Die blauen Säcke.
Helga, die Küchenhilfe, unter anderem für die Beschaffung von Hilfsmaterial zuständig, greift zum Stift. Es sind nur noch wenige blaue Abfallsäcke am Lager. Sie schreibt an den Hausmeister: „Lieber Kurt, wir benötigen wieder die übliche Menge blaue Müllsäcke“ Es vergehen zwei Wochen, ohne das die blauen Säcke eintreffen. Sie schreibt ein 2. Mal. Nach einer weiteren Woche, sind die restlichen blauen Säcke fast aufgebraucht. Sie passt den Hausmeister ab und fragt nach der Lieferung. „Hallo Kurt, hast du meine Bestellung für die blauen Müllsäcke nicht erhalten?“. Kurt antwortet: „Ich habe die Bestellung erhalten“ Helga erstaunt:“ warum hast du nicht geliefert?“. Kurt antwortet emotionslos: „Weil wir seit einiger Zeit nur grüne Müllsäcke am Lager haben!“
Die Konzertkarten
Ich lege die Tageszeitung auf den Tisch und gehe zum Rechner. Die E-Mail an den Kartenservice ist schnell geschrieben. Es werden 10 Freikarten für ein Konzert von Roger Whittaker verlost. Vielleicht klappt es ja. Einige Tage später die Nachricht: „Sie haben 2 Karten im Wert von je 72 € gewonnen!“ Die Freude, besonders bei meiner Frau, ist groß.
Am Konzerttag nehmen wir unsere Plätze ein. Auf der Reihe sitzen, wie ich an den Karten erkennen kann, die Gewinner der Freikarten. Neben uns ein älteres Ehepaar. Am Ende der Vorstellung gehen beide an uns vorüber und ich sage, im Bezug auf die Freikarten: „Na bis zum nächsten Gewinn“. Der Mann schaut mich böse an und geht schnell weiter. Die Frau strahlt uns an und sagt: „Die Karten hat mir mein Mann zur Goldenen Hochzeit geschenkt!“ Wir haben sie nicht über die „teure“ Ausgabe ihres Mannes aufgeklärt.
Die Flasche
Emma, wohnt seit einigen Wochen in Deutschland. Bisher war Teneriffa ihr zu Hause. Ihr Vater, ein Spanier, hat hier Arbeit bekommen, ganz in der Nähe der Geburtsstadt ihrer Mutter. Emma kann gut Deutsch und kommt somit prima zurecht. Ihre neuen Freundinnen überreden sie zu einem Besuch in eine angesagte Disco. Dort bestellt sie eine Flasche Cola. Mit der Flasche in der Hand steht sie mit ihren Freundinnen am Rande der Tanzfläche. Gegenüber schaut ein gut aussehender Mann ständig in ihre Richtung. Plötzlich steht er neben ihr und möchte mit ihr tanzen. Sie würde gerne, sagt aber: „Mit einer Flasche tanze ich nicht!“ Er stutzt und ward nimmer mehr gesehen. Erst später klärte man sie über Doppeldeutungen in der deutschen Sprache auf.
© M. Wolfram Kutzscher
Vorheriger TitelNächster TitelDie Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (M. Wolfram Kutzscher).
Der Beitrag wurde von M. Wolfram Kutzscher auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.06.2026.
- Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).
M. Wolfram Kutzscher als Lieblingsautor markieren

Das Mirakel von Köln
von Bettina Szrama
Köln, 1625: Der erzbischöfliche Generalvikar rettet die fallsüchtige junge Christina vor einer Steinigung durch den Pöbel und bringt sie ins Kloster Santa Klara. Doch anstatt Sicherheit zu erfahren, wird Christina Zeugin von Teufelsaustreibungen, sittlichem Verfall und unaussprechlichen Verbrechen. Ihr gelingt die Flucht, doch sie gerät in ein Ränkespiel der Mächtigen, in dem sie alles verliert außer ihrem Leben. Sie beschließt, sich zu rächen indem sie sich selbst der Hexerei anklagt. Unter der Folter bezichtigt sie alle Hochgestellten Kölns, die ihr jemals begegneten. Und die Stadt beginnt vor ihr zu zittern.
Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!
Vorheriger Titel Nächster Titel
Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:
Diesen Beitrag empfehlen: