Die Fundstelle
Altino lebt seit ein paar Jahren auf dem neu besiedelten Planeten Trius. Er arbeitet dort für die Regierung bei der Verwaltung. Nicht weit von seinem Arbeitsplatz hat er eine schöne Wohnung inmitten der Stadt. Alles in allem hat er ein geregeltes Leben und ist soweit damit zufrieden. Wenn er frei hat, fährt er gerne ins Umland und erforscht die teils noch unbekannte Gegend.
So auch an diesem freien Tag, an dem er am frühen Morgen seine Wohnung verlässt. Er setzt sich in seinen Wagen und fährt die Stadt hinaus. Es gibt einige schöne Plätze, wo er sich gerne aufhält und immer wieder mal hinfährt. Doch meistens sucht er Stellen, die er noch nicht entdeckt hat. Es ist einfach die Faszination dieses Planeten, der noch nicht so lange besiedelt ist. Man vermutet zwar, dass dieser Planet früher einmal bewohnt war, jedoch wurden bisher noch keine Anhaltspunkte dafür gefunden.
Altino fährt an diesem Tag den langen Fluss entlang, der sich durch eine weite Ebene zieht. Er hat diese Route schon öfters genommen und die Weite der Landschaft bewundert. Die Gegend ist weitläufig noch unberührt. Nur vereinzelt erkennt man in der Ferne bereits urbar gemachte Felder. Es wird seine Zeit dauern, bis der Planet größtenteils besiedelt sein wird. Solange nutzt Altino seine Freizeit, um auf Entdeckungsfahrt zu gehen.
Nach einiger Zeit fährt Altino an einem angrenzenden kleinen Tal entlang. Bisher ist er immer daran vorbeigefahren, doch heute will er einen Abstecher dorthin machen. Das Tal ist gut zu erreichen und liegt inmitten einer kleinen Berglandschaft. Die unberührte Natur hat ihren eigenen Reiz und Altino möchte ein wenig davon genießen. Er lässt seinen Wagen einfach mittendrin stehen und schaut sich zu Fuß das kleine Tal näher an.
Er ist schon eine Weile unterwegs, als er am Fuß eines Berges, scheinbar künstliche Strukturen in der Felswand entdeckt. Neugierig geht er darauf zu, um es sich genauer anzusehen. Die Steine wurden eindeutig von jemandem bearbeitet. Auch der Platz davor hat eine ebene und gleichmäßige Fläche. Das Ganze macht auf ihn den Eindruck, als ob hier einmal eine Art Versammlungsplatz war, wo man sich traf. Aber viel kann man davon nicht erkennen, da alles zugewuchert ist. Neugierig und aufmerksam sucht er den Boden auf dem Vorplatz ab. Auch die Felswand betrachtet er sich genauer, ob er noch etwas entdecken kann, was darauf hindeuten könnte, was früher hier einmal gewesen ist. Doch kann er leider nichts Näheres erkennen. Altino beschließt zurückzukehren und den Fund der zuständigen Stelle zu melden. So setzt er sich in seinen Wagen und fährt in die Stadt zurück.
Nachdem Altino wieder zurück in der Stadt ist, fährt er direkt zur dafür zuständigen Behörde. Da er selber bei der Verwaltung arbeitet, weiß er sofort, an wen er sich zu wenden hat. Er sucht sofort das entsprechende Büro auf und meldet sich an. Dem zuständigen Sachbearbeiter erklärt er sein Anliegen und erzählt ihm von seiner Entdeckung. Dieser hört Altino interessiert zu und notiert sich das Wichtigste. Danach verspricht der Sachbearbeiter, dass er die Sache weiterleitet und sich bei Altino melden wird. Altino bedankt sich und verlässt das Büro. Gleich darauf fährt er nach Hause. Er macht es sich daheim bequem und versucht über die verschiedene Medien, noch mehr Informationen über die Geschichte des Planeten zu erfahren. Vor allem darüber, dass er einmal bewohnt gewesen sein soll.
Am nächsten Vormittag wird Altino in seinem Büro angerufen. Es ist der Sachbearbeiter, den er am Tag zuvor seinen Fund gemeldet hat. Dieser erzählt ihm, dass man sich die Sache ansehen möchte. Dieser bietet Altino an, mit einigen interessierten Fachleuten, zu der beschriebene Stelle zu fahren. Altino willigt ein und begibt sich zu einem vorher vereinbarten Treffpunkt. Dort trifft er die Leute, denen er die besagte Stelle zeigen soll. Zusammen fahren sie dann die Stadt hinaus und der Fahrer folgt der Wegbeschreibung von Altino.
Als sie am Ziel angekommen sind, steigen alle aus dem Wagen und sehen sich um. Altino zeigt seinen Begleitern, was er selber schon entdeckt hat. Interessiert schauen sich diese daraufhin den gesamten Platz näher an. Auch sie haben sofort den Eindruck, dass irgendjemand in der Vergangenheit hier etwas errichtet hat. Es ist allerdings nicht mehr viel davon zu erkennen. Nachdem sich die Experten die Stelle genauer angesehen haben, bereden sie sich noch eine Weile über das weitere Vorgehen. Sie vermuten, dass sich im Laufe der Zeit der eigentliche Platz jetzt unter der Erde befindet. Durch Ausgrabungen könnte man hoffentlich mehr darüber Platz in Erfahrung bringen.
Nach der Besichtigung fahren alle wieder zurück in die Stadt. Die fachkundigen Begleiter bedanken sich noch bei Altino und lassen ihn an seinem Wagen aussteigen. Sofort fährt er nach Hause und lässt den Tag daheim in Ruhe verstreichen. Er ist gespannt, wie es nun weitergeht. Ob es wirklich zu Ausgrabungen kommt? Und was wird man dort finden?
Einige Tage später fährt Altino an seinem freien Tag zu dem Platz, um nachzusehen, ob sich dort etwas getan hat. Als er dort ankommt, erkennt er sofort, dass Bewegung in Sache gekommen ist. Es wurde bereits mit den Ausgrabungen begonnen. Mit verschiedenen Geräten versucht man, den Platz freizulegen. An der Ausgrabungsstelle haben sich bereits mehrere Wissenschaftler eingefunden, die die Ausgrabungen begleiten. Auch die Expertengruppe, die sich mit ihm diese Stelle angesehen hatten, ist anwesend. Das Interesse scheint doch groß zu sein, sonst würde das hier nicht so schnell angelaufen sein. Altino beobachtet das Geschehen noch eine Weile von der Ferne, bevor er weiterfährt. So besucht er regelmäßig die Ausgrabungsstelle, um den Fortschritt zu sehen. Es sind dabei immer mehr Details des ehemaligen Platzes zu erkennen. Außerdem sind bereits mehrere, in Fels gehauene Abbildungen, freigelegt. Altino macht davon Fotos, die er sich daheim in Ruhe anschaut. Er versucht, zu erkennen, was die Symbole bedeuten könnten. Doch so sehr er auch darüber nachdenkt, kann er die Bedeutung nicht zuordnen.
Eines Tages besucht Altino erneut die Ausgrabungsstätte. Da erkennt er, dass sie den Platz schon fast komplett ausgegraben haben. Man hat bereits eine große Skulptur freigelegt, die sich zuvor komplett unter der Erde befand. Diese steht nun in der Mitte des Platzes. Die Figur stellt eine fremdartige Person dar, die da steht, einen großen Ring mit beiden Händen festhält und nach oben streckt. Möglicherweise ist es eine religiöse Darstellung. Das Ganze macht auf Altino den Eindruck eines Tempels. Vielleicht wurden hier früher einmal irgendwelche religiöse Zeremonien oder Ähnliches, abgehalten. Nachdem Altino noch einige Fotos gemacht hat, fährt er wieder nach Hause. Daheim schaut er sich diese Skulptur auf den Fotos noch einmal genauer an. Dann fängt er an, in den verschiedensten Informationsquellen, nach ähnlichen Skulpturen zu suchen. Doch auch nach langem Suchen findet er keine, die so aussieht.
