Jürgen Schnaible

Die Zwischenwelt - Teil 2

Der Auftrag

Diana arbeitet in der Raumfahrtbehörde und ist im Moment mit einem neuen Projekt beschäftigt. Sie sitzt in ihrem Büro und wartet auf Leon, den sie eingeladen hat. Als dieser erscheint, nimmt er ihr gegenüber Platz und stellt sich erst einmal vor. Dann kommen beide miteinander ins Gespräch. Der Grund, warum Leon hier ist, hat nämlich mit dem neuen Projekt zu tun. Diana ist die Projektleiterin und sucht zwei gute Piloten für ihr neuestes Projekt. Kurze Zeit später erscheint Roxy, die aus demselben Grund eingeladen wurde. So unterhält sich Diana mit ihr, während Leon vor der Tür wartet. Danach kommt auch er wieder dazu. 

Nachdem nun die Vorgespräche abgeschlossen sind, erklärt Diana den beiden, worum es hier eigentlich geht. Sie erzählt ihnen, dass ein neuartiger Antrieb für Raumschiffe entwickelt wurde, mit dem man unglaubliche Geschwindigkeiten erreichen kann. Ein solches Raumschiff sei bereits innerhalb des Sonnensystems im Einsatz mit gutem Ergebnis getestet worden. Allerdings hätte es noch keine größere Distanz auf längere Zeit zurückgelegt. Dafür bräuchte sie zwei gut ausgebildete und erfahrene Piloten. Da Leon und Roxy die Voraussetzungen dafür mit sich bringen würden, wären sie für dieses Vorhaben gut geeignet. 

Leon und Roxy schauen sich gegenseitig an. Sie sollen also ein neuartiges Raumschiff auf einem Langstreckenflug testen. Roxy fragt gleich darauf, wohin die Reise denn gehen würde. Diana zögert etwas und verweist auf das benachbarte Sonnensystem. Dazwischen befände sich eine Raumstation, welche die beiden erreichen sollten. Selbst mit dem neuen Antrieb würde dies eine Weile dauern, dennoch wäre es wichtig, wie effektiv diese neue Antriebsart in Zukunft sein wird. Würde der Antrieb zuverlässig funktionieren, könnte man damit die Raumstationen schneller erreichen und noch weiter ins All vorstoßen. Die dadurch gewonnene Erfahrung auf diesem Flug könnte dann in die Weiterentwicklung solcher Antriebe einfließen. Außerdem hätten die beiden jederzeit die Möglichkeit, zurückzukehren, bevor sie sich in Gefahr begeben. Leon und Roxy schauen sich an und versuchen zu erkennen, was der andere darüber denkt. Es wird wahrscheinlich eine längere und nicht ganz ungefährliche Reise. Diana gibt den beiden noch einen Tag Bedenkzeit und gibt ihnen eine Nummer, unter der sie erreichbar ist, falls noch weitere Fragen da wären. Leon und Roxy verabschieden sich daraufhin von Diana und verlassen das Gebäude. 

Draußen beschließen die beiden, bei einem gemeinsamen Essen noch einmal über das Ganze nachzudenken. So begeben sie sich in die Stadt und suchen ein Lokal auf, wo sie in Ruhe reden können. Noch einmal geben sie sich zu verstehen, worum es sich bei dieser Aufgabe überhaupt handelt. Sie sollen also ein neuartiges Raumschiff zu einer weit entfernten Raumstation fliegen, um Daten zu sammeln und um zu sehen, zu was es fähig ist. Es muss ihnen jedoch klar sein, dass sie dort draußen ganz auf sich allein gestellt sind, wenn etwas passiert. Wenn das Raumschiff wirklich so schnell ist und sie bereits weit weg sind, könnte es sehr lange dauern, bis Hilfe eintrifft. Wollen sie wirklich das Risiko eingehen?

Am nächsten Tag treffen sich Leon und Roxy vor der Raumfahrtbehörde. Gemeinsam begeben sie sich dann zu Diana, die bereits im Büro auf die beiden wartet. Nachdem die zwei Platz genommen haben, schaut Diana die beiden neugierig an. Sie ist gespannt, wie die jeweilige Entscheidung ausgefallen ist. Die beiden machen es kurz und teilen Diana mit, dass sie dabei sind. Doch ein paar Dinge sollten noch vorher abgeklärt werden. Diana freut sich über die Entscheidung von den beiden und bespricht mit ihnen auch gleich noch ein paar Einzelheiten. Danach verlassen Leon und Roxy das Gebäude wieder und gehen nach Hause. Doch schon am nächsten Morgen werden sie sich wieder sehen. 

Am darauffolgenden Morgen treffen sich Leon und Roxy erneut in der Raumfahrtbehörde. Hier werden sie über das Raumschiff mit seinem neuartigen Antrieb unterrichtet. Je mehr sie darüber wissen, desto größer die Chance für einen erfolgreichen Flug. So versuchen sich die beiden so intensiv wie möglich damit zu befassen, um nach Möglichkeit auf alle Eventualitäten während des Fluges vorbereitet zu sein. 

Nachdem die Unterrichtung beendet ist, geht es am nächsten Tag zum Raumflughafen. Dort begeben sie sich mit einem Techniker zu dem Raumschiff, mit dem sie unterwegs sein werden. Das ungewöhnliche Design fällt im Vergleich mit den Vorgängermodellen sofort auf. Es hat allerdings auch einen komplett neuen Antrieb, was das Aussehen mit beeinflusst hat. Leon und Roxy gehen einmal um das ganze Raumschiff herum und finden es von außen sehr gelungen. Es sieht optisch gut aus und macht einen funktionellen Eindruck. 

Danach geht es ins Innere. Dort werden Leon und Roxy vom Techniker herumgeführt und bekommen alles Wesentliche gezeigt. Nach dem Rundgang geht es ins Cockpit, wo sie sich das erste Mal auf ihren Platz setzen können. Auch dort bekommen sie noch kurz das Wesentliche erklärt. Ein anderer Techniker wird sie später jedoch noch genauer einweisen. Doch das war es vorerst, denn jetzt gehen beide mit dem Techniker erst einmal hier im Raumflughafen zum Essen. Dabei kann er ihnen noch in aller Ruhe ein paar Fragen beantworten. 

Nachdem die drei wieder zum Raumschiff zurückgekehrt sind, steigen sie ein und warten auf einen weiteren Techniker, der ihnen die Steuerung und Navigation noch etwas intensiver erklärt. In der theoretischen Unterrichtung haben sie das Ganze bereits durchgenommen, sodass nun der praktische Teil ansteht. Da es sich dabei jedoch nur um ein paar wenige Dinge handelt, die vor allem den neuen Antrieb betreffen, ist dies allerdings auch relativ schnell erledigt. Jetzt haben die beiden noch Zeit, sich das Raumschiff in aller Ruhe selber noch einmal anzuschauen und gegebenenfalls Fragen zu stellen. Danach ist für heute erst einmal Schluss und Leon und Roxy gehen nach Hause. 

Am nächsten Tag steht der erste Flug an, bei dem die beiden das Raumschiff unter Aufsicht selber fliegen sollen. Leon und Roxy begeben sich ins Cockpit und nehmen ihren Sitzplatz ein. Leon startet die Maschine, hebt vorsichtig ab und fliegt davon. Nachdem sie den Weltraum erreicht haben, beginnt er das Raumschiff langsam zu beschleunigen. In einer ruhigen, gleichmäßigen Bewegung wird die Maschine immer schneller. Dann drosselt er die Geschwindigkeit und kehrt um. Nachdem er wieder gelandet ist, kommt Roxy dran. Auch sie startet das Raumschiff und fliegt damit eine Runde. Nach der Rückkehr sind alle Beteiligten zufrieden, sodass die Reise demnächst beginnen kann. 

Das Raumschiff wird gleich am nächsten Tag mit Gütern für die Raumstation beladen und für den bevorstehenden Start vorbereitet. Währenddessen sind Leon und Roxy damit beschäftigt, ihre privaten Angelegenheiten zu erledigen, da sie ja schließlich eine Weile weg sein werden. Danach treffen sie sich ein letztes Mal vor dem Abflug mit Diana in ihrem Büro zu einer kurzen Besprechung. Dabei erzählt sie ihnen, dass noch jemand die beiden bei ihrem Flug begleiten würde. Leon und Roxy sind erstaunt darüber, weil sie damit wirklich nicht gerechnet haben. In dem Augenblick geht die Tür auf und ein humanoider Roboter tritt herein. Diana stellt den beiden ihren neuen Begleiter Tom vor. Dabei erklärt sie ihnen, dass Tom alle Informationen über das Raumschiff gespeichert hätte und ihnen somit gegebenenfalls helfen könnte. Leon und Roxy sehen sich Tom noch einmal genau an und finden sich damit ab, dass er schließlich nur zur Unterstützung mitkommt. Danach verlassen die beiden das Büro wieder und gehen vorerst ein letztes Mal nach Hause, denn am nächsten Tag ist bereits der Start geplant. 


Der Testflug

Es ist soweit. Leon und Roxy treffen am Raumflughafen ein und begeben sich zu ihrem Raumschiff. Dort werden sie von Diana und einigen anderen Personen verabschiedet. Als sie das Raumschiff betreten bemerken sie Tom, der bereits auf seinem zugewiesenen Platz sitzt. Roxy fragt ihn, ob er bereit für den Start sei. Tom bejaht die Frage ohne jegliche Regung. Daraufhin begeben sich die beiden ins Cockpit. Dort warten sie noch einen Moment und sehen sich dabei noch einmal kurz an. Sie wissen, dass es jetzt gleich losgeht. 

Leon startet die Maschine und fliegt langsam davon. Erst nachdem das Raumschiff die Atmosphäre verlassen hat, nimmt Leon Kurs auf sein Ziel und beschleunigt dabei stetig. Dabei achtet Roxy stets auf die Anzeigen im Cockpit, ob noch alles in Ordnung ist. Deutlich können sie die Geschwindigkeitszunahme anhand der in der Nähe befindlichen Himmelskörper selber erkennen. Die Beschleunigung ist wirklich enorm. Die Erde haben sie bereits schon weit hinter sich gelassen und ist nur noch als winziger Punkt zu erkennen. Nachdem das Raumschiff die vorgegebene Geschwindigkeit erreicht hat, können sich Leon und Roxy zurücklehnen und nur hoffen, dass während des Fluges nichts dazwischen kommt. Roxy meldet der Bodenstation derweilen, dass sie ihre Fluggeschwindigkeit erreicht haben, auf Kurs sind und alles in Ordnung ist. Dort ist man über die Nachricht natürlich äußerst zufrieden und hofft, dass es auch so bleiben wird. 

Während das Raumschiff vor sich hinfliegt, überwachen die Sensoren die Umgebung, um gegebenenfalls rechtzeitig reagieren zu können. Roxy verlässt zwischendurch das Cockpit und schaut nach Tom, der immer noch regungslos auf seinem Platz sitzt. Sie schaut ihn etwas fürsorglich an, doch er gibt ihr zu verstehen, dass alles in Ordnung sei. Auch wenn Tom ein menschliches Aussehen hat, muss ihr jedoch klar sein, dass es sich bei ihm um eine Maschine mit künstlicher Intelligenz handelt. Und im Moment gibt es eben keine Aufgabe für ihn, da er ja lediglich zur Unterstützung mitgekommen ist. Aber im Moment gibt es keine Probleme, sodass Leon und Roxy gut alleine klarkommen. 

Die beiden sind bereits eine Weile unterwegs und Roxy hat ausgerechnet, wie weit es noch bis zur Raumstation ist und wie lange sie noch unterwegs sein werden. Ihr wird jetzt klar, warum die bisherigen Versorgungsschiffe zu den Raumstationen zumeist unbemannt sind. Die Zeitersparnis mit diesem neuen Antrieb ist schon enorm. Dennoch werden sie noch eine Weile unterwegs sein. In dem Moment kommt eine Nachricht von der Bodenstation. Dort ist man sehr zufrieden, dass bis jetzt alles so reibungslos funktioniert. Bis zum Ziel sei es allerdings noch ein Stück, obwohl sie gut vorankommen würden. Und da der neue Antrieb noch nicht ganz ausgereizt sei, würde man vorschlagen, die Geschwindigkeit noch etwas zu erhöhen. Leon erkennt auf dem Bildschirm, dass der Antrieb im Moment mit sechzig Prozent läuft. Er vereinbart mit der Bodenstation, die Leistung auf siebzig Prozent zu erhöhen. Also steigert Leon die Leistung des Antriebs und beobachtet mit Roxy aufmerksam, was passiert. 

Das Raumschiff ist dadurch merklich schneller geworden. Leon und Roxy freuen sich natürlich über die zu erwartende Zeitersparnis. Doch kurze Zeit später überkommt Roxy ein eigenartiges Gefühl. Sie fühlt ein leichtes Schwindelgefühl, weil sie auf einmal alles etwas undeutlicher und verschwommen sieht. Wenig später spürt Leon die gleichen Anzeichen. Sie versuchen herauszufinden, woher das kommen könnte, finden jedoch keinen Anhaltspunkt. Daraufhin wenden sie sich an Tom, ob er vielleicht eine Antwort darauf hat. Der sitzt noch immer regungslos auf seinem Platz und sieht die beiden an. Er erzählt den beiden, dass er selber etwas wie ein magnetisches Feld bemerkt hätte, das plötzlich aufgetaucht sei. Da der neuartige Antrieb ein solches magnetisches Feld erzeugt, hat die Leistungssteigerung auch das Magnetfeld verstärkt. Das könnte möglicherweise die Ursache sein. Für die beiden wäre das zumindest eine plausible Erklärung. 

Roxy gibt der Bodenstation Bescheid, dass der Antrieb nun mit siebzig Prozent Leistung läuft und es keine Probleme damit gibt. Sie spricht dabei auch das Problem mit ihrem Befinden an, das nun beide nach der Leistungssteigerung haben. Auf der Bodenstation ist man zwar darüber überrascht, will der Sache jedoch nachgehen. Einen Grund dafür könnte man jedoch auf Anhieb nicht erkennen. 

Einige Zeit später kommt eine neue Nachricht von der Bodenstation. Dort möchte man wissen, ob noch alles in Ordnung sei und wie es den beiden geht. Roxy antwortet daraufhin, dass der neue Antrieb gut funktionieren würde. Auch dass es ihnen inzwischen wieder etwas besser gehen würde. Es wäre nicht mehr so schlimm wie zu Beginn. Auf der Bodenstation ist man darüber ein wenig erleichtert über die Meldung, auch wenn man immer noch nicht weiß, woher das plötzliche Unbehagen der beiden kommen könnte. 

Nach einer kurzen Pause meldet sich die Bodenstation zurück und würde gerne den Antrieb noch einmal etwas beschleunigen, da er bis jetzt so gut funktionieren würde. Roxy gibt Leon die Nachricht weiter. Dieser schaut auf den Bildschirm und dann zu Roxy. Nach kurzem Zögern steigert Leon die Leistung auf achtzig Prozent. Wieder beobachten beide genau, was passiert. 

Erneut ist das Raumschiff schneller geworden. Deutlich ist die Zunahme zu erkennen. Doch auch der Schwindel und das undeutliche und verschwommene Sehen haben diesmal deutlich zugenommen. Roxy kann gerade so noch das Gleichgewicht halten. Etwas benommen meldet Roxy die Situation der Bodenstation. Über die erreichte Geschwindigkeit ist man dort sehr erfreut. Doch der Gesundheitszustand der beiden gibt der Bodenstation zu denken. Denn man denkt dort nicht, dass der Antrieb dafür verantwortlich sei. Es müsste einen anderen Grund dafür geben. 

Wieder wendet sich Roxy an Tom, ob er jetzt vielleicht mehr darüber in Erfahrung gebracht hätte. Tom bestätigt zwar die Veränderung, aber wenn das Magnetfeld des Antriebs nicht dafür verantwortlich sei, müsste trotzdem eine Verbindung zu ihm da sein. Denn jede Erhöhung der Leistung würde sich auf das Befinden von Leon und Roxy auswirken. Das würde wiederum bedeuten, dass der Antrieb doch indirekt dafür verantwortlich wäre. 

Leon und Roxy sitzen im Cockpit und beobachten die Umgebung um sie herum. Außer den weit entfernten Sternen, die draußen allmählich vorbeiziehen, ist im Moment nichts zu sehen. Aber auch dieses Bild scheint irgendwie surreal. Teilweise scheinen sich einige Sterne plötzlich wegzubewegen, um dann wieder in ihre ursprüngliche Position zurückzukehren. So wie das ganze Bild im Raumschiff durch die scheinbar ständig leicht verschwommene Bewegung eine Unruhe erzeugt. Den beiden fällt es merklich schwer, sich auf etwas zu konzentrieren. 

Wieder ist etwas Zeit vergangen, als sich plötzlich die Bodenstation erneut meldet. Wieder möchte man wissen, wie es aussieht. Roxy antwortet daraufhin, dass der Antrieb immer noch gut funktionieren würde. Das Befinden von ihr und Leon allerdings schwierig sei. Sie würden zwar noch einigermaßen mit dieser außergewöhnlichen Situation klarkommen, was jedoch auf die Dauer sehr belastend wäre. Noch immer sei der Grund für diese Abnormalität nicht geklärt worden. Auch die Bodenstation meldet, dass noch kein plausibler Grund dafür gefunden wurde. Dennoch würde man gerne vermutlich ein letztes Mal die Leistung des Antriebs noch einmal steigern. Volle Auslastung wolle man allerdings nicht riskieren. Leon schaut erneut zuerst auf den Bildschirm und dann zu Roxy, deren Anspannung dieses Mal deutlich zu sehen ist. Dann steigert er die Leistung auf neunzig Prozent und rechnet bereits mit allem, was so alles passieren könnte. 


Die andere Seite

Es ist dunkel. Draußen sind keine Sterne oder andere Himmelskörper mehr zu sehen. Leon und Roxy schauen sich die Instrumente an. Das Raumschiff scheint völlig in Ordnung zu sein. Den beiden kommt das Ganze sehr merkwürdig vor. Instinktiv reduziert Leon den Antrieb wieder auf achtzig Prozent. Doch die Sterne sind immer noch verschwunden. Leon reduziert auf 50 Prozent, jedoch ohne eine Änderung zu erkennen. Dann schaltet er den Antrieb komplett ab. Draußen herrscht jedoch immer noch völlige Dunkelheit. Die beiden sehen sich an und verstehen die Welt nicht mehr. Wo sind sie? Was ist passiert?

Leon schaut sich die Außensensoren an. Er geht davon aus, dass sich das Raumschiff zwar immer noch im Weltraum befinden, jedoch keine Navigation möglich ist, da es dort draußen keinen Anhaltspunkt mehr gibt. Selbst das kontinuierliche Signal, das von der Erde aus gesendet wird, ist nicht mehr zu empfangen. Dieses Signal hätte man anpeilen können, um zurückzukehren. Doch da ist überhaupt nichts mehr. Und je länger diese Situation andauert, je mehr bekommt er den Eindruck, als wären sie von ihrer Welt abgeschnitten. 

Roxy geht sich zu Tom und fragt ihn um Rat. Doch Tom ist im Moment genauso ratlos wie alle anderen. Er erhebt sich von seinem Sitzplatz und begibt sich zum Bordcomputer, um die letzten Daten auszulesen. Er versucht herauszufinden, was genau passiert ist, als der Antrieb aus neunzig Prozent beschleunigt wurde. Das war sicherlich der entscheidende Moment. Aber auch Leon und Roxy versuchen anhand der Aufzeichnungen herauszubekommen, was da passiert sein könnte. 

Einige Zeit später setzen sich alle zusammen und besprechen ihre Ergebnisse. Sie kommen dabei zu der Erkenntnis, dass das Ganze wahrscheinlich doch mit dem Magnetfeld zusammenhängt, das der neue Antrieb aufbaut. Bei jeder Leistungssteigerung wird dabei die Struktur des Raumes immer stärker beeinflusst. Die letzte Steigerung war dabei so intensiv, dass es den Raum irgendwie so verändert haben muss, dass sie sich jetzt hier befinden. Wenn das der Fall wäre, stellt sich nun die Frage, wo sie sich genau befinden und wie sie hier wieder herauskommen. 

Tom sitzt noch immer vor dem Bordcomputer und scheint über das Problem nachzudenken. Leon und Roxy befinden sich derweil im Cockpit und starren hinaus in eine tiefe Dunkelheit. Leon fragt sich, ob sich da draußen wirklich überhaupt nichts befindet. Diese ständige Dunkelheit dort draußen ist so surreal. Aber auch die Außenkameras zeigen alle nur ein tiefschwarzes Bild von der Umgebung. Dann kommt er auf den Gedanken, ob sich vielleicht durch das starke Magnetfeld eine Art Raumspalte geöffnet hat, in die sie hineingeflogen sind. Vielleicht sollten sie das Raumschiff noch einmal so stark beschleunigen, um dadurch wieder herauszukommen. 

Leon unterrichtet Roxy und Tom von seiner Idee. Beide sind einverstanden, obwohl Tom nicht an den Erfolg glaubt. Dennoch wollen Leon und Roxy nichts unversucht lassen, um aus dieser Situation herauszukommen. So nimmt jeder seinen Platz ein und Leon beschleunigt das Raumschiff. Ab siebzig Prozent kommen diesmal jedoch keine Anzeichen der veränderten Wahrnehmung. Als der Antrieb auf neunzig Prozent kommt, sind alle gespannt, was dennoch passieren wird. Doch nichts verändert sich. Leon ist sich noch nicht einmal sicher, ob sie sich überhaupt bewegt haben, da es keinen Orientierungspunkt dafür gibt. Dann schaltet er den Antrieb wieder ab, um Energie zu sparen. Es sieht im Moment wirklich nicht gut aus.  

Tom simuliert im Computer die Funktion des neuen Antriebs und stellt dabei Berechnungen an. Auch Leon und Roxy zerbrechen sich den Kopf, wie sie hier wieder herauskommen könnten. Leon fragt sich dabei noch immer, ob sich das Raumschiff gerade bewegt oder stillsteht. Er kann nicht einmal sicher sagen, ob sich das Raumschiff überhaupt bewegt hatte, als sie den Antrieb für ihren Versuch aktivierten. Vielleicht hängen sie an dieser Stelle fest, seit sie hierhergekommen sind. Die Situation ist unter diesen Umständen einfach frustrierend. 

Die Zeit vergeht und noch immer ist kein wirklicher Lösungsansatz gefunden. Jeder Versuch, eine Änderung der Situation herbeizuführen, brachte bisher kein Ergebnis. Plötzlich meldet der Computer, dass sich in einiger Entfernung ein Objekt befindet. Leon und Roxy schauen sich ungläubig an. Diese Chance dürfen sie sich nicht entgehen lassen. Leon erkennt auf dem Bildschirm, wie sich das Objekt bewegt. Sofort startet er den Antrieb und nimmt Kurs darauf. Tatsächlich scheint er sich dem Ziel allmählich zu nähern. Somit bewegt sich das Raumschiff doch in diesem Raum, was vorher ohne Anhaltspunkt nicht zu erkennen war. Auch Tom ist gespannt, auf was sie da zufliegen und schaut mit den anderen beiden nach draußen. Kurze Zeit später erscheint vor ihnen ein kleiner Lichtpunkt, der endlich diese endlose Dunkelheit durchbricht. Allmählich wird dieser größer und alle sind gespannt, was da auf sie zukommt. Auch wenn sie neugierig sind, ist es ihnen fast schon egal, um was es sich dabei handelt. Sie dürfen in ihrer Situation nichts auslassen, um hier wieder herauszukommen. 

Alle Blicke richten sich auf das fremde Raumschiff, das plötzlich vor ihnen auftaucht. Keiner der Anwesenden hat so ein Raumschiff zuvor gesehen. Neugierig und etwas angespannt schauen sie es sich genauer an. Da die Beleuchtung noch funktioniert, wäre es möglich, dass sich dort drüben doch noch jemand befindet. Es sei denn, es wäre ein unbemanntes Raumschiff. So konzentrieren sich die Augen darauf, ob dort ein Lebenszeichen zu erkennen ist. Doch auch nach längerer Beobachtung hat sich an dem fremden Raumschiff nichts geändert. 

Leon beschließt, nach draußen zu gehen und sich dem fremden Raumschiff zu nähern. Wenn sich da drüben nichts tut, würden sie ja schließlich auch nicht weiter kommen. Roxy hat zwar ihre Bedenken, versteht jedoch auch Leon. So steigt dieser in seinen Raumanzug mit integriertem Antrieb und steigt in die Schleuse, um von da an nach draußen zu gelangen. Nachdem er das eigene Raumschiff verlassen hat, fliegt er auf das fremde Raumschiff zu. Als er dort angekommen ist, fliegt er zuerst an dessen Fenster, um einen Blick hineinzuwerfen. Er kann zwar hineinschauen und etwas sehen, erkennt jedoch niemand von der Besatzung, falls es eine geben sollte. So fliegt er weiter und sucht so etwas wie einen Einstieg, um dadurch ins Innere zu gelangen.

Nachdem er einige Zeit das Raumschiff abgesucht hat, denkt er, etwas entdeckt zu haben. Es könnte ein Eingang sein, doch wie kommt er da hinein? Er weiß nicht, ob und wie er ihn von außen öffnen kann. Doch plötzlich öffnet er sich von ganz allein. Leon ist zwar verwundert darüber, geht dann allerdings hinein. Auch hier scheint er sich in einer Art Schleuse zu befinden. Der Eingang nach draußen verschließt sich wieder und kurz darauf öffnet sich eine Tür ins Innere. Leon bleibt erst einmal stehen und wartet kurz ab. Dann geht er vorsichtig weiter und schaut sich dabei aufmerksam um. Es verwundert ihn, dass er immer noch niemanden von der Besatzung gesehen hat. Die ganze Einrichtung ist deutlich für eine solche ausgelegt. Und irgendjemand muss ihn ja schließlich bemerkt und reingelassen haben. 

Als Leon in einen weiteren Raum hineinschaut, entdeckt er mehrere fremde Wesen, die in einzelnen Behältern aufbewahrt und nebeneinander auf dem Boden liegen. Er vermutet, dass es sich dabei um die ehemalige Besatzung handeln könnte und vermutlich alle tot sind. Doch irgendjemand muss sie doch dort hineingelegt haben. Als sich Leon umdreht, steht plötzlich eines dieser Wesen hinter ihm. Beide schauen sich regungslos an. Als Leon zu den auf dem Boden liegenden fremden Wesen schaut, verlässt das andere den Raum. Leon folgt ihm. Sie kommen an ein Fenster, wo sich ein weiteres dieser Wesen gerade befindet. Sie stellen sich dazu und schauen gemeinsam nach draußen. Dann macht das erste Wesen  einige Gesten und Leon schließt daraus, dass auch sie hierher geraten sind und es nicht geschafft haben, von hier wieder herauszukommen. 

Leon bekommt ein Signal, dass sein Sauerstoff zur Neige geht. Er versucht dem fremden Wesen zu erklären, dass er zu seinem Raumschiff zurück muss, jedoch gerne noch einmal zurückkommen würde. Daraufhin gehen beide zur Schleuse und Leon verlässt das fremde Raumschiff. Nachdem er zu seinem eigenen Raumschiff zurückgekehrt ist, erzählt er sogleich Roxy und Tom über das gerade Erlebte. Er möchte sich nur noch ein wenig ausruhen, bevor er wieder zum fremden Raumschiff hinüber geht. Roxy ist neugierig und möchte auch mit nach drüben. Leon hat nichts dagegen, solange sich Tom noch hier befindet. Somit verlassen wenig später beide das eigene Raumschiff und fliegen zur Schleuse des fremden Raumschiffes hinüber. Das eine fremde Wesen hat das Ganze beobachtet und lässt die beiden herein. Nun steht auch Roxy einem dieser fremden Wesen gegenüber und betrachtet es neugierig. Aber auch die fremde Umgebung beobachtet sie aufmerksam. Dann dreht sich das fremde Wesen um und entfernt sich. Leon und Roxy folgen ihm. 

Nach einer Weile befinden sie sich in einem Raum mit vielen technischen Geräten. Das fremde Wesen bleibt vor einem dieser Geräte stehen und versucht den beiden etwas zu zeigen. Das Gerät zeigt auf einer bestimmten Stelle zwei helle Punkte an. Die beiden versuchen zu verstehen, um was es sich dabei handeln könnte. Das fremde Wesen versucht auf verschiedene Art und Weise zu erklären, was es damit auf sich hat. Nach einer Weile vermuten die beiden, dass es sich dabei um ein Gerät handeln könnte, welches die Umgebung abtastet. Der eine helle Punkt stellt wahrscheinlich das eigene Raumschiff der beiden dar. Der andere helle Punkt, ein weit entferntes Objekt, das sich dort gerade befindet. Leon und Roxy versuchen, dem fremden Wesen ihre Vermutung verständlich zu machen, um zu wissen, ob sie damit richtig liegen. Und so wie es aussieht, scheint es auch so zu sein. Doch warum bekommen sie das gezeigt? Dafür muss es doch einen Grund geben. Den müssen sie noch  herauszufinden. 

Das fremde Wesen verlässt den Raum und Leon und Roxy folgen ihm erneut. Nach einer Weile sind sie in dem Raum angekommen, wo sich die ehemalige Besatzung befindet. Das fremde Wesen deutet auf die Toten, als ob es damit sagen möchte, dass dessen Tod mit diesem Objekt zusammenhängt. Leon und Roxy haben zwar verstanden, was das fremde Wesen damit sagen möchte, kennen jedoch den Zusammenhang noch nicht. Da fällt Leon auf, dass inzwischen ein weiteres totes Wesen dazu gekommen ist. Er fragt sich, ob es dasselbe Wesen ist, das er noch vor Kurzem hier gesehen hat. Doch wie kann das in so kurzer Zeit sein? Da verlässt das fremde Wesen den Raum wieder und Leon und Roxy folgen ihm erneut.

Nach einer Weile kommen sie in einen Raum. Dort macht es sich bequem und beginnt, irgendeine Art Nahrung zu sich zu nehmen. Leon und Roxy setzen sich dazu und haben das Gefühl, dass sich das Wesen neben ihnen bereits aufgegeben hat. Denn es weiß natürlich, dass es sehr wahrscheinlich aus eigener Kraft sowieso nicht zurückkehren kann. So sind die beiden am Überlegen, ob sie es in ihrem Raumschiff mitnehmen sollen. Doch die Lebensbedingungen dort wären für dieses Wesen nicht geeignet. Und da gerade das andere fremde Wesen unerklärlicherweise verstorben ist, würden sich die Bedingungen dort auch nicht ändern. Und alle Dinge, die für die Lebenserhaltung benötigt werden, scheinen ja schließlich auf dem fremden Raumschiff immer noch zur Verfügung zu stehen. Und solange Leon und Roxy selbst nicht wissen, wie sie in ihre Welt zurückkommen, wäre es sowieso besser, wenn das fremde Wesen hierbleiben würde. 

Leon und Roxy beschließen, wieder zu ihrem eigenen Raumschiff zurückzukehren. Sie verabschieden sich von dem fremden Wesen und verlassen dessen Raumschiff. Nachdem sie wieder ihr eigenes Raumschiff betreten haben, machen sich die beiden daran, zusammen mit Tom die Position dieses mysteriösen Objektes auszumachen. Anhand der Positionsanzeige auf dem Gerät im fremden Raumschiff und dessen Ausrichtung können sie die Richtung zuordnen, in die sie fliegen müssen. Dann richtet Leon das Raumschiff danach aus und steuert es auf das unbekannte Ziel zu. 


