5:48 Uhr
Ein dubioses Würgegeräusch ließ mich aus einem wohlig-kuscheligen Traum hochschrecken. Ich hechtete aus dem Bett und erwischte unseren Hund dabei, wie er sich auf meinem weißen Langflor-Teppich übergab.
„Wasis‘nlos?“, brummelte Alan, wobei er den Kopf ca. einen Zentimeter aus den Kissen hob.
„Der Hund kotzt auf den Shaggy!“
„Ach so.“
Absenken des Kopfes …
Schnarchgeräusche …
Respekt – der Mann hat die Ruhe weg.
Nachdem ich das immer noch würgende Tier auf den sich darunter befindlichen, recht unempfindlichen Fußbodenbelag umgesetzt hatte, betrachtete ich die Bescherung.
„Grünes Gras auf weißem Langfloor, das sieht irgendwie chic aus“, fuhr es mir durch den Kopf. Allerdings hatte der Hund sich eher punktuell und nicht flächendeckend erleichtert. Das war weniger hübsch.
Also beseitigte ich ‚das Grobe‘, steckte den, zum Glück waschbaren, Teppich in die Waschmaschine, kochte mir einen schönen Kaffee.
„Na, du, geht es dir wieder besser“, fragte ich den Hund, der es sich in seinem Körbchen bequem gemacht hatte. Er zwinkerte mir zu und grinste.
Wer kann da schon böse sein …
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.06.2026.
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Entscheidung am Bahnhof Zoo
von Yvonne Habenicht
Die Geschichte spielt im Berlin der 90er Jahre.
Den beiden Freundinnen Andrea und Sigrid hat im Laufe weniger Monate das Schicksal übel mitgespielt. Mit dem Weihnachtsfest scheint sich eine positive Wende anzukündigen. Andreas Beziehung zu Wilfried Ruge, die anfangs unter keinem guten Stern zu stehen schien, festigt sich. Auch ihre Freundin glaubt in Wilfried ein verlässlichen Kameraden zu sehen. Beide Frauen nehmen ihr Schicksal optimistisch in die Hand.
Sie ahnen nicht, dass der Mann, dem sie vertrauen, ein gefährlicher Psychopath ist und insgeheim einen schaurigen Plan verfolgt. Auch, als sich Warnungen und Anzeichen häufen, wollen die Frauen die Gefahr, die von dem Geliebten und Freund ausgeht, noch nicht wahrhaben. Ausgerechnet Sigrids behinderte Nichte wird folgenschwer in den Strudel der schrecklichen Ereignisse gerissen.
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