Jürgen Schnaible

Die Raumstation

Die Mission 

Trino ist auf dem Planeten Kari drei stationiert. Dieser gehört zum Kari-Sonnensystem und ist der dritte Planet, von der Sonne aus gesehen. Man hat darauf eine Basis errichtet, um von dort aus die Planeten dieses neu entdeckten Systems, zu erforschen. Kari drei ist einer dieser unbewohnten Planeten, die für eine spätere Besiedelung infrage kommen könnten. 

Gerade macht sich Trino wieder bereit, um einen seiner Kontrollflüge durchzuführen. Da erreicht ihn ein Funkspruch, dass er sich bei der Einsatzleitung melden soll. Trino ist zwar etwas verwundert darüber, begibt sich dennoch sofort dorthin. Als er dort ankommt, scheint man schon auf ihn zu warten. Er setzt sich zu den Wartenden an den Tisch. Man erzählt ihm sogleich von einer Raumstation, die sich am äußeren Ende dieses Sonnensystems befindet und keinen Kontakt mehr hat. Solche Stationen dienen als Verbindung zu den benachbarten besiedelten Systemen. Die Mannschaft einer solchen Station besteht aus nur zehn Leuten. Leider hat man im Moment das Problem, dass sich diese Station schon eine Weile nicht mehr gemeldet hat und auch nicht zu erreichen ist. Das nächste Versorgungsschiff wird auch nicht sobald eintreffen. Deshalb ist man zu dem Entschluss gekommen, jemanden dorthin zu schicken, um nachzusehen. Wegen seiner langjährigen Erfahrung hat man dabei an Trino gedacht. Jetzt ist nur die Frage, ob er damit einverstanden ist. Trino lässt sich den genauen Standort der Station auf einer Karte zeigen und berechnet die Entfernung. Nach einiger Überlegung stimmt er der Mission zu.

Trino ist in sein Quartier zurückgekehrt, um sich für den Flug vorzubereiten. Gleichzeitig wird für ihn ein Raumschiff startklar gemacht, das für den langen Flug geeignet ist. Nachdem er alles erledigt hat, begibt er sich noch einmal zur Einsatzleitung für eine letzte Besprechung. Danach geht er direkt zu seinem Raumschiff. Er setzt sich ins Cockpit und bereitet den Start vor. Als die Startfreigabe kommt, startet er das Raumschiff und hebt ab. Nun folgt sein Schiff der vorprogrammierten Route direkt zu dieser Raumstation. Danach kann er sich auf seinem Sitz bequem machen und beobachtet die Umgebung. Da er volles Vertrauen in sein Schiff hat, versucht er sich so weit wie möglich zu entspannen. Trino wird noch eine Weile unterwegs sein. 


Die Ankunft

Er hat es bald geschafft. Nach einem langen Flug müsste er die Raumstation bald erreichen. Gespannt sitzt Trino im Cockpit und hält nach der Station Ausschau. Nach dem Computer müsste er bereits angekommen sein. Voll konzentriert beobachtet er die Umgebung. Plötzlich erkennt er etwas, dass langsam größer wird und näher kommt. Das müsste sie sein. Als er nahe genug ist, erkennt er sie.  Er hat sein Ziel erreicht.

Langsam nähert er sich der Station und beobachtet, ob ihm etwas Ungewöhnliches auffällt. Die Beleuchtung funktioniert schon mal, deswegen konnte er die Station auch rechtzeitig von Weitem erkennen. Da er nichts Außergewöhnliches sehen kann, entschließt er sich, auf dem Flugdeck zu landen. Nach der Landung beobachtet er noch eine kurze Zeit die Umgebung, aber nichts passiert. Dann versucht er vor Ort über Funk jemand auf der Station zu erreichen, doch ohne Erfolg. Auch an den Fenstern des Hauptgebäudes ist niemand zu erkennen. Normalerweise müsste ihm jetzt jemand ein Hangartor öffnen, damit er hineinfliegen kann, um sein Raumschiff dort abzustellen. Der Hangar würde danach wieder mit Sauerstoff befüllt und er könnte von da aus direkt ins Hauptgebäude gelangen. Wenn das aber nicht passiert, hat er ein Problem. Wie soll er ins Gebäude kommen?

