zurück zum Raumschiff. Unterwegs laufen sie an einer der Pflanzen vorbei, die hier vereinzelt wachsen. Diese sind ungefähr so groß wie Paras und Arina. Dunkelrote Früchte hängen an ihnen herunter. Die Versuchung ist zwar groß, aber natürlich fassen sie diese nicht einmal an. Sie haben schon ihre Erfahrung mit verbotenen Früchten gemacht. Es wird langsam dunkel und die beiden gehen ins Raumschiff und überlegen dort, wie es nun weitergehen soll.
Es ist bereits dunkel, als Arina beschließt, noch einmal kurz nach draußen zu gehen. Durch die vielen nahe gelegenen Sterne wird es nicht ganz dunkel, sodass man noch genug erkennen kann, wie in der Dämmerung. Zuerst schaut sie sich ein wenig um und geht dann noch ein Stück umher. Dabei geht sie auf diese leichte Erhöhung zu, auf der sie schon vorher mit Paras stand. Von dort oben aus betrachtet sie die düstere Umgebung. Plötzlich fällt ihr etwas auf. In weiter Ferne scheint sie ein schwaches Licht zu erkennen. Mit ihrem Funkgerät verständigt sie Paras, dass er das Fernglas nehmen und sich das einmal anschauen soll. Kurze Zeit später kommt er bei Arina an und lässt sich von ihr die Stelle zeigen. Er blick mit dem Fernglas in die entsprechende Richtung. Das Licht ist zwar jetzt deutlich sichtbar, jedoch kann Paras keine Einzelheiten erkennen. Als Arina es sich dann mit dem Fernglas anschaut, kann sie auch nicht mehr entdecken. Es ist einfach zu weit weg. Sie merken sich die Stelle und gehen zum Raumschiff zurück. Sie wollen, sobald es wieder hell wird, dort hinfliegen und sich die Sache genauer ansehen.
Als es hell wird, startet Paras das Raumschiff und fliegt im Tiefflug in die Richtung, wo er und Arina zuvor das Licht sahen. Beide sitzen im Cockpit und halten Ausschau. Sie versuchen, zu erkennen, woher das Licht kam. Nach einer Weile erkennen die beiden etwas vor sich, dass wie ein großes Gebäude aussieht. Als sie näher kommen wird es gut sichtbar. Das Design ist ungewöhnlich, aber dennoch faszinierend. Es befindet sich genau an der Stelle, an der mehrere Flüsse zusammenlaufen. Dort steht es auf einer kleinen Anhöhe, wie auf einer Insel, die von Wasser umgeben ist. Endlich haben die beiden etwas gefunden, dass sie vielleicht weiter bringt. Paras sucht sofort einen Landeplatz in der unmittelbaren Nähe. Er landet das Raumschiff zwischen zwei Flüssen, die auf das Gebäude zulaufen. Paras und Arina verlassen das Raumschiff und wollen sich auf den Weg machen, als ihnen wieder einfällt, dass das Gebäude von Wasser umgeben ist. Also holen sie das Boot aus dem Raumschiff und tragen es zu einem der beiden Flüsse. Da erst bemerken die zwei, dass das Wasser sich überhaupt nicht bewegt. Es läuft weder in die eine noch in die andere Richtung. Dieser Fluss ist eigentlich nur ein riesiges Wasserbecken, dass sich durch die Landschaft zieht. Paras und Arina setzen das Boot ins Wasser. Dann startet Paras den Motor und fährt den Fluss entlang auf das Gebäude zu. Arina bewundert das große Gebäude, das immer näher kommt. Das außergewöhnliche Design hat sie vorher so noch nirgends gesehen. Ihr kommt es vor wie ein futuristisch anmutender Palast. Diese ungewöhnliche Schönheit dieses Gebäudes ist wirklich fantastisch. Etwas später haben Paras und Arina die kleine Anhöhe erreicht, auf der sich das Gebäude befindet. Sie verlassen das Boot und ziehen es an Land. Jetzt, da sie direkt vor dem Gebäude stehen, erkennen sie erst die ganzen Ausmaße. Es ist wirklich riesig.