Das unbekannte Objekt

Das Raumschiff fliegt durch den dunklen Raum immer weiter geradeaus. Bis jetzt ist noch nichts zu erkennen und keiner der Besatzung kann mit Sicherheit sagen, ob sie je ihr Ziel erreichen werden. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dort draußen, an denen man sich orientieren könnte. So warten alle gespannt darauf, endlich etwas zu entdecken. Da meldet der Computer ein Objekt in Reichweite der Sensoren. Leon und Roxy sind froh darüber, endlich etwas entdeckt zu haben und der unsicheren Dunkelheit entkommen zu sein. 

Allmählich nähert sich das Raumschiff dem unbekannten Objekt. Je näher sie kommen, desto deutlicher ist es zu erkennen. Ein riesiges Objekt mit einem futuristischen Aussehen, das noch niemand der Besatzungsmitglieder je gesehen hat. Sie nähern sich vorsichtig und immer mehr Details werden sichtbar. Sie wissen nicht, mit was sie es da zu tun haben und sind gespannt darauf, was sie da erwartet. 

Als sie es erreicht haben, steuert Leon das Raumschiff einmal komplett um das Objekt herum. Sie haben keine Ahnung, um was es sich dabei handelt, auch wenn es von außen den Eindruck einer außergewöhnlichen Raumstation macht. Da erkennt Leon eine Art Plattform an dem Objekt, auf das er langsam zusteuert. Dort setzt er zur Landung an und wartet, was passiert. Nach der Landung beobachten Leon, Roxy und Tom aufmerksam die Umgebung. Doch auch nach längerer Beobachtung ist draußen keine Veränderung zu erkennen. 

So beschließt Leon erneut, das Raumschiff zu verlassen, um sich das Objekt in unmittelbarer Umgebung näher anzuschauen. Also zieht sich Leon erneut seinen Raumanzug an und verlässt das Raumschiff. Wieder fliegt er in seinem speziellen Raumanzug umher und sucht eine Möglichkeit, um in dieses Objekt zu kommen. Da das futuristisch anmutende Objekt sehr verwinkelt und unübersichtlich wirkt, ist es für Leon nicht einfach, sich hier zurechtzufinden. Doch dann entdeckt er an einer schlecht einsehbaren Stelle etwas, das er sich genauer ansieht. Es ist ein offener Gang, der sich scheinbar ins Innere erstreckt. Leon folgt diesem Gang vorsichtig und befindet sich tatsächlich wenig später in einem weithin offenen Raum. Er schaut sich um, kann jedoch niemand entdecken. Dann betrachtet er diesen ebenso sonderbaren wie faszinierend gestalteten Raum etwas genauer. Alles ist in ein angenehmes weiß getaucht. Er hat den Eindruck, als ob hier alles aus weißem Glas besteht. Für ihn sieht das Ganze einfach nur fremdartig aus. 

Von hier aus gibt es einige weiterführende Wege. Leon sucht sich den nächstgelegenen Weg aus und geht langsam weiter, bis er einen weiteren Raum erreicht. Er wirft vorsichtig einen Blick hinein und sieht ein neues, ihm unbekanntes Wesen. Dieses sitzt auf einer Plattform, die frei zu schweben scheint. Vor ihm befindet sich eine Konsole mit einer kreisrunden Scheibe darin, auf die er schaut. Da fällt Leon ein, da nach außen hin ja alles offen ist und es keine Atmosphäre hier drinnen gibt. Somit brauchen diese Wesen auch nicht zu atmen und können sich überall hinbewegen. 

Leon verhält sich unauffällig und beobachtet das Wesen weiter. Er versucht zu erkennen, was auf dieser Scheibe zu sehen ist. Da erkennt er Bilder von einer ihm fremden Welt und ihren Bewohnern. Wenig später ist eine weitere fremde Welt zu erkennen. Und plötzlich erscheint etwas, womit Leon nicht gerechnet hat. Er sieht tatsächlich Bilder von der Erde. Auch einige einzelne Personen sind zwischendurch zu erkennen. Das ist jedoch für Leon nicht begreiflich, wie das gehen kann. Er fragt sich, was das für Wesen sind, die an solch vielfältige Informationen kommen. Das bedeutet aber auch, dass sie irgendeine Verbindung zu diesen Welten haben müssen. Leon fragt sich, ob diese Wesen ihm dadurch helfen können, wieder zurückzukommen. 

Plötzlich schwebt das Wesen auf seiner Plattform langsam davon. Leon folgt ihm unauffällig in einen anderen Raum. Dort befinden sich zwei weitere dieser Wesen, die gerade auf eine andere Scheibe an der Wand blicken. Leon ist erstaunt, als er erkennt, was dort zu sehen ist. Die drei Wesen betrachten das Raumschiff, mit dem Leon gelandet ist. Für Leon war eigentlich klar, dass das nicht zu vermeiden war. Er fragt sich nur, was jetzt passieren wird. Er kann nicht erkennen, dass sich die Wesen miteinander unterhalten. Doch irgendwie hat er das Gefühl, dass sie sich verständigen. Vielleicht durch Telepathie oder sonst etwas in dieser Art. Durch sprechen können sie sich ohne Atmosphäre sowieso nicht unterhalten. So beobachtet Leon weiter und macht sich auf alles gefasst. Als sich die Wesen umdrehen, dreht sich auch Leon um und läuft den ganzen Weg, den er gekommen ist, eilig wieder zurück. Als er das Raumschiff erreicht hat, steigt er sogleich hinein. Drinnen erzählt er Roxy und Tom, was er gerade entdeckt hat. Dabei begibt er sich ins Cockpit und beobachtet von da aus die Umgebung. Auch Roxy und Tom schauen nach draußen, ob sich dort etwas tut. Dabei überlegen sie, wie sie sich verhalten sollen, wenn diese Wesen auftauchen sollten. 

Es ist soweit. Drei dieser Wesen, möglicherweise die, welche Leon zuvor gesehen hat, kommen plötzlich auf das Raumschiff zu und bleiben davor stehen. Leon und Roxy warten noch ein wenig ab, was passieren wird und beobachten dabei weiterhin aufmerksam die Wesen. Da sich nach einer Weile dort draußen noch immer nichts verändert hat, erfasst Leon den Entschluss, das Raumschiff verlassen zu wollen. Er will versuchen, mit den drei Wesen irgendwie in Kontakt zu kommen. Er erhofft sich dabei, dass sie ihm helfen können, aus ihrer schwierigen Lage wieder herauszukommen. So zieht er seinen Raumanzug an und begibt sich in die Schleuse. Roxy soll inzwischen hier bleiben und das Geschehen draußen beobachten. Von da aus könnte sie dann im Notfall eingreifen. Dann öffnet Leon die Tür nach draußen und wartet erst noch einen Moment ab, bevor er weitergeht. Vorsichtig nähert er sich den drei Wesen und bleibt kurz vor ihnen stehen. Die drei scheinen ihn sich genau anzusehen. Leon versucht dann mit Gesten, sich mit ihnen einigermaßen zu verständigen. Doch diese Wesen scheinen relativ unbeeindruckt zu sein von Leons Versuchen der Verständigung. So beschließt auch Roxy nach draußen zu gehen, um es auf ihre Art zu versuchen. Tom soll solange die Kontrolle des Raumschiffs übernehmen. Als Roxy draußen bei Leon angekommen ist, zeigt sie den drei Wesen auf einem Monitor verschiedene Bilder vor der Erde. So möchte sie versuchen zu erklären, dass sie von der Erde kommen und dort wieder zurück wollen. Die Wesen sehen sich die Bilder zwar an, es ist jedoch nicht erkennbar, ob sie die Aussage auch verstanden haben. Leon und Roxy stehen da und sind im Überlegen, was sie noch machen könnten. In dem Moment drehen sich die drei Wesen um und entfernen sich wieder. Leon und Roxy sind etwas enttäuscht von dem Treffen und gehen ins Raumschiff zurück. Dort überlegen sie mit Tom ihr weiteres Vorgehen. 

Eine Weile später kommt Leon zum Entschluss, den drei Wesen folgen zu wollen. Er verlässt erneut das Raumschiff und geht den Weg wieder entlang, den er zuvor schon gegangen war. Er ist diesmal etwas zügiger unterwegs und hat nun keine Angst mehr vor einem erneuten Kontakt. Er geht durch die Räume, die er zuvor schon gesehen hat. Doch keines der Wesen ist anwesend. So muss er weitergehen und hoffen, sie irgendwo zu finden. Als er einen weiteren Raum betritt, befinden sich drei dieser Wesen darin. Vermutlich wieder die gleichen wie zuvor. Sie befinden sich alle drei vor einer dieser Konsolen mit kreisrunder Scheibe integriert und blicken darauf. Wieder versucht Leon herauszufinden, was dort zu sehen ist. Er bleibt im Hintergrund und versucht eine Möglichkeit zu finden, selbst einen Blick darauf werfen zu können. Als er etwas erkennt, ist er ganz verblüfft. Er sieht sich selbst auf dieser Scheibe abgebildet. Die Wesen haben ihn erkannt und in ihrer riesigen Datenbank gefunden. Alle drei schauen das Bild auf der Scheibe intensiv an, was in Leon ein unruhiges Gefühl erzeugt. Doch was hat das zu bedeuten? Haben diese Wesen nur Bilder oder noch weitere Informationen von ihm? Kennen diese Wesen womöglich seine ganze Geschichte? Doch so wie es aussieht, haben sie das Raumschiff erst bemerkt, als es auf dieser Station gelandet ist. Vielleicht gibt es doch einen Unterschied, in welchem Raum sich gerade etwas befindet. Vielleicht gibt es dafür unterschiedliche Detektoren. Deswegen sieht man wahrscheinlich die hiesige Umgebung auf den Scheiben an der Wand und die anderen Welten auf den Scheiben in der Konsole. 

Leon schaut noch eine Weile auf die Scheibe und erkennt plötzlich Roxy. Auch sie haben sie schon gefunden. Wieder schauen die drei das Bild auf der Scheibe intensiv an. Dann wenden sich die Wesen ab und Leon geht zurück zum Raumschiff. Nachdem er eingestiegen ist, erzählt Roxy sogleich, was er gesehen hat. Roxy erinnert sich dabei, dass sie vor Kurzem ein unruhiges Gefühl hatte, genauso wie es Leon bei sich beschrieben hat. Langsam scheint es den beiden hier unheimlich zu werden. Doch sie müssen weiterhin versuchen, hier eine Möglichkeit zu finden, um wieder nach Hause zu kommen. 

Leon, Roxy und Tom setzen sich zusammen, um mit dem bisher in Erfahrung Gebrachten zu versuchen, etwas herauszufinden, was ihnen bei einer Lösung helfen könnte. So lässt sich jeder vorerst selbst das Ganze noch einmal durch den Kopf gehen. Danach besprechen sie zusammen ihre Gedanken, um hoffentlich zumindest ein wenig vorwärts zu gelangen. Sie kommen dabei zu dem Schluss, dass das einzige, das eine Verbindung mit der eigenen Welt zu haben scheint, die Scheibe in der Konsole ist. Vielleicht sollten sie sich vorerst darauf konzentrieren. 

Leon macht den Vorschlag, zusammen mit Roxy noch einmal nach draußen zu gehen, um sich dieses Objekt etwas genauer anzusehen. Von diesen fremdartigen Wesen scheint keine wirkliche Gefahr auszugehen. So ziehen sie erneut ihre Raumanzüge an und begeben sich nach draußen. Diesmal nehmen sie jedoch einen anderen Weg und kommen durch weitere offene Räume. Sie achten darauf, dass sie nach Möglichkeit nicht gesehen werden. Natürlich müssen sie jederzeit damit rechnen, dass sie beobachtet werden, so wie das Raumschiff auf der einen Scheibe zu sehen war. Doch solange niemand eingreift, machen die beiden einfach weiter. 

Nach einer Weile erreichen sie einen geschlossenen Raum. Sie entdecken einen Eingang und gehen vorsichtig hinein. Im Inneren des Raumes befindet sich eine riesige Maschine, in der eine ebenso riesige Kugel schwebt. Die beiden bemerken, dass dieses Gerät eine besondere Art von hoher Energie erzeugt. Sie schauen sich diese Maschine etwas genauer an und machen einige Aufnahmen davon, um es Tom später zeigen zu können. Leon und Roxy überlegen, was das wohl sein könnte. Es scheint jedoch eine wichtige Funktion zu haben. Doch welche?

Plötzlich erkennen Leon und Roxy hinter sich einige dieser Wesen, die den Raum betreten und auf die beiden zukommen. Sie haben kein gutes Gefühl bei der Sache. Sie entfernen sich rasch von dort und machen sich auf den Rückweg, auch weil ihr Sauerstoffvorrat begrenzt ist und sie schon eine Weile unterwegs sind. Die Wesen halten sie zwar nicht auf, folgen ihnen jedoch bis zum Raumschiff. Von da an ist den beiden klar, dass sie eine rote Linie überschritten haben. 

Im Raumschiff erzählen sie Tom von der Sache und zeigen ihm ihre Aufzeichnungen, die sie gemacht haben. Hier kann er sich das Gerät mit der Kugel in Ruhe ansehen. Vielleicht kann er herausbekommen, um was es sich dabei handelt. Man sollte schon relativ sicher sein, was das sein könnte und ob dieses Wissen ihnen helfen kann. Denn sie wissen nicht, ob sie dort noch einmal hinkommen werden, so wie die Wesen reagiert haben. 

Während Tom die Aufnahmen untersucht, bemerkt Leon, dass er sich etwas schwach fühlt und legt sich ein wenig hin. Kurze Zeit später geschieht das Gleiche mit Roxy, die sich ebenfalls zurückzieht. Tom ist im ersten Moment zwar etwas überrascht, macht sich jedoch keine weiteren Gedanken darüber. Schließlich ist in letzter Zeit auch einiges passiert. Und die beiden brauchen, anders als Tom, auch einmal ihre Ruhe. So konzentriert sich Tom weiterhin auf die Aufnahmen. 

Nachdem Leon und Roxy sich ein wenig erholt haben, fragen sie Tom, ob er etwas herausgefunden hat. Dieser kommt zu der Erkenntnis, dass möglicherweise diese Maschine diese Zwischenwelt erschaffen hat, in der sie sich nun befinden. Tom versucht nun herauszufinden, was er mit dieser Erkenntnis anfangen kann, wenn es so wäre. Auch Leon und Roxy denken darüber nach, ob sie eine Idee haben, die ihnen weiterhelfen könnte. Doch irgendwie können sie sich dabei nicht richtig konzentrieren. 

Tom überlegt, ob es sinnvoll wäre, wenn man dieses Gerät zerstören würde. Dann würde diese Zwischenwelt vielleicht verschwinden. Doch würde dann auch alles verschwinden, was sich innerhalb dieser Zwischenwelt befindet oder würde es in der normalen Welt plötzlich auftauchen? Es wäre auch möglich, dass diese Zwischenwelt damit erschaffen wurde und auch wieder durch dieses Gerät rückgängig gemacht werden muss. Da dies alles nur Spekulationen sind, könnte jede unbewusste Aktion fatale Folgen haben. Doch bleibt weiterhin die Frage, wie die Verbindung zur normalen Welt zustande kommt. 

Da Tom so auch nicht weiter kommt, berät er sich mit Leon und Roxy. Sie kommen zu dem Schluss, dass sie noch zu wenig Informationen haben, um etwas zu unternehmen. Man wird nicht drum herum kommen, sich die Sache genauer anzuschauen. Dazu muss man natürlich versuchen, noch einmal ins Zentrum dieses Objektes zu gelangen. Da es jedoch Leon und Roxy immer noch nicht besser geht, beschließt Tom, sich die Sache näher anzusehen. 

Tom verlässt das Raumschiff und versucht so rasch wie möglich und unentdeckt zu dem von Leon und Roxy beschriebenen Raum vorzudringen. Da er weiß, dass die Scheiben in den Konsolen mit der normalen Welt irgendwie in Verbindung stehen müssen, um an Informationen zu gelangen, versucht er herauszufinden, wie das funktioniert. So schleicht er sich durch die offenen Räumlichkeiten und schaut sich alles genau an. Er ist jedoch immer darauf bedacht, nach Möglichkeit nicht entdeckt zu werden. Er schaut sich vor allem die Konsole mit der Scheibe genau an und versucht eine Verbindung zu finden, die irgendwo hinführt. Doch auf Anhieb kann er nichts dergleichen erkennen. Es sei denn, er kommt da nicht ran. Da sich in dem Raum gerade keines dieser Wesen befindet, versucht er, die Konsole irgendwie zu öffnen. Nach einer Weile gelingt es ihm auch und schaut sich das Teil von innen an. Doch eine ihm ansonsten vertraute Verbindung, die von hier weggeht, ist nicht zu erkennen. Es wäre aber auch möglich, dass die Signale entweder über eine Art von Funksignal oder direkt über die gesamte Gebäudehülle, mit der alles irgendwie verbunden ist, übertragen werden. Es sind zumindest nirgends Energie- oder Kommunikationsleitungen zu erkennen. Wenn das so wäre, müsste sich irgendwo etwas befinden, von wo diese Signale ausgesendet werden. Danach will Tom jetzt suchen. 

Da Tom eine Maschine ist, ist ein längerer Aufenthalt außerhalb des Raumschiffs kein Problem. So erreicht er nach einiger Zeit den beschriebenen Raum. Doch bevor er ihn betreten kann, erkennt er einige dieser Wesen, die ihn vermutlich entdeckt haben. Rasch begibt er sich in den Raum und sieht diese Maschine mit der Kugel. Irgendwo muss doch die Verbindung zur normalen Welt sein. Es wäre doch wohl am wahrscheinlichsten, wenn sie hier irgendwo wäre. So schaut sich Tom das Gerät intensiv an und versucht zu verstehen, was da passiert. Als das erste dieser Wesen in den Raum kommt, geht Tom schnellstmöglich wieder nach draußen. 

Tom entfernt sich ein Stück weit und erreicht dabei einen weiteren geschlossenen Raum. Tom erkennt den Eingang und geht vorsichtig hinein. Darin befindet sich eine weitere, jedoch kleinere Maschine. An dieser ist ein ringförmiger Gegenstand angebracht, in dessen Inneren eine schwarze Masse zu sehen ist, die vermutlich durch ein Magnetfeld dort erzeugt oder gehalten wird. Irgendwelche Instrumente sind davor angebracht, die auf diese Masse gerichtet sind. Er fragt sich, ob diese schwarze, abgeschirmte Masse womöglich ein Teil der normalen Welt sein könnte. Dann wäre dieser Apparat möglicherweise die Schnittstelle zwischen den beiden Welten und dient der Kommunikation zwischen ihnen. Dann hätte er ja das gefunden, wonach er gesucht hat. Tom schaut sich das Ganze noch einmal ganz genau an und beobachtet es für eine Weile. Nun muss er jedoch noch überlegen, was er damit anfangen kann. So macht er noch einige Aufnahmen von dem Teil und zieht sich danach vorsichtig und unauffällig wieder zum Raumschiff zurück. 

Als Tom sich wieder im Raumschiff befindet, tut er sogleich Leon und Roxy Bericht erstatten. So setzen sich erneut alle drei zusammen, um miteinander zu reden. Tom erkennt sofort, dass es den anderen beiden sichtlich schwerfällt, sich zu ihm zu setzen und sich mit ihm zu unterhalten. Sie haben sich noch immer nicht richtig erholt. Tom kommt es sogar vor, dass sie sich noch schwächer fühlen als zuvor. Doch er kann im Moment nichts dagegen tun, da er selber nicht weiß, was die beiden haben. Somit konzentriert er sich weiterhin auf seine Aufgabe. 

Tom versucht herauszufinden, wie er nun in die andere Welt gelangen kann. Wenn er die Schnittstelle gefunden haben sollte, müsste er versuchen herauszufinden, wie sie funktioniert. Doch die Technik, die hier angewendet wird, ist auch für ihn Neuland. Es bleibt ihm nichts anderes als zu versuchen, eine Lösung zu finden. Es bleibt ihm allerdings nicht viel Zeit, da sich der Zustand von Leon und Roxy nicht bessert. Ganz im Gegenteil sogar. Ihnen muss dringend geholfen werden. 

Tom wird klar, dass er handeln muss und will etwas versuchen. Dafür muss er jedoch wieder in diesen Raum mit dieser Maschine und dem ringförmigen Gegenstand, was dieses Mal vermutlich nicht mehr so einfach sein wird. Er fragt sich, ob diese Wesen ihn überhaupt noch dorthin lassen werden. Und wenn er es schaffen würde, könnte es vielleicht das letzte Mal sein. 

So macht sich Tom erneut bereit und verlässt das Raumschiff. Diesmal hat er jedoch einige Messinstrumente dabei. Er geht wieder den gewohnten Weg entlang. Wie er schon vermutet hat, sind diese Wesen aufmerksamer geworden. Sie haben Tom bemerkt und kommen, kurz bevor er den angepeilten Raum erreicht hat, auf ihn zu. Jetzt muss er sich rasch etwas einfallen lassen. Da beschließt Tom einfach nichts zu tun und erst einmal abzuwarten, was passiert. So bleibt er einfach stehen und rührt sich nicht. Da er selber eine Maschine ist, macht es ihm auch nichts aus, längere Zeit so zu verweilen. Kurz darauf sind auch schon die ersten dieser Wesen bei ihm. Sie stellen sich vor ihn und beobachten ihn. Doch Tom zeigt keine Reaktion und rührt sich nicht. Die Wesen scheinen nach einiger Zeit etwas verwirrt über das Verhalten von Tom und wissen scheinbar nicht, was sie davon halten sollen. So ziehen sich die Wesen nacheinander wieder zurück. Tom wartet noch eine Weile ab und versucht dann, so schnell wie möglich in den Raum zu kommen. Nachdem er ihn betreten hat, packt er sogleich seine mitgebrachten Messinstrumente aus und macht sich an die Arbeit. Er versucht, so viele Messungen wie möglich zu machen. Dabei hält er seine Instrumente zwischen der schwarzen Masse und den Instrumenten der Maschine. Dabei führt er so rasch wie möglich verschiedene Messungen durch und speichert die Ergebnisse. Es ist ihm dabei bewusst, dass sein Eingreifen nicht unbemerkt bleiben wird. Es dauert auch nicht lange und eines dieser Wesen kommt herein. Tom weiß, dass er schleunigst hier weg muss und verlässt den Raum. Dort sind bereits noch mehr von diesen Wesen, die auf ihn zukommen. So schnell wie möglich kehrt er zum Raumschiff zurück. 

Tom ist im Raumschiff angekommen und beobachtet aufmerksam die Umgebung draußen. Auf einmal bemerkt er, wie einige der fremden Wesen sich dem Raumschiff nähern. Sie stellen sich einfach davor, während mit der Zeit noch weitere hinzukommen. Da bemerkt Tom, wie sich Leon und Roxy plötzlich verändern. Tom erkennt dadurch, dass diese Wesen scheinbar Einfluss auf die beiden nehmen und für ihren Zustand verantwortlich sind. Da er selbst jedoch eine Maschine ist, kann ihm diese Art der Beeinflussung vermutlich nichts anhaben. Er vermutet, dass diese Wesen es bald herausfinden, wenn sie es nicht sogar schon haben. Da er nach dieser Aktion nun vermutlich als potenzielle Gefahr angesehen wird, werden sie sich bestimmt etwas einfallen lassen. 

Tom schaut noch einmal nach Leon und Roxy. Er erkennt, dass es so nicht weitergehen kann. Er versucht sie anzusprechen, was jedoch im Moment fast unmöglich erscheint. So beschließt er, auf eigene Verantwortung dieses Objekt zu verlassen. Er sieht es für die Sicherheit aller als unausweichlich. So setzt er sich ins Cockpit und startet das Raumschiff. Dann steuert er das Raumschiff von diesem Objekt ein ganzes Stück weg, bis dieses nur noch ganz weit entfernt zu erkennen ist. So versucht Tom aus relativ sicherer Entfernung, sich die Messergebnisse anzusehen, die er gemacht hat. Er hofft, dass er damit auch etwas anfangen kann, denn er weiß nicht, ob er noch einmal einen Versuch bekommt, zu dem Objekt zurückzukehren, um weitere Nachforschungen zu unternehmen. 


Zeit für Tom

Tom ist nun auf sich allein gestellt. Mit Leon und Roxy kann er im Moment nichts mehr anfangen. Sie sind bereits so erschöpft, dass sie kaum noch richtig nachdenken und sich auf den Beinen halten können. Tom bei seiner Arbeit zu unterstützen ist somit unmöglich. Also versucht Tom alleine klarzukommen und gibt sein Bestes. Er wertet die Ergebnisse aus und versucht herauszufinden, ob er damit etwas anfangen kann. Doch seine Messungen sind schwierig auszuwerten, da diese Wesen eine vollkommen andere Technik benutzen. Also muss Tom versuchen zu verstehen, was seine Ergebnisse bedeuten könnten. Das ist eine schwierige und zeitraubende Arbeit, die selbst Tom einiges abverlangt. Er weiß jedoch auch, dass es vielleicht die letzte Möglichkeit ist, wieder nach Hause zu kommen. Und durch den schlechten Gesundheitszustand von Leon und Roxy steht er dabei noch unter einem gewissen Zeitdruck. Das alles macht die Sache natürlich nicht leichter. Ein Mensch würde diesem Druck womöglich auf Dauer nicht standhalten, doch Tom gibt nicht auf und versucht alles, um doch noch eine Lösung zu finden. 

Noch immer sitzt Tom vor seinen Zahlen und grübelt nach, was er damit anfangen kann. Er ruft all sein gespeichertes Wissen ab, um auf eine Spur zu kommen. Selbst den Computer des Raumschiffes holt er sich dabei zu Hilfe. Er durchstöbert die verschiedensten Berichte, die sich mit dieser Materie einmal auseinandergesetzt haben. Dabei versucht er, Hinweise für seine Lösungssuche zu bekommen. So dauert es allerdings einige Zeit, bis Tom doch noch auf eine Spur kommt. Dafür muss er jedoch die gemessenen Werte erst umrechnen. Als nächstes muss der Antrieb auf diese Werte neu eingestellt werden. Danach kann er einen Versuch starten und sehen, was passiert. 

Es ist soweit. Tom hat die Vorbereitungen für seinen Versuch abgeschlossen. Er geht noch kurz zu Leon und Roxy, um sie über sein Vorhaben aufzuklären. Er ist sich jedoch nicht sicher, ob die beiden überhaupt noch bei der Sache sind und begreifen, was er vorhat. Dann begibt er sich ins Cockpit und macht sich für den Start bereit. Da er keine Ahnung hat, was nun wirklich passieren wird, muss er damit rechnen, dass dieser Versuch auch in einer Katastrophe enden kann. Doch er hat keine andere Wahl. 

Tom denkt noch einmal kurz die Sache durch, ob er auch alles richtig gemacht und nichts vergessen hat. Dann startet er die Maschine und beobachtet dabei sehr genau die Anzeigen im Cockpit. Langsam beschleunigt er das Raumschiff und achtet auf alles, was passiert. Bis jetzt sieht noch alles gut aus. Stetig beschleunigt Tom die Maschine bis zu dem entscheidenden Moment, wenn der Antrieb den von ihm eingegebenen Wert erreicht hat. 

Sterne sind zu sehen. Tom erkennt weit entfernte, hell leuchtende Sterne. Welch ein Unterschied zu der unendlichen Dunkelheit auf der anderen Seite. Als Tom das kontinuierliche Signal, das von der Erde aus gesendet wird, empfängt, ist er sicher, es geschafft zu haben. Eine unglaubliche Genugtuung überkommt Tom, obwohl er eine Maschine ist. Ob das die künstliche Intelligenz bei ihm verursacht hat? Diana wird bestimmt zufrieden sein. 

Sogleich peilt Tom das Signal an und folgt diesem in Richtung Erde. Er möchte keine Zeit verlieren, um Leon und Roxy so schnell wie möglich Hilfe zukommen zu lassen. Dann verlässt er kurz das Cockpit, um nach den beiden zu schauen. Als er ihnen die Nachricht überbringt, dass sie bald wieder zu Hause sein werden, ist bei beiden ein leichtes Lächeln zu erkennen. Sie setzen sich ans Fenster und schauen nach draußen, wo die Sterne langsam vorbeiziehen. Tom erkennt erneut bei den beiden, dass er nicht mehr viel Zeit hat. 

Erneut im Cockpit fällt ihm das fremde Raumschiff in der Zwischenwelt ein. Zuletzt war noch eines von diesen fremden Wesen dort am Leben. Doch nachdem Tom weiß, dass diese Wesen dort wahrscheinlich auch beeinflusst worden sind, glaubt er kaum noch daran, dass das letzte dieser Wesen auf dem Raumschiff noch am Leben ist. Somit würde sich eine Rettungsaktion nicht lohnen, da man sowieso zuerst das fremde Raumschiff wiederfinden müsste, was in der Zwischenwelt wohl kaum mehr möglich sein wird. Es wird genauso schwierig sein, das riesige Objekt wiederzufinden. Das einzige, was dabei helfen könnte, wären die Aufzeichnungen vom Flug des eigenen Raumschiffes von der Erde bis zu dem Punkt, wo es in der Zwischenwelt verschwand. Dann müsste man ungefähr an derselben Stelle wieder herauskommen und hätte zumindest einen Anhaltspunkt. Tom speichert sich daraufhin die Flugdaten des Raumschiffes in seinem eigenen Speicher ab, sodass er selbst jederzeit Zugriff darauf hat. Tom hält nun ein mächtiges Mittel in der Hand, das außer ihm bisher noch keiner kennt. Er wird es nur mit einer bestimmten Person teilen. 

Einige Zeit später hat er das heimische Sonnensystem erreicht und steuert die Erde an. Er informiert die Raumfahrtbehörde, dass er gleich eintreffen wird. Als er den dortigen Raumflughafen erreicht, setzt er auch gleich zur Landung an. Dort haben sich bereits ein paar Mitarbeiter des Projektes versammelt, um die Rückkehrer zu empfangen. Diese scheinen froh zu sein, dass das verschwundene Raumschiff doch noch zurückgekehrt ist. 

Tom verlässt das Raumschiff und wird sogleich von Diana, der Projektleiterin, begrüßt. Tom muss jedoch gleich gestehen, dass es Leon und Roxy nicht geschafft haben. Überrascht von dieser Nachricht wollen natürlich alle wissen, was unterwegs passiert ist. So begeben sich alle Anwesenden in einen dafür vorbereiteten Raum in der Raumfahrtbehörde. Dort erzählt Tom vorerst in aller Kürze, was passiert ist und was sich auf der anderen Seite abspielt. 

Nachdem Tom seine Geschichte erzählt hat, beginnen die anwesenden Zuhörer sich miteinander zu unterhalten und Tom vereinzelt Fragen zu stellen. Währenddessen geht Diana unauffällig in ihr Büro. Von dort nimmt sie Kontakt mit ihrer Mutter Lisa auf. Sie teilt ihr freudig mit, dass der Flug mithilfe von Tom ein voller Erfolg war. Lisa ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Sie ist dem Geheimnis nun deutlich näher gekommen und kann die Sache nun richtig angehen. Vielleicht kann sie nun das beenden, was Tim damals begonnen hat. 



 

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