Jürgen Schnaible

Die unbekannte Welt

Die Entdeckung

Tina ist in ihrem Element. Sie hat sich schon lange auf ihren Urlaub gefreut und nun ist es endlich soweit. In einem kleinen Dorf, in einer abgeschiedenen Gegend, hat sie ihre Unterkunft bezogen. Morgen will sie in aller Früh zu einer Bergwanderung aufbrechen. Sie hat schon alles dafür vorbereitet und kann es kaum abwarten, bis es endlich losgeht. Inmitten der Natur kann sie von ihrem Alltag abschalten und sich mehr auf sich selber konzentrieren. Deswegen läuft sie am liebsten alleine, um auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen.

Als der Morgen anbricht, steht Tina schon vor der Tür und beginnt ihren Weg zu einem nahe gelegenen Berg. Der ist auch für einfache Wanderer problemlos zu erreichen. Deswegen geht Tina die Sache auch gemütlich an und folgt dem dafür vorgesehenen Weg. Es ist ein schöner Sommertag und Tina will einfach nur die Natur genießen und dabei abschalten. Ab und zu trifft sie auf andere Wanderer, denen sie allerdings kaum Beachtung schenkt.

Auf halber Strecke macht sie erst einmal eine Pause, um danach den restlichen Weg zum Gipfel in Angriff zu nehmen. Als sie sich gerade wieder auf den Weg machen will, erkennt sie, dass das Wetter sich langsam verändert. Tina will trotzdem weitergehen, um den Gipfel heute noch zu erreichen. Kurz bevor sie den Gipfel erreicht hat, bemerkt sie, dass die Bewölkung zunimmt. Sie versucht dennoch, zur Spitze zu gelangen, bevor das Wetter sich noch weiter verschlechtert. Als sie endlich oben angekommen ist, fallen auch schon die ersten Tropfen. Tina will sich nicht lange dort aufhalten und tritt sofort wieder den Rückweg an. 

Der Regen wird immer stärker und der Wind nimmt kräftig zu. Tina hat noch einen langen Weg vor sich und überlegt, ob sie sich nicht irgendwo unterstellen soll, bis sich das Wetter beruhigt hat. Doch sie kann nichts erkennen, dass ihr Schutz bieten könnte. Das Einzige was sie erkennt, ist ein Felsvorsprung in der Nähe. Sie verlässt den Pfad und läuft den Berg entlang, bis zu der Stelle, wo sie sich vorübergehend unterstellen kann. Unter dem Vorsprung ist Tina zumindest ein wenig vor dem Unwetter geschützt. Dennoch treibt der Wind den Regen wild umher. Sie bewegt sich so nah wie möglich an der Wand entlang, um den besten Platz zu finden. Da entdeckt sie einen Spalt im Fels, durch die sie weiter in den Berg hinein gelangt. Da es noch weiter hinein geht, holt sie ihre Taschenlampe aus ihrem Rucksack und leuchtet den Weg entlang. Nach einigen Metern erkennt sie einen Raum, womöglich eine kleine Höhle. Neugierig geht sie hinein und schaut sich darin um. Was sie da an den Wänden sieht, verschlägt ihr den Atem. Damit hat sie nicht gerechnet. Überall sind Wandmalereien, die vermutlich sehr alt sind. Sie ist sich nicht sicher, ob sonst noch jemand davon weiß, oder ob sie die Erste ist, die diese Höhle entdeckt hat. Wenn das der Fall ist, wäre es eine großartige Entdeckung. Das müsste ihr jedoch jemand zeigen, der sich damit auskennt. Doch vorerst muss Tina in dieser Höhle zu bleiben, bis das Unwetter draußen vorbei ist.

Als das Unwetter vorüber ist und die Sonne endlich wieder scheint, verlässt Tina die Höhle und kehrt zum Pfad zurück. Sie folgt ihm hinunter ins Tal, bis sie wieder in ihrer Unterkunft angekommen ist. Unterwegs hat sie darüber nachgedacht, wen sie verständigen soll. Zufällig kennt sie einen Professor von der Universität, mit dem sie schon auf Wanderung war. Nachdem sie seine Telefonnummer herausgefunden hat, ruft sie ihn sofort an. Sie erzählt ihm die Geschichte von ihrer Entdeckung. Dieser zeigt sich sehr interessiert. Da er wiederum einen Kollegen kennt, der sich damit befasst, möchte er sich das gerne mit ihm ansehen. Er möchte Tina mit seinem Kollegen so schnell wie möglich dort treffen.

Am nächsten Tag ist der Professor mit seinem Begleiter bei Tina eingetroffen. Da es schon spät ist, nehmen sich die beiden ein Zimmer zum Übernachten, um am nächsten Tag mit Tina zur Höhle aufzubrechen. Gleich bei Sonnenaufgang stehen alle drei zum Aufbruch bereit. Sie folgen dem Pfad bergauf bis an die Stelle, wo sie ihn verlassen müssen, um zur Höhle zu gelangen. Als sie den Felsvorsprung erreicht haben, holen alle ihre Taschenlampen hervor und begeben dich in die Höhle.

Die beiden Professoren staunen nicht schlecht, als sie die Wandmalereien zu Gesicht bekommen. Neben einfachen Zeichnungen sind auch detaillierte Abbildungen zu erkennen, deren Bedeutung man erst noch herausfinden muss. Selbst der erfahrene Professor hat solche Zeichnungen noch nicht gesehen. Mit seiner Kamera macht er so viele Fotos wie möglich, um sie Zuhause genauer zu betrachten. Alle sind sich darüber einig, dass sie den Fund melden müssen, damit sich Experten damit befassen können.