Ehrfürchtig bestaunen Paras und Arina das Gebäude. Dabei schauen sie sich um, ob sie jemanden entdecken. So ein prachtvolles Gebäude müsste doch eigentlich bewohnt sein. Da sie niemanden sehen, beginnen die beiden zu rufen und hoffen, dass sie jemand hören kann. Als das auch nichts bringt, fangen sie an, um das Gebäude herum zu laufen. Nach einer Weile kommen sie an einen imposanten Vorplatz, der zu einem prächtigen Eingangstor führt. Vorsichtig gehen die beiden auf das Tor zu. Plötzlich öffnet sich dieses und eine Person erscheint am Eingang. Diese hat ein langes, sonderbares Kleid an, dass wie ein Kristall in allen Farben schimmert. Paras und Arina betrachten die Person und erkennen in ihrem Gesicht, dass sie ihnen ähnlich sieht. Es scheint sich, anhand ihrer Gesichtszüge, um eine Frau zu handeln. Sie steht regungslos da und betrachtet die beiden intensiv. Plötzlich kommt sie auf die beiden zu. Man erkennt dabei keine Bewegung an ihr. Sie scheint dabei knapp über dem Boden zu schweben. Kurz vor den beiden bleibt sie stehen und spricht die sie an. Sie möchte von ihnen wissen, was sie hierher führt. Die beiden sind erstaunt, dass sie sich mit ihnen unterhalten kann. Doch dann fällt ihnen ein, dass es bei Altum genauso gewesen sein soll. Arina erzählt der Fremden daraufhin von dem Bild, das sie hierher geführt hat. Die Frau scheint kurz nachzudenken und bittet die beiden ihr zu folgen. Sie geht zurück zum Eingangstor und scheint dabei wieder knapp über dem Boden zu schweben. Paras und Arina folgen ihr.
Der Neuanfang
Paras und Arina betreten das Gebäude. Auch im Inneren sieht es außergewöhnlich aus. Die beiden folgen weiterhin der fremden Frau. Sie kommen zu einer Treppe, die nach oben führt. Paras und Arina folgen der Fremden die Treppe hinauf, die weiterhin scheinbar schwebend vorausgeht. Ganz oben angekommen befinden sie sich auf der Oberfläche eines runden Turmes. In der Mitte befinden sich Sitzgelegenheiten um einen Tisch herum. Paras und Arina genießen noch kurz die herrliche Rundumsicht, als die Fremde die beiden bittet, sich zu setzen. Als diese sich umdrehen, ist der Tisch reichlich gedeckt. Die zwei wundern sich natürlich, wo das plötzlich herkommt. Allerdings sind sie auf alles gefasst. Sie haben ja auch davon gehört, dass Altum besondere Fähigkeiten gehabt haben muss. So setzen sie sich an den Tisch und schauen sich das Aufgetischte genauer an. Auch dabei handelt es sich um verschiedene Früchte, die die beiden jedoch noch nicht kennen. Die Fremde sagt ihnen, dass sie sich unbesorgt davon nehmen können. Die beiden vertrauen ihr und nehmen sich etwas davon zum Probieren. Diese Früchte schmecken zwar wieder anders als die auf Silva, sind jedoch genauso gut. Da gerade alle zusammensitzen, möchte die Gastgeberin mehr über die beiden Besucher erfahren. So beginnt Arina die ganze Geschichte von Anfang an zu erzählen. Nachdem Paras und Arina sich dabei vorgestellt haben, wollten sie gerne wissen, mit wem sie es zu tun haben. Die Fremde schweigt einen Augenblick und antwortet, dass das im Moment nicht wichtig sei. Auch können sie sie nennen, wie sie wollen. Einen bestimmten Namen braucht sie nicht. Auch darüber verwundert, sehen sich die beiden an. Nach einer Weile beschließen sie, ihr den Namen Magna zu geben. Die drei unterhalten sich dann noch ein wenig und genießen dabei die weite Aussicht, die sich ihnen von dort oben bietet. Als es dunkel wird, zeigt ihnen Magna einen Raum, wo sie übernachten können. Sie brauchen also nicht über Nacht zum Raumschiff zurück. Dieser Raum befindet sich auch höher gelegen, ist rund und groß. Durch die Fenster rundum haben die beiden auch hier eine wunderbare Aussicht. Sie genießen die Ruhe in dieser für Sie so fremden Welt. So machen es sich die beiden bequem und fragen sich, ob Magna ihnen überhaupt helfen kann. Und wenn sie kann, ob sie auch will. Doch das wird sich frühestens morgen herausstellen.
Am nächsten Morgen treffen sich alle drei beim Frühstück wieder auf dem Turm. Währenddessen spricht Arina Magna auf ihr Problem an. Deswegen sind sie überhaupt hergekommen, um möglicherweise Hilfe zu bekommen. Magna denkt kurz nach. Dann wiederholt sie, dass das eigentliche Problem dabei besteht, dass durch die Einnahme der verbotenen Frucht, die ganze Zivilisation auf der Erde in Gefahr ist. Diese Frucht ist so verbreitet, dass es keine neue Generation an Menschen mehr geben könnte. Paras und Arina bestätigen das Problem und blicken Magna erwartungsvoll an. Diese begibt sich an den Rand des Turmes und schaut gedankenverloren in die Ferne. Paras und Arina vermuten, dass sie gerade über die Sache nachdenkt, und lassen sie in Ruhe.
Nach einer Weile kommt Magna zu Paras und Arina an den Tisch zurück. Sie gesteht den beiden, dass sie denjenigen kannte, den sie Altum nennen. Er war ein guter Freund. Sie trafen sich ab und zu und redeten miteinander. Dabei erwähnte dieser auch den Besuch von zwei Menschen von der Erde, denen er ein bestimmtes Getränk zusammengestellt hatte. Da Altum jetzt nicht mehr da ist, fühlt sie sich ein wenig mitverantwortlich für diese Situation und möchte den Menschen helfen. Dann steht Magna auf und erklärt den beiden, dass sie kurz nach draußen geht. Sie lädt die beiden ein mitzukommen. Paras und Arina wollen natürlich mit und folgen Magna durch das Gebäude nach draußen.
Draußen angekommen gehen die drei bis zum Rand der Anhöhe, die von Wasser umgeben ist. Während Magna aufrecht geradewegs über das Wasser schwebt, müssen Paras und Arina zum Boot, um an das andere Ufer zu gelangen. Dort folgen sie Magna weiter. Nach einer Weile kommen die drei an einer der Pflanzen mit den roten Früchten vorbei, die hier vereinzelt wachsen. Magna pflückt zwei dieser Früchte und steckt sie in eine Tasche, die sie mitgenommen hat. Dann sieht sie Paras und Arina an und sagt ihnen, dass diese Früchte für sie sind. Sie dreht sich um und geht wieder zurück. Die beiden folgen ihr, aber fragen sich, weshalb sie überhaupt mitgekommen sind. Nur um zwei Früchte zu holen? Die beiden fragen sich außerdem, warum Magna diese Früchte extra für sie holt und dann in ihre Tasche steckt. Was hat sie damit vor?
Als die drei wieder zurück sind, führt Magna die beiden anderen durch ihr riesiges Anwesen. Das futuristische Design, die großzügig ausgelegten Räumlichkeiten und die harmonischen Farben, bringen Paras und Arina immer wieder ins Staunen. Dann erreichen sie einen großen, kuppelförmigen Raum. In der Mitte des Raumes steht neben einem Sitzplatz eine kleine Säule mit einer Kugel darauf. Rings herum sind noch mehr Sitzplätze angebracht. Magna setzt sich auf den Platz und legt ihre Hand auf die Kugel. Auf der kuppelförmigen Decke des Raumes erscheint plötzlich ein Ausschnitt des Weltraums mit Sternen und Planeten. Magna bewegt ihre Hand mit verschiedenen Gesten über die Kugel. Das Bild an, das Gefühl, dass sie mit einer irren Geschwindigkeit durch den Weltraum fliegen. Plötzlich kommt wieder Ruhe in das Geschehen und ein Sonnensystem ist zu erkennen. Magna erklärt den beiden, dass es das Sonnensystem der Erde ist, denn sie weiß, dass die zwei von dort kommen. Dann verändert sie die Ansicht so, dass man die Erde, den Planeten von Altum und den Planeten, auf dem sie sich gerade befinden. Da kann man deutlich erkennen, wo diese sich befinden und wie weit sie voneinander weg sind. Dann zeigt sie den beiden, wie diese Kugel zu bedienen ist. Da Magna sich kurze Zeit zurückziehen will, können sich die zwei damit beschäftigen und sich ihr Sonnensystem und dessen Umgebung anschauen.
Nachdem Magna den Raum verlassen hat, setzt sich Arina auf den Platz. Sie legt die Hand auf die Kugel und versucht, das Geschehen an der Decke zu steuern. Nach einigen Versuchen hat sie das Ganze einigermaßen unter Kontrolle. Zuerst sucht sie die Erde, die wirklich verblüffend echt aussieht. Dann steuert sie die angrenzenden Himmelskörper an. Danach sucht sie sich ein angrenzendes Sonnensystem aus und schaut sich dort um. Die neuen, noch unbekannten Welten, machen Arina neugierig. So steuert sie ein Sonnensystem nach dem anderen an, während Paras ihr bei ihrer unwirklichen Reise zusieht. Nach einiger Zeit hat Arina vorerst genug und überlässt Paras die Bedienung. Auch dieser muss sich erst mit der Bedienung vertraut machen. Als er damit einigermaßen klar kommt, geht seine imaginäre Reise weit weg von dem heimischen Sonnensystem. Er steuert immer weiter ins Innere der Galaxis, wo die Dichte der Sterne immer größer wird. Dann bleibt er an einem beliebigen Punkt stehen und schaut sich die Umgebung dort genauer an. Er sieht eine lichtdurchflutete Welt von Sternen und Planeten. Paras kann sich vorstellen, dass es auf einigen Planeten keine wirkliche Nacht gibt, da von überall her immer etwas Licht scheint. Er schaut sich gerade die dortigen Planeten etwas genauer an, als Magna zurückkommt.
Magna hat zwei Becher dabei, die sie Paras und Arina hinstellt. Sie bietet Ihnen an, diese zu trinken und erklärt, Ihnen damit helfen zu wollen. Die beiden schauen sich an und erinnern sich, dass nach der Erzählung Altum damals Talo und Kala etwas zu trinken angeboten hatte. Neugierig fragt Arina nach, was mit ihnen passieren wird, wenn sie dies trinken würden. Magna beruhigt sie, dass sie nur Vorteile davon hätten. Sie wären gegen die verbotene Frucht resistent und würde ihre geistige Leistungsfähigkeit verbessern. Aber das würden sie von alleine mit der Zeit feststellen. Noch einmal schauen sich Paras und Arina an, bevor sie ihr Getränk in die Hand nehmen und austrinken. Magna nimmt die leeren Becher und bringt sie weg. Währenddessen sitzen die beiden anderen da und versuchen herauszufinden, ob sie eine Veränderung an sich feststellen können. Als Magna zurückkommt, bietet sie den beiden an, ihr in einen weiteren Raum zu folgen. Diese sind natürlich neugierig und folgen ihr.