Als Altino am nächsten Tag von der Arbeit kommt und alles Wichtige erledigt hat, macht er es sich erst mal gemütlich. Gelegentlich nimmt er die Fotos von der Skulptur in die Hand, die er sich nebenbei noch einmal betrachtet. Da fällt ihm plötzlich auf, dass die dargestellte Person etwas um den Hals trägt. Es sieht aus wie eine Scheibe, die an einer Halskette hängt. Es könnte ein Amulett oder Ähnliches sein. Altino hat das Gefühl, dass auf dieser Scheibe etwas abgebildet ist, kann es aber nicht genau erkennen. Da er nur zu gerne wissen will, was auf der Scheibe abgebildet ist, beschließt er am nächsten Abend noch mal zur Ausgrabungsstätte zu fahren.
Wie geplant fährt Altino am darauffolgenden Tag noch einmal zur Ausgrabungsstätte, um sich die Skulptur noch genauer anzusehen. Vor allem der Anhänger an der Halskette interessiert ihn. Um diese Zeit ist keiner mehr vor Ort und Altino kann sich in aller Ruhe umsehen. Sofort macht er zahlreiche Fotos von der Skulptur. Auch den Anhänger der Halskette fotografiert er mehrmals. Jetzt kann er genau erkennen, was darauf abgebildet ist. Es sind sieben Punkte, die auf der Scheibe verteilt zu sehen sind. Als er genug gesehen und fotografiert hat, fährt er wieder nach Hause. Dort sieht er sich in aller Ruhe die Fotos genauer an. Besonders das Bild mit dem Anhänger betrachtet er sich ganz genau. Zu gerne möchte er wissen, welche Bedeutung die sieben Punkte haben. Sind sie nur ein willkürliches Muster, oder soll die Konstellation doch etwas Bestimmtes darstellen. Altino sieht sich das Muster intensiv an, kann sich allerdings nicht vorstellen, wo er dieses schon einmal gesehen hat. Wenn es eine Bedeutung hat, will er auf jeden Fall versuchen, es herauszufinden.
Die Suche
Altino grübelt noch immer darüber nach, was die sieben Punkte, auf dem Anhänger, bedeuten könnten. Er hat sich bereits viele Antike Fundstücke erfolglos am Computer angesehen. Da er noch immer keinen Anhaltspunkt gefunden hat, sucht er nach einer Landkarte von diesem Planeten. Vielleicht lassen sich dort anhand der Karte Anhaltspunkte finden. Möglicherweise gibt es irgendwelche Auffälligkeiten, die das gleiche Muster aufweisen. So etwas wie Berge oder Inseln mit der gleichen Konstellation. Ausschnitt für Ausschnitt betrachtet Altino daraufhin aufmerksam die Karte. Doch auch nach mehrmaligem Betrachten kann er keine Übereinstimmung erkennen. Nach einer Weile ändert er die Vergrößerung, um mehr Details zu erkennen. Sorgfältig schaut er sich jeden Kartenabschnitt genau an. Doch so sehr er auch sucht und vergleicht, er kann keine korrekte Übereinstimmung finden. Immer wieder fragt er sich, ob die Suche überhaupt Sinn macht. Es wäre alles unnötig, wenn die Punkte keine wirkliche Bedeutung hätten. Aber er ist so fasziniert von dem Gedanken, dass er weitersuchen will.
Als Altino eines Nachts durch ein Fenster nach draußen in den Himmel blickt und die vielen Sterne bewundert, kommt er auf eine Idee. Vielleicht handelt es sich bei den sieben Punkten um eine Sternenkonstellation. Sogleich geht er nach draußen, um den Sternenhimmel zu betrachten. Zuerst überblickt er das ganze Firmament, dann konzentriert er sich auf einige deutlich erkennbare Abschnitte. Stück für Stück schaut er sich den Nachthimmel an und versucht dabei, eine Übereinstimmung mit dem Muster zu finden. Doch so auf Anhieb kann er nichts erkennen. Vor allem sind für ihn im Moment nur die hellen Sterne zu sehen, die mit dem bloßen Auge gut sichtbar sind. Selbst mit einem Teleskop oder ähnlichem Hilfsmittel, wäre es für ihn eine langwierige Aufgabe. Er muss die Sache anders angehen.
Am nächsten Abend setzt sich Altino vor seinen Computer und sieht sich Sternenkarten dieses Planeten an. Er geht dabei ganz strukturiert vor. Ein Bereich nach dem anderen arbeitet er dabei sorgfältig ab und vergleicht die Muster. Zuerst nimmt er sich die hellen Sterne vor, die auch mit bloßem Auge, vom Boden aus, zu sehen sind. Nachdem er keine Übereinstimmung gefunden hat, nimmt er sich die kleineren, weniger hellen Sterne vor. Davon gibt es natürlich viel mehr und Altino weiß, dass er viel Arbeit vor sich hat. Die Neugier lässt ihn einfach nicht los. Als er auch das erledigt hat und noch immer keine Übereinstimmung zu erkennen ist, macht er für heute Schluss. Die Suche ist doch anstrengend und hat ihn müde gemacht. Er will erst wieder am nächsten Tag weitermachen.
Am darauffolgenden Abend setzt Altino seine Suche fort. Diesmal mit noch kleineren und weniger hellen Sternen. Doch diese schaut er sich nur flüchtig an, da der Aufwand einfach zu groß ist. Aber auch diesmal hat er keinen Erfolg. Altino zweifelt langsam, ob die sieben Punkte wirklich etwas mit den Sternen zu tun haben. Etwas enttäuscht geht er noch kurz auf seinen Balkon, um sich die nächsten Schritte zu überlegen. Gedankenverloren blick er in den inzwischen dunklen Nachthimmel. Da sticht ihm eine bestimmte Sternenkonstellation ins Auge. Schnell holt er das Foto von dem Anhänger der Halskette und vergleicht es damit. Es könnte das gesuchte Muster sein, jedoch fehlt darin ein Stern. Deshalb ist es ihm womöglich vorher nicht aufgefallen. Würde man sich den fehlenden Stern dazudenken, würde das Muster genau passen. Altino fängt an, zu überlegen, ob das auch der richtige Hinweis ist, oder nur eine zufällige Entdeckung, die nichts damit zu tun hat. Und es besteht noch das Problem mit dem fehlenden Stern. Doch darum will sich Altino als Nächstes kümmern.
Wieder einen Tag später setzt sich Altino mit seinem Bekannten Gero in Verbindung, der hier auf Trius im neu errichteten Observatorium arbeitet. Er schildert ihm von seiner Entdeckung und möchte gerne wissen, ob es an der Stelle, wo er einen Stern vermisst, doch noch irgendetwas existiert. Vielleicht etwas, was noch nicht entdeckt wurde und deshalb in den Aufzeichnungen nicht auftaucht. Auch für Gero hört sich das Ganze interessant an und verspricht Altino, dass er versuchen wird, sich die Stelle genauer anzusehen. Wenn er etwas herausgefunden hat, wird er sich melden. Altino ist froh, dass er diese Unterstützung bekommt. Jetzt muss er allerdings abwarten, was bei der Sache heraus kommt.
Es sind ein paar Tage vergangen, als sich eines Abend Gero bei Altino meldet. Gero erzählt ihm, dass die Suche nicht einfach gewesen ist, da er zu Beginn nichts von Bedeutung gefunden habe. Es gibt keinen siebten Stern an dieser Stelle, der diese Konstellation vervollständigen würde. Erst nachdem er die Umgebung näher unter die Lupe genommen hat, hat er etwas entdeckt. Er hat dafür allerdings die modernsten und empfindlichsten Messgeräte benutzt, die er am Observatorium zur Verfügung hat. An der beobachtenden Gegend befindet sich ein kleiner Himmelskörper, der vermutlich vorher noch nicht entdeckt worden ist. Dieser könnte die Größe eines kleinen Planeten haben und ist nicht weit von Trius entfernt. Ob das jedoch der gesuchte siebte Punkt auf dem Anhänger der Halskette ist, kann natürlich so einfach nicht bestätigt werden. Vor allem, weil er ohne hochmoderne Technik von Trius aus nicht zu erkennen ist. Altino bedankt sich bei Gero für seine Mühe und überlegt, was er jetzt noch unternehmen kann. Wird er noch einen Hinweis finden, ob er auf der richtigen Spur ist?
Altino hat sich vorgenommen, nach der Arbeit noch einmal die Ausgrabungsstätte zu besuchen. Abends hält sich normalerweise niemand mehr dort auf, sodass er ungestört ist. Als er den Platz erreicht hat, bemerkt er sofort, wie weit die Arbeiten schon fortgeschritten sind. Vermutlich werden sie bald abgeschlossen sein. Man erkennt einen prächtig gepflasterten Platz, in dessen Mitte sich die herrliche Skulptur befindet. Sie ist eindeutig diejenigen, um die sich hier alles dreht. Für Altino ist es immer noch faszinierend, wenn er vor ihr steht und sie bewundert. Doch irgendetwas ist diesmal anders. Er überlegt, was es sein kann, was ihn auf diesen Gedanken bringt. Nach einer Weile hat er eine Vermutung. Er geht zum Wagen zurück und schaut sich dort die Bilder an, die er damals von dem Platz gemacht hat. Sofort geht er wieder zurück und vergleicht die Aufnahme mit dem Platz, wie er jetzt aussieht. Irgendetwas ist anders. Wenig später fällt ihm etwas auf. Es sieht so aus, als ob die Skulptur nicht mehr in die gleiche Richtung zeigt, wie zuvor. Vielleicht wurde sie bei den Arbeiten aus Versehen verdreht. Altino schaut sie sich noch mal genau an. Vor allem interessiert ihn der flache Sockel auf dem sie steht. Irgendwie muss sich die Skulptur bewegt haben. Vorsichtig berührt er sie, und versucht sie ganz vorsichtig zu drehen. Als er etwas fester drückt, fängt sie tatsächlich an, sich zu bewegen. Selbst der Sockel dreht sich mit. Da bemerkt er, dass sich darunter ein zweiter Sockel befindet, der noch tiefer im Boden steckt. Altino dreht langsam weiter und beobachtet sorgfältig, was passiert. Durch das Verdrehen wird plötzlich eine Vertiefung im unteren Sockel freigesetzt. Es könnte eine Art Geheimfach sein, da sich irgendetwas darin befindet. Altino holt es vorsichtig heraus. Er kann nicht erkennen, was es ist, da es in ein Tuch eingewickelt ist. Behutsam entfernt er das Tuch von dem Gegenstand. Als er erkennt, was er da in der Hand hält, kann er es kaum glauben. Es ist eine echte Halskette, so wie sie auf der Skulptur abgebildet ist. Auch der Anhänger zeigt das gleiche Bild mit den sieben Punkten. Er glänzt allerdings in einem besonders herrlichen Blau. Sechs der Punkte funkeln in Gelb. Der siebte Punkt jedoch schimmert in Schwarz. Sofort erkennt Altino darin die sechs Sterne am Nachthimmel und den unbekannten Himmelskörper wieder. Es muss also eine Verbindung geben. Altino beschließt, die Halskette mitzunehmen, und steckt sie ein. Dann schiebt er die Skulptur wieder zurück auf ihre ursprüngliche Position. Da es bereits dunkel wird, steigt er in seinen Wagen und fährt nach Hause zurück. Altino ist sich ziemlich sicher, das der unbekannte Himmelskörper ein Geheimnis verbirgt. Doch wie soll er das herausfinden?
Für Altino ist klar, dass nur eine Expedition zu diesem unbekannten Himmelskörper Klarheit bringen kann. Doch dafür muss er erst einmal jemand finden, der sein Vorhaben unterstützt. Er muss sich überlegen, wer Interesse an diesem Projekt haben könnte. Vielleicht die Experten, denen er die Fundstelle gezeigt hatte. Da sie gleich darauf mit den Ausgrabungen anfingen, haben sie großes Interesse an dem Fund gezeigt. Deshalb will Altino noch einmal den zuständigen Sachbearbeiter aufsuchen.
Gleich am nächsten Tag begibt sich Altino wie geplant in das Büro des zuständigen Sachbearbeiters. Er fragt ihn, ob er mit einem dieser Fachleute, die sich damals die Fundstelle angesehen haben, einen Termin vereinbaren kann. Dieser fragt zurück, um was es sich handelt. Doch Altino möchte sein Anliegen lieber persönlich erklären. Es wäre allerdings wirklich wichtig. Der Sachbearbeiter verspricht ihm daraufhin, sich darum zu kümmern. Wenn es klappt, wird sich jemand bei ihm melden. Altino bedankt sich und verlässt das Büro. Jetzt muss er abwarten.
Noch am selben Abend bekommt Altino einen Anruf. Es ist einer der Experten von damals. Altino erzählt ihm die ganze Geschichte und hofft, ihn genauso neugierig zu machen. Tatsächlich beeindruckt ihn die ganze Sache und er möchte sich gerne mit Altino treffen, um so viel wie möglich darüber zu erfahren. Die beiden machen daraufhin einen Termin aus. Für Altino zumindest mal ein Ansatz. Was dabei rauskommt, wird sich erst später herausstellen.
Als der Tag gekommen ist, begibt sich Altino zum vereinbarten Treffpunkt. Dort erwarten ihn bereits die Fachleute, denen er damals die Fundstelle gezeigt hat. Er setzt sich zu ihnen und erklärt sein Anliegen. Alles was er bisher herausgefunden hat, berichtet er den Anwesenden. Diese zeigen sich sichtlich erstaunt und sind sehr beeindruckt von Altino und dessen Nachforschungen. Auch sind sie merklich neugierig geworden, was an der Sache dran ist. Birgt dieser unbekannte Himmelskörper wirklich ein Geheimnis? Die Anwesenden sind sich einig, dass nur eine Expedition dorthin Klarheit bringen kann. Zum Schluss einigt man sich darauf, dass man versuchen wird, einen Flug dorthin genehmigt zu bekommen. Bis dahin möchte man jedoch noch so viel wie möglich über die Sache versuchen herauszubekommen. Somit verabschieden sich alle voneinander und versprechen in Verbindung zu bleiben. Auch Altino geht daraufhin nach Hause. Wieder muss er abwarten, wie es weitergeht.
Viele Tage sind seit dem Treffen vergangen. Altino hat noch immer keine Ahnung, ob es den Fachleuten gelungen ist, eine Expedition zu organisieren. Doch eines abends bekommt er einen Anruf. Es ist einer der Experten, der auch bei dem Treffen dabei war. Dieser berichtet Altino über Neuigkeiten. Vor allem, dass sie es wirklich geschafft haben einen Flug zu organisieren. Es hat viel Kraft und Überzeugungsarbeit gekostet, um dieses Vorhaben durchzusetzen. Letztendlich ist jedoch eine Expedition zu dem unbekannten Himmelskörper genehmigt. Die Vorbereitungen haben bereits begonnen und es wird nicht lange dauern, bis es losgeht. Außerdem kann Altino an der Expedition teilnehmen, wenn er möchte. Schließlich hat er ja die ganze Sache erst ins Rollen gebracht. Altino freut sich natürlich auf die bevorstehende Expedition, dass er jedoch mitfliegen kann, damit hat er wirklich nicht gerechnet. Darüber muss er erst noch einmal nachdenken. Es wird noch einmal ein Treffen in nächster Zeit geben, bis dahin hat er Zeit, sich zu entscheiden. Dort werden dann auch die Einzelheiten der Expedition besprochen.
Nach dem Gespräch setzt sich Altino ans Fenster und schaut hinaus in die Ferne. Will er wirklich bei dieser Expedition dabei sein? Er wird eine Weile weg sein. Will er lieber über das Ereignis am Laufenden gehalten werden, oder doch selber an dem Abenteuer teilhaben? So eine Möglichkeit wird er vielleicht nie mehr bekommen. Außerdem ist die Neugierde darüber, was hinter dem unbekannten Himmelskörper steckt, immer noch sehr groß. Wer weiß, was man dort entdeckt? Je mehr er darüber nachdenkt, desto sicherer wird seine Entscheidung ausfallen. Nach langer Bedenkzeit hat er sich dann doch noch entschlossen, an der Expedition teilzunehmen.