Nachdem sie alles bestaunt und festgehalten haben, machen sich die drei wieder auf den Rückweg. Als sie zurück im Dorf sind, gehen sie gemeinsam zum Essen. Dabei unterhalten sie sich noch ausgiebig über die Höhle. Da es bereits dunkel wird, gehen alle danach auf ihre Zimmer. Am nächsten Morgen verabschieden sich die beiden Professoren von Tina und bedanken sich bei ihr für ihr Vertrauen. Sie werden sich um das weitere Vorgehen kümmern. Tina schaut den beiden bei ihrer Abfahrt noch hinterher und geht in ihr Zimmer zurück. Für sie ist es der letzte Tag hier und sie wird morgen früh abreisen. Vielleicht geht sie noch einmal in die Höhle hinauf und schaut sich darin in aller Ruhe um. Sie weiß nicht, ob sich ihr die Gelegenheit noch einmal bieten wird.


Die Spurensuche

Inzwischen ist einige Zeit vergangen und die Höhle mit den Wandmalereien von mehreren Wissenschaftlern untersucht worden. Einige meinen, dass diese Darstellungen an der Wand eine zusammenhängende Bedeutung haben. Doch keiner konnte bisher die Bilder genau deuten. Die Höhle ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, damit die Bilder nicht beschädigt werden und die Wissenschaftler in Ruhe ihre Nachforschungen betreiben können. Stattdessen hat man in verschiedenen Medien die Zeichnungen veröffentlicht, damit sie jeder selber ansehen kann.

So auch Daniel, der als Astronom in einer Sternwarte arbeitet und sich diese Bilder Zuhause anschaut. Der einen Zeichnung schenkt er besondere Aufmerksamkeit. Immer wieder schaut er sie genau an, um herauszufinden, was es darstellen könnte. Irgendetwas fällt ihm an diesem Bild auf, das ihm bekannt vorkommt. Er kann aber nicht sagen, an was es ihn erinnert. Erst nach mehrmaliger Betrachtung fällt es Ihm ein. Die Zeichnung beschreibt sehr genau eine ihm bekannte Sternenkonstellation am Nachthimmel. Ein Punkt wird auf dem Bild besonders hervorgehoben. Auch die auf der Zeichnung abgebildeten Personen deuten auf ihn. Daniel will sich diese Stelle in der Sternwarte einmal genauer anschauen.

Am nächsten Morgen ist Daniel wieder auf seinem Arbeitsplatz in der Sternwarte. Er erzählt seinen Kollegen von der Wandmalerei und seinem Wunsch, sich die Stelle mit dem Teleskop genauer anzusehen. Diese sind ebenfalls neugierig und wollen Daniel unterstützen. Das Teleskop wird bei nächster Gelegenheit auf die entsprechende Stelle ausgerichtet und Daniel sieht sich die Sternenkonstellation genau an. Dann vergleicht er sie mit der Zeichnung in der Höhle. Die Übereinstimmung ist nicht zu übersehen. Nur der hervorgehobene Punkt ist nicht zu erkennen. Selbst mit maximaler Vergrößerung ist nichts zu sehen. Etwas enttäuscht überlegt Daniel, was das zu bedeuten hat.

Daniel ruft am nächsten Tag einen Kollegen an, der in einem anderen Observatorium arbeitet. Er bittet ihn um Hilfe, da es dort bessere Möglichkeiten gibt, diese Stelle zu beobachten. Daniel möchte unbedingt wissen, ob sich dort etwas befindet. Zusätzlich schickt er ihm noch ein Bild von der Höhlenzeichnung, um ihm zu zeigen, worum es geht. Auch dort zeigt man sich neugierig und will Daniel unterstützen.

Zwei Tage später bekommt Daniel einen Anruf vom Observatorium. Sie haben tatsächlich an der angegebenen Stelle etwas gefunden. Man hat den Stern in unmittelbarer Nähe des gesuchten Punktes genauer beobachtet. Dabei hat man entdeckt, dass ein Planet ihn umkreist. Dies könnte möglicherweise der angedeutete Punkt sein. Für Daniel ist diese Nachricht ein Hinweis dafür, dass die auf der Zeichnung abgebildeten Personen auf diesen Planeten zeigen. Doch was soll das bedeuten?

Daniel hat seine Erkenntnisse weitergeleitet und die Wissenschaftler weltweit damit neugierig gemacht. Dieser Planet erweckt so großes Interesse, dass man sogar mit dem Gedanken spielt, dorthin zu fliegen. Doch muss erst ein Raumschiff gebaut werden, dass diesen Anforderungen entspricht, denn der Planet ist weit entfernt. Das Raumschiff muss schnell sein und wird trotzdem eine lange Reise vor sich haben. Auch die Besatzung muss dafür geeignet sein. Natürlich wird die ganze Sache nicht billig werden, dennoch sind sich die Wissenschaftler einig, dass es die Sache wert ist. Es könnte die Grundlage für kommende Expeditionen sein.

Nach einigen Verhandlungen ist man sich einig in einem Gemeinschaftsprojekt das Vorhaben zu realisieren. Mehrere Staaten und Wissenschaftler aus aller Welt sind an dieser Aufgabe beteiligt. Neue Techniken werden erstmals für diese Expedition entwickelt und eingesetzt. Auch die Astronauten für diese Mission sind bereits ausgewählt. Alina und Leon sind die beiden, die sich auf das Abenteuer einlassen werden. Die beiden sind auf der Reise auf sich allein gestellt, da jede zusätzliche Person einen Mehraufwand für die Lebenserhaltung zur Folge hätte. Somit bereiten sich die beiden, während das Raumschiff gebaut wird, auf ihren Einsatz vor. Obwohl niemand weiß, ob das Unternehmen ein Erfolg wird, will man es zumindest versuchen.


Die Expedition 

Es ist soweit. Das neue Raumschiff ist fertiggestellt, hat bereits einen kleinen Testflug überstanden und wird nun für die große Reise vorbereitet. Das bedeutet auch für Alina und Leon, dass sie sich von ihren Bekannten für eine längere Zeit verabschieden müssen. Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, betreten beide gemeinsam das Raumschiff und nehmen ihren Platz im Cockpit ein. Es werden noch einmal alle Daten kontrolliert, bevor die Startfreigabe erfolgt. Das Raumschiff erhebt sich und beschleunigt danach kontinuierlich in die vorprogrammierte Richtung. Die beiden Astronauten beobachten konzentriert die Daten auf dem Bildschirm. Bis jetzt scheint alles in Ordnung zu sein. Nachdem sie die Atmosphäre verlassen haben, beschleunigt das Raumschiff immer schneller. Als sie nach einiger Zeit ihre Höchstgeschwindigkeit erreicht haben, verlassen die beiden das Cockpit und überlassen es dem Computer. Sie haben nun einen langen Flug vor sich. Hinter ihnen verschwindet die Erde, während vor ihnen ein neuer, unbekannter Planet allmählich näher kommt.

Viel Zeit ist verstrichen, seitdem Alina und Leon die Erde verlassen haben. Trotz vieler Bedenken verläuft der Flug bisher wie geplant. Die beiden haben ihr Ziel fast erreicht und sind nach der langen Reise gespannt, was sie dort erwartet. Sie können den gesuchten Planeten bereits mit bloßen Augen erkennen. Stetig kommen sie ihm näher und beobachten dabei die Annäherung vom Cockpit aus. Der Computer bremst das Raumschiff ab und bringt es in eine sichere Umlaufbahn. Zuerst werden die beiden eine Weile den Planeten umrunden, um ihn zu beobachten. Dabei werden sie Daten von ihm sammeln, um mehr über ihn zu erfahren. 

Nachdem sie genug Daten von dem Planeten erfasst haben, beginnt für die beiden der nächste Schritt. Während das Raumschiff durch den Computer in einer sicheren Umlaufbahn gehalten wird, steigen Alina und Leon in eine kleinere Raumfähre, die sie mit an Bord haben. Sie verlassen das Raumschiff und fliegen zum Planeten hinab. Nach einer Weile dringen sie in dessen Atmosphäre ein und nähern sich der Oberfläche. Nun sehen die beiden das erste Mal die Oberfläche von der Nähe. Von Vielfalt kann hier keine Rede sein, den die Landschaft zeigt sich ihnen wenig abwechslungsreich. Man erkennt überall eine rotbraune Wüstenlandschaft, die von kleinen Gebirgsketten durchzogen ist. Sie bringen ihre Raumfähre auf eine bestimmte Höhe und überfliegen die Landschaft. Bis jetzt haben sie noch keine Anzeichen einer Zivilisation entdeckt. Ob es überhaupt Leben auf diesem Planeten gibt, muss sich auch erst noch herausstellen.

Die beiden überfliegen jetzt schon eine längere Zeit die Oberfläche, ohne jegliche Anzeichen von Leben oder anderen Auffälligkeiten. Sie beschließen daraufhin, erst einmal zum Raumschiff zurückzukehren. Nachdem sie zurück sind, überlegen die zwei, wie sie weiter vorgehen wollen. Einfach umzukehren mit der Nachricht, einen öden und leblosen Planeten gefunden zu haben, wäre enttäuschend. Deshalb wollen sie noch nicht aufgeben und die Suche später systematisch fortsetzen.

Nachdem sich beide etwas ausgeruht haben, steigen sie wieder in die Raumfähre und beginnen den Planeten systematisch zu überfliegen. Nach einer Weile erkennen sie am Horizont eine Staubwolke. Sofort ändern sie die Richtung und fliegen dorthin. Doch als sie dort ankommen und der Staub sich verzogen hat, erkennen sie an dieser Stelle nur wild verstreuten Wüstensand, als ob es eine Explosion gegeben hätte. Beide beobachten die nähere Umgebung, doch ist weit und breit nichts zu sehen, was eine Explosion hätte auslösen können. Noch völlig verwundert über das Ereignis
führen sie ihren Flug fort. Vielleicht entdecken sie mehr, als sie anfangs gedacht hatten.

Einige Zeit später das gleiche Schauspiel. Doch diesmal ist ganz deutlich in unmittelbarer Nähe auf der Oberfläche eine Explosion zu erkennen. Auffälligkeiten steuern sie die Stelle an und wieder bietet sich ihnen das gleiche Bild. Es ist auch diesmal nicht zu erkennen, was diese Explosion verursacht hat. Also fliegen sie weiter und halten weiterhin Aussicht nach Auffälligkeiten. Da sie nach einiger Zeit immer noch nichts Neues entdeckt haben, entschließen sie sich vorerst erneut zum Raumschiff zurückzukehren. 

Alina und Leon kehren etwas später erneut zum Planeten zurück, um ihre Suche fortzusetzen. Sie überfliegen die typische Landschaft in der Hoffnung, diesmal hoffentlich mehr zu entdecken. Plötzlich ruft Alina Leon zu, dass sie möglicherweise etwas gesehen hat. Sofort reduzieren sie die Geschwindigkeit ihrer Raumfähre und wenden. Langsam fliegen sie zurück, bis sie auf dem Wüstenboden, der von kleinen Gebirgsketten durchzogen ist, etwas erkennen, dass wie ein Gebäude aussieht. Sie kreisen noch ein wenig über dem Objekt und beobachten die nähere Umgebung. Dann setzen sie zur Landung an, um es sich genauer anzusehen. Vielleicht haben sie endlich etwas gefunden, das Ihnen weiterhilft.


Das Gebäude 

Die Raumfähre ist in unmittelbarer Nähe des Objektes gelandet. Die Atmosphäre dieses Planeten ist dem der Erde sehr ähnlich. Deswegen wollen die beiden die Raumfähre ohne ihren Raumanzug verlassen. Leon wagt sich als erster hinaus und hat keine Probleme mit der neuen Umgebung. Danach folgt ihm Alina, die damit auch gut zurechtkommt. Beide stehen vor dem Objekt und bestaunen es. Es sieht aus wie ein riesiges, schwarzes Gebäude in Form eines Würfels. Sie warten noch ein bisschen und als noch immer nichts geschehen ist, entschließt sich Leon, dem Objekt zu nähern. Alina bleibt zurück und beobachtet, was passiert. Leon kommt dem Gebäude immer näher, bis er nach einiger Zeit direkt davor steht. Er berührt die Außenwand, die eine extrem glatte Oberfläche hat. Auch ist keine Fuge zu erkennen, sondern nur eine einzige gleichmäßige Fläche. Dann beginnt er das Gebäude entlang zu gehen, um doch noch etwas wie einen Eingang zu finden. Leon blickt sich noch einmal zu Alina um und fängt an, das Gebäude zu umrunden. Da entdeckt er an der Wand einen leuchtenden Kreis. Leon schaut ihn sich genauer an, kann aber nicht erkennen, was er bedeutet. Erst als er ihn berührt, tut sich daneben ein Tor auf, das vorher nicht zu erkennen war und wodurch man ins Innere gelangen kann. Er gibt Alina ein Zeichen, das sie sich das ansehen soll. Sie läuft auf Leon zu und schaut mit ihm ins Innere des Gebäudes. Dann gehen beide vorsichtig hinein. 