Wieder gegen Paras und Arina mit Magna durch das riesige Gebäude. Nach einer Weile kommen sie in einen magisch und unheimlich wirkenden Raum. Dieser ist nur schwach beleuchtet, sodass man die spärliche Ausstattung nur schemenhaft erkennen kann. Es handelt sich um einen großen, hohen, runden Raum. An den Wänden sind ringsum Skulpturen angebracht, die die gesamte Stimmung in diesem Raum unheimlich wirken lässt. Auch hier gibt es Sitzgelegenheiten, jedoch in Form einer Liege, in die man sich hineinlegen kann. Magna bietet den beiden an, sich eine dieser Liegen auszuwählen, um sich hineinzulegen. Dort können Sie sich zur Entspannung bequem machen. Paras und Arina nehmen daraufhin auf jeweils einer dieser Liegen Platz. Wenn Magna es ihnen schon empfiehlt, wollen sie es auch ausprobieren. In sich gekehrt lassen die zwei diese sonderbare Stimmung in diesem Raum auf sich wirken. Plötzlich ändert sich das Licht im Raum und den beiden fallen die Augen zu. Beide tauchen nun ein in eine friedliche und sorgenfreie Welt. Es scheint, als haben ihre Seelen den Körper zurückgelassen und begeben sich auf eine Reise. Sie empfinden ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit und des Glücks. Es kommt ihnen so vor, als ob sie irgendwo frei im Raum schweben. Dabei beobachten sie die merkwürdigsten Dinge, um sie herumfliegen. Sie haben das Gefühl, sich in einer fremden Welt zu befinden und beobachten das dortige Geschehen. Sie versuchen, zu erkennen, was sie da sehen, doch sie können es nicht eindeutig zuordnen. Sie sehen in der Ferne, Dinge vorbeifliegen, die in Farben leuchten, die sie zuvor noch nicht gesehen hatten. Die beiden lassen sich von diesem Schauspiel unterhalten und haben dabei dennoch ein entspanntes Gefühl der Ausgeglichenheit. Das Ganze ist so surreal, als ob Realität und Fantasie ineinanderfließen.
Nach einer Weile kommen die beiden wieder zu sich. Noch etwas benommen von dem Erlebnis, schauen sich Paras und Arina mit verschlafenen Augen an. Kurz erzählen sie sich, was sie gerade erlebten. Magna war die ganze Zeit bei ihnen und fragt die beiden, ob es ihnen gefallen hat. Beide bestätigen, dass sie sich nun etwas entspannter fühlen. Paras würde von Magna doch noch gerne wissen, ob sie weiß, wo er mit seinen Gedanken war und was er dort gesehen hat. Es kam ihm so echt vor, obwohl es sicherlich nur reine Gedanken waren. Daraufhin antwortet Magna, dass dort, wo er sich vorhin aufgehalten hatte, es sich genauso um eine Wirklichkeit handelt, wie hier. Während Paras und Arina noch über die Worte von Magna nachdenken, verlässt diese den Raum. Die beiden folgen ihr sogleich hinterher.
Die drei begeben sich wieder auf den Turm. Dort ist der Tisch bereits reichlich mit Essen bedeckt. Paras und Arina fragen erst gar nicht nach, wer das Essen in der Zwischenzeit angerichtet hat. Alle nehmen am Tisch Platz und bedienen sich an dem reichlich Essen, das ihnen aufgetischt wurde. Währenddessen unterhalten sich die Anwesen noch ein wenig. Nach einer Weile steht Magna auf und geht an den äußeren Rand des Platzes. Von dort aus schaut sie hinaus in die Ferne. Als sie nach einiger Zeit immer noch da steht, gehen die beiden anderen zu ihr. Magna scheint sich die Gegend mit Bewunderung anzuschauen. Auch Paras und Arina schauen sich die Umgebung an, können aber nichts Interessantes erkennen. Vorsichtig fragt Arina, ob es da draußen etwas Besonderes zu sehen gibt. Einen Moment später erklärt Magna, dass die beiden dort draußen zwar die Realität sehen, während sie selber jedoch die Wirklichkeit erkennen kann. Wieder sehen sich die beiden verwundert an und versuchen das zu verstehen. Arina möchte gerne wissen, wie das zu verstehen ist. Daraufhin antwortet Magna, dass man versuchen kann, die Wirklichkeit zu begreifen. Man darf dabei nicht mit den eigenen Augen sehen, um das Wesentliche zu erkennen. Es ist das geistige Auge, dass die wirkliche Welt sichtbar macht. Die beiden sind nun noch mehr verwundert als zuvor. Doch sie wollen nicht noch weiter nachfragen. Da die Sonne gerade untergeht und die Nacht anbricht, beschließen Paras und Arina sich in ihre Unterkunft zurückziehen. Magna steht unterdessen immer noch da und blickt in die Ferne.
Der Rückflug
Sie wären gerne noch etwas länger geblieben, doch für die beiden Besucher wird es langsam Zeit, die Heimreise anzutreten. Noch ein letztes Mal sitzen Magna, Paras und Arina auf dem Turm, um zu frühstücken. Der bevorstehende Abschied fällt Paras und Arina sichtlich nicht leicht, denn sie könnten noch einiges von Magna lernen. Dennoch haben sie eine Mission zu erfüllen und müssen wieder zurück. Doch bevor sie den Turm hinabsteigen, wollen die beiden noch ein letztes Mal die Aussicht von dort oben genießen. Beide blicken andächtig in die Ferne. Arina erinnert sich an die Worte von Magna und versucht, sozusagen die Welt mit anderen Augen zu sehen. Sie versucht, das Bild vor ihr nicht mit dem Verstand zu erkennen, sondern es auf sich wirken lassen, sodass sie es praktisch fühlen kann. Dabei bemerkt sie die neuen Fähigkeiten, die sie bekommen hat und sie dabei unterstützen. In das Bild vor ihr kommt plötzlich Leben und scheint eine ganz neue Bedeutung zu bekommen. Arina weiß nicht, wie sie die Szenerie beschreiben soll, jedenfalls ist es nicht mehr die gleiche wie zuvor. Erstaunt fragt sie Paras, ob er das Gleiche sieht wie er. Als dieser fragt, was sie damit meint, erklärt sie ihm, was er tun soll. Kurze Zeit später bestätigt Paras, was Arina gemeint hat. Auch er hat die Veränderung bemerkt. Er weiß zwar nicht was er davon halten soll, doch wahrscheinlich ist er noch nicht soweit, um das Ganze zu begreifen. Auch Alina ist seiner Meinung und wendet ihren Blick ab.
Gemeinsam gehen alle drei nach unten und dann zum Eingang. Paras und Arina bedanken sich noch bei Magna für alles und verabschieden sich von ihr. Dann gehen die beiden zu ihrem Boot und lassen es ins Wasser. Magna steht derweilen immer noch am Eingang und schaut den beiden nach. Als sie das Boot starten und sich vom Ufer wegbewegen, ist Magna plötzlich vom Eingang verschwunden. Da entdeckt Kala eine Person auf dem Turm stehen. Ist das Magna? Wie ist sie so schnell dahin gekommen? Wieder einmal verwundert fahren die beiden wieder den Fluss entlang, bis sie an die Stelle kommen, von wo sie zu Fuß gehen müssen. Noch einmal schauen die beiden zurück auf das riesige Gebäude. Dabei glauben sie immer noch Magna auf dem Turm zu erkennen, die ihnen möglicherweise nachschaut. Die beiden winken ihr zu, ohne zu wissen, ob sie es aus der Ferne überhaupt sehen kann. Dann nehmen sie ihr Boot und tragen es zum Raumschiff, das ganz in der Nähe steht. Nachdem sie dort angekommen sind, steigen sie auch gleich ein. Sie sehen sich noch kurz um, ob noch alles in Ordnung ist. Danach steigen sie ins Cockpit und machen das Raumschiff startbereit. Nachdem die Systeme geprüft sind, startet Paras die Maschine. Vorsichtig hebt das Raumschiff vom Boden ab. Paras steuert das Schiff noch einmal langsam über das herrliche Gebäude. Es hat immer noch den Anschein, als ob Magna auf dem Turm steht und ihnen nachschaut. Paras steuert etwas wehmütig das Schiff in den Raum hinaus. Dort gibt er die Daten für den Rückflug ein. Das Schiff beschleunigt langsam und lässt den Planeten hinter sich. Die beiden blicken ihm noch einmal nach und beschließen ihn Lapis zu nennen. Erst als das Schiff das Sonnensystem verlassen hat beschleunigt es auf seine volle Geschwindigkeit. Paras und Arina verlassen das Cockpit und verstauen zuerst einmal ihr Boot. Danach setzen sie sich in den Gemeinschaftsraum und schauen sich schweigend an. Sie haben nun wieder viel Zeit und eine weite Reise vor sich.
