Jürgen Schnaible

Mondexpedition

Der Start

Nun ist es soweit. Nach langer Vorbereitung steht Tom jetzt vor seinem ersten Flug zum Mond. Zusammen mit seinen beiden Begleitern bereitet er sich auf den Start vor. Zuvor haben sie sich noch von ihren Familien verabschiedet. Dann gehen sie zusammen zum Raumschiff, dass sie zum Mond bringen soll. Sie steigen hinein und warten auf die Startfreigabe. Sie haben lange für diesen Augenblick geübt. Mit dieser neuen Raumschiffsgeneration können sie zum Mond und wieder zurückfliegen. Auch ein neues Mondfahrzeug haben sie mit dabei. Sie sollen eine Woche dort oben verbringen und dann zurückkehren. 

Die Startfreigabe kommt und sie starten ihr Raumschiff. Langsam hebt es ab, richtet sich aus und beschleunigt danach stetig. Der Kurs ist einprogrammiert und die Instrumente zeigen keine Störung an. Somit können sich alle zurücklehnen und den Flug genießen. Die Erde wird langsam immer kleiner und der Mond kommt immer näher. Bald werden sie ihr Ziel erreicht haben. 

Sie haben den Mond erreicht. Nun müssen sie nur noch die vorgeschriebene Landestelle erreichen. Dazu fliegen sie noch ein Stück über die Oberfläche, bis zum vorgegebenen Landepunkt. Dort setzen sie ihr Raumschiff sanft auf. Im ersten Moment bleiben alle noch kurz in ihren Sitzen und schauen hinaus, um sich durch die Fenster die Umgebung anzusehen. Noch ein kurzer Funkruf zur Erde, dass sie sicher gelandet sind, dann machen sich auch schon alle daran, ihre Raumanzüge anzuziehen. Zuerst geht es nach draußen, um sich mit den Bedingungen auf dem Mond vertraut zu machen. Erst danach fangen sie an, das vorgegebene Programm durchzuarbeiten. Während seine Kollegen die ersten Proben einsammeln und Messungen durchführen, kann Tom inzwischen die Umgebung erkunden. Dafür haben sie das neue Mondfahrzeug dabei, das dabei gleich unter realen Bedingungen getestet wird. Tom fährt den Wagen aus dem Raumschiff. Die Akkus des Wagens sind bereits voll aufgeladen und das Nötigste an Ausrüstung für den Notfall ist im Wagen schon verstaut. Tom kontrolliert noch einmal kurz die Instrumentenanzeigen und beginnt dann seine erste Fahrt auf dem Mond.


Mondfahrt

Mit dem neuen Mondwagen kommt Tom schnell voran. Er durchfährt eine Ebene, vorbei an etlichen Kratern. Schon nach einiger Zeit hat er das Raumschiff und seine beiden Kameraden aus den Augen verloren. Trotzdem findet er später wieder zurück, da vom Raumschiff kontinuierlich ein Funksignal gesendet wird, das er anpeilen kann. So fährt Tom immer weiter über die Mondoberfläche, stetig auf der Suche nach etwas Interessantem. Ab und zu steigt er aus, um sich das Eine oder Andere, das er auf dem Weg entdeckt, genauer anzusehen. Auch einige Steine oder andere Materialien, die ihm interessant erscheinen, nimmt er in getrennten Behältern mit. Zudem führt er zwischendurch noch verschiedene Messungen durch. 

Nach einiger Zeit entdeckt Tom eine kleine Bergformation. Er steuert darauf zu, um sie sich genauer anzusehen. Dort angekommen fährt er die Berge entlang, bis er an eine Stelle kommt, an der die Bergkette unterbrochen ist. Als er dort hindurchsieht, erkennt er, dass die Bergformation fast kreisförmig ist. In deren Mitte befindet sich ein großer Platz, der nur durch diese Öffnung vom Boden her erreichbar ist. Tom schaut sich aus der Entfernung den Platz etwas genauer an und vermutet irgendwelche Spuren auf dem Boden zu erkennen. Er würde ja gerne mal dort hineinfahren und sich das genauer ansehen, aber die Akkus des Wagens reichen nur noch für eine sichere Rückfahrt. Er darf kein Risiko eingehen. Außerdem geht sein Sauerstoff auch langsam zur Neige. Er hat zwar noch einen Sauerstoffbehälter als Reserve dabei, den will er aber nur im Notfall benutzen. Er hat leider keine Wahl und muss zum Raumschiff zurückkehren. Also folgt Tom dem Funksignal des Raumschiffes und fährt direkt zurück. 