Nachdem sie einige Schritte hineingegangen sind, schließt sich die Öffnung hinter ihnen wieder. Das Gebäude ist jedoch ausreichend beleuchtet, sodass man alles gut erkennen kann. Der Raum hat eine hohe Decke und zieht sich über die gesamte Grundfläche des Gebäudes. Überall stehen verschiedene fremdartige Maschinen herum. Neugierig schauen sich die beiden um und haben das Gefühl, dass es sich um eine Ansammlung verschiedenster Geräten handelt, die hier untergestellt sind. In einer Ecke des Raumes entdecken sie eine Plattform mit einem kleinen Bedienpult. Leon vermutet, dass es eine Art von Aufzug sein könnte, um auf die anderen Stockwerke zu gelangen. Alina und Leon stellen sich auf die Plattform und Leon drückt den obersten Schalter. Tatsächlich bewegen sie sich nach oben in das nächste Stockwerk. Gemeinsam verlassen sie wieder die Plattform und schauen sich in dem neuen Raum um. Auch hier sind die verschiedensten Gegenstände untergebracht. Neugierig gehen sie durch den riesigen Raum und schauen sich kurz um. Danach stellen sie sich wieder auf die Plattform und fahren noch ein Stockwerk höher. Als sie oben ankommen, staunen sie nicht schlecht über das, was sie da sehen. Im Raum befinden sich eine Menge von elektronischen Geräten wie Computer, Monitore, Schalttafeln und irgendwelche unbekannten Geräte. Sie haben den Eindruck, als ob sie sich in einer Art Überwachungs- oder Kommunikationszentrale befinden würden. Weiter hinten im Raum stehen reihenweise Regale, in denen Behälter gelagert sind. Als die beiden in einen dieser Behälter hineinsehen, vermuten sie, dass es sich um irgendwelche Datenträger handeln könnte, die darin aufbewahrt werden. Doch von dieser Technik haben Alina und Leon keine Ahnung und können damit leider nichts anfangen.

Da entdecken sie einen großen Monitor an der Wand hängen, an dem ein Licht auffällig blinkt. Neugierig gehen die beiden auf ihn zu. Als sie vor ihm stehen, schaltet sich der Monitor plötzlich von alleine ein. Gespannt schauen sie auf den Film, der dort abgespielt wird. Zu erkennen ist eine schöne, fruchtbare Gegend mit unbekannten Einwohnern, die ihrer Beschäftigung nachgehen. Man bekommt einen kleinen Einblick in das öffentliche Leben. Doch dann sind plötzlich am Himmel viele fremdartige Raumschiffe zu erkennen und es kommt zum Kampf mit fremden Wesen, die auf einmal auftauchen. Die Bewohner scheinen sich erfolgreich verteidigt zu haben und feiern ihren Erfolg. Doch dann tauchen die fremden Raumschiffe wieder auf und man erkennt, wie diese etwas in großen Mengen abwerfen. Da erkennen Alina und Leon etwas Außergewöhnliches, was sie sich im Moment nicht erklären können. Diese Dinger, die von den Raumschiffen abgeworfen werden, verschwinden bevor sie auf dem Boden einschlagen, von der Bildfläche. So etwas haben die beiden auch noch nicht gesehen. Wie ist das möglich, dass diese Dinger einfach verschwinden? Was macht es überhaupt für einen Sinn etwas abzuwerfen, das sich sozusagen in Luft auflöst und dadurch keinerlei Wirkung hat? Doch schon bald bekommen sie gezeigt, was da vor sich geht. Bei den kommenden Aufnahmen sind Explosionen zu sehen, die wahrscheinlich zufällig aufgenommenen wurden. Man erkennt an den Reaktionen der Bewohner, dass keiner damit gerechnet hat. Immer wieder sind irgendwo plötzlich auftretende Explosionen zu sehen. Das öffentliche Leben scheint langsam zum Erliegen zu kommen. In einer weiteren Szene ist deutlich zu erkennen, wie relativ nahe aus dem Nichts ein Gegenstand auftaucht, der gleich darauf explodiert. Es müsste sich somit um eine ungewöhnliche Art von Bombe handeln, die irgendwann, irgendwo plötzlich auftaucht, um unvorhersehbaren Schaden anzurichten. Im Film sehen die beiden noch, wie die Zerstörungen immer weiter zunehmen und die Bevölkerung beginnt, den Planeten mit Raumschiffen zu verlassen. Dann ist der Film zu Ende und der Monitor schaltet sich wieder aus. 

Nachdem Alina und Leon nun das Schicksal dieses Planeten und seiner Bewohner erfahren haben, suchen sie sich eine Sitzgelegenheit und denken nochmals über das gerade gesehene nach. Leon vermutet sofort, dass diese Bomben im Film die gleichen sind, die sie selber schon unterwegs auf dem Flug gesehen haben. Er fragt sich, wie das sein kann, dass diese Dinger einfach verschwinden und wieder auftauchen? Alina vermutet eine noch unbekannte Technologie. Der Bombe wird ein Zeitpunkt programmiert, wo sie dann in einer Zeitschleife hängen bleibt, bis ein zweiter Zeitpunkt in der Zukunft sie wieder in die Realität zurückholt. Dieser zweite Zeitpunkt könnte auch zufällig sein, sodass niemand wissen kann, wann die Bombe erscheinen und explodieren wird. Alina nennt diese schreckliche Waffe nach ihrer Theorie auch gleich Zeitsprungbombe. Leon vermutet, dass dieses spezielle Gebäude extra gebaut wurde, um diesen Bomben standzuhalten. Nur wenn eine Bombe im Inneren des Gebäudes auftauchen würde, wäre dieses verloren.

Noch immer haben die beiden die Bilder im Kopf, wie die Einheimischen den Planeten Stück für Stück verlassen. Alina fragt sich, wohin die Bewohner mit ihren Raumschiffen geflüchtet sind. Sie sind doch bestimmt nicht einfach drauflos geflogen, ohne ein bestimmtes Ziel gehabt zu haben. Leon würde es auch allzu gerne wissen und schlägt vor, weiter das Gebäude zu durchsuchen, ob es möglicherweise einen Anhaltspunkt gibt, wohin die Bewohner wollten.

Somit gehen die beiden weiter und schauen sich nach weiteren Hinweisen um. An einem Ende des Raumes kommen sie an einer Ansammlung von mehreren geschlossen Behältern vorbei. Natürlich wollen die zwei wissen, was sich darin befindet. Leon geht zu einem dieser Behälter und bemerkt, dass er nicht verschlossen ist. Vorsichtig öffnet er ihn und blickt hinein. Darin befinden sich verschiedene Schriftstücke. Alina holt eines davon heraus und sieht es sich an. Diese Schriftzeichen hat sie noch nie gesehen. Somit kann sie auch nicht lesen, was da aufgeschrieben ist. Auch Leon holt einige davon heraus und schaut sie sich an. Ab und zu sind auch Abbildungen dabei, die zwar interessant sind, aber Alina und Leon nicht besonders weiterhelfen.

Die beiden öffnen einen Behälter nach dem anderen, um zu sehen, was sich darin befindet. In jedem dieser Behälter sind verschiedene Aufzeichnungen untergebracht. Stück für Stück betrachten die zwei jedes einzelne dieser Schriftstücke. Da entdeckt Alina ein Buch, das sie sofort anschaut. Was sie darin sieht, ist genau das, wonach sie gesucht haben. Auch wenn sie es nicht lesen kann, erkennt sie an den Bildern, was es darstellen soll. Es sind tatsächlich Aufzeichnungen von den Bewohnern, wie sie nacheinander ihren Planeten verlassen und wohin jede Gruppe fliegt. Anhand von Sternenkarten ist der jeweilige Zielplanet markiert. Vielleicht hatten sie sich aufteilen, um den Fortbestand zu sichern, wenn es die eine oder andere Gruppe nicht schaffen sollte. Alina zeigt Leon ihren Fund, der auch sichtbar davon begeistert ist. Er weiß, dass man mit diesem Buch nach den früheren Bewohnern dieses Planeten suchen könnte. Alina will deswegen dieses Buch auf jeden Fall mitnehmen. 

Nachdem Alina und Leon alle Behälter durchsucht haben, gehen sie weiter und schauen sich noch den Rest des Raumes an. Da sie nichts mehr Interessantes finden konnten, entschließen sie sich wieder nach unten zu fahren, da sie bereits ganz oben angekommen sind. Sie stellen sich erneut auf die Plattform und Leon betätigt den unteren Schalter. Diese bewegt sich auch sofort abwärts. Leon hält den Schalter gedrückt, um bis ins erste Stockwerk zu fahren. Doch die Plattform hält dort nicht an und fährt weiter nach unten. Schnell lässt Leon den Schalter los. In dem Raum, der sich unterhalb der Erdoberfläche befindet, befinden sich einige in Betrieb befindliche Maschinen und Apparate. Womöglich sind diese für die Energieversorgung des Gebäudes zuständig. Das hätten die beiden hier nicht erwartet. Vorsichtig gehen sie weiter und versuchen herauszufinden, ob sich hier unten jemand aufhält. Tatsächlich sehen sie plötzlich in einiger Entfernung jemanden beschäftigt vor einem Gerät stehen. Erst beobachten sie ihn ein wenig und gehen dann langsam auf ihn zu. Als sie fast dort sind, werden sie von ihm bemerkt. Er schaut sie an und die beiden erkennen sofort, dass es sich um einen Roboter handelt. Etwas erschrocken darüber, bleiben sie sofort stehen und warten erst einmal ab, wie der Roboter auf sie reagiert. Dieser blickt die beiden konzentriert an, als ob er versucht zu erkennen, wer da vor ihm steht. Dann geht er direkt auf Alina und Leon zu und lässt sie dabei nicht aus den Augen. Die beiden wissen nicht, was sie von der Situation halten sollen und bleiben lieber vorerst auf Abstand. Da bemerken sie, dass sich noch mehr dieser Roboter im Raum befinden, die aus allen Richtungen auf die beiden zukommen. Leon befürchtet, dass er und Alina möglicherweise als Fremde angesehen werden und die Roboter für die Instandhaltung und zum Schutz des Gebäudes da sind. Dann wäre es besser, wenn sie sicherheitshalber den Raum verlassen. Schnell laufen sie zur Plattform zurück und versuchen dabei den Robotern auszuweichen. Dort angekommen fahren sie sofort nach oben und verlassen gleich wieder die Plattform. Sie haben es gerade noch geschafft. 