Es ist bereits einige Zeit vergangen, als Altino eines Abends einen Anruf bekommt. Es ist wieder der Experte, mit dem er auch zuvor schon geredet hat. Altino gibt ihm seine Entscheidung bekannt, dass er an der Expedition teilnehmen möchte, wenn es noch möglich wäre. Sein Gegenüber bestätigt ihm, dass Altino mitfliegen kann, und gibt ihm auch gleich die Daten für das nächste Treffen. Beide reden dann noch ein wenig, bevor sie das Gespräch beenden. Altino ist sich klar, dass er soeben zugesagt hat. Auf was er sich da eingelassen hat, wird er erst später erfahren. Auf jeden Fall hat er eine weite Reise vor sich.
Die Expedition
Es ist der Tag, an dem das erneute Treffen stattfindet. Neben Altino sind die bekannten Experten, sowie für ihn zahlreiche unbekannte Leute anwesend. Allesamt Personen die etwas mit der Expedition zu tun haben. Auch die beiden Piloten, die das Raumschiff fliegen, sind anwesend. Es werden bei der Besprechung noch einige Dinge abgeklärt und den Ablauf der Reise genau besprochen. Altino hört sich das Ganze genau an, um zu wissen, was da auf ihn zukommt. Außer ihm und den beiden Piloten werden noch drei Wissenschaftler an der Expedition teilnehmen. Er kennt sie bereits von früheren Treffen. Es ist zum einen Kereb, der ihn schon öfter angerufen hat, um ihn zu informieren. Dann sind noch Treno und Malon, die er schon vorher kennengelernt hat. Er wird auf jeden Fall mit ihnen in Verbindung bleiben, bis die Reise beginnt.
Altino bekommt in den nächsten Tagen genauere Informationen über den Flug. Vor allem was er mitnehmen kann und was er vorher noch erledigen muss. In der Zwischenzeit versucht er, in verschiedenen Informationsquellen noch etwas über das Amulett oder die Skulptur herauszufinden. Doch noch immer kann er nirgendwo etwas darüber finden. Es finden sich zwar Theorien, dass Trius möglicherweise einmal besiedelt war, aber nichts deutet wirklich darauf hin. Nur die Ausgrabungsstätte ist bis jetzt der erste Hinweis, dass der Planet möglicherweise einst bewohnt gewesen ist. Dann ist es soweit. Der Starttermin steht fest und Altino muss sich in drei Tagen im nahe gelegenen Raumhafen einfinden. Altino steht möglicherweise vor seiner aufregendsten Reise.
Der Tag des Aufbruchs ist gekommen. Altino trifft wie vereinbart im Raumhafen ein und trifft dort seine Begleiter. Gemeinsam begeben sie sich zum Raumschiff. Dort sind bereits die Piloten mit den Startvorbereitungen beschäftigt. Nachdem sich alle begrüßt haben, nehmen die vier Passagiere auf ihren zugewiesenen Sitzen platz. Kurze Zeit später melden die Piloten, dass sie die Startfreigabe bekommen haben und jetzt starten können. Sie starten die Triebwerke und heben langsam ab. Das Raumschiff dreht sich in die zuvor eingegebene Richtung und beschleunigt allmählich. Es steigt dabei immer höher und verlässt dann die Atmosphäre. Im freien Raum wird das Raumschiff dann auf die maximale Geschwindigkeit beschleunigt. Altino weiß, dass es nun kein Zurück mehr gibt. Die lange Reise hat begonnen.
Das Raumschiff folgt nun seinem vorprogrammierten Kurs und die vier Passagiere verlassen ihre Sitze. Sie begeben sich in ihre jeweils zugewiesenen Kabinen. Auch Altino sieht sich seine Kabine erst einmal genauer an. Diese wird für die nächste Zeit sein Zuhause sein. Dann packt er seine Koffer aus, die bereits am Tag vor dem Abflug ins Raumschiff gebracht wurden. Danach verlässt er seine Kabine wieder und trifft seine Begleiter. Sie setzen sich an die Fenster, um nach draußen zu schauen. Sie sind bereits weit von Trius entfernt und sind dabei das Sonnensystem zu durchqueren. Einige Zeit später haben sie auch das hinter sich gebracht.
Der eintönige Alltag hat auf dem Raumschiff Einzug gehalten. Zwar unterhalten sich alle miteinander und versuchen sich irgendwie zu beschäftigen, doch gibt es auf dem relativ kleinen Schiff wenig Abwechslung. Auch Altino kämpft gegen die Langeweile an. Er fragt sich, ob es die richtige Entscheidung war mitzukommen. Jetzt kann er es nicht mehr rückgängig machen und hofft, dass sie bald am Ziel sind. Etwas Abwechslung wäre genau das Richtige.
Viel Zeit ist inzwischen vergangen, als die Piloten auf einmal merklich unruhig wirken. Sie scheinen sich im Cockpit über irgendetwas Interessantes zu unterhalten. Kurze Zeit später kommt einer der beiden Piloten hervor, um Bericht zu erstatten. Die Scanner haben ein Objekt erfasst, das sich in einiger Entfernung direkt vor ihnen befindet. Es könnte der unbekannte Himmelskörper sein. Die Richtung würde genau mit den Berechnungen übereinstimmen. Wenn dem so wäre, würden sie ihr Ziel bald erreichen.
Sie dürften nun von dem gesuchten Objekt nicht mehr allzu weit entfernt sein. Jeder schaut bereits des Öfteren nach draußen, um möglicherweise etwas zu entdecken. Doch noch immer ist nichts in der Nähe zu erkennen. Nach dem Scanner müssten sie in unmittelbarer Nähe sein. Alle fragen sich, warum man draußen immer noch nichts sieht. Die Piloten verlassen sich auf ihre Instrumente und verlangsamen die Geschwindigkeit, je näher sie dem Objekt kommen. Eigentlich müsste es schon direkt vor ihnen sein. Alle blicken aufmerksam nach vorne, wo sich ihr Ziel befinden müsste. Dann plötzlich erkennen sie etwas. Kaum sichtbar entdecken sie direkt vor ihnen eine dunkle Oberfläche. Es scheint sich um einen sehr kleinen Planeten zu handeln, der sich mitten im Raum befindet, weitab vom nächstgelegenen Stern. Durch die extrem dunkle Oberfläche ist er kaum sichtbar. Nur in unmittelbarer Nähe kann man ihn erkennen. Vorsichtig steuern die Piloten das Raumschiff näher heran. Langsam fliegen sie tiefer und nähern sich der Oberfläche. Sie scheint hauptsächlich aus schwarzgrauem, zerklüftetem Gestein zu bestehen. Offensichtlich haben sie ihr Ziel erreicht. Für Altino ist sofort klar, dass das der schwarze Punkt auf dem Anhänger sein muss. Welche Bedeutung hat dieser Planet und was für ein Geheimnis verbirgt er?
Das Raumschiff überfliegt die Oberfläche des Planeten und alle Insassen schauen nach draußen, ob sie etwas Interessantes entdecken können. Doch bietet diese Einöde kaum Abwechslung. Es sieht fast überall gleich aus. Von Zivilisation ist bisher nichts zu erkennen. Es sieht nicht einmal so aus, als ob hier überhaupt irgendwelches Leben existiert.
Das Raumschiff überfliegt den Planeten bereits seit einiger Zeit. Dann beschließt man, einfach irgendwo zu landen und sich die Oberfläche genauer anzusehen. Die Piloten setzen zur Landung an und die Wissenschaftler ziehen ihren Raumanzug an. Auch Altino möchte gerne mit nach draußen, wenn er schon dabei ist. Nach der Landung überprüfen Sensoren, ob ein sicherer Ausstieg gewährleistet ist. Danach verlassen die vier Leute das Schiff. Da stehen sie nun auf einem kleinen und unwirtlichen Planeten. Es ist auffällig dunkel überall, durch das schwarzgraue Gestein, das die Oberfläche bildet. Wohin man auch schaut, es gibt keinerlei Anzeichen von irgendwelchem Leben. Nun stehen hier vier Personen auf einem trostlosen Planeten, nachdem sie so lange gesucht haben. Sie haben sicherlich mehr erwartet. Soll das wirklich der geheimnisvolle schwarze Punkt sein, auf den alle so neugierig gewesen sind? Endet der ganze aufwendige Flug hierher mit einer großen Enttäuschung, oder werden sie doch noch etwas Interessantes finden?
Plötzlich deutet Kereb nach oben. Dort ist ein kleines Licht zu erkennen, dass sich stetig über dem Horizont entlang bewegt. Alle sind sich einig, dass es sich dabei um ein Raumschiff handeln könnte. Sofort begeben sich alle wieder in ihr Schiff, denn sie wollen wissen wohin es fliegt. Nachdem alle wieder an Bord sind, starten die Piloten unverzüglich das Raumschiff. Dann nehmen sie so unauffällig wie möglich die Verfolgung auf. Sie beobachten dabei jede Bewegung des fremden Raumschiffes, bis es zur Landung ansetzt. In ausreichendem Abstand zum fremden Schiff landen auch die Piloten auf einer kleinen Anhöhe. Von da aus können sie jetzt alles beobachten. Alle sitzen nun gespannt am Fenster und beobachten das fremde Schiff. Auch Altino schaut gespannt, was dort draußen passiert. Viel kann man allerdings aus der Entfernung nicht erkennen. Da erscheint plötzlich neben dem fremden Schiff für kurze Zeit ein Licht. Es hat sich allerdings dadurch nichts geändert. Das fremde Schiff steht immer noch an der gleichen Stelle und sonst ist nichts dort drüben zu erkennen. Nach einer langen Zeit des Wartens erscheint wieder für kurze Zeit ein Licht. Dann dauert es auch nicht lange und das fremde Raumschiff hebt ab und fliegt davon. Für die Wissenschaftler steht fest, dass man sich die Stelle ansehen sollte.
Die Piloten starten sogleich das Raumschiff und fliegen langsam an die Stelle, wo gerade noch das fremde Schiff stand. Nach der Landung sehen sich alle zunächst um, was es dort draußen Besonderes gibt. Doch trotz genauer Beobachtung ist nichts Auffälliges zu erkennen. Alle fragen sich, was das fremde Schiff hier bloß wollte. Waren das womöglich die ehemaligen Bewohner von Trius? Trotz aller Neugierde ist Vorsicht geboten. Den Wissenschaftlern bleibt jedoch nichts weiter übrig, als wieder nach draußen zu gehen. Vielleicht findet man dort eine Antwort. Auch Altino ist wieder mit dabei. Somit klettern sie wieder in ihren Raumanzug und begeben sich nach draußen. Dort schauen sich die vier genauer um, ob sie irgendwelche Spuren von den Besuchern zuvor finden. Doch auf dem steinigen Boden ist das schwierig. Auch Altino ist ganz bei der Sache und sucht aufmerksam die Umgebung ab. Nach einer Weile sieht er etwas, dass seine Aufmerksamkeit bekommt. Es ist ein kleiner, säulenförmiger Stein. Dieser hat auf seiner Oberfläche eine kreisrunde Vertiefung. Altino schaut sich den Stein genauer an, kann jedoch nicht noch mehr Außergewöhnliches erkennen. Dann informiert er seine anderen drei Begleiter, damit diese sich ebenfalls den Stein ansehen. Aber auch sie können, außer der auffällig runden Vertiefung auf der Oberfläche, nichts Ungewöhnliches erkennen. Als Altino sich die Form der Vertiefung genauer betrachtet, fällt ihm etwas auf. Dann wendet er sich ab und geht zum Schiff zurück. Er begibt sich sogleich in seine Kabine und holt etwas aus seinem Koffer hervor. Es ist die Halskette mit dem Anhänger, den er unter der Skulptur gefunden hatte. Altino steckt sie ein und geht wieder nach draußen. Sofort läuft er zu dem Stein und holt die Kette hervor. Dann legt er den Anhänger in die Vertiefung. Tatsächlich passt er genau hinein. In dem Moment erhebt sich einige Meter weiter eine große Bodenplatte. Damit wird ein Zugang ins Innere des Planeten freigegeben. Helles Licht scheint aus dem Inneren. Altino nähert sich der Öffnung und schaut hinein. Seine anderen drei Begleiter folgen ihm neugierig.
Es verläuft ein längerer Gang hinab, in den Planeten hinein. Alle vier stehen nun vor dem Eingang und überlegen, was sie nun tun sollen. Keiner weiß, was sie dort unten erwartet. Nachdem sie sich miteinander besprochen haben, wollen sie das Risiko eingehen. Sie werden hineingehen und dem Weg folgen. Wenn sie es nicht tun würden, hätten sie erst gar nicht hierher fliegen müssen. Sie sind vermutlich dem Geheimnis auf der Spur, und dieser müssen sie nun folgen.
Altino geht als erster hinein. Kereb, Treno und Malon folgen ihm. Über Funk unterrichtet Kereb noch die Piloten von ihrem Vorhaben. Sie gehen vorsichtig den Gang entlang, der sie hinein führt. Dieser ist ausreichend hell beleuchtet, auch wenn die Lichtquelle nicht zu erkennen ist. Nachdem sie einige Schritte gegangen sind, schließt sich die Platte wieder. Alle schauen sich kurz an und gehen dann weiter. Der Weg führt in verschiedene Richtungen immer weiter ins Innere. Nach jeder Biegung hoffen sie, endlich irgendwo anzukommen. Dann endlich, nach einem langen Fußweg, erkennen sie am Ende des Ganges einen großen Raum. Als sie dort angekommen sind, fällt Altino und den anderen zuerst eine große, kreisförmige Skulptur in Form einer aufrecht stehenden Scheibe auf, die mitten im Raum steht. Die Scheibe ist ungefähr so groß wie er selbst. Als er sich ihr nähert, beginnt die Scheibe plötzlich aus dem Inneren in einem kräftigen Gelb zu leuchten, jedoch ohne zu blenden. Er läuft einmal um die Skulptur herum, ohne sonst etwas Ungewöhnliches an ihr zu entdecken. Auch seine Begleiter sehen sich dieses Ding genauer an. Beide Seiten dieser Scheibe sind identisch und leuchten aus dem Inneren. Außer dieser Skulptur gibt es sonst nichts Interessantes in diesem Raum. Es scheint sich alles um dieses Ding zu drehen. Aber welche Bedeutung hat diese leuchtende Scheibe?
Kereb ist der erste, der sich der Skulptur noch mehr nähert. Kurz vor der Oberfläche der Scheibe bleibt er stehen. Vorsichtig streckt er seinen Arm aus und nähert sich mit seiner Hand der leuchtenden Scheibe. Als er die Oberfläche berührt, geschieht nichts Ungewöhnliches. Sie scheint aus fester Materie zu bestehen. Kereb drückt sogar die ganze Hand auf die Oberfläche, ohne etwas zu bewirken. Als er die gegenüberliegenden Seite berührt, kommt er auf das gleiche Ergebnis. Dann tritt er wieder zurück zu seinen Begleitern. Gemeinsam überlegen sie weiter, was sie davon halten sollen. Als nächster nähert sich Altino der Skulptur, um sie genauer zu untersuchen. Auch er will die Oberfläche der Scheibe einmal berühren. Als er sie nur mit den Fingerspitzen berührt, verschwindet Altino plötzlich spurlos. Nichts von ihm ist noch zu sehen. Auch die Scheibe leuchtet nicht mehr. Kereb, Treno und Malon stehen wie versteinert da und können kaum glauben, was da gerade passiert ist. Alle fragen sich, wohin Altino verschwunden ist. Auch über Funk ist er nicht zu erreichen. Es hat wahrscheinlich mit der Kette zu tun, die nur Altino besitzt. Vielleicht hat der Anhänger ein weiteres Tor für Altino geöffnet.
Die versteckte Welt
Altino staunt nicht schlecht, als er bemerkt, wo es sich gerade befindet. Er steht auf einem kleinen Platz vor einer kleinen Säule. Als er sich umschaut, erkennt er viel Natur in herrlichem Sonnenschein. Aber auch einige Gebäude, die jedoch so in die Landschaft integriert sind, dass sie kaum auffallen. Auch irgendwelche fremde Personen kann er in der Ferne erkennen. Es dauert nicht lange, bis auch er bemerkt wird. Zuerst beobachten ihn einige der Fremden nur, dann kommen sie näher. Altino hat dieses Volk noch nie zuvor gesehen. Auf keinem bekannten Planeten lebet so eine Spezies. Auch sie beobachten Altino genau. Er ist ihnen vermutlich genauso fremd. Da bemerkt Altino, dass er immer noch in seinem Raumanzug steckt, die Fremden jedoch keinen tragen. Daraufhin schaut er auf seine Sensoren am Raumanzug. Die Atmosphäre hat die gleiche Zusammensetzung wie auf Trius. Sind das womöglich die früheren Bewohner von Trius? Altino öffnet vorsichtig seinen Raumanzug. Es ist tatsächlich die gleiche Atmosphäre wie er sie von Trius her gewohnt ist. Nachdem er seinen Anzug ausgezogen hat, fühlt er sich auch gleich viel freier. Die Fremden geben ihm zu verstehen, dass er ihnen folgen soll. Dann gehen sie zusammen zu einem Gebäude in unmittelbarer Nähe. Dort befinden sich noch mehr dieser Fremden. Auch diese sind über den Besucher sichtlich überrascht. Nachdem sie Altino genauer betrachtet haben, begeben sich alle an einen großen Tisch. Einer der Fremden holt ein kleines, handliches Gerät hervor, stellt es auf den Tisch und schaltet es ein. Dann blickt er zu Altino, als ob er auf etwas warten würde. Altino weiß zuerst nicht was er machen soll, dann beginnt er sich einfach vorzustellen, auch wenn er weiß, dass sie ihn vermutlich nicht verstehen werden. Während er spricht, beginnt das Gerät zu blinken. Nachdem Altino zu Ende geredet hat, widmet sich der Fremde wieder dem Gerät zu. Er beschäftigt sich kurz damit und übergibt es Altino. Neugierig betrachtet Altino das Gerät und überlegt was er damit machen soll. Doch als der Fremde plötzlich beginnt zu reden, fängt das Gerät an das Gesagte so zu übersetzen, dass es Altino versteht. Der Fremde stellt sich ihm als Goros vor. Altino wiederum erwidert die Unterredung, während das Gerät alles übersetzt. So können sie sich gegenseitig verständigen und eine ausgiebige Unterhaltung führen. Jeder der beiden hat viele Fragen, die der andere versucht so gut wie möglich zu beantworten. Nachdem beide einige Zeit miteinander geredet haben, steht Goros auf und bittet Altino mitzukommen. Beide begeben sich nach draußen und gehen auf ein Gebäude ganz in der Nähe zu. Goros zeigt dort Altino eine Unterkunft, in der er sich jederzeit zurückziehen kann. Altino legt zuerst einmal seinen Raumanzug ab, den er die ganze Zeit mit sich herumträgt. Dann geht er mit Goros in einen Nebenraum, in dem verschiedene Nahrungsmittel aufgetischt sind. Goros rät Altino sich erst einmal eine Weile auszuruhen, bis er ihm diese Welt zeigen wird. Dann verlässt Goros das Gebäude und Altino versucht die verschiedenen Nahrungsmittel, die so reichlich aufgetischt sind. Danach legt er sich für einen Moment hin und denkt über das bereits erlebte nach.
Währenddessen stehen Kereb, Treno und Malon noch immer völlig ratlos vor der kreisförmigen Skulptur. Wenn nicht bald etwas passiert, müssen sie zurück zum Schiff, bevor der Sauerstoff leer ist. Sie schauen sich noch eine Weile um und treten dann zwangsläufig den Rückweg an. Gemeinsam gehen sie die den ganzen Weg zurück zum Ausgang. Als sie dort angekommen sind, erkennen sie, dass dieser natürlich verschlossen ist. Er öffnet sich auch nicht als sie immer näher kommen. Sie befürchten, dass sie ohne die Halskette mit dem Anhänger, die Bodenplatte nicht öffnen können. Somit sind sie hier drinnen gefangen und haben scheinbar keine Möglichkeit, zurück zum Schiff zu kommen. Alle drei schauen sich an und überlegen was sie machen sollen. Lieber hierbleiben oder zurück zu dem Raum mit der Skulptur. Doch für den Rückweg würden sie wieder viel Sauerstoff verbrauchen und keiner kann sagen, ob sie dort Hilfe bekommen würden. So entscheiden sie sich, hierzubleiben und auf ihr Schicksal zu warten.
Unterdessen bekommt Altino wieder Besuch von Goros. Dieser würde ihn mitnehmen und ihm diese Welt zeigen. Natürlich interessiert sich Altino dafür und folgt Goros. Vor der Tür steht eine Art Fahrzeug, welches Altino noch nie gesehen hat. Er setzt sich mit Goros hinein und dieser startet die Maschine. Lautlos hebt das Fahrzeug ab und fliegt mit den beiden davon. Sie überfliegen wunderbare Landschaften, die in strahlendem Sonnenschein ihre ganze Schönheit zeigen. Auch einzelne Gebäude sind dort unten auszumachen, die vollständig in die natürliche Umgebung integriert sind. Nach einiger Zeit setzt Goros zur Landung an. Er stellt das Fahrzeug am Rande einer großen Wiese ab. Dann steigt er aus und bittet Altino ihm zu folgen. So laufen beide noch ein Stück die Wiese entlang, bis sich Altino nach einer Weile umschaut und sich fragt, was sie hier eigentlich machen. Hinter ihnen steht immer noch das Fahrzeug, mit dem sie gekommen sind. Er wundert sich ein wenig, da sie eigentlich schon ein ganzes Stück gegangen sind. Etwas später schaut er sich noch einmal um und erkennt immer noch das Fahrzeug im gleichen Abstand hinter sich. Sehr verwundert bleibt Altino stehen und fragt Goros wie das sein kann. Dieser gibt Altino zu verstehen, dass hier diese Welt zu Ende ist. Sie stehen gerade vor einer Wand, die man weder sehen noch fühlen kann. Man kann sie nicht durchdringen und bewegt sich deswegen immer auf der gleichen Stelle. Diese Wand erstreckt sich kreisförmig um diese Welt. Altino versucht, sich das vorzustellen, um es zu verstehen. Das erinnert ihn an die Skulptur mit der leuchtenden Scheibe. Daraufhin gibt Goros zu, dass sie sich tatsächlich in dieser Scheibe befinden. Diese leuchtende Scheibe ist die Welt, in der sie sich gerade befinden. Für Altino ist das Ganze nur schwer zu verstehen, wie das möglich ist. Dann schaut er nach oben in den Himmel und erinnert sich auf einmal an seine drei Begleiter, die möglicherweise gerade dahinter stehen und herunterschauen, ohne diese Welt zu erkennen.
Noch immer befinden sich Kereb, Treno und Malon vor dem verschlossenen Eingang. Sie haben bereits die Hoffnung auf eine rechtzeitige Rettung aufgegeben, da der restliche Sauerstoff bald aufgebraucht ist. Da niemand weiß, was mit Altino passiert ist, kann auch keiner sagen, ob er ihnen überhaupt helfen kann. So sitzen sie hier hilflos herum und warten auf ihr Ende. Doch plötzlich öffnet sich völlig unerwartet die Bodenplatte. Erschrocken und voll konzentriert schauen sie zum Eingang, um zu sehen, was gleich passieren wird. Da erkennen sie, wie drei Personen von draußen hereinkommen. Man kann nicht erkennen, um wen es sich dabei handelt, jedoch tragen diese Leute fremdartige Raumanzüge. Die Fremden kommen immer näher. Erst als sich alle gegenüberstehen, können sie sich gegenseitig erkennen. Für Kereb, Treno und Malon sind die Fremden eine unbekannte Rasse, von der sie zuvor noch nie gehört haben. Einer dieser Fremden scheint sich plötzlich, vermutlich über eine Funkverbindung, mit jemanden zu unterhalten. Dann gibt er Kereb und seinen Begleitern zu verstehen, dass sie hinaus und in ihr Schiff zurückkehren können. Sofort laufen Kereb, Treno und Malon nach draußen auf ihr Schiff zu. Die Piloten haben das Ganze beobachtet und das Schleusentor geöffnet. Sofort ziehen die drei ihren Anzug aus und holen erst mal tief Luft. Dann gehen sie ans Fenster und schauen hinaus. Doch niemand ist dort draußen zu sehen und die Bodenplatte ist inzwischen wieder geschlossen. Nur ein fremdes Raumschiff, mit dem die Fremden vermutlich gekommen sind, befindet sich in der Nähe. Kereb wendet sich an die Piloten und fragt sie, ob sie vielleicht Näheres über diese Fremden wissen. Doch die wissen auch nicht mehr. Nur, dass die Fremden mit ihrem Schiff plötzlich aufgetaucht wären. Diese hätten zwar dem für sie fremden Raumschiff ein wenig Beachtung geschenkt, wären dann aber gleich weiter gelaufen, um die Bodenplatte zu öffnen. Kereb denkt noch einmal über das gerade Geschehene nach. Warum haben die Fremden so gelassen reagiert und sie einfach gehen lassen? Haben diese vielleicht gewusst, dass hier nicht nur fremde Besucher anwesend sind, sondern auch mit wem sie es zu tun haben?