Als er beim Raumschiff angekommen ist, meldet er sich per Funk zurück. Seine Kollegen sind bereits im Raumschiff. Tom fährt den Wagen wieder hinein, um die Akkus für morgen wieder aufzuladen. Er packt noch die Sachen aus, die er unterwegs eingesammelt hat und geht dann zu seinen Kollegen, um sich mit ihnen über ihre Erlebnisse zu unterhalten. Vor allem über diese außergewöhnliche Bergformation und den Platz berichtet er den anderen. Tom geht das einfach nicht mehr aus dem Kopf. Er will sich das Ganze unbedingt genauer ansehen.


Zweite Mondfahrt

Nachdem sich alle etwas ausgeruht haben, bespricht er mit seinen beiden Kollegen den weiteren Ablauf. Dabei spricht er sie darauf an, dass er noch einmal zu diesem Platz fahren will. Da keiner was dagegen hat, holt Tom wieder den Mondwagen aus dem Raumschiff. Er macht sich sofort auf den Weg, damit er bald wieder zurück ist. Wie geplant steuert er seinen Wagen direkt zu den Bergen. Dort angekommen fährt er an ihnen entlang, bis er wieder die Öffnung findet, durch die er ins Innere dieser rundlichen Bergformation kommt. Tom schaut noch kurz hinein und fährt dann durch die Lücke auf den großen Platz. Während er diesen überquert, beobachtet er die Umgebung auf Auffälligkeiten. Auch den Boden behält er im Auge, ob da wirklich irgendwelche Spuren zu sehen sind. Plötzlich scheint er tatsächlich etwas entdeckt zu haben. Tom hält den Wagen an, steigt aus und schaut sich die verschiedenen Abdrücke auf dem Boden an. Sie waren nicht eindeutig zu identifizieren, dennoch schließt er einen natürlichen Ursprung weitgehend aus. Tom fragt sich, von wem oder was die Spuren sein könnten.

Während Tom sich die Bodenspuren genauer betrachtet, bemerkt er über dem Horizont einen hell leuchtenden Punkt. Ein Stern kann es nicht sein, da an dieser Stelle vorher kein so helles Licht zu sehen war. Das wäre ihm sicherlich aufgefallen. Er beobachtet den hellen Punkt genauer und stellt fest, dass er langsam größer wird. Tom starrt wie gebannt darauf und fragt sich, was das ist. Der Lichtpunkt wird noch immer größer und es scheint, dass er direkt auf ihn zukommt. Jetzt erst begreift Tom, was da vielleicht gerade passiert. Schnell setzt er sich wieder in den Wagen und fährt mit voller Geschwindigkeit auf die umliegenden Berge zu. Da er sich im Moment ziemlich genau in der Mitte des Platzes aufhält, ist es egal, in welche Richtung er fährt. Deswegen lenkt er den Wagen immer geradeaus, um so schnell wie möglich den Platz zu verlassen. Zwischendurch schaut er immer wieder auf den Lichtpunkt, der bereits schon ziemlich groß ist. Allmählich kann man erkennen, dass er genau in seine Richtung fliegt. Je näher das Objekt kommt, desto mehr bekräftigt sich die Vermutung, dass es ein Raumschiff sein könnte. Tom will auf jeden Fall die Berge erreichen, bevor es da ist. Er hat die Berge schon fast erreicht, als er die Form des Raumschiffes schon einigermaßen erkennen kann. Endlich am Fuß des Berges angekommen, fährt er den Wagen in eine kleine Nische, um ihn ein wenig zu verbergen. Als Tom danach wieder auf den Platz hinter sich schaut, kann er gerade noch die Landung des Raumschiffes beobachten.


Die Fremden

Regungslos sitzt Tom in seinem Fahrzeug und beobachtet das fremde Raumschiff. Er wartet angespannt auf das, was passieren wird. Viele Gedanken gehen außerdem durch seinen Kopf. Eigentlich hätten sie seinen Wagen beim Landeanflug sehen müssen. Wenn das so wäre, wird er bestimmt gleich Besuch bekommen. Ist überhaupt jemand in dem Raumschiff oder ist es unbemannt? Wird es von jemand gesteuert oder fliegt es ganz automatisch? Woher kommt es und wem gehört es? Tom kann nur abwarten. 

Jetzt passiert etwas. Ein Tor an der Seite des Raumschiffes öffnet sich und ein Fahrzeug kommt herausgefahren. Zuerst befürchtet Tom, dass es direkt auf ihn zu fährt, doch es schlägt eine andere Richtung ein. Es scheint auf eine bestimmte Stelle der Berge zuzufahren. Als das fremde Fahrzeug direkt vor einem Berg steht, öffnet sich ein Tor, das den Weg ins Innere des Berges freigibt. Das Fahrzeug fährt hinein und kommt nach einer Weile wieder heraus, um zum Raumschiff zurückzufahren. Da der Eingang nicht sehr weit von Tom weg ist, entschließt er sich den Eingang näher anzusehen. Vorsichtig steigt er aus seinem Wagen und geht so unauffällig wie möglich auf die Stelle zu, wo sich der Eingang befindet. Er läuft dabei immer ganz nahe am Berg entlang, damit er hoffentlich nicht entdeckt wird. Mit seinem Wagen hätte er keine Chance sich fortzubewegen, ohne entdeckt zu werden. 

Tom hat den Eingang erreicht. Das Tor ist noch auf und es ist niemand zu sehen. Gerade wollte er einen Blick hineinwerfen, kommt das fremde Fahrzeug zurück. Diesmal nimmt es aber einen anderen Weg. Es fährt genau auf die Stelle zu, wo er seinen Wagen abgestellt hat. Dann sieht er wie zwei der Fremden aussteigen und sich seinen Wagen ansehen. Ihm fällt auf, dass sie keinen Helm tragen. Das heißt, dass sie wahrscheinlich nicht zu atmen brauchen, denn hier draußen gibt es nichts, das man atmen könnte. Das gibt ihnen einen großen Vorteil. Jetzt hängen sie seinen Wagen an ihr Fahrzeug und ziehen es direkt an ihm vorbei durch den Eingang in den Berg. Tom hat sich gerade noch rechtzeitig verstecken können, damit sie ihn nicht sehen. Dennoch weiß Tom, dass er jetzt ein riesengroßes Problem hat. Sein Sauerstoff reicht nur noch für ungefähr drei Stunden. Zu Fuß unauffällig zurückzulaufen ist in der Zeit nicht möglich. Die einzige Möglichkeit wäre der Ersatzsauerstoffbehälter im Wagen, doch der ist jetzt bei den Fremden im Berg. Er hat nur noch eine Möglichkeit. Tom schaut sich noch einmal genau um und bewegt sich so unauffällig wie möglich durch das Tor in den Berg hinein. 


Die Basis

Drinnen versteckt sich Tom zuerst hinter großen Transportbehältern. Dann schaut er sich vorsichtig um. Er befindet sich in einer großen Halle. Es scheint, als ob sie als Lagerhalle dient, da überall verschiedene Behälter herumstehen. Auch erkennt er am Ende der Halle einen Durchgang, der scheinbar in einen anderen Raum führt. Da stehen allerdings zwei dieser Fremden, die das Abladen beobachten. Er hat scheinbar Glück gehabt, dass sie ihn noch nicht bemerkt haben. Man kann deutlich erkennen, dass es keine Menschen von der Erde sind, haben jedoch eine gewisse Ähnlichkeit. Plötzlich kommt das fremde Fahrzeug wieder hereingefahren. Tom beobachtet was passiert. Die Fremden entladen allerdings nur ihr Fahrzeug und fahren wieder hinaus. Tom bewegt sich nun vorsichtig in die Richtung, wo sich der Durchgang befindet. Er darf dabei die beiden Fremden nicht aus den Augen verlieren, damit er immer weiß, wo sie sich befinden. Als er nicht weit von ihnen ist, muss er abwarten, bis die beiden hoffentlich irgendwann weggehen. Dann erst kann Tom weiter gehen und nach seinem Fahrzeug mit dem Sauerstoffbehälter suchen. Nach einer Weile kommt das fremde Fahrzeug wieder zurück, um abzuladen. Das Ganze wiederholt sich immer wieder. Bis plötzlich, nachdem das Fahrzeug herausgefahren ist, sich das Tor schließt. Das Entladen des fremden Raumschiffes ist wahrscheinlich beendet und Tom sitzt in der Halle gefangen. 

Er hat noch für ungefähr eine Stunde Sauerstoff. Deswegen muss er unbedingt an den Sauerstoffbehälter in seinem Wagen kommen, bevor es zu spät ist. Wenn er dann noch rechtzeitig die Möglichkeit hätte ins Freie zu gelangen, dann könnte er zu Fuß zurück zu seinem Raumschiff laufen. Der Sauerstoff müsste dafür ausreichen. Doch zuerst muss er seinen Wagen finden. Tom hat festgestellt, dass die beiden Fremden, die am Durchgang standen, jetzt weg sind. Rasch läuft er dort hin und schaut vorsichtig auf die andere Seite. Dort befindet sich auch wieder eine große Halle. Tom wartet auf eine günstige Gelegenheit und läuft rasch hinein, um sich dort gleich wieder zu verstecken. Er schaut sich um und erkennt, dass sich hier hauptsächlich Technik befindet. Die verschiedensten Maschinen sind hier untergebracht. Auf einmal entdeckt Tom seinen Wagen. Einige dieser Fremden schauen sich ihn gerade etwas genauer an. Es ist im Moment unmöglich, dorthin zu gelangen. Tom wartet ab und beobachtet was passiert. Nach einer Weile verlassen die Fremden sein Fahrzeug und Tom kann sich ihm langsam nähern. Vorsichtig holt er sich den vollen Sauerstoffbehälter aus dem Wagen und versteckt sich wieder. Dann tauscht er ihn gegen seinen alten Behälter aus. Endlich hat er wieder genug Sauerstoff. Jetzt muss er nur noch versuchen, so schnell wie möglich ins Freie zu gelangen. Tom will noch schnell den alten Sauerstoffbehälter in den Wagen legen, doch plötzlich kehren die Fremden von vorhin wieder zurück. Schnell entfernt er sich von dort und bewegt sich vorsichtig durch die Halle. Unterwegs versteckt er den alten Behälter und geht langsam weiter auf einen weiteren Durchgang zu. Dieser scheint in eine weitere Halle zu führen. Tom beobachtet die Fremden, die wieder sein Fahrzeug genauer untersuchen. Er will den richtigen Moment abwarten, um in die andere Halle zu gelangen. Vielleicht kann er von dort entkommen. 

Als der richtige Moment gekommen ist, läuft Tom durch den Durchgang in die nächste Halle. Gleich geht er wieder in Deckung und beobachtet die Umgebung. Hier sind schon merklich mehr von diesen Fremden vorhanden. Das Auffälligste ist ein riesiger Monitor an einer Wand, auf der die Erde angezeigt wird. Davor sind einige dieser Fremden an verschiedenen Bedienelementen und Computern beschäftigt. Nicht weit davon entfernt befindet sich an der Wand etwas, dass wie ein weiterer Durchgang aussieht. Man kann jedoch nicht genau erkennen, wohin er führt. Es sieht nicht so aus, als ob sich dahinter eine andere Halle befindet, sondern eher, dass er ins Freie geht. Doch die typische Mondlandschaft ist nicht zu erkennen. Tom will sich diesem neuen Durchgang nähern, um hoffentlich mehr zu sehen. Es wird allerdings ziemlich schwierig werden an den Fremden vorbeizukommen, ohne entdeckt zu werden. Trotzdem will und muss er es versuchen, wenn er eine Chance haben will herauszukommen. 

Er kommt dem Durchgang langsam näher, als plötzlich mehrere rote Lampen anfangen zu blinken. Die Fremden blicken alle auf irgendwelche Monitore, wo wahrscheinlich der Grund dafür angezeigt wird. Tom vermutet, dass es eine Alarmmeldung sein könnte. Ein akustisches Signal kann es hier im luftleeren Raum natürlich nicht geben. Für Tom hat dies auch den Vorteil, dass man ihn nicht hören kann, wenn er sich bewegt. Die Fremden lassen ihre Beschäftigung liegen und laufen zu der Stelle, wo sie sein Fahrzeug abgestellt haben. Nun ist er sich ziemlich sicher, dass die Alarmmeldung ihm gilt. Vielleicht haben sie den fehlenden Sauerstoffbehälter bemerkt. Als sie an ihm vorbeigelaufen sind, nutzt er die Gelegenheit und geht näher auf den Durchgang zu. Leider kann man nicht viel mehr erkennen als vorher. Tom kann immer noch nicht sagen, wohin er führt. Er muss noch näher ran. Doch als er sich noch einmal kurz umschaut, sieht er wie die Fremden zurückkommen, um die Halle systematisch zu durchsuchen. Da erkennt er, dass er dringend handeln muss. Irgendwann werden sie ihn finden. Auch auf die Gefahr hin, dass er jetzt entdeckt wird, läuft er so schnell wie möglich auf den Durchgang zu. Ohne sich noch einmal umzusehen, läuft er hindurch.


Die Insel

Auf der anderen Seite des Durchgangs angekommen verliert Tom sofort das Gleichgewicht und fällt hin. Sofort steht er wieder auf und bemerkt, dass hier eine viel größere Schwerkraft herrscht. Wie kann das sein? Er schaut sich kurz um, läuft dann aber schnell weiter, da er möglicherweise verfolgt wird, falls sie ihn bemerkt haben. Es sieht so aus, als ob er sich in einer größeren Höhle befindet. Auch scheint sich niemand außer ihm hier aufzuhalten. Am anderen Ende dieser Höhle erkennt Tom möglicherweise einen Ausgang, da von dort Licht hereinscheint. Er läuft darauf zu, was ihm jedoch durch die größere Schwerkraft nicht leicht fällt. Sein Körper muss sich erst langsam daran gewöhnen. Als er den Ausgang erreicht hat, schaut er sich noch kurz um. Es ist noch immer niemand zu sehen. Tom verlässt die Höhle und sieht sich die Umgebung an. Er weiß nicht, wo er ist, aber bestimmt nicht auf dem Mond. Es sieht eher aus wie auf der Erde. 

Tom steht gerade auf einem Berg, der von einem dichten Wald umgeben ist. Am Himmel erkennt er eine Sonne und vereinzelte Wolken. Außerdem bemerkt er, dass ein leichter Wind weht. Es muss also eine Atmosphäre geben. Tom hat an seinem Raumanzug einige Sensoren und Messinstrumente, um die Umgebung zu untersuchen. Er will sich vergewissern, ob er sich vielleicht wirklich auf der Erde befindet. Als er die Messwerte sieht, bestätigt sich seine Vermutung. Doch wenn er auf der Erde ist, wie ist das möglich? Tom fragt sich, ob sich die Hallen, die er auf dem Mond gesehen hat, überhaupt alle dort befinden, oder sind sie in Wirklichkeit weit voneinander entfernt und durch eine Art Portal miteinander verbunden.

Tom geht das Risiko ein und öffnet langsam seinen Helm. Frische Luft kommt an seinen Körper, die er nun einatmen kann. Auch die Umgebungstemperatur ist angenehm. Rasch zieht er seinen Raumanzug aus, um sich besser bewegen zu können. Auf einmal hört er Geräusche, die näherzukommen scheinen. Er schaut sich um und erkennt, dass tatsächlich die Fremden hinter ihm her. Jedoch scheinen sie größere Probleme mit der neuen Schwerkraft zu haben als er. Sie tun sich deutlich schwerer, sich zu bewegen. Das ist vielleicht sein Vorteil, da er diese Schwerkraft gewohnt ist. Sofort läuft er in den Wald hinein. Ziellos bewegt er sich immer weiter geradeaus, da er keine Ahnung hat, wo er sich befindet. Seine Verfolger sind immer noch hinter ihm her. Endlich erreicht er den Waldrand. Plötzlich sieht er vor sich das Meer. Da steht er nun am Strand. Was jetzt? Vor sich das Meer, hinter ihm der Wald mit den Fremden. Er muss auf jeden Fall weiter. Tom entschließt sich den Strand entlang zu laufen, auch auf die Gefahr hin, dass er dabei von den Fremden gesehen wird.

Nach einiger Weile sieht er draußen auf dem Wasser ein Fischerboot vorbeifahren. Sofort winkt er den Leuten auf dem Boot zu und ruft laut um Hilfe. Tatsächlich wird er entdeckt und das Boot dreht in seine Richtung ab. Tom schaut sich um und hält angespannt nach seinen Verfolgern Ausschau. Sie könnten jederzeit auftauchen. Als das Boot schon relativ nahe ist, geht Tom ins Wasser und schwimmt ihm entgegen. Die Fischer holen ihn an Bord und er ist froh, dass er es geschafft hat. Tom beginnt sich mit seinen Rettern zu unterhalten und erfährt dabei, dass er auf einer unbewohnten Insel war und Glück hatte, gerettet zu werden. Dann schaut er noch einmal zurück auf die sich langsam entfernende Insel. Ob die Fremden noch dort sind? Vielleicht wird er eines Tages zurückkommen, aber bestimmt nicht allein.

 

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jürgen Schnaible).
Der Beitrag wurde von Jürgen Schnaible auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2026. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  Jürgen Schnaible als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Fallender Schatten von Heiger Ostertag



Eine attraktive Lehrerin einer Stuttgarter Waldorfschule wird zum Mordopfer, aus dem Kollegium könnte es jeder gewesen sein! Jeder? Nun, die Dinge liegen vielleicht doch etwas schwieriger. Denn die Ermittlung der Polizei laufen ins Leere, weitere Morde ereignen sich. Erst zum Ende entwirrt eine Eurythmistin das undurchdringliche Dickicht aus Lügen und Gerüchten.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Science-Fiction" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Jürgen Schnaible

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Die Kuppel von Jürgen Schnaible (Science-Fiction)
Die Schattengalaxie von Benjamin Bieber (Science-Fiction)
Hoffnung...und Schicksal... von Rüdiger Nazar (Einfach so zum Lesen und Nachdenken)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen