Jürgen Schnaible

Eine neue Zeit

Der Komet

Es ist ein ganz gewöhnlicher Abend, als Daniel von der Arbeit zu seiner Familie nach Hause kommt. Er nimmt sich etwas zu essen und macht es sich im Wohnzimmer gemütlich. Dabei schaut er sich einen Bericht über die verschiedenen Himmelskörper an. Darin werden auch Kometen erwähnt, die der Erde ziemlich nahekommen können. Besonders der eine Komet, der erst vor kurzer Zeit entdeckt wurde, wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dieser soll mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der Erde ziemlich nahekommen. Er könnte ihr damit gefährlich werden. Da Daniel schon einige solcher Berichte gesehen hat und doch noch nichts Besonderes passiert ist, schenkt er dieser Information keine weitere Aufmerksamkeit.

Einige Zeit später sitzt er wieder im Wohnzimmer und verfolgt die aktuellen Nachrichten. Darin wird dieser Komet erwähnt, der auch in dem Bericht vorkommt, den Daniel damals gesehen hatte. Dieser Komet nähert sich weiterhin der Erde. Natürlich wird in den Nachrichten versichert, dass er wahrscheinlich knapp an der Erde vorbeifliegen wird. Man will ja schließlich keine Panik aufkommen lassen. Dennoch hat Daniel ein unangenehmes Gefühl bei der Sache. Was wäre, wenn der Komet doch die Erde trifft? Er wäre groß genug, um eine Katastrophe auszulösen.

Daniel verfolgt regelmäßig die neuesten Nachrichten und andere Informationsquellen wie das Internet, um keine Neuigkeiten über den Kometen zu verpassen. Es werden allerdings nur ganz wenige Informationen darüber veröffentlicht. Doch Daniel versucht dennoch, auf dem Laufenden zu bleiben. Dann ist einige Zeit lang überhaupt nichts mehr Neues darüber zu erfahren. Daniel fragt sich, ob das Thema uninteressant ist, oder ob man etwas verschweigen will. Er kann jetzt nicht mehr tun, als abzuwarten.

Wieder einige Zeit später entdeckt er einen Artikel im Internet, in dem seit langer Zeit wieder von diesem Kometen berichtet wird. Dieser würde sich immer noch auf die Erde zu bewegen und gar nicht mehr so weit weg sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser die Erde trifft, würde sich dadurch stetig erhöhen. Dieser Artikel wurde anonym verfasst und soll von jemandem geschrieben worden sein, der direkt mit der Erforschung des Kometen zu tun hat. Da dieser Artikel nicht leicht zu finden ist, vermutet Daniel, dass diese Person unter der Bevölkerung eine Panik vermeiden möchte, aber dennoch vor dem Kometen warnen will. Ist dieser doch gefährlicher, als man glaubt?

Eines Tages wird in den Nachrichten das erste Mal seit langer Zeit wieder dieser Komet erwähnt. Man könnte ihn in den nächsten Tagen mit bloßen Augen im Nachthimmel erkennen. Mehr wird darüber nicht berichtet. Für Daniel ist klar, dass er nachts ab sofort den Himmel nach dem Kometen absuchen und dann beobachten wird. Daniel versucht, in den verschiedenen Medien herauszufinden, an welcher Stelle sich der Komet im Moment befindet, damit er ihn leichter finden kann. Als er diese Information hat, schaut er gleich in der kommenden Nacht die Stelle am Himmel mit seinem Fernglas ab. Tatsächlich entdeckt er den Kometen, der sich jedoch noch ganz weit weg zu befinden scheint. Er ist hauptsächlich an seinem langen, hellen Schweif zu erkennen, den er hinter sich lässt. Daniel sucht und betrachtet ihn seitdem des Öfteren in der Nacht, wenn das Wetter es zulässt. 

Der Komet ist nachts bereits mit bloßem Auge sichtbar. Daniel verfolgt weiterhin den Kometen und achtet dabei auf Veränderungen irgendwelcher Art. Als er an einer schönen Sommernacht draußen sitzt und den Kometen beobachtet, fällt ihm etwas auf, dem er zuvor keine Beachtung schenkte. Der Komet wirkt immer größer, also ein Zeichen dafür, dass er näher kommt. Würden sich die Flugbahnen der Erde und des Kometen zeitgleich irgendwann schneiden, würde es zur Katastrophe kommen. Daniel kann jetzt nur noch abwarten und weiterhin beobachten.

Selbst am Tage ist der Komet nun zu sehen. Er ist inzwischen so hell und groß am Himmel geworden, dass er als leuchtender Punkt mit einem langen Schweif zu erkennen ist. Daniel verfolgt weiterhin gespannt alle Informationen über den Kometen, die er nur kriegen kann. Dann vergleicht er sie, um sich selber ein Bild über ihn und dessen Flugbahn zu machen. In den öffentlichen Medien wird immer wieder beteuert, dass der Komet nahe an der Erde vorbeifliegen wird. Es steht auch schon der Zeitpunkt fest, an dem der Abstand zur Erde am geringsten ist. In anderen Medien wiederum wird die Sache nicht so einfach auf die leichte Schulter genommen. Dort macht man sich bereits über eine mögliche Kollision Gedanken. Daniel will die Sache weiterhin genau beobachten, um rechtzeitig auf alles gefasst zu sein. 

Unübersehbar wird der Komet am Himmel immer größer. Er ist bereits das Gesprächsthema in den Medien und in der Bevölkerung. Viele Menschen glauben bereits, dass das nicht gut ausgehen wird, und fangen an Lebensmittel und andere lebensnotwendige Sachen zu kaufen, um sich auf eine mögliche Katastrophe vorzubereiten. Auch Daniel hat seiner Frau gesagt, dass sie beim Einkauf zusätzlich noch Lebensmittel mitnehmen soll, die lange haltbar sind. Der Zeitpunkt der größten Annäherung kommt immer näher.

Noch immer wird in den offiziellen Medien eine Kollision ausgeschlossen, auch wenn es sehr knapp werden kann. Durch bestimmte Quellen, die niemand nennen möchte, haben Leute allerdings schon davon gehört, dass ein Zusammenstoß so gut wie sicher ist. Da dies jedoch schon bald sein wird und der Komet sehr groß ist, würde eine Flucht nicht viel bringen. Die ganze Erde würde dadurch in Mitleidenschaft gezogen. 

Noch drei Tage bis zur möglichen Kollision. Daniel geht, wie viele andere, nicht mehr zur Arbeit, um das Himmelsspektakel zu beobachten. Der Komet mit seinem riesigen Schweif nimmt einen großen Teil des Himmels ein. Er ist einfach unübersehbar. Ein großer Teil des öffentlichen Lebens existiert nicht mehr, da jeder nur noch abwartet, was passieren wird. Auch die offiziellen Medien reden jetzt offen über eine mögliche Kollision, obwohl die meisten Menschen schon damit gerechnet haben. Was auch passieren mag, man kann es nicht mehr beeinflussen. 