Trino setzt einen Funkspruch zur Basis nach Kari drei ab. Damit will er sein weiteres Vorgehen mitteilen. Daraufhin packt er alles zusammen, was er mitnehmen will und zieht seinen Raumanzug an. Er begibt sich anschließend in die Schleuse seines Raumschiffes. Dann verlässt er das Schiff und steht nun wie verlassen allein auf dem großen Flugdeck. Um ihn herum sind überall herrlich leuchtende Sterne zu sehen. Für ihn ist es allerdings ein etwas unheimliches Gefühl, wenn er an den Rand der Plattform schaut, hinter dem sich nichts mehr befindet, als der leere Raum. Er will einmal an den Rand der Plattform gehen und diese Situation erleben. Als er vor dem Abgrund steht, weiß er, wenn er weiter geht, ist er für immer verloren. Er würde durch das All treiben, ohne Hoffnung auf Rettung. Noch einmal blickt er sich um und läuft danach zurück in Richtung Hauptgebäude. Dank der künstlichen Schwerkraft, die es auf der Station gibt, kann Trino sich ganz normal bewegen. Als er am Gebäude angekommen ist, sucht er die Außentür, die in eine Schleuse führt. Durch diese kommt er dann in das Gebäude hinein. Er hat einen Stationsplan der Station dabei, mit dem er sich besser orientieren kann. Durch diesen Plan kann er die Tür auch leichter finden. Als er diese gefunden hat, muss er nur noch nach dem Codeschloss suchen, das dort angebracht ist. Mit dem Zahlencode, den er noch mitbekommen hat, kann er die Tür öffnen. Nachdem er das Codeschloss gefunden hat, beginnt er sofort die Zahlen einzugeben. Tatsächlich öffnet sich sofort die Tür. Er geht hinein und befindet sich im Inneren einer Schleuse. Die Außentür schließt sich und Luft strömt hörbar in den Raum. Nun öffnet sich die Innentür und Trino kann die Schleuse verlassen. Jetzt kann er seinen Raumanzug ausziehen, denn er hat es geschafft. Er ist drin.

Einen Moment bleibt Trino einfach stehen und schaut sich um. Auch konzentriert er sich darauf, etwas Auffälliges zu hören. Doch hier tut sich nichts und somit läuft er weiter. Dass er niemanden antrifft, kommt ihm doch seltsam vor. So geht er weiter und schaut sich sorgfältig um. In jeden Raum blickt er hinein, ob sich jemand darin befindet, doch noch immer ist keiner zu sehen. Auch gelegentliche Rufe, um sich bemerkbar zu machen, zeigen keine Wirkung. Ihm bleibt nichts anderes zu tun, als weiter die ganze Station zu durchsuchen.   

Nach einer Weile erreicht er den Speiseraum mit angrenzender Küche. Er beschließt erst einmal etwas zum Essen und zum Trinken, zu besorgen. Eigentlich müsste früher oder später hier sowieso jemand vorbeikommen. Also sucht er sich etwas zusammen und setzt sich an einen Tisch, um es zu genießen. Die erste richtige Mahlzeit, nach seinem langen Flug. Nachdem Trino gegessen hat und noch immer niemand aufgetaucht ist, macht er sich doch wieder auf den Weg.


Die Begegnung 

Er geht die Gänge entlang und schaut hinter jede Tür. Bis er vor einer weiteren Tür steht, um sie zu öffnen. Er drückt wieder auf den Türschalter neben der Tür, der diese daraufhin öffnet beziehungsweise auch wieder schließt. Als diese sich öffnet, fällt ihm sofort ein grünlich schimmerndes Licht auf, das den Raum erhellt. Plötzlich erkennt er am anderen Ende des Raumes ein grünlich leuchtendes Wesen. Es hat einen runden Körper, der leicht über dem Boden zu schweben scheint. Einzelheiten dieses Wesens sind nicht zu erkennen. Obwohl Trino kein Gesicht erkennt, hat er dennoch das Gefühl, als ob es ihn anschaut. Auf einmal bemerkt er, dass es langsam auf ihn zukommt. Er fragt sich, ob dieses Wesen vielleicht für das scheinbare Verschwinden der Besatzung dieser Station verantwortlich ist. Wenn das so wäre, bedeutet das bestimmt nichts Gutes. Trino will kein Risiko eingehen und läuft davon. Als er sich umschaut, erkennt er, dass ihm das Wesen folgt. Er läuft noch ein Stück den Flur entlang und flüchtet sich dann in einen weiteren Raum. Schnell versucht er sich dort zu verstecken, bevor das Wesen herein kommt. 

Trino sitzt versteckt und wartet immer noch auf das fremde Wesen. Doch je länger er wartet, umso mehr fragt er sich, warum es nicht schon hier ist. Er nutzt die Zeit, um zu überlegen, wie er jetzt handeln soll. Langsam kommt er aus seinem Versteck, jedoch immer die Tür im Blick, die sich jederzeit öffnen könnte. Doch noch immer tut sich nichts. Trino versucht zu verstehen, warum es die Tür nicht öffnet. Hier sitzt er ja schließlich in der Falle und es hätte mit ihm ein leichtes Spiel. Er denkt nach. Vielleicht kann es die Tür gar nicht öffnen. Von dieser Art Lebewesen hat er vorher noch nie gehört. Es ist durchaus möglich, dass dieses Wesen den elektronischen Türschalter nicht betätigen kann. Dann könnte es auch die Tür nicht öffnen. Das wäre eine ganz neue Situation und würde auch erklären, warum das Wesen in dem anderen Raum war. Vermutlich kam es irgendwann und irgendwie dort hinein und die Tür ging zu, sodass es nicht mehr herauskommen konnte. Das würde aber auch bedeuten, dass das Wesen wahrscheinlich vor der Tür auf ihn wartet. Was nun? 

Wenn Trino nur wüsste, mit wem oder was er es zu tun hat. Kann dieses Wesen überhaupt sehen oder hören? Welche Sinnesorgane hat es und auf was reagieren diese? Wie soll er sich auf dieses Wesen einstellen, wenn er nichts darüber weiß? Er muss sich etwas einfallen lassen. Er schaut sich in dem Raum um, in dem er im Moment gefangen ist, ob ihm etwas einfällt. Vielleicht findet er etwas Brauchbares, das ihm hilft, aus dieser Situation herauszukommen. Da entdeckt er eine größere Handlampe im Regal liegen. Er nimmt sie in die Hand und schaltet sie ein. Sie funktioniert und ist zudem sehr hell. So hell, dass man geblendet ist, wenn man angestrahlt wird. Das könnte funktionieren. Dann schiebt er einen kleinen Schrank neben die Tür in der Nähe des Türschalters. Nun kann es losgehen. 

Trino betätigt den Türschalter und stellt sich sofort hinter den Schrank. Vorsichtig schaut Trino hinter dem Schrank seitlich hervor. Er will nicht gleich entdeckt werden. Wie er schon vermutet hat, steht das Wesen vor der Tür. Sein grünlich schimmerndes Licht scheint in den Raum. Es steht regungslos da, als ob es erst einmal abwartet, um die Situation zu analysieren. Dann bewegt es sich langsam in den Raum hinein. Als es von Trino weit genug weg ist, kommt er hinter dem Schrank hervor. Er schaltet die Lampe ein und leuchtet damit direkt auf das Wesen. Tatsächlich ist das Wesen im ersten Moment irritiert und Trino rennt an ihm vorbei. Er läuft durch die Tür und betätigt den Türschalter. Das Wesen bleibt im Raum zurück. 

Nun atmet Trino erst einmal durch und hofft, dass die Tür nicht aufgeht und das Wesen nicht entkommt. Er merkt sich die Zimmernummer, die jeder Raum hat. Zusätzlich markiert er noch die Tür, damit er sie selber nicht noch aus Versehen wieder öffnet. Trino wartet noch einen Moment und läuft dann weiter. Allerdings ist er jetzt vorsichtiger, da er nicht weiß, ob sich noch mehr dieser Wesen auf der Station befinden. Bevor er noch weitere Räume durchsucht, will er auf jeden Fall so schnell wie möglich zuerst den Kontrollraum finden. Das ist die Zentrale, von wo er einen Notruf absetzen kann. Er muss so schnell wie möglich die Basis warnen, bevor noch mehr Leute kommen, die von den fremden Wesen nichts wissen.    
   
Da Trino seinen Stationsplan mitgenommen hat, kann er sich leichter orientieren. Zielstrebig eilt er durch die Gänge. Nach einiger Zeit hat er endlich den Kontrollraum gefunden. Vorsichtig öffnete er die Tür und schaut hinein. Im ersten Moment scheint niemand hier zu sein. Auch das markante Leuchten des Wesens ist nirgendwo zu sehen. Schnell schließt er wieder die Tür und schaut sich noch mal genauer um. Dann setzt er sich an die Funkstation, um mit der Basis Kontakt aufzunehmen. Doch diese scheint nicht zu funktionieren. Leicht angespannt geht er an den Hauptrechner, um nachzusehen, warum die Funkanlage nicht funktioniert. Doch dieser gibt ihm keine Antwort. Er hat somit keine Möglichkeit mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen. 

Nach kurzem Nachdenken fällt ihm ein, dass er doch von seinem Raumschiff aus, die Basis über Funk benachrichtigen kann. Sogleich macht sich Trino auf den Weg. Er muss nun wieder den ganzen Weg zurücklaufen. Als er unterwegs auch wieder an der Tür vorbei kommt, die er auffällig markiert hat, stockt ihm der Atem. Sie ist offen. Wie konnte das passieren? Wer hat sie geöffnet? Damit hat Trino nun wirklich nicht gerechnet. Er muss jetzt so schnell wie möglich die Station verlassen. Zügig und dennoch vorsichtig bewegt er sich die Gänge entlang, um zur Schleusentür zu gelangen, die nach draußen führt. Dort hat er auch seinen Raumanzug abgelegt, den er dann natürlich auch wieder anziehen muss. 

Endlich hat er es geschafft und kommt sicher an seinem Ziel an. Der Raumanzug liegt auch noch auf der gleichen Stelle. Eilig zieht er ihn an, bevor doch noch das Wesen auftaucht. Dann gibt er wieder den Zahlencode in das Codeschloss ein, um die Tür für die Schleuse zu öffnen. Doch die Tür öffnet sich nicht. Noch einmal gibt er den Zahlencode ein, doch auch dieses mal passiert nichts. Trino ist sich sicher, dass die Zahlen richtig sind. Schon etwas angespannt probiert er es erneut, doch wieder ohne Erfolg. Jemand muss den Zahlencode geändert haben oder die Türen verriegelt, damit sie niemand benutzen kann. Wenn er und das Wesen möglicherweise die einzigen auf dieser Station sind, kann es nur das Wesen gewesen sein. Aber wie ist das möglich? 

Trino kommt hier nicht raus. Er zieht verärgert seinen Raumanzug wieder aus und läuft zurück. Er will noch einmal in den Kontrollraum. Unterwegs kommt er an der immer noch offenen Tür vorbei, durch die das Wesen entkommen ist. Trino bleibt kurz stehen und wirft einen Blick hinein. Da entdeckt er einen Computer in der Ecke stehen. Hatte das Wesen dadurch Zugriff auf den Hauptrechner und damit die Tür zur Schleuse gesperrt? Hatte es auch diese Tür über den Computer geöffnet? Das würde erklären, wie es fliehen konnte. Trino geht daraufhin noch einmal zurück in den Raum, wo er das Wesen zuerst angetroffen hatte. Er schaut sich um und stellt fest, dass es keinen Computer in diesem Raum gibt. Deswegen konnte das Wesen hier auch nicht entkommen. Es scheint doch intelligenter zu sein, als er vermutet hat. 

Mit dieser neuen Erkenntnis macht sich Trino wieder auf den Weg Richtung Kontrollraum. Die Situation wird für ihn dadurch natürlich nicht besser. Er muss jetzt mit allem rechnen. Vorsichtig und auf alles gefasst, läuft er wieder zurück zum Kontrollraum. Als er dort ankommt, bleibt er noch kurz vor der Tür stehen. Was ist, wenn das Wesen drinnen auf ihn wartet? Vielleicht hat er es unterwegs nicht getroffen, weil es schon längst da ist. Es ist durchaus möglich, dass es über den Computer auch die Tür zum Kontrollraum geöffnet hat, um hineinzugelangen. Von drinnen kann es die Tür über den dortigen Computer wieder schließen. Trino denkt angestrengt nach, was er jetzt tun soll. Doch hat er eine andere Wahl? Er muss dort hinein, egal was passiert. Er muss das Risiko eingehen. Voller Anspannung betätigt er den Türschalter. Die Tür öffnet sich und Trino blickt gespannt in den Kontrollraum. Kein fremdes Wesen und kein verräterisches grünlich schimmerndes Licht sind zu sehen. Dann geht er hinein und schließt gleich wieder die Tür hinter sich. Sofort setzt er sich an den Computer, um die Schleusentür wieder freizugeben. Doch ihm wird der Zugang verweigert und er kann somit die Tür nicht öffnen. Er ist in dieser Station gefangen.

Wieder einmal fragt sich Trino, was er nun tun soll. Wie kann dieses fremde Wesen den Computer bedienen? Es muss sich nicht nur irgendwie Zugang zum Programm beschafft haben, sondern auch verstanden haben, wie man es bedient. Es wäre ja schließlich sonst nicht entkommen und hätte danach die Schleusentür verriegelt. Damit will es sicherlich verhindern, dass er die Station verlässt. Wenn es das wirklich damit bezwecken will, warum stellt es nicht einfach die Lebenserhaltungssysteme ab? Oder würde es dann selber sterben? Trino weiß einfach noch zu wenig über dieses Wesen und was es wirklich vorhat.

Schlagartig zuckt Trino zusammen, als sich hinter ihm plötzlich die Tür öffnet. Blitzschnell dreht er sich um, doch niemand steht vor der Tür. Er hätte ganz klar das fremde Wesen davor erwartet. Wenn es einen Zugang zu einem Computer hat, kann es jede Tür jederzeit öffnen. Nur Trino selber hat keinen Zugang und kann nichts ausrichten. Schnell steht er auf und geht vorsichtig zur Tür. Er schaut hinaus in alle Richtungen, ob sich irgendwo jemand befindet. Doch im Moment ist niemand zu sehen. Dennoch kommt ihm etwas sonderbar vor. Irgendwas ist anders. Dann erkennt er, dass alle Türen in den Gängen geöffnet sind. Trino ist fassungslos und betätigt einen Türschalter, jedoch ohne Wirkung. Mit offenen Türen kann er sich nirgends mehr sicher fühlen. Das kann nur das Wesen getan haben. Was nun? 

Auf einmal erkennt Trino am Ende eines Ganges dieses grünlich schimmernde Licht. Es ist das fremde Wesen, das den Gang entlang auf ihn zu kommt. Wie hat es ihn so schnell gefunden? Vielleicht hat es durch einen anderen Computer mitbekommen, dass Trino gerade im Kontrollraum am Computer sitzt. Ihm bleibt vorerst nichts weiter übrig, als wegzulaufen. Er entfernt sich so schnell wie möglich, um sich dadurch Zeit zu verschaffen. Vorerst läuft er noch ziellos durch die Gänge, doch nach einer Weile hält er kurz an und denkt nach. Wo kann er noch hin, um kurzfristig einigermaßen sicher zu sein? Er stellt sich an eine Stelle, wo er einen guten Überblick hat. Jederzeit kann das Wesen irgendwo um die Ecke kommen. Danach holt er seinen Stationsplan heraus und schaut ihn sich noch einmal genau an. Plötzlich entdeckt er den Schutzraum auf dem Plan. Soviel er weiß, sind diese Türen nur mechanisch zu verschließen, damit sie auch bei einem Stromausfall noch funktionieren. Dorthin will er sich jetzt durchschlagen.

Trino eilt die Gänge entlang, um den Schutzraum zu erreichen. Plötzlich bemerkt er dieses grünliche Licht, das von einem Nebengang heraus scheint. Schnell läuft er in den nächstgelegenen Raum. Dort versteckt er sich wieder hinter einem Schrank, den er vorher ein Stück von der Wand schiebt. Gespannt wartet Trino ab, ob das Wesen hier vorbei kommt. Auf einmal erkennt er wieder dieses grünliche Licht, das nun in den Raum hinein scheint. Es wird immer heller, bis es sich nicht mehr verändert. Trino traut sich nicht hinter dem Schrank hervorzuschauen, um nicht bemerkt zu werden. Jedoch vermutet er, dass das Wesen direkt vor der Tür steht. Er verhält sich ganz still und versucht sich nicht zu bewegen. Dann wird es endlich wieder dunkler und das grünliche Licht ist verschwunden. Trino wirft vorsichtig einen Blick hinter dem Schrank hervor. Von dem Wesen ist nichts zu sehen. Er wartet noch einen Moment und kommt dann heraus. Vorsichtig geht er zur Tür und schaut den Gang entlang. Niemand ist zu sehen. Schnell läuft Trino weiter dem Schutzraum entgegen.   


Der Schutzraum

Da ist er. Trino hat den Schutzraum ohne weitere Vorkommnisse gefunden. Sofort geht er zu dessen Eingangstür und versucht sie zu öffnen. Sie ist aus Sicherheitsgründen nur mechanisch aufzumachen. Da sie für den Notfall immer unverschlossen sein muss, kann Trino sie leicht öffnen. Schnell geht er hinein und macht sie sofort wieder hinter sich zu. Er will vermeiden, dass das Wesen weiß, wo er sich befindet. Da es diese Tür wahrscheinlich auch nicht selber öffnen kann, ist Trino im Moment hier drinnen sicher. Auch der Computer kann diese Tür nicht öffnen. Trino schaut sich noch mal genauer um, kann aber niemand anderen, außer ihm, erkennen. Es wäre ja möglich gewesen, dass sich jemand von der Besatzung hierher gerettet hat. Somit ist er weiterhin auf sich allein gestellt. 

Zuerst will sich Trino diesen Schutzraum genauer ansehen. Es ist ausreichend Platz vorhanden. Von der Einrichtung her gibt es alles, was man braucht. Vor allem ein Bett, sodass er endlich mal wieder richtig schlafen kann. Ob er das in seiner Situation wirklich kann? Dann durchsucht er weiter jeden Stauraum, den es gibt, um nachsehen, was sich darin befindet. Er will wissen, was er zur Verfügung hat und wo es sich befindet. Für ihn ist auch wichtig, dass er hier genug Notvorräte hat, um einige Zeit zu überstehen. Auch ein Computer steht zur Benutzung bereit, den Trino aber auf keinen Fall anrührt. Das Wesen könnte dadurch möglicherweise herausfinden, wo er sich befindet. Da Trino hier einigermaßen sicher ist, entschließt er sich erst einmal ein wenig hinzulegen und sich ein paar Gedanken durch den Kopf gehen zu lassen. 

Trino wacht auf. Er wollte sich eigentlich nur kurz hinlegen und muss dabei eingeschlafen sein. Sofort sieht er sich um, ob noch alles in Ordnung ist. Er kann jedoch nichts Ungewöhnliches erkennen. Es ist zwar für ihn eine gefährliche Situation, wenn er alleine ist und schläft, aber der Schlaf hat ihm gut getan. Er steht langsam auf und geht auf eines der kleinen, runden Fenster an der Wand zu, die jeweils durch eine Blende verdeckt sind. Langsam schiebt er die Blende beiseite und blickt hinaus. Von dem fremden Wesen ist nichts zu sehen und auch sonst hat sich nichts verändert. Vermutlich weiß dieses Wesen tatsächlich nicht, dass sich Trino hier aufhält. Dennoch muss er sich etwas einfallen lassen, wie er aus dieser schwierigen Lage wieder herauskommt. Er schiebt die Blende wieder zurück und holt sich etwas von den Notvorräten. Dann setzt er sich an einen Tisch und holt seinen Stationsplan wieder hervor. Er will ihn sich noch einmal genauer ansehen, ob er vielleicht doch noch etwas entdeckt, was ihm weiterhelfen könnte. 

Nach einiger Zeit des Nachdenkens kommt Trino auf eine Idee. Vielleicht hat er eine Möglichkeit gefunden, wie er aus seiner gefährlichen Lage entkommen kann. Dazu muss er allerdings den Schutzraum verlassen und zunächst zur Schleusentür zurückkehren. Trino geht noch einmal zu einem dieser Fenster und schaut vorsichtig hinaus. Noch immer ist von dem Wesen nichts zu sehen. Dann geht er zur Tür und öffnet sie ganz langsam. Dabei blickt er sofort nach draußen. Da noch immer nichts Außergewöhnliches zu sehen ist, geht er hinaus, schließt die Tür hinter sich und läuft vorsichtig davon.