Paras sitzt regungslos am Fenster und schaut hinaus ins Dunkel des Weltalls. Durch seine Fähigkeiten als Mensch der zweiten Generation sieht er diesen Raum, der sich in ständiger Bewegung befindet. Paras will auch hier einmal versuchen, das Ganze dort draußen auf sich wirken zu lassen. Er will mit seinen Gefühlen das Geschehen dort näher erkunden. Dabei erkennt er tatsächlich noch zusätzliche Strukturen, was das Ganze noch sonderbarer erscheinen lässt. Auch hier wird der Szenerie ein Leben eingehaucht, wie es vorher nicht zu erkennen war. Paras erzählt Arina von der Sache, die sich daraufhin auch gleich ans Fenster setzt und nach draußen sieht. Auch sie bewundert scheinbar das bunte Treiben dort draußen, dass vorher nicht zu erkennen war. Dann wendet sie ihren Blick Paras zu. Der macht sich inzwischen Gedanken, was das alles zu bedeuten hat. Wie ist die Welt wirklich? Auf jeden Fall nicht so, wie man bisher geglaubt hat.
Paras und Alina sind bereits eine längere Zeit unterwegs und nähern sich allmählich dem heimischen Sonnensystem. Sie schicken einen Funkspruch an die Erde ab, dass sie bald wieder zurück sein werden. Im Kontrollzentrum freut man sich über die gute Nachricht und gibt allen wichtigen Personen sofort über die bevorstehende Rückkehr Bescheid. Als das Raumschiff den Rand des Sonnensystems erreicht hat, begeben sich Paras und Arina ins Cockpit. Paras drosselt die Geschwindigkeit des Schiffes und nimmt Kurs auf die Erde. Als sie diese erreicht haben, steuert er sogleich den Raumhafen an. Als das Raumschiff dort landet, erkennen die Rückkehrer, dass sie bereits empfangen werden. Paras stellt die Maschine ab und begibt sich mit Arina zum Ausgang. Sie öffnen das Tor und gehen nach draußen, wo das Empfangskomitee bereits auf sie wartet. Sie sind wieder daheim.
Viele Leute haben sich eingefunden und sind nun neugierig, was die beiden Rückkehrer zu erzählen haben. Und natürlich wollen sie erfahren, ob die Expedition erfolgreich war. Paras und Arina können die Menge von dem positiven Verlauf der Reise erst einmal beruhigen. Danach werden die beiden zusammen von Tiris mit den anderen Anwesenden in einen größeren Raum begleitet. Dort ist bereits für ein größeres Treffen alles vorbereitet. Paras und Alina nehmen gleich am ersten Tisch Platz. Die restlichen Anwesenden sitzen ihnen an anderen Tischen gegenüber. Alle sind neugierig, was die beiden berichten können. Nachdem alle eingetroffen sind und Platz genommen haben, beginnen Paras und Arina von ihren Erlebnissen zu erzählen. Fasziniert davon, hören die Anwesenden genau zu. Nachdem die beiden Heimkehrer alles erzählt haben, beginnen auch schon die ersten Leute Fragen zu stellen. Natürlich möchten Paras und Arina alle Fragen so gut wie möglich beantworten. Doch einige Fragen können die beiden auch nicht beantworten, da sie selbst noch nicht alles begriffen haben, was auf Lapis passiert ist.