Altino befindet sich inzwischen noch immer mit Goros auf der Wiese vor der unsichtbaren Wand. Er denkt dabei gerade an seine drei Begleiter. Er fragt sich, wo sie sich wohl gerade befinden und wie es ihnen geht. Goros bemerkte, dass Altino etwas bedrückt und fragt nach. Als ihm Altino darüber erzählt, dass er sich um seine Begleiter Sorgen macht, kann Goros ihn beruhigen. Dieser erzählt ihm, dass sich alle in ihrem Raumschiff in Sicherheit befinden würden. Altino ist daraufhin soweit beruhigt und bedankt sich bei Goros. Dieser steigt wieder ins Fahrzeug und Altino folgt ihm. Goros startet die Maschine und das Fahrzeug hebt ab. Auf dem Rückflug, legen die beiden einige Zwischenstopps ein. Altino lernt dabei diese Welt und ihre Bewohner näher kennen. Die vielfältigen Landschaften mit ihrer zufriedenen Bevölkerung beeindrucken ihn sehr. Die Leute haben ein angenehmes Leben, da die meisten Arbeiten von hochmodernen Maschinen ausgeführt werden. Selbst Altino könnte sich vorstellen, auf dieser Welt zu leben. Als die beiden nach einiger Zeit wieder zurück sind, begibt sich Altino erst einmal in seine Unterkunft, wo er sich von seiner längeren Reise ausruhen möchte.
Währenddessen warten die restlichen Expeditionsteilnehmer darauf, endlich etwas von Altino zu hören. So wie sich die Fremden benommen haben, wissen diese, mit wem sie es zu tun haben. Das können sie eigentlich nur von Altino wissen. Doch wo ist er? Werden sie ihn irgendwann wiedersehen? Sie haben keine Ahnung und können im Moment nur in Ihrem Raumschiff abwarten, was passieren wird.
Altino sitzt gerade vor seiner Unterkunft, als Goros vorbeikommt und sich zu ihm setzt. Da Altino von der Technologie, solch eine Welt zu erschaffen, sehr beeindruckt ist, fragt er Goros, warum sie von Trius hierher gekommen sind. Goros wartet einen Moment, bevor er antwortet. Dann erzählt er, dass sie damals schon auf Trius ein sehr fortschrittliches Volk gewesen sind. Doch mit der aufkommenden Weltraumfahrt haben sie viele neue Völker kennengelernt. Irgendwann sind sie in einen großen Konflikt mit hineingeraten. Nach einiger Zeit hat man beschlossen Trius zu verlassen. Doch der Konflikt hatte sich bereits so weit ausgebreitet, dass es nicht möglich war, ihm zu entkommen. Auch war kein Ende abzusehen, bevor alles zerstört ist. Man musste sich etwas anderes einfallen lassen. Alles wurde darauf angesetzt, eine Lösung für diese schwierige Situation zu finden. Dann endlich, nach langer Forschung, entdeckte man die Technologie, mit der man solche Welten erstellen kann. Man wählte diesen kleinen und dunklen Planeten, der bereits vorher schon entdeckte wurde, als Versteck. Als die Vorbereitungen abgeschlossen waren, begann die Evakuierung des Planeten. So hat man sich eine eigene Welt erschaffen, in der man friedlich leben kann. Unabhängig von der Welt da draußen. Es werden außerhalb nur noch Flüge durchgeführt, um bestimmte Sachen zu besorgen und sich umzusehen, was dort draußen gerade passiert. Und das Ganze so unauffällig wie möglich, sodass keiner hinter das Geheimnis dieser Welt kommt. Da schaut Altino zu Goros hinüber und erinnert ihn, dass er jetzt ja auch über diese Welt Bescheid weiß. Goros dreht sich zu Altino um und schaut ihm ins Gesicht. Dann antwortet er, dass genau das ein Problem ist. Altino könnte jedem von dieser Welt berichten und dann wären sie in Gefahr. Das Versteck wäre keins mehr und das schöne und ruhige Leben auf dieser Welt wäre vorbei. Goros macht daraufhin Altino den Vorschlag, dass er für den Rest seines Lebens hierbleiben könne. Er könnte sich ein schönes Plätzchen aussuchen und das Leben genießen. Altino kommt ins Grübeln. Soll das bedeuten, dass er hierbleiben soll? Nach kurzem Nachdenken verspricht er Goros nichts von alle dem zu erzählen, wenn er wieder nach Hause kommen würde. Er bräuchte sich deswegen also keine Gedanken machen. Doch Goros drückt mit seinem leeren Blick aus, dass ihn das nicht beeindruckt. Altino müsse sich entscheiden, ob er hierbleiben will oder nicht. Das gleiche gelte natürlich auch für seine Begleiter im Raumschiff. Goros würde sie nicht zurückhalten, wenn sie diese Welt wieder verlassen möchten. Diese Entscheidung will Altino jedoch nicht allein entscheiden und bittet Goros ihn später zurück ins Raumschiff zu lassen, um es mit den anderen zu besprechen. Dieser willigt ein und lässt Altino noch einige Zeit zum Nachdenken allein.
Als Goros zurückkommt, hat dieser einen Raumanzug dabei und möchte Altino nach draußen begleiten, um die Entscheidung zu erfahren. Altino ist bereits für den Rückweg bereit. Er nimmt seinen Raumanzug unter den Arm und folgt Goros zu dem Platz mit der Säule. Dort ziehen beide ihre Raumanzüge an. Altino beobachtet Goros genau, was er macht. Dieser holt eine Kette mit dem gleichen Anhänger hervor, wie Altino eine besitzt. Er berührt damit kurz die Säule und verschwindet plötzlich. Altino macht das gleiche mit seinem Anhänger und verschwindet ebenfalls.
Beide stehen nun in dem Raum in dem die Skulptur mit der runden, gelb leuchtenden Scheibe steht. Als sie den Raum verlassen, hört die Scheibe wieder auf zu leuchten. Sie gehen den ganzen Weg zum Eingang zurück. Als sie dort angekommen sind, nimmt Goros wieder seinen Anhänger und berührt damit eine auf der Seite befindende kleine Säule. Die Bodenplatte öffnet sich und beide begeben sich nach draußen. Altino ist erleichtert, als er das Raumschiff sieht. Er hat schon befürchtet, dass die anderen ohne ihn zurückgekehrt sind. Sofort läuft er darauf zu. Als er sich kurz umdreht, bemerkt er, dass Goros am Eingang zurückbleibt. Altino vermutet, dass Goros nicht mit zum Schiff will, um keinen Einfluss auf die Entscheidung zu nehmen. Nachdem Altino das Schiff fast erreicht hat, geht auch schon das Schleusentor auf. Ein Zeichen, dass ihn jemand bemerkt hat. Er begibt sich hinein und steht gleich darauf wieder seinen Begleitern gegenüber. Alle sind froh, dass sie wieder wohlbehalten zusammen sind.