Als er gerade durch einen dieser Gänge entlang läuft, bemerkt er, dass durch den offenen Eingang eines Raumes, dieses bekannte, grünlich schimmernde Licht, heraus scheint. Sofort bleibt Trino stehen. Er weiß, dass sich das Wesen in dem Raum befinden muss. Wie soll er jetzt da vorbei kommen, ohne entdeckt zu werden? Er muss diesen Weg nehmen, weil es der einzige ist, der in diese Richtung führt. Zunächst wartet Trino noch ein wenig in einem benachbarten Raum ab, ob das Wesen vielleicht irgendwann herauskommt. Doch als sich nach einer Weile noch immer nichts getan hat, muss er handeln. Ganz vorsichtig schleicht er sich zum Eingang. Da das grüne Licht nicht besonders hell aus dem Raum heraus strahlt, nimmt er an, dass das Wesen nicht direkt hinter dem Eingang steht, sondern weiter weg. Vielleicht ist es gerade mit irgendwas beschäftigt und konzentriert sich darauf. Langsam bewegt er den Kopf, um hineinzuschauen. Wie erstarrt blickt er genau auf das fremde Wesen, dass sich auf der gegenüberliegenden Wandseite befindet. Wieder hat er das Gefühl, dass es ihn genau ansieht, obwohl ja bekanntlich kein Gesicht zu erkennen ist. Er vermutet, dass es sich da schon länger befindet und nur auf ihn gewartet hat. Beide scheinen sich regungslos anzusehen, bis das Wesen beginnt, sich zu bewegen. Es kommt direkt auf Trino zu, der sich sofort umdreht und wegläuft. Er rennt, so schnell er kann, zurück zum Schutzraum. Er reist die Tür auf, geht hinein und macht sie sofort hinter sich wieder zu. Er atmet kurz durch und geht dann vorsichtig an ein Fenster, um einen Blick hinauszuwerfen. Das Wesen ist nicht zu sehen. Es konnte ihm scheinbar nicht folgen und somit feststellen, wo er sich gerade befindet. Trino legt sich daraufhin erst einmal auf ein Bett und versucht mal kurz abzuschalten.

Nachdem Trino wieder ein wenig zur Ruhe gekommen ist, steht er auf und wirft vorsichtig einen erneuten Blick nach draußen. Das erste was er sieht, nachdem er die Blende vom Fenster beiseitegeschoben hat, ist ein kräftiges, grünliches Licht, dass hereinfällt. Hastig schiebt er die Blende wieder zu. Das Wesen muss genau davor stehen. Wie hat es ihn gefunden? War er doch nicht vorsichtig genug? Oder befindet es sich nur zufällig vor dem Schutzraum, ohne zu wissen, das er da drin ist? Damit hat er jetzt wirklich nicht gerechnet. Auf jeden Fall bleibt er eine Weile von den Fenstern weg und versucht kein Geräusch zu verursachen. Hoffentlich hat es ihn noch nicht bemerkt. Trino legt sich wieder in das Bett und will sich eine Weile so unauffällig wie möglich verhalten. 

Als eine Weile vergangen ist, steht Trino langsam wieder auf und geht zu dem gleichen Fenster. Ganz vorsichtig schiebt er wieder die Blende beiseite. Kein grünliches Licht ist mehr zu sehen. Er schaut behutsam durch das Fenster, doch von dem fremden Wesen ist nichts mehr zu erkennen. Wo ist es bloß hin? Sucht es weiterhin nach ihm oder weiß es, dass er hier ist, und denkt sich etwas aus. Vielleicht will es ihm eine Falle stellen. Auf jeden Fall muss er handeln. 


Der Fluchtversuch

Trino muss alles auf eine Karte setzen und versuchen von hier weg zu kommen. Noch ein letztes Mal blickt er durch ein Fenster nach draußen, ob es etwas Auffälliges zu sehen gibt. Dann geht er zur Tür, um sie langsam zu öffnen. Nachdem er draußen ist, schließt er die Tür hinter sich und läuft vorsichtig davon. Als er wieder an dem Gang ankommt, wo er das Wesen zuletzt getroffen hatte, bleibt er kurz stehen und beobachtet die Umgebung. Dieses Mal kann er nichts Außergewöhnliches erkennen. Schnell läuft er weiter, um keine Zeit zu verlieren. Doch plötzlich schwebt er während des Laufens in der Luft und treibt durch den Gang. Für Trino ist nach dem ersten Schreck klar, dass das Wesen die künstliche Schwerkraft ausgeschaltet hat. Das ist für ihn ein großes Problem, da er sich nicht so gut fortbewegen kann, als mit Schwerkraft, die er gewohnt ist. Dennoch muss er weiter, auch wenn es jetzt schwieriger wird.

Er muss nun versuchen, sich auch schwerelos, so gut wie möglich fortzubewegen. Immer wieder stößt er sich irgendwo ab, um in eine bestimmte Richtung vorwärtszukommen. Als er an ein Fenster kommt, schaut er kurz hinaus. Der Blick richtet sich genau auf das Flugdeck, auf dem er mit seinem Raumschiff gelandet ist. Doch irgendetwas scheint da nicht zu stimmen. Sein Raumschiff steht nicht mehr an derselben Stelle. Es sieht sogar aus, als ob es nicht einmal mehr auf dem Flugdeck steht. Durch die fehlende Schwerkraft und die Eigenbewegung der Raumstation scheinen sich die beiden zu trennen. Für Trino ist das ein weiterer Schock, da er weiß, dass er jetzt extrem unter Zeitdruck steht. 