Alina macht sich Gedanken darüber, was wäre, wenn die Roboter den Fahrstuhl abgeschaltet hätten. Vielleicht hatten sie keine Zeit dafür oder wollten es nicht tun. Dann fällt ihr plötzlich ein, dass sie ja immer noch den Haupteingang verschließen könnten, um ein Entkommen aus dem Gebäude zu verhindern. Im gleichen Augenblick fängt die Plattform an, sich nach unten zu bewegen. Für Alina und Leon ist in dem Moment klar, dass die Roboter bestimmt gleich auftauchen werden. So schnell sie können laufen sie los und suchen den Haupteingang. Nachdem sie ihn gefunden haben, sucht Leon nach einem Kreis an der Wand. Als er ihn gefunden hat, berührt er ihn und das Tor öffnet sich. Sofort laufen die beiden nach draußen, solange sie noch können. Sie sind froh, dass sie es noch geschafft haben, das Gebäude wieder zu verlassen. Plötzlich hören sie einen lauten Knall. Gleich darauf wird eine dicke Staubwolke über sie hinweg geweht. Eine dieser Zeitsprungbomben muss ganz in der Nähe explodiert sein. So schnell sie können laufen sie zu ihrer Raumfähre zurück. Nachdem sie diese erreicht haben, setzen sie sich sofort ins Cockpit und starten die Triebwerke. Gleich darauf heben sie ab und fliegen zurück zum Raumschiff. 


Die Rückkehr 

Als Alina und Leon zurück in ihrem Raumschiff sind, entscheiden sie sich, zurück nach Hause zu fliegen. Sie glauben nicht, dass es sich lohnt weiter zu suchen. Vielleicht gibt es noch mehr von diesen Gebäuden, aber ob sie dort etwas neues finden würden? Außerdem besteht die Gefahr, dass zufällig eine Bombe vor ihnen explodieren könnte. Auch wenn nur die Raumfähre beschädigt wäre, könnten sie den Planeten nicht mehr verlassen. Aber auch die Roboter dürfen sie nicht außer Acht lassen. Es ist einfach zu gefährlich und außerdem gehen ihre Vorräte zur Neige. Somit begeben sich die beiden ins Cockpit und geben den Rückweg ein. Dann verlassen sie die Umlaufbahn und treten die Heimreise an. Sie haben noch einen sehr langen Rückweg vor sich.

Die beiden haben nun viel Zeit und überlassen in erster Linie ihrem Raumschiff den Flug. Alina legt sich bequem auf eine Liege und holt das Buch hervor, dass sie aus dem Gebäude mitgenommen hatte. Es ist das, in dem die Bewohner bei der Abreise von ihrem Planeten zu sehen sind. Sie will sich das Buch einmal genauer anschauen, ob sie etwas interessantes findet. Seite für Seite studiert sie die Bilder und Zeichnungen, da sie die Schrift nicht lesen kann. Nach einer Weile kommt sie auf eine Seite, bei der sie das Gefühl hat, etwas interessantes entdeckt zu haben. Sie schaut sich alles genau an und bleibt auf einer bestimmten Grafik hängen. Dieses Bild scheint ein Sonnensystem darzustellen und sieht genauso aus wie das eigene System. Es ist auch ein ganz bestimmter Planet markiert, und zwar die Erde. Alina ruft sofort Leon, damit er sich das einmal ansieht, und sagt, was er davon hält. Auch er kann diese Übereinstimmung bestätigen und fragt sich, ob es sich dabei wirklich um die Erde handeln könnte. Dann sind vielleicht einige dieser Fremden tatsächlich zur Erde geflogen, auf der Suche nach einer neuen Heimat. Das würde auch die Wandmalereien in der Höhle erklären. Aber was ist aus ihnen geworden? 

Alina blättert neugierig weiter in dem Buch und versucht auf jede Einzelheit zu achten. Bis sie einige Zeit später auf ein Bild stößt, dass sie erschaudern lässt. Sie erkennt auf dem Bild einen Berg, wie es auch auf der Erde stehen könnte. Wieder ruft sie Leon, der sich das Bild anschaut. Aber ob diese Aufnahme wirklich von einem Berg ist, der auf der Erde steht? Alina setzt sich sofort an den Computer und scannt das Bild ein. Dann lässt sie es mit einem speziellen Programm suchen. Das Programm vergleicht die Aufnahme mit dem eigenen Datenbestand. Nach einer Weile kommt die Bestätigung, dass es diesen Berg auf der Erde gibt. Ihre Vermutung hat sich somit bestätigt. Es ist ein relativ unbekannter Berg in einer abgeschiedenen Gegend. Doch wer hat das Bild gemacht? Es könnten die Fremden gemacht haben, als sie auf der Erde waren und haben es dann zurück in ihre Heimat geschickt. Aber warum gerade dieser Berg? Sind sie hier gelandet oder hat es eine andere Bedeutung? Für Alina und Leon steht fest, dass sie dort mit der Suche nach den Fremden beginnen können.

Nach einer langen Reise sind die beiden endlich wieder zurück auf der Erde. Sie werden wie Helden gefeiert, die etwas außergewöhnliches erreicht haben. Noch nie war jemand zuvor so weit von der Erde entfernt. Es ist zweifellos ein Meilenstein für weitere Expedition. Alina und Leon müssen sich jedoch erst wieder an die Verhältnisse auf der Erde gewöhnen. Natürlich sind alle neugierig auf das, was die beiden zu berichten haben. Zwar hatten sie schon zuvor über Funk Bericht erstattet, doch alles haben sie noch nicht erzählt. Und was sie zu erzählen haben, wird bestimmte Leute überraschen.

Alina und Leon treffen sich mit den wichtigsten Wissenschaftlern aus der ganzen Welt, um von ihren Erlebnissen zu berichten. Neugierig verfolgen diese konzentriert jede Einzelheit von dem, was die beiden zu Erzählen haben. Zum Schluss kommt Alina auf das Buch zu sprechen, dass sie mitgekommen hat. Sie zeigt den Wissenschaftlern zuerst die Grafik mit dem vermutlich eigenen Sonnensystem und der darauf markierten Erde. Diese sind zwar sichtlich überrascht, aber auch uneins, ob es sich dabei wirklich um das eigene Sonnensystem handelt. Gleich darauf zeigt sie das Bild mit dem Berg und die Stelle auf der Erde, wo er sich befindet. Plötzlich wird es still im Raum und vermutlich jeder hat jetzt erkannt, dass es womöglich etwas Interessantes zu Entdecken geben könnte.


Zweite Expedition

Aufgrund der Berichte von Alina und Leon wurde beschlossen, eine Expedition zu dem erwähnten Berg zu unternehmen. Da man nur diesen einen Anhaltspunkt hat, will man ihm unbedingt nachgehen. Man hat für diese Aufgabe Spezialisten besorgt, die den Berg nach etwaigen Spuren untersuchen, die von den Fremden stammen könnten. Die Mannschaft besteht hauptsächlich aus Bergsteigern und einigen Wissenschaftlern. Auch Simon wurde dafür ausgewählt, da er schon überall auf der Welt als Spezialist für alte Kulturen unterwegs war. Er freut sich auf diese Aufgabe und hofft, dass er etwas Interessantes entdecken kann. Er weiß aber auch, dass diese Aufgabe einige Zeit und Ausdauer in Anspruch nehmen kann.

Simon trifft sich mit einigen anderen Expeditionsteilnehmern am Flughafen, von wo sie dann zu der vom Berg aus nächstgelegenen Stadt fliegen. Dort treffen sie auf die restlichen Expeditionsteilnehmer. Die erste Nacht verbringen sie im Hotel, wo auch alles Nähere besprochen wird. Am nächsten Morgen fahren sie dann gemeinsam mit eigens dafür bereitgestellten Fahrzeugen zum Berg. Als sie dort angekommen sind, ist für sie bereits ein Lager eingerichtet, in dem sie die nächste Zeit verbringen werden. Jeder richtet sich zuerst seinen ihm zugewiesen Platz ein. Danach treffen sich alle draußen und betrachten den Berg, den sie in nächster Zeit näher unter die Lupe nehmen werden.

Am nächsten Morgen ist es dann soweit. Die Leute sind in vier Gruppen aufgeteilt und haben jeweils ein zuvor festgelegtes Gebiet, das sie näher untersuchen werden. Simon ist froh, dass es endlich losgeht, auch wenn es anstrengend sein wird. Die Neugierde darauf, etwas Außergewöhnliches zu finden, ist zu groß. So gehen Simon und seine Gruppe auf den Berg zu und begeben sich auf das für sie zugewiesene Gebiet. Schritt für Schritt arbeiten sich Simon und seine Begleiter den Berg entlang und versuchen dabei auf Hinweise zu achten, die die Fremden möglicherweise hinterlassen haben. Simon weiß natürlich, wie schwierig diese Suche ist, nicht zuletzt deshalb, weil niemand mit Sicherheit sagen kann, ob die Fremden auch wirklich hier waren und Spuren hinterlassen haben. Trotzdem will sich Simon davon überzeugen, ob es Anhaltspunkte dafür gibt, dass die Fremden am Berg waren. Somit sucht er mit seiner Gruppe sorgfältig das ihm zugeordnete Gebiet ab. Am späten Nachmittag verlässt die Gruppe den Berg wieder und kehrt ins Lager zurück. Dort trifft Simon auf die anderen Teilnehmer, mit denen er sich ausgiebig unterhält. Es hat allerdings noch niemand etwas Interessantes entdecken können. Vielleicht bringt der nächste Tag mehr, wenn die Suche in einem anderen Gebiet fortgesetzt wird.

Am nächsten Morgen geht Simon mit seiner Gruppe wieder zum Berg, um ein neues Gebiet abzusuchen. Wieder arbeiten sie sich Schritt für Schritt voran. Doch noch immer sind keine Hinweise zu finden. Das Einzige was Simon aufgefallen ist, ist ein kleiner Durchgang zwischen den Felsen, der wie ein uralter Pfad aussieht. Simon schenkt dem jedoch keine große Bedeutung, da solche Formationen auch einen natürlichen Ursprung haben können. Er folgt diesem Weg ein Stück und geht dann wieder zurück zu seiner Gruppe, um den Rest des Gebietes abzusuchen. Doch auch diesmal können sie nichts Außergewöhnliches entdecken. Etwas enttäuscht gehen sie zum Lager zurück, wo die anderen Gruppen nacheinander eintreffen. Doch auch diese waren erfolglos. Wieder müssen sie abwarten, was der nächste Tag bringt.

Als der nächste Tag anbricht, beginnt das gleiche Ritual. Jede Gruppe begibt sich auf ein neues Gebiet, um es abzusuchen. Auch Simon ist mit seiner Gruppe wieder unterwegs. Nach einer Weile haben sie ihr Gebiet erreicht und schauen sich alles genau an. Allerdings können sie weiterhin noch nichts Auffälliges erkennen. Simon ist auch schon etwas enttäuscht, dass sie noch nichts entdeckt haben. Dennoch will er weiterhin die Augen offen halten. Am Nachmittag kommt die Gruppe an einer Stelle vorbei, die Simon an diesen Pfad vom Vortag erinnert. Neugierig geworden läuft Simon den Weg entlang, um zu sehen, wie weit dieser geht. Kurze Zeit später kommt er an eine Stelle, von wo er einen guten Überblick hat. Da erkennt er, dass sich dieser Weg ganz unscheinbar bis nach unten schlängelt. Verblüfft dreht sich Simon um und folgt dem Weg in die andere Richtung. Wieder an einer bestimmten Stelle sieht er, wie sich dieser Pfad immer weiter Richtung Gipfel windet. Es hat fast schon den Anschein, dass es ein durchgehender Pfad ist. Simon würde ihm gerne weiter folgen, allerdings wird es langsam Zeit für den Abstieg. Somit verlässt die Gruppe wieder den Berg und kehrt zum Lager zurück. Auch diesmal wurde nichts Interessantes gefunden. Das Einzige worüber sich Simon die ganze Zeit Gedanken macht, ist dieser Pfad. Simon will unbedingt wissen, wo dieser hinführt. Er erzählt seinen Kollegen von dem vermutlichen Pfad, der sich durch den Berg zieht. Dann erklärt er ihnen sein Vorhaben, diesem Weg zu folgen, um herauszufinden wohin er führt. Seine Kollegen sind damit einverstanden und zeigen selber großes Interesse dafür. Sie halten es für eine gute Idee herauszufinden, wohin dieser Pfad führt. Gleich morgen früh soll es losgehen. 

Am Tag darauf trifft sich die Gruppe von Simon vor dem Berg, um gemeinsam diesen Pfad entlang zu laufen. Simon läuft voraus, da er den Weg schon ein wenig kennt. Der Pfad windet sich den Berg entlang stetig nach oben. Nach einem langen und beschwerlichen Aufstieg haben sie scheinbar das Ende des Pfades erreicht, da dieser direkt auf eine Felswand zuläuft. Als sie dort ankommen erkennen sie, dass der Pfad durch einen größeren Felsspalt ins Innere des Berges führt. Simon nimmt seine Taschenlampe und folgt dem Weg vorsichtig in den Berg hinein. Dieser führt direkt in eine schmale, aber lange Höhle, die sich in den Berg erstreckt. Seine Begleiter folgen ihm neugierig. Immer tiefer dringen sie in den Berg ein, bis Simon sich entschließt zurückzugehen. Schließlich weiß keiner wie weit dieser Weg noch führt. Es wäre besser vorerst zum Lager zurückzukehren, um sich dort auf die Erkundung des Inneren des Berges vorzubereiten. Daraufhin beginnt der lange Abstieg auf dem Weg, der sie am nächsten Morgen schon wieder nach oben führen wird. Unter angekommen werden die anderen Expeditionsteilnehmer von ihrer Entdeckung benachrichtigt. Alle sind neugierig darauf, wohin der Weg führt und was im Inneren des Berges noch zu entdecken ist. Man hat sich darauf geeinigt, sich am nächsten Tag auf die Erkundung des Pfades ins Berginnere zu konzentrieren. Alle Teilnehmer sollen dabei sein. 

Gleich nach Sonnenaufgang geht es los. Gemeinsam besteigen alle Expeditionsteilnehmer den Berg bis zu der Stelle, wo der Pfad ins Innere des Berges führt. Simon nimmt wieder seine Taschenlampe und folgt dem Pfad. Die anderen Begleiter folgen ihm. Der Weg führt Simon wieder in diese Höhle, die sich wie eine Röhre in den Berg erstreckt und deren Ende man noch nicht erkennen kann. Er folgt dem Weg immer weiter, der auch hier drinnen kreuz und quer durch den Berg verläuft. Die Mannschaft ist bereits tief in den Berg eingedrungen und noch ist kein Ende in Sicht. Doch als Simon um die nächste Kurve läuft, bleibt er plötzlich stehen. Er sieht ein Licht in einiger Entfernung. Simon benachrichtigt seine Begleiter und geht dann vorsichtig weiter. Er nähert sich immer mehr dem Licht und kann allmählich erkennen, dass es sich dabei um einen leuchtenden Kreis handelt. Dieser befindet sich an der Wand am Ende dieser langen Höhle. Simon steht nun vor diesem Kreis und betrachtet ihn sorgfältig. Da fällt ihm etwas ein. Er hatte sich vor dieser Expedition über die Erlebnisse von Alina und Leon informiert, als sie die Expedition zu dem fremden Planeten unternommen hatten. Simon berührt den Kreis und die Wand neben diesem öffnet sich. Sofort scheint Licht herein, das von einer angrenzenden, riesigen Höhle hereinscheint. Simon und seine Begleiter gehen nacheinander durch die Öffnung und befinden sich nun auf einer kleinen Anhöhe. Was sie von da aus sehen, verschlägt ihnen die Sprache. Unter ihnen erkennen sie eine große Siedlung, die in den Berg hineingebaut ist. Alle Teilnehmer sind fasziniert von dem Anblick, der sich ihnen bietet. Sie setzen sich erst einmal an den Rand und beobachten das Geschehen unter ihnen. Sie können allerdings von der Entfernung nicht genau erkennen, mit wem sie es da zu tun haben.

Da erkennt Simon, dass jemand von unten auf sie zukommt. Schon bald erkennt er, dass es kein Mensch ist. Als dieser vor ihnen steht, erkennt Simon sofort, dass es sich um einen dieser Fremden handelt. Simon hat nämlich eine Kopie des Buches dabei, dass Alina und Leon von ihrer Reise mitgebracht haben. Darin sind diese Fremden mehrfach abgebildet. Für Simon macht der Fremde keinen bedrohlichen Eindruck. Es sieht eher so aus, dass dieser damit gerechnet hat, dass man sie eines Tages finden wird und nun gekommen ist, um Simon und die anderen Expeditionsteilnehmer zu empfangen. Keiner scheint zu wissen, wie er den anderen einschätzen soll. Deswegen geht Simon auf den Fremden noch ein Stück zu und versucht ihm zu verstehen zu geben, dass er von ihnen nichts zu befürchten hat. Als Zeichen des guten Willens holt Simon das Buch aus seinem Rucksack und übergibt es dem Fremden. Dieser nimmt es vorsichtig an und begutachtet es. Als er einen Blick hineinwirft, erkennt er sofort, dass es von seiner früheren Heimatwelt stammt. Auf seinem Gesicht ist die Freude darüber zu erkennen. Der Fremde dreht sich um und gibt Simon und seinen Begleitern daraufhin ein Zeichen, dass sie ihm folgen sollen. Gemeinsam steigen dann alle zur Siedlung hinab.

Unten angekommen begeben sie sich in ein Gebäude, wo schon einige andere der Fremden befinden. Diese bekommen das Buch gezeigt, dass sie mit großem Interesse anschauen. Sie haben erkannt, dass sie mit diesen Aufzeichnungen herausfinden können, wohin die anderen Mitbewohner ihres Planeten geflüchtet sind. Simon versucht, den Fremden zu erklären, dass sie sich nicht länger zu verstecken brauchen und man ihnen bei der Suche helfen will. Diese sind froh über das Angebot, vor allem, dass sie sich nicht mehr verstecken müssen. Von da an war klar, dass die Menschen neue Freunde gefunden haben. 


 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2026. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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