Alle setzen sich gemeinsam an den Tisch und erzählen sich in kurzen Worten, was sie in der Zwischenzeit erlebten. Nachdem sie sich kurz austauschten, geht Kereb ans Fenster und schaut nach draußen. Dann spricht er Altino auf die Person an, die noch immer vor dem Eingang steht. Altino klärt die Sache auf und erzählt von Goros, der dort draußen auf eine Entscheidung wartet. Natürlich wollen alle gleich wissen, um was für eine Entscheidung es sich dabei handeln soll. Altino erklärt, dass Goros vermeiden möchte, dass noch jemand von dieser versteckten Welt erfährt. Sie wären dann nicht mehr sicher und könnten weiterhin unbeschwert in ihrer abgeschiedenen Welt leben. Deswegen schlägt er vor, dass alle hierbleiben könnten. Niemand würde etwas erfahren und sie könnten hier ein angenehmes Leben führen. Altino fügt noch hinzu, selbst wenn eine zweite Expedition sie suchen würde, könnte diese ohne den Anhänger die versteckte Welt im Inneren des Planeten nicht finden. Dann beschreibt er noch einmal ausführlicher die wunderbare Welt, in der sie sorglos leben könnten. Und wie sollten sie sich verhalten, wenn sie zurückkehren würden? Sagen sie, sie hätten nichts entdeckt, wird die Enttäuschung groß sein und weitere Expeditionen nicht mehr so einfach genehmigt. Oder sie erzählen alles und bringen damit die fremde Welt in Gefahr. Treno würde auf jeden Fall wieder zurückfliegen und seine Familie wiedersehen. Malon ist der gleichen Meinung, da er mit seinem bisherigen Leben zufrieden war. Auch die beiden Piloten bevorzugen den Rückflug, da sie sonst für immer hierbleiben müssten. So sitzen alle an einem Tisch und diskutieren miteinander, um eine Entscheidung zu treffen. Nach intensiven Überlegungen trifft man die Entscheidung, doch zurückkehren zu wollen. Altino bleibt somit nichts anderes übrig, als Goros davon zu unterrichten, der noch immer am Eingang wartet.
Etwas widerwillig steigt Altino in seinen Raumanzug und verlässt das Raumschiff, um Goros die Entscheidung mitzuteilen. Er geht direkt auf ihn zu und überlegt dabei, wie dieser wohl reagieren wird. Als er ihn erreicht hat, gibt er Goros über Funk des Übersetzungsgerätes, die Entscheidung bekannt. Goros schaut Altino mit leerem Blick an, als wolle er noch kurz warten, ob dieser es sich doch noch anders überlegt. Dann übergibt Altino sein Übersetzungsgerät und für Goros steht somit die Entscheidung fest. Goros nimmt es an sich und zeigt Altino seine offene Hand. Altino weiß sofort, was dieser von ihm will. Er öffnet eine Tasche an seinem Raumanzug und holt die Kette mit dem Anhänger hervor. Etwas wehmütig übergibt er sie Goros. Natürlich weiß Altino, dass Goros seine Welt schützen muss. Mit einer Geste verabschiedet er sich von Goros und macht sich auf den Weg zurück zum Raumschiff. Nachdem er sich wieder im Schiff befindet und seinen Raumanzug abgelegt hat, schaut er sofort nach draußen. Der Eingang ist bereits wieder verschlossen und von Goros ist nichts mehr zu sehen. Hat Goros so viel Vertrauen, dass er sie einfach so gehen lässt? Schließlich stellen sie für die versteckte Welt ein Sicherheitsrisiko dar. Altino weiß einfach nicht, was er davon halten soll.
Der Abflug
Die Piloten starten die Maschinen und machen das Raumschiff für den Rückflug bereit. Den Kurs für die Heimreise haben sie bereits einprogrammiert. Alle nehmen für den Start ihre Sitze ein, dann kann es losgehen. Das Schiff hebt langsam ab und Altino schaut etwas nachdenklich nach draußen. Er macht sich noch immer Gedanken über die reibungslose Abreise. Kurze Zeit später blitzt es kurz auf und erhellt das ganze Schiff. Jeder schaut den anderen an und fragt sich, was das gerade gewesen ist. Doch keiner hat eine Erklärung dafür. Auch die Piloten wurden davon überrascht und haben keine Antwort. Sie setzen den Flug wie geplant fort, da im Moment nichts Außergewöhnliches festzustellen ist.
Etwas später bemerkt Altino, dass die Piloten aufgeregt miteinander reden. Er fragt nach, ob etwas nicht in Ordnung ist. Vom Cockpit kommt darauf die Antwort, dass ihnen etwas seltsam vorkommt. Es scheint, als ob sie im Kreis fliegen würden. Egal wohin sie steuern, sie kommen aus einem bestimmten Gebiet einfach nicht hinaus. Ab einer bestimmten Stelle geht es einfach nicht weiter. Auch die Sternenkonstellation ist eine andere als beim Start und von dem dunklen Planeten ist auch nichts mehr zu sehen. Es scheint, als ob sie sich in einem anderen Raum befinden. Für Altino ist sofort klar, was wahrscheinlich passiert ist. Er weiß zwar nicht wie, aber irgendwie haben die Fremden es vermutlich geschafft, das ganze Raumschiff in eine andere Welt zu befördern. Es muss eine begrenzte Welt sein wie ihre, was erklären würde, warum sie nicht entkommen können. Goros wollte sie nicht aufhalten, konnte sie aber auch nicht gehen lassen. Deswegen hat er sie einfach in eine in sich abgeschlossene Welt gebracht. So dringt das Geheimnis nicht nach draußen. Der Gedanke, dass sie vielleicht gerade mit ihrem Raumschiff in einer Scheibe oder auch Kugel innerhalb einer Skulptur herumfliegen, ist wirklich unfassbar.
Altino weiß, dass sie nicht ewig ziellos herumfliegen können. Irgendwann sind ihre Ressourcen verbraucht und ihr Schicksal besiegelt. Er fragt die Piloten, ob sich in dem für sie erreichbaren Gebiet irgendwelche Planeten befinden, die man ansteuern könnte. Nach einer Weile kommt die Nachricht, dass sich im Zentrum des Gebiets ein Planet befindet. Dieser scheint auch der einzig erreichbare zu sein. Nach kurzem Bereden einigt man sich, diesen Planeten anzufliegen. Vielleicht finden sie dort Hilfe, um aus ihrer Situation herauszukommen.
Einige Zeit später haben sie den Planeten erreicht. Sie nähern sich vorsichtig und beginnen ihn zu umrunden. Gespannt blicken alle hinunter auf die Oberfläche, ob man etwas Interessantes entdecken kann. Von oben sieht diese Welt auf den ersten Blick einladend schön aus. Es gibt viele verschiedene Landschaften, die in herrlichem Sonnenlicht glänzen. Alle im Schiff fragen sich, ob der Planet bewohnt ist, oder sie die einzigen sind. Da taucht plötzlich eine kleine Siedlung mit einfachen Gebäuden auf. Nicht weit davon entfernt sehen sie einige Raumschiffe stehen. Sie entscheiden sich, hier zu landen, und hoffen, dass sie auf friedliche Bewohner treffen. Sie wollen auf jeden Fall versuchen mit irgend jemanden Kontakt aufzunehmen. Vielleicht gibt es doch noch eine Möglichkeit, wie Sie diese Welt wieder verlassen können.
Die Piloten landen das Raumschiff dort, wo auch die anderen Schiffe stehen. Keines von diesen gleicht dem anderen. Nach Überprüfung durch sie Außensensoren kann man den Planeten ohne Raumanzug betreten. Die Lebensbedingungen ähneln sich denen, wie sie auch auf Trius herrschen. Somit entschließen sich Altino, Kereb, Treno und Malon für den Ausstieg. Altino bemerkt draußen sofort die Ähnlichkeit der beiden fremden Welten. Gemeinsam laufen alle auf die Siedlung zu. Ihre Ankunft scheint nicht unbemerkt geblieben zu sein, denn unterwegs kommen ihnen schon einige Personen entgegen. Es sind verschiedene Personen, die teilweise von unterschiedlichen Völkern zu kommen scheinen. Es wäre möglich, dass es sie, genauso wie Altino und seine Begleiter, hier her verschlagen hat. Als die Personen näher kommen, schaut Altino ihnen in die Augen. Die Blicke verraten alles. Das ist also die Endstation. Altino ist sich sicher, dass es kein Zurück mehr geben wird und sie den Rest ihres Lebens hier verbringen werden.
Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jürgen Schnaible).
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2026.
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