Rasch versucht Trino, weiter zu kommen. Man weiß nicht, was sich das Wesen als nächstes einfallen lassen wird. Er hat sein erstes Ziel gleich erreicht und noch keine Begegnung mit dem Wesen gehabt. Hoffentlich befindet es sich gerade ganz woanders auf der Station. Endlich ist er an der Schleusentür angekommen, wo noch immer sein Raumanzug liegt. Für das Wesen ist es scheinbar wirklich nicht möglich, den Raumanzug zu bewegen. Genauso wie es den Türschalter nicht betätigen kann. Deswegen befindet er sich immer noch auf der gleichen Stelle. Nur durch die Schwerelosigkeit hängt er etwas in der Luft. Sofort versucht Trino ihn so schnell wie möglich anzuziehen, was unter diesen Umständen natürlich nichtmehr so einfach ist. Immer wieder schaut er sich um, ob das fremde Wesen in der Nähe ist. Doch dann hat er es endlich geschafft, sein Raumanzug anzuziehen. Er muss nun gleich weiter und darf keine Zeit verlieren. Doch leider kann er sich jetzt mit seinem Raumanzug noch schlechter bewegen als vorher.

Trino bewegt sich weiter durch den nächsten Gang. Er will den Eingang zum Hangar erreichen, der gleich in der Nähe ist. Als er so durch den Gang schwebt, erkennt er plötzlich, dass am Ende des Ganges dieses grünliche Licht zu sehen ist. Es sieht so aus, als ob sich das Wesen von der Seite dem Gang nähert, wo er sich gerade befindet. Trino lässt sich bis zum nächstgelegenen Raumeingang treiben und zieht sich sofort hastig hinein. In diesem Raum sich kurzfristig zu verstecken ist schwierig. Darum beschließt er, dass er einfach versucht, gleich hinter dem offenen Eingang, unter der Decke zu schweben. Wenn dieses Wesen den Gang entlang kommt, kann es ihn so nicht sehen. Wenn es zufällig hereinkommen sollte, dann wird sich zeigen, was passiert. So hängt Trino mithilfe der Schwerelosigkeit auf seinem Platz unter der Decke und versucht sich nach Möglichkeit nicht zu bewegen. Nach einer Weile bemerkt er, dass der Raum langsam heller wird. Das grünliche Licht scheint durch den offenen Eingang in den Raum. Das Wesen kommt wahrscheinlich den Gang entlang und gleich an seinem Eingang vorbei. Die Anspannung in Trino ist groß. Wieder einmal muss er sich vor dem fremden Wesen verstecken.Er darf jetzt keine falsche Bewegung machen. Jede Unachtsamkeit könnte ihn von seiner Position weg bewegen. Unter Umständen könnte ihn das Wesen dann entdecken. Das Licht wird immer heller im Raum. Doch nun ändert es sich nicht mehr und bleibt konstant. Das Wesen scheint sich nicht weiter zu bewegen. Es könnte sein, dass es gerade vor dem Eingang befindet. Trino ist starr vor Anspannung und hofft, dass es sich bald weiterbewegt. Noch schlimmer wäre es, wenn es hereinkommen würde. Doch auf einmal scheint der Raum langsam wieder dunkler zu werden. Trino wirkt sichtlich erleichtert. Trotzdem verbleibt er noch ein wenig in seiner Stellung, bevor er sich nach unten stößt. Vorsicht bewegt er sich zum Eingang und blickt nach draußen, den Gang entlang. Von dem Wesen ist im Moment nichts zu sehen. Das bedeutet für Trino, dass er weiter kann. 

Eilig verlässt er den Raum und bewegt sich weiter den Gang entlang. Es ist nicht mehr weit, bis zum Eingang des Hangars. Am Ende des Ganges nur noch um die Ecke, dann müsste er dort sein. Als er um die Ecke kommt, erkennt er auch gleich den Eingang, den er gesucht hat. Auch dieser steht offen, sodass er direkt in den Hangar gelangen kann. Trino weiß, dass sich auf jeder Raumstation ein kleines Rettungsschiff befinden muss, um die Mannschaft im Notfall zu evakuieren. Dieses Schiff ist nicht für weite Strecken ausgelegt, sondern soll die Insassen nur für eine bestimmte Zeit aufnehmen, bis Hilfe eintrifft. Mit diesem Rettungsschiff will Trino versuchen zu entkommen. 

Als Trino durch den Eingang schwebt, entdeckt er sofort das gesuchte Schiff. Dank seiner Ausbildung kennt er sich mit diesem Typ aus. Die Bedienung eines Rettungsschiffes nämlich gehört in jede Grundausbildung. Trino stößt sich an der Wand ab und treibt direkt auf das Schiff zu. Plötzlich gehen alle Lichter aus und er bewegt sich ohne jegliche Orientierung durch den dunklen Raum. Sofort ist ihm klar, dass bestimmt das fremde Wesen wieder dahinter steckt. So treibt er weiter auf das Raumschiff zu, ohne zu wissen, ob und wann er es erreicht. Trino hat im Moment keine Kontrolle mehr über die Situation, in der er sich befindet. Er kann nur abwarten, was passiert. Dann streckt er seinen Arm nach vorne, um rechtzeitig zu bemerken, wenn er irgendwo dagegen fliegt. Plötzlich spürt er etwas und prallt leicht gegen das Schiff. Sofort versucht er, sich irgendwo festzuhalten. Stück für Stück tastet er das Schiff ab, um den Schalter für die Entriegelung zu finden, der die Tür des Raumschiffes öffnet. In der völligen Dunkelheit keine leichte Aufgabe. 

Nach einiger Zeit voller Konzentration und Anspannung hat er den Schalter endlich gefunden. Er drückt den Knopf und ein mechanisches Geräusch ist zu hören. Die Tür öffnet sich und die Innenbeleuchtung des Schiffes schaltet sich ein. Endlich kann Trino wieder etwas sehen. Rasch zieht er sich ins Innere des Schiffes und schließt sofort von innen die Tür. Er arbeitet sich zum Cockpit vor, wo er auch gleich Platz nimmt. Als er auf die Instrumententafel blickt, sieht er im Augenwinkel ein grünlich schimmerndes Licht durch das Cockpitfenster fallen. Trino erkennt daraufhin sofort das fremde Wesen, das sich am Eingang zum Hangar befindet. Es scheint bewegungslos dort zu verharren, um das Geschehen zu beobachten. Ungeachtet dessen macht Trino sich weiter daran, das Raumschiff startklar zu machen.

Trino ist so weit. Er hat die Vorbereitungen abgeschlossen und startet den Antrieb. Das einzige, was ihn hier noch festhält, ist das geschlossene Hangartor. Doch damit hat er natürlich gerechnet. Trino verschließt noch schnell seinen Raumanzug und stellt auf die eigene Sauerstoffversorgung um. Er wird für seinen Plan nur den einen Versuch haben, deswegen darf nichts schiefgehen. Langsam lässt er das Raumschiff aufsteigen. Dann steuert er es auf das geschlossene Tor zu und beschleunigt mit voller Leistung. Das Schiff rast auf das Tor zu und reist es aus seiner Halterung, das dieser Kraft nicht standhält. Dabei wird jedoch auch das Schiff stark beschädigt. Aber auch damit hat Trino gerechnet.

So gut es geht, steuert er sein eigenes Raumschiff an, das ein Stück weiter im Raum schwebt. Als er es erreicht hat, versucht er die Bewegungen beider Schiffe anzupassen. Er möchte beide Schiffe so nah wie möglich zusammenbringen und ausrichten. Als er es so weit geschafft hat, verlässt Trino das Cockpit. Zur Sicherheit bindet er sich ein Rettungsseil um, dessen andere Ende er am Schiff befestigt. Dann öffnet er die Tür. Sein Blick fällt direkt auf sein gegenüberliegendes Raumschiff. Auch die Türen beider Schiffe befinden sich fast genau gegenüber. Trino weiß, was er zu tun hat und springt hinaus. Stetig treibt er auf sein Schiff zu. Als er dort angekommen ist, kann er sich gerade noch an einer Halterung, in der Nähe der Tür, festhalten. Er zieht sich in Richtung Tür, um das Bedienfeld für die Türverriegelung zu erreichen. Dort gibt er der Code für die Tür ein, die sich gleich darauf öffnet. Rasch zieht er sich hinein, bindet das Seil ab und schließt von innen die Tür. Nachdem er die Schleuse verlassen hat, begibt er sich sofort ins Cockpit, um den Antrieb zu starten. Er will so schnell wie möglich von dem gegenüberliegenden Rettungsschiff weg, bevor sie doch noch zusammenstoßen. Als alle Vorbereitungen erledigt sind, fliegt Trino auch gleich davon. 

Noch einmal fliegt er an der Raumstation vorbei. Das ausgerissene Hangartor ist nicht zu übersehen. Auch von dem fremden Wesen ist nichts zu erkennen. Vielleicht entdeckt er irgendwo dieses grünlich schimmernde Licht, was auf das Wesen hinweisen könnte. Jedoch kann er nichts dergleichen entdecken. Hat es überhaupt den Ausbruch von Trino überlebt oder geistert es immer noch durch das Gebäude? Vielleicht kann eine spätere Expedition herausfinden, ob es noch existiert und was es damit auf sich hat. Auch was mit der Mannschaft der Raumstation passiert ist, muss noch geklärt werden. Trino gibt im Bordcomputer den Rückflug ein und die Reise kann beginnen. Dann informiert er über Funk die Basis über seine Erlebnisse, während er draußen die langsam vorbeiziehenden Sterne betrachtet. Danach lehnt er sich in seinem Sitz zurück und versucht ein wenig abzuschalten. Es dauert auch nicht lange, bis ihm die Augen zufallen. 




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2026. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Kein Unrechtsempfinden... von Rüdiger Nazar (Einfach so zum Lesen und Nachdenken)

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