Nachdem alles erzählt ist und es keine weiteren Fragen mehr gibt, wird die Versammlung beendet. Die Anwesenden unterhalten sich noch ein wenig untereinander und verlassen dann nacheinander den Raum. Auch Tiris verlässt mit Paras und Arina den Raum und begleitet die beiden zu einem bereitgestellten Fahrzeug mit Fahrer. Die drei steigen ein und der Fahrer fährt daraufhin sofort los. Vor und hinter ihnen erscheinen weitere Fahrzeuge, die sie begleiten. Tiris verrät den beiden Rückkehrern, dass sie ein neues Zuhause bekommen, das rund um die Uhr bewacht wird. Da die beiden nun die neue Generation präsentieren, darf ihnen nichts passieren.
Einige Zeit später kommen die beiden in ihrem neuen Zuhause an. Wie schon damals bei Talo und Kala, ist es ein Anwesen etwas abseits auf dem Lande. Es ist ein schönes und großes Anwesen mit reichlich Platz. Tilo führt Paras und Arina herum und zeigt Ihnen ihr neues Heim. Hier haben sie alles, was sie brauchen. Auch Besorgungen werden für die beiden erledigt. Und für ihre Sicherheit ist bestens gesorgt. Tiris vergewissert sich noch kurz bei den beiden, ob alles in Ordnung ist, bevor er sich selber zurückzieht und die beiden vorerst unter sich lässt. Paras und Arina wollen zuerst einmal zur Ruhe kommen und die Ruhe genießen. Sie setzen sich vor das Haus und betrachten die Gegend um sie herum. Sie sind zwar zurück, aber doch irgendwie nicht daheim.
Es ist bereits Nacht und Arina beschließt, noch einmal kurz nach draußen zu gehen. Sie geht hinter das Haus in den Garten und setzt sich dort auf eine Bank. Dieser Platz ist leicht beleuchtet, während der Rest des Gartens im Dunkeln liegt. Paras will drinnen erst noch etwas erledigen und danach zu Arina nach draußen kommen. Nach einer Weile verlässt auch er das Haus und begibt sich in den Garten. Doch auf der Bank sitzt niemand. Paras ruft nach Arina, ob sie in der Nähe ist. Dann hört er eine leise Antwort in einiger Entfernung. Paras kann jedoch in der Dunkelheit nichts erkennen. Er schaut in die Richtung, von der die Stimme gekommen ist. Er konzentriert sich dabei nur auf sein Gefühl. Plötzlich entdeckt er Einzelheiten in der Dunkelheit. Er vermutet sogar eine Person zu erkennen. Paras läuft durch den in Dunkelheit gehüllten Garten auf diese Person zu. Dort erkennt er Arina, die sich die Pflanzen dort anschaut. Sie sagt zu Paras, dass sie diese Blumen so noch nie zuvor gesehen hat. Das Erscheinungsbild dieser Gewächse ist für sie plötzlichen ein ganz anderes. Obwohl dunkle Nacht herrscht, betrachtet auch Paras die Pflanzen auf eine einzigartige Weise. Dann gehen die beiden Hand in Hand wieder zurück und setzen sich noch eine Weile auf die Bank. Sie blicken etwas sehnsüchtig hinauf in den sternenklaren Nachthimmel. Dort gibt es sicherlich noch sehr viel zu entdecken. Vielleicht haben Sie später noch einmal die Möglichkeit wegzufliegen, wenn Sie nicht zu alt dafür sind. Es wäre für die beiden einfach zu schön, Magna noch einmal zu besuchen. Wird sie dann überhaupt noch da sein? Oder wird sie wie Altum eine weitere Spur hinterlassen? Was könnte da noch alles auf einen zukommen? Doch nun sind sie hier und müssen ihre Mission zu Ende bringen. Sie müssen sich um Nachkommen kümmern, für die nächste Generation.
Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jürgen Schnaible).
Der Beitrag wurde von Jürgen Schnaible auf e-Stories.de eingesendet.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2026.
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