Die Raumschiffe

Daniel hat sich am späten Abend draußen bequem gemacht und betrachtet den bereits riesigen Kometen, der weiterhin unaufhaltsam auf den Planeten zufliegt. Keiner glaubt mehr daran, dass er an der Erde vorbeifliegen wird. In zwei Tagen wird er höchstwahrscheinlich auf die Erde treffen und eine Katastrophe auslösen, der niemand entkommen kann. Plötzlich erkennt er im Nachthimmel mehrere Lichter, die sich gleichmäßig verteilen. Langsam scheinen sie von oben herab zu steigen und werden dabei immer größer. Nach einiger Zeit erkennt man immer deutlicher die Form einer riesigen Scheibe. Es scheinen fremde Raumschiffe zu sein, die da überall im Nachthimmel stehen. Daniel ruft seine Frau und die beiden Kinder, damit sie sich das ansehen. Er fragt sich woher diese Raumschiffe plötzlich herkommen und warum gerade jetzt. Ist es reiner Zufall oder hat es etwas mit dem Kometen zu tun? Dann bleiben die Raumschiffe auf der Stelle stehen. Daniel beobachtet weiterhin neugierig den Nachthimmel, um zu erkennen, was passiert. Aber es bleibt alles unverändert. Die Schiffe bleiben unverändert in ihrer Position. Nach einiger Zeit des Abwartens fallen Daniel die Augen zu.

Als er wieder aufwacht, wird es bereits schon wieder hell. Erschrocken darüber, dass er so lange geschlafen hat, schaut er sofort nach oben, ob die Raumschiffe noch da sind. Und tatsächlich stehen sie immer noch an der gleichen Stelle. Doch kann er bereits die Schiffe deutlich erkennen. Jede von ihnen ist scheibenförmig und hat einen riesigen Durchmesser. Der Rest der Familie ist auch schon wach und kommt zu Daniel nach draußen. Auch sie betrachten neugierig die Schiffe am Himmel. Auf einmal kommt Bewegung in die Sache und die Raumschiffe steigen weiter ab. Es hat den Anschein, als ob sie irgendwo landen wollen. Daniel beobachtet das nächstgelegene Raumschiff genau, um herauszufinden, wo es möglicherweise landet. Als es tatsächlich zur Landung ansetzt, merkt sich Daniel die Richtung und ungefähre Entfernung. Nach kurzem Nachdenken sagt er seiner Frau, dass sie alle wichtigen Sachen zusammenpacken und zum Auto bringen sollen. Jeder soll jedoch nur so viel mitnehmen, wie er auch tragen kann. Seine Frau sieht ihn fragend an, doch Daniel will keine Zeit verlieren und geht ins Haus. Die ganze Familie läuft daraufhin hastig durch die Wohnung, um das Wichtigste zusammenzutragen. Daniel verstaut danach alles im Auto. Jetzt haben nur noch die vier Personen Platz. Als alle eingestiegen sind, schaut er sich noch einmal kurz um und fährt los. Er hat keine Ahnung, ob er jemals zurückkommen wird. 

Das Ziel von Daniel ist die Stelle, wo das nächstgelegene Raumschiff gelandet ist. Er glaubt nicht, dass es zufällig zu diesem Zeitpunkt auf die Erde gekommen ist. Er fährt so schnell wie nur möglich in die Richtung, die er sich gemerkt hat. Nach einer Weile erreicht Daniel mit seiner Familie eine Anhöhe. Dahinter befindet sich eine weit ausgedehnte Ebene. In deren Mitte erkennt man das Raumschiff, das dort gelandet ist. Sie fahren die Anhöhe hinab und dann direkt durch die Ebene auf das Schiff zu. Unterwegs treffen sie noch mehr Leute, die scheinbar das gleiche Ziel haben. Einige davon bleiben auf Abstand zu dem Schiff, um abzuwarten und erst mal beobachten. Andere jedoch fahren oder laufen einfach darauf zu. So wie Daniel, der nicht lange nachdenkt, da er sowieso nichts zu verlieren hat. Wenn der Komet einschlägt, wird sowieso alles vorbei sein.

Da stehen sie nun vor dem riesigen Raumschiff und schauen es sich aus dem Auto heraus an. In regelmäßigen Abständen sind an der runden Außenseite Rampen bis zum Boden ausgefahren. Darüber kann man ins Innere des Schiffes gelangen. Einige Leute stehen bereits davor und überlegen was sie nun tun sollen. Für Daniel steht der Entschluss schon fest und fordert alle auf auszusteigen. Jeder soll seine Sachen aus dem Auto holen und mitkommen. Als alle mit ihren Sachen neben dem Auto stehen, schaut Daniel sich noch einmal um. Immer mehr Leute nähern sich dem Raumschiff. Der Platz um das Schiff wird bald überfüllt sein. Daniel wendet sich an seine Familie und fordert sie auf mitzukommen. Er läuft direkt auf eine der Rampen zu, die in das Schiff führen. Kurz davor bleibt er kurz stehen und versucht zu erkennen, was sich am Ende der Rampe befindet. Doch er kann nichts Genaues sehen. Dann dreht er sich noch kurz um, ob alle noch da sind. Ohne zu wissen, was ihn dort erwartet, geht er mit seiner Familie langsam die Rampe hinauf. Als sie oben angekommen sind, stehen sie vor dem Eingang, der in das Innere des riesigen Raumschiffes führt. Obwohl alle direkt hineinschauen, können sie nichts entdecken. Das künstliche Licht hinter dem Eingang lässt sie nichts erkennen. Die anderen Leute schauen gespannt zu Daniel und seiner Familie nach oben. Sie wollen wissen, ob diese hineingehen und was dann passiert. Und tatsächlich geht Daniel voraus ins Innere des Schiffes. Der Rest der Familie folgt ihm, auch wenn sie nicht wissen, ob das die richtige Entscheidung ist.


Im Raumschiff 

Sie kommen an einen Weg, an dem zu beiden Seiten einzelne größere Kabinen stehen. Alle sehen von außen gleich aus. Es könnte sich um Unterkünfte handeln. Daniel schaut sich um, kann aber niemanden entdecken. Im Moment scheint hier niemand zu sein. Dann läuft er auf die erste Kabine zu, um sie sich genauer anzusehen. Er öffnet die Tür und schaut hinein. Er sieht einen Raum, in dem im ersten Augenblick alles Wichtige vorhanden ist, was eine Unterkunft braucht. Dann geht er weiter und sieht sich den Rest der Kabine an. Es handelt sich tatsächlich um eine kleine Wohnung, die mit dem Notwendigsten ausgestattet ist. Also eine einfache Unterkunft, in der man vorübergehend wohnen kann. Daniel wendet sich seiner Frau zu und sagt ihr, dass sie die Wohnungen nebenan unter sich aufteilen sollen, bevor noch mehr Leute kommen. Dann sind sie wenigstens zusammen und nicht irgendwo im Schiff verteilt. Daniel hatte schon vorher etwas in der Richtung vermutet. Er hat das Gefühl, dass die Raumschiffe hier sind, um zumindest einige Menschen vor dem Kometen in Sicherheit zu bringen. Er weiß zwar nicht, ob seine Theorie richtig ist und um wen es sich dabei handelt, aber irgendwann wird man es schon noch erfahren.

Kurze Zeit später kommen die nächsten Leute in das Raumschiff. Sie waren vermutlich noch ein wenig draußen geblieben, um abzuwarten, was passieren wird, wenn Daniel mit seiner Familie in das Raumschiff hineingeht. Sie sehen Daniel mit seiner Familie vor ihren Unterkünften und belegen gleich die daneben liegenden. Es kommen immer mehr Leute, die in das Raumschiff strömen. Daniel fragt sich, wie viel Leute hier hineinpassen und wie das nun weitergehen soll. Was passiert, wenn das Schiff voll ist? Fliegt das Raumschiff mit ihnen weg oder bleibt es einfach da stehen. Und von was soll die Masse an Menschen dann hier leben? Daniel weiß, dass er jetzt nur noch abwarten kann, was passieren wird. Das Schicksal der Menschen, die das Raumschiff betreten, gehört denen, die es hierher gebracht haben.

Es ist so weit. Das Schiff scheint voll zu sein und die Tore am Eingang schließen sich. Daniel fragt sich die ganze Zeit, wer das Ganze steuert und überwacht. Doch kann er noch immer nicht erkennen, um wen es sich dabei handelt. Er schaut den Weg entlang und beobachtet die Leute, die zuletzt zugestiegen sind. Dann unterhält er sich noch kurz mit den Leuten, die ihre Unterkunft gleich nebenan haben. Danach sagt er seiner Frau, dass er den Weg verfolgen will, um zu sehen wohin er führt. Sie solle mit den Kindern vorerst hierbleiben. Daniel geht den Weg in die eine Richtung entlang. Er sieht viele Menschen vor ihrer neuen Unterkunft stehen. Daniel fragt sich noch immer, ob diese Kabinen auch wirklich für die Menschen gedacht sind. Wie auch immer, sie sind jetzt von ihnen belegt.

Nach einiger Zeit endet der Weg an einem großen Platz. Alle Wege scheinen sich hier zu treffen, die sternförmig auseinandergehen. Dies könnte der Mittelpunkt des Raumschiffes sein. Jeder Weg ist mit einem anderen Zeichen beschriftet. Vermutlich der Orientierung, da sie alle gleichmäßig aufgeteilt sind. Viele Menschen laufen planlos umher, um sich umzusehen, wo sie sich im Moment befinden. In der Mitte des Platzes steht eine große Säule, die vom Boden bis zur Decke reicht. Es stehen bereits schon andere Leute davor und betrachten diese. Daniel will sie sich auch genauer anschauen und geht darauf zu. Als er davor steht, erkennt er, dass sich kleine Schiebetüren daran befinden. Neugierig öffnet er eine davon. Dahinter befindet sich ein Fach mit einem kleinen Behälter darin. In dem Behälter befinden sich kleine Würfel. Daniel holt sich einen dieser Würfel heraus und riecht daran. Er hat einen unbekannten, aber angenehmen Duft. Daniel fragt sich, ob man diese Würfel vielleicht essen kann. Doch er traut sich dann doch nicht, zu probieren. Hinter größeren Türen, auf der gegenüberliegenden Seite, befinden sich noch verschiedene Gegenstände, die man so im Alltag gebrauchen kann. Daniel unterhält sich dann mit anderen Leuten, die bei ihm stehen, über diese Würfel. Keiner weiß jedoch, was das wirklich für Dinger sind. Aber aus irgendwelchem Grund muss die ja jemand da hinterlegt haben. Und da die Menschen versorgt werden müssen, könnte das etwas Unbekanntes zum Essen sein. Daniel will das Risiko eingehen und einen dieser Würfel probieren, ob man ihn essen kann. Vorsichtig nimmt er einen davon und versucht herauszufinden, ob dieser wirklich zum Essen geeignet ist. Dann beißt er ein kleines Stück ab, um es zu probieren. Er kann im ersten Moment nichts Schlechtes daran erkennen. Es schmeckt sogar sehr gut. Ein ganz ungewöhnlicher und unbekannter Geschmack. Daniel isst den Rest des Würfels auf, während andere herumstehende Leute nun auch davon probieren. Er bemerkt ein leichtes Wohlbefinden, das möglicherweise durch den Würfel verursacht wird. Daniel nimmt sich einen dieser Behälter, um ihn seiner Familie mitzubringen. Dann sucht er den richtigen Weg und läuft an zahlreichen anderen Menschen vorbei zurück zu seiner Familie.

Nachdem Daniel wieder zurück ist, erzählt er seiner Frau und den beiden Kindern von dem, was er gesehen hat. Und natürlich zeigt er ihnen die Würfel, die er mitgebracht hat. Er bietet Ihnen an, sie zu probieren. Nach kurzem Zögern nimmt sich jeder einen dieser Würfel und probiert ihn. Erstaunlicherweise finden ihn alle gut, obwohl eigentlich jeder einen anderen Geschmack hat. Da sich allmählich alles etwas beruhigt hat, geht Daniel mit seiner Familie noch einmal zurück zu dem großen Platz. Dort schauen sie sich gemeinsam um und unterhalten sich gelegentlich mit anderen Personen. Nach einiger Zeit gehen sie gemeinsam wieder den Weg entlang zurück zu ihren Unterkünften. Als sie zurück sind, möchte Daniel sich noch ein wenig umsehen. Er geht in Richtung des Tores, wodurch sie gekommenen sind. Dort läuft ein weiterer Weg die Außenwand des Raumschiffes entlang. Er läuft ein Stück diesen Weg entlang. Wieder bietet sich ihm unterwegs das gleiche Bild. Viele Leute befinden sich in oder vor ihren Unterkünften. Aber auch wie Daniel sind einige unterwegs, um sich umzusehen. Die Außenwand ist mit großen Fenstern versehen. Es befinden sich auch Sitzgelegenheiten davor, von wo aus man gemütlich nach draußen blicken kann. Daniel setzt sich auf eine und schaut nach draußen. Es wird bereits dunkel an diesem Vorabend des Tages, in dem voraussichtlich der Komet einschlägt. Daniel erkennt, dass immer noch Leute vor dem Raumschiff stehen, doch es kommt keiner mehr hinein. Und im Hintergrund erkennt man noch zahlreiche Lichter von einer Zivilisation, die es vielleicht morgen schon nicht mehr geben wird. Daniel steht wieder auf und geht zu seiner Familie zurück. Sie unterhalten sich noch ein wenig und wollen sich dann erst mal hinlegen. Noch immer weiß niemand wem dieses Raumschiff und die anderen gehören. Vielleicht werden sie es noch erfahren. 

Am nächsten Morgen wacht Daniel wieder auf. Er hat erstaunlich gut geschlafen, trotz der ungewohnten Umgebung und der ungewissen Situation, in der er sich befindet. Sofort geht er vor die Tür seiner Unterkunft, um zu sehen, ob sich etwas verändert hat. Es ist jedoch wie am Tag zuvor. Er sieht nur ein paar Leute, die sich vor ihrer Unterkunft aufhalten oder gerade den Weg entlang laufen. Seine Frau und seine beiden Kinder sind auch schon auf den Beinen und kommen auf Daniel zu. Sie beschließen, zum großen Platz zu gehen und sich einige dieser Würfel zum Essen zu holen. Sie haben ja sonst nichts und außerdem schmeckt er ihnen sehr gut. Scheinbar sind alle wichtigen Nährstoffe darin enthalten, den sie haben kein Verlangen nach etwas anderem. Und Wasser hat sowieso jeder in seiner Unterkunft. Nachdem sich jeder einen Behälter mit Essen genommen hat, gehen sie den Weg zurück bis zum Ende des Schiffes. Von dort aus gehen sie den Weg entlang, der an der Außenwand des Schiffes rundherum entlang läuft. Sie suchen sich eine Stelle, von der aus der herannahende Komet zu sehen ist. Dort setzen sie sich gemeinsam auf eine dieser Sitze vor den Fenstern, essen gemütlich einige dieser Würfel und schauen dabei nach draußen. Es kommen immer mehr Leute auf diese Seite des Raumschiffes, um zu beobachten, was dort draußen passiert. Es zweifelt inzwischen keiner mehr daran, dass der Komet auf die Erde stürzt. Und heute würde es passieren.

Daniel sieht nach draußen und ist dabei relativ gelassen. Er wirkt überhaupt nicht aufgeregt auf das bevorstehende Ereignis. Er hat die Vermutung, dass es am Essen liegt. Es scheint eine beruhigende Wirkung zu haben. Daniel hat einige Leute schon darauf angesprochen und es ihm bestätigt. Er vermutet, dass diejenigen, die diese Würfel herstellen und zur Verfügung stellen, darauf bedacht sind, dass die Leute im Raumschiff ruhig bleiben. Man will damit möglicherweise Panik, Angst oder irgendwelche Aggressionen vermeiden. So viele Leute in einem begrenzten Raum müssen beruhigt werden, um friedlich zusammenzuleben. Vielleicht befinden sich deswegen so viele Leute friedlich an den Fenstern und beobachten den Kometen. Auf jeden Fall kommt dieser deutlich sichtbar schnell näher. Es kann nicht mehr lange dauern bis er einschlägt. Alle schauen jetzt gespannt nach draußen. Daniel fragt sich, warum die Raumschiffe nicht einfach davon fliegen, um sich nicht unnötig der Gefahr auszusetzen. Oder wurde von den Unbekannten alles so berechnet, dass schon nichts passieren wird. Was auch passieren mag, die Dinge nehmen ihren Lauf und die Menschen im Raumschiff können nichts daran ändern.


Der Einschlag

Es ist gleich soweit. Der Komet fliegt unaufhaltsam auf die Erde zu. Es geht jetzt alles ziemlich schnell. Alle im Raumschiff blicken nach draußen und erkennen in einiger Entfernung, wie der Komet in die Atmosphäre eintaucht. Gleich darauf schlägt er auf der Erde auf. Sofort verfinstert sich die Umgebung um den Einschlagsort durch das aufgewirbelte Material. Im Raumschiff ist davon nur eine leichte Vibration zu spüren. Es kommt sehr schnell eine riesige Staubwolke und herumgeschleudertes Material auf das Schiff zu. Doch kurz davor bleibt es wie an einer unsichtbaren Mauer hängen. Als ob eine Art Kraftfeld um das Raumschiff es schützten würde. Um das Schiff herum wird es immer dunkler und man kann draußen nichts mehr erkennen. Die Leute schauen sich stillschweigend an, als ob jeder wüsste, was der andere gerade denkt. Keiner kann jedoch sagen, wie groß die Verwüstungen wirklich sind. Sie müssen erst abwarten, bis man draußen wieder etwas erkennen kann.

Nach einiger Zeit löst sich die Menge langsam wieder auf, da man nicht erkennen kann, wann die Dunkelheit draußen verschwindet. Auch Daniel zieht sich mit seiner Familie zurück. Sie gehen den Weg entlang zum großen Platz, wo sich schon viele Leute getroffen haben. Dort redet man miteinander und lernt sich dabei kennen. Es ist eine der wenigen Möglichkeiten, um sich abzulenken, und nicht nur die ganze Zeit in seiner Unterkunft rumhängen. Man macht sich Gedanken, wie es draußen aussieht, wer es überlebt hat und wie es weitergehen soll. Doch man ist von der Außenwelt komplett abgeschnitten und bekommt keinerlei Informationen von außerhalb. Auch redet man natürlich auch über das Raumschiff und wer dahintersteckt. Doch noch immer gibt es keinen Hinweis darüber. So versucht jeder auf seine Art, sich die Zeit zu vertreiben, bis man etwas Neues erfährt.

Es ist bereits einige Zeit vergangen, bis man draußen endlich wieder etwas sehen kann. Die Leute haben sich rundherum an den Fenstern verteilt und versuchen zu erkennen, wie es draußen aussieht. Natürlich hat man mit Verwüstungen gerechnet, diesen Anblick haben sie dennoch nicht erwartet. Es bietet sich ihnen eine trostlose und karge Gegend. Die Umgebung gleicht einer steinigen Wüstenlandschaft ohne jegliche Spur von Leben. Keinerlei Anzeichen von Zivilisation. Als ob sie weggeflogen und woanders gelandet wären. Das war nicht mehr die Heimat, in der sie wohnten. Keine Gebäude waren mehr zu erkennen. Auch das Landschaftsbild hat sich grundlegend verändert. Alle fragen sich, ob dort draußen überhaupt jemand den Einschlag überlegt hat. Auch Daniel läuft von einem Fenster zum anderen und schaut sich die Umgebung an. Er versucht dabei, doch noch ein Zeichen von Leben zu entdecken, jedoch ohne Erfolg. Alle Leute im Raumschiff wissen nun, dass sie hier im Raumschiff zwar sicher, aber auch gleichzeitig gefangen sind, da sie außerhalb nicht überleben würden.

So vergeht Tag um Tag, ohne dass irgendetwas neues passiert. Jeder versucht sich, irgendwie zu beschäftigen. Trotz der Situation in der sich die Leute im Schiff befinden, ist die Stimmung ungewöhnlich gut. Daniel vermutet immer noch, dass es an diesen Würfeln liegt, die die Leute zu essen bekommen. Man muss sie zwangsläufig zu sich nehmen, da es sonst nichts anderes zu essen gibt. Die Wirkung dieses Nahrungsmittels ist bei jedem schon erkennbar. Eine gewisse Ausgeglichenheit und scheinbare Sorglosigkeit ist jedem anzusehen. Auch Daniel verspürt eine Art von Gleichgültigkeit, die das trostlose Leben im Schiff erträglicher macht. Er verbringt im Moment viel Zeit mit seiner Frau. Sie laufen oftmals einfach herum und schauen, ob sie etwas Neues entdecken. Dabei treffen sie immer wieder auf Leute, mit denen sie sich unterhalten. Einige davon kennen sie schon eine Weile und treffen sich mit ihnen regelmäßig, andere lernen sie erst jetzt kennen. Ihre beiden Kinder sind bereits allein unterwegs und treffen sich mit anderen Kindern. So versucht jeder, die Zeit herum zu kriegen, und hofft auf bessere Zeiten.

Daniel hat sich mal wieder vor ein Fenster gesetzt und blickt regungslos nach draußen. Plötzlich sieht er am Himmel etwas näher kommen. Es scheint ein riesiges Raumschiff zu sein. Allerdings sieht es ganz anders aus als das, indem er sich gerade befindet. Es kommt langsam näher und bleibt direkt über dem anderen Schiff stehen. Nach einer Weile hört Daniel verschiedene Geräusche im Inneren des Schiffes. Irgendwas passiert gerade. Er versucht zu erkennen, was es sein könnte, kann es aber nicht mit Bestimmtheit sagen. Plötzlich wird es wieder stiller und kurze Zeit später fliegt das andere Raumschiff auch schon wieder weg. Auch die anderen Leute haben den kurzen Besuch bemerkt und sind ans Fenster geeilt. Doch keiner weiß, was wirklich gerade geschehen ist. Daniel läuft ins Zentrum des Schiffes auf den großen Platz. Doch auch hier ist alles unverändert. Daniel vermutet, dass das andere Raumschiff möglicherweise den Vorrat aufgefüllt hat. So wie Nahrung, Wasser und möglicherweise auch Energie. Es ist zumindest nicht zu erkennen, was sonst der Grund für den Besuch gewesen ist. Daniel läuft wieder zurück zum Fenster und blickt hinaus. Doch im Moment gibt es draußen nichts Außergewöhnliches mehr zu erkennen. Er starrt noch eine Weile hinaus, bevor er aufsteht und zu seiner Familie zurückkehrt und später in seine Unterkunft zurückzieht.


Die Fremden 

Wieder einige Zeit später sitzt Daniel wieder vor einem der zahlreichen Fenster und schaut hinaus. Er starrt leicht verträumt vor sich hin, als er im Augenwinkel eine Bewegung wahrnimmt. Leicht verwirrt und überrascht richtet sich sein Blick auf diese Stelle. Im ersten Moment traut er seinen Augen kaum. Ist da draußen jemand? Vor dem Raumschiff bewegen sich zwei Personen in ihren Raumanzügen. Daniel hat solche Anzüge noch nie gesehen. Er ist sich nicht einmal sicher, ob es sich dabei um Menschen handelt. Sie scheinen Bodenproben zu sammeln und verschiedene Messungen durchzuführen. Daniel fragt sich, woher die zwei plötzlich gekommenen sind. Dann steht er auf und läuft die Fensterreihen entlang. Vielleicht sieht er draußen ein anderes Raumschiff, mit dem die beiden gekommen sind. Unterwegs erzählt er den anderen Leuten von seiner Entdeckung. Viele laufen natürlich gleich ans Fenster und schauen nach draußen. Als Daniel einmal um das Raumschiff gelaufen ist und immer noch kein zweites Raumschiff gesehen hat, wundert er sich. Er weiß noch immer nicht wo die da draußen her kommen. Er macht sich so seine Gedanken und hat noch eine Vermutung. Er kann es sich zwar selber kaum vorstellen, will es aber unbedingt wissen. Er beobachtet die beiden Fremden, bis sie scheinbar fertig mit ihrer Arbeit sind und sich auf den Rückweg machen. Jetzt will Daniel genau beobachten wohin sie gehen. Und wie er schon vermutet hat, gehen die beiden direkt auf das Raumschiff zu. Er beobachtet sie, bis sie unterhalb des Schiffes nicht mehr zu sehen sind. Noch ein wenig wartet er ab, ob sie wieder von unten hervorkommen. Dann läuft er wieder die Fensterreihen entlang, ob sie auf einer anderen Seite wieder hervorkommen. Auch befragt er die Leute, die er unterwegs trifft, ob sie die beiden gesehen haben. Doch nirgends tauchen sie wieder auf. Daniel ist sich jetzt sicher, dass sie aus dem Raumschiff heraus gekommen und wieder hinein gegangen sein müssen. Die Menschen im Raumschiff sind also doch nicht allein.

Daniel begibt sich zurück zu seiner Familie. Sie haben alle schon von den Fremden draußen gehört. Es wird bereits überall darüber gesprochen. Dennoch erzählt Daniel seiner Familie genau, was er gesehen hat. Er möchte nur zu gerne wissen, wo sich diese Fremden im Schiff befinden. Dann legt er sich schlafen und grübelt noch ein wenig darüber nach, bevor er einschläft.

Am nächsten Morgen macht sich Daniel auf die Suche. Er versucht, etwas zu entdecken, was darauf hinweisen könnte, wo sich die Fremden im Schiff befinden. Zuerst geht er systematisch jeden einzelnen Weg ab und achtet dabei auf jede Einzelheit. Vielleicht befindet sich doch noch irgendwo eine Verbindung in andere Räume, die man noch nicht entdeckt hat. Oder man kommt nur von draußen her dorthin. Daniel begibt sich ins Zentrum des Schiffes mit dem großen Platz. Dort setzt er sich erst mal hin, um sich etwas auszuruhen. Zwischendurch begibt er sich zur Säule in der Mitte des Platzes, um sich etwas zu Essen zu holen. Gemächlich verspeist er die Würfel und denkt dabei unermüdlich nach. Die Fremden müssten in die Unterseite des Raumschiffes eingestiegen sein. Wenn sie durch eine Plattform oder etwas Ähnliches in die Oberseite eingestiegen wären, hätte man das durch die Fenster beobachten müssen. Also müssten sich die Fremden unterhalb befinden. Doch als ein anderes Raumschiff vermutlich Versorgungsgüter gebracht hatte, wurde das von oben her durchgeführt. Also müsste sich eigentlich dort auch jemand befinden. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass im oberen und im unteren Teil des Schiffes sich Fremde befinden, die voneinander abgeschnitten sind. Da muss es doch eine Verbindung geben. Er ist doch den ganzen Weg um das Schiff gelaufen und dabei immer an den Fensterreihen entlang. Diese befinden sich an der Außenwand, also am Ende des Raumschiffes. Auch sonst ist nirgends eine Möglichkeit der Verbindung der Unterseite mit der Oberseite des Schiffes zu erkennen. Daniel sitzt immer noch ratlos am großen Platz und denkt darüber nach, was er vielleicht übersehen haben könnte. Er starrt dabei so vor sich hin, während sein Blick sich in die Mitte des Platzes richtet, wo sich die große Säule befindet. Plötzlich durchströmt ihn ein leichter Schauer und ihm wird einiges klar. Möglicherweise hat er die Verbindung gefunden. Das Einzige was vom Boden bis zur Decke geht, ist diese Säule. Da sich darin diese essbaren Würfel befinden, müssen sie regelmäßig nachgefüllt werden. Da dabei niemand zu sehen ist, kann das nur von oben oder unten passieren. Daniel ist sich ziemlich sicher, dass diese Säule die Verbindung zwischen den Ebenen ist. Das bedeutet, dass sich die Fremden zeitweise in dieser Säule befinden könnten, ohne dass es jemand bemerkt. Vielleicht beobachten sie die Menschen von dort aus auch. Daniel steht auf und geht auf die Säule zu. Er betrachtet sie dabei genau und sieht sie nun mit ganz anderen Augen. Direkt vor ihm, im Inneren der Säule, könnte sich gerade einer dieser Fremden befinden. Der Gedanke daran ist für Daniel schon etwas unheimlich. Er sieht sich die Säule genauer an, kann aber auf Anhieb nichts erkennen, das seine Vermutung bestätigen könnte. Dann beschließt er, zurück zu seiner Familie zu gehen, um ihnen davon zu erzählen. Er will aber auf jeden Fall zurückkommen und sich die Säule noch genauer ansehen.

Daniel begibt sich am nächsten Tag wieder ins Zentrum. Seine Frau ist mitgekommen, weil sie selber neugierig geworden ist, was es mit der Säule auf sich hat. Zu zweit schauen sie sich die Säule jetzt noch genauer an. Leute, die herumstehen, sind neugierig geworden, was die beiden da machen. Daniel erzählt ihnen von seiner Vermutung. Jetzt beginnen sich auch andere Leute dafür zu interessieren und untersuchen die Säule. Neugierig schauen sie sich alles genauer an. Doch auch sie können nicht erkennen, wie man herausfinden könnte, was sich wirklich im Inneren der Säule befindet. Daniel sieht sich die einzelnen kleinen Schiebetüren an der Säule noch einmal ganz genau an. Er öffnet jede einzelne Tür und untersucht die Fächer dahinter intensiv. Doch er kann nichts Auffälliges darin erkennen. Nichts, womit man hinter die fest eingebaute Rückwand weiter in die Säule hineinkommen würde. Dennoch will er weitermachen, bis er alle Fächer untersucht hat.

Nach einer Weile öffnet Daniel ein relativ großes Fach. Er schaut hinein und wundert sich, warum es leer ist. Die anderen Fächer werden eigentlich immer sofort nachgefüllt. Daniel untersucht dieses Fach noch intensiver als die anderen. Im ersten Moment ist nichts Auffälliges zu erkennen. Dann fährt er mit den Fingern über die Oberfächer, ob er etwas Ungewöhnliches fühlen kann. Und tatsächlich spürt er drei auffällige Stelle nebeneinander an der vorderen Ecke. Er kann sie mit dem Finger ein kleines Stück hineindrücken. Daniel vermutet, dass es Schalter sind. Vielleicht bewirkt man etwas, wenn man sie betätigt. Doch nachdem er alle drei Schalter betätigt hat, ist noch keine Wirkung zu erkennen. Vielleicht muss man eine bestimmte Kombination eingeben. Also versucht Daniel verschiedene Reihenfolgen beim Betätigen der Schalter. Auch gleichzeitiges Drücken mehrerer Schalter probiert er aus. Doch noch immer erkennt man eine Wirkung. Daniel weiß, dass er jetzt systematisch vorgehen muss. Also denkt er sich verschiedene Kombinationen aus, die er in einer genauen Reihenfolge eingeben will. Er will nichts unversucht lassen, um herauszubekommen, was diese Schalter bewirken. Vorausgesetzt natürlich, dass sie irgendeine Funktion haben. Aber Zeit hat Daniel im Moment mehr als genug. Er kann sich somit in aller Ruhe damit beschäftigen.

Es ist inzwischen wieder Nacht geworden und die meisten Leute sind schlafen gegangen. Daniel ist jedoch noch immer dabei eine mögliche Kombination zu finden. Seine Frau hat sich bereits Schlafen gelegt und Daniel wird auch langsam Müde. Noch ein wenig will er probieren und dann am nächsten Tag weitermachen. Als er bereits ans Aufhören denkt, passiert es. Die Rückwand des Faches öffnet sich. Erschrocken schaut er auf die offene Stelle in der Säule. Doch er kann nur erkennen, dass sich dahinter ein Raum befindet. Er notiert sich schnell die letzte eingegebene Kombination und versucht dabei sich diese zu merken. Dann wartet er noch einen Moment, ob einer der Fremden etwas davon bemerkt hat. Daniel macht einige Leute, die sich gerade in der Nähe befinden, auf seine Entdeckung aufmerksam. Langsam und ganz vorsichtig steckt er dann seinen Kopf durch die Öffnung. Neugierig und leicht nervös schaut er sich um. Der Raum inmitten der Säule ist wahrscheinlich die gesuchte Verbindung zwischen dem oberen und unteren Bereich. In der Mitte befindet sich eine weiter Säule, in dem Daniel einen Fahrstuhl vermutet. An der Wand entlang befindet sich eine Treppe, die sich im Kreis von oben nach unten erstreckt. Daniel überlegt, ob er die Situation nutzen soll, da sich im Moment keiner der Fremden auf der Treppe befindet. Vielleicht handelt es sich dabei um eine Nottreppe, die nur selten benutzt wird. Er schaut sich noch einmal kurz um und sieht, dass sich schon einige Leute hinter ihm versammelt haben. Dann steigt er vorsichtig durch die Öffnung und befindet sich nun auf der Treppe. Er entscheidet sich, zuerst der Treppe nach oben zu folgen. Leise und vorsichtig steigt er nach oben. Ständig muss er damit rechnen, dass er einem der Fremden begegnet. Eigentlich scheinen die Fremden es mit den Menschen gut zu meinen und Daniel bräuchte somit keine Angst vor ihnen zu haben. Aber ob diese wollen, dass man sich in Bereichen aufhält, wo die Menschen vielleicht nichts zu suchen haben? Doch Daniel will unbedingt wissen, mit wem er es zu tun hat. Also geht er weiter, bis er das Ende der Treppe vor sich hat. Diese endet an einem offenen Durchgang, der in einen Raum führt. Daniel wartet in sicherem Abstand noch etwas ab. Plötzlich läuft jemand ganz knapp am Durchgang vorbei. Daniel zuckt kurz zusammen. Jetzt weiß er jedoch, dass Fremde im Raumschiff sind. Dann geht Daniel den Rest der Treppe hinauf und schaut ganz vorsichtig hinein. Er erkennt einige der Fremden, die an verschiedenen Steuerungen und Computer beschäftigt sind. Vorsichtig zieht er sich wieder zurück, um nicht doch noch entdeckt zu werden. Leise steigt er wieder die Treppe hinab. Daniel geht bis ganz nach unten, um zu sehen, was sich dort befindet. Als er unten angekommen ist, erkennt er auch hier einen offenen Durchgang. Wieder wartet er in einigem Abstand davor und beobachtet erst einmal. Dann nähert er sich dem Durchgang und blick vorsichtig in den Raum. Auch hier befinden sich einige der Fremden. Daniel hat den Eindruck, dass es sich hier im unteren Bereich hauptsächlich um den Maschinenraum handelt. Nachdem er sich kurz umgesehen hat, geht er sicherheitshalber wieder zurück. Er steigt die Stufen leise wieder nach oben. Als er einige Schritte gegangen ist, hört er plötzlich ein leises, seltsames Geräusch. Erschrocken schaut er die Treppe hinauf und hinab, ob er etwas entdecken kann. Doch er kann nicht erkennen, was das Geräusch verursacht. Es wird langsam lauter, bis es direkt neben Daniel zu hören ist. Danach wird es wieder leiser. Daniel vermutet, dass es tatsächlich ein Fahrstuhl innerhalb der inneren Säule war, der gerade an ihm vorbeigefahren ist. Rasch geht Daniel weiter bis an die Stelle mit der Öffnung, durch die er hereingekommen ist. Er klettert wieder nach draußen, wo sich bereits eine größere Menschenmenge versammelt hat. Auch seine Frau und seine beiden Kinder haben auf ihn gewartet. Alle sind froh Daniel unversehrt wiederzusehen. Natürlich sind alle neugierig zu erfahren, was er erlebt hat. Doch Daniel drückt noch einmal die Kombination an den Schaltern und die Öffnung schließt sich wieder. Er möchte nicht, dass die Fremden die Öffnung sehen. Dann setzt er sich zu den anderen Leuten und beginnt zu berichten. 

Nachdem sich die Geschichte von Daniel herumgesprochen hat, ist man am überlegen, wie es jetzt weitergeht. Soll man mit den Fremden in Kontakt treten oder doch lieber alles so lassen, wie es ist? Wollen die Fremden überhaupt den Kontakt mit den Menschen? Wenn sie es wollten, hätten sie es doch schon längst tun können. So redet und diskutiert man miteinander, was wohl das Beste für die Menschen auf dem Raumschiff ist.


Der Kontakt 

Der Alltag ist wieder eingekehrt und man hat lange nachgedacht. Doch dann ist der Entschluss gefasst worden, sich doch mit den Fremden in Verbindung zu setzen. Vielleicht kann man von ihnen erfahren, wie es im Moment auf der Erde aussieht und wie lange die Menschen noch im Raumschiff bleiben müssen. Deshalb soll jemand mit den Fremden Kontakt aufnehmen. Natürlich denkt man dabei sofort an Daniel, der als einziger schon einmal außerhalb der für die Menschen zugewiesenen Räumlichkeiten war. Daniel ist die Sache zwar auch nicht ganz geheuer, dennoch entschließt er sich, diese Aufgabe zu übernehmen.

Am nächsten Morgen ist es dann soweit. Viele Menschen haben sich vor der Säule versammelt, um dabei zu sein, wenn Daniel wieder in die Säule steigt, um Kontakt mit den Fremden aufzunehmen. Gespannt schauen die Leute zu, wie Daniel wieder durch die Öffnung klettert. Auch diesmal befindet sich niemand auf der Treppe. Als er dort angekommen ist, schaut er sich noch einmal kurz um, bevor er langsam die Treppe hinaufsteigt. Kurz vor dem Durchgang in den Raum, am Ende der Treppe, bleibt er noch einmal stehen. Dann konzentriert er sich auf seine Aufgabe und geht weiter. Er betritt den Raum und weiß, dass die Fremden ihn gleich entdecken werden. Angespannt und im Wissen, dass es kein Zurück mehr gibt, sieht er sich um. Und tatsächlich hat ihn auch gleich einer der Fremden bemerkt. Daniel und der Fremde sehen sich gespannt an. Dann informiert dieser die Besatzung über die Anwesenheit von Daniel. Mit der Zeit kommen immer mehr von denen hinzu. Dann geht einer von ihnen auf Daniel zu und gibt ihm zu verstehen, dass er mitkommen soll. Daniel folgt ihm durch den oberen Teil des Raumschiffes. Nach einer Weile kommen sie an einen Platz, wo ein weiterer Fremder schon auf die beiden zu warten scheint. Gemeinsam setzen sie sich an einen Tisch. In der Mitte des Tisches befindet sich eine Art Monitor, der allerdings kreisrund ist, sodass man von allen Seiten gleichermaßen drauf schauen kann. Der andere Fremde schaut Daniel an und beginnt plötzlich mit ihm zu reden. Daniel versteht zwar kein Wort, jedoch wird ihm alles durch das Gerät am Tisch übersetzt. Er gibt ihm zu verstehen, dass sie zwar den Menschen helfen wollen, jedoch der Kontakt zu ihnen vermieden werden soll. Daniel fragt daraufhin, warum man keinen Kontakt will. Er bekommt jedoch keine Antwort. Dann möchte er noch wissen, warum man mit so einer fortschrittlichen Technologie nicht versucht hat, die Erde vor dem Kometen zu schützen. Auch darauf kommt keine Antwort. Noch einmal versucht Daniel, etwas zu erfahren, und fragt, wer sie sind und woher sie kommen. Doch auch diesmal wieder nur Schweigen. Doch dann äußert sich der Fremde doch noch. Er sagt zu Daniel, dass für die Menschen eine neue Zeit hereinbrechen wird. Ein neues Zeitalter wird den Menschen verändern. Es wird nicht mehr so sein wie zuvor. Als Daniel nachfragt, was er damit sagen will, bekommt er auch dieses Mal keine Antwort. Daniel hat jetzt mehr Fragen als Antworten bekommen. Doch eine Frage hat er noch, die ihn und die anderen Menschen auf dem Raumschiff interessiert. Er möchte gerne wissen, wie es auf der Erde im Moment aussieht und wann sie das Schiff wieder verlassen können. Der Fremde zögert etwas und antwortet Daniel, dass er das nicht genau sagen kann. Es wird allerdings noch einige Zeit dauern. In dem Moment schaltet dich sich der Monitor auf dem Tisch an und zeigt Aufnahmen von der Erde, wie sie vermutlich gerade aussieht. Die Verwüstungen sind doch größer, als alle vermutet haben. Die Folgen des Einschlages haben auf der ganzen Welt ihre Spuren hinterlassen. Moderne Zivilisation wie vor dem Einschlag scheint es nicht mehr zu geben. Man kann auch nicht erkennen, wie viele Menschen die Katastrophe überhaupt überlebt haben. Als der Monitor sich wieder abschaltet, stehen die beiden Fremden auf und Daniel weiß, dass es Zeit ist zu gehen. Zusammen geht er mit seinem Begleiter wieder zum Durchgang bei der Treppe zurück. Dann geht Daniel voraus die Treppe hinab bis zu der Stelle, wo sich die Öffnung befindet. Der Fremde weiß jetzt, wie Daniel hereingekommen ist. Im Dasein des Fremden klettert Daniel durch die Öffnung wieder zurück. Dort wartet schon eine große Menschenmenge auf seine Rückkehr. Als er hindurch ist, schaut er noch einmal kurz zurück. Der Fremde ist inzwischen schon wieder verschwunden. Dann verschließt er die Öffnung wieder und widmet sich der wartenden Menge.

Seit einer Stunde sitzt Daniel inzwischen inmitten vieler Leute, die sich seine Geschichte mit den Fremden anhören. Man ist bereits am Diskutieren, wie das Verhalten dieser Fremden zu verstehen ist. Warum wollen sie den Kontakt mit den Menschen vermeiden und warum geben sie so wenig Informationen heraus? Man kann darüber nur spekulieren. Es bleibt den Menschen in diesem und bestimmt auch in den anderen Raumschiffen, nichts anderes übrig, als abzuwarten.


Eine neue Zeit

Einige Jahre sind inzwischen vergangen. Alle sind inzwischen älter geworden und haben sich an das Leben auf dem Raumschiff gewöhnt, auch wenn sie natürlich lieber wieder draußen in der Natur wären. Die Kinder von Daniel sind bereits Erwachsen und verbringen die meiste Zeit mit ihrem Partner, den sie im Schiff kennengelernt haben. Niemand war, seitdem Daniel in der Säule war, bei den Fremden. Man kann sie auch nicht mehr öffnen. Entweder ist die Kombination geändert worden oder wurde die Öffnung ganz deaktiviert. Auf jeden Fall gab es seit dem keinen Kontakt mehr. Auch die Würfel, die als Nahrung dienen, waren kurz nach dem Treffen nicht mehr die gleichen. Der Geschmack ist leicht verändert und die beruhigende Nebenwirkung ist merklich stärker geworden. Vielleicht wollen die Fremden damit erreichen, dass die Menschen nicht auf noch mehr Gedanken kommen, die unerwünscht sind. Das Leben hat dadurch eine gewisse Unbeschwertheit bekommen und die Leute haben sich mit ihrem Schicksal soweit abgefunden. 

Daniel sitzt mal wieder an einem Fenster und schaut verträumt nach draußen. Es hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Immer mehr nimmt die Natur wieder Farbe an. Die verschiedensten Pflanzen kommen wieder zum Vorschein und breiten sich aus. Nur Tiere hat noch niemand entdecken können. Die Sonne scheint wieder vom strahlend blauen Himmel und gelegentlicher Regen lässt die Landschaft aufblühen. Daniel fragt sich gelegentlich, ob er jemals wieder außerhalb des Fensters stehen würde. Es sind nur noch Erinnerungen von dem Leben außerhalb des Raumschiffes da, die allmählich verblassen.

Eines Tages begibt sich Daniel mit seiner ganzen Familie auf den großen Platz in der Mitte des Raumschiffes. Einige Leute haben ein Unterhaltungsprogramm einstudiert, dass sie an diesem Tag vorführen wollen. Natürlich ist jeder für jegliche Abwechslung dankbar. So haben sich viele Zuschauen versammelt, um sich die Vorführung anzusehen. Auch Daniel will sich das Ganze nicht entgehen lassen und lässt sich unterhalten. Plötzlich hört er im Hintergrund ein Geräusch, das nicht zu der Aufführung passen kann. Er hat das Gefühl, dass er es kennt und schon einmal irgendwann gehört hat. Nach ein paar Sekunden fällt es ihm wieder ein. Rasch steht er auf und läuft den Weg entlang bis zum Ende des Schiffes. Sofort schaut er durch ein Fenster nach draußen. Was er da sieht, lässt ihn für einen Moment erstarren. Die Tore wurden geöffnet und die Rampen sitzen auf dem Boden auf. Das müsste bedeuten, dass es Zeit ist, das Raumschiff zu verlassen. Doch was würde sie dort draußen erwarten. Hier wurden sie mit allem Lebensnotwendigen versorgt. Dort draußen müssen sie wieder für sich selbst sorgen. Sie müssten jeden Tag um das Überleben kämpfen. Es gibt voraussichtlich keinerlei Zivilisation. Man müsste von ganz vorne anfangen und hat nichts. Wie soll das funktionieren?

Inzwischen sind noch mehr Leute eingetroffen, die das Ereignis bemerkt haben. Auch in ihren Gesichtern kann man ablesen, dass nicht nur Freude, sondern auch etwas Angst in der neuen Situation dabei ist. Daniel läuft zu seiner Familie zurück, die inzwischen bemerkt haben, dass etwas Ungewöhnliches vor sich geht. Er erzählt ihnen, was gerade passiert ist. Auch sie sind sich ihrer Gefühle nicht ganz sicher. Was passiert, wenn alle ihre spärliche, aber sichere Umgebung verlassen haben? Wie soll es dann dort draußen weitergehen? Daniel bewegt sich mit seiner Familie durch die inzwischen wild umher laufende Menschenmenge zu einem Fenster, um noch einmal nach draußen zu schauen. Nach einer Weile erkennt man schon, dass die ersten Menschen das Raumschiff verlassen. Immer mehr schließen sich ihnen an und verlassen das Schiff. Auch Daniel weiß, dass es langsam Zeit wird, seine Sachen zu packen und sich auf den Ausstieg vorzubereiten. So begibt sich jeder in seine Unterkunft und packt alles zusammen, was er mitnehmen will. Auch seine Frau und seine inzwischen erwachsenen Kinder haben sich auf den Ausstieg vorbereitet. Noch einmal schauen sie sich ihr langjähriges provisorisches Zuhause an, bevor sie sich mit den anderen Menschen in Richtung Ausgang begeben. Als sie dort angekommen sind und vor der Rampe stehen, riechen sie bereits die neu entstandenen Pflanzen. Die ungewöhnlich frische Luft und diese Vielfalt an Düften ist ein lange nicht mehr da gewesenes Erlebnis. Die kräftigen Farben der Natur an diesem herrlichen Sommertag ist wirklich beeindruckend. So gehen sie weiter die Rampe entlang hinab, einer ungewissen Zukunft entgegen. So wie sie einst in das Raumschiff gestiegen sind, ohne zu wissen, was auf sie zukommt. Am Ende der Rampe betreten Daniel und seine Familie das erste Mal seit langer Zeit wieder natürlichen Boden. Es ist für sie ein so surreales Empfinden, an das sie sich langsam erst wieder gewöhnen müssen. Auf dem Platz vor dem Raumschiff versammeln sich zuerst einmal alle und warten, bis alle ausgestiegen sind. Als nach einiger Zeit keiner mehr das Raumschiff verlässt, warten alle gespannt, was nun passieren wird. Wieder vergeht etwas Zeit, dann schließen sich die Tore des Raumschiffes. Ein leises Geräusch ist zu hören. Dann erkennt man auch schon, wie sich das Raumschiff langsam erhebt. Es steigt immer höher und fliegt dann einfach davon. Im Hintergrund sieht man vereinzelt noch mehr Schiffe davonfliegen. Man hat den Eindruck, als hätten sich die Schiffe untereinander abgesprochen. Daniel würde zu gerne wissen, wohin diese jetzt fliegen. Ober er es jemals erfahren wird?

Eine riesige Menschenmenge steht nun auf dem Platz, und keiner scheint genau zu wissen, was er jetzt tun soll. Die einen sehen sich nur fragend an, die andere machen sich allmählich auf den Weg ins Unbekannte. Auch Daniel ist sich noch nicht im Klaren, was er tun soll. Das Zuhause, das er von früher kennt, gibt es nicht mehr. Es ist für alle Beteiligten eine schwierige Situation. Es gibt einfach keine klare Entscheidung, wohin man gehen soll. Keiner weiß, was sich hinter dem nächsten Hügel befindet. Als sich die Menge langsam auflöst, hört man plötzlich jemanden rufen. Er zeigt in die Richtung, wo in einiger Entfernung ein helles Licht zu sehen ist. Nach kurzer Zeit hat jeder das Licht entdeckt und beobachtet es neugierig. Es ist deutlich selbst am hellen Tag zu sehen. Doch man kann nicht erkennen, woher es kommt. Kurze Zeit später laufen auch schon die ersten Leute in Richtung des Lichtes los. Da sowieso niemand wirklich weiß wohin er gehen soll, folgt man einfach dem Licht. Vielleicht ist dort jemand, der einem helfen kann. Schon bald hat sich die ganze Gruppe wieder vereint und alle gehen gemeinsam in die Richtung, woher das Licht kommt. Nach einer Weile erreicht die Gruppe eine Anhöhe. Von dort erkennt man, dass das Licht von einem weit entfernten Turm auf einem Berg ausgesendet wird. Das gibt wieder neue Hoffnung und eine Schlange von Menschen bewegt sich nun weiter durch die neu entstandene Natur ihrem Ziel entgegen.

Es wird langsam Nacht und man entschließt sich auf einer großen Grünfläche zu übernachten. Auch Daniel sucht für seine Familie ein ruhiges Plätzchen für die Nacht. Als es dunkel wird, sieht Daniel das Licht hell leuchtend direkt vor ihnen. Das Ziel kann also nicht mehr weit sein. Doch was wird sie da erwarten? Ist dort überhaupt jemand? Werden sie dort Hilfe finden? Morgen werden sie es erfahren.

Am nächsten Tag geht es nach Sonnenaufgang auch gleich wieder weiter. Man will keine Zeit verlieren und hofft, dass der Weg nicht umsonst ist. Der Turm mit dem Licht kommt immer näher. Da bemerkt Daniel eine weitere Gruppe von Menschen, die in einiger Entfernung in die gleiche Richtung gehen. Zumindest sind sie nicht die einzigen Überlebenden, die dem Licht folgen.

Dann ist es endlich soweit. Sie stehen vor dem Berg, auf dem der Turm steht. Sie gehen den Berg hinauf, bis sie gemeinsam oben angenommen sind. Auf der anderen Seite des Berges erstreckt sich ein riesiges Tal, das von drei weiteren Bergen umschlossen wird. Und auf jedem Berg steht ein Turm, der ein Licht aussendet. Und unten im Tal erstreckt sich eine riesige Stadt, wie sie vorher noch niemand gesehen hat. Sie sieht für die Menschen futuristisch und doch naturverbunden aus. Es gibt verschiedene Gebäude, aber auch Felder und Gärten. Gespannt und voller Hoffnung und Vorfreude, begibt sich die Gruppe den Berg hinab auf die Stadt zu. Von allen Seiten der Berge strömen ebenfalls Menschen ins Tal. Als Daniel mit seiner Familie die Stadt erreicht, erkennt er den Einklang von Natur und Technik. Überall gibt es neuartige Geräte zu entdecken, die ihnen wahrscheinlich beim Überleben helfen sollen. Auch hier gibt es wieder Unterkünfte wie im Raumschiff. Doch ist hier jede Unterkunft ein kleines Haus, mit allem, was man so braucht. Daniel sucht sich eines davon für seine Familie aus. Dann legt er sich erst einmal auf das sich darin befindende Bett, um ein wenig zur Ruhe zu kommen. Jetzt versteht er, was der Fremde im Raumschiff mit der neuen Zeit für die Menschen gemeint hat. Die wenigen Überlebenden der Katastrophe sollen eine neue Gesellschaft aufbauen, die auf einer neuen Grundlage aufgebaut ist. Daniel hat es mit seiner Familie geschafft. Sie können jetzt ein neues Leben beginnen, in einer neuen Zeit. 



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2